YONEX German Open 2013

Grand-Prix Gold - Level 3A - Preisgeld: 120 000 US-Dollar.

Di 26. Februar bis So 3. März

Mülheim an der Ruhr, RWE-Sporthalle, An den Sportstätten 6.
Referee: Juniarto Suhandinata (INA).
 
Alles über die German Open auf www.german-open-badminton.de.

BWF-Grand-Prix-Tournament 
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German Open.

Zur Ausschreibung / See Invitation (pdf). 

      

Zu den Qualifikationsrunden: QHE - QDE - QHD - QDD - QMX
Legende: PMD = Promotion to main draw / Nachgerückt aus Quali ins Hauptfeld aufgrund Weltranglistenplatzierung - Daraus wird im Hauptfeld PFQ = Promotion from Qualification. PFR = Nachgerückt von Reserveliste. WDN = Withdrawn / Hat zurückgezogen. Q = Hat sich über Qualifikation ins Hauptfeld gespielt.
Zu den Tagesergebnissen. Hier geht es zu den Ergebnistableaus HE - DE - HD - DD - MX.  Zum Livescore. Zur Internetübertragung bei badmintoneurope.tv.      

   

Zu den Vorberichten.

   

Die ausführliche Berichterstattung findet sich auf www.german-open-badminton.de.

Die Einzelfinalisten: Wang Yihan und Juliane Schenk...
...Cheng Long und Tommy Sugiarto. Fotos: MK

Drei Titel gingen nach Korea, zwei nach China - Die diesjährigen Yonex German Open waren ein großartiger Publikumserfolg

 

Juliane schaffte es wie im Vorjahr bis ins Endspiel - Niederlage gegen Wang Yihan 

     

Herreneinzel
HF: CHEN Long (CHN) - QIAO Bin (CHN) 21:8 21:16
Tommy Sugiarto (INA) - Boonsak Ponsana (THA) 21:19 21:12
Fin.: CHEN Long (CHN) - Tommy Sugiarto (INA) 21:17 21:11
Dameneinzel
HF: Juliane Schenk (GER) - Sayaka Takahashi (JPN) 21:17 21:19 
WANG Yihan (CHN) - SUNG Ji Hyun (KOR) 21:19 8:21 21:16
Fin.: WANG Yihan (CHN) - Juliane Schenk (GER) 21:14 21:13
Herrendoppel
HF: LIU Xiaolong & QIU Zihan (CHN) - LEE Sheng Mu & TSAI Chia Hsin (TPE) 21:19 21:19
CHAI Biao & HONG Wei (CHN) - KIM Ki Jung & KIM Sa Rang (KOR) 15:21 21:19 21:13
Fin.: CHAI Biao & HONG Wei (CHN) - LIU Xiaolong & QIU Zihan (CHN) 21:10 21:14
Damendoppel
HF: JUNG Kyung Eun & KIM Ha Na (KOR) - Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi (JPN) 22:20 21:17
MA Jin & TANG Jinhua (CHN) - EOM Hye Won & JANG Ye Na (KOR) 21:8 21:14
Fin.: JUNG Kyung Eun & KIM Ha Na (KOR) - MA Jin & TANG Jinhua (CHN) 11:21 21:14 21:13
Mixed
HF: Anders Kristiansen & Julie Houmann (DEN) - Chris Adcock & Gabrielle White (ENG) 21:19 19:21 21:19
SHIN Baek Choel & JANG Ye Na (KOR) - Robert Mateusiak & Nadiezda Zieba (POL) 21:15 18:21 21:18
Fin.: SHIN Baek Choel & JANG Ye Na (KOR) - Anders Kristiansen & Julie Houmann (DEN) 21:19 19:21 24:22

Lieferten den Zuschauern zum Veranstaltungsabschluss das spannendste Endspiel: (v.l.) Jang Ye Na & Shin Baek Choel...
...schlugen Julie Houmann & Anders Kristiansen 24:22 im dritten Satz. Fotos: MK

Sonntag - Endspieltag
Juliane Schenk wie im Vorjahr auf Platz zwei
Von Claudia Pauli
Die Badmintonfans hierzulande müssen im Zusammenhang mit den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland weiter auf den ersten Titelgewinn durch deutsche Spielerinnen bzw. Spieler seit 1975 warten: Im Finale der YONEX German Open unterlag die dreimalige Olympiateilnehmerin Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 3) der Olympiazweiten Wang Yihan aus China (Setzplatz 2) mit 14:21 13:21. Die aktuelle Weltranglistendritte sicherte sich damit ihren zweiten Gesamtsieg nach 2009. Zugleich verzeichnete Wang Yihan vor den mehr als 2.000 enthusiastischen Zuschauern in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr im insgesamt zehnten Vergleich mit Juliane Schenk den achten Sieg.
Juliane zum drittenmal auf Platz zwei
Die 30 Jahre alte zweimalige Vize-Europameisterin im Dameneinzel (2010 und 2012) und derzeitige Weltranglistenvierte belegte dadurch zum dritten Mal nach 2010 und 2012 bei den YONEX German Open Platz zwei. Vor 38 Jahren holten zuletzt deutsche Badmintonasse bei der prestigeträchtigen Veranstaltung den Titel: Damals gewann Marieluise Zizmann sowohl zusammen mit Brigitte Steden im Damendoppel als auch gemeinsam mit Wolfgang Bochow im Mixed das Endspiel. Im Dameneinzel setzte sich gar seit 1966 (Irmgard Latz) keine Spielerin des DBV mehr gegen die gesamte Konkurrenz durch.

„Im Moment ist es schwer, Worte zu finden. Man kann sich die Tage nicht aussuchen, an denen man gegen die Top-Leute antritt. Da muss man einfach rausgehen und seine Leistung abrufen. Nur leider ist die Tagesqualität immer wieder eine andere. Es tut mir unglaublich leid, dass das heute sicherlich nicht das war, was sich jeder gewünscht hat. Ich bin heute überhaupt nicht zu Potte gekommen“, sagte die gebürtige Krefelderin, die in Mülheim an der Ruhr trainiert und auch schon seit vielen Jahren in der Stadt im Ruhrgebiet wohnt, unmittelbar nach dem Finale enttäuscht.
Die amtierende WM-Dritte avancierte dennoch einmal mehr zur erfolgreichsten Vertreterin aus Deutschland. Aber auch zahlreiche andere DBV-Akteure überzeugten in Mülheim an der Ruhr – allen voran die Olympiateilnehmer im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Setzplatz 8), die bei den YONEX German Open 2013 nur knapp den Einzug ins Halbfinale verpassten. Auch Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 5) im Herreneinzel erreichte die Runde der besten Acht. 
Bundestrainer Hasse: „Ärgerliche Niederlagen“
„Mein Fazit fällt gemischt aus. Die Leistungen unserer Spieler waren größtenteils sehr gut. Im Moment hängen mir allerdings noch ein paar ärgerliche Niederlagen nach“, meinte Chef-Bundestrainer Holger Hasse am Tag der Halbfinalspiele. Er spielte damit insbesondere auf die Partie von Ingo Kindervater & Johannes Schöttler (24:26 18:21) gegen die Koreaner Kim Ki Jung & Kim Sa Rang (Setzplatz 3) im Viertelfinale und auf die Begegnung von Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (beide PTSV Rosenheim; 21:15 17:21 19:21) mit deren Landsleuten Shin Baek Choel & Jang Ye Na im Achtelfinale des Mixedwettbewerbs an.
Wie sich am Schlusstag der Veranstaltung herausstellte, verloren die Deutschen Vizemeister Peter Käsbauer & Isabel Herttrich derart knapp gegen die Turniergewinner. „Peter und Isabel haben eine super Leistung gebracht, sie haben ihre tolle Entwicklung hier bestätigt“, lobte Holger Hasse die 24 und 20 Jahre alten DBV-Asse. Der Chef-Bundestrainer ergänzte: „Mit drei Viertelfinalteilnahmen in dem Top-Starterfeld bewegen wir uns in jedem Fall auf hohem Niveau.“
Chen Long von Setzplatz eins zum Sieg
Im Herreneinzel sicherte sich der topgesetzte Olympiadritte von London, Chen Long erstmals den Titel. Der Chinese, der im Viertelfinale Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) in drei Sätzen bezwungen hatte, gewann das Endspiel mit 21:17 21:11 gegen Tommy Sugiarto aus Indonesien (Setzplatz 8). Der Weltranglistenzweite machte den Sieg über den letztjährigen YONEX German Open-Halbfinalisten in einer Spielzeit von 46 Minuten perfekt. Chen Long gelang als einziger Nummer eins der Setzliste der Turniererfolg.
Zwei chinesische Paare im Herrendoppel vorn
Im Herrendoppel stand von vorneherein fest, dass der Sieg ins „Reich der Mitte“ gehen würde: In einem rein chinesischen Finale verzeichneten Chai Biao & Hong Wei (China/Setzplatz 6) binnen 29 Minuten einen souveränen 21:10 21:14-Erfolg über ihre Landsleute Liu Xiaolong & Qiu Zihan (Setzplatz 7). Hong Wei holte damit zum zweiten Mal in Folge in dieser Disziplin den Titel: Im Vorjahr hatte der Chinese an der Seite von Shen Ye das Endspiel gewonnen. Liu Xiaolong & Qiu Zihan warfen in der 1. Runde die Vize-Europameister Michael Fuchs & Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim) durch einen Zwei-Satz-Sieg aus dem Turnier.
Damendoppelfinale nahm überraschende Wende
Zu Beginn des Endspiels im Damendoppel noch deutlich ihren Gegnerinnen unterlegen, fanden die an Position vier notierten Koreanerinnen Jung Kyung Eun & Kim Ha Na mit fortschreitendem Spielverlauf zunehmend besser zu ihrem Spiel. Letztlich setzten sich die Weltranglistenneunten mit 11:21 21:14 21:13 gegen die Chinesinnen Ma Jin & Tang Jinhua (Setzplatz 5) durch und durften entsprechend ihren ersten Titelgewinn bei den YONEX German Open bejubeln. 
Ma Jin und Tang Jinhua verpassten durch die Niederlage nach einer Spielzeit von 62 Minuten ihren jeweils zweiten Turniersieg bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland: Ma Jin, die Olympiazweite von London im Mixed (mit Xu Chen), trug sich im Jahr 2010 an der Seite ihrer damaligen Doppelpartnerin Wang Xiaoli in die Siegerliste ein, Tang Jinhua belegte im Vorjahr gemeinsam mit Huan Xia in Mülheim Platz eins.
Fulminater Höhepunkt: das Mixedfinale
Das letzte Spiel des Finaltages entwickelte sich zugleich zum spannendsten Match des Sonntags. Zur Freude des Publikums lieferten sich die ungesetzten Paarungen Shin Baek Choel & Jang Ye Na aus Korea und Anders Kristiansen & Julie Houmann aus Dänemark eine ebenso hochklassige wie enge Partie, in der beide Duos Matchbälle abwehrten. Nach einer Spielzeit von 68 Minuten entschieden letztlich die Asiaten – die bei den YONEX German Open ihre Premiere als Gemischtes Doppel feierten – die Begegnung mit 21:19 19:21 24:22 für sich. Shin Baek Choel beendete die Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland damit zum zweiten Mal nach 2009 auf Platz eins. Vor vier Jahren holte er zusammen mit seinem Landsmann Lee Yong Dae den Titel im Herrendoppel.
DBV-Präsident Kerst: „Badminton und Mülheim ist eins“
Insgesamt ließen sich an den zusammen sechs Veranstaltungstagen mehr als 15.000 Sportfans vom Können der Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften beeindrucken, sorgten für eine hervorragende Stimmung in der RWE-Sporthalle und erwiesen sich auch diesmal als ebenso sachkundiges wie begeisterungsfähiges und faires Publikum.
„Mülheim hat einen ganz großen Stellenwert für uns“, hatte denn auch DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst bereits am Tag der Halbfinalspiele betont. Er hob in diesem Zusammenhang die besondere Konstellation mit YONEX Badminton-Internat, Bundesstützpunkt und mit dem Traditionsverein 1. BV Mülheim hervor. „Badminton und Mülheim ist eins. Mülheim ist die Badminton-Stadt in Deutschland“, folgerte Karl-Heinz Kerst.

"Die Beine sind müde - das Herz ist glücklich" - Juliane nach ihrem Halbfinalsieg über Takahashi. Fioto: Claudia Pauli

Samstag - Halbfinalspiele
Juliane ließ sich nicht auch von Olympiasiegerinbesiegerin überraschen
Von Claudia Pauli
Die zweimalige Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin) hat bei den YONEX German Open zum dritten Mal nach 2010 und 2012 das Finale im Dameneinzel erreicht. Vor rund 2.300 begeisterten Zuschauern in der bis auf den letzten Platz besetzten RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr bezwang die 30 Jahre alte Weltranglistenvierte als Nummer drei der Setzliste die ungesetzte Japanerin Sayaka Takahashi mit 21:17 21:19. Die Weltranglisten-39. aus Asien hatte im Viertelfinale unerwartet die topgesetzte Titelverteidigerin und Olympiasiegerin von London Li Xuerui aus China besiegt.
Juliane Schenk trifft im Endspiel auf die Olympiazweite Wang Yihan. Die an zwei gesetzte Chinesin gewann ihre Vorschlussrundenpartie gegen die Nummer vier der Setzliste Sung Ji Hyun aus Korea mit 21:19 8:21 21:16. Die Weltranglistendritte könnte am Sonntag ihren zweiten German-Open-Triumph nach 2009 verzeichnen.
Juliane nach der Halbfinalpartie: „Das war heute von beiden Spielerinnen 50 Minuten lang Badminton auf Top-Niveau. Die Japanerin ist eine aufstrebende Spielerin, die in der Weltrangliste noch nicht ganz so weit vorne steht, aber absolut das Potenzial hat, in Kürze unter die Top 20 zu kommen. Sie ist eine große Spielerin, Linkshänderin, absolut variabel und sie hat schon jetzt eine gute Physis. Ich habe heute zum Glück die Balance gefunden und mein Spiel, wie schon die ganze Woche über, immer unter Kontrolle gehabt. Es gab eigentlich nie Situationen, in denen ich in einem Satz richtig unter Druck stand. Auch wenn es mal knappere Sätze gab, war ich trotzdem immer auf den Punkt da – und das zeichnet mich zurzeit einfach aus. Auf das morgige Spiel freue ich mich nochmal ganz besonders – hier in der Halle, mit einer super Stimmung. Ich habe auch keine Zweifel, dass ich noch ein weiteres Match auf diesem Top-Niveau bestreiten kann. Nichtsdestotrotz heißt es jetzt erst einmal, sich zu entspannen und einfach zu genießen sowie alle Kräfte für morgen zu mobilisieren.“
Juliane Schenk könnte eine nunmehr 38 Jahre währende „Durststrecke“ beenden: Zuletzt siegten im Jahr 1975 deutsche Badmintonasse bei dem für den DBV bedeutsamsten Turnier: Damals gewann Marieluise Zizmann sowohl zusammen mit Brigitte Steden im Damendoppel als auch gemeinsam mit Wolfgang Bochow im Mixed das Endspiel. Im Dameneinzel holte gar seit 1966 (Irmgard Latz) keine Spielerin des DBV mehr den Titel.
Matchrekord sieht Chinesin vorn
Juliane Schenk und Wang Yihan standen sich bis dato neunmal gegenüber, siebenmal gewann die Asiatin die Partie. Auch aus dem zuvor letzten Aufeinandertreffen, Ende November vergangenen Jahres, ging Wang Yihan als Siegerin hervor: Die YONEX German Open-Gewinnerin von vor vier Jahren setzte sich bei den Hongkong Open mit 21:8 19:21 21:15 gegen die dreimalige Olympiateilnehmerin aus Deutschland durch.
Ehrung der deutschen Europameister-Mannschaft
Vor Beginn der Halbfinalspiele bejubelten die Zuschauer jene deutsche Athletinnen und Athleten, die zwei Wochen zuvor Historisches geleistet hatten: Die Mannschaft, die bei der Mixed-Team-Europameisterschaft Mitte Februar in Ramenskoe/Russland durch einen 3:0-Erfolg im Finale über den topgesetzten Titelverteidiger und Seriensieger Dänemark erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs die Goldmedaille gewann, wurde seitens des DBV in stimmungsvoller Weise für ihre herausragende Leistung geehrt.
Zwei Finalspiele mit europäischer Beteiligung
Einzig im Herreneinzel hat die Nummer eins der Setzliste nach wie vor die Chance den Titel zu holen: Der Olympiadritte Chen Long aus China zog mit einem souveränen Zwei-Satz-Erfolg ins Endspiel ein. Darin trifft der Weltranglistenzweite auf den an Position acht notierten Indonesier Tommy Sugiarto. Beide Spieler würden erstmals bei den YONEX German Open den Turniersieg verzeichnen.
Im Herrendoppel – dem einzigen rein chinesischen Endspiel bei der diesjährigen Veranstaltung – stehen sich die Nummer sechs und die Nummer sieben der Setzliste im Finale gegenüber. Der Chinese Hong Wei holte 2012 an der Seite von Shen Ye in der RWE-Sporthalle den Titel in dieser Disziplin, diesmal tritt er zusammen mit Chai Biao an. Wie die anderen Finalteilnehmer, Liu Xiaolong und Qiu Zihan, konnte dieser bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland bis dato keinen Siegerpokal in Empfang nehmen.
Bei den Damen zogen die an Position vier und fünf notierten Duos ins Endspiel ein. Die Koreanerinnen Jung Kyung Eun & Kim Ha Na bezwangen in der Vorschlussrunde die topgesetzte Paarung aus Japan, die Chinesinnen Ma Jin &  Tang Jinhua gewannen gegen die Nummer zwei der Setzliste aus Korea. Ma Jin, die Olympiazweite von London im Mixed (mit Xu Chen), trug sich im Jahr 2010 an der Seite ihrer damaligen Doppelpartnerin Wang Xiaoli bei den YONEX German Open in die Siegerliste ein. Tang Jinhua holte im Vorjahr gemeinsam mit Huan Xia in Mülheim den Titel. Jung Kyung Eun & Kim Ha Na würden erstmals bei dem Turnier auf dem obersten Podest stehen. Ma Jin & Tang Jinhua hatten im Viertelfinale die zweifache Olympiasiegerin von 2012, ihre Nationalmannschaftskollegin Zhao Yunlei, und deren neue Doppelpartnerin Cheng Shu aus dem Turnier geworfen.
Im Mixed musste sich Zhao Yunlei ebenfalls in der Runde der besten Acht geschlagen geben. In dieser Disziplin schlägt die Asiatin neuerdings gemeinsam mit Qiu Zihan, einem der Finalisten im Herrendoppel, auf. Das Duo unterlag im Viertelfinale den Dänen Anders Kristiansen & Julie Houmann, die am Samstag einen weiteren Drei-Satz-Erfolg verzeichneten. Im Finale treffen die Nordeuropäer auf Shin Baek Choel & Jang Ye Na aus Korea, welche in der Vorschlussrunde gegenüber den an Position zwei notierten Europameistern Robert Mateusiak & Nadiezda Zieba aus Polen die Oberhand behielten. Somit stehen sich bei den YONEX German Open 2013 am Schlusstag in dieser Disziplin zwei ungesetzte Paarungen gegenüber. Von den vier Badmintonassen gelang es bislang allein Shin Baek Choel, das Turnier in Mülheim an der Ruhr auf Platz eins zu beenden: Er holte im Jahr 2009 zusammen mit seinem Landsmann Lee Yong Dae den Titel im Herrendoppel.

Die Viertelfinalergebnisse:

     

Herreneinzel
Marc liefert dem olympischen Bronzemedaillengewinner einen Kampf von 81 Minuten
CHEN Long (CHN*1) - Marc Zwiebler (GER*5) 21:10 19:21 21:12
QIAO Bin (CHN) - WONG Wing Ki (HKG*4) 21:12 21:11
Tommy Sugiarto (INA*8) - Rajiv Ouseph (ENG) 21:15 21:10
Boonsak Ponsana (THA*2) - Anand Pawar (IND) 21:9 21:11
Dameneinzel
Überraschung: Olympiasiegerin ausgeschieden
Sayaka Takahashi (JPN) -
LI Xuerui (CHN*1) 17:21 21:12 21:17
Juliane Schenk (GER*3) - TAI Tzu Ying (TPE*5) 21:14 21:10
SUNG Ji Hyun (KOR*4) - Aprilla Yuswandari (INA) 21:18 21:14
WANG Yihan (CHN*2) - CHAN Tsz Ka (HKG) 21:18 21:17
Herrendoppel
Kindervater & Schöttler waren dabei
LIU Xiaolong & QIU Zihan (CHN*7) - KO Sung Hyun & LEE Yong Dae (KOR*1) 21:14 21:14
LEE Sheng Mu & TSAI Chia Hsin (TPE) - Rasmus Bonde & Mads Conrad-Petersen (DEN) 17:21 21:8 21:15
KIM Ki Jung & KIM Sa Rang (KOR*3) - Ingo Kindervater & Johannes Schöttler (GER*8) 26:24 21:18
CHAI Biao & HONG Wei (CHN*6) -  Hiroyuki Endo & Kenichi Hayakawa (JPN) 21:16 21:14 
Damendoppel
Smith & White schalteten im Achtelfinale Michels & Goliszewski aus
Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi (JPN*) - GOH Liu Ying & LIM Yin Loo (MAS) 21:11 21:5
JUNG Kyung Eun & KIM Ha Na (KOR*4) - Lauren Smith & Gabrielle White (ENG) 21:16 21:14
MA Jin & TANG Jinhua (CHN*5) - CHENG Shu & ZHAO Yunlei (CHN) 22:20 21:12
EOM Hye Won & JANG Ye Na (KOR*2) - CHOI Hye In & KIM So Young (KOR) 11:21 21:9 21:13 
Mixed
Beide Chinesenpaare raus
Chris Adcock & Gabrielle White (ENG) - ZHANG Nan & TANG Jinhua (CHN) 21:15 23:25 21:15 
Anders Kristiansen & Julie Houmann (DEN) - QIU Zihan & ZHAO Yunlei (CHN) 21:16 20:22 21:15
SHIN Baek Choel & JANG Ye Na (KOR) - Fran Kurniawan & Shendy Puspa Irawati (INA*4) 13:21 21:14 21:16
Robert Mateusiak & Nadiezda Zieba (POL*2) - Kenichi Hayakawa & Misaki Matsutomo (JPN*8) 21:14 18:21 21:19.

Lieferte sich mit Chen Long ein Marathonspiel: Marc Zwiebler. Foto: Claudia Pauli

Freitag - Viertelfinalspiele
Juliane setzte sich souverän durch - Marc und Ingo & Johannes begeisterten trotz Niederlagen
Von Claudia Pauli
Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 3) steht im Halbfinale. Darin trifft die Weltranglistenvierte am Samstag auf die ungesetzte Japanerin Sayaka Takahashi. Die Weltranglisten-39. bezwang in ihrer Viertelfinalpartie eher unerwartet die topgesetzte Titelverteidigerin und Olympiasiegerin von London, Li Xuerui aus China  mit 17:21 21:12 21:17.
Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) im Herreneinzel und die EM-Viertelfinalisten Ingo Kindervater & Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Setzplatz 8) im Herrendoppel hingegen verpassten – trotz ebenfalls begeisternder Leistungen – den Einzug in die Vorschlussrunde. 
Juliane Schenk gewann „Match of the Day"
Die 30 Jahre alte Weltranglistenvierte Juliane Schenk erreichte diese in souveräner Manier: In ihrem Viertelfinalmatch setzte sich die gebürtige Krefelderin mit 21:14 21:16 gegen die Weltranglistenneunte Tai Tzu Ying aus Taiwan (Setzplatz 5) durch. Damit verzeichnete die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit der Asiatin den zweiten Sieg. Auch diesmal musste Juliane Schenk keinen Satz abgeben: Drei Erfolge in zwei Durchgängen stehen für die amtierende WM-Dritte mittlerweile zu Buche.
„Ich musste schon in jedem Ballwechsel hochkonzentriert zu Werke gehen. Tai Tzu Ying ist eine sehr talentierte Spielerin mit vielen Stärken. Ich habe jedoch eine gute Spielkontrolle gehabt und bin sehr glücklich über den Einzug ins Halbfinale. Es ist immer etwas ganz Besonderes, vor heimischem Publikum zu spielen. Das gibt einen Extra-Kick und die nötige Power. Ich hoffe, dass ich den Zuschauern hier noch die eine oder andere Freude bereiten kann", meinte Juliane unmittelbar nach dem Erfolg.
Seit 2008 zog die inzwischen dreimalige Olympiateilnehmerin bei den German Open nun schon viermal mindestens ins Halbfinale ein: Vor fünf Jahren musste sich Juliane Schenk in der Vorschlussrunde geschlagen geben, 2010 und 2012 erreichte die Sportsoldatin der Bundeswehr das Endspiel und belegte letztlich Platz zwei. Ihrer nächsten Kontrahentin Sayaka Takahashi stand Juliane Schenk bislang bei keinem Turnier gegenüber.
Die Begegnung von Juliane Schenk mit der Asiatin stellt zugleich das „Match of the Day“ am Samstag dar. Es wird als viertes Spiel auf dem Center Court ausgetragen (ca. 17.30 Uhr) und vom Sportland Nordrhein-Westfalen präsentiert.
Begeisterung für Spiel von Marc Zwiebler
Mit spektakulären Ballwechseln, speziell im zweiten Satz, und einer starken kämpferischen Leistung riss Marc Zwiebler die rund 2.000 Zuschauer in regelmäßigen Abständen zu stürmischem Beifall hin. In einer in vielen Phasen hochklassigen Viertelfinalpartie musste sich der 28 Jahre alte Weltranglisten-20. nach einer Spielzeit von 1:21 Stunden letztlich mit 10:21 21:19 12:21 dem topgesetzten Weltranglistenzweiten Chen Long geschlagen geben. Während der Olympiadritte aus China im nunmehr fünften Vergleich mit dem gebürtigen Bonner den vierten Sieg verzeichnete, verpasste es Marc Zwiebler, zum ersten Mal bei den YONEX German Open ins Halbfinale einzuziehen. 
„Ich müsste eigentlich mit meinem Spiel zufrieden sein, aber so kurz nach dem Spiel überwiegt natürlich die Enttäuschung. Nach den letzten Tagen und Wochen habe ich nochmal all meine Energie hineingesteckt, aber am Ende haben die entscheidenden Energiepunkte dann doch gefehlt. Ich denke aber trotzdem, dass ich mein Versprechen, einen großen Kampf zu liefern, eingehalten habe. Chen Long ist natürlich ein super Spieler, der in der Weltrangliste ganz weit vorne steht. Es ist ganz unangenehm, gegen ihn zu spielen, weil er so kompakt und ein ‚Tier‘ ist von einem Mann, vor allem physisch. Ich bin zwar etwas wendiger, aber er macht keine leichten Fehler, das macht halt den Unterschied. Aus dem Spiel kann ich einfach nur lernen“, meinte Marc Zwiebler unmittelbar nach dem Viertelfinalmatch.
Kindervater & Schöttler knapp geschlagen
Die an Nummer acht gesetzten Olympiateilnehmer Ingo Kindervater & Johannes Schöttler boten im Viertelfinale zum wiederholten Male bei den YONEX German Open eine hervorragende Vorstellung. Beim 24:26 18:21 aus Sicht der 34 und 28 Jahre alten deutschen Nationalspieler erwiesen sich die an Position drei notierten Koreaner Kim Ki Jung & Kim Sa Rang letztlich als minimal stärker und hatten zudem das Glück auf ihrer Seite. Die Weltranglistensechsten aus Asien entschieden damit auch die zweite Begegnung mit den aktuellen Weltranglisten-14. für sich. Im November 2012, bei den China Open, hatten sich Kim Ki Jung & Kim Sa Rang ebenfalls in zwei Durchgängen gegen Ingo Kindervater und Johannes Schöttler durchgesetzt.
„Es fällt uns sehr schwer, im Moment die passenden Worte zu finden, weil wir aufgrund einer unglücklichen Linienrichterentscheidung wahrscheinlich das Spiel verloren haben. Ganz besonders bitter war, dass dies beim Stand von 18:18 im zweiten Satz passiert ist, denn somit war das Match natürlich so gut wie gelaufen für uns. Die Koreaner spielen Weltklasse-Badminton, aber man konnte heute sehen, dass wir gut mithalten können. Die erste Hälfte des ersten Satzes haben wir ein bisschen verpennt. Ab dann hatten wir eigentlich das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff hatten. Sie spielen aber sehr sicher und machen wenige Fehler. Doch wir sind dran und vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Die Stimmung heute ist einfach nur spitze. Die Zuschauer standen komplett hinter uns, und dann ist es natürlich umso bitterer, wenn man verliert“, zogen Ingo Kindervater und Johannes Schöttler enttäuscht ein Fazit. 
Ein europäisches Mixed garantiert im Finale
Nur im Herreneinzel und im Damendoppel haben die Nummern eins und zwei der Setzliste nach wie vor die Chance, bei den YONEX German Open 2013 den Titel zu holen. Während im Dameneinzel die an Position zwei, drei und vier notierten Spielerinnen in der Vorschlussrunde stehen, gelang im Herrendoppel den Duos mit der Nummer drei, sechs und sieben der Einzug ins Halbfinale. Im Mixed spielten sich die an Position zwei notierten Europameister Robert Mateusiak & Nadiezda Zieba aus Polen sowie drei ungesetzte Paarungen in die Runde der besten Vier. Ein gemischtes Doppel aus Europa wird in jedem Fall das Finale erreichen: In einer Halbfinalpartie stehen sich ein Duo aus England und eines aus Dänemark gegenüber.

Die Spiele unserer Deutschen im Hauptturnier:

 

Juliane steht im Finale - Marc und Ingo & Johannes erreichten Viertelfinale

   

Herreneinzel (64er-Feld)
Marc Zwiebler (*5)
   1.Rd.: - Christian Lind Thomsen (DEN) 24:22 21:19
   2.Rd.: - Kazumasa Sakai (JPN) 21:18 10:21 21:19
   Afin.: - Tanongsak Saensmboonsuk (THA) 21:15 16:21 21:13
   Vfin.: - CHEN Long (CHN*1) 10:21 21:19 12:21
Dieter Domke - Riichi Takeshita (JPN) 18:21 11:21
Marcel Reuter - Wisnu Yuli PRASETYO (INA) 19:21 Aufgabe GER
Lukas Schmidt - Scott Evans (IRL) 18:21 21:17 15:21
Kai Schäfer - Misbun Ramdan MOHMED MISBUN (MAS) 14:21 13:21
Dameneinzel (32er-Feld)
Juliane Schenk (*3)
   1.Rd.: - BAE Yeon Ju (KOR) 21:16 21:18
   Afin.: - Sashina Vignes Waran (FRA) 21:14 21:14
   Vfin.: - TAI Tzu Ying (TPE) 21:14 21:16
   Hfin.: - Sayaka Takahashi (JPN) 21:17 21:19
   Fin.:  - WANG Yihan (CHN)
Karin Schnaase - Aprilla Yuswandari (INA) 14:21 22:20 15:21
Carola Bott - SUNG Ji Hyun (KOR*4) 6:21 12:21
Herrendoppel (32er-Feld)
Ingo Kindervater & Johannes Schöttler 
   1.Rd.: - Jacco Arends & Jelle Maas (NED) 21:12 21:13
   Afin.: - GOH V. Shem & LIM Khim Wah (MAS) 21:16 21:18
   Vfin.: - KIM Ki Jung & KIM Sa Rang (KOR*3) 24:26 18:21
Michael Fuchs & Oliver Roth - LIU Xiaolong & QIU Zihan (CHN*7) 16:21 17:21
Fabian Holzer & Raphael Beck - Bona Septano & Afiad Yuris Wirawan (INA) 16:21 13:21
Damendoppel (32er-Feld)
Birgit Michels & Johanna Goliszewski
   1.Rd.: - Grace Gao & Michelle Li (CAN) 21:8 21:16
   Afin.: - Lauren Smith & Gabrielle White (ENG) 17:21 21:18 16:21
Isabel Herttrich & Carla Nelte - Gabriela Stoeva & Stefani Stoeva 23:25 12:21 
Carola Bott & Stasa Poznanovic (CRO) - Gebby Ristiyani IMAWAN & Tiara Rosalia NURAIDAH (INA) 12:21 22:20 13:21

Mixed (32er-Feld)
Michael Fuchs & Birgit Michels (*6)
   1.Rd.: - Anthony Dumartheray & Sabrina Jaquet (SUI) 21:19 21:15
   Afin.: - QIU Zihan & ZHAO Yunlei (CHN) 22:24 16:21
Peter Käsbauer & Isabel Herttrich
   1.Rd.: - Bodin Issara & Peeraya Munkitamorn (THA) 21:15 21:9
   Afin.: - SHIN Baek Choel & JANG Ye Na (KOR) 21:15 17:21 19:21
Max Schwenger & Carla Nelte - Kenichi Hayakawa & Misaki Matsutomo (JPN*8) 17:21 14:21. 

Starke Auftritte bisher: Ingo Kindervater (li) & Johannes Schöttler. Foto: Claudia Pauli

Donnerstag - Achtelfinalspiele
Drei weiter - drei schieden aus
Von Claudia Pauli
Bei den YONEX German Open ist der DBV in drei Disziplinen im Viertelfinale vertreten: Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 5) erreichte am Donnerstag im Herreneinzel ebenso die Runde der besten Acht wie Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 3) im Dameneinzel und Ingo Kindervater & Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Setzplatz 8) im Herrendoppel.
Nach Niederlagen ausgeschieden sind hingegen Johanna Goliszewski & Birgit Michels (1. BV Mülheim/1. BC Beuel) sowie Michael Fuchs & Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) und Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (beide PTSV Rosenheim).
Herreneinzel: Marc Zwiebler in drei Sätzen weiter
Europameister Marc Zwiebler musste auf dem Weg in die nächste Runde wie tags zuvor einen Satz abgeben: Als Nummer fünf der Setzliste bezwang der siebenmalige nationale Titelträger im Herreneinzel in seiner Achtelfinalpartie den an Position 14 notierten Thailänder Tanongsak Saensomboonsuk mit 21:15 16:21 21:13. In der Runde der besten acht Spieler trifft Marc Zwiebler auf den topgesetzten Chinesen Chen Long. Der aktuelle Weltranglistenzweite konnte von den bisherigen vier Vergleichen mit dem gebürtigen Bonner die letzten drei für sich entscheiden. Das zuvor letzte Aufeinandertreffen zwischen dem derzeitigen Weltranglisten-20. aus Deutschland und dem Asiaten liegt allerdings bereits rund anderthalb Jahre zurück. Bei den YONEX German Open stand Marc Zwiebler zuletzt im Jahr 2010 im Viertelfinale. Der Einzug in die Vorschlussrunde war dem heute 28 Jahre alten Nationalspieler beim „Heimturnier“ bislang nicht vergönnt.
„Ich bin ziemlich müde aufgrund der vielen Turniere in letzter Zeit und froh, dass ich das heutige Spiel gewinnen konnte. Ich schaffe es zurzeit leider nicht, die Konzentration und die Geschwindigkeit konstant hoch zu halten. Gegen Chen Long werde ich nochmal versuchen, meine restlichen Reserven aus mir herauszuholen, aber der Chinese spielt hier in seiner eigenen Liga und deshalb wird es sehr schwer“, sagte Marc Zwiebler nach der Partie gegen Tanongsak Saensomboonsuk.
Dameneinzel: Juliane Schenk problemlos
Vize-Europameisterin Juliane Schenk gewann auch ihr zweites Match in zwei Sätzen: Die an Nummer drei gesetzte Weltranglistenvierte besiegte am Donnerstag die Französin Sashina Vignes Waran mit 21:14 21:14. Im Viertelfinale muss sich die amtierende WM-Dritte im Dameneinzel mit der an Position fünf notierten Weltranglistenneunten Tai Tzu Ying aus Taiwan auseinandersetzen. Die Spielerinnen standen sich bislang zweimal gegenüber: Bei den All England Open im März 2012 verzeichnete die Asiatin einen Zwei-Satz-Erfolg, bei den Hongkong Open im November vergangenen Jahres revanchierte sich Juliane Schenk mit einem Sieg in drei Sätzen. Im Vorjahr erreichte die gebürtige Krefelderin bei den YONEX German Open das Endspiel, in welchem sie Li Xuerui unterlag. Die Chinesin, die wenige Monate später Olympiagold holte, schlägt auch 2013 in Mülheim an der Ruhr auf. Juliane Schenk könnte diesmal im Halbfinale auf die momentane Weltranglistenerste treffen.
Herrendoppel: Kindervater & Schöttler mit souveränem Auftritt
Die Olympiateilnehmer Ingo Kindervater & Johannes Schöttler boten auch im Achtelfinale eine hervorragende Leistung. Die Deutschen Meister zogen mit einem 21:16 21:18-Sieg über Goh V Shem & Lim Khim Wah aus Malaysia in die Runde der besten acht Herrendoppel ein. Darin treffen die 34 und 28 Jahre alten DBV-Asse als Nummer acht der Setzliste auf die an Position drei notierten Koreaner Kim Ki Jung & Kim Sa Rang. Die Asiaten belegen derzeit Weltranglistenplatz sechs, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler werden auf Rang 14 geführt. Das bislang einzige Aufeinandertreffen, im November 2012 bei den China Open, entschieden die Koreaner in zwei Durchgängen für sich.
Die Begegnung von Ingo Kindervater und Johannes Schöttler mit Kim Ki Jung & Kim Sa Rang stellt zugleich das „Match of the Day“ am Freitag dar. Es wird um 20.00 Uhr auf dem Center Court ausgetragen und vom Regionalverband Ruhr (RVR) präsentiert.
Damendoppel: Deutsche Meisterinnen unterliegen knapp
Für die Deutschen Meisterinnen Johanna Goliszewski & Birgit Michels hingegen ist das Turnier, das nur wenige hundert Meter vom Badminton-Spitzensportzentrum (BSZ) entfernt ausgetragen wird, beendet. Die Sportsoldatinnen der Bundeswehr mussten sich in ihrer Achtelfinalbegegnung mit den Engländerinnen Lauren Smith & Gabrielle White knapp geschlagen geben. 17:21 21:18 16:21 lautete das Ergebnis nach einer Spielzeit von 58 Minuten aus Sicht der DBV-Akteure. Damit ist kein Damendoppel aus Deutschland mehr vertreten.
Mixed: Doppeltes Aus trotz starker Leistungen
Auch im Mixed wird das Turnier ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt. Trotz starker Leistungen mussten die an Nummer sechs gesetzten Olympiafünften Michael Fuchs & Birgit Michels und die Deutschen Vizemeister Peter Käsbauer & Isabel Herttrich in ihrer Achtelfinalpartie eine Niederlage hinnehmen.
Das derzeit beste Duo des DBV lieferte sich mit der zweifachen Olympiasiegerin von London (Damendoppel und Mixed), Zhao Yunlei (China), und deren neuem Mixed-Partner Qiu Zihan eine hochklassige Begegnung, die in weiten Teilen ausgeglichen und daher enorm spannend war. Letztlich verloren Michael Fuchs &  Birgit Michels gegen die Asiaten mit 22:24 16:21. Da Zhao Yunlei & Qiu Zihan erst seit vergleichsweise kurzer Zeit eine Mixed-Paarung bilden, mussten sie zunächst in der Qualifikation antreten.
„Schade, es hat heute leider nicht ganz gereicht für uns. Wir haben gut mitgehalten, gerade im ersten Satz, aber am Ende haben die Chinesen doch das bessere Ende für sich gehabt. Man hat auch gemerkt, dass wir gegen die Olympiasiegerin im Damendoppel und Mixed spielen – auch wenn sie heute mit einem anderen Partner gespielt hat. Die Stimmung ist immer wieder super hier in Mülheim, auch schon an den ersten Tagen. Wir spielen total gerne hier vor heimischem Publikum“, so das Fazit von Michael Fuchs und Birgit Michels.
Einen Tag nach ihrem souveränen Zwei-Satz-Erfolg zum Auftakt über die Thailänder Bodin Issara & Peeraya Munkitamorn überzeugten Peter Käsbauer & Isabel Herttrich auch in der Runde der besten 16 Duos. Nach einer Spielzeit von 1:02 Stunden unterlagen die 24 und 20 Jahre alten Nachwuchsasse des DBV schließlich den Koreanern Shin Baek Choel & Jang Ye Na mit 21:15 17:21 19:21.
„Wenn man so knapp verliert, ist man am Ende doch enttäuscht auszuscheiden. Aber wir haben ein tolles Turnier gespielt. Mit dem Sieg in der ersten Runde haben wir auch nicht wirklich gerechnet. Wir sind im Moment gut drauf, das Jahr 2013 hat für uns sehr gut angefangen. Wir hoffen, dass es so weitergeht“, meinten Peter Käsbauer und Isabel Herttrich.

Sind im Achtelfinale dabei: Isabel Herttrich & Peter Käsbauer in ihrem erfolgreichen Erstrundenmatch gegen die Thailänder Issara & Munkitamorn. Foto: Claudia Pauli

Mittwoch - Hauptrunden
Von kleineren Fehlern, Abschiednehmen und einer Selbstüberraschung
Von Claudia Pauli
Bei den YONEX German Open werden sechs Achtelfinalspiele mit deutscher Beteiligung ausgetragen: In der Runde der besten 16 stehen Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 5) im Herreneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 3) im Dameneinzel, Ingo Kindervater & Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Setzplatz 8) im Herrendoppel, Johanna Goliszewski & Birgit Michels (1. BV Mülheim/1. BC Beuel) im Damendoppel sowie Michael Fuchs & Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Setzplatz 6) und Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (beide PTSV Rosenheim) im Mixed.
Herreneinzel: Marc Zwiebler trotz "kleinerer Fehler" weiter
Der siebenmalige nationale Meister Marc Zwiebler musste hart kämpfen, ehe er den Einzug ins Achtelfinale bejubeln durfte. Letztlich setzte sich der 28 Jahre alte Europameister in seiner Partie aus der 2. Runde gegen den Japaner Kazumasa Sakai mit 21:18 10:21 21:19 durch. Nächster Gegner des an Nummer fünf gesetzten Deutschen ist der an Position 14 notierte Thailänder Tanongsak Saensomboonsuk. Die Begegnung stellt zugleich das „Match of the Day“ am Donnerstag dar. Es wird um 19 Uhr auf dem Center Court ausgetragen und von der Sparkasse Mülheim an der Ruhr präsentiert.
„Das war heute nicht mein bestes Badminton, was ich gezeigt habe, aber ich wusste bereits vorher, dass es sehr schwer gegen Sakai wird. Bei mir haben sich immer wieder kleinere Fehler eingeschlichen und der Japaner hat sehr gut dagegen gehalten. Gegen meinen nächsten Gegner habe ich noch nie gespielt. Ich weiß aber, dass er auf dem Level von Sakai spielt“, sagte Marc Zwiebler nach dem Aufeinandertreffen mit dem japanischen Weltranglisten-58.
Dameneinzel: Karin Schnaase wehrte sich über eine Stunde gegen Indonesiens Nummer zwei
Als einzige Vertreterin des DBV ging aus den Erstrundenspielen im Dameneinzel Vize-Europameisterin Juliane Schenk als Siegerin hervor. Die 30-Jährige gewann als Nummer drei der Setzliste am Mittwochabend mit 21:16 21:8 gegen Bae Yeon Ju aus Korea. Nächste Gegnerin der Vorjahresfinalistin, die im Badminton-Spitzensportzentrum (BSZ) in Mülheim an der Ruhr trainiert und auch in der Stadt im Ruhrgebiet wohnt, ist die Französin Sashina Vignes Waran.
Dagegen ist die DM-Dritte Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) trotz einer starken kämpferischen Leistung in der 1. Runde ausgeschieden. Die 28-Jährige unterlag nach einer Spielzeit von 1:04 Stunden Aprilla Yuswandari aus Indonesien mit 14:21, 22:20, 15:21.
Auch für Carola Bott (BV Gifhorn) ist das Turnier beendet: Die 28-Jährige verlor ihre Auftaktbegegnung im Hauptfeld mit 6:21 12:21 gegen Sung Ji Hyun aus Korea. Carola Bott hatte sich tags zuvor durch zwei Siege in der Qualifikation einen Startplatz im 32-köpfigen Teilnehmerfeld erspielt.
Herrendoppel: Oliver Roth nahm Abschied vom internationalen Badminton
Die Olympiateilnehmer Ingo Kindervater & Johannes Schöttler erreichten problemlos das Achtelfinale. Die an Nummer acht gesetzten Deutschen Meister gewannen ihr erstes Match binnen 32 Minuten mit 21:12 21:13 gegen die Niederländer Jacco Arends & Jelle Maas. Die frisch gebackenen Europameister mit dem Mixed-Team treffen nun auf Goh V Shem & Lim Khim Wah aus Malaysia.
Dagegen mussten sich die Vize-Europameister im Herrendoppel, Michael Fuchs & Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim), zum Auftakt geschlagen geben. Für Oliver Roth bedeutete die 16:21 17:21-Niederlage gegen die an Position sieben notierten Chinesen Liu Xiaolong & Qiu Zihan das Ende seiner internationalen Karriere. Der 26-Jährige hat sich aus familiären Gründen dazu entschlossen, mit dem Turnier in Mülheim an der Ruhr seine Laufbahn in der deutschen Badminton-Nationalmannschaft abzuschließen. Von den Zuschauern in der RWE-Sporthalle wurde der sympathische Athlet daher – genauso wie von zahlreichen Spielern, die das Match von der Tribüne aus verfolgt hatten – nach dem letzten Ballwechsel mit besonders viel Beifall bedacht.
„Wir haben nicht richtig ins Spiel gefunden, es kamen wenige richtige und gute Ballwechsel zustande. Wir kannten unseren Gegner in dieser Konstellation auch überhaupt nicht, die Chinesen waren einfach zu stark für uns. Nach dem Ende des Spiels sind dann natürlich die Emotionen hochgekommen. Es war nochmal schön, hier in Mülheim zusammen spielen zu können – vor so einem tollen Publikum“, meinten Michael Fuchs und Oliver Roth nach der Partie gegen die Asiaten.
Die beiden 20 Jahre alten DBV-Asse Raphael Beck & Fabian Holzer (TV Refrath/SV Fun-Ball Dortelweil), die sich am Dienstag erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft hatten, unterlagen am Mittwoch ebenfalls: Im Duell mit den Indonesiern Bona Septano und Afiat Yuris Wirawan behielten die Asiaten mit 21:16 21:13 die Oberhand.
Damendoppel: Nelte & Herttrich unterlagen bulgarischen Wunderschwestern
Die Deutschen Meisterinnen Johanna Goliszewski & Birgit Michels verzeichneten in der 1. Runde des Damendoppels einen klaren Sieg: Gegen Grace Gao & Michelle Li aus Kanada setzten sich die Sportsoldatinnen der Bundeswehr mit 21:8 21:16 durch. Nächste Gegnerinnen des noch relativ neu formierten DBV-Duos sind Lauren Smith & Gabrielle White aus England.
Carola Bott musste sich hingegen auch im Damendoppel in der 1. Runde geschlagen geben. Die 28-Jährige unterlag an der Seite ihrer kroatischen Vereinskollegin Stasa Poznanovic Gebby Ristiyani Imawan & Tiara Rosalia Nuraidah aus Indonesien mit 12:21  22:20 13:21. In dieser Disziplin hatte sich Carola Bott ebenfalls durch eine erfolgreiche Qualifikation einen Startplatz im Hauptfeld erspielt.
Die DM-Zweiten Isabel Herttrich & Carla Nelte (PTSV Rosenheim/TV Refrath) schieden ebenso aus. Allerdings boten die 20 und 22 Jahre alten Nationalspielerinnen den bulgarischen Schwestern Gabriela & Stefani Stoeva bei ihrer 23:25 12:21-Niederlage speziell im ersten Satz Paroli.
Mixed: Käsbauer & Herttrich vom klaren Sieg selbst überrascht
Im Mixed schafften zwei deutsche Paarungen den Sprung ins Achtelfinale: Die Olympiafünften Michael Fuchs & Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) besiegten als Nummer sechs der Setzliste  in ihrem Auftaktmatch Anthony Dumartheray & Sabrina Jaquet aus der Schweiz mit 21:19 21:15 und treffen nun auf die zweifache Olympiasiegerin von London (Damendoppel und Mixed), Zhao Yunlei (China), die mit ihrem neuen Mixed-Partner Qiu Zihan zunächst in der Qualifikation antreten musste.
Die Deutschen Vizemeister Peter Käsbauer & Isabel Herttrich überzeugten mit einem 21:15 21:9-Sieg über die Thailänder Bodin Issara & Peeraya Munkitamorn. In der Runde der besten 16 Paarungen stehen die 24 und 20 Jahre alten Nachwuchsasse des DBV den Koreanern Shin Baek Choel & Jang Ye Na gegenüber. Shin Baek Choel trug sich bereits im Jahr 2009 bei den YONEX German Open in die Siegerliste ein: Damals gewann er gemeinsam mit seinem Landsmann Lee Yong Dae das Finale im Herrendoppel. Bodin Issara & Peeraya Munkitamorn waren am Dienstag im zweiten Spiel der Qualifikation gegen Oliver Roth & Johanna Goliszewski (PTSV Rosenheim/1. BV Mülheim) siegreich gewesen.
„Wir sind total überrascht, dass wir so klar und deutlich gegen die Thailänder gewonnen haben. Wir haben uns gut auf das Match vorbereitet, haben gestern das Spiel gegen Olli und Johanna sowie ein Video von den beiden gesehen und konnten uns so auf die Spielweise einstellen. Ich denke auch, dass sie sehr überrascht waren, wie wir gespielt haben. Wir sind zurzeit sehr gut drauf – mal gucken, was noch so geht und ob wir noch jemanden ärgern können“, meinten Peter Käsbauer und Isabel Herttrich nach dem erfolgreichen Auftakt erfreut.
Eine Niederlage mussten hingegen die DM-Dritten Max Schwenger und Carla Nelte (beide TV Refrath) hinnehmen. Sie verloren am Mittwochmittag gegen die an Nummer acht gesetzten Japaner Kenichi Hayakawa & Misaki Matsutomo mit 17:21 14:21.

Fernsehauftritt: Juliane Schenk Mittwochfrüh zu Gast im ARD-Morgenmagazin
(26.2.13) Am morgigen Mittwoch wird das ARD-Morgenmagazin von den YONEX German Open in Mülheim berichten. Gast im Kölner Studio wird unsere Vizeeuropameisterin Juliane Schenk sein.
Das Morgenmagazin wird auf den Kanälen von ARD und ZDF werktäglich in der Zeit von 5.30 bis 9 Uhr jeweils wochenweise von ARD und von ZDF gesendet. Der Sportteil kommt in den letzten fünf Minuten von halb oder voll.

Verpasst? - Julianes Auftritt in Mediathek
(27.2.13) Für alle, die Juliane Schenks Auftritt nicht miterlebt haben, gibt es eine erfreuliche Nachricht: Der WDR hat das Gespräch, das Moderator Peter Großmann mit ihr führte, in der WDR-Mediathek zum Anschauen bereit gestellt. Dauer: 2:48 Minuten. Hier ist der Beitrag aufzurufen.

Setzte sich im Endspiel ihres Qualifikationspools gegen Fabienne Deprez durch und schaffte damit den Sprung ins Hauptfeld: Carola Bott. Foto: Claudia Pauli

Dienstag - Qualifikation und 1. Runde Herreneinzel
Marc Zwiebler steht in Runde zwei
Von Claudia Pauli
Der siebenmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) hat bei den YONEX German Open die 2. Runde im Herreneinzel erreicht. Der 28 Jahre alte Europameister gewann am Dienstagabend als Nummer fünf der Setzliste seine Auftaktbegegnung mit dem Dänen Christian Lind Thomsen mit 24:22 21:19. Nächster Gegner von Marc Zwiebler ist am Mittwoch (19.30 Uhr) Kazumasa Sakai aus Japan.
Vier Niederlagen
Dagegen mussten Dieter Domke (1. BC Bischmisheim), Marcel Reuter (1. BC Bischmisheim), Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) und Lukas Schmidt (1. BC Bischmisheim) in ihrer Erstrundenpartie eine Niederlage hinnehmen. Dieter Domke unterlag dem Japaner Riichi Takeshita mit 18:21 11:21, Marcel Reuter gab im Aufeinandertreffen mit Wisnu Yuli Prasetyo aus Indonesien beim Stand von 19:21 aus gesundheitlichen Gründen auf. Kai Schäfer verlor gegen den Malaysier Misbun Ramdan Mohmed Misbun mit 14:21 13:21, Lukas Schmidt musste sich im Duell mit Scott Evans aus Irland mit 18:21 21:17 15:21 geschlagen geben.
Während Marc Zwiebler Dieter Domke, Marcel Reuter und Lukas Schmidt von vorneherein im Hauptfeld standen, erspielte sich der erst 19 Jahre alte Kai Schäfer über eine erfolgreiche Qualifikation einen Startplatz im insgesamt 64-köpfigen Tableau.
Erfolge in der Qualifikation
Auch einige andere Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bestritten am ersten Veranstaltungstag mit Erfolg die Qualifikation: Die Deutsche Vizemeisterin Carola Bott (BV Gifhorn) gewann im Dameneinzelwettbewerb zunächst gegen die Österreicherin Simone Prutsch, anschließend setzte sie sich – in einer Neuauflage des Finalspiels bei den Deutschen Meisterschaften 2013 – gegen Fabienne Deprez (FC Langenfeld) durch. Kurz darauf sicherte sich Carola Bott gemeinsam mit der Kroatin Stasa Poznanovic auch im Damendoppel einen Startplatz im Hauptfeld. Das Herrendoppel Raphael Beck & Fabian Holzer (TV Refrath/SV Fun-Ball Dortelweil) bezwang nach starken kämpferischen Leistungen erst Denis Nyenhuis & Philipp Wachenfeld (TV Refrath/FC Langenfeld) und dann die Kroaten Zvonimir Durkinjak & Zvonimir Hoelbling. 
Niederlagen in der Qualifikation
Einen Startplatz im Hauptfeld verpassten hingegen – nach einer Niederlage in ihrem ersten oder zweiten Spiel in der Qualifikation – Richard Domke (TV Refrath, Herreneinzel), Olga Konon (1. BC Bischmisheim), Lisa Heidenreich (1. BC Bischmisheim, beide Dameneinzel), Peter Käsbauer & Josche Zurwonne (PTSV Rosenheim/SC Union Lüdinghausen), Andreas Heinz & Max Schwenger (1. BC Beuel/TV Refrath, beide Herrendoppel), Amelie Oliwa & Christina Kunzmann (beide TSV Neuhausen-Nymphenburg), Alina Hammes & Kira Kattenbeck (SV Fischbach/BV Wesel Rot-Weiss), Lisa Heidenreich & Laura Wich (1. BC Bischmisheim/TV Emsdetten, alle Damendoppel), Oliver Roth/Johanna Goliszewski (PTSV Rosenheim/1. BV Mülheim), Raphael Beck & Alina Hammes (TV Refrath/SV Fischbach), Hannes Käsbauer & Kira Kattenbeck (PTSV Rosenheim/BV Wesel Rot-Weiss, alle Mixed) und eben Fabienne Deprez sowie Denis Nyenhuis & Philipp Wachenfeld.
„Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden, die Thailänder waren heute sehr stark. Issara kannte ich vom Herrendoppel, aber in dieser Kombination haben wir noch nicht gegeneinander gespielt. Die langen Ballwechsel waren heute nicht unser Ding, da waren die Thailänder klar im Vorteil“, meinte Oliver Roth nach der 14:21 15:21-Niederlage im zweiten Qualifikationsspiel gegen Bodin Issara & Peeraya Munkitamorn aus Thailand.
Ausblick Dameneinzel
Im Dameneinzel stehen damit drei deutsche Spielerinnen im Hauptfeld: die Weltranglistenvierte Juliane Schenk (SG EBT Berlin) als Nummer drei der Setzliste, die DM-Dritte Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) und Qualifikantin Carola Bott. Karin Schnaase war als Topgesetzte in der Qualifikation durch die kurzfristige Absage anderer Spielerinnen ins Hauptfeld vorgerückt.
Ausblick Herrendoppel
Auch im Herrendoppel verfügt der DBV nun über drei Startplätze im Hauptfeld: Neben den Qualifikanten Raphael Beck & Fabian Holzer schlagen darin – als Nummer acht der Setzliste – die Olympiateilnehmer Ingo Kindervater & Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim) sowie die Vize-Europameister Michael Fuchs & Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim) auf.
Ausblick Damendoppel
Im Damendoppel gehen neben den Qualifikantinnen Carola Bott &  Stasa Poznanovic die Deutschen Meisterinnen Johanna Goliszewski & Birgit Michels (1. BV Mülheim/1. BC Beuel) sowie die DM-Zweiten Carla Nelte & Isabel Herttrich (TV Refrath/PTSV Rosenheim) an den Start.
Ausblick Mixed
Im Mixed stehen drei deutsche Paarungen im Hauptfeld: Die Olympiafünften Michael Fuchs & Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) sind an Nummer sechs gesetzt, außerdem spielen die Deutschen Vizemeister Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (PTSV Rosenheim) und die DM-Dritten Max Schwenger & Carla Nelte (TV Refrath) um Weltranglistenpunkte.

Das Motiv für 2013 ist das Mülheimer Schloß Broich, der älteste erhaltene frühmittelalterliche Wehrbau der späten Karolingerzeit nördlich der Alpen.

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