Berichte zu den Spieltagen der 2. Bundesliga Nord und Süd Saison 2010/11

 

Maschen und Bischmisheim steigen ab

Nachbericht zum 13. und 14. Spieltag in der 2. Bundesliga (Saisonfinale)

 

(28.02.2011, CP) Der 1. BV Mülheim und die SG Anspach standen bereits vor dem letzten Doppelspieltag der Zweitligasaison 2010/2011, der zugleich das „große Saisonfinale“ bedeutete, als Meister im Norden bzw. Süden und damit zugleich als Aufsteiger in die 1. Bundesliga zur Spielzeit 2011/2012 fest. Denn: Ab dieser Saison entfallen die Relegationsspiele und der jeweils beste Verein aus den beiden zweithöchsten deutschen Spielklassen darf direkt ins Oberhaus einziehen.

 

Da 2010/2011 ausnahmsweise keine Mannschaft aus diesem absteigt, weil die Eliteklasse zur kommenden Spielzeit auf dann zehn Vereine aufgestockt wird, muss diesmal nur das jeweilige Schlusslicht der 2. Bundesliga Nord bzw. 2. Bundesliga Süd den Gang zurück in die Regionalliga antreten. Welche beiden Vereine dies sein würden, stand vor dem letzen Februarwochenende noch nicht fest – im Süden zwar so gut wie, aber eben noch nicht endgültig.

 

Nun haben die Zweitvertretung des fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Bischmisheim und der VfL Maschen die Gewissheit, dass sie vorerst nicht in der zweithöchsten deutschen Spielklasse agieren dürfen. Der BCB verlor auch seine letzten beiden Spiele der Saison deutlich (1:7 gegen Meister Anspach und sogar 0:8 bei Aufsteiger TV Wehen) und hat mit einer Bilanz von nunmehr 5:23 Zählern – und damit mit vier Punkten Rückstand auf den rettenden siebten Platz – die „Rote Laterne“ inne.

 

Im Norden gestaltete sich der Kampf gegen den Abstieg weitaus enger: Nach zwölf Partien lag der VfL Maschen einen Punkt (4:20) hinter Aufsteiger BC Eintracht Südring Berlin (5:19) auf Tabellenrang acht und beiden Vereine stand das gleiche Restprogramm bevor. Nach der 3:5-Niederlage beim TSV Trittau am Samstag kamen die Niedersachsen aus Maschen zwar am letzten Spieltag noch zu einem 5:3-Sieg (ihrem insgesamt zweiten Saisonsieg) bei Blau-Weiss Wittorf, doch da das Team aus der Hauptstadt sowohl in Wittorf als auch gegen Trittau ein Remis verzeichnete, brachte der doppelte Punktgewinn den VfL in der Tabelle nicht weiter nach vorne.

 

Überhaupt veränderte sich im Norden die Reihenfolge der Vereine in der Tabelle am 13./14. Spieltag nicht mehr. Mit dem bemerkenswerten Abstand von acht Zählern auf den zweitplatzierten 1. BC Düren ist der 1. BV Mülheim die Nummer eins in der 2. Bundesliga Nord. Die makellose Bilanz von 14 Siegen, also 28:0 Punkten, weist das Team aus dem Ruhrgebiet auf, das bereits in der Saison 2009/2010 die Meisterschaft in der zweithöchsten deutschen Spielklasse eingefahren hatte, dann aber in den Relegationsspielen knapp dem PTSV Rosenheim unterlag.

 

Sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf darf auch der 1. BC Düren sein, der in seiner zweiten Zweitligasaison in der Vereinsgeschichte Rang zwei belegte. Der Abstand von fünf Punkten zum Tabellendritten zeigt, dass auch hier „deutlich Luft“ zu den Verfolgern vorhanden war. Bemerkenswert ist sicherlich das Abschneiden des STC Blau-Weiß Solingen. Als Aufsteiger kam die Mannschaft auf der Klingenstadt auf Anhieb auf Platz drei – und das trotz großer personeller Probleme, speziell in der Hinrunde. Das gleiche „Kunststück“ hatte übrigens in der Saison zuvor Düren vollbracht. Auch die Mannschaft von der Rur beendete die Spielzeit als Liga-Neuling auf Rang drei. Guter Vierter wurde in der 23. Spielzeit der 2. Bundesliga der BV Wesel Rot-Weiss. Das Vorhaben, aus den Partien am vergangenen Wochenende in Solingen und gegen Düren zwei Punkte mitzunehmen, konnte die Mannschaft vom Niederrhein zwar nicht umsetzen (es gab eine Niederlage in Solingen, gegen Düren spielte man 4:4), da aber auch Wittorf am 13./14. Spieltag nur einen Punktgewinn verzeichnete, behielt Wesel mit einem Vorsprung von einem Zähler auf die Schleswig-Holsteiner „die Nase vorn“. Die Mannschaft von Teammanager Ralf Treptau verpasste es damit, sich auf den dritten Rang zurückzukämpfen und schließt die Saison 2010/2011 als Fünfter ab. Mit einem weiteren Zähler Rückstand belegt die junge Trittauer Truppe um Nachwuchstalent Nikolaj Persson Platz sechs, allerdings mit einem deutlichen Vorsprung vor den siebtplatzierten Berlinern (4 Punkte).

 

Im Süden tat sich zwar – was den Tabellenstand anbelangt – am vergangenen Wochenende nicht mehr viel, aber immerhin etwas: In einem bemerkenswerten „Endspurt“ sicherte sich Aufsteiger TV Wehen drei Punkte (4:4 beim SV Fischbach, Kantersieg gegen Bischmisheim) und katapultierte sich damit von Rang sieben auf Rang fünf. Umgekehrt fiel der TSV Neuhausen-Nymphenburg nach zwei Niederlagen zum Saisonabschluss von Platz fünf auf Platz sieben zurück. Ein positives Fazit der nunmehr abgelaufenen Saison darf zweifelsohne neben dem TV Wehen auch der zweite Liga-Neuling, die SG Schorndorf, ziehen. Die Mannschaft von Teammanager Benjamin Wahl rangiert mit einem Vorsprung von zwei Zählern auf den TSV Neuhausen-Nymphenburg und einem Rückstand von einem Punkt auf Wehen auf Platz sechs. Die SG Anspach wurde letztlich mit einem Vorsprung von vier Zählern Meister, nachdem sie sich mit einem 7:1-Sieg über den BCB und der anschießenden 3:5-Niederlage gegen den SV Fischbach aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse verabschiedete, Verfolger TSV Neubiberg-Ottobrunn aber aus den letzten beiden Begegnungen vier Punkte mitnahm.

 

Wie Anspach, so hatten auch die Bayern am Sonntagabend allen Grund zur Freude. Nach einer hervorragenden Rückrunde übertraf das Team um Mannschaftskapitän Sebastian Strödke sein Ziel sogar. Die Mannschaft von Teammanager Edgar Hammes konnte hingegen nicht das ursprünglich Angestrebte erreichen: Der SV Fischbach hatte in der Saison 2010/2011 den Aufstieg ins Oberhaus angepeilt. Der Rückstand auf die Meistermannschaft auf Hessen betrug letztlich sieben Zähler, nach Platz zwei im Vorjahr wurde es diesmal Rang drei. Einen guten vierten Platz erspielte sich der 1. BC Viernheim in seiner zweiten Zweitligasaison und war damit um zwei Positionen besser als in seiner Premieren-Spielzeit.  

 

Übrigens wird trotz des Abstiegs des 1. BC Bischmisheim aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse auch in der Saison 2011/2012 in jedem Fall ein Verein sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga vertreten sein: Die 2. Mannschaft der SG EBT Berlin bekleidet in der Regionalliga Nord nach 14 Spieltagen die Spitzenposition und steigt damit in die 2. Bundesliga Nord auf.

 

 

Die Ergebnisse vom 13. und 14. Spieltag im Überblick:

 

2. Bundesliga Nord:

 

13. Spieltag:

 

STC BW Solingen - BV Wesel RW 5:3

1. BC Düren - 1. BV Mülheim 3:5

TSV Trittau - VfL Maschen 5:3

BW Wittorf - Eintr. Südring Berlin 4:4

 

14. Spieltag:

 

VfL Maschen - BW Wittorf 5:3

1. BV Mülheim - STC BW Solingen 5:3

BV Wesel RW - 1. BC Düren 4:4

Eintr. Südring Berlin - TSV Trittau 4:4

 

2. Bundesliga Süd:

 

13. Spieltag:

 

SG Schorndorf - TSV Neuhausen 6:2

1. BC Viernheim - TSV Neubiberg 3:5

SV Fischbach - TV Wehen 4:4

1. BC Bischmisheim 2 - SG Anspach 1:7

 

14. Spieltag:

 

TV Wehen - 1. BC Bischmisheim 2 8:0

TSV Neubiberg - SG Schorndorf 6:2

TSV Neuhausen - 1. BC Viernheim 2:6

SG Anspach - SV Fischbach 3:5

 

 

Weitere Informationen

   

Mehrere Zweitligisten machen auf lokale/regionale Zeitungsartikel über den letzten Doppelspieltag der Saison 2010/2011 aufmerksam und/oder haben eigene Berichte dazu verfasst bzw. Fotos eingesendet.

 

Hier geht´s zu den Informationen des 1. BV Mülheim …

 

Hier geht´s zu den Informationen des STC Blau-Weiß Solingen …

 

Hier geht´s zu den Informationen von Eintracht Südring Berlin …

  

Die SG Anspach in der Online-Ausgabe des Usinger Anzeiger …

 

Foto von Frank Kossiski vom Spiel Wittorf gegen Berlin ...

  

 

Anspach und Mülheim stehen vorzeitig als Aufsteiger fest

Nachbericht zum 11. und 12. Spieltag in der 2. Bundesliga

 

(30.01.2011, CP) Nach vielen Jahren der Abstinenz werden die SG Anspach und der 1. BV Mülheim in der Saison 2011/2012 wieder in der Eliteklasse vertreten sein. Die Zweitliga-Mannschaften beider Vereine krönten sich bereits am 12. Spieltag zum Meister in der 2. Bundesliga Süd bzw. 2. Bundesliga Nord und steigen damit zur nächsten Spielzeit automatisch ins Badminton-Oberhaus auf.  

 

Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen (13./14. Spieltag am 26./27. Februar 2011) können weder der 1. BVM noch die SG Anspach von den Verfolgern eingeholt werden: Das Team aus dem Ruhrgebiet führt die Tabelle der 2. Bundesliga Nord nach zwölf Siegen in zwölf Partien mit 24:0 Zählern und einem Vorsprung von fünf Punkten auf den zweitplatzierten 1. BC Düren an. Die Hessen, die im bisherigen Saisonverlauf zweimal  Unentschieden spielten (am 3. Spieltag gegen den 1. BC Viernheim und am 12. Spieltag beim TSV Neubiberg/Ottobrunn), liegen in der 2. Bundesliga Süd gar mit sechs Zählern vor dem TSV Neubiberg/Ottobrunn als derzeitigem Tabellenzweiten. 

 

Der 13-malige Deutsche Mannschaftsmeister (1968-1980) 1. BV Mülheim war zuletzt in der Saison 1990/1991 erstklassig, die Hessen aus Anspach spielten letztmals in der Saison 2001/2002 im Oberhaus.

 

Wittorf sorgt für Spannung

 

Der 1. BV Mülheim konnte seinen Vorsprung am vorletzten Doppelspieltag der Saison 2010/2011 noch ausbauen: Nach zehn Partien hatte der Abstand zum 1. BC Düren vier Punkte betragen. Da die Mannschaft von Trainer Boris Reichel an diesem Wochenende sowohl in eigener Halle gegen den TSV Trittau (6:2) als auch gegen Blau-Weiss Wittorf (5:3) gewann, sich das Team von Teammanager Michael Pütz jedoch am Samstag im Heimspiel 4:4 vom VfL Maschen trennte, bevor es tags darauf Aufsteiger BC Eintracht Südring Berlin mit 6:2 besiegte, liegt der 1. BVM nun noch einen Zähler mehr vor dem ärgsten Konkurrenten.

 

Gegen Trittau verbuchten die Mülheimer wie in der Hinrunde einen 6:2-Erfolg. Die Gäste aus Schleswig-Holstein konnten lediglich im 1. Herrendoppel, als die deutschen Nachwuchsspieler Nikolaj Persson und Nico Coldewe die gebürtigen Indonesier Taufiq Hidayat Akbar und Dharma Gunawi in einem engen Match mit 21:19, 13:21, 21:19 bezwangen, und im Dameneinzel einen Matchgewinn verbuchen. Allerdings ging Letzteres an die Mannschaft von Teammanagerin Sabina Persson, ohne dass ein Ballwechsel ausgetragen wurde: Die frühere WM-Dritte Petra Reichel, die zuvor im Damendoppel an der Seite von Nationalspielerin Johanna Goliszewski noch knapp gegen die ehemaligen Bundeskaderathletinnen Annekatrin Lillie/Janet Köhler siegreich war, musste aufgrund gesundheitlicher Probleme auf einen Einsatz im Einzel verzichten. Im 1. Herreneinzel und im 2. Herrendoppel zwangen die Gäste ihre Gegner immerhin in den dritten Satz.

 

Tags darauf, gegen Blau-Weiss Wittorf, machte es der 1. BVM dann noch einmal spannend. Die Entscheidung darüber, ob die Gastgeber ihrem Punktekonto einen oder zwei Zähler würden hinzufügen können, fiel erst im letzten Match des Tages. Obwohl die Mannschaft von Teammanager Ralf Treptau stark geschwächt in der RWE-Sporthalle antrat (so stand beispielsweise die Schottin Jillie Cooper nicht zur Verfügung und Jan-Collin Strehse war ebenso durch eine Verletzung gehandicapt wie Malte Böttger und Patrick Neubacher), entwickelte sich eine interessante Begegnung. Nachdem der designierte Meister zunächst mit 2:0 vorn gelegen hatte, stand es zwischenzeitlich 2:3 aus Sicht der Gastgeber. Da Patrick Neubacher und Neele Voigt zum Mixed nicht antreten konnten, erfolgte der Ausgleich. Nun lag es an den Mülheimer Herren Martin Delfs und Taufiq Hidayat Akbar, die im 2. bzw. 1. Herreneinzel eingesetzt waren, die Mülheimer Fans zu „beruhigen“. Der dänische Neuzugang Martin Delfs, der von 24 Matches in dieser Saison 23 gewinnen konnte (davon alle Einzel), sorgte mit seinem 21:7, 21:11-Erfolg über den durch starke Schulterprobleme benachteiligten Wittorfer Jan-Collin Strehse erstmals wieder für eine Führung für die Gastgeber – ebenso wie für deutlich spürbare Erleichterung bei den Mülheimer Anhängern. Nun ruhten die Augen aller Anwesenden auf Taufiq Hidayat Akbar und Blau-Weiss-Akteur Rafal Hawel. In einem speziell in der Schlussphase äußerst spannenden Spiel setzte sich schließlich BVM-Spieler Taufiq Hidayat Akbar mit 21:18, 25:23 gegen den Polen durch. Der Sieg der Mülheimer und damit auch der Aufstieg in die 1. Bundesliga stand fest! Das zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannte Ergebnis der Dürener (6:2), die zeitgleich ihr Heimspiel gegen Berlin austrugen, spielte keine Rolle mehr.

 

„So kurios es klingt, aber ich bin sehr zufrieden, dass wir den Aufstieg erst in dieser Saison geschafft haben und nicht schon ein Jahr eher. Denn man muss auch immer die entsprechenden Strukturen für so etwas Großes schaffen. Ich glaube, im letzten Jahr wäre der Aufstieg noch ein klein wenig zu groß gewesen. Nun ist er ein gutes Signal auch an all unsere Partner, dass wir nicht nur Ziele anvisieren, sondern unsere Vorhaben auch umsetzen. Im Norden mit solch einem Abstand Meister zu werden, das ist schon eine tolle Leistung“, lobte Mülheims Trainer Boris Reichel sein Team. 100-prozentig zufrieden war der 36-Jährige dennoch nicht: „Ein kleiner Wermutstropfen ist aus meiner Sicht, dass Martins Siegesserie heute gerissen ist. Er hat im Verlauf der Saison ein wenig von seiner anfänglichen Unbeschwertheit verloren.“ Der Däne wies vor dem Spiel gegen Wittorf eine Bilanz von 22 Siegen und 0 Niederlagen auf. Am Sonntag ging er dann erstmals, seit er im BVM-Trikot aufschlägt, als Unterlegener vom Court: Im 2. Herrendoppel unterlag er an der Seite von Alexander Roovers dem Duo Rafal Hawel/Jan-Collin Strehse. Im Einzel revanchierte sich Martin Delfs kurz darauf allerdings bei Jan-Collin Strehse für die zuvor erlittene Niederlage.   

 

Wenige Minuten, nachdem der Aufstieg in die Eliteklasse unter Dach und Fach war, dachte Boris Reichel durchaus auch schon an die kommende Erstligasaison – die erste für den Deutschen Rekord-Mannschaftsmeister seit mehr als 20 Jahren: „Wir werden uns neu aufstellen müssen, das ist ganz klar. Dabei müssen wir den Spagat hinbekommen, einerseits Identifikation für den Verein zu schaffen und dabei gleichzeitig konkurrenzfähig zu sein. Zunächst werden es Lehrjahre in der 1. Bundesliga sein“, meint der Coach und fügt hinzu: „Wir haben vor drei Jahren mit der Stadt Mülheim, dem Mülheimer SportService und dem Förderkreis Mülheimer Sport ein Konzept erarbeitet, wonach wir im Olympiajahr 2012 erstklassig sein wollten. Genau das haben wir geschafft!“

 

Wittorfs Teammanager Ralf Treptau war mit dem Abschneiden seiner Mannschaft in Mülheim ebenfalls zufrieden: „Unter den Voraussetzungen haben wir uns noch gut verkauft. Man durfte nicht zu viel erwarten. Ich denke, wir haben alle Beteiligten durchaus ein wenig nervös gemacht und die Halle zittern lassen, ob Mülheim schon heute die Meisterschaft holt oder erst Ende Februar. Dass sie den Aufstieg schaffen würden, war klar, nur wann eben nicht. Meinen Glückwunsch an Mülheim, sie haben verdient gewonnen!“

 

Tags zuvor hatten sich die Schleswig-Holsteiner, die in der RWE-Sporthalle bravourös kämpften, in Wesel mit 3:5 geschlagen geben müssen. „Das war ärgerlich, wir hatten uns einen Punkt erhofft. Aber Wesel ist jetzt, da Ilse Vaessen wieder spielen kann, natürlich auch deutlich stärker. Nun verfolgen wir das Ziel, am letzten Wochenende wieder auf Platz drei vorzurücken“, meint Ralf Treptau.

 

Punkteteilung im Spitzenspiel

 

Die SG Anspach konnte dem Doppelspieltag am letzten Januarwochenende noch optimistischer entgegenblicken als der 1. BVM: Schließlich betrug der Vorsprung der Hessen auf den zweitplatzierten TSV Neubiberg-Ottobrunn sechs Punkte! Und diesen weist das Team um Routinier Franklin Wahab auch nach den Spieltagen elf und zwölf auf. Am Samstag verbuchte die Mannschaft von Teammanager Alexander Merget einen 5:3-Erfolg beim TSV Neuhausen-Nymphenburg, einen Tag später reichte den Hessen dann ein 4:4 im Spitzenspiel gegen den ärgsten Konkurrenten zur vorzeitigen „Krönung“. Der TSV Neubiberg/Ottobrunn hatte am Samstag sein Heimspiel gegen Aufsteiger TV Wehen mit 6:2 für sich entschieden und war Anspach somit „auf den Fersen“ geblieben.

 

„Klar bin ich zufrieden. Gegen den Tabellenführer einen Punkt mitzunehmen, ist immer in Ordnung, erst recht, wenn man das Ergebnis mit dem Hinspiel vergleich“, meinte Neubibergs Mannschaftskapitän Sebastian Strödke. In der Hinrunde hatten die Bayern nicht einmal einen Ehrenpunkt erzielen können, sie wurden von Anspach damals mit 0:8 nach Hause geschickt. „Heute habe ich darauf spekuliert, dass wir vielleicht sogar gewinnen. Nachdem Andi Heinz aufgrund einer Verletzung nicht spielen konnte, hatte ich die Hoffnung, dass es klappen könnte. Aber Anspach konnte seinen Ausfall gut kompensieren – und wir haben es immerhin geschafft, nach wie vor ohne Heimniederlage zu sein. Ich denke, das Ergebnis von 4:4 und 10:10 Sätzen ist ein verdientes Unentschieden“, meinte der Coach, der am Sonntag selbst das 2. Herreneinzel – gegen Steffen Hornig – gewann, nachdem er sich zuvor im 2. Herrendoppel an der Seite von Benjamin Placzek Steffen Hornig und dessen Doppelpartner Felix Schoppmann hatte geschlagen geben müssen. Einmal mehr gleich zweimal für die Hessen erfolgreich war Mona Reich: Sie verbuchte einen souveränen Sieg im Dameneinzel gegen Julia Hauber und setzte sich gemeinsam mit der Engländerin Jessica Fletcher in drei Sätzen erneut gegen Julia Hauber sowie gegen deren Doppelpartnerin Julia Schmidt durch. Außerdem war Arnd Vetters im 2. Herreneinzel für die Gäste siegreich.

 

„Wir freuen uns natürlich riesig“, meinte Georg Komma, Abteilungsleiter Badminton bei der SG Anspach, und ergänzte: „Niemand wollte vor dem Wochenende das Wort Meisterschaft in den Mund nehmen, aber es war unser aller Wunsch, dass wir bereits in München Meister werden.“ Schließlich könne man nie genau ausmachen, wie die Zweitvertretung des 1. BC Bischmisheim sich aufstellt, und der SV Fischbach sei – gerade in Bestbesetzung – immer gefährlich, meinte Georg Komma im Hinblick auf die letzten beiden Partien der Hessen in dieser Saison. Für den 27. Februar 2011, wenn die Fischbacher Mannschaft von Teammanager Edgar Hammes in Anspach zu Gast sei, habe man eine kleine Meisterfeier geplant – in welchem Rahmen diese stattfinden wird, ist allerdings noch nicht im Detail festgelegt.

 

Ein wenig „gehandicapt“ sei der Tabellenführer nach München gereist: Sonja Martenstein, die nach Einschätzung von Georg Komma hinsichtlich ihrer Leistungsstärke mit der 18 Jahre alten Engländerin Jessica Fletcher zu vergleichen ist, fehlte. Die 30-Jährige ist Ärztin im Krankenhaus und hatte Dienst. „Wir hoffen immer, dass es klappt und sie an unseren Spieltagen frei hat, aber diesmal ging es nicht. Immerhin hat es funktioniert, dass wir Jessica Fletcher zum dritten Mal in dieser Saison holen konnten“, so der Abteilungsleiter. Auch die Herren mussten auf einen Leistungsträger verzichten: Andreas Heinz litt unter muskulären Problemen. Der 19-Jährige spielte zwar am Samstag in Neuhausen seinem Team zuliebe, durfte sich tags darauf aber dann für die nächsten wichtigen Aufgaben, unter anderem die Deutschen Meisterschaften (03.-06.02.2011 in Bielefeld), schonen.

 

Ein Extra-Lob hielt Georg Komma für Mona Reich bereit: „Mona ist im Moment wieder eine Bank. Vor allem wenn es darauf ankommt, ist sie in der Lage, noch einmal zehn Prozent draufzupacken. Sie hat Samstag und Sonntag ihr ganzes Potenzial abgerufen.“ Die Zwar unterlag die 22-Jährige im Spiel gegen Neuhausen zusammen mit Jessica Fletcher Alexandra Langley und Jessica Willems in zwei Sätzen, doch auch in dieser Partie präsentierte sie sich ebenso in guter Verfassung wie kämpferisch. Der 5:3-Gesamtsieg gegen das Team von Mannschaftskapitän Konstantin Dubs war aus Sicht von Georg Komma „relativ klar“. Anschließend pflegten die Anspacher eine gute Tradition: Bereits seit 18 Jahren essen sie nach dem Spiel in Neuhausen im Lokal „Metzgerwirt“ zu Abend und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

 

„Am Sonntag hatten wir dann schon ein bisschen Bammel, weil der TSV Neubiberg zuletzt eine wirklich gute Serie hingelegt hat und sehr ausgeglichen besetzt ist“, meint Georg Komma. Im Vorfeld habe man ein 4:4 als „fast optimal“ eingestuft. Speziell der Anfang sei gegen den Tabellenzweiten nicht einfach gewesen: Das 1. Herrendoppel, nach dem Ausfall von Andreas Heinz umgestellt, ging in drei Sätzen an die Gastgeber. Und auch im Damendoppel unterlagen die Aspacher im ersten Durchgang. „Da wird einem plötzlich klar, dass die Partie auch 0:8 ausgehen kann“, erinnert sich Georg Komma. Dann aber habe Mona Reich das Match in die Hand genommen, so dass die junge Engländerin Jessica Fletcher ihre anfängliche Unsicherheit verlor. Mit Erfolg: Die SGA-Damen setzten sich letztlich mit 14:21, 21:18, 21:16 gegen Julia Hauber und Julia Schmidt durch. Spannend ging es weiter, so dass es an Routinier Arnd Vetters lag, ob die Gäste ohne Punktgewinn oder mit einem Zähler die Heimreise antreten würden. Der 32-Jährige sicherte letztlich mit einem Dreisatzsieg über Jan Patrick Helmchen das Unentschieden. Die Meisterschaft war unter Dach und Fach!

 

Von den Anspacher Spielern sind nach Aussage von Georg Komma mit Ausnahme von Franklin Wahab – der inzwischen beinahe unglaubliche 268 Bundesligaspiele (1. und 2. Liga) für die SGA in Folge (!) bestritt – alle zum ersten Mal aufgestiegen – ein besonderes Gefühl. Überhaupt zeichnet sich das Team nach Einschätzung des Abteilungsleiters in ganz besonderer Weise aus: nämlich durch ein immenses Zusammengehörigkeitsgefühl. „Um Konkretes über den Kader für die 1. Bundesliga zu sagen, ist es noch zu früh. Aber ich persönlich steige lieber ab als dass ich ein Team komplett umkrempele oder mir eines zusammenkaufe. Mir ist das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr wichtig. Es ist logisch, dass wir in der 1. Liga erst einmal Außenseiter sind, aber man muss auch erst einmal sehen, wie sich alles bei den anderen Mannschaften entwickelt.“

 

Bischmisheim und Maschen mit „Roter Laterne“

 

Im Abstiegskampf sieht es in der 2. Bundesliga Süd für den 1. BC Bischmisheim düster aus: Zu den Teams auf den Rängen sieben, sechs und fünf, die allesamt eine Bilanz von 9:15 aufweisen, haben die Saarländer vor den letzten beiden Spieltagen vier Punkte Rückstand. Das Erreichen des siebten Platzes, der den Klassenerhalt garantiert, erscheint unwahrscheinlich.

 

Im Norden machen wohl Schlusslicht VfL Maschen und Aufsteiger BC Eintracht Südring Berlin den Absteiger unter sich aus. Die Niedersachsen weisen derzeit vier Pluspunkte auf, das Team aus der Hauptstadt hat einen Zähler mehr auf dem Konto.

 

        

Die Ergebnisse vom 11. und 12. Spieltag im Überblick:

 

2. Bundesliga Nord:

 

11. Spieltag:

 

BV Wesel RW - BW Wittorf 5:3

1. BC Düren - VfL Maschen 4:4

1. BV Mülheim - TSV Trittau 6:2

STC BW Solingen – BC Eintr. Südring Berlin 5:3

 

12. Spieltag:

 

BV Wesel RW - TSV Trittau 5:3

1. BV Mülheim - BW Wittorf 5:3

STC BW Solingen - VfL Maschen 5:3

1. BC Düren – BC Eintr. Südring Berlin 6:2

 

2. Bundesliga Süd:

 

11. Spieltag:

 

TSV Neuhausen-Nymphenburg - SG Anspach 3:5

1. BC Viernheim - SV Fischbach 3:5

TSV Neubiberg/Ottobrunn - TV Wehen 6:2

SG Schorndorf - 1. BC Bischmisheim 7:1

 

12. Spieltag:

 

TSV Neuhausen-Nymphenburg - TV Wehen 3:5

TSV Neubiberg/Ottobrunn - SG Anspach 4:4

SG Schorndorf - SV Fischbach 5:3

1. BC Viernheim - 1. BC Bischmisheim 4:4

 

 

Vorschau nächster Spieltag

 

Die Saison 2010/2011 in der 2. Bundesliga wird am 26./27.02.2011 mit dem 13./14. Spieltag beendet.

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 11./12. Spieltag auch die Nachberichte des 1. BV Mülheim (vom 30.01.2011 und vom 31.01.2011) und des STC Blau-Weiß Solingen (vom 30.01.2011 und vom 31.01.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind.

  

  

Fotos

 

Eine Fotostrecke vom Spiel BVM gegen Wittorf finden Sie im Internet bei www.derwesten.de.

 

 

 

  

TSV Neubiberg/Ottobrunn - SG Anspach 4:4 (30.01.2011)

Die Vorstellung der SGA-Spieler in Neubiberg (v.l.): Mona Reich, Jessica Fletcher, Daniel Benz, Felix Schoppmann, Steffen Hornig, Franklin Wahab, Arnd Vetters (Andreas Heinz fehlte wegen einer Muskelverspannung).
Felix Schoppmann und Steffen Hornig (bisher ungeschlagen im 2. HD) siegten auch in Neubiberg in ihrem wohl besten 2. HD der Saison. Besonderheit: Felix Schoppmann präsentiert stolz die Trophäe seines verwandelten Matchballs. Mit dem letzten Schlag beim Sieg im 2. HD ging der Schläger zu Bruch.
Arnd Vetters erkämpft mit einem Dreisatzsieg die 4:3 Führung für die SG Anspach - mit diesem 4. Punkt ist die SGA definitiv aufgestiegen. Während der jubelnde Arnd Vetters auf seinen Mannschaftsführer Franklin Wahab zugeht, verlässt der Neubiberger Helmchen enttäuscht das Spielfeld.
Unmittelbar nach dem Unentschieden in Neubiberg (v.l.): SGA-Abteilungsleiter Georg Komma, Jessica Fletcher, Arnd Vetters, Daniel Benz, Steffen Hornig, Mona Reich, Felix Schoppmann, Andreas Heinz, Franklin Wahab sowie der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Valentin Zeh, mit Gattin Dorothee.

 

 

1. BV Mülheim - Blau-Weiss Wittorf 5:3 (30.01.2011)

Die Wittorfer Akteure Jan-Collin Strehse und Rafal Hawel.
Alexander Roovers und Martin Delfs vom 1. BVM jubeln über einen Punktgewinn.
Die Mannschaftskollegen fiebern mit, als Taufiq Hidayat Akbar das letzte Match des Tages betreitet.
Munn-Tzin Bong verbuchte in Mülheim bei zwei Einsätzen zwei Siege. Fotos: CP.

 

  

Anspach und Mülheim auf dem Weg in die Eliteklasse

Nachbericht zum 9. und 10. Spieltag in der 2. Bundesliga

 

(20.12.2010, CP) Vier Tage vor dem Ende der Saison 2010/2011 in den 2. Bundesligen scheinen die Aufsteiger nahezu festzustehen: Im Norden führt der 1. BV Mülheim nach zehn Siegen in zehn Partien die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor dem 1. BC Düren an, im Süden ist die Situation noch eindeutiger: Die SG Anspach liegt bereits sechs Zähler vor dem neuen Zweitplatzierten, dem TSV Neubiberg/Ottobrunn. Überhaupt veränderte sich die Tabellensituation am vergangenen Doppelspieltag, dem letzten im Jahr 2010, stark:

 

Der zuvor auf Rang zwei geführte 1. BC Viernheim fiel in der 2. Bundesliga Süd nach zwei Niederlagen auf Platz vier zurück, während sich der TSV Neubiberg/Ottobrunn dank zweier Siege von Platz vier auf Platz zwei verbesserte. Der SV Fischbach, der am 9./10. Spieltag durch einen Sieg und eine Niederlage zwei Zähler verbuchen konnte, ist weiterhin Dritter, der TSV Neuhausen-Nymphenburg und Aufsteiger TV Wehen bleiben Tabellenfünfter bzw. –sechster. Nach seinem zweiten Saisonerfolg gab der zweite Liga-Neuling, die SG Schorndorf, die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten ab und an die Zweitvertretung des 1. BC Bischmisheim weiter. Die Saarländer mussten die Saisonniederlagen Nummer sechs und sieben hinnehmen.

 

„Die Spielergebnisse des Wochenendes spielten unserem Team voll in die Karten: Der TV Wehen schlägt Verfolger Viernheim und Neubiberg schlägt Verfolger Fischbach und wird selbst zum Verfolger“, meint Georg Komma, Abteilungsleiter Badminton bei der SG Anspach, begeistert. Nicht zu vergessen: Die Hessen traten am 9./10.Spieltag auch selbst erneut stark auf. Beim 6:2-Erfolg der SGA gegen die SG Schorndorf waren für die Gastgeber Daniel Benz und Andreas Heinz zweifach siegreich, außerdem siegten Felix Schoppmann/Steffen Hornig im 2. Herrendoppel, Arnd Vetters im 3. Herreneinzel und Mona Reich im Dameneinzel. Für die Gäste punktete zweimal Kerstin Wagner, die im Damendoppel gemeinsam mit Natalie Tropf antrat und im Mixed an der Seite von Benjamin Wahl.

 

Überrascht war man auf Seiten des Tabellenführers über den deutlichen Sieg in Viernheim: Mit 7:1 gewannen die Gäste beim letztjährigen Liga-Neuling, der sich in dieser Saison bislang sehr leistungsstark gezeigt hatte. Allerdings musste Viernheim am Wochenende auf seine finnische Spitzenspielerin Nanna Vainio verzichten. Den Ehrenpunkt für die Gastgeber erzielten Bjoern Siegemund und Claudia Vogelgsang im Mixed. Eher unerwartet hatte Viernheim auch seine Partie tags zuvor beim TV Wehen verloren. Bei der 3:5-Niederlage des bisherigen Tabellenzweiten beim Aufsteiger steuerten Pavel Mecar und Ronald Huber jeweils zwei Punkte bei, außerdem war erneut Claudia Vogelgsang an einem Matcherfolg beteiligt.

 

In der 2. Bundesliga Nord gelangen neben dem 1. BV Mülheim auch Aufsteiger STC Blau-Weiß Solingen und dem BV Wesel Rot-Weiss jeweils zwei Siege. Für das Team aus der Klingenstadt stehen damit bereits drei Saisonerfolge zu Buche, hinzukommen drei Unentschieden. Trennte sich Solingen im Hinspiel noch 4:4 vom TSV Trittau, gewann der STC nun mit 5:3. Mit dem gleichen Ergebnis bezwang die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen den VfL Maschen, der damit weiterhin Schlusslicht in der Tabelle bleibt. Auch das Hinspiel hatte Solingen mit diesem Resultat für sich entschieden. Wesel, in der Hinrunde beim BC Eintracht Südring Berlin noch mit 3:5 unterlegen, setzte sich diesmal mit 6:2 durch. Mit dem 6:2-Sieg tags darauf in Maschen verbuchte die Mannschaft vom Niederrhein auch in der zweiten Begegnung in dieser Saison mit den Niedersachsen einen doppelten Punktgewinn.

 

Auf den ersten drei Plätzen der Tabelle gibt es nach dem 10. Spieltag keine Veränderung: Mülheim führt vor Düren, welches wiederum fünf Punkte vor Blau-Weiss Wittorf liegt, allerdings aufgrund des Unentschieden in Wittorf am Sonntag seinen Rückstand auf den Spitzenreiter aus dem Ruhrgebiet vergrößerte. Solingen verbesserte sich um zwei Plätze auf Rang vier, Wesel rückte ebenfalls zwei Plätze vor und ist nun Fünfter. Der TSV Trittau hingegen fiel nach Niederlagen gegen Düren und gegen Solingen um zwei Plätze auf Tabellenrang sechs zurück, die zuvor fünftplatzierten Berliner sind nach ebenfalls zwei Niederlagen nun Siebter.

 

Vorjahresmeister 1. BV Mülheim überließ am Sonntag Liga-Neuling BC Eintracht Südring Berlin nicht einmal einen Satz. Tags zuvor in Maschen konnten dagegen zweimal Hubert Paczek (im 1. Herreneinzel und im 1. Herrendoppel) und Sven Andrzejewski (im 1. Herrendoppel zusammen mit Hubert Paczek) für die Gastgeber punkten.  

 

        

Die Ergebnisse vom 9. und 10. Spieltag im Überblick:

 

2. Bundesliga Nord

 

9. Spieltag:

 

Sa.,18.12.2010        14:00           TSV Trittau - 1. BC Düren 3:5

Sa.,18.12.2010        14:00           BW Wittorf - STC BW Solingen 3:5

Sa.,18.12.2010        15:00           VfL Maschen - 1. BV Mülheim 2:6

Sa.,18.12.2010        15:00           Eintr. Südring Berlin - BV Wesel RW 2:6

 

10. Spieltag:

 

So.,19.12.2010        14:00           BW Wittorf - 1. BC Düren 4:4

So.,19.12.2010        14:00           TSV Trittau - STC BW Solingen 3:5

So.,19.12.2010        13:00           Eintr. Südring Berlin - 1. BV Mülheim 0:8

So.,19.12.2010        14:00           VfL Maschen - BV Wesel RW 2:6

 

 

2. Bundesliga Süd

 

9. Spieltag:

 

Sa.,18.12.2010        14:00           TV Wehen - 1. BC Viernheim 5:3

Sa.,18.12.2010        14:00           SG Anspach - SG Schorndorf 6:2

Sa.,18.12.2010        14:00           1. BC Bischmisheim 2 - TSV Neubiberg 2:6

Sa.,18.12.2010        14:00           SV Fischbach - TSV Neuhausen 5:3

 

10. Spieltag:

 

So.,19.12.2010        14:00           1. BC Viernheim  - SG Anspach 1:7

So.,19.12.2010        14:00           TV Wehen - SG Schorndorf 1:7

So.,19.12.2010        14:00           SV Fischbach - TSV Neubiberg 3:5

So.,19.12.2010        14:00           1. BC Bischmisheim 2 - TSV Neuhausen 2:6

 

 

Vorschau nächster Spieltag

 

Weiter geht es in der 2. Bundesliga am 29./30. Januar 2011 mit dem nächsten Doppelspieltag der Saison 2010/2011 (11./12. Spieltag).

 

  

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 9./10. Spieltag auch die ausführlichen Nachberichte des 1. BV Mülheim (beide vom 19.12.2010), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind.

 

 

Am Rande

 

Ronny Pabst hat Fotos von der Begegnung zwischen dem BC Eintracht Südring Berlin und dem BV Wesel Rot-Weiss ins Internet gestellt. Hier geht´s dorthin …

 

 

Keine Chance für die Verfolger

Franklin Wahab und Mona Reich von der SG Anspach haben gut Lachen: Liegt ihr Verein doch derzeit mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Fotos: Georg Komma.

Nachbericht zum 8. Spieltag in der 2. Bundesliga

 

(06.12.2010, CP) Äußerst unterschiedliche Entwicklungen brachte der 8. Spieltag in den zweithöchsten deutschen Spielklassen mit sich: Während die Reihenfolge in der Tabelle der 2. Bundesliga Süd im Vergleich zum 7. Spieltag unverändert blieb, gab es im Norden einen „munteren Plätzetausch“: Blau-Weiß Wittorf schob sich durch einen 6:2-Erfolg im schleswig-holsteinischen Duell gegen den TSV Trittau von Rang vier auf Rang drei vor, Aufsteiger BC Eintracht Südring verbesserte sich durch sein Unentschieden gegen den VfL Maschen von Platz sieben auf Platz fünf, während der zuvor drittplatzierte TSV Trittau nun auf Rang vier geführt wird und der zweite Liga-Neuling, der STC Blau-Weiß Solingen, nach einer 0:8-Heimniederlage gegen den 1. BC Düren von Platz fünf auf den sechsten Rang zurückfiel.

 

Im Norden verbuchte der 1. BV Mülheim im achten Spiel seinen achten Sieg und behielt damit eine „Weiße Weste“. Nach wie vor liegt die Mannschaft von Trainer Boris Reichel drei Punkte vor ihrem ärgsten Verfolger, dem 1. BC Düren. Denn auch das Team von der Rur erzielte am Sonntag einen doppelten Punktgewinn: Bei ihrem 8:0-Erfolg in Solingen ließen die Düren den Gastgebern keine Chance. Weitaus enger gestaltete sich die Begegnung in Wesel, wo Spitzenreiter 1. BV Mülheim beim BV Wesel Rot-Weiss zu Gast war. Wie im Hinspiel setzte sich der Vorjahresmeister aus der Ruhrstadt mit 5:3 durch. Allerdings gingen in der Begegnung zwei Matches kampflos an den aktuellen Tabellensiebten und eines musste vorzeitig abgebrochen werden. Da Nationalspielerin Johanna Goliszewski entgegen den ursprünglichen Planungen nicht auf Seiten der Mülheimer zur Verfügung stand (sie war bei den Welsh International überaus erfolgreich unterwegs und bestritt in Cardiff am Sonntag das Finale im Mixed, welches sie – an der Seite von Erstligaspieler Peter Käsbauer vom PTSV Rosenheim – auch gewann), sollte die frühere Nationalspielerin Michaela Peiffer im Damendoppel zum Einsatz kommen. Doch sie konnte aufgrund einer Verletzung nicht antreten. Im 1. Herrendoppel verletzte sich Routinier Dharma Gunawi, was zum Abbruch des Matches führte. Das Mixed, für das Dharma Gunawi ebenfalls vorgesehen war, konnte daraufhin nicht ausgetragen werden. Jeweils zwei Punkte steuerten die BVM-Akteure Alexander Roovers und Martin Delfs (Dänemark) zum Sieg ihrer Mannschaft bei, indem sie jeweils ihr Einzel für sich entschieden und gemeinsam das 2. Herrendoppel gewannen.

 

Nachdem sich das Team aus der Klingenstadt im Hinspiel vor Dürener Publikum ein 4:4-Unentschieden erkämpft hatte, bestanden diesmal zu keiner Zeit Hoffnungen beim STC Blau-Weiß Solingen, dem bisherigen Kontostand (mindestens) einen Punkt hinzuzufügen. Lediglich im 1. Herrendoppel, zwischen Rio Wilianto/Matthias Kissing und David Washausen/Philipp Wachenfeld, benötigten die Gäste drei Sätze, um das Match für sich zu entscheiden. Alle anderen sieben Partien waren klare Zweisatz-Angelegenheiten für die Mannschaft von Teammanager Michael Pütz, in der lediglich der Engländer Harry Wright fehlte, da er wie Johanna Goliszewski bei den Welsh International aufschlug. Gastgeber Solingen hingegen plagen nach wie vor arge Personalprobleme: Gleich vier Stammspielerinnen bzw. –spieler fielen aus, so dass zu einem Großteil Athletinnen und Athleten aus der Oberliga-Mannschaft zum Einsatz kamen. So gab beispielsweise Jugend-Nationalspieler Niklas Niemczyk sein Zweitliga-Debüt. Der 17-Jährige musste sich im 3. Herreneinzel Philipp Wachenfeld mit 15:21, 14:21 geschlagen geben. Letzterer verbuchte damit – ebenso wie David Washausen (1. HD und MX), Sandra Marinello (DD und MX) und Mathieu Pohl (2. HE und 2. HD) – zwei Punktgewinne.

 

Im Süden baute der Tabellenführer nach dem 7. Spieltag, die SG Anspach, seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten 1. BC Viernheim zum Auftakt der Rückrunde auf nun vier Zähler aus und hat sich damit bereits ein ansprechendes Polster im Hinblick auf den angestrebten Aufstieg verschafft. Während der Dritte des Vorjahres im Hessen-Derby gegen Aufsteiger TV Wehen einen 6:2-Sieg erzielte, kam der in dieser Saison bislang stark aufspielende 1. BC Viernheim beim Tabellenletzten, der SG Schorndorf, nur zu einem Unentschieden. Damit reduzierte sich zugleich der Abstand der Viernheimer zum aktuell Drittplatzierten um einen Zähler. Denn der SV Fischbach verbuchte mit dem 5:3 bei der Zweitvertretung des 1. BC Bischmisheim seinen vierten Saisonsieg.

 

In Anspach war an beiden Punktgewinnen für die Gäste aus Wehen Stefanie Struschka beteiligt: Sie gewann sowohl zusammen mit Sandra Emrich das Damendoppel als auch das Dameneinzel gegen Mona Reich. Damit revanchierte sich Stefanie Struschka zugleich bei der „Ranglisten-Königin“ für die Niederlage im Finale der Hessischen Meisterschaften. Unter den SGA-Akteuren waren es Daniel Benz und Andreas Heinz, die jeweils zwei Zähler zum Gesamtsieg ihrer Mannschaft beisteuerten. Gemeinsam setzten sie sich im 1. Herrendoppel gegen Daniel Schmidt und Florian Funk durch, außerdem gewannen beide ihr Einzel. „Das Punktergebnis von 349:309 zugunsten der SGA signalisiert deutlich, dass es sich hier nicht um eine Partie mit Klassenunterschied gehandelt hat“, relativiert Georg Komma, Abteilungsleiter Badminton in Anspach, das augenscheinlich klare Endergebnis. „Nun heißt es erst mal tief durchschnaufen, ehe am 18. Dezember Schorndorf anreist und am 19. Dezember beim 1. BC Viernheim das Top-Spiel der Liga ansteht“, so Georg Komma weiter.

 

Liga-Neuling SG Schorndorf freute sich unterdessen über den insgesamt dritten Punkt in der Saison 2010/2011, nachdem die Mannschaft aus Baden-Württemberg die Zähler Nummer eins und zwei am 3. Spieltag durch einen 5:3-Sieg gegen den TV Wehen verbucht hatte. Gegen den Tabellenzweiten 1. BC Viernheim behielten die Gastgeber im Damendoppel, im 2. Herrendoppel und im 2. und 3. Herreneinzel die Oberhand. Die Gäste waren entsprechend im 1. Herrendoppel, im 1. Herreneinzel, im Dameneinzel und im Mixed siegreich. Dabei hatten sie noch Glück: Die Viernheimer Pavel Mecar und Björn Siegemund setzten sich im 1. Herrendoppel erst mit 21:19 im dritten Satz durch. Im Mixed bezwang der ehemalige Nationalspieler Björn Siegemund an der Seite von Neuzugang Claudia Vogelgsang Benjamin Wahl und Kerstin Wagner mit 25:23, 22:20. 325:336 Spielpunkte standen am Ende auf dem Spielbericht. Im Hinspiel, am 1. Spieltag, hatte sich die SG Schorndorf in Viernheim noch mit 1:7 geschlagen geben müssen.

 

 

Die Ergebnisse vom 8. Spieltag im Überblick:

 

2. Bundesliga Nord:

 

BC Eintracht Südring Berlin – VfL Maschen 4:4

BV Wesel RW – 1. BV Mülheim 3:5

BW Wittorf – TSV Trittau 6:2

STC Blau-Weiß Solingen – 1. BC Düren 0:8

 

2. Bundesliga Süd:

 

SG Anspach - TV Wehen 6:2

TSV Neuhausen - TSV Neubiberg 2:6

SG Schorndorf  - 1. BC Viernheim 4:4

1. BC Bischmisheim 2 - SV Fischbach 3:5

 

Vorschau nächster Spieltag

 

Weiter geht es in der 2. Bundesliga am 18./19. Dezember 2010 mit dem nächsten Doppelspieltag  der Saison 2010/2011 (9./10. Spieltag).

 

Am Rande

 

Fotos von der Begegnung zwischen dem BC Eintracht Südring Berlin und dem VfL Maschen finden Sie hier …

 

 

Favoriten Mülheim und Anspach am Ende der Hinrunde beide deutlich vorn

Nachbericht zum 6. und 7. Spieltag 2010/2011

Nord: 13.11.10: Wesel - Solingen 7:1 / Mülheim - Düren 6:2 /  Maschen -Trittau 1:7 / Südring Berlin -  Wittorf 2:6;
Nord: 14.11.10: Wittorf - Maschen 6:2 / Trittau - Berlin 6:2 / Solingen - Mülheim 1:7 / Düren - Wesel 5:3;
Süd: 13.11.10: Neuhausen - Schorndorf 5:3 / Neubiberg - Viernheim 4:4 / Wehen - Fischbach 2:6 / Anspach - Bischmisheim 2 8:0.
Süd 14.11.10: Bischmisheim 2 - Wehen 4:4 / Fischbach - Anspach 1:7 / Schorndorf - Neubiberg 2:6 / Viernheim - Neuhausen 5:3.

(15.11.10, MK) Der 1. BV Mülheim bleibt in der 2. Liga Nord Tabellenführer. Im direkten Vergleich wiesen sie Verfolger Düren mit 6:2 in die Schranken. Die Rheinländer bleiben aber dank des Sieges über Wesel auf Rang zwei. Erfolgreich verlief das Wochenende auch für die schleswig-holsteinischen Vereine Trittau und Wittorf. Beiden gelang jeweils ein Doppelsieg. Sie haben jetzt 8:6 Punkte und stehen in der oberen Tabellenhälfte. Als Schlusslicht löst der VfL Maschen RW Wesel ab. Die Niedersachsen erlebten ebenso ein punkteloses Wochenende wie der STC Solingen und Eintracht Südring Berlin.

8:0 und 7:1 - die SG Anspach unterstrich nachdrücklich iihren Führungsanspruch in der 2. Liga Süd. Die Hessen haben nun drei Punkte Vorsprung auf die munteren Unentschieden-Spezialisten aus Viernheim, die offenbar unschlagbar sind. Immerhin viermal schaffte das Team um Altmeister Björn Siegemund und die immergrüne Claudia Vogelgang zumindestens ein 4:4. Diesmal kam noch ein 5:3-Heimsieg gegen den TSV Neuhausen hinzu. Der TV Wehen holte bei Bischmisheims Zweiter ein Unentschieden und behielt vor den Saarländern damit Platz sechs mit einem Punkt Vorsprung. Den zweiten Abstiegsplatz belegt die SG Schorndorf, die sowohl in Neuhausen als auch gegen Neubiberg unterlag.  

Die Rückrunde beginnt am 5. Dezember.

Mülheim weiter vorn, Neuhausen fällt zurück

Das Team der SG Anspach, hier vor dem Spiel gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg, befindet sich derzeit auf Aufstiegskurs. V.l.: Felix Schoppmann, Steffen Hornig, Franklin Wahab, Arnd Vetters, Andreas Heinz, Daniel Benz, Dr. Sonja Martenstein, Mona Reich. Foto: Tyagita Amurwani Hidayat.

Nachbericht zum 4. und 5. Spieltag 2010/2011

 

(01.11.2010, CP) Vier Vereinen, zweien aus der 2. Bundesliga Nord und zweien aus dem Süden, gelang es am zweiten Doppelspieltag der Saison 2010/2011, ihre beiden Partien siegreich zu gestalten:

 

Der 1. BV Mülheim gewann auf seiner Schleswig-Holstein-Reise sowohl gegen den TSV Trittau als auch gegen Blau-Weiß Wittorf mit 6:2 und verteidigte damit die Tabellenführung erfolgreich. Als einziges aller 16 Teams aus den zweithöchsten deutschen Spielklassen ist die Mannschaft aus der Ruhrstadt nach fünf Spieltagen noch verlustpunktfrei. Auch der 1. BC Düren, ärgster Verfolger des 1. BVM, fuhr am letzten Oktoberwochenende vier Zähler ein: Der Tabellenzweite bezwang zunächst am Samstag den VfL Maschen auswärts mit 5:3, bevor die Dürener tags darauf bei Aufsteiger BC Eintracht Südring einen 6:2-Erfolg verbuchten.

 

Im Süden erzielte die SG Anspach mit dem 7:1 gegen den bisherigen Spitzenreiter TSV Neuhausen-Nymphenburg und dem darauffolgenden 8:0 gegen den TSV Neubiberg/Ottobrunn zwei Kantersiege und übernahm mit nunmehr insgesamt vier Siegen und einem Unentschieden die Tabellenführung. Der TSV Neuhausen-Nymphenburg unterlag auch am Sonntag (mit 3:5 bei Aufsteiger TV Wehen) und fiel mit einer jetzt ausgeglichenen Bilanz von 5:5 Punkten auf den vierten Tabellenplatz zurück. Der TV Wehen hingegen hat nach dem Doppelspieltag allen Grund zur Freude: Nachdem die Mannschaft, die federführend von der ehemaligen Nationalspielerin Heike Schönharting trainiert wird, mit drei Niederlagen in die aktuelle Spielzeit gestartet war, erzielte sie am vergangenen Wochenende in beiden Begegnungen einen Sieg. Am Samstag musste sich nämlich bereits der TSV Neubiberg/Ottobrunn – übrigens mit dem gleichen Ergebnis wie sein Lokalrivale – geschlagen geben.

 

Unentschieden ging im Norden keine der acht Partien aus, vielmehr kamen neben den „doppelten Siegern“ Mülheim und Düren vier Vereine zu jeweils einem Sieg: Blau-Weiß Wittorf bezwang den BV Wesel Rot-Weiss vor eigenem Publikum mit 5:3 und war damit zum ersten Mal in der Saison 2010/2011 siegreich, Aufsteiger Eintracht Südring Berlin verbuchte in eigener Halle mit dem 5:3 gegen den zweiten Liga-Neuling, den STC Blau-Weiß Solingen, seinen zweiten Saisonsieg, während der TSV Trittau bei seinem 6:2-Heimsieg ebenso erstmals in der Spielzeit 2010/2011 doppelt punktete wie Wittorf und Solingen. Das Team aus der Klingenstadt, das nach wie vor aus Verletzungsgründen auf drei Stammspieler verzichten muss (Samantha Barning, Helen Davies und Oliver Pongratz), setzte sich beim VfL Maschen mit 5:3 durch, nachdem es zuvor drei Unentschieden und eben die Niederlage in der Hauptstadt verzeichnet hatte. Gänzlich ohne Punktgewinn blieben damit am zweiten Doppelspieltag der VfL Maschen und der BV Wesel Rot-Weiss, die nach fünf von insgesamt 14 Spieltagen die Plätze sieben und acht der Tabelle belegen.

 

In der 2. Bundesliga Süd erzielten der SV Fischbach und der 1. BC Bischmisheim als erfolgreichste Mannschaften hinter den zweifachen Siegern Anspach und Wehen je einen Sieg und ein Unentschieden. Ein überaus erfolgreiches Wochenende also gerade auch für die Saarländer, die in allen drei Partien in dieser Saison zuvor mit 0:8 untergegangen waren. Nun verbuchte die Zweitvertretung des fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters zunächst einen 5:3-Heimsieg gegen Aufsteiger SG Schorndorf, ehe sie tags darauf gegen den in dieser Saison stark agierenden 1. BC Viernheim ein Remis folgen ließ. Letzterer hatte am Samstag, beim SV Fischbach, ebenfalls Unentschieden gespielt und belegt derzeit hinter der SG Anspach Tabellenrang zwei – eine Verbesserung um einen Platz im Vergleich zum vorherigen Tabellenstand. Der SV Fischbach machte am letzten Oktoberwochenende gleich zwei Plätze gut: Nach dem Remis gegen Viernheim gelang der Mannschaft von Teammanager Edgar Hammes ein 7:1-Sieg gegen Schorndorf, so dass sie nun Dritter ist – drei Gutpunkte hinter den Hessen um SGA-Mannschaftskapitän Franklin Wahab. Eine „Nullrunde“ verzeichneten am 4./5. Spieltag folglich Schorndorf, Neuhausen und Neubiberg.

 

Das Ergebnis täuscht allerdings ein wenig darüber hinweg, wie eng und spannend es teilweise in den einzelnen Spielen zuging“, so Wim Kölsch, Pressewart des 1. BV Mülheim, nach dem 6:2-Erfolg der Gäste beim TSV Trittau. Schließlich fiel in der Hälfte der acht Matches erst im dritten Satz die Entscheidung. Dabei hatten zweimal die Gastgeber das bessere Ende für sich: So setzten sich die ehemaligen Nationalspielerinnen Janet Köhler und Annekatrin Lillie mit 15:21, 22:20, 24:22 gegen Petra Reichel und die einzige aus diesem Quartett, die aktuell zur deutschen Nationalmannschaft zählt, Johanna Goliszewski, durch. Letztere feierte nach längerer Verletzungspause ihren Einstand beim 1. BVM und musste sich gegen Trittau auch in ihrem zweiten Match knapp geschlagen geben: An der Seite von Mixed-Partner Dharma Gunawi unterlag die EM-Dritte von 2010 mit dem deutschen Damenteam mit 21:17, 16:21, 19:21. Gegen Wittorf, einen Tag später, freute sich Johanna Goliszewski dann über ihre ersten beiden Siege für Mülheim: Sowohl im Damendoppel als auch im Mixed war sie beim Vizemeister des Vorjahres erfolgreich – wenngleich der Punktgewinn im Damendoppel beim 21:17,18:21, 22:20 durchaus glücklich war. In Wittorf musste der 1. BVM in insgesamt drei Matches über drei Sätze gehen, die er aber alle für sich entschied.  

 

Ohne die beiden englischen Stammspieler Neil White und Alexandra Langley verlief das vergangene Wochenende für den TSV Neuhausen bitter. Mit einem Unentschieden und zwei Siegen hervorragend in die Saison 2010/2011 gestartet, mussten die Bayern den „Platz an der Sonne“ nun wieder verlassen und finden sich vorerst nur auf Tabellenrang vier wieder. In der Partie bei der SG Anspach sorgten Konstantin Dubs und Jessica Willems durch einen 25:23, 21:17-Erfolg über Franklin Wahab und Sonja Martenstein für den Ehrenpunkt zugunsten des TSV. Das gemischte Doppel war auch tags darauf in Wehen in zwei Sätzen siegreich, außerdem punktete Konstantin Dubs gemeinsam mit Eric Patz im 2. Herrendoppel. Eric Patz wiederum ging zudem aus dem 3. Herreneinzel hervor und war damit ebenfalls eine wesentliche Stütze der Gäste aus München. Bei Wehen freuten sich gleich drei Akteure über einen doppelten Punktgewinn: Sowohl Robert Georg (1. Herrendoppel und 1. Herreneinzel) als auch Daniel Schmidt (1. Herrendoppel und 2. Herreneinzel) und Stefanie Struschka (Dameneinzel und Damendoppel) gewannen gegen Neuhausen zwei Partien. Robert Georg und Stefanie Struschka hatten bereits tags zuvor gegen Neubiberg/Ottobrunn jeweils zwei Zähler zum ersten Saisonsieg des Aufsteigers beigesteuert. Anstelle von Daniel Schmidt war am Samstag der deutsche Jugend-Nationalspieler Thomas Legleitner im 3. Herreneinzel siegreich. Wehen verbesserte sich nach den beiden Siegen vom siebten auf den sechsten Tabellenplatz.

 

Der neue Spitzenreiter im Süden, die SG Anspach, musste sowohl gegen Neuhausen als auch gegen Neubiberg dreimal in die Verlängerung gehen und entschied diese jeweils für sich. Ähnlich wie der 1. BVM, so verwies auch Georg Komma, Abteilungsleiter Badminton bei der SGA, auf die Resultate der einzelnen Partien. Die extrem deutlichen Gesamtergebnisse spiegeln sicherlich nicht das Potenzial der Gegner wider. So musste nämlich auch Neubiberg auf eine wertvolle Kraft verzichten: Der Finne Markus Heikkinen, Nummer eins im Herreneinzel, stand am 4./5. Spieltag nicht zur Verfügung.

 

Die Mannschaft hat sich an diesem Wochenende prächtig präsentiert. Mona und Sonja harmonieren im Doppel immer besser und die Männer – allen voran Daniel Benz mit acht Siegen und keiner Niederlage – legen den wohl besten Saisonstart in der SGA-Geschichte hin“, meinte Georg Komma, schränkt jedoch ein: „Aber der Weg zum Ziel ist noch lang und das reduzierte Verfolgerfeld lauert nur auf einen Ausrutscher der Taunusstädter.“

 

Die Ergebnisse vom 4. und 5. Spieltag im Überblick:

 

4. Spieltag:

 

2. Bundesliga Nord:

BW Wittorf -  BV Wesel RW 5:3

VfL Maschen - 1. BC Düren 3:5

TSV Trittau - 1. BV Mülheim 2:6

Eintr. Südring Berlin - STC BW Solingen 5:3

 

2. Bundesliga Süd:

SG Anspach - TSV Neuhausen 7:1

SV Fischbach - 1. BC Viernheim 4:4

TV Wehen - TSV Neubiberg 5:3

1. BC Bischmisheim 2 - SG Schorndorf 5:3

 

5. Spieltag:

 

2. Bundesliga Nord:

TSV Trittau - BV Wesel RW 6:2

BW Wittorf - 1. BV Mülheim 2:6

VfL Maschen - STC BW Solingen 3:5

Eintr. Südring Berlin - 1. BC Düren 2:6

 

2. Bundesliga Süd:

TV Wehen - TSV Neuhausen 5:3

SG Anspach - TSV Neubiberg 8:0

SV Fischbach - SG Schorndorf 7:1

1. BC Bischmisheim 2 - 1. BC Viernheim 4:4

 

Vorschau nächster Spieltag

 

Weiter geht es in der 2. Bundesliga am 13./14. November 2010 mit dem nächsten Doppelspieltag  der Saison 2010/2011 (6./7. Spieltag), der zugleich auch den Abschluss der Hinrunde darstellt.

 

Am Rande

 

Fotos von der Partie Eintracht Südring Berlin gegen den 1. BC Düren finden Sie hier …

Fotos von der Partie Eintracht Südring Berlin gegen den STC Blau-Weiß Solingen finden Sie hier …

 

 

Neuhausen katapultiert sich an die Spitze, Auswärtserfolg für Aufsteiger Berlin

Das Team des TSV Trittau vor Beginn der Partie in Solingen. Nach der 2:6-Niederlage tags zuvor in Düren erzielten die Norddeutschen beim STC ein 4:4. Foto: Horst Rosenstock.

Nachbericht zum 2. und 3. Spieltag in der 2. Bundesliga

 

(04.10.2010, CP) Der erste Doppelspieltag der Saison 2010/2011 hat die Tabelle in den zweithöchsten deutschen Spielklassen teils kräftig durcheinandergewirbelt. So schob sich beispielsweise im Süden der bisher viertplatzierte TSV Neuhausen-Nymphenburg an die Tabellenspitze, während der vorher führende SV Fischbach auf Rang fünf abrutschte.Im Norden bildet der nach dem 1. Spieltag fünftplatzierte, amtierende Vize-Meister Blau-Weiss Wittorf nun das Schlusslicht, und Aufsteiger Blau-Weiß Solingen, nach seiner ersten Zweitligapartie nach mehr als 20 Jahren auf Rang sechs befindlich, kletterte auf Platz drei.

 

Drei Vereinen gelang es am Wochenende, jeweils vier Punkte einzufahren: Der 1. BV Mülheim, Meister in der 2. Bundesliga Nord in der Saison 2009/2010, setzte sich in eigener Halle sowohl gegen den VfL Maschen durch (5:3) als auch gegen den zweiten Liga-Neuling neben dem STC, Eintracht Südring Berlin (7:1). Mit einer „Weißen Weste“ (6:0 Punkte) führt das Team von der Ruhr die Tabelle nach drei Spieltagen weiter an. Dahinter rangiert der 1. BC Düren (5:1 Zähler), der 2010/2011 erst seine zweite Zweitligaspielzeit in der Vereinsgeschichte bestreitet und am Samstag vor eigenem Publikum zunächst den TSV Trittau mit 6:2 besiegte, ehe ihm einen Tag später ein 7:1-Erfolg gegen Blau-Weiss Wittorf gelang. Im Süden kam der TSV Neuhausen-Nymphenburg zu einem doppelten Punktgewinn: Die Bayern bezwangen in eigener Halle erst den letztjährigen Vize-Meister SV Fischbach mit 5:3 und verbuchten einen Tag später gegen den 1. BC Bischmisheim einen 8:0-Kantersieg. Der Lohn: Der TSV ist derzeit Spitzenreiter in der 2. Bundesliga Süd.

 

Die unter großen personellen Problemen leidende Zweitvertretung des Deutschen Mannschaftsmeisters aus Saarbrücken musste hingegen bereits die dritte 0:8-Niederlage in Folge hinnehmen. Einen Tag vorher unterlag der BCB mit dem gleichen Ergebnis beim TSV Neubiberg/Ottobrunn, zum Auftakt hatten die Saarländer beim SV Fischbach keine Chance.

 

Apropos personelle Probleme: Hiervon ist der 1. BC Bischmisheim keineswegs alleine betroffen. Blau-Weiss Wittorf beispielsweise musste das vergangene Wochenende ebenfalls stark geschwächt in Angriff nehmen. Beim STC Blau-Weiß Solingen, Gegner der Schleswig-Holsteiner am Samstag, fehlte die niederländische Nationalspielerin Samantha Barning verletzungsbedingt, und der SV Fischbach war gezwungen, auf Jonas Geigenberger (wichtige Prüfungen in der Uni ab dem heutigen Montag) und Svenja Weyrauch (verletzt) zu verzichten.

 

„Das Wochenende ist alles andere als optimal gelaufen. Da wir zwei Stammspieler ersetzen mussten, waren die Vorzeichen schon nicht sehr günstig. Im Vorfeld haben wir gesagt: Wenn wir zwei Punkte aus dem Wochenende mitnehmen würden, wäre das gut. Nun ist es einer geworden ... Uns war aber auch von vorneherein klar, dass das Münchner Wochenende ein hartes werden würde“, meint Fischbachs Teammanager Edgar Hammes. „Aber“, so der hauptverantwortliche Trainer der Zweitligamannschaft weiter, „die anderen Titelfavoriten haben auch Federn gelassen. Ich hoffe, dass wir zu den nächsten Spielen komplett antreten können. Dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus, dann sind wir in den Doppeln wesentlich stärker als wir es diesmal waren. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, schließlich hatten wir in der vergangenen Saison zu diesem Zeitpunkt die gleiche Ausbeute, haben uns dann aufgerappelt und das Beste aus der Saison rausgeholt.“ Beim TSV Neuhausen-Nymphenburg hatten die Gäste speziell damit geliebäugelt, dass sie das 3. Herreneinzel für sich würden entscheiden können. „Das wäre dann der vierte Punkt gewesen“, meint Edgar Hammes. Doch Neuhausens Patrick Beier bezwang Philip Merz in drei Sätzen. Dafür habe man umgekehrt nicht damit gerechnet, dass das 2. Herrendoppel „so glatt an uns geht“.

 

Grund zur Freude hatte dagegen der BC Eintracht Südring: Der Aufsteiger in die 2. Bundesliga Nord verbuchte am Samstag durch einen 5:3-Auswärtssieg beim BV Wesel Rot-Weiss seine ersten beiden Punkte in dieser Spielzeit. „Mit dem Wochenende sind wir insgesamt zufrieden, vor allem natürlich mit dem Samstag, als wir etwas überraschend gewinnen konnten. Am Sonntag hat dann niemand seine beste Leistung gezeigt, Mülheim hat verdient gewonnen“, meinte Berlins Mannschaftskapitän Andreas Kämmer. Der 1. BVM setzte sich mit 7:1 durch. Dabei gelang einzig dem Mixed Jens Ehlert/Monja Bölter ein Matchgewinn für den BC Eintracht Südring. „Am Samstag war das Knackpunktspiel das 1. Herreneinzel, das Calum Melzies gegen Wesels Rune Massing gewann. Danach haben alle noch einen Zahn zugelegt“, sagt Andreas Kämmer, der selbst in Wesel sowohl im Einzel als auch im Doppel siegreich war. Optimistisch sieht der Berliner den nächsten Spieltagen entgegen: „Vor allen Dingen, wenn man die anderen Ergebnisse anschaut, sind wir gut dabei. Mülheim und Düren befinden sich vorneweg, aber dahinter sind es recht enge Geschichten. Das zeigt, dass es bei jedem Team etwas zu holen gibt.“

 

Starke Leistungen boten am Wochenende unter anderem auch Aufsteiger STC Blau-Weiß Solingen, die beiden letztjährigen Liga-Neulinge 1. BC Düren und 1. BC Viernheim sowie der TSV Neubiberg/Ottobrunn. Das Team aus der Klingenstadt kam gegen die beiden schleswig-holsteinischen Vertreter Blau-Weiss Wittorf und TSV Trittau jeweils zu einem Unentschieden, während die Mannschaft von der Rur – wie bereits weiter oben aufgeführt – gegen die gleichen Gegner jeweils deutliche Siege einfuhr. In der Südliga bezwang der 1. BC Viernheim zunächst in eigener Halle Aufsteiger TV Wehen mit 5:3, ehe er einen Tag später der SG Anspach vor deren Publikum ein Remis abtrotzte. Der TSV Neubiberg/Ottobrunn holte, nachdem er am Samstag dem 1. BCB keine Chance gelassen hatte (hier gingen alle Matches in zwei Sätzen an die Gastgeber), beim 4:4 gegen den SV Fischbach den dritten Punkt des Wochenendes.     

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

2. Bundesliga Nord

 

Die Ergebnisse vom 3. Spieltag: 1. BC Düren – Blau-Weiss Wittorf 7:1, 1. BV Mülheim – Eintracht Südring Berlin 7:1, BV Wesel Rot-Weiss – VfL Maschen 5:3, STC Blau-Weiß Solingen – TSV Trittau 4:4.

Die Ergebnisse vom 2. Spieltag: STC Blau-Weiß Solingen – Blau-Weiss Wittorf 4:4, 1. BC Düren – TSV Trittau 6:2, 1. BV Mülheim – VfL Maschen 5:3, BV Wesel Rot-Weiss – BC Eintracht Südring Berlin 3:5.

 

2. Bundesliga Süd

 

Die Ergebnisse vom 3. Spieltag: SG Schorndorf – TV Wehen 5:3, TSV Neubiberg/Ottobrunn – SV Fischbach 4:4, SG Anspach – 1. BC Viernheim 4:4, TSV Neuhausen-Nymphenburg – 1. BC Bischmisheim 8:0.

Die Ergebnisse vom 2. Spieltag: TSV Neubiberg/Ottobrunn – 1. BC Bischmisheim 8:0, 1. BC Viernheim – TV Wehen 5:3, SG Schorndorf – SG Anspach 2:6, TSV Neuhausen-Nymphenburg – SV Fischbach 5:3.

 

Vorschau nächster Spieltag

 

Weiter geht es in den 2. Bundesligen am 30./31.Oktober mit dem nächsten Doppelspieltag (4./5. Spieltag).

 

Fischbach und Mülheim an der Spitze

Den SGA-Spielern Daniel Benz (l.) und Andreas Heinz gelang ein erfolgreicher Start. Sie siegten jeweils im Einzel und im Doppel. Foto: Georg Komma.

Nachbericht zum 1. Spieltag in der 2. Bundesliga

 

(27.09.2010, CP) Gleich der Auftakt in den beiden 2. Bundesligen hat teils bemerkenswerte Ergebnisse ergeben. So verbuchte beispielsweise der SV Fischbach, der sich als letztjähriger Tabellenzweiter im Süden für die aktuelle Saison den Gewinn der Meisterschaft zum Ziel gesetzt hat, am 1. Spieltag einen 8:0-Kantersieg gegen die 2. Mannschaft des Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Bischmisheim. Einzig ein Match musste der 1. BC Viernheim, Aufsteiger in die zweithöchste deutsche Spielklasse zur Saison 2009/2010, bei seinem 7:1-Heimsieg gegen den diesjährigen Liga-Neuling SG Schorndorf abgeben. Auch der SG Anspach, Dritter in der vorangegangenen Saison in der 2. Bundesliga Süd, gelang mit dem 6:2-Auswärtserfolg bei Aufsteiger TV Wehen ein erfolgreicher Saisoneinstieg. Allerdings fiel hier, ebenso wie in der Begegnung zwischen Viernheim und Schorndorf, in vier Matches erst im dritten Satz die Entscheidung über den Punktgewinn. Als einzige Partie im Süden endete das Aufeinandertreffen der beiden Münchner Lokalrivalen TSV Neubiberg/Ottobrunn und TSV Neuhausen-Nymphenburg Remis.

 

Im Norden liegen die Resultate insgesamt näher beieinander als in der 2. Bundesliga Süd: Vorjahresmeister 1. BV Mülheim setzte sich gegen den BV Wesel Rot-Weiss ebenso mit 5:3 durch wie der VfL Maschen gegen Aufsteiger BC Eintracht Südring Berlin. Der STC Blau-Weiß Solingen erzielte als zweiter Liga-Neuling neben dem Verein aus der Hauptstadt gleich in seiner ersten Partie einen Punkt – und das auch noch auswärts: In einem NRW-internen Duell beim 1. BC Düren, der in der Spielzeit 2009/2010 erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der zweithöchsten deutschen Spielklasse antrat, gelang der Mannschaft aus der Klingenstadt ein 4:4-Unentschieden. Genauso teilten sich die beiden schleswig-holsteinischen Vertreter, der TSV Trittau und Blau-Weiss Witttorf, die zu vergebenden Punkte.

 

Zahlreiche „doppelte Erfolge“

 

Dabei schafften es gleich vier Aktive, jeweils zwei Spiele zu gewinnen: Philip Droste steuerte durch Siege im Herrendoppel und im Herreneinzel Zähler für die Gäste aus Wittorf bei, Jan-Collin Strehse durch Erfolge im Herreneinzel und im Mixed. Für Trittau punktete die frühere Nationalspielerin Janet Köhler im Dameneinzel und im Damendoppel, während DBV-Nachwuchshoffnung Nikolaj Persson, Teilnehmer an der Jugend-WM 2010, im Herreneinzel und im Herrendoppel zu Zweisatzsiegen kam. Die ehemalige Nationalspielerin und mehrmalige Deutsche Meisterin Annekatrin Lillie verbuchte bei ihrem ersten Auftritt im Trikot des TSV Trittau an der Seite von Janet Köhler im Damendoppel den Sieg. Im Mixed musste sich die 24-Jährige hingegen in der Partie gegen ihren bisherigen Verein Blau-Weiss Wittorf zusammen mit Alexander Strehse geschlagen geben.

 

In Mülheim an der Ruhr dagegen freuten sich die BVM-Verantwortlichen gemeinsam mit Martin Delfs über dessen „komplett“ gelungenen Einstand: Der Däne gewann in der Partie gegen den BV Wesel Rot-Weiss sowohl sein Einzel als auch – gemeinsam mit Routinier Dharma Gunawi – das 1. Herrendoppel. Nicht zum Einsatz kam die zweite Neuverpflichtung des Teams von der Ruhr, Johanna Goliszewski. Die deutsche Nationalspielerin laboriert nach wie vor an einer Verletzung am Arm. Etwas überraschend verlor die WM-Dritte von 2006 im Dameneinzel, Petra Reichel, zusammen mit Aileen Rößler in zwei Durchgängen gegen das „Niederrhein-Duo“ Stefanie Müller und Diane Lakermann. Allerdings hat Aileen Rößler, die seit mehreren Monaten in Dubai lebt und nur kurzfristig im Ruhrgebiet weilte, zuletzt auch nahezu kaum trainiert. Bei einem Zwischenstand von 2:1 für die Gäste war die Mannschaft aus Wesel, im Vorjahr Vierter im Norden, im Vorteil, sie konnte diesen jedoch nicht abschließend nutzen.

 

Gelungene Einstände

 

In der 2. Bundesliga Süd war zweifelsohne das Hessenderby zwischen der SG Anspach, die nun schon viermal in Folge am Ende der Saison Tabellenrang eins, zwei oder drei belegte, und Aufsteiger TV Wehen eines der attraktivsten Duelle. „Gerade mit dem TV Wehen verbindet uns ein Stück sportliche Geschichte und viel Freundschaft, spielen doch mittlerweile einige ehemalige SGA-Leistungsträger im Team der Wehener“, sagte SGA-Abteilungsleiter Georg Komma im Vorfeld. Gespannt erwarteten die Anspacher zudem den ersten Auftritt ihres Neuzugangs Andreas Heinz. Der 19-Jährige schlug zuvor für die TG Hanau auf, die nach einem Jahr in der zweithöchsten deutschen Spielklasse (2009/2010) – und damals entsprechend Ligakonkurrent der SGA – wieder den Gang in die Regionalliga antreten musste. Andreas Heinz erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen voll und ganz: Am 1. Spieltag war er sowohl im Herreneinzel als auch im Herrendoppel erfolgreich, wobei beide Male Wehens Daniel Schmidt (im Doppel zusammen mit Robert Georg) das Nachsehen hatte. Auch Franklin Wahab und Daniel Benz erzielten jeweils zwei Punkte für Anspach. Dagegen musste sich „DBV-Ranglistenkönigin“ Mona Reich sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel geschlagen geben. In beiden Disziplinen zog sie gegen die stark aufspielende Stefanie Struschka den Kürzeren.

 

Obwohl das Endergebnis in Höhe von 7:1 für den 1. BC Viernheim deutlich ausfällt, so sahen die Zuschauer in der Sporthalle der Alexander-von-Humboldt-Schule zahlreiche spannende Spiele. Ebenso wie zwischen Anspach und Wehen wurde die Hälfte aller Matches erst im dritten Satz entschieden, das Damendoppel zwischen den BC-Akteurinnen Claudia Vogelgsang/Nanna Vainio und Natalie Tropf/Kerstin Wagner von Aufsteiger SG Schorndorf sogar erst in der Verlängerung. Claudia Vogelgsang, ebenso wie ihre finnische Doppelpartnerin neu in Viernheim, gewann auch ihr Einzel. Ferner waren Pavel Mecar (Slowakei) und Aki Kananen (Finnland) jeweils zweimal für ihr Team erfolgreich. Den Ehrenpunkt für die Gäste holten Benjamin Wahl und Natalie Tropf durch einen Dreisatz-Erfolg über das Viernheimer Mixed Björn Siegemund/Nanna Vainio.

 

Vorschau nächster Spieltag

 

Weiter geht es in der 2. Bundesliga am 2. und 3. Oktober 2010.

Im Rahmen des 2. und des 3. Spieltages kommt es zu folgenden Begegnungen:

 

Samstag, 02.10.2010, 2. Spieltag:

1. BC Viernheim 1 - TV Wehen 1

SG Schorndorf 1 - SG Anspach 1

TSV Neubiberg 1 - 1. BC Bischmisheim 2

TSV Neuhausen 1 - SV Fischbach 1

 

Sonntag, 03.10.2010, 3. Spieltag:

SG Anspach 1 - 1. BC Viernheim 1

SG Schorndorf 1 - TV Wehen 1

TSV Neubiberg 1 - SV Fischbach 1

TSV Neuhausen 1 - 1. BC Bischmisheim 2

 

 


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