Carola Bott siegt in Slowenien

(17.05.2011, CP) Schöner Erfolg für die amtierende DM-Dritte, Carola Bott: Die Nationalspielerin gewann bei den Slovenia International in Medvode/Slowenien den Titel im Dameneinzel. Im Finale setzte sich die 26-Jährige mit 21:13, 21:10 gegen die Finnin Nanna Vainio durch. Hans Werner Niesner, Teammanager beim BV Gifhorn, für den Carola Bott seit vergangenem Sommer in der 1. Bundesliga aufschlägt, zollte der Sportsoldatin der Bundeswehr ein großes Lob und berichtet, wie es dazu kam: „Nach glatten Zwei-Satz-Siegen stand Carola im Viertelfinale. Hier war sie gegen die Lokalmatadorin, Spela Silvester, nach einem 6:13- und 9:16-Rückstand im dritten Satz eigentlich schon ausgeschieden. Doch dann wurde der Kopf klar, sie kämpfte sich zurück ins Spiel und gewann elf Punkte in Reihe zur 20:16 Führung und zu ihrem ersten Matchball. Dann gab es noch eine kurze Zitterphase bis zum 19:20, doch nach 57 Minuten erfolgte der erlösende Punkt zum 21:19.“ „Bis zum großen Rückstand habe ich so schlecht gespielt. Und als ich eigentlich verloren hatte, spielte ich doch plötzlich richtig gut auf. Dann fing ich an, wieder an mich zu glauben und konnte gewinnen“, erzählte Carola Bott ihrem Coach am Telefon. Dieser mahnte nach eigener Aussage nochmals zu Geduld und zum Durchatmen an. Das half dann auch im Halbfinale gegen die Überraschungs-Halbfinalistin aus Finnland, Airi Mikkela. Nach wiederum verlorenem zweitem Satz (13:21) wurde Carola erneut klar im Kopf und siegte letztlich sicher mit 21:17. „Es war einfach super“, so ihr Kommentar nach dem in 28 Minuten glatt gewonnenem Finale. „Das war ganz wichtig für Carolas Selbstvertrauen und wird ihre Bestrebungen bei ihrer Vorbereitung auf die kommende Saison gewaltig vorantreiben“, meinte Hans Werner Niesner optimistisch. Er freut sich schon jetzt auf die nächsten Bundesligaspiele.

 

Carola Bott greift wieder ins Turniergeschehen ein

Carola Bott beim Training Mitte August 2010 in Mülheim an der Ruhr. Foto: CP.

(24.08.2010, CP) Sechs Monate konnte Nationalspielerin Carola Bott verletzungsbedingt kein Turnier bestreiten. Nun freut sich die 26-Jährige über ihren Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen anlässlich der Bitburger Badminton Open Ende August/Anfang September.

 

Was war geschehen? Die Sportsoldatin der Bundeswehr hatte bei der Team-EM im Februar 2010 in Warschau im zweiten Vorrundenspiel, gegen Spanien, eine Verletzung der Plantarsehne am linken Fuß erlitten, die sich letztlich als Anriss herausstellte. Daraufhin fiel die Spezialistin für Dameneinzel nicht nur für den Rest der EM aus, sondern konnte bis jetzt keine Turniere spielen.

 

Ich habe erst Anfang August überhaupt wieder mit dem Schlägertraining begonnen. Zuvor habe ich ausschließlich Reha- und Krafttraining gemacht. Anfangs war es nicht so ganz einfach, wieder den gewohnten Rhythmus zu finden, aber mittlerweile geht es schon wieder ganz gut“, meint Carola Bott.

 

Lange Zeit hatten die Sportlerin selbst und auch die Verantwortlichen beim DBV gehofft, dass sie für die Thomas und Uber-Cup Finals, die Mitte Mai in Malaysia ausgetragen wurden, wieder zur Verfügung stehen würde. Doch die Rehabilitationsphase zog sich doch länger hin als ursprünglich gehofft. Genauso durfte die gebürtige Aschaffenburgerin Anfang Mai nur zuschauen, als ihr Verein, der 1. BC Bischmisheim, zum fünften Mal in Folge die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gewann.

 

Ab sofort möchte Carola Bott, die in der kommenden Spielzeit für den BV Gifhorn in der 1. Bundesliga aufschlägt, nun wieder voll angreifen. Bei den Bitburger Badminton Open in Saarbrücken (31.08.-05.09.2010) trifft die Athletin allerdings gleich in der ersten Runde auf eine sehr leistungsstarke Gegnerin: Sie muss sich mit der an Position vier notierten Niederländerin Judith Meulendijks auseinandersetzen.

 

 


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