08.05.2005

DBV-Praesident Dieter Kespohl in Weltverband gewaehlt (Kopie 1)

(8.5.05) Das ging kurz und schmerzlos. Nach gut einer Stunde war die Restruktuerung der IBF-Fuehrung beendet und DBV-Praesident Dieter Kespohl als eines von 17 Council-Mitgliedern gewaehlt.

 

Darueber ist nur noch die oberste Fuehrungsetage der IBF angesiedelt. Der Praesident, der stellvertretende Praesident und sechs Vizepraesidenten....

 

(8.5.05) Das ging kurz und schmerzlos. Nach gut einer Stunde war die Restruktuerung der IBF-Fuehrung beendet und DBV-Praesident Dieter Kespohl als eines von 17 Council-Mitgliedern gewaehlt.

Darueber ist nur noch die oberste Fuehrungsetage der IBF angesiedelt. Der Praesident, der stellvertretende Praesident und sechs Vizepraesidenten.

Einer davon ist fuer Finanzen zustaendig, die anderen jeweils fuer einen Kontinent. Europas Interessen vertritt der Daene Torsten Berg.

Die diesjaehrige Generalversammlung der International Badminton Federation fand heute im Nikko New Century Hotel in Peking statt. 131 der 156 IBF-Mitglieder waren vertreten. Da der bisherige IBF-Praesident Korn Thapparansi nicht mehr antrat, wurde der koreanische Geschaeftsmann Kang Young-Joong zum Praesidenten gewaehlt. Stellvertreter wurde Punch Gunalan aus Malaysia.

Die Wahlen waren von Gunalan, dem maechtigsten Mann in der IBF perfekt vorbereitet worden. Fuer die beiden Spitzenpositionen gab es von Anfang an  keine Gegenkandidaten. Von urspruenglich sieben Kandidaten fuer die Vizepraesidentschaft traten nur sechs an und auf wundersame Weise waren von den in den Versammlungsunterlagen aufgefuehrten 26 Kandidaten fuers Council bei Wahlbeginn genau noch die benoetigten 17 uebrig.

Entsprechend freudig verkuendeten die Protagonisten auch hinterher auf der Pressekonferenz das Zustandekommen des Ergebnisses. Das Wort "historisch" wurde gleich zweimal bemueht. Einmal, weil es keine eigentliche Wahl gegeben hatte, da aufgrund der Tatsache, dass nur so viele Kandidaten zur Verfuegng standen, wie Plaetze zu vergeben waren, die Wahlvorgaenge entfielen. Zum anderen, weil erstmals alle 25 Fuehrungskrafte gemeinsam fuer vier Jahre gewaehlt worden sind. Bisher gab es nur zweijaehrige Amtszeiten.

Der neue IBF-Praesident Kang, der seine Ausfuehrungen von einer Dolmetscherin aus dem Koreanischen ins Englische uebersetzen liess, sprach von "einen Festival fuer alle Menschen der Badmintonwelt".

Sein Stellvertreter Gunalan betonte, dass er in der Tatsache, dass man in allen Faellen vorab zu enem Einvernehmen gefunden hatte, als Zeichen fuer die neue Einheit in der IBF bewerte. "Wir hatten schwierige Zeiten, aber die haben wir jetzt ueberwunden. Wir wollen alle gemeinsam die Aufgaben der Zukunft anpacken."

Entwicklung der Kontinente

Als erste Aufgabe fuer der Zukunft haben sich Gunalan und Kang die Entwicklung des Badmintonsportes in den "unterentwickelten Regionen" gestellt. Die IBF-Trainingscenter in Saarbruecken, Sofia, Houston, Guangzhou und Suedafrika sind ein Baustein dafuer. Als weitere Geste wurden 6000 Schlaeger, 2000 Dutzend Plastikbaelle und 500 Netze an die Kontinentalverbaende verschenkt. Und auch in administrativer Hinsicht wird Hilfe gegeben werden. Gunalan: "Nur Asien und Europa sind hier ausreichend entwickelt." 

Geaenderter Qualifikationsmodus fuer Olympia

Um die IOC-Vorgabe zu erfuellen, moeglichst viele Laender an Olympia zu beteiligen, wuird fuer Peking 2008 die Zulassung geaendert. Ausgehend von der unveraenderten Gesamtstarterzahl von 172 werden die Einzel von 29 auf 36 aufgestockt. Gleichzeitig werden die Doppel von 19 auf 16 reduziert. Und drei Starter darf ein Land nur noch schicken, wenn alle unter den ersten vier der Weltrangliste sind. Zwei Starter, wenn diese unter den besten 16 sind. Durch diese Massnahmen hoft man, die Zahl von 32 Laendern in Athen auf 50 in Peking zu erhoehen.

WM 2007 in Kuala Lumpur

Bei der ersten Council-Sitzung am Nachmittag wurde die Weltmeisterschaft fuer 2007 nach Kuala Lumpur vergeben. Kang: "Das geschah in geheimer Abstimmung, streng demokratisch." Unterlegener Bewerber war Daenemark. Die Jugend-WM im Oktober/November des naechsten Jahres findet in der koreanische Stadt Incheon statt. Das Aufgabengebiet von DBV-Praesident Dieter Kespohl als Council-Mitglied betrifft allein die verantwortliche Aufsicht ueber das IBF-Trainingscenter in Saarbruecken. Gunalalan: "Wir haben keine Komitees mehr, jedes Council-Mitglied ist nur noch fuer eine Aufgabe verantwortlich. Dadurch hoffen wir die Effektivitaet zu erhoehen."


zurück zur Übersicht

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.