YONEX German Open 2003

IBF-Grand-Prix-Turnier um 50 000 Dollar Preisgeld  - 2** Sterne

Di 30. September bis So 3. Oktober

Duisburg-Marxloh, Rhein-Ruhr-Halle, Walter Rathenau-Str. 1

        

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In den Finals beherrschten die Koreaner die Chinesen

   

Camilla räumte Gong Ruina aus dem Weg, blieb aber im Endspiel blass

    

LEEHyunIl_©Heise

Räumte nach Bao Chunlai auch Lin Dan aus dem Weg:

Koreaner Lee Hyun Il gewann schon vor zwei

Wochen die Dutch Open. Foto: ©Sven Heise.

Herreneinzel
HF: Lee Hyun Il (KOR) - Bao Chunlai (CHN) 15:10 15:5
Lin Dan (CHN) - Niels Christian Kaldau (DEN)15:9 17:14
Fin.: Lee Hyun Il (KOR) - Lin Dan (CHN) 15:4 15:4
Stand zwischen beiden voher 1:1. Zuletzt gewann Lee bei den All England 2003 in zwei Sätzen. so auch diesmal. Kurz und schmerzlos.
Dameneinzel
HF: Zhang Ning (CHN) - Pi Hongyon (FRA) 11:3 11:7
Camilla Martin (DEN) - Gong Ruina (CHN) 11:5 11:7
Fin.: Zhang Ning (CHN) - Camilla Martin (DEN) 11:7 11:3
Gesamtergebnis bisher 7:8.  Die beiden letzten Spiele gewann allerdings Zhang, WM-Viertelfinale und Singapore Open 2003.
Herrendoppel
HF: Flandi Limpele & Eng Hian (INA) - HA Tae-Kwon & KIM Dong Moon (KOR) 15:8 15:10
Fu Haifang & CAI Yun (CHN) - Michael Lamp & Mathias Boe (DEN) 15:6 15:3
Fin.: Flandi Limpele & Eng Hian (INA) - Fu Haifang & CAI Yun (CHN) 9:15 15:8 15:4
Als Flandi, der den ersten Satz verschlafen hatte, wach geworden war, hatten die Chinesen keine Chance mehr. Chinas Teammanagerin Nong Qunhua, ehemalige Doppel-Weltmeisterin, war in ihrer Turnierbilanz zähneknirschend zufrieden: "Es war okay. Beim nächsten Mal wird es schon wieder besser werden."  
Damendoppel
HF: Ra Kyung Min & Lee Kyung Won (KOR) - Zhang Dan & Zhang Yawen (CHN) 15:5 15:10
Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN) - Lee Hyo Jung & Hwang Yu Mi (KOR) 15:8 15:6
Fin.: Ra Kyung Min & Lee Kyung Won (KOR) - Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN) 15:6 15:17 15:8
Mixed
HF: Zhang Jun & Gao Ling (CHN) - Sudket Prapakamol & Saralee Thungthongkam (THA) 15:3 15:6
Kim Dong-Moon & Ra Kyung Min (KOR) - Jens Eriksen & Mette Schjoldager (DEN) 15:10 15:2
Fin.: Kim Dong-Moon & Ra Kyung Min (KOR) - Zhang Jun & Gao Ling (CHN) 15:12 11:15 15:8.
Neuauflage des WM-Endspiels von Birmingham. Das attraktivste Spiel für die Zuschauer.

           

Die Viertelfinalpaarungen am Freitag

Einige wenige Europäer versuchten, asiatische Armada aufzuhalten - Petra Overzier war unter ihnen

Herreneinzel
Bao Chunlai (CHN) - Jang Young Soo (KOR) 9:15 15:9 15:2
Lee Hyun Il (KOR) - Ng Wei (HKG) 15:8 15:4
Lin Dan (CHN) - Boonsak Polsana (THA) 15:7 15:10
Niels Christian Kaldau (DEN) - Shon Seung Mo (KOR) 9:15 15:10 15:13
Dramatischer 3. Satz. 3:9 lag Kaldau zurück, führte 14:10, machte beim Matchball plötzlich einen hohen Aufschlag nachdem er vorher mit kurzen erfolgreich war, bekam ihn hineingedonnert und der Koreaner war wieder im Spiel. Nervenaufreibende Schlussphase mit gelber Karte für den Koreaner wegen Enttäuschungausbruch nach In-Aus-Ball.

Dameneinzel

Pi Hongyan FRA GermanOpen 03_HeiseEhemalige Chinesin schlug aktuelle Chinesin: Pi Hongyon kam ins Halbfinale. Foto: ©Sven Heise.

Zhang Ning (CHN) - Petra Overzier (GER) 11:2 11:9

Pi Hongyon (FRA) - Xie Xingfang (CHN) 6:11 13:10 13:12

Das dramatischste Spiel bisher. Xie führte lange und hatte drei Matchbälle. Ihre technische Überlegenheit und Reichweitenvorteile wurden von Pi durch läuferische Schnelligkeit ausgeglichen.  
Camilla Martin (DEN) - Seo Yoon Hee (KOR) 11:2 11:5
Klare Sache für Camilla. In der letzten Woche brauchte sie noch drei Sätze gegen Seo.
Gong Ruina (CHN) - Kelly Morgan (WAL) 11:9 11:5
Herrendoppel
Flandi Limpele & Eng Hian (INA) - Jens Eriksen & Martin Lundgaard (DEN) 15:4 17:14
HA Tae-Kwon & KIM Dong Moon (KOR) - Nathan Robertson & Anthony Clark (ENG) 15:6 15:4
Michael Lamp & Mathias Boe (DEN) - LEE Dong Soo & YOO Yong Sung (KOR) 15:10 15:13
Fu Haifang & CAI Yun (CHN) - Michal Logosz & Robert Mateusiak (POL) 15:12 15:1
Damendoppel
Zhang Dan & Zhang Yawen (CHN) - Wei Yili & Zhao Tingting (CHN) 12:15 15:13 15:11
Ra Kyung Min & Lee Kyung Won (KOR) - Shizuka Yamamoto & Seiko Yamada (JPN) 15:7 15:3
Lee Hyo Jung & Hwang Yu Mi (KOR) - Saralee Thungthongkam & Sathinee Chankrachangwong (THA) 15:8 15:8
Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN) - Kamila Augustyn & Nadezha Kostioutchik (POL) 15:4 15:7
Mixed
Zhang Jun & Gao Ling (CHN) - Cheng Rui & Zhang Yawen (CHN) 15:12 12:15 15:10
Sudket Prapakamol & Saralee Thungthongkam (THA) - Kim Yong Hyun & Lee Hyo Jung (KOR) 15:5 15:8
Jens Eriksen & Mette Schjoldager (DEN) - Nathan Robertson & Gail Emms (ENG) 15:9 15:7
Kim Dong-Moon & Ra Kyung Min (KOR) - Chen Qiqiu & Zhao Tingting (CHN) 15:1 15:0.

    

            

Rhein-Ruhr-Hallen-Kurier

Turnier-Meldungen direkt aus dem Presseraum

      

Zusammengestellt vom Presseteam mit Dirk Evers, Alexander Heuer, Britta Schocke, Gerhard Schulz und Martin Knupp

       

Fritsch9Sonntag - Endspieltag

Damendoppel: Ra Kyung Min & Lee Kyung Won gegen Chinesinnen erfolgreich

Kein bißchen Haushalt beim Damenfinale

Nicht die atemberaubenden Serien-Abwehren der Spielerinnen rief die größte Publikumsreaktion in der Rhein-Ruhr-Halle hervor. Das war vielmehr eine Zwischenmusik, die während des immer mal wieder notwendigen Feldwischens eingespielt wurde. "Das bißchen Haushalt..." hatte sich das German-Open-Präsentationsteam um Christoph Gehrt-Buhry als Jingle ausgedacht.

Und es wurde viel gewischt, denn das Spiel wogte lange hin und her....

Der erste Satz war lange ausgeglichen, trotz einer Führung der Koreaner von 4:1 zu Beginn, wechselte das Aufschlagrecht ständig. Die Chinesen kämpften sich gut heran und der anfänglichen Führung folgte ein 5:4. Allerdings gab es durch die starke Abwehr der Koreaner kein Durchkommen. So ging der erste Satz mit 15:6 unerwartet deutlich an die Weltranglistenvierten aus Korea.

Weniger klar gestaltete sich der zweite Durchgang. Keine Paarung konnte sich entscheidend absetzen. Mit Hilfe die lautstarke Unterstützung etlicher chinesischer Fans in der Rhein-Ruhr-Halle konnten sich Yang & Zhang mit 17:15 in der Verlängerung durchsetzen.

Im entscheidenden Durchgang konnten sie das hohe Niveau allerdings nicht halten und lagen schnell mit 1:11 hinten. Die Koreaner ließen sie nicht mehr zurück ins Match kommen und sicherten sich mit 15:8 den Sieg. Es war ihr dritter Turniersieg in diesem Jahr nach den Korea und Dutch Open. Der erste allerdings bei einem Turnier mit chinesischer Beteiligung.

    

Camilla hatte im Damenfinale nichts zu bestellen

Am Ende hatte Zhang Ning leichtes Spiel

In einem etwas enttäuschenden Finale besiegte die Chinesin Ning Zhang Camilla Martin deutlich in zwei Sätzen.

Den ersten Durchgang gestaltete die Dänin durchaus ausgeglichen, bis zum Stand von 7:7 waren beide gleich auf. Allerdings machte ihr das druckvolle und fehlerfreie Spiel der Chinesin zu schaffen. Sie fand kein rechtes Gegenmittel und nach einem Angriffsclear, der auf die Linie fiel, ging der Satz mit 7:11 an Zhang Ning.

Den Sieg sicherte sich die amtierende Weltmeisterin mit 11:3 im zweiten Durchgang. Camilla gelang nach einer 3:0-Führung nichts mehr. Viele Fehler und das konsequente Angriffsspiel der Chinesin besiegelten ihre Niederlage. Zur Enttäuschung des Duisburger Publikums wirkte die Weltmeisterin von 1999 gegen Ende des Spiels sogar etwas lustlos.

Davon war auch Martin Kranitz, Referent für Leistungssport im DBV überrascht: "Sie wirkte im bisherigen Verlauf des Turniers sehr gut und souverän. Man hätte ein bisschen mehr Gegenwehr von ihr erwartet. Das Ergebnis ist schon sehr deutlich..."

Auch Camillas Erklärung fiel dürftig aus: "Ich habe heute einfach nicht gut gespielt. Aber ich war auch nicht so frei wie gestern."

Damit lautet das Gesamtergebnis zwischen den beiden Spielerinnen seit 1993 8:8. Die drei letzten Spiele gewann allerdings Zhang: WM-Viertelfinale 2003, Singapore Open und jetzt German Open.

    

Reporter Wilfried Luchtenberg geehrt

Heute noch mal Fernsehzeit

Wilfried Luchtenberg, der während der Endspiele in der Rhein-Ruhr-Halle wegen seiner Verdienste um den Badmintonsport, dem er seit über 20 Jahre verbunden ist, geehrt wurde, gab bekannt, dass nach der gestrigen Live-Übertragung auch heute um 21.45 in der Sendung Sport im Westen im WDR-Fernsehen noch einmal über die YONEX German Open berichtet wird.

   

    

Fritsch9Samstag - 4. Tag Halbfinals

Dameneinzel Halbfinale

Camilla weiter auf Titelkurs

Im Halbfinale der German Open 2003 kam es zu einer Neuauflage des WM-Halbfinals von 1999. Die 29-jährige Camilla Martin traf während der Liveübertragung des WDR auf die sieben Jahre jüngere Chinesin Gong Ruina.

Im ersten Satz hatte die Dänin zunächst einige Probleme mit den schnellen Drops der Chinesin. Bis vier beide wechselte häufig das Aufschlagrecht. Man sah (und hörte) Camilla in dieser Phase deutlich ihre Unzufriedenheit an. Doch dann fand die Dänin zu einem sicheren Spiel und gewann die nächsten sechs Ballwechsel in Folge.

Zwar vergab sie beim Stand von 10:4 ihren ersten Satzball, konnte aber wenig später den zweiten zum 11:5 verwandeln.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch zwischen den beiden Weltmeisterinnen, schnelle Punkte und ungewöhnlich leichte Fehler wechselten sich ab. Bis zu Stand von 7:7 konnte keine Spielerin auf mehr als zwei Punkte davonziehen. Doch zur Freude der meisten Besucher in der Rhein-Ruhr-Halle konnte die hübsche Dänin gegen Ende des Satzes das höhere Tempo gehen und verwandelte ihren ersten Matchball zum 11:7.

Im morgigen Finale trifft Camilla auf eine weitere Chinesin: Zhang Ning, die gestern Petra Overzier aus dem Turnier geworfen hatte, setzte sich gegen Pi Hongyan (FRA) glatt mit 11:3 und 11:7 durch.

Halbfinale Herrendoppel

... des einen Glück ist des anderen Pech

Im ersten Halbfinaldoppel bei den Herren kam es zu einem Erfolg der Indonesier über das favorisierte koreanische Doppel. Flandi Limpele und Eng Hian (INA) setzten sich mit 15:8 15:10 gegen die in der Weltrangliste um drei Plätze besser stehenden Tae Kwon Ha und Dong Moon Kim durch. Während des Matches schien es, als ob die Indonesier ein Bündnis mit dem Netz eingegangen seien. So erzielten sie einige Punkte direkt mit Netzrollern, zusätzlich wurden gegnerische Smashes durch das Netz arg verlangsamt. Die Koreaner fanden - bis auf die erste Hälfte des zweiten Satzes - nie richtig zu ihrem Spiel und offenbarten Probleme in der Abwehr.

    

   

Fritsch9Freitag - 3. Tag Viertelfinals

Trainer Detlef Poste trotz Petra Overziers Ausscheiden zufrieden

"Gegnerin ist nicht auf einem anderen Planeten"

ZHANG Ning - Petra Overzier 11:2 11:9

Es war das Highlight des Viertelfinaltages aus deutscher Sicht: Petra Overzier trat gegen die chinesische Weltmeisterin Zhang Ning an. "Für Petra war dies kein normales Spiel, vor großer Kulisse hatte sie eine Menge Druck", sagte Bundestrainer Detlef Poste nach den Spiel.

Im ersten Satz spielte die letzte Deutsche im Turnier zunächst gut mit, hatte aber Probleme mit dem schnellen und fintenreichen Spiel ihrer Gegnerin. Sie verlor mir 2:11. Im zweiten Durchgang fand sie besser ins Spiel. Zwar lag sie 1:8 zurück, konnte sich aber über lange Overzier, Petra German Open03 HeiseBallwechsel und mit der großen Unterstützung des Duisburger Publikums ins Match zurück kämpfen. Bis acht beide holte sie auf und war in dieser Phase der Topspielerin aus Asien ebenbürtig. Leider konnte sie das Niveau nicht bis zum Ende des Satzes halten und verlor nach drei leichten Fehlern mit 9:11.

Trainer Detlef Poste war nach dem Spiel sehr zufrieden:. "Die Drucksituation vor diesem wichtigen Spiel hat sie besser verarbeitet als bei der WM in Birmingham. Sie muss noch lernen, weniger Risiko zu spielen. Ihr Tempo ist so hoch, dass sie nicht so ultragenaue Bälle spielen muss. Aber sie hat heute gemerkt, dass die Gegnerin nicht auf einem anderen Planeten ist."

Petra streckte sich diesmal gegen

die beste Chinesin noch vergeblich.

Foto: ©Sven Heise

    

Niels Christian Kaldau vor seinem Viertelfinale gegen Koreaner Shon

Wilfried Luchtenbergs Hoffnung ist optimistisch

Keine angenehme Aufgabe wird es für WDR-Reporter Wilfried Luchtenberg, wenn er bei der morgigen live-Übertragung im WDR-Fernsehen nur Koreaner und Chinesen präsentieren muss. Da wir jeder Europäer bejubelt, der sich in die Phalanx der Asiaten hinein zwängen kann.

Gute Chancen rechnet sich dabei der einzig verbliebene Däne Niels Christian Kaldau (Foto ©Holger Bräutigam) aus. Immerhin hat er insofern in der Rhein-Ruhr-Halle ein Heimspiel, als er im Vorjahr hier gewann. Damals stand Björn Joppien gegen ihn im Endspiel. Der musste in diesem Jahr dem Weltklassefeld Tribut zollen und schied schon in der ersten Runde aus.

Zwar hat Kaldau gegen seinen koreanische Viertelfinalgegner Shon Seung Mo aus Korea noch nie gespielt, aber er ist durchaus optimistisch. "Bei den Malaysian Open habe ich gegen seinen Mannschaftskollegen Park Tae Sang, der hier Weltmeister Xia geschlagen hat, gewonnen und der ist ähnlich stark."

Kaldau, Niels German Open 03 ©BräutigamKaldaus Optimismus scheint auch deshalb gerechtfertigt, weil er in der letzten Zeit etliche gute Ergebnisse erreicht hat. Auch bei den großen Turnieren erreicht er regelmäßig die Runde der letzten Acht. Er ist drittbeste Däne in der Weltrangliste. "Bei uns in Dänemark hat Kenneth Jonassen die stabilste Leistung während des letzten Jahres gebracht. Der ist vorneweg. Danach sind wir wohl alle auf einem Level. Es hängt meist davon ab, wie gut wir mit den immer wieder auftretenden Verletzungen zurande kommen."

Nach wie vor voll dabei

Er selbst hatte im letzten Winter einen Hänger: "Ich konnte mich dadurch nicht für die dänische WM-Nominierung qualifizieren. Aber danach ging es wieder aufwärts."

Der Eindruck, er habe sich nach der Geburt seines Kindes, das während der Danish Open letzten Jahres zur Welt kam, vom Hochleistungsbadminton zurückgezogen, weist er weit von sich. "Das ist keineswegs so. Ich bin wieder voll dabei und versuche mich für Athen zu qualifizieren. Ich bin zur Zeit auf Platz 13 in der Weltrangliste."

Und damit liegt er hinter Jonassen (3) und Boesen (8). Und jedes Land, das drei Starter unter den besten 16 hat, darf alles drei schicken. Schärfster Konkurrent dürfte nach dem derzeitigen Stand Peter Gade für ihn werden.

     

Fritsch9Donnerstag - 2. Tag Hauptturnier

Damendoppel Achtelfinale

Chinesinnen zu stark für Grether & Schenk

Wei YANG & Jiewen ZHANG (CHN) - Nicole Grether & Juliane Schenk 15:2 15:11

Im Spiel gegen die an Nummer zwei gesetzten Chinesinnen Wie Yang und Jiewen Zhang hatten Nicole Grether und Juliane Schenk zunächst große Startschwierigkeiten. Der erste Satz ging glatt und schnell mit 15:2 an die Asiatinnen. Im zweiten Durchgang fand unser Spitzendoppel zu seinem Spiel und konnten auf hohem Niveau lange mithalten. Bis zum Stand von 11:11 gestalteten sie den Satz offen und weckten die Hoffnung der Zuschauer auf eine deutsche Paarung im morgigen Viertelfinale. Die letzten vier Punkte gingen dann jedoch schnell an die Weltranglistenzweiten aus dem Reich der Mitte.

Trotz der Niederlage können unsere beiden Damen mit der im zweiten Satz gezeigten Leistung zufrieden sein. Besonders für die Ex-Jugendeuropameisterin Juliane Schenk war der Achtelfinaltag der German Open bestimmt gutes Training. Nach ihrem Einzel gegen Camilla Martin hatte sie erneut die Gelegenheit, gegen Spielerinnen der absoluten Weltspitze anzutreten.

Herreneinzel letzte 32 - untere Hälfte

Weltmeister gewann diesmal wenigsten schon mal einen Satz

Xia Xuanze CHN - German Open 2003 ©BräutigamLeidet an Park-Syndrom: Weltmeister Xia Xuanze

verlor binnen einer Woche zweimal gegen den

Koreaner Park Tae Sang. Foto: ©Holger Bräutigam

Xia byebye

Bei den Danish Open vor einer Woche verlor Xia Xuanze, der Weltmeister von Birmingham gegen den Koreaner Park Tae Sang 4:15 11:15. Diesmal lief es schon wesentlich besser für den Chinesen. Beim 10:15 15:10 9:15 gewann er wenigsten schon mal einen Satz. Nun liegen die chinesischen Hoffnungen auf Lin Dan, den Sieger der Danish Open und auf Bao Chunlai.

Alle Malaysier raus

Enttäuschend das Abschneiden der malaysischen Cracks. Sonst immer für eine vordere Platzierung gut findet das Achtelfinale ohne sie statt. Roslin Hashim hatte schon in der ersten Runde 13:15 im dritten Satz gegen den Inder Gupta verloren. Nun erwischte es auch Vizeweltmeister Wong Choon-Hann, der 9:15 12:15 gegen den Thailänder Boonsak Polsana verlor. Und sein Landsmann Sairul Amar Ayob unterlag dem Korenaer Shon Seung-Mo 6:15 5:15. Cheftrainer Misbun Sidek nahm das Ausscheiden erstaunlich gelassen. "Das ist nun mal das Spiel", philosophierte er hinterher auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass alle seine Schützlinge so früh die Segel streichen mussten. "Look - auf dem letzten Spielfeld hat gleichzeitig der Weltmeister verloren. Niemand kann immer gewinnen. Ich glaube, bei meinen Spielern war es kein physisches Problem, eher ein mentales. Sie haben zuletzt fünf große Turniere gespielt. Jetzt müssen wir erst mal heim und wieder trainieren."

Persson hallo

Mit noch dabei ist Joachim Persson. Der ehemalige Schleswig-Holsteiner, der für Deutschland vor zweieinhalb Jahren die Silbermedaille im Herreneinzel bei der Jugendeuropameisterschaft holte, spielt bekanntermaßen nun für das Heimatland seiner Eltern. Er kämpfte den Inder Chetan Anand 15:7 im dritten Satz nieder. Sein nächster Gegner ist Xia-Bezwinger Poolsana.

   

Dameneinzel Achtelfinale

Perfekte Petra unter den letzten Acht - Camilla verabschiedete Juliane  

Overzier, Petra German Open 03 © BräutigamGrub auch die schärfsten gegnerischen Bälle noch aus 

den Ecken: Petra Overzier stellte sich in Duisburg in prächtiger Form vor. Foto: ©HolgerBräutigam.

Petra Overzier - Julia Mann (ENG) 11:8 11:0

Juliane Schenk - Camilla Martin (DEN) 2:11 3:11

Ein fast perfektes Spiel lieferte Petra Overzier gegen die Engländerin Julia Mann ab.

Kampfstark, druckvoll und voller Selbstvertrauen ließ sie der Engländerin am Ende keine Chance. Im ersten Satz steckte sie ein Aufkommen vom 8:4 auf 8:8 weg. Danach hetzte sie die Engländerin, die keineswegs klein beigab, nur noch durchs Feld.

Nach dem Sieg gab sich Petra bescheiden: "Ich hab relativ gut gespielt. Der erste Satz war etwas knapper. Dennoch habe ich das Spiel bestimmt, an machen Stellen allerdings überhastet versucht, Punkte zu machen. Den zweiten Satz habe ich dann viel sicherer gespielt und gut durchgezogen."

Vorher hatte sich Petra, die in der jüngsten Weltrangliste Platz 13 belegt, durchaus Chancen gegen ihre Gegnerin von Platz 22 ausgerechnet. "Ich hatte vor gut einem Jahr im Endspiel der Canadian Open schon mal in drei Sätzen gegen sie gewonnen."

Im Viertelfinale kommt nun die Weltmeisterin Zhang Ning. Das betrübt Petra aber nicht weiter. "Bei diesem hochklassigen Teilnehmerfeld war meine Auslosung die beste, die ich kriegen konnte. Und diese Chance habe ich genutzt. Ich werde gar nicht an die Stärke meiner Gegnerin denken und versuchen, so gut es geht mein Spiel durchzuziehen und mein Bestes zu geben."

Zu ihren nächsten Plänen erklärte Petra: "Mein Ziel ist natürlich, die Olympiaqualifikation zu schaffen. Aus diesem Grunde werde ich Ende des Monats noch mal drei Wochen in Asien verbringen, um bei den Hongkong, China und Taiwan Open Punkte zu sammeln."

Juliane Schenk stand gegen Camilla Martin erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Dennoch bekam sie etliche gute Ballwechsel zustande. Sie versuchte so gut es ihr möglich war, sich zu wehren. Doch Camillas Sieg konnte sie nicht gefährden.

     

Roman Spitko, der einzige deutsche Herr in der zweiten Runde

"Mit meinem Spiel gestern war ich sehr zufrieden"

Roman Spitko gegen Lee Hyun Ill  (KOR) 0:15  2:15

Der deutsche Bundesligaspieler Roman Spitko war trotz seiner Niederlage in der Runde der letzten 32 positiv gestimmt über den Turnierverlauf: "Vor allem mit meinem Spiel gestern war ich sehr zufrieden, ich habe mit Eric Pang einen guten Gegner geschlagen."

Zu seiner heutigen Leistung bemerkte er: "Heute wartete ein noch stärkerer Gegner auf mich. Schlecht habe ich nicht gespielt, allerdings habe ich nicht die richtigen Lösungen gefunden. Mit meinem Gesamtergebnis bin ich zufrieden, ich hatte allerdings auch eine etwas günstigere Auslosung als die anderen deutschen Herren."

Als seine zukünftigen Ziele gab Spitko das Erreichen der Olympiaqualifikation an. "Das wird schwierig, aber ich werde versuchen so viele Turniere wie möglich zu spielen um Punkte zu sammeln."

Runde der letzten 32 im Herreneinzel - obere Hälfte

Roman Spitko raus - Gade weiter

Im Herreneinzel ist auch der letzte deutsche Teilnehmer der Konkurrenz ausgeschieden. Der Wiebelskirchener Bundesligaspieler Roman Spitko hatte gegen den Koreaner Hyun Il Lee keine Chance. Im ersten Satz kassierte er die Höchststrafe - 0:15. Im zweiten Durchgang konnte er sich zumindest zwei Punkte erkämpfen, war aber insgesamt dem schnellen Spiel des Weltranglistensiebten nicht gewachsen.

Weiter im Wettbewerb ist dagegen der Star der europäischen Badmintonszene, Peter Gade aus Dänemark. In seinem Zweitrundenspiel bezwang er in einer fast fehlerfreien Vorstellung den Chinesen Yu Chen mit 15:7 und 15:5. Dieser Sieg war, zumindest in dieser Deutlichkeit, nicht erwartet worden. Sein chinesischer Gegner hatte bei den Denmark Open vor einer Woche noch das Finale erreicht und war dort seinem Landsmann Lin Dan unterlegen. Die Fans in Duisburg dürfen sich also auf einen weiteren Auftritt von Gade freuen. Er trifft heute Abend im Achtelfinale auf den Koreaner Lee Hyun Ill. Der gewann vor zwei Wochen die Dutch Open. Sein dänischer Trainingskollegen Anders Boesen setzte sich in einer spannenden Partie gegen Rasmus Wengberg (SWE) mit 17:16 und 15:7 durch.    

     

Olympiaqualifikationskriterien für Badminton ändern sich nicht

DBV-Vize Heppner hatte Besuch vom NOK

Der scheidende NOK-Generalsekretär Heiner Henze besuchte die German Open und hatte dabei ein über zweistündiges Gespräch mit dem für den Leistungssport im DBV zuständigen Vizepräsidenten Dietrich Heppner.

Inhalte waren die laufende Olympiaqualifikation und die schwierige Situation von Leistungssportlern beim Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich. Heppner: "Es gab keine dringenden Probleme, die wir zu besprechen hatten. Er wollte sich über die Situation im Leistungsbereich bei uns informieren. Außerdem hat er mir bestätigt, dass die Kriterien, die das NOK für die Nominierung von Badmintonpielern für die Olympischen Spiele zugrunde legt, die gleichen sind, wie sie für Atlanta und Sydney gegolten haben."

Das heißt, im Einzel sowie im Doppel muss in der "bereinigten Weltrangliste" ein Rang bis Platz 19 erreicht sein.

Hinterher schauten sich Henze und Heppner noch die Spiele von Petra Overzier und Juliane Schenk in der ersten Damenrunde an. Laut Heppner zeigte sich Henze von den beiden Siegen unserer Damen beeindruckt.

   

Spiele der Deutschen können heute online im Internet verfolgt werden

milon.de präsentiert Live-Ticker

Der Ergebnisdienst MILON.DE.de und die Turnierzeitung NETZROLLER haben einen Live-Ticker eingerichtet, in dem der Spielverlauf verfolgt werden kann.

Mitzuverfolgen im Online-Scoring sind die Matches unter www.netzroller-online.de.

Geplant ist die Übertragung der Spiele mit deutscher Beteiligung. Voraussichtliche Zeiten:

ab 12.40 Roman Spitko - LEE Hyun Ill (KOR)

ab 15.10 Petra Overzier - Julia Mann (ENG)  und Juliane Schenk - Camilla Martin (DEN)

ab 18.20 Nicole Grether & Juliane Schenk - Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN)

   

  

Fritsch9Mittwoch - 1. Tag Hauptturnier

1. Runde Damendoppel

Schenk & Grether im Achtelfinale

Aus vier mach eins, hieß es nach der ersten Runde des Damendoppels für die Deutschen. Mit einem Sieg über die thailändisch-philippinische Kombination Polsana & Asuncion erreichte unser Spitzendoppel Nicole Grether & Juliane Schenk die Runde der letzten Acht. Hier wartet eine echte Herausforderung. Die an Platz zwei gesetzten Chinesinnen Yang Wei & Zhang Jiewen haben in diesem Jahr schon die Swiss Open, die Singapore Open und die Malaysia Open gewonnen. Aber sie sind nicht unverwundbar. Bei der WM erreichten sie gerade mal das Viertelfinale.

Nicole Grether & Juliane Schenk - Kennie Asuncion & Salakjit Polsana (PHI/THA) 15:9 15:12.

Ausgeschieden sind die drei anderen deutschen Damenpaare jeweils in zwei Sätzen.

Nicol Pitro & Petra Overzier - WONG Pei Tty & CHIN Eei Hui (MAS) 12:15 5:15

Kathrin Piotrowski &Carina Mette - Irina Rusljakova & Ekaterina Ananina (RUS) 5:15 15:17

Sandra Marinello & Caren Hückstädt - Vita Marissa & Eny Widiowati (INA) 7:15 10:15.

    

1. Runde Herrendoppel

Siegemund & Kindervater verschenkten Sensation

Bis kurz vor Schluss sah es äußerst günstig aus für unser deutsches Doppel Björn Siegemund & Ingo Kindervater. Sie führten im dritten Satz gegen die Chinesen Zhang & Chen 12:7. Dann bekamen die Chinesen den Aufschlag und holten mit einem Aufschlag acht Punkte und den Sieg. Die deutschen Zuschauer, die vorher das gute Spiel mit Beifall begleitet hatten, waren fassungslos. Auch DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner war enttäuscht: "Ich denke, sie hätten gewinnen können und müssen."

Ausgeschieden sind auch die beiden anderen deutschen Doppel. Dabei ersetzte Michael Fuchs Kristof Hopp, der seit einiger Zeit an einer Verletzung laboriert und aussetzte, als Partner von Thomas Tesche.

Ergebnisse der deutschen Herrendoppel

Ingo Kindervater (Wiebelskirchen) & Björn Siegemund (Friedrichshafen) - Jun Zhang & Qiqiu Chen (CHN) 15:11 13:15 12:15

Michael Fuchs (Bischmisheim) & Thomas Tesche (Bischmisheim) - Tadashi Ohtsuka & Keita Masuda (JPN) 13:15 17:15 6:15

Joachim Tesche (Bischmisheim) & Jochen Cassel (Wiebelskirchen) - Michael Lamp & Mathias Boe (DEN) 4:15 11:15

     

Dameneinzel 1. Runde

Overzier und Schenk im Achtelfinale

Zwei unserer Damen sind weiter. Die deutsche Meisterin Petra Overzier zeigte ein kampfstarkes Spiel gegen die Taiwanesin Cheng. Eine Verärgerung über eine Schiedrichterentscheidung beim 8:8 kostete sie allerdings den ersten Satz. Im Zweiten erkämpfte sie sich schnell einen kleinen Vorsprung, den sie trotz heftiger Gegenwehr bis zum Satzende hielt. Im Dritten hatte sie ihre Gegnerin dann im Griff. Nächste Gegnerin ist die Engländerin Julia Mann.

Juliane Schenks Sieg gegen Marcos war souverän. Kurze Schwächephasen bekämpfte Juliane durch Selbstbeschimpfungen. Für die nächste Runde hat sie ein "Traumlos". Sie darf Superstar Camilla Martin herausfordern, die mit einem Sieg gegen Sara Persson aus Schweden ins Turnier startete.

Nicole Grethers gestriger Vorhersage, sie sei derzeit in einem Tief, bestätigte sie durch ihr Spiel gegen Gong Ruina. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache.

Juliane Schenk (Lüdinghausen) - Dolores Marco (ESP) 11:3 11:7

Petra Overzier (Beuel) - CHENG Shao-Chieh (TPE) 8:11 11:7 11:1

Nicole Grether (EBT Berlin) - Gong Ruina (CHN) 2:11 0:11.

Programmzeitschrift TV SPIELFILM kündigt Live-Übertragung als TIPP an

"Zwischen Reis und Pølsern"

Mit der folgenden Erläuterung und dem Vermerk "Tipp" kündigt die Fernsehzeitschrift TV-Spielfilm die Live-Übertragung der German-Open-Halbfinals am Samstag, dem 4.9. an:

Zwischen Reis und Pølsern

Was verbindet Dänen und Südostasiaten? Die Liebe zum Badminton. Ende August war Björn Joppien einer von nur zwei Spielern der Top 20, die nicht aus o.g. Kulturkreisen kommen. Der Rheinländer erreichte ´02 das Finale der German Open, unterlag da dem nördlichen Nachbarn Niels Christian Kaldau.

Angereichert ist das Ganze mit einem Foto des Deutschen Meisters Björn Joppien.

    

Herreneinzel 1. Runde

Einer kam durch

Nicht nur Björn Joppien musste die Segel streichen. Auch acht andere deutsche Herren über-standen die erste Runde nicht.

Ein letzter Mohikaner ist jedoch noch dabei. Und zwar jemand, den die Experten nicht unbe-dingt auf der Rechnung hatten. Roman Spitko vom TuS Wiebelskirchen besiegte Eric Pang aus den Niederlanden und trifft nun auf Lee Hyun Ill aus Korea, den frischen Sieger der Dutch Open vor zwei Wochen. 

Geschafft hätte eine Überraschung fast auch Arnd Vetters. Schon seine Qualifikation fürs Hauptfeld war ein schöner Erfolg für den Anspacher. Gegen den Inder Anand hielt er lange gut mit und dieser musste erheblich kämpfen, um zu gewinnen. Vetter nach dem Spiel: "Ich bin zufrieden mit dem Spiel. Ich habe gezeigt, dass meine Leistung gestern gegen Marc Zwiebler kein Zufall war. Ich konnte gut mitspielen. Es ist nicht so, dass ich auf diesem Ni-veau abgezogen werde, ich merke, dass ich meine Gegner ärgern kann. In der Zukunft will ich mal gucken, was geht. Ich werde in nächster Zeit noch einige Ein-Sterne-Turniere spielen."

Die Ergebnisse der deutschen Herren

Roman Spitko (Wiebelskirchen) - Eric Pang (NED) 15:9 15:11

Ian Maywald (Beuel) - Kaspar Oedum (DEN) 5:15 5:15

Xie Yanchun (Beuel) - Ronald Susilo (SIN) 6:15 9:15

Stephan Löll (Wesel) - Aamir Ghaffar (ENG) 5:15 9:15

Jens Roch (Ludwighafen) - BAO Chunlai (CHN) 11:15 1:15

Conrad Hückstädt (EBT Berlin) - Anders Boesen (DEN) 8:15 8:15

Maurice Niesner (Lüdinghausen) - Rasmus Wengberg (SWE)4:15 3:15

Arnd Vetters (Anspach) - Chean Anand (IND) 15:13 9:15 6:15

Björn Joppien (Langenfeld) - Wong Choon Hann (MAS) 12:15 1:15

Andreas Wölk (Langenfeld) - Sairul Amar Ayob (MAS) 9:15 9:15.

     

Vizeweltmeister zu stark für unseren Deutschen Meister

Björn ziemlich eingegangen

Joppien, Björn German Open 03 ©BräutigamDer Aurichter hätte sich für den deutschen Publikumsmagneten eine bessere Auslosung gewünscht: Björn Joppien traf gleich in der ersten

Runde auf den Vizeweltmeister. Foto: ©Holger Bräutigam.

Am Ende ging es kurz und schmerzlos. Mit 1:15 ging Björn Joppien im zweiten Satz unter. Dabei hatte er einen blendenden Start. Mit 8:4 führte er, und konnte auch noch einmal nach dem 8:8 kontern und 10:8 in Führung gehen. Doch dann hatte er sein Pulver verschossen. Im zweiten Satz fand er vor allem gegen die steilen Drop seines Gegners kein Konzept.

Entsprechend enttäuscht war er nach dem Spiel: "Der erste Satz war ganz gut. Ich habe das umgesetzt, was ich mir anhand der Videoanalyse vorgenommen hatte. Ich hätte dann zwei Punkte früher  umstellen sollen auf kurze Aufschläge. Im zweiten Satz habe ich dann zu viel gegrübelt was ich auf seine Drops spielen soll. Ich habe zu flach und zu hoch gespielt. Außerdem bin ich auch viel langsamer geworden. Ich habe gar nicht ins Spiel gefunden..."

1. Runde: Björn Joppien - Wong Choong Hann (MAS) 12:15 1:15

1. Runde Mixed

Keine Deutschen in Runde zwei

In der ersten Runde des Mixedwettbewerbs sind bereits alle deutschen Paarungen gescheitert. Kathrin Piotrowski und Roman Spitko unterlagen ihren Gegnern aus Taipei, Wen-Hsing Cheng und Chia-Hsin Tsai, in zwei Sätzen (8:15 / 7:15).

Das zweite deutsch Mixedpaar, das mit Carina Mette und Thomas Tesche besetzt war, verlor ebenfalls in zwei Sätzen gegen die indonesischen Kontrahenten Eny Widiowati und Anggun Nugroho (7:15 /5:15).

Auch die Deutschen Meister von 2001 und 2002, Nicol Pitro und Björn Siegemund, konnten sich nicht gegen ihre Widersacher aus England, Gail Emms und Nathan Robertson, behaupten (12:15 / 5:15).

McDonalds war einfach nicht gut

BURGER KING hilft verletzten Spielern

Heilfroh war Ute Staats, Mitarbeiterin im Organisationsbüro der German Open nach einem Anruf bei der Schnellimbisskette BURGER KING in Duisburg-Hamborn: "Toll, eine klasse Firma."

"Natürlich helfen wir gern", erklärte ihr nämlich der Geschäftsführer spontan auf ihre Bitte, den Physiotherapeuten in der Rhein-Ruhr-Halle mit einer Ladung Eis für verletzte Spieler zu helfen. Die Konkurrenten von McDonalds hatte zuvor wenig Verständnis für das gleiche Anliegen gezeigt. No Ice for Badminton.

Flugs machte sich ein Wagen vom Fahrteam auf den Weg und eine Viertelstunde später konnte mit Burger-King-Eis gekühlt werden. Bigger Better Burger King.

Zehn Deutsche im Hauptfeld mit dabei

Deutsche Spieler profitierten von Chen Hongs Verletzung nicht

Bei den Danish Open in der vergangenen Woche hatte er im Viertelfinale wegen einer Ellbogenverletzung aufgeben müssen. Als Folge sagte der Chinese Chen Hong auch die German Open ab und flog gleich in die Heimat. Ebensolches widerfuhr dem Dänen Peter Rasmussen. Und beim Managermeeting am Dienstagabend wurde auch die Absage seines Landsmannes Kenneth Jonassen mitgeteilt. Die frei gewordenen Plätze wurden mit Nachrückern aus dem Kreis der für die Qualifikation zugelassenen Spielern aufgefüllt.

Von Chen Hongs Ausfall wird im oberen Achtel vermutlich der Malaysier Roslim Hashim profitieren, in Dänemark Halbfinalist. Über Jonassens Zurückzug wird sich der Weltranglistenzwölfte SHON Seung Mo aus Korea freuen. Er ist nun Favorit für das untere Achtel.

Der deutsche Star Björn Joppien konnte von der Absage nicht profitieren, sein Gegner Wong Choong Hann bleibt ihm erhalten.

Insgesamt sind nach dem überraschenden Einzug von sechs Qualifikanten jetzt zehn Deutsche im 64er-Hauptfeld am Start.

Schiedsrichterecke

Isabelle Jobard zum vierten Mal Referee in Duisburg

Die französische Physikerin Isabelle Jobard ist zum vierten Mal in Folge Referee bei den German Open. Da man laut I.B.F.-Beschluss eigentlich nur dreimal einem Turnier als Referee vorstehen darf, ist dieser vierte Einsatz nur aufgrund einer kurzfristigen Absage des vorgesehenen, aber erkrankten Franzosen Ernest Robinson zustande gekommen.

So bilden wie in den letzten Jahren die sympathische Jobard zusammen mit ihrem deutschen Deputy-Referee Dirk Kellermann ein eingespieltes Team. Turnierdirektor Uwe Busch sieht es mit Vergnügen: "Wir sind mit den beiden gut zurecht gekommen. Aus unserer Sicht wäre kein Wechsel notwendig."

Wer gewinnt das Herrendoppel bei den German Open? - Tippen Sie mit auf hbv-aktuell

(28.9.) Angeregt durch die badminton.de-Einschätzung, dass die Koreaner Kim Dong-Moon & Ha Tae-Kwon vermutlich das zur Zeit beste Doppel der Welt seinen (s.u.), hat Bernd Brückmann auf der hessischen Internetseite hbv-aktuell dazu aufgerufen, den Duisburger Sieger im Herrendoppel zu tippen. Wer sich beteiligen möchte...

 

Fritsch9Dienstag - der Qualifikationstag

Qualifikation Herreneinzel

Stephan Löll wurde von Spielfeld geholt

Gleich fünf Deutsche und der in Bonn lebende Chinese Xia qualifizierten sich trotz hochklassiger internationaler Konkurrenz für das 64er-Hauptfeld. Kurios dabei der Sieg von Stephan Löll von RW Wesel. Dessen Gegner Robert Kwee aus den Niederlanden, erhielt mitten im zweiten Satz von Referee Isabel Jobard die Mitteilung, dass er aufgrund der gerade erfolgten Absage des Österreichers Jürgen Koch als Nachrücker ins Hauptfeld aufgenommen sei und das Spiel nicht mehr nötig wäre. Nutznießer dieser Beförderung war Löll, der aufgrund des kampflosen Sieges ebenfalls morgen im Hauptfeld spielen darf.

Vom Aufrücken seines Gegners Bo Rafn (DEN) profitierte auch Maurice Niesner, der kampflos weiterkam. Arnd Vetters setzte sich gegen Marc Zwiebler und Lukas Klacansky aus der Slovakei durch.

Die Qualifizierten:

XIE Yangchun (1 BC Beuel)

Arvind Bhat (IND)

Arnd Vetters (SG Anspach )

Ian Maywald (1 BC Beuel)

Maurice Niesner (SC Union Lüdinghausen)

Jang Young Soo (KOR)

Stephan Löll (RW Wesel)

Andreas Wölk (FC Langenfeld)

Qualifikation Dameneinzel

Je zweimal Korea und Taipei

Asiatische Dominanz bei den Damen. Unter den letzten Acht war mit Nadezha Kostioutchik aus Polen - die zuvor Carola Bott geschlagen hatte - nur eine Europäerin.

Es qualifizierten sich:

SEO Yoon Hee (KOR)

CHENG Shao-Chieh (TPE)

SONG Yoo Mi (KOR)

HUANG Chia-Chi (TPE)

Qualifikation Herrendoppel

Ein Ex-Weltmeister musste ran

Sigit Budiarto, mit Candra Wijaya 1997 Weltmeister, muss nach der Trennung von Wijaya mit neuem Partner wieder unten in der Weltrangliste anfangen und Qualifikation spielen. Dafür reichte sein Können aber aus. Von den deutschen Paaren gewann niemand ein Spiel.

Die vier qualifizierten Paare:

Nova Widianto & Anggun Nugroho (INA)

Cheng Rui & Wang Wei (CHN)

Tri Kusharyanto & Sigit Budiarto (INA)

Jesper Larsen & Joachim Fischer Nielsen (DEN)

 

Qualifikation Damendoppel

Nicol Pitro & Petra Overzier schafften es

Wie schon einige Male während der vergangenen Grand-Prix-Turniere haben Petra Overzier & Nicol Pitro den Sprung aus der Qualifikation ins Hauptfeld geschafft. Sie schlugen zunächst van Dooremalen & Krab aus den Niederlanden und dann Claudia Vogelgsang & Anja Weber (Friedrichshafen/Berlin).

Die Qualifizierten:

Brenda Beenhakker & Judith Meulendijjks (NED)

Irina Rusljakova & Ekatarina Ananina (RUS)

Nicol Pitro & Petra Overzier (GER)

Kennie Asuncion & Salakjit Polsana (PHI/THA)

Qualifkation Mixed

No Germans

Kein deutsches Paar schaffte den Sprung ins Hauptfeld . Ingo Kindervater & Caren Hückstädt unterlagen gegen Roebuck & Parker deutlich mit 2:15 7:15. Und für Joachim Tesche & Birgit Overzier waren die Chinesen Wang & Wei beim 9:15 3:15 eine Nummer zu groß.

Es qualifizierten sich:

Martin Lundgaard Hansen & Julie Houmann (DEN)

Krstian Roebuck & Liza Parker (ENG)

Peter Steffensen & Lena Frier Kristiansen (DEN)

WANG Wei & ZHANG Jiewen (CHN)

DBV-Veranstaltungen

Es wird diskutiert, gewichtet und entschieden 

Wie in jedem Jahr werden auch 2003 die German Open von verschiedenen Gremien des DBV zu Sitzungen genutzt. Geplant sind:

Tagung der Breitensportreferenten

Die Breitensportreferenten der Landesverbände treffen sich zu einer Tagung am Freitag , den 3. Oktober im Restaurant der Rhein-Ruhr-Halle.

Schwertpunktthema: Austausch über Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung.

Einladender: Klaus Walter, DBV-Vizepräsident u.a. für Breitensport.

Präsidentenrunde

Arbeitssitzung des DBV-Präsidiums mit den Präsidenten/Vorsitzenden der Landesverbände am Samstag, 4. Oktober, im Hotel Steigenberger Duisburger Hof. Beginn: 9 Uhr.

Einladender: Dieter Kespohl, DBV-Präsident.

Bundesliga-Vollversammlung

Vertreter der Vereine der 1. und 2. Bundesliga und Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten am Samstag, 4. Oktober, im Restaurant der Rhein-Ruhr-Halle. Beginn 10.00 Uhr.

Einladender: Arno Schley, Vorsitzender des BL-Ausschusses.

Sportwartetagung

DBV-Spielausschuss mit Sportwarten der Landesverbände am Samstag, 4. Oktober, in der Rhein-Ruhr-Halle. Beginn 12 Uhr.

Einladender: Lutz Sotta, Vorsitzender des DBV-Ausschusses für Spielbetrieb.

 

 


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