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Nationalmannschaft

     

Doppelpaarungen zum Teil neu zusammengesetzt
Kombinationen gelten seit dem 1. September

(10.09.2015, CP) Wie Holger Hasse, Chef-Bundestrainer im Deutschen Badminton-Verband (DBV), mitteilte, gehen die Bundeskaderspieler in den Doppeldisziplinen neuerdings zum Teil in anderen Paarungen, als es bislang der Fall war, auf die Jagd nach Weltranglistenpunkten. Dabei wurden die Top-Paarungen, die sich aktuell in der Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro befinden, grundsätzlich nicht verändert. Insgesamt ergeben sich aktuell 18 Paarungen – jeweils fünf im Herrendoppel und im Damendoppel sowie acht im Gemischten Doppel. „Alle Paarungen sind seit dem 1. September bis auf Weiteres gültig,  Änderungen können jedoch jederzeit vorgenommen werden“, erläuterte Holger Hasse. Die Zusammenstellung der Paarungen erfolgte in enger Abstimmung mit den für die Doppeldisziplinen zuständigen Bundestrainern sowie mit dem Bundestrainer Herren, Jacob Øhlenschlæger, und DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

 

Doppelpaarungen (gültig seit 1. September 2015, jeweils in alphabetischer Reihenfolge)
 
Herrendoppel
Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Andreas Heinz/Fabian Holzer (1. BC Beuel/TV Refrath)
Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Max Schwenger/Josche Zurwonne (TV Refrath/SC Union Lüdinghausen)
 
Damendoppel
Linda Efler/Lara Käpplein (TV Emsdetten/1. BV Mülheim)
Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath)
Isabel Herttrich/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel)
Eva Janssens/Barbara Bellenberg (1. BC Beuel/SV Fischbach)
Jennifer Karnott/Franziska Volkmann (TV Refrath/SV Fun-Ball Dortelweil)

Gemischtes Doppel
Raphael Beck/Jennifer Karnott (1. BC Beuel/TV Refrath)
Richard Domke/Kira Kattenbeck (TV Refrath/SC Union Lüdinghausen)
Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel)
Peter Käsbauer/Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil)
Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Johannes Pistorius/Eva Janssens (TSV Freystadt/1. BC Beuel)
Max Schwenger/Carla Nelte (beide TV Refrath)
Marvin Seidel/Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Emsdetten)
 

DBV hat das Projekt "Elitetrainer-Ausbildung" gestartet
(21.5.14) Ziel es Projektes ist eine individualisierte und praxisnahe Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern für verschiedene Ebenen des Leistungssports mit internationaler Ausrichtung. Dabei soll die Zusatzqualifizierung allerdings nicht die reguären Lizenz-Ausbildungen C-/B-/A-/Diplom) ersetzen, die weiterhin das Hauptkriterium für die Qualifizierung eines Trainers bleiben sollen.
Je nach Interessenlage ist die Absolvierung von vier - voneinander unabhängigen - Modulen möglich:

• Elitetrainer KIDS
• Elitetrainer JUNIOR NATIONAL
• Elitetrainer JUNIOR INTERNATIONAL
• Elitetrainer INTERNATIONAL.

Hier gibt es die Einzelheiten.

DOSB-Magazin Faktor Sport besuchte Stützpunkt in Mülheim 
(16.9.13) Das vierteljährlich erscheinende DOSB-Magazin FAKTOR SPORT berichtet in seiner Ausgabe 3/2013 in einem ausführlich Beitrag über den derzeitigen Stand der Leistungssport-Organisation im Deutschen Badminton-Verband und der Nachwuchsentwicklung am Bundesstützpunkt in Mülheim. Der Bericht unter dem Titel "Auf dem kurzen Weg" wurde von Frank Heike verfasst.
Hier ist er als pfd abzurufen.

DBV-Verantwortliche geben Stellungnahme zu der Entwicklung um Juliane Schenk ab
Chronologie der Ereignisse
(21.6.13)  Nach erneuten Angriffen seitens Juliane Schenk gegen den Deutschen Badminton-Verband in der Pressemitteilung vom 7.6.2013 sehen es das DBV-Präsidium und die DBV-Leistungssportverantwortlichen als notwendig an, die Sachverhalte aus ihrer Sicht darzustellen. Die deutsche Weltklasseathletin war Anfang Juni nach Erklärung ihres Rücktritts aus der Nationalmannschaft zum Ende des Jahres 2013 mit sofortiger Wirkung aus dem Kader ausgeschlossen worden (siehe untere Meldung vom 3.6.13). Unterzeichnet ist die Stellungnahme von

Karl-Heinz Kerst (Präsident)
Dietrich Heppner (Vizepräsident Leistungssport)
Gerd Pigola (Vizepräsident Wettkampfsport)
Karl-Heinz Zwiebler (Vizepräsident Breitensport)
Detlef Poste (Geschäftsführer)
Martin Kranitz (Sportdirektor)
Holger Hasse (Chef-Bundestrainer)
Stephan Kuhl (Bundestrainer Dameneinzel ab 2013)
Xu Yan Wang (Bundestrainer Dameneinzel 2009-12)
Matthias Hütten (Leiter Bundesstützpunkt Mülheim/Ruhr)
Hannes Käsbauer (Aktivensprecher)

Hier ist die Stellungnahme vom 21. Juni 2013 als pdf-Datei abzurufen.

DBV beendet Zusammenarbeit mit Juliane Schenk - WM-Start wird ermöglicht
Ausschluss aus dem Kader mit sofortiger Wirkung  
 

Von DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli
(3.6.13) Das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) hat die zweimalige Vize-Europameisterin und aktuelle Weltranglistendritte im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin), mit sofortiger Wirkung aus dem Kader ausgeschlossen. Damit zogen die Verantwortlichen die Konsequenzen aus bereits seit mehreren Jahren bestehenden Differenzen mit der 30 Jahre alten dreimaligen Olympiateilnehmerin, die nun einen Höhepunkt erreichten: Juliane Schenk hatte am 31. Mai 2013 per Pressemitteilung ihren Rücktritt aus der deutschen Badminton-Nationalmannschaft zum Jahresende bekannt gegeben und darin die Verantwortlichen im DBV scharf angegriffen.

 

Nach vielen Jahren der Förderung und einer im Ergebnis sehr erfolgreichen Zusammenarbeit sehen wir derzeit keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Juliane Schenk“, sagte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. Grund seien Verstöße seitens Juliane Schenk gegen übliche Verhaltensregeln sowie überzogene Forderungen der gebürtigen Krefelderin gegenüber dem Spitzenverband.


Im Nachgang zu den Olympischen Spielen in London haben wir Ende vergangenen Jahres unsere Erwartungen und Anforderungen gegenüber Juliane Schenk formuliert. Diese gelten im Übrigen für alle Athleten gleichermaßen", erläuterte Dietrich Heppner, der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident im DBV.


Nach einem positiven Start im Jahr 2013 sagte Juliane Schenk kurzfristig und überraschend ihre Teilnahme an der Mixed-Team-WM in Malaysia (19. bis 26. Mai 2013) ab. Sie begründete dies unter anderem damit, dass – aus ihrer Sicht – die Verantwortlichen im DBV die Arbeit ihrer ehemaligen Mentaltrainerin und jetzigen Lebensgefährtin nicht ausreichend würdigen und anerkennen. „Dies ist aus verschiedenen Gründen unverständlich und als Absagegrund nicht zu akzeptieren“, sagte Chef-Bundestrainer Holger Hasse.

 

Zum einen akzeptierten DBV-Präsidium und -Trainerstab die Zusammenarbeit zwischen der amtierenden WM-Dritten Juliane Schenk und ihrer Mentaltrainerin. Soweit möglich, unterstützte der Verband diese sogar – auch finanziell. Zum anderen habe Juliane Schenk Anfang des laufenden Jahres mitgeteilt, dass sie nicht mehr mit ihrer langjährigen Mentaltrainerin zusammenarbeite. Bei der Suche nach einem potenziellen Nachfolger bot Holger Hasse Juliane Schenk seine Hilfe an. Allerdings: „Keiner der Vorschläge wurde akzeptiert. Ein offener Gedankenaustausch zu dem Thema war nicht möglich", so der Chef-Bundestrainer.

 

Neben der Absage für die Mixed-Team-WM sah sich die DBV-Führung zudem mit pauschalen und nicht nachvollziehbaren Vorwürfen seitens der dreimaligen Deutschen Meisterin im Dameneinzel konfrontiert. Nachdem Holger Hasse Juliane Schenk unmittelbar nach der Rückkehr aus Asien mitgeteilt hatte, dass eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit unter diesen Umständen nicht möglich sei, erklärte die Sportsoldatin der Bundeswehr zwei Tage später gegenüber den Verantwortlichen im DBV ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft zum Ende des Jahres 2013.

 

Am selben Tag informierten diese Juliane Schenk über die bereits am Vortag beschlossenen Konsequenzen in Zusammenhang mit ihrer Absage für die Mixed-Team-WM. Diese sahen unter anderem die Übernahme der durch den Startverzicht entstandenen Kosten seitens Juliane Schenk sowie eine Reduzierung der Turnierförderung vor. „Die danach von Juliane Schenk veröffentlichte Pressemitteilung, in welcher sie ihre Trennung vom DBV bekannt gab, enthielt wiederum unhaltbare und pauschale Vorwürfe, so dass aus unserer Sicht keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit gegeben ist. Kadergremium und Präsidium des DBV beschlossen daraufhin jeweils einstimmig den sofortigen Ausschluss von Juliane Schenk aus dem Bundeskader“, erläuterte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

 

Eine Teilnahme an der in etwa zwei Monaten stattfindenden Individual-WM (4. bis 11. August 2013 in Guangzhou/China) und weiteren Turnieren wollen die Verantwortlichen im DBV Juliane Schenk allerdings nicht verwehren: „Sie ist aktuell die Nummer drei der Welt und hat damit die höchste Platzierung in ihrer Karriere inne.“ Es wäre daher „sportlich nicht gerechtfertigt“, sie von Wettkämpfen auszuschließen, meinte Chef-Bundestrainer Holger Hasse.

 

Juliane Schenk profitierte mehr als 15 Jahre von der jeweils höchsten Förderung des DBV und seiner Partner. Die zahlreichen Servicemöglichkeiten, die ihr dadurch zur Verfügung standen, nutzte sie bis zum jetzigen Zeitpunkt intensiv. Einzig die ihr angebotene sportpsychologische Unterstützung sowie mitunter die vorgesehenen Coachingmaßnahmen durch die zuständigen Trainer bei Turnieren nahm sie in den vergangenen Jahren nicht mehr in Anspruch. „Wir haben stets mit großer Offenheit und Toleranz auf ihre individuellen Wünsche reagiert“, betonte Karl-Heinz Kerst. Der DBV-Präsident fügte hinzu: „Wir sind der Auffassung, dass die Fördersysteme des DBV und seiner Partner, Mitspieler, Sparringspartner, Trainer sowie viele weitere ehren- und hauptamtliche Personen die Karriere von Juliane Schenk nachhaltig unterstützt haben. Umso mehr bedauern wir die sofortige Trennung von ihr. Wir sehen diese aber gleichermaßen als alternativlos an und wünschen Juliane Schenk für ihre weitere sportliche und private Zukunft alles Gute.“ 

Unterzeichneten die Verlängerung der Kooperationsvereinbarung am Rande der German Open: (v.l.) Prof. Dr. Dirk Büsch vom IAT, DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst und DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

DBV und IAT Leipzig verlängerten ihre seit Mitte 2009 laufende Zusammenarbeit
Leistungsentwicklung und Training sollen auch weiterhin wissenschaftlich unterstützt werden
Von Claudia Pauli
(7.3.13) Im Rahmen der YONEX German Open 2013 in Mülheim an der Ruhr haben Vertreter des Deutschen Badminton-Verbandes und des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) die Ende 2012 ausgelaufene Kooperationsvereinbarung zur prozessbegleitenden Trainings- und Wettkampfforschung in der Sportart Badminton zwischen DBV und IAT verlängert.
Bereits seit Mitte 2009 arbeiten der DBV und das zentrale Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports eng und erfolgreich zusammen, die aktuelle Kooperationsvereinbarung gilt bis zum 30. Juni 2017.
„Die Vereinbarung hat das Ziel, die Leistungsentwicklung und das Training der Athletinnen und Athleten des Spitzen- und Nachwuchskaders im Olympiazyklus 2012 bis 2016 wissenschaftlich so zu unterstützen, dass internationale Chancengleichheit der Spielerinnen und Spieler des DBV gewährleistet ist“, erläutert DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. Denn, so der Verbandschef weiter: „Es ist heutzutage kaum mehr möglich, ohne wissenschaftliche Unterstützung Hochleistungssport zu betreiben. Das IAT hat sich in dieser Hinsicht in den vergangenen Jahren als kompetenter und zuverlässiger Partner des DBV erwiesen.“

Konkret sind unter anderem die Durchführung von Trainings- und Wettkampfanalysen, die Trainingssteuerung und -optimierung, die prozessbegleitende Evaluation von Trainingskonzeptionen und -methodik sowie ein Erkenntnistransfer im Rahmen des Trainer-Berater-Systems wesentliche Zielstellungen, die mit der Kooperation erreicht werden sollen.

„Es existieren inzwischen mehrere Projekte, die für den DBV von großer Wichtigkeit sind. Eines betrifft die Erstellung einer Datenbank durch das IAT. Die darin befindlichen Informationen sind wesentlich für einen langfristigen Leistungsaufbau der Spieler“, meint DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
„Bei dem engen Wettkampfkalender, den die Top-Leute haben, dürfen sie sich keinen Ausrutscher erlauben. Indem wir unsere Analysen, sowohl jene aus dem Training als auch solche aus dem Wettkampf, wiederum in den Trainings- und Wettkampfprozess einfließen lassen, können sie sich bestmöglich auf die Olympischen Spiele vorbereiten“, gibt Prof. Dr. Dirk Büsch, Leiter des Fachbereichs Technik-Taktik am IAT, in welchen die Sportart Badminton eingegliedert ist, ein Beispiel für den Nutzen der Kooperation für den DBV. Das IAT evaluiert unterdessen die Effektivität der seitens der Forschungseinrichtung durchgeführten Maßnahmen.
Als Fachgruppenleiter Badminton im IAT ist seit Mai 2009 Dr. Wolf Gawin tätig. Der promovierte Sportwissenschaftler fungiert zugleich als Wissenschaftlicher Koordinator im DBV, d.h., er betreut und koordiniert alle wissenschaftlichen Projekte.

Hannes Käsbauer und Johanna Goliszewski sind die Aktivensprecher
(8.2.12) Bei der Deutschen Meisterschaft wurden die Aktivenvertreter 2012 bis 2014 gewählt.
Lesen Sie: Hannes Käsbauer im Amt als Aktivenvertreter bestätigt.

Ab der Saison 2010/11 gelten neue Richtlinien für Spieler, die bei internationalen Turnieren starten wollen

Einheitliche E-Mail-Adresse für alle internationalen Turniermeldungen

(18.8.10) Ab der beginnenden Saison gelten für das Abgeben deutscher Meldungen für internationale Turniere neue Richtlinien. Diese gab DBV-Sportdirektor Martin Kranitz bekannt.

THERAPAEDICUM neuer Partner für medizinische Betreuung am Bundesstützpunkt Mülheim
(29.9.09)
Der Bundesstützpunktleiter Holger Hasse gibt den Beginn der Zusammenarbeit mit dem Therapiezentrum THERAPAEDICUM u.a. mit Sitz in Wuppertal/Krefeld/Oberhausen bekannt. Diese beinhaltet die Koordination medizinischer Maßnahmen sowie Physiotherapie und Rehabilitation für die Spielerinnen der Frauennationalmannschaft und Spieler der Jugendnationalmannschaft am Bundesstützpunkt Mülheim an der Ruhr.
Der Kontakt wurde durch die neue Kooperation des Zentrums mit dem Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr ermöglicht. Gemeinsam mit dem THERAPAEDICUM-Geschäftsführer Lutz Gerhards sieht Hasse die Zusammenarbeit sehr positiv: "Wir sind dem OSP Rhein-Ruhr für die Vermittlung und Unterstützung der Kooperation mit THERAPAEDICUM sehr dankbar. Die ersten Wochen liefen super. Unsere Bundeskader-Athletinnen und -athleten werden hiervon künftig sehr profitieren."
Neben externen Behandlungsmöglichkeiten in der HELIOS St. Elisabeth-Klinik in Oberhausen, in der das Therapaedicum wie an den anderen Standorten beheimatet ist, werden die Spieler durch die Leitende Sportphysiotherapeutin Natalie Berinski auch vor Ort in Mülheim betreut.

Software-Ausrüster des DBV änderte Firmennamen
Aus CCC Sport-Software wurde ccc software gmbH
(1.10.08) Die Firma CCC Sport-Software aus Markkleeberg bei Leipzig, ein Projektpartner des DBV bei der Videoanalyse (siehe untere Meldung vom 26.4.07) hat ihren Namen geändert. Sie firmiert nunmehr unter ccc software gmbH. Geschäftsadresse und Kontaktdaten bleiben unverändert. Website:
www.ccc-software.de.

Professor Joachim Mester (2.v.l.) und sein Team wollen herausfinden, ob die Sportart Badminton durch professionelle sportwissenschaftliche Unterstützung noch Entwicklungspotenziale hat. Foto: Thomas.

Professor Mester und sein Momentum-Team waren zu Besuch am Bundesleistungsstützpunkt der Damen in Mülheim

   

Wissenschaftliche Bestandserhebung durch das deutsche Forschungszentrum für Leistungssport bei unseren Top-Spielerinnen

    

Von Ulrike Thomas
(24.9.07) „Wir wollen unser Training optimieren und damit die Leistung steigern“, erklärte Chefbundestrainer Detlef Poste. Ausgangspunkt der jetzt zustande gekommenden Kooperation waren im Sommer einige Basischecks von Topathleten/innen und Einzelgespräche zum Profil der Sportart im Forschungszentrum für Leistungssport in Köln "Momentum".
Im September erfolgte dann mit einem wissenschaftlichen Stab von 14 Personen die Bestandsaufnahme in Mülheim. Unterstützt wird das Projekt vom Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr und von der Sportstiftung Nordrhein-Westfalen.
Mit den Ergebnissen der neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen werden Mechanismen herausgearbeitet, die speziell auf das Training für den Badmintonsport abgestimmt werden. Das Trainingsprogramm wird dabei mit Maßnahmen unterstützt wie zum Beispiel Reaktivität mit 3-D Aufnahmen, Verletzungsprävention durch Orthopädie, Einstellung des Stoffwechsels durch Biochemiker, Regenerationsstrategien, Errechnung des Energieumsatzes und Ernährungsberatung.
Prof. Mester, an der Deutschen Sporthochschule Köln Leiter des Instituts für Trainings- und Bewegungslehre, war vor allem von dem Ergebnis beeindruckt, dass die Körperbelastung während eines Wettkampfes bei Badminton höher ist, als bei den Sportarten Schwimmen und Triathlon.
Ziel der Zusammenarbeit ist, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse besonders auch über Krafttraining und Belastungssteuerung für die TOP-Badmintonspieler/innen nutzbar zu machen und damit die Leistung zu steigern. Bei der Erprobung sind aus dem Nachwuchsbereich auch die beiden NRW-Athletinnen und Vollzeitinternatsschülerinnen Lisa Heidenreich und Mette Stahlberg mit von der Partie.

Zweijahresprojekt unserer Nationalmannschaft mit namhaften Partnern: BMI/DOSB, IAT Leipzig und CCC Sportsoftware Leipzig.

     

Detaillierte Videoanalysen als Baustein für eine erfolgreiche Reise nach Peking

   

(26.4.07) Mit Beginn der Olympiaqualifikation am 1. Mai 2007 kann der Deutsche Badminton-Verband in eine neue Qualität der Videoanalyse einsteigen. Ab dann können die aufgenommenen Spiele unserer Nationalspieler und ihrer internationalen Gegner systematisch nach bestimmten Kategorien geordnet und aufbereitet werden. So wird es dann möglich, sich zum Beispiel nur alle Aufschläge oder Aufschlagannahmen einer Person, alle Gewinnerschläge oder Fehleraktionen, das Stellungsspiel im Doppel in Angriff und Abwehr oder die Schläge aus bestimmten Feldbereichen anzuschauen.

„Wir sind uns sicher, dass wir mit diesen Informationen schneller das taktische Verständnis unserer Spieler verbessern können und wichtige Informationen über Muster unserer Gegner bekommen“, freute sich Bundestrainer Detlef Poste über die neuen Möglichkeiten. Entwickelt wurde dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaft Leipzig (IAT), insbesondere durch den Leiter des Bereichs Technik-Taktik, Dr. Dirk Büsch und seine Mitarbeiter Dr. Berthold Fröhner und Marcus Gundermann, sowie der Firma CCC Sport-Software aus Leipzig. Die finanzielle Förderung kam vom Bundesinnenministerium (BMI) über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Für die Jahre 2006 bis 2008 wurden insgesamt 20.000 € bereitgestellt.

Pilotstudie vor der WM 2006

Vor der WM im vergangenen Jahr in Madrid war ein Pilotprojekt für die Disziplin Dameneinzel gestartet worden. Ein Mitarbeiter des IAT hatte mit der Software UTILIUS®Advance Matches der Top Ten der Welt der Frauen analysiert. Die dabei gefundenen Informationen konnten die Bundestrainer bei der WM in Madrid dann nutzen, um die Spielerinnen besser einzustellen. Xu Huaiwen und Petra Overzier gewannen damals bekanntermaßen jeweils eine Bronzemedaille.

Im Anschluss genehmigte das BMI/DOSB Mittel für eine Fortführung bis Peking 2008. Von entscheidender Bedeutung war auch, dass CCC Software ein gutes Angebot für eine Unterstützung zusagte, die neben einer Ausrüstung mit UTILIUS®Advance auch eine Beratung und technischen Support beinhaltet. Jürgen Heinrich von CCC: „Wir haben jahrelange Erfahrung mit Spielsportarten und Kampfsportarten. Da passt Badminton gut dazu und wir erhoffen uns aus der Zusammenarbeit wertvolles Feedback zur weiteren Optimierung unserer Software. Und natürlich, dass es nach Peking 2008 weitergeht.“

Schulung am OSP Saarbrücken
Am 10. April traf sich unter Leitung von Bundestrainer Poste am Olympiastützpunkt Saarbrücken ein Arbeitskreis zur ersten Schulung mit der Software. Diese wurde von einem Mitarbeiter des IAT durchgeführt. Interessant ist, dass der Kreis neben den Leistungsdiagnostikern Hanno Felder (OSP Saarbrücken, Wissenschaftlicher Koordinator des DBV) und Volker Groß (OSP Essen, der „Video-Mann“ der Handball-Nationalmannschaft) auch drei unserer Nationalspieler umfasste. Juliane Schenk, Janet Köhler und Michael Fuchs werden zukünftig etwa drei Stunden pro Woche gegen ein geringes Entgelt für die Teamkollegen und sich selbst Videos bearbeiten.

„Diese ungewöhnliche Maßnahme resultiert daraus, dass das IAT momentan keine personellen Ressourcen dafür hat und Hanno Felder und Volker Groß auch nur drei bis vier Stunden pro Woche für Badminton eingesetzt werden können, weil sie etliche andere Aufgaben zu erfüllen haben“, erklärte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz das Hinzuziehen der Spieler. „Unser langfristiges Ziel ist es, nach Peking - eventuell gemeinsam mit Tischtennis – eine volle Arbeitskraft für solche Analysen einsetzen zu können. Da müssen wir uns noch mit unserem DOSB-Koordinator besprechen. Im Moment müssen wir etwas improvisieren.“


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.