Badminton bei NRW-Sportlerwahl hervorragend vertreten

In feierlichem Rahmen wurden "Die Besten im Westen" gekürt. Fotos: Claudia Pauli.
V.l.: Fabienne Deprez, Karin Schnaase, Fabian Roth.
DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst (r.) mit Gattin (2.v.r.) sowie Carla Nelte und Denis Nyenhuis.
Gruppenbild aller Preisträger mit Ministerin Ute Schäfer und LSB-Präsident Walter Schneeloch.

Fabian Roth war in der Kategorie „Newcomer/in des Jahres“ nominiert

 

Von Claudia Pauli

 

(14.12.2013) Überaus präsent war die Sportart Badminton bei der diesjährigen Sportlerwahl in Nordrhein-Westfalen: Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft, die im Februar 2013 mit dem Titelgewinn bei der Mixed-Team-EM für einen historischen Erfolg gesorgt hatte, belegte in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ Platz drei, außerdem zählte U19-Europameister Fabian Roth in der Kategorie „Newcomer/in des Jahres“ zu den fünf Nominierten.

 

Dass Badminton bei der Wahl so gut vertreten war, ist eine Anerkennung für die Sportart und möglicherweise das Resultat der insgesamt in den vergangenen Jahren erzielten Erfolge. Die Nominierungen waren zweifelsohne gerechtfertigt“, meinte Karl-Heinz Kerst, der Präsident  des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Er zählte ebenso zu den rund 1.000 Teilnehmern an der Gala-Veranstaltung, die am 13. Dezember 2013 in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric HALLE stattfand, wie Fabian Roth, Fabienne Deprez, Carla Nelte, Karin Schnaase und Ulrich Schaaf, der Präsident des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW).

 

In Johanna Goliszewski (1. BV Mülheim), Olga Konon (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), Birgit Michels (1. BC Beuel), Carla Nelte (TV Refrath), Juliane Schenk (SG EBT Berlin) und Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) trugen gleich sechs Badmintonasse, die zu dem Zeitpunkt am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr trainierten, zu der besonderen Leistung bei der EM bei. Zudem schlagen von den Herren, die dem siegreichen Mixed-Team angehören, zwei für einen Verein aus Nordrhein-Westfalen auf: Ingo Kindervater und der amtierende Europameister im Herreneinzel, Marc Zwiebler (beide 1. BC Beuel).

 

Der gebürtige Baden-Württemberger Fabian Roth (TV Refrath), der seit mehreren Jahren im YONEX Badminton-Internat in Mülheim an der Ruhr wohnt und im unmittelbar daneben gelegenen Badminton-Spitzensportzentrum seine Karriere vorantreibt, wurde mit der Nominierung für seinen Triumph im Herreneinzel bei den U19-Europameisterschaften im März 2013 belohnt.

 

Insbesondere der 18-Jährige zeigte sich in der Mitsubishi Electric HALLE glücklich, auch ohne den „FELIX“ – wie die prestigeträchtige Trophäe genannt wird – verliehen bekommen zu haben: „Schon die Nominierung ist toll“, sagte Fabian Roth, der bei den U19-Weltmeisterschaften vor wenigen Wochen als erster deutscher Badmintonspieler in der Geschichte von Titelkämpfen dieser Art im Herreneinzel das Viertelfinale erreicht hatte.

 

Während die anderen DBV-Angehörigen zuvor schon (mindestens) einmal die festliche Verleihung der FELIX-Awards vor Ort erleben durften, war Fabian Roth in diesem Jahr zum ersten Mal zu der Gala-Veranstaltung eingeladen. „Der Abend gefällt mir sehr gut“, meinte der Gymnasiast. Danach gefragt, welche Vorstellungen er von der Verleihung gehabt habe und inwieweit diese zutreffend seien, meinte Fabian Roth: „Ich habe mir die Bilder von 2012 angeschaut und wusste somit schon ein bisschen, was mich erwartet.“

 

Veranstaltet wurde die NRW-Sportlerwahl abermals vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (MFKJKS) des Landes Nordrhein-Westfalen. Rund 105.000 Sportfans beteiligten sich in diesem Jahr an der Online-Abstimmung – dies bedeutet einen Rekord. Die Wahl ist eine reine Publikumswahl, allerdings hatte eine Expertenjury in sechs der insgesamt sieben Kategorien jeweils fünf Kandidaten vorausgewählt. Einzig im Zusammenhang mit dem „Fußball-FELIX“ erfolgte die Abstimmung frei. „Für den FELIX waren großartige Athletinnen und Athleten nominiert – jeder von ihnen hätte den FELIX verdient“, meinte die für den Sport zuständige Ministerin Ute Schäfer in ihrer Begrüßung.

 

Sie dankte den Sportlern anschließend für „die schönen, emotionalen Augenblicke und herausragenden Erfolge im vergangenen Jahr“. Ute Schäfer betonte zugleich, dass diese ohne die Unterstützung, welche die Athleten stets aus ihrem Umfeld erfahren, nicht möglich seien. Allen daran Beteiligten gebühre daher ein großer Dank.

 

Auch LSB-Präsident Walter Schneeloch freute sich, dass es „mit der Rekordbeteiligung geklappt“ hat. Er dankte den Teilnehmern an der Abstimmung und meinte: „Dies ist der Beweis, dass der Wettbewerb auf hohe Akzeptanz stößt und sich als fester Termin etabliert hat.

 

Wenngleich bei der Verleihung der FELIX-Awards traditionell der Spitzensport im Fokus steht, ließ es sich Walter Schneeloch nicht nehmen, auf die herausragende Bedeutung hinzuweisen, die eine frühzeitige und umfangreiche Bewegungsförderung hat. Der LSB NRW entwickelte vor diesem Hintergrund die Formel „3 + 2 + x“ zur sportlichen Grundversorgung. Ziel ist es demnach, flächendeckend noch mehr Bewegung, Spiel und Sport für noch mehr Kinder und Jugendliche zu gewährleisten. Zu drei Stunden Sportunterricht pro Woche sollten zwei Stunden Bewegung im Ganztag plus eine offen Zahl zusätzlicher Bewegungsstunden kommen – „am besten durch Vereine“, erläuterte der Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). „Ansonsten gehen viele Talente verloren“, ergänzte Walter Schneeloch.

 

Moderiert wurde die Gala-Veranstaltung von Okka Gundel und Claus Lufen vom Westdeutschen Rundfunk (WDR), einem Kooperationspartner der Veranstalter. Die „Besten im Westen“ wurden 2013 zum insgesamt siebten Mal ausgezeichnet, zum dritten Mal fungierte dabei die Stadt Düsseldorf als Gastgeber. Um hinsichtlich der Austragungsorte einen Wechsel zwischen dem Rheinland und Westfalen sicherzustellen, wird die FELIX-Verleihung im Jahr 2014 abermals in Dortmund durchgeführt.

 

 

Die Gewinner der FELIX-Awards 2013

Sportler des Jahres: Michael Schrader (Zehnkampf)

Sportlerin des Jahres: Silke Spiegelburg (Stabhochsprung)

Mannschaft des Jahres: Deutsche Hockey-Herren

Newcomer/in des Jahres: Isabell Schneider (Beachvolleyball)

Trainer/in des Jahres: Silvia Neid (Fußball)

Behindertensportler/in des Jahres: Vera Thamm (Schwimmen)

Fußball-FELIX: Marco Reus

  

Fabian Roth ist die Nummer zwei der aktuellen Jugend-Weltrangliste

 

(14.11.2013, CP) Nach seinem hervorragenden Abschneiden bei den U19-Weltmeisterschaften in Bangkok/Thailand (23. Oktober bis 3. November 2013) ist Fabian Roth (TV Refrath) in der Jugend-Weltrangliste des Badminton-Weltverbandes BWF im Herreneinzel auf Platz zwei vorgerückt. Einzig U19-Vize-Weltmeister Wang Tzu Wei aus Taiwan liegt vor dem 17-Jährigen. Der gebürtige Karlsruher, der seit mehreren Jahren im YONEX Badminton-Internat in Mülheim an der Ruhr wohnt und am unmittelbar daneben gelegenen Bundesstützpunkt trainiert, hatte bei den internationalen Titelkämpfen einen historischen Erfolg verzeichnet: Er erreichte als erster Vertreter des DBV bei einer U19-WM das Viertelfinale im Herreneinzelwettbewerb. Auf dem Weg dorthin bezwang er unter anderem Chinas Nummer eins in dieser Altersklasse, Shi Yuqi. Neben Fabian Roth befindet sich in Adam Mendrek (Tschechien) nur noch ein Europäer in den Top 10 der Jugend-Weltrangliste im Herreneinzel.

 

Badmintonasse für NRW-Sportlerwahl nominiert

 

(24.10.2013, CP) Bei der diesjährigen Wahl zu den Besten des Sports in Nordrhein-Westfalen ist die Sportart Badminton in zwei der insgesamt sechs Kategorien, in denen Nominierungen vorgenommen wurden, vertreten: Das deutsche Mixed-Team, das im Februar in Ramenskoe/Russland den EM-Titel gewann und damit einen historischen Erfolg verzeichnete, zählt zu den Auswahlen, die ins Rennen um den Titel „Mannschaft des Jahres“ gehen. Fabian Roth, der im YONEX Badminton-Internat in Mülheim an der Ruhr wohnt und am daneben gelegenen Bundesstützpunkt trainiert, wurde als U19-Europameister im Herreneinzel von der Experten-Jury in der Kategorie „Newcomer/in des Jahres“ nominiert.

Alle Kategorien umfassen fünf Nominierungen, die Gewinner erhalten den „FELIX-Award“. Als siebter Preis wird ein „Fußball-FELIX“ vergeben. Hierzu erfolgt die Wahl frei, d. h. es wurden keine Nominierungen vorgenommen. Seit dem 22. Oktober und noch bis zum 1. Dezember 2013 können alle Sportfans im Internet unter www.nrw-sportlerdesjahres.de ihre Stimme abgeben.

 


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.