WILSON German Junior U19 2012

Turnier findet Eingang in das World Junior Ranking 2012 der BWF.
Turnier ist Teil des Badminton Europe Junior Circuits 2011/12.

Vom 8. bis 11. März 2012 in Berlin, Große Halle (Sportarena) des Sportforums, Weißenseer Weg 53.

Ausrichter: SG Empor Brandenburger Tor Berlin. Referee: Carmen Martinez Villanueva (ESP).

Turnierwebste: www.german-junior.de - Seite mit Videoübertragungen: www.german-junior.tv

       

 

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Zu den Turniertableaus im  HE - DE - HD - DD - MX. Zu den Tagesergebnissen. Zu Videoberichten.

 

   

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Für Deutsche war im Achtelfinale Schluss

  

Indonesier dominierten mit vier Finalteilnahmen und zwei Titeln - Überraschungsfinalistin von den Philippinen 

  

Herreneinzel
HF: Thomi Azizan Mahbub (INA) - Dong Joo Kim (KOR) 21:12 21:13
Kho Henrikho Wibowo (INA) - Kwang Hee Heo (KOR) 21:14 21:12
Fin.: Kho Henrikho Wibowo (INA) - Thomi Azizan Mahbub (INA) 21:13 21:10
Dameneinzel
HF: Malvinne Ann Venice Alcala (PHI) - Joo I Jeon (KOR) 21:19 21:16
LEE Jang Mi (KOR) - KIM Hyo Min (KOR) 21:19 21:13
Fin.: LEE Jang Mi (KOR) - Malvinne Ann Venice Alcala (PHI) 21:17 20:15 Aufgabe PHI
Herrendoppel
HF: Kasper Antonsen & Frederik Colberg (DEN) - Hafiz Faisal & Putra Eka Rhoma (INA) 21:14 21:13
Arya Maulana Aldiartama & Edi Subaktiar (INA) - LEE Chun Hei & TAM Chun Hei (HKG) 18:21 30:28 21:9
Fin.: Kasper Antonsen & Frederik Colberg (DEN) - Arya Maulana Aldiartama & Edi Subaktiar (INA) 21:15 21:23 21:16
Damendoppel
HF: Joo I Jeon & Soo Yeon Yang (KOR) - Ga Hee Han & Hye Rin Kim (KOR) 21:16 21:19
Melati Daeva Oktaviani & Rosyita Eka Putri Sari (INA) - Yeon Woo Eo & Jang Mi Lee (KOR) 21:15 20:22 21:6
Fin.: Melati Daeva Oktaviani & Rosyita Eka Putri Sari (INA) - Joo I Jeon & Soo Yeon Yang (KOR) 21:9 21:13
Mixed
HF: Middelburg & De Visch Eijbergen (NED) - An Khang Tai & Yen Mei Ho (MAS) 21:14 21:13
LEE Chun Hei & CHEUNG Ngan Yi (HKG) - BAE Kwon Young & KIM Ji Won (KOR) 21:12 21:14
Fin.: LEE Chun Hei & CHEUNG Ngan Yi (HKG) - Jim Middelburg & Soraya De Visch Eijbergen (NED) 21:8 21:13
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Ronny Pabst hat eine Bildergalerie von den German Junior 2012 ins Netz gestellt
Unter foto-pabst.de ist sie abzurufen.

Kho Henrikho Wibowo. Fotos: Ronny Pabst
Thomi Azizan Mahbub
Soraya De Visch Eijbergen, Jim Middelburg, Cheung Ngan Yi, Lee Chun Hei (v.l.)
Lee Jang Mi
Malvinne Ann Venice Alcala

Die Viertelfinalergebnisse:

   

Herreneinzel
Österreicher Almer dabei
Thomi Azizan Mahbub (INA)- Hyuk Jin Jeon (KOR) 21:13 21:18
Dong Joo Kim (KOR) - Yee Han Chong (MAS) 20:22 21:10 21:11
Kho Henrikho Wibowo (INA) - Matthias Almer (AUT*3/4) 21:14 21:8
Kwang Hee Heo (KOR) - Mathias Mundbjerg (DEN) 21:13 20:22 21:11
Dameneinzel
Eine Niederländerin und eine Russin unter den Besten
Malvinne Ann Venice Alcala (PHI) - So Yeon Han (KOR) 18:21 21:12 21:19
Joo I Jeon (KOR) - Gayle Mahulette (NED*5/8) 21:19 21:12
Hyo Min Kim (KOR) - Christin Tsai (CAN*5/8) 21:12 21:18 
Jang Mi Lee (KOR) - Evgeniya Kosetskaya (RUS*5/8) 21:9 21:8
Herrendoppel
Franzosen raus - Dänen weiter
Hafiz Faisal & Putra Eka Rhoma (INA) - Joris Grosjean & Gaétan Mittelheisser (FRA*1) 18:21 21:12 21:13 
Kasper Antonsen & Frederik Colberg (DEN*3/4) - Filip Myhrén & Jacob Nilsson (SWE*5/8) 21:8 18:21 21:15
Chun Hei Lee & Chun Hei Tam (HKG*3/4) - Jonathan Forsberg & Albin Hjelm (SWE*5/8) 21:10 21:13 
Arya Maulana Aldiartama & Edi Subaktiar (INA) -  See Woong Park &  Ji Won Yang (KOR)  21:19 21:19
Damendoppel
Drei koreanische Paare setzten sich durch
Ga Hee Han & Hye Rin Kim (KOR) - Evgeniya Kosetskaya & Viktoriya Varabyeva (RUS*5/8) 18:21 22:20 22:20  
Joo I Jeon & Soo Yeon Yang (KOR) - Julie Davidsen & Julie Finne-Ipsen (DEN) 13:21 24:22 21:11
Yeon Woo Eo & Jang Mi Lee (KOR) -  Anna Thea Madsen & Natalia Rohde (DEN) 21:12 16:21 21:14
Melati Daeva Oktaviani & Rosyita Eka Putri Sari (INA) - Ji Won Kim & Sun Min Lee (KOR) 21:13 13:21 21:16
Mixed
Zwei holländische Mixed hielten mit - eines weiter
Jim Middelburg & Soraya De Visch Eijbergen (NED*1) - Rodion Kargaev & Viktoriya Varabyeva (RUS) 21:11 21:14
An Khang Tai & Yen Mei Ho (MAS) -  Andrew D'Souza & Christin Tsai (CAN) 21:16 21:14
Kwon Young Bae & Ji Won Kim (KOR) - Robin Tabeling & Gayle Mahulette (NED) 21:15 21:23 21:11
Chun Hei Lee & Ngan Yi Cheung (HKG*2) - Wee Gieen Tan & Cheng Wen Yap (MAS) 21:10 20:22 21:11.

Freitag - 2. Turniertag
Erfreuliches von deutschen Doppeln
Von Peter Gütte
Der Nun, der 2. Spieltag dieser Wilson German Junior legte kräftig an Spannung zu, sorgte für Überraschungen und eine bejubelte Sensation. Verwundern konnte das nicht, denn diese zweite Vorrunde siebte die Spreu vom Weizen schon sehr viel penibler, auch weil die gesetzten Spieler ins Turniergeschehen eingriffen. Die schönen Begleiterscheinungen: höheres Niveau, gepaart mit Spannung und Dramatik.

Spannung und Dramatik…
...diese Tugenden zelebrierten zum Beispiel der Finne Kalle Koljonen und Hyuk Leon aus Malaysia in Reinkultur. 64 zermürbende Minuten dauerte es, bis sich die Kontrahenten die Hände reichten, der Koreaner mit glücklicherem Gesichtsausdruck. „Ja, ich bin froh, es war ein Match, das an die Grenzen ging. Ein bisschen müde bin ich, aber okay. Nur die rechte Schulter macht seit gestern ein wenig Ärger. Was schließlich entscheidend war? Nun, ich habe meinen Gegner immer wieder in die Ecken getrieben, also die Seiten angespielt und so Druck erzeugen können. Ich denke, dass war´s!“ Jin Hyuk Leon, ein Name, der möglicherweise am Sonntag bei den Finals, dabei sein könnte.
Ähnlich packend befeuerten sich der Malaysier Teck Shi Soo und Rasmus Noes Grill aus Dänemark. Grill hatte den zweiten Satz mit 21:13 recht deutlich für sich entscheiden können und so war der Matchausgang offen. Im dritten Satz kämpften dann Europa und Asien auf Augenhöhe, mit dem besseren Ende für Teck Shi  Soo, nach mehr als 60 Minuten. Auch dieser Name könnte durchaus bei den Finals auftauchen. 
Das deutsche Mixed...
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Felsner & Poyatos mühte sich redlich gegen die Malaysier An Khang Tai & Yen Mei Ho. Gut gespielt und dennoch in zwei Sätzen verloren, das tröstet nicht. „Nein, das tröstet wirklich nicht. Sie sind einfach immer etwas schneller dran“, Till Felsner niedergeschlagen. "Und auch technisch sehr gut.“ Partnerin Vanessa Poyatos sah die Überlegenheit vor allem in der besseren Kondition und extremen Schussgenauigkeit.
Extreme Schussgenauigkeit kultivierte das Mixed Seidel & Efler, gegen die Franzosen Mittelheiser & Baumann, zumindest streckenweise. Als Außenseiter waren sie unbeschwert in dieses Match gegangen und im zweiten Satz dem Sieg ganz nahe. „Ja, das war eine geniale Situation für uns, denn die Franzosen waren schließlich Favoriten“, stöhnte Marvin Seidel schwer atmend nach dem Spiel. „Und dennoch“ ergänzt Linda Efler mit Nachdruck, „wir haben in dieser Situation wirklich gut gespielt, hatten unsere Chance. Im dritten Satz waren die Franzosen dann einfach präziser und kontrollierter. Aber wir sind noch jung!“ Und so werden Marvin Seidel und Linda Efler diese Niederlage einfach als interessante Erfahrung abbuchen.  
Erfolgreiche Koreanerinnen…
...fielen bei den Damen auf - etwa Joon I Jun. Allerdings musste die Koreanerin alle Register ihres Könnens ziehen, um Sylvia Kumares aus Malaysia, in drei spannenden Sätzen niederzuringen.
Auch Yeon Woo Eo verließ das Spielfeld siegreich gegen die Inderin Anjali Rawat, wie Jang Mi Lee. Ihre Gegnerin hieß Ramona Hacks und man durfte gespannt sein, wie sich die junge Deutsche gegen die favorisierte Asiatin aus der Affäre ziehen würde. Ramona Hacks kämpfte tapfer, hatte aber mit 10:21 und 11:21 nicht die Spur einer Chance.  
Aufmerksamer Beobachter des Geschehens am Wettkampfort war auch Jimmy Andersen, Event Manager bei Badminton Europe. Wie gefallen dem Event-Experten die Wilson German Junior 2012? „Na ja, wenn ich vier Jahre zurückblicke und vergleiche, dann ist dieses Turnier in jeder Hinsicht gewachsen. So viele Teilnehmer, 25 Länder, das ist doch enorm. Es gibt in Europa kein vergleichbares Turnier. Ich meine auch das sportliche Level, das hier geboten wird. Und ich sehe besonders in diesem Jahr, dass der Abstand zwischen Europa und Asien kleiner wird“, schwärmt der Norweger. Nach Organisation und Halle befragt, bleibt Andersen voll des Lobes. „Es ist doch ein toller Wettkampfort, diese große lange Halle. Alles klappt bestens, der Shuttleverkehr, die Abwicklung der Spiele, alles ist modern und zeitgemäß!“ Diese Eloge aus international berufendem Munde, dürfte die Macher der Wilson German Junior gewiss erfreuen.
Die beiden Marks bleiben im Rennen
Achtung, kampfstarke Russe. Als solche entpuppten sich Andrej Dolotov & Alexendr Zinchenko. Zunächst waren ihre Gegner, die Niederländer Russel Muns & Robin Tabelin, auf dem Vormarsch und entschieden Satz eins 21:15 zu ihren Gunsten. Was keiner erwartete, die Russen drehten auf, wendeten das Spiel mit einem 21:17. Eine spannende Situation, die die Niederländer mit 13:7 im dritten Satz im Griff zu haben schienen. Hatten sie? Nein, denn die Russen zeigten sich nerven- und kampfstark. In einer hochklassigen Endphase schafften sie das nicht mehr Erwartete und punkteten zum 23:21.   
Ein markantes Achtungszeichen setzte auch das deutsche Herrendoppel Mark Byerly & Mark Lamsfuß gegen Conrad & Holm-Leven aus Schweden. Mit sicheren 21:14 und 21:15 blieben die beiden Marks im Rennen. Was hatte sie so beflügelt? „Nein, eine besondere Taktik hatten wir nicht“, erzählen sie aufgeregt nach dem Spiel. „Wir haben gegen die Schweden schon einmal unglücklich verloren, kannten sie also. Wir wollten einfach gut spielen, das war unser Anspruch“, analysierte Mark Byerly. „Aber ausschlaggebend war doch auch“, fügt Mark Lamsfuß an, „dass unsere Aufschläge sehr gut waren und früher am Netz waren wir auch zumeist.“ Ein erfreulicher Tatbestand, den das Doppel Max Weisskirchen & Malte Laibacher mit ihrem Erfolg gegen ein finnisches Duo, noch aufwertete.
Sensation am Nachmittag…
...für die sorgte das deutsche Damendoppel Jennifer Karnott & Hannah Pohl. Ihre Gegnerinnen, die englischen Top gesetzten Damen Sophie Brown & Holly Smith. Mit einem deutschen Erfolg hatte hier wohl niemand gerechnet. „Wir auch nicht“, so Jennifer kurz nach dem Spiel. „Aber jetzt sind wir sehr stolz.“ Das können die beiden auch, denn sie feierten als Doppel bei diesem Turnier ihre Premiere. „Aber gut vorbereitet hatten wir uns natürlich“, kommentierte Hannah Pohl danach ihr Spiel. „Und wir kannten den defensiven Spielstil unserer englischen Gegnerinnen.“ Da war die Frage nach dem „wie weiter“ durchaus am Platze. „Es wird schwer aber wir bleiben locker“, versprachen tatendurstig die deutschen Überraschungsdamen.
Tatendurstig zeigten sich auch weitere deutsche Damen. Eva Jansens & Julia Kunkel mit ihrem Sieg gegen ein Damendoppel aus Indonesien. Und auch Annika Dörr & Franziska Volkmann konnten sich in der ersten Runde behaupten.
Überraschend die Niederlage der an zwei gesetzten Franzosen Julien Maio & Antoine Lodio. Ihr Stolperstein waren die Koreaner See Woong Park & Ji Won Jan. In drei aufregenden engen Sätzen fertigten sie die Favoriten aus Frankreich ab.
Badminton der Extraklasse…
...demonstrierten Joo Ven Soong aus Malaysia und der Indonesier Azizan Mahbub bei ihrem Achtelfinal-Match. Da wurde taktiert, getäuscht, wurden brachiale Smashs geschlagen und kaum zu überwindende Verteidigungen akrobatisch in Szene gesetzt. Wie Katzen umschlichen und belauerten sich die Kontrahenten, mit besserem Ende für den Mann aus Indonesien. Für das Publikum im Berliner Sportforum ein ästhetischer Genuss, weit über 60 dramatische Spielminuten.    
Epilog eines Turniertages: Ein toller vielfarbiger Tag, gewürzt, mit allen Tugenden, die Sport zu bieten hat: Schnelligkeit, Ausdauer, ästhetische Schönheit, Athletik, Eleganz. Und mehr noch und unbedingt zu akzentuieren, der merkliche Leistungsanstieg im Vergleich zum Vortag. Das war das, was sich dem begeisterten Berliner Badmintonpublikum erschloss. Was aber sah Bundesjugendtrainer Holger Hasse? „Ich habe mich natürlich auch an dem wunderbaren Sport ergötzt. Wie auch anders? Sie wollen aber sicherlich Analytisches hören.“ Natürlich! „Nun, der heutige Tag hat gezeigt, bei durchaus allen erfreulichen Akzenten aus unserer Sicht, das Asien immer noch einsam an der Spitze ist. Auch unsere deutsche Kluft zur europäischen Spitze ist noch groß. Ich muss das so sagen, und dafür gibt es auch objektive Gründe. Wir sind hier mit neuen jungen Spielern angetreten, die noch Erfahrungen sammeln müssen, die sich an dieses hohe Level gewöhnen müssen.“
Einigen deutschen Spielern, besonders den Damen, scheint diese Höhenluft schon recht gut zu bekommen und so darf man mit gespannten Gedankenspielen Tag drei der Wilson German Junior 2012 erwarten.

Donnerstag – 1. Turniertag
Von Hoffnungen, Tränen, Siegerlachen
Von Peter Gütte
Natürlich stand bereits der Eröffnungstag der Wilson German Junior 2012 unter dem spannenden Blickpunkt Asien gegen Europa und der Frage, wie werden sich deutsche Spielerinnen und Spieler schlagen?
Überraschend gut … z.B. das deutsche Mixed Byerly & Karnott gegen die Malaysier Devadass & Yi Lee. Schon im ersten Satz zeigten die Deutschen wenig Respekt, wenngleich das Ende, mit 21:19, auch recht eng ausfiel. „Das hätten wir nie für möglich gehalten, wollten einfach nur gut spielen“, resümierte Jennifer Karnott. „Wir rechneten natürlich nach unserem Sieg im ersten, dass die Malaysier im zweiten so richtig aufdrehen werden!“ Aufdrehten jedoch Beyerly & Karnott. Unendliche Ballwechsel und akrobatische Einlagen prägten diese bissige Auseinandersetzung. Endstand 21:12 für Europa, für das deutsche Duo. „Eigentlich haben wir im zweiten einfach so weiter gespielt, wie im ersten Satz“, strahlte Mark Beyerly. „Aber klar, der Erfolg im ersten hatte uns natürlich Selbstsicherheit gegeben. Plötzlich waren wir auf Jagd, ohne Druck und echt locker!“
Deutsche Leidenschaft zur Jagd
Leidenschaft zur Jagd … hatte wohl auch das deutsche Duett Mark Lamsfuß & Franziska Volkmann entdeckt. „Nun, das ist vielleicht etwas überzogen“, wehrt Mark Lamsfuß nach dem Match lachend ab. „Eher entscheidend war wohl unsere Lockerheit, mit der wir in diese Begegnung gingen“. Drei dramatische Sätze benötigten die Beiden – 21:19, 18:21, 21:19 – um die hoch favori-sierten Koreaner Dong Joo Kim/Yeo Wo Eo zu schlagen. „Ja, im 2. Satz, waren wir “, analysiert Franziska Volkmann, „viel zu passiv. Das mussten wir natürlich im 3. unbedingt ablegen und haben es auch. Jetzt sind wir glücklich“, freute sich Franziska.
Einen beherzten Kampf…
lieferte Anika Dörr der Finnin Julie Finne - Ibsen. Nach dem ersten Satz – 15:21 - war die Begegnung durchaus noch offen. Doch dann der zweite Satz und eine lange Auswertung mit Bundestrainer Holger Hasse. „Wissen Sie“, so Anika nach dem Spiel, „nicht ich hatte herausgefunden, wie ich meine Gegnerin ausspielen könnte, sondern sie hatte es. Sie hatte im zweiten Satz einfach den Dreh raus, war besser am Netz und druckvoller im Angriff als ich. Schade!“
Byerly & Lamsdorf überraschten
Eine faustdicke Überraschung … der  Erfolg  der  deutschen Herren Byerly & Lamsfuß gegen die Malaysier Zhi Soo & Ven Soong. Nur zwei, aber hart umkämpfte, Sätze benötigten sie für diesen kaum erwarteten Erfolg.
Als überraschend stark erwies sich auch das englische Mixed Dobson & Westwood gegen die Koreaner Wong Park & Yeon Yang. Es wurde ein sehenswertes Zwei-Satz-Match mit knappem aber besserem Ende für die Engländer. Sie hätte nicht damit gerechnet, sprudelte Emily Westwood glücklich hervor: „Nein, eine besondere Taktik hatten wir nicht uns nicht vorgenommen, wir wollten einfach alles geben.“ Das zeigten die Engländer dann auch, gaben nie auf und demonstrierten in entscheidenden Situationen englische Kühle: „Ja, vielleicht auch das“, grübelte Emily. „denke aber, dass eher die Tempowechsel, die wir in unser Spiel einbauten, letztlich entscheidend für den Erfolg waren!“  
Dicke Tränen…
...und himmelhoch jauchzend, solche Art Temperamente gab es nach der Begegnung Ramona Hacks gegen die Finnin Sonja Pekkola. Zunächst hatte die Finnin den Ton angegeben, Satz eins für sich entscheiden können. Aber dann, „ja dann war ich so schlecht“, weinte die 18-jährige Sonja Pekkola, die nach der Schule Biologie oder Geografie studieren will. „Ich weiß auch nicht, was in mir vorging, spielte andauernd ins Aus und blieb erschreckend weit unter meinen Möglichkeiten. Ja, das ist eben Sport“, tröstete sich Sonja nun schon wieder mit zaghaftem Lächeln. Traurigkeit über enttäuschte Hoffnungen, auch das gehörte zum ersten Tag der Wilson German Junior 2012.
Nicht jedoch für Bundestrainer Holger Hasse. Er bilanzierte nach Tag eins durchaus mehr Grund zur Freude, als enttäuschte Hoffnung. „Unsere Spieler, natürlich nicht alle, sind mit erstaunlichem Mut zum Risiko in dieses Turnier gestartet, und das gepaart mit Können. Darüber freue ich mich sehr. Übrigens auch über die Finnen. Sie haben eine tolle Entwicklung und zeigen hier, dass sie inzwischen zur europäischen Spitze zählen.“ 
Auch für Turniermanager Manfred Kehrberg ein durchaus erfreulicher Turnierbeginn? „Ja, absolut. Sie spüren ja sicherlich auch diese angenehme entspannte Atmosphäre hier und na ja“, lächelt Kehrberg, „wir machen das ja nun auch schon zum viertenmal.“
Gewiss ein gutes Omen für die nächsten Turniertage. Und mehr noch. Europa hat aufgeholt, zeigte sich überraschend oft auf Netzhöhe mit den asiatischen Spielern. Für die nächsten Turniertage ist also Spannung, Dramatik und Badminton auf höchstem Niveau zu erwarten.    


German Junior TV - On Air
(7.3.12) Erstmals in der Geschichte der German Junior wird es eine eigene TV-Sendung geben: German Junior TV. Regelmäßige Videoberichte, Interviews und sogar ganze Spiele auf dem eigens eingerichteten German Junior TV-Court werden auf www.german-junior.tv während und nach dem Turnier verfügbar sein.

        

Malaysia, Korea, Indien, Indonesien und Hong Kong mit starken Delegationen
Bei den Wilson German Junior 2012 heißt es: „Europa trifft Asien"
Ein Vorbericht von Marcus Köster
(1.3.12) „Europa trifft Asien“ könnte das Motto der Wilson German Junior 2012, die vom 8. bis 11. März in der Großen Halle des Sportforums Berlin stattfinden, lauten.
Mit 200 SpielerInnen aus insgesamt 25 Ländern kann Ausrichter EBT Berlin ein erstklassiges Meldeergebnis verzeichnen. Mit Malaysia, Korea, Indien, Indonesien und Hong Kong China ist die Mehrzahl der asiatischen Topnationen in Berlin vertreten.
Sie treffen dabei auf den Nachwuchs aus den führenden europäischen Badmintonnationen wie Dänemark, Deutschland, England, Russland, den Niederlanden und Frankreich. Traditionell ist das Turnier neben den Weltmeisterschaften eine der wenigen Möglichkeiten des Kräftemessens der Badmintonjugend der Welt.
„In diesem Jahr werden bei den Wilson German Junior erstmalig Punkte für die Jugendweltrangliste vergeben. Das Meldeergebnis zeigt, dass das Turnier dadurch weiter aufgewertet wird", sagte EBT-Abteilungsleiter Manfred Kehrberg. "Favoriten in den einzelnen Disziplinen sind schwer auszumachen. Wir gehen aber davon aus, dass die Athleten aus Asien leicht favorisiert in den Kampf um den Titel gehen. Aber ich bin sicher, dass insbesondere die Dänen und hoffentlich auch die besten Deutschen den Aufwärtstrend des europäischen Nachwuchses bestätigen können.“
Wilson German Junior goes Media
Für den Ausrichter EBT Berlin laufen die Vorbereitungen nach Plan.
„Eigentlich könnte das Turnier schon morgen beginnen.“, erklärt Org-Assistentin Maria Neiling. „Unser Org-Team hat wieder mal klasse gearbeitet. Ich bin sicher, dass das Turnier sowohl sportlich als auch organisatorisch ein Erfolg wird.“
Noch nie waren die German Juniors so medial vertreten wie in diesem Jahr. Neben einer Internetseite ist das Turnier auch bei Facebook vertreten.
Unter www.facebook.com/GermanJunior.Badminton erfahren User News und können miteinander kommunizieren.
Doch damit nicht genug. Erstmals in der Geschichte der German Juniors wird es eine eigene kleine TV-Sendung geben: German Junior TV. Regelmäßige Videoberichte, Interviews und sogar ganze Spiele auf dem eigens eingerichteten German Junior TV-Court sollen auf dem YouTube-Channel der SG EBT Berlin www.youtube.com/ebtberlin während und nach dem Turnier verfügbar sein.
„Die Lizenzen dafür haben wir zwischenzeitlich von SportA erhalten“, erzählt Manfred Kehrberg freudestrahlend von dem neuen Projekt.
Dank des großzügigen Engagements der Sponsoren ist der Eintritt an allen Turniertagen frei. Dieses Angebot des Ausrichters richtet sich an alle Badmintonfans, vor allem aber an Kinder und Jugendliche. Sie sollen dadurch das Turniergeschehen und den Flair einer solchen internationalen Veranstaltung hautnah mitleben können. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, haben bei den German Juniors schon viele spätere Weltmeister aufgeschlagen.

Für Technik-Feinschmecker: Stop-Finte als Plakat-Motiv.

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