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YONEX German Open 2005

IBF-Grand-Prix-Turnier um 80 000 Dollar Preisgeld 

Mo 28. Februar bis Sa 5. März

RWE Rhein-Ruhr Sporthalle in Mülheim an der Ruhr 

IBF-Grand-Prix-Tournament - 3*** Sterne

      

   

Alles über die Veranstaltung lesen Sie auf der Website
www.german-open-badminton.de

Hier gibt es die Ergebnissen /actuel results als pdf-Datei:

Main Draw HE/MS - DE/WSHD/MD - DD/WD - MX.

Qualifikationsergebnisse HE - DE - HD - DD - MX.

Zu Sven Heises German-Open-Fotogalerie.

Hier geht es zur Ausschreibung / Invitation in Deutsch und in Englisch (pdf-Datei).

          

Finalspiele

   

Lin Dan und Xie Xingfang konnten ihre German-Open-Titel verteidigen - Robertson & Emms vergeigten 14:3-Führung im zweiten Satz

  

MX: LEE Jae Jin & LEE Hyo Jung (KOR) - Nathan Robertson & Gail Emms (ENG) 15:12 17:14

DE: XIE Xingfang (CHN) - ZHANG Ning (CHN) 11:5 11:4

HD: FU Haifeng & CAI Yun (CHN) - Jens Eriksen & Martin Lundgaard (DEN) 6:15 15:3 15:10 

DD: GAO Ling & HUANG Sui (CHN) - WEI Yili & ZHAO Tingting (CHN) 15:4 15:10

HE: LIN Dan (CHN) - Hafiz Hashim (MAS) 15:8 15:8.

       

Den aufregendsten Akt in den Finalspielen gab es gleich im Auftakt-Mixed. 14:3 führten Robertson & Emms im zweiten Satz und vergeigten den Satz noch. Eine spektakuläre Szene gab es dabei beim 15:14, als Koreas Dame Hyo Jung Robertson mit einem spektakulären Swip-Aufschlag austrickste. Der ließ seinen ganzen Frust danach an den Schiedsrichtern aus. Über den Aufschlag schwärmte WDR-Reporter Wilfried Luchtenberg auch nach dem Turnier noch: "Das war abgezockt." Er konnte im WDR-Fernsehen in Sport im Westen am Nachmittag vier Minuten Mixed und vierzehn Minuten Herrendoppel zeitnah übertragen. "Natürlich haben wir die beiden Spiele mit den Europäern ausgewählt, Asiaten unter sich sind dem Publikum nicht zu verkaufen. Und das Herrendoppel war dann auch richtig gut. Ich bin zufrieden."

Es ging auch zur Freude der 2000 Zuschauer in enen dritten Satz und brachte viele spektakuläre Ballwechsel. Die Einzel enttäuschten dagegen ein wenig. Lin Dan und Xie Xingfang, auch im privaten Leben verbandelt, konnten ihre Titel von Duisburg verteidigen. Vor allem Hafiz Hashim - der im Halbfinale ein rasanten Spiel hingelegt hatte - wirkte angesichts von Lin Dan wie gelähmt. Es war das erstemal nach seinem sensationellen All-England-Sieg vor zwei Jahren, dass er wieder in einem Finale bei einem Grand-Prix-Turnier stand. Seither musste er ein Leistungstal durchschreiten, die verpasste Olympiateilnahme eingeschlossen. Erinnert sei an den warnenden Aufruf von Malaysia Ministerpräsidenten Dr. Mahathir Mohamad "Schüttet Hafiz nicht mit Geld zu". (Vgl. Meldungen vom 17.2. und 1.9.03.) Auch in den Vorberichten der malaysischen Zeitungen war sein Name nicht bei den Turnierfavoriten erwähnt. Dort gilt Lee Chong Wei, den der 22-jährige Hafiz nach drei vorausgegangenen Niederlagen im Halbfinale schlagen konnte, mittlerweile als Nummer eins. 

So machte sich der malaysische Cheftrainer Yap Kim Hock nach dem Turnier auch mehr Gedanken um Lee Chong Weis (22) dürftige Vorstellung, als um Hafiz: "Chong Wei trainiert seit Januar unter einem neuen Trainer, dem Chinesen Li Mao. Der versucht einiges umzustellen und Chong Wei hat noch Schwierigkeiten, die neuen Anforderungen umzusetzen. Das braucht Zeit."

 

War nach dem Finale nicht ansprechbar: Nathan Robertson.

  

     

Spielte sein bestes Turnier seit zwei Jahren: Hafiz Hashim.

     

Ärger für German-Open-Teilnehmer – Diebe im Turnierhotel Mercure in Ratingen

(7.3.05) Wenig Freude an seinem Aufenthalt in Deutschland hatte Indiens Teammanager und Coach Vimal Kumar. Gleich am Dienstag stellte er nach der Rückkehr aus der Halle fest, dass sein gesamtes Bargeld aus dem Hotelzimmer gestohlen worden war. Pässe und Tickets blieben dagegen unberührt. Und es war kein unerheblicher Betrag: „Sie haben das gesamte Geld für unseren Aufenthalt in Deutschland und England gestohlen“, erklärte er gegenüber badminton.de. „1600 Euro und 4700 englische Pfund.“
Bei den ersten Nachforschungen stellte sich dann heraus, dass auch andere Teams Verluste zu beklagen hatten. So waren den Japanern nach Darstellung von Kumar 200 Euro, den Thailändern 500 Euro, den Amerikanern Geldbörsen und Nathan Robertson ein Mobiltelefon abhanden gekommen.

 Ihm wurde die Reisekasse geklaut: Vimal Kumar.

"Die Polizei ist dann zwar gekommen“, erläuterte Kumar, der früher selbst als Weltklassespieler an den German Open teilgenommen hat, „aber die haben nicht viel gemacht. Ich wundere mich, dass weder Fingerabdrücke genommen wurden noch Spürhunde zum Einsatz kamen. Ich habe den Eindruck, weder Hotelleitung noch Polizei tun etwas, um den Vorfall auszuklären. Es kann nicht ohne Mitwissen des Personal geklaut worden sein, da keinerlei Einbruchsspuren zu sehen waren.“
Auf die Frage, warum er das Geld nicht im Hotelsafe deponiert habe, antwortete er, er habe zuvor am Abend das Taschengeld an die Spieler auszahlen wollen. „Außerdem habe ich mir niemals vorstellen können, dass so was in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland vorkommen könne.“
Auf die German Open werfen die Ereignisse natürlich kein gutes Licht. DBV-Präsident Dieter Kespohl: „Ich habe mit dem Hoteldirektor gesprochen. Er bedauert den Vorfall, hat aber keine Erklärung. Er habe gleich eine Personalversammlung einberufen und 1000 Euro für Hinweise ausgelobt. Ein ähnlicher Fall sei schon einmal vorgekommen, auch damals sei interessantwerweise eine Gruppe von Sportlern betroffen gewesen und auch nur die.“
Kumar sammelte jedenfalls am Endspieltag bei den geschädigten Delegationsleitern Unterschriften unter ein Schreiben an den DBV und die Hoteldirektion ein, in dem Wiedergutmachung gefordert wurde. Andernfalls, so ist darin zu lesen, werde man sich überlegen, ob die Verbände die German Open auch zukünftig besuchen würden.

     

                   

Halbfinalspiele/Semifinals:

Robertson & Emms gelang Revanche für das olympische Finale von Athen - Es gibt zwei rein chinesische Endspiele - Höhenflug von Hirose von Olympiasiegerin gebremst    

Herreneinzel

LIN Dan (CHN) - BAO Chunlai (CHN) 15:4 15:9

Muhd Hafiz Hashim (MAS) - LEE Chong Wei (MAS) 15:3 15:7

Dameneinzel

ZHANG Ning (CHN) - Enriko Hirose (JPN) 11:4 11:4

XIE Xingfang (CHN) - PI Hongyan (FRA) 11:6 11:4

Herrendoppel

Jens Eriksen & Martin Lundgaard (DEN) - Markis Kidho & Hendra Setiawan (INA) 15:8 15:13

FU Haifeng & CAI Yun (CHN) - JUNG Jae Sung & LEE Jae Jin (KOR) 15:9 15:9

Damendoppel

GAO Ling & HUANG Sui (CHN) - LEE Kyung Won & LEE Hyo Jung (KOR) 15:7 15:6

WEI Yili & ZHAO Tingting (CHN) - WONG Pei Tty & CHIN Eei Hui (MAS) 15:1 15:3

Mixed

Nathan Robertson & Gail Emms (ENG) - ZHANG Jun & GAO Ling (CHN) 15:11 15:12 

LEE Jae Jin & LEE Hyo Jung (KOR) - CHEN Qiqiu & ZHAO Tingting (CHN) 13:15 15:8 15:7.

 

Viertelfinals/Quarterfinals

Xu Huaiwen nach großem Kampf geschlagen

Die einzig verbliebene deutsche Starterin im Viertelfinale schaffte den Sprung in die Vorschlussrunde nicht. Nach einem Marathonmatch von 80 Minuten musste sie sich ihrer für Frankreich spielenden chinesischen Landsfrau 8:11 im dritten Satz geschlagen geben. Beide Spielerinnen schenkten sich in den drei Sätzen nichts. Einige Male kam es vor, dass beide nach ellenlangen Ballwechseln erschöpft in die Knie gingen. Besonders im zweiten Satz, als Xu nach 7:2-Führung ein Herankommen von Pi bis zum 7:7 nicht verhindern konnte, wurde es zeitweise sogar dramatisch, weil die Zweisatzniederlage drohte. Im Dritten hatte Pi dann allerdings immer die Nase vorn. Trotz der Unterstützung der Zuschauer gelang es Xu nicht, die in Dänemark trainierende Französin niederzuspielen. Zu mühselig musste sie sich jeden ihrer Punkte erkämpfen. Da es ihr an Körpergröße mangelt, fehlen die steilen Bälle aus dem Hinterfeld.

Dass sie einen großen Kampf geliefert hatte, darin waren sich alle Beobachter einig. Das sah auch Bundestrainer Poste so: "Ein Superspiel. Sie hat alles gegeben. Mehr ging nicht vom Einsatz und der Einstellung her. Wir haben bei diesem Weltklasseturnier gesehen, wie die Besten spielen und müssen jetzt im Training noch mehr Gas geben. Schade, fürs Turnier wäre es sicherlich gut gewesen, wenn Huaiwen im Halbfinale noch dabei gewesen wäre.“

    

Herreneinzel

Das Spannendste ist der chinainterne Matchkampf – Oder hat Weltmeister Xia Xuanze ihn gegen den Nachwuchs schon aufgegeben?

LIN Dan (CHN) - XIA Xuanze (CHN) 15:9 15:6
BAO Chunlai (CHN) - WONG Choong Hann (MAS) 10:15 15:10 15:7
LEE Chong Wei (MAS) - PALYAMA Dicky (NED) 11:15 15:12 15:4
HASHIM Muhd Hafiz (MAS) - CHEN Yu (CHN) 15:10 15:3.

Dameneinzel

Badminton-Deutschland fiebert mit Xu Huaiwen, denn Pi ist überwindbar

ZHANG Ning (CHN) - YAO Jie (NED) 2:11 11:7 11:7 
HIROSE Enriko (JPN) - ZHOU Mi (CHN) 11:7 13:11
XIE Xingfang (CHN) - JUN Jae Youn (KOR) 13:11 11:6
PI Hongyan (FRA) - XU Huaiwen (GER) 11:9 7:11 11:8.

Herrendoppel

Der alte Amerikaauswanderer Gunawan gegen die jungen Chinesen, die erst werden wollen was er längst war

ERIKSEN Jens & LUNDGAARD Martin (DEN) - HA Tae Kwon & YIM Bang Eun (KOR) 17:14 15:9
KIDHO Markis & SETIAWAN, Hendra (INA) - HWANG Ji Man & LEE Yong Dae  (KOR) 4:15 15:11 15:6
JUNG Jae Sung & LEE Jae Jin (KOR) - CHAN Chong Ming & KOO Kien Keat (MAS) 15:9 8:15 15:12
FU Haifeng & CAI Yun (CHN) - GUNAWAN Tony & BACH Howard (USA) 15:0 13:15 15:11.

Damendoppel

In jedem Match wartet ein Paar der unbezwingbaren Chinesinnen

LEE Kyung Won & LEE Hyo Jung (KOR) - ZHANG Jiewen & YANG Wei (CHN) 15:10 14:17 15:8

GAO Ling & HUANG Sui (CHN) -  CHIEN, Yu-Chin & CHENG Wen-Hsing (TPE) 15:5 15:4

WONG Pei Tty & CHIN Eei Hui (MAS) -  DU Jing & YU Yang (CHN) 8:15 17:16 17:16

WEI Yili & ZHAO Tingting (CHN) - AUGUSTYN Kamila & KOSTIUCZYK Nadiezda (POL) 15:2 15:7.

Mixed

Wer will hier die Olympiasieger Zhang & Gao stoppen?

ROBERTSON Nathan & EMMS Gail (ENG) - SAPUTRA Hendri Kurniawan & LI Yujia (SIN) 15:5 15:12
ZHANG Jun & GAO Ling (CHN) - XIE Zhongbo & YU Yang (CHN) 15:5 15:10
LEE Jae Jin & LEE Hyo Jung (KOR) - PRAPAKAMOL Sudket & THUNGTHONGKAM, Saralee  (THA) 15:4 15:7
CHEN Qiqiu & ZHAO Tingting (CHN) - TSAI Chia-Hsin & CHENG Wen-Hsing (TPE) 17:14 15:6. 

        

Die Spiele der Deutschen

Xu Huaiwen steht im Viertelfinale

Herreneinzel (64er-Feld) 

Björn Joppien

   1.Rd. - Danny Schwarz (GER) 15:4 15:0

   2.Rd. - LEE Tsuen Seng (MAS) 10:15 6:15

Conrad Hückstädt

   1.Rd. - Arvind Bhat (IND) 17:16 12:15 15:5

   2.Rd. - Xia Xuanze (CHN) 7:15 9:15

Sven Eric Kastens

   1.Rd. - LIAO Sheng-Shiun (TPE) 15:8 17:16

   2.Rd. - Hafiz Hashim (MAS) 3:15 2:15

Marc Zwiebler - CHEN Hong (CHN) 13:15 6:15

Roman Spitko - George Rimarcdi (SWE) 15:8 7:15 8:15

Danny Schwarz - Björn Joppien (GER) 4:15 0:15

Hendrik Westermeyer - LEE Chong Wei (MAS) 6:15 6:15

Dameneinzel (32er-Feld)

XU Huaiwen

   1. Rd. - Petya Nedeltcheva (BUL) 11:2 11:3

   Afin.: - Kaori Mori (JPN) 11:7 11:2

   Vfin: - Pi Hongyan (FRA) Do

Nicole Grether

   1.Rd. - Anna Rice (CAN) 11:2 11:6

   Afin.: - Zhou Mi (CHN) 6:11 1:11

Juliane Schenk

   1.Rd. - Kanako Yonekura (JPN) 11:6 11:8

   Afin.: - Enriko Hirose (JPN) 6:11 9:11

Petra Overzier - WANG Rong (CHN) 3:11 1:11

Herrendoppel (32er-Feld)

Christian Roth & Thomas Staczan

   1.Rd. - Jürgen Koch & Peter Zauer (AUT) o.K.

   Afin.: - JUNG Jae Sung & LEE Jae Jin (KOR) 2:15 3:15

Tim Dettmann & Marc Zwiebler - Shoji Sato & Sho Sasaki (JPN) 6:15 8:15

Roman Spitko & Michael Fuchs - HWANG Ji Man & LEE Yong Dae (KOR) 4:15 7:15

Franklin Wahab & Arnd Vetters - JUNG Jae Sung & LEE Jae Jin (KOR) 1:15 4:15

Ingo Kindervater & Vladislav Druzchenko (GER/UKR) - CHAN Chong Ming & KOO Kien Keat (MAS) 12:15 13:15

Sven Eric Kastens & Johannes Schöttler - Rasmus Mangor Anderson & Michael Lamp (DEN) 4:15 8:15

Dharma Gunawi & Vidre Wibowo (GER/SWE) & Robert Blair & Nathan Robertson (ENG) 2:15 6:15

Damendoppel 32er-Feld

Juliane Schenk & Nicole Grether

   1.Rd. - Petya Nedeltcheva & Yuan Wemyss (BUL/SCO) 12:15 15:11 15:13

   2.Rd. - WEI Yili & ZHAO Tingting (CHN) 6:15 1:15

Carina Mette & Caren Hückstädt - Lena Frier Kristiansen & Kamille Juhl (DEN) 4:15 17:16 9:15
Birgit Overzier & Michaela Peiffer - LEE Kyung Won & LEE Hyo Jung (KOR) 4:15 4:15

Mixed 32er-Feld

Ingo Kindervater & Kathrin Piotrowski

   1.Rd. - Shintaro Ikeda & Satoko Suetsuna (JPN) 14:17 15:8 15:11

   2.Rd. - CHEN Qiqiu & ZHAO Tingting (CHN) 5:15 12:15

Michael Fuchs & Caren Hückstädt

   1.Rd. - Benjamin  Woll & Aileen Rößler (GER) 12:15 15:4 15:6

    2.Rd. - Nathan Robertson & Gail Emms (ENG) 1:15 2:15

Björn Siegemund & Karin Schnaase - Nathan Robertson & Gail Emms (ENG) 0:15 1:15 

Franklin Wahab & Sandra Marinello - Robert Blair & Natalie Munt (ENG) 1:15 7:15

Tim Dettmann & Birgit Overzier - Keita Masuda & Kumiko Ogura (JPN) 4:15 11:15

Johannes Schöttler & Gitte Köhler - Sudket Prapakamol & Saralee Thungthongkam (THA) 6:15 4:15

Roman Spitko & Carina Mette - YIM Bang Eun & LEE Kyung Won (KOR) 3:15 9:15.

      

Unwort des Jahres mit Badminton verbunden
(1.3.05) Aus Anlass der German Open widmet die Tageszeitung DIE WELT in ihrer heutigen Ausgabe dem Badmintonsport einen längeren Artikel. Darauf weist Jan Junker, Ex-Bundesligaspieler vom 1.BCW Hütschenhausen freundlicherweise hin. Der Bericht kann auch im Internet nachgelesen werden: Humankapital am Netz. In ihm kommen neben DBV-Präsident Kespohl Björn Joppien, Petra Overzier und Xu Huaiwen zu wort. Verfasser ist Christian Putsch. Die Verwendung des Wortes "Humankapital" bezieht sich darauf, dass nach Einschätzung des Autors in China Badmintonspieler "ohne jede Rücksicht zu Medaillenmaschinen gedrillt werden" und die "aus einem humaneren Sportausbildungssystem stammenden Deutschen zumeist ihre Unterlegenheit anerkennen" müssen.

  

Mittwoch - Zweiter Tag Hauptturnier

Aus zehn mach eins - Nur Xu Huaiwen überlebte

Kein guter Tag für unsere Deutschen. Zehnmal durften sie am dritten Turniertag noch aufs Feld - neunmal kamen sie als Verlierer wieder. Nichtmal ein Satz konnte dabei gewonnen werden. Ein Zeichen andererseits aber auch für die internationale Klasse des Teilnehmerfeldes. Nur Xu Huaiwen schaffte mit einem Zweisatzsieg über die Japanerin Mori die Ausnahme. Und gegen ihre für Frankreich spielende ehemalige Landsfrau Pi Hongyan hat sie im Viertelfinale durchaus eine Chance. Bei den letztjährigen German Open standen sich die beiden im Halbfinale gegenüber. Damals gewann Xu 11:5 11:0.

   

Dienstag - Erster Tag Hauptturnier

Zehnmal bleiben Deutsche im Turnier - Schöne Siege für Schenk, Kastens und Kindervater & Piotrowski

Den Zittersieg des Tages erreichten zu nächtlicher Stunde Juliane Schenk & Nicole Grether. 78 Minuten dauerte es, bis sie die schottisch-bulgarische Kombination Wemyss & Nedeltcheva 15:13 im Dritten bezwungen hatten. 

Erfreuliche Siege erreichten vor allem Juliane Schenk im Einzel gegen die Japanerin Yonekura und Ingo Kindervater & Kathrin Piotrowski im Mixed gegen die Japaner Ikeda & Suetsuna. Auch der Sieg des Hamburgers Sven Eric Kastens gegen den Taiwanesen Sheng-Shiun Liao (15:8 17:16) war nicht unbedingt erwartet worden. Den größten Dusel hatten dagegen die Weseler Zweitligaspieler Christian Roth & Thomas Staczan. Nachdem sie schon das Finale ihrer Qualifikationsrunde geschenkt bekamen, traten die Österreicher Koch & Zauner gestern nicht an. So stehen die beiden unversehens in der Runde der besten Sechzehn der Welt. 

    

Montag - Qualifikationstag

Piotrowski & Marinello schafften es nicht - Doch Nicole Grether kämpfte sich durch

Prominentestes deutsches Opfer des Qualifikationsturnieres war unser Nationalmannschaftsdoppel Kathrin Piotrowski & Sandra Marinello. Ihnen gelang der Sprung ins Hauptfeld nicht. Sie verloren im Endspiel ihres Pools gegen die Neusseländerinnen Sara Runesten Petersen & Nicole Gordon mit 15:11 11:15 8:15. Da die Deutschen Vizemeisterinnen von Bielefeld erst seit dieser Saison zusammenspielen, haben sie die notwendigen Punkte in der Weltrangliste noch nicht, um bei großen Turnieren gleich ins Hauptfeld zu kommen. Und der Weg durch die Qualifikaton ist mühselig - und Weltranglistenpunkte gibt es auch erst im Hauptfeld.
Die bekommen jetzt dagegen Christian Roth & Thomas Staczan vom Zweitligisten RW Wesel. Im Herrendoppel konnten sie sich qualifizieren. Erste Gegner dort sind die Österreicher Jürgen Koch & Peter Zauner. Außerdem schaffte Dharma Gunawi mit seinem schwedischen Partner Vidre Wibowo den Sprung.
Eine deutsche Qualifikation ist auch aus dem Mixed zu melden.  Benjamin Woll & Aileen Rößler (Wiebelskirchen/Langenfeld) schlugen die 
Japaner Sakamoto & Maeda 15:5 15:17 15:8 und sind morgen noch dabei. Sie haben gegen Michael Fuchs & Caren Hückstädt anzutreten.   

Im Herreneinzel hatten insgesamt acht Herren die Möglichkeit, sich fürs Hauptfeld zu qualifizieren. Roman Spitko vom TuS Wiebelskirchen ist nach seinem Endspielsieg im Pool über Yong Yudianto unter ihnen. Ebenso Danny Schwarz und Henrik Westermeyer vom BVH Dorsten, die beide davon profitierten, dass ihre Gegner vorzeitig ins Hauptfeld aufrückten. Auch der Hamburger Sven Eric Kastens kann sich über seine Weiterbeschäftigung freuen. Er schlug im Poolfinale den Dänen Jonas Lyduch 15:8 im Dritten.

Ebenfalls im Poolfinale stand am späten Abend Nicole Grether im Dameneinzel. Nachdem sie schon die Dänin Mie Schjoett-Kristensen und die Schottin Yuan Wemyss ausgeschaltet hatte, war die Berlinerin sogar durch eine Koreanerin nicht mehr zu stoppen. LEE Hyun Jin musste sich 11:4 13:10 geschlagen geben. Und Nicoles Siegeszug muss noch nicht zu Ende sein. Gegnerin im Hauptfeld ist die Kanadierin Anna Rice.

    

          

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Zu den Vorberichten.

         

   

 


DIE SIEGER VON MÜLHEIM 2005:
Lin Dan (CHN).
Xie Xingfang (CHN).
Fu Haifeng (li) & Cai Yun (CHN).
Gao Ling (l) & Huang Sui (CHN)
Lee Hyo-Jung (KOR).
Lee Jae-Jin (KOR). Fotos: Knupp (Klickgroß).

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.