Pressemitteilungen des FC Langenfeld 2007/08

  

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Zur Saison 2006/07.

  

  

Für bundesweiten Gesprächsstoff sorgte eine Umwertung des gewonnenen Play-off-Halbfinalsspiels gegen Beuel

Stellungnahme des FC Langenfeld zur Rücknahme der Berufung gegen die Umwertung

Meinung der Mannschaft und Faktor Zeit

(8.4.08) Nach langen und intensiven Beratungen, bei denen auch die Mannschaft hinzugezogen wurde, hat sich der Vorstand des FC Langenfeld dazu entschlossen, die Berufung gegen die Spielumwertung des Play-off Halbfinals zurückzuziehen. Mitentscheidend war dabei die Meinung der Spieler, die letztlich die Leidtragenden sind, da sie sich sportlich für das Finale qualifiziert hatten. Der FC Langenfeld zieht mit sofortiger Wirkung die Berufung gegen die Spielumwertung zurück. Die Entscheidung des Spielausschusses wird akzeptiert, so dass man sich nicht weiter auf juristischem Wege um die auf sportlichem Wege erreichte Finalteilnahme um die Deutsche Meisterschaft bemüht. Ausschlaggebend waren letztlich die Meinung der Mannschaft und der Faktor Zeit. Da so ein Fall mit größter Sorgsamkeit vom Verbandsgericht bearbeitet werden muss, ist mit einem schnellen Urteil kaum zu rechnen. Der von Achim Riedel, dem Vorsitzenden des DBV-Verbandsgerichts, genannte 20. April als frühester Entscheidungszeitpunkt ist nur bei optimalem Verfahrensverlauf einzuhalten. Der FC Langenfeld möchte dies den beteiligten Vereinen nicht zumuten, da gerade ein Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einen entsprechenden Vorlauf für Planung und Organisation erfordert. Last but not least ist auch die Rolle der Medien zu beachten. So berichtet der Saarländische Rundfunk regelmäßig im TV über die Heimspiele des 1. BC Bischmisheim. Im Finale würde der Saarländische Rundfunk zusätzlich auch vom Auswärtsspiel berichten. Dafür ist es jedoch notwendig, dass die Termine und Spielorte rechtzeitig bekannt sind. Dies wäre durch das laufende Verfahren jedoch nicht mЖglich. Nach wie vor wird in der Öffentlichkeit gefragt, wie es Эberhaupt dazu kommen konnte, dass der FC Langenfeld eine mЖglicherweise nicht spielberechtigte Spielerin aufgestellt hat. Aufgrund von Veröffentlichungen und Absprachen im Vorfeld war man davon ausgegangen, dass Fabienne für das parallel stattfindende Sechs-Nationen-Turnier nicht mehr offiziell nominiert gewesen ist. Aus den Statuten geht nicht hervor, was mit offizieller Nominierung gemeint ist, so dass Spielraum für unterschiedliche Interpretationen vorhanden ist. Die herrschende Meinung dazu, wie sie z.T. in Meinungsforen kundgetan wird (einmal nominiert = immer nominiert), steht im klaren Gegensatz zum Verständnis von Sprachwissenschaftlern (mit einer Absage erlischt eine Nominierung). Diese Unklarheit, aber auch die moralische Verpflichtung, sich für die Spielerinnen und Spieler einzusetzen, führte dazu, dass FC Langenfeld Einspruch gegen die Spielumwertung eingelegt hatte. Unabhängig davon räumt der FC Langenfeld Nachlässigkeit im Vorfeld des Play-off Halbfinals ein. Der Einsatz von Fabienne war ursprünglich nicht geplant, so dass man sich im Vorfeld auch nicht mit den Regularien auseinandergesetzt hatte. Dennoch war vor Spielbeginn noch ausreichend Zeit vorhanden, in der man sich zumindest mit der Frage hätte beschäftigen müssen, ob ein Einsatz von Fabienne möglicherweise zu Schwierigkeiten führen könnte. Dies hat man leider versäumt. Denn wäre man dann über einen Einsatz unsicher oder gar im Zweifel gewesen, hätte man von einem Einsatz mit Sicherheit abgesehen. Durch die Rücknahme der Berufung bleibt die Frage nach dem Verständnis über eine offizielle Nominierung ungeklärt, die durch das Verbandsgericht hätte geklärt werden sollen. Die Jugendspielordnung ist in diesem Punkt nicht eindeutig, ebenso wenig die Bundesligaspielordnung. Aus Sicht des FC Langenfeld besteht dort Nachbesserungsbedarf. Außerdem ist es dem FC Langenfeld wichtig darauf hinzuweisen, dass dieser Fall keinen Einfluss auf die Beziehung zwischen dem FCL und dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) hat. Es handelt sich hierbei um einen Streitfall, der auf bestehenden Regelungen und Ordnungen basiert, es ist keine 'persönliche' Auseinandersetzung. Aus Sicht des FC Langenfeld hat sich nichts an der guten Beziehung zum DBV verändert. Abschließend bedauert der FC Langenfeld natürlich, dass es in den beiden vergangenen Wochen zu Verzögerungen in Bezug auf das Finale gekommen ist.

Entsetzen und Unverständnis
(31.3.08) Wie nicht anders zu erwarten, hat der FC Langenfeld Einspruch gegen die Umwertung des Halbfinalhinspiels gegen Beuel durch Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt eingelegt. Mohaupt hatte das 4:4 in ein 0:8 umgewertet, weil Jugendnationalspielerin Fabienne Deprez die Seniorenspielberechtigung durch DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser entzogen worden war, weil sie eine Nominierung für das zeitgleiche Sechs-Nationen-Turnier U19 in Arnheim erhalten hatte. Hier die entsprechende Presseinformation, die von Langenfelds Mannschaftsmitglied Andreas Wölk versandt wurde:

Stellungnahme des FC Langenfeld zur Spielumwertung des Play-off-Halbfinals
Am 27.3. wurde vom Deutschen Badminton Verband (DBV) auf
www.badminton.de öffentlich bekannt gegeben, dass das Hinspiel des Play-off-Halbfinals zwischen dem FC Langenfeld und dem 1. BC Beuel zugunsten der Beueler mit 0:8 umgewertet wurde, wodurch der 1. BC Beuel ins Finale einziehen würde. Dem FC Langenfeld wird zur Last geworfen, mit dem Einsatz von Fabienne Deprez eine nach Auffassung des DBV-Referats für Leistungssport U19 nicht spielberechtigte Spielerin eingesetzt zu haben.
Entsetzt und mit Unverständnis reagierten die Spielerinnen und Spieler des FC Langenfeld auf die Mitteilung des Deutschen Badminton-Verbandes auf der offiziellen Verbandsseite
badminton.de. Der auf sportlichem Wege erzielte Erfolg gegen den Dauerrivalen 1. BC Beuel sollte mit einem Schlag nichts mehr Wert sein?
Dem FCL wird zu Last gelegt, dass Fabienne Deprez nicht hätte eingesetzt werden dürfen, da sie ursprünglich für ein parallel stattfindendes Turnier in Holland nominiert wurde und von daher nicht für eine andere Veranstaltung spielberechtigt sei. Diese Nominierung wurde von den Eltern aus schulischen Gründen allerdings frühzeitig abgesagt, so dass Fabienne für dieses Turnier gar nicht gemeldet wurde. Bestätigt wird dies auch in einer Mitteilung auf
badminton.de.
Von daher hatte man sich im Vorfeld auch keine weiteren Gedanken gemacht, dass bei einem Einsatz von Fabienne mit Konsequenzen zu rechnen sei. Fabienne sollte vielmehr für eine tolle Saison mit einem Einsatz im Play-off-Halbfinale belohnt werden. Einen sportlichen Vorteil versuchte man auf diesem Wege auch nicht zu gewinnen, denn die etatmäßige Mixedspielerin Kamila Augustyn ist noch deutlich stärker als Fabienne.
Die Verantwortlichen des 1. BC Beuel gaben dem FCL gegenüber bekannt, frühzeitig informiert gewesen zu sein, legten jedoch keinen Wert auf Protest, da sie sportlich verloren haben und durch den Einsatz von Fabienne keinen Nachteil erlitten haben.
Da der FC Langenfeld in seiner Handlungsweise aufgrund der Veröffentlichungen im Vorfeld auf der offiziellen Internetseite des DBV keinen Regelverstoss erkennen kann, wurde am 28.3. Einspruch gegen die Umwertung vorgenommen.
Alles Weitere liegt nun in juristischen Händen. Im Interesse des Sports kann man nur auf eine schnelle Entscheidung hoffen.

Play-off-Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

22.3.08 FC Langenfeld - 1. BC Beuel 4:4
23.3.08 1. BC Beuel - FC Langenfeld 3:5

     

Trainer Xuyan Wangs Ansprache vor dem Rückspiel zeigte Wirkung - FCL erneut im Finale

 

(25.3.08) Nach einem 4:4 im Hinspiel am Samstag in eigener Halle setzte sich das Team von Trainer Xuyan Wang einen Tag später in Bonn mit 5:3 durch und zieht erneut ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Gegner dort ist wie im vergangenen Jahr der Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim aus Saarbrücken.
Die beiden Spiele der Erzrivalen in der Bundesliga boten mal wieder alles das, was sich im Vorfeld von diesem Duell versprochen wurde. Tolle Atmosphäre in beiden Hallen, volle Zuschauerränge, spannende Spiele und beeindruckende Leistungen der Akteure.

Beuel erkämpfte sich bessere Ausgangssituation
Am Samstag konnten sich die Beueler mit dem 4:4 die bessere Ausgangssituation für das Rückspiel erspielen, auch wenn es zunächst eher nach einem Sieg für den FCL aussah. Nach den Doppeln und dem Dameneinzel führte man mit 3:1. Beide Herrendoppel siegten in drei Sätzen, während das Damendoppel in drei Sätzen unterlag. Danach zitterte sich Ella zu einem sehr engen Dreisatzsieg, obwohl sie das Spiel bestimmte. Viele leichte Fehler und eine unermüdliche kämpfende Elisabeth Cann brachten sie jedoch immer wieder aus dem Tritt.

Aus den abschließenden Herreneinzeln wollte man im Vorfeld mindestens zwei Punkte holen, während man Mike & Fabienne im Mixed gegen die Nationalspieler Ingo Kindervater & Birgit Overzier allenfalls Außenseiterchancen einräumte. Nachdem Przemek und Björn dann aber jeweils in zwei Sätzen ihre Einzel verloren und beide vor allem im zweiten Satz hinter ihren Möglichkeiten zurückblieben, stand es auf einmal 3:3. Da das Mixed wie erwartet in zwei Sätzen verlor, kam es auf das dritte Einzel an, zumindest das Unentschieden zu retten und die Chance auf das Weiterkommen zu bewahren. Andi Wölk traf hier auf Marc Hannes, da der etatmäßige vierte Herr Ville Lang wegen der Olympiaqualifikation bei den internationalen Meisterschaften von Rumänien verweilte. Nach ausgeglichem Verlauf zu Beginn konnte Andi das Spiel mehr und mehr bestimmen und ungefährdet in zwei Sätzen gewinnen.
Ella Diehl und Kamilla Augustyn drehten das Damendoppel
Das Rückspiel in Beuel fand wie schon das Hinspiel in Langenfeld vor einer tollen Kulisse statt. Doch diese Unterstützung sollte den Bonnern nichts nützen. Nach einer Ansprache von Trainer Xu Yan Wang vor dem Spiel, die sich vor allem an Przemek und Björn richtete, legte der FCL einen Auftakt nach Maß hin. Beide Herrendoppel siegten in zwei Sätzen, dazu drehten Ella und Kamilla das Damendoppel im Vergleich zum Hinspiel und gewannen in drei Sätzen, so dass man schnell mit 3:0 führte. Xu Yan´s Worte vor dem Spiel zeigten die erhoffte Wirkung, denn Przemek zeigte sich wie verwandelt. Mit Biss und Wille rang er seinen Beueler Gegenspieler Wu Yunyong in einem tollen Spiel in zwei Sätzen nieder und sorgte für die 4:0-Führung.

Ella konnte aufgrund einer Fußverletzung nicht an die Leistung vom Vortag anknüpfen und verlor trotz kämpferischer Einstellung gegen Cann, so dass es zwischenzeitlich 4:1 stand. Das Mixed, dieses Mal mit Thorsten & Kamilla bot vor allem im zweiten Satz eine ansprechende Leistung, konnte eine Zwei-Satz-Niederlage jedoch auch nicht verhindern – 4:2. Fast parallel gingen dann Björn und Andi zu ihren Einzeln auf das Spielfeld. Wenigstens ein Spiel musste gewonnen werden, da Beuel aufgrund des besseren Satzverhältnisses bei einem Unentschieden ins Finale eingezogen wäre. Björn verlor den ersten Satz gegen Marc Zwiebler wie gestern knapp in der Verlängerung, während Andi den ersten Satz mit 21:17 gegen einen kämpferischen Marc Hannes für sich entscheiden konnte. Im zweiten Satz legte Björn einen guten Start hin, blieb immer in Führung und zwang Marc Zwiebler in einen dritten Satz.

Auf dem Nachbarfeld waren die Kraftreserven von Marc Hannes nach dem knappen ersten Satz aufgebraucht und trotz allen Einsatzes konnte er die Niederlage gegen Andi nicht verhindern. Somit stand es 5:2 für den FCL und der Finaleinzug war perfekt.
Doch anstatt auf den nun unbeutend gewordenen dritten Satz zu verzichten, lieferten sich Marc Zwiebler und Björn einen Kampf um die Ehre, den Marc letztlich knapp mit 21:19 für sich entscheiden konnte, so dass der FCL mit 5:3 in Beuel siegte.
Nun geht es erneut gegen die Saarländer
In einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels trifft der FCL Anfang Mai nun auf den Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim, der die Möglichkeit hat, den dritten Titel nacheinander zu gewinnen. Natürlich wollen die Langenfelder alles daran setzen um dieses zu verhindern, dennoch geht man als klarer Außenseiter ins Finale gegen die auf jeder Position mit internationalen Topleuten besetzten Saarländer.

    

Vor den Play-off-Halbfinalspielen

Ostersamstag, 22. März 2008
15 Uhr FC Langenfeld - 1. BC Beuel
Ostersonntag, 23. März 2008
14 Uhr 1. BC Beuel - FC Langenfeld

  

Langenfeld braucht sich vor Beueler Aufgebot nicht zu verstecken

(21.3.08) Nachdem Mitte Februar die Normalrunde der Bundesliga beendet wurde, stehen am Osterwochenende in der Badmintonbundesliga die Halbfinalspiele um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2008 an. Dabei trifft der FC Langenfeld wieder einmal auf seinen rheinischen Rivalen 1. BC Beuel aus Bonn. Am Ostersamstag steht ab 15 Uhr zunächst das Hinspiel in Langenfeld (Sporthalle des Konrad-Adenauer Gymnasiums) an und am Ostersonntag dann ab 14 Uhr das Rückspiel in Beuel (Sporthalle Limpericher Straße). Im anderen Halbfinale stehen sich der Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim und die SG EBT Berlin gegenüber.

Die Begegnungen zwischen Beuel und Langenfeld sind schon immer sehr brisant und ausgeglichen gewesen. Enge Spiele, Weltklasseleistungen, tolle Atmosphäre, Spannung bis zum letzten Punkt, Kampf und Emotionen sind nur einige Attribute, die diese immerjungen Duelle zweier deutscher Traditionsvereine prägen. Auch in diesem Jahr sind die Voraussetzungen wieder gegeben, dass es zu zwei sehr engen Begegnungen kommen wird.
Ein Blick auf die Mannschaftskader spricht da für sich. Die Bonner treten in diesem Jahr mit einer sehr ausgeglichenen Mannschaft an, angeführt von den deutschen Meistern und Nationalspielern Marc Zwiebler, Ingo Kindervater und Birgit Overzier. Dazu kommen der einstige chinesische Nationalspieler Xu Yunyong, Finnlands Nummer 1 Ville Lang und die englische Meisterin Elisabeth Cann.
Doch vor diesem Aufgebot brauchen sie die Langenfelder nicht verstecken. Die Langenfelder Nummer 1, der Weltranglistenvierzehnte Pole Przemek Wacha, befindet sich in Topform, dazu kommen mit Björn Joppien und Andreas Wölk an den Positionen 2 + 3 erfahrene Einzelspieler, die sich vor keinem Gegner verstecken brauchen. Mike Joppien und Thorsten Hukriede werden im Doppel nur schwer zu schlagen sein und bei den Damen können sich die Langenfelder vor allem auf ihre russische Nummer 1 Ella Diehl verlassen. Dazu kommt noch die polnische Einzel- und Doppelmeisterin Kamila Augustyn, sowie Deutschlands größte Nachwuchshoffnung Fabienne Deprez.
In jedem einzelnen Spiel gibt es realistische Chancen für beide Teams, so dass es auch in diesem Jahr wieder sehr eng zugehen wird.


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