News aus aller Welt 2002-03 und zu IBF-News.

       

Interessantes aus der großen weiten

  

Badmintonwelt

Wird sobald nicht wieder auf dem Siegertreppchen stehen wie hier bei den Indonesia Open 2015: Kento Momota. Foto: Edwin Leung

Tago und Momota: Teilnahme an illegalem Glücksspiel
Verlieren Japaner erneut ihre Nummer eins?
(10.4.16) Im vergangenen Oktober wurde die ehemalige japanische Nummer eins Kenicho Tago "aus disziplinarischen Gründen" aus dem Nationalkader verbannt. Der 26-Jährige tourt seitdem privat durch die Turnierszene. Noch 2014 hatte er Japans Herrenmannschaft beim sensationellen Thomas-Cup-Sieg angeführt. Nun wurde die neue Nummer eins Kento Momota ausgeschlossen. Es war bekannt geworden, dass sich der 21-Jährige in Tokio an illegalem Casino-Gücksspiel beteiligt habe. Japanische Telefongesellschaften hatten herausgefunden, dass Tago in den letzten zwei Jahren 60-mal illegale Casinos aufgesucht habe und umgerechnet über 90 000 US-Dollar verloren habe. Momota sei sechsmal dort gewesen. Japanische Offizielle erklärten, sie könnten sich nach dieser Verfehlung einen Olympiastart Momotas nicht vorstellen. Momota hat noch in der Vorwoche die India Open gewonnen und kletterte damit auf Platz zwei der Weltrangliste. In einer Pressekonferenz am Freitag haben sich nun Tago und Momota öffentlich entschuldigt. Und Tago hat dabei gestanden, er habe Momota mitgenommen und unter Tränen darum gebeten, diesem noch eine Chance zu geben.
Sperren bestätigt
(12.4.16) Nach japanischen Pressemeldungen sind eine Reihe von Strafen ausgesprochen worden:
Kenichi Tago ist von seinem Arbeitgeber, der Nippon Telegraph and Telephone East Corp. (NTT), entlassen worden. Vom japanischen Badminton-Verband (NBA) erhielt er eine unbefristete Sperre.
Auch Kento Momota bekam eine unbefristete Sperre, was seinen Start in Rio unmöglich macht. NTT, bei der er ebenfalls beschäftigt ist, schloss ihn für 30 Tage von der Arbeit aus.
Außerdem wurde das Werksteam für sechs Monate für Wettkämpfe gesperrt. Sechs andere Spieler, die ebenfalls in Casinos gespielt hatte, erhielten strenge Verweise. Ebenso muss der Teammanager mit Konsequenzen rechnen, weil er seine Aufsichtspflicht verletzt habe.
Die vom Verband ausgesprochenen Sperren können nach "einer Reihe von Jahren" wieder aufgehoben werden. Laut NBA-Generalsekretär Kinji Zeniya ist damit für Momota die Tür offen, an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio teilnehmen zu können.
NTT gab auch Details über die Glückspiel-Aktivitäten bekannt. Momota hat auf Tagos Einladung zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 sechsmal Kasinos aufgesucht und umgerechnet 4600 US-Dollar verloren. Tago war ein regelmäßiger Spieler, der von Oktober 2014 bis Januar 2016 bei 60 Casino-Besuchen 10 Millionen Yen (81 000 Euro) verspielt hat. Dabei wechselte er zwischendurch sogar das Casino, weil eines von der Polizei dichtgemacht worden war.
Beide hatten zuvor erklärt, sie hätten ihre Casino-Leidenschaft im Ausland - wo solche Einrichtungen im Unterschied zu Japan nicht illegal seien - entdeckt.
Nach Angabe des NTT East-Clubmanagers hat Momota in seiner bisherigen Karriere etwa  27 Millionen Yen verdient (218 000 Euro), Tago 20 Million (162 000 Euro).

Lesen Sie:

Showkampf der Superstars
Lee Chong Wei und Lin Dan spielten gemeinsam Doppel
(17.2.14) Zu einer reizvollen Begegnung kam es am gestrigen Sonntag im Rahmen eines internationalen Turniers im chinesischen Lingshui. Die beiden besten Einzelspieler der letzten Jahre, Chinas Lin Dan und Malaysias Lee Chong Wei traten während des Endspieltages beim China International Challenge 2014 in einem Showkampf gegen Chinas Olympiasieger-Doppel Cai Yun & Fu Haifeng an. Zunächst spielten die beiden Einzelspezialisten einen Satz gemeinsam, danach wurden die Partner getauscht.
CAI Yun & FU Haifeng - LIN Dan & LEE Chong Wei 21:18
CAI Yun & LEE Chong Wei - FU Haifeng & LIN Dan 21:19.
Der chinesische Badminton-Verband veranstaltet regelmäßig das Turnier auf der südchinesischen Tropeninsel Hainan aus Dankbarkeit darüber, dass die Regierung des Kreises Lingshui Gelände zur Verfügung gestellt hat, auf dem der Verband ein Trainingszentrum bauen konnte. Dieses Trainingszentrum wird für das Wintertraining genutzt. Auf diese Weise entkommt man dem kalten Peking, wo die Nationalmannschaft ansonsten beheimatet ist. 
Mit dem Showkampf sollte sowohl Lingshui Dank gesagt werden, als auch für den Sport auf Hainan Island geworben werden. Außerdem war er die Attraktion, die den chinesischen Fernsehsender CCTV dazu brachte, live von den Endspielen zu berichten.
Hier gibt es die Turnierergebnisse. Hier gibt es das Spiel bei YouTube.







Handabdruck der Superstars: (v.l.) Lin Dan, Lee Chong Wei, Cai Yun, Fu Haifeng.

Fotos: Edwin Leung.

Top-Spieler dürfen jetzt individuelle Ausstatterverträge abschließen
Indonesien ist umgeschwenkt: Spielerleistung soll Marktwert und damit das Einkommen bestimmen
(19.5.13) Individuelle Ausrüsterverträge für die Spitzenspieler oder Generalvertrag für den Verband? Die beiden unterschiedlichen Philosophien haben in der Vergangenheit immer wieder zu Grundsatzdiskussionen darüber geführt, was nun der bessere Weg sei, um Hochleistungsbadminton zu fördern und Leistung "zu produzieren". Noch vor wenigen Jahren gab es in Holland heiße Diskussionen, als der Verband einen 3,5-Millionen-Vertrag mit YONEX abschloss, der alle Spieler mit einschließen sollte (siehe untere Meldung vom 20.10.09). Die älteren Stars protestierten laut über die Vereinnahmung, weil sie alle ihre individuellen Verträge hatte.
In Asien gab es - jedenfalls nach außen hin - solche Diskussuonen nicht. China wechselte 2009 geschlossen vom Ausstatter YONEX zum chinesischen Ausstatter LI Ning. Korea trat zu VICTOR über. Indonesien war immer mit YONEX verbunden. Wer aus diesem System ausbrechen wollte, musste das nationale Trainingscamp verlassen, wie etwa 2009 Taufik Hidayat.
Jetzt hat Indonesiens Cheftrainer Christian Hadinata am Rande des Sudirman Cup gegenüber der malaysischen Tageszeitung THE STARS eine Abkehr der PBSI von dieser Politik verkündet. Die indonesischen Stars sollen sich künftig selbst vermarkten. Dies wurde vom Verband als Mittel gegen die nun schon länger zu beobachtende indonesische Erfolgslosigkeit ausgemacht. Beim Thomas Cup war die Mannschaft erstmals nicht unter den letzten vier, bei den Olympischen Spielen in London gab es erstmals keine Olympia-Medaille.
Um die Spieler aus der Versorgungsmentalität des PBSI-Fürsorge zu entlassen, sollen sie künftig selbst für ihre Einnahmen sorgen und eigene Verträge machen. Dann, so hofft die Verbandsführung, würde sich für die Spieler eine top Leistung in barer Münze auszahlen. Und das sei ein Leistungsanreiz.
Lesen Sie: Indonesian coach: Individual sponsorship will revive our shuttlers’ fortunes in THE STAR vom 19.5.13.

Ein ganz Großer trat ab: Abschiedsspiel...
...und Abschiedsvideo.

Der wohl populärste europäische Badmintonspieler trat von der großen internationalen Bühne ab
Peter Gades Abschied war ein großes Fest
(28.12.12) Im Rahmen des Copenhagen Masters 2012 hat sich Peter Gade, einer der größten Sportler Dänemarks und der wohl populärste europäische Badmintonspieler des letzten Jahrzehnts von seinem Publikum verabschiedet. Als Gegenüber für das Abschiedsspiel war der zweifache Olympiasieger Lin Dan eingeladen worden. Die Veranstaltung in Frederiksberg war ein großes Fest. Manuel Rösler hat sie miterlebt. Er berichtet:
"Viele Prominente waren da, zum Beispiel alle hochrangigen Offiziellen des dänischen Sports. Selbst Kronprinz Frederik kam zu Gades Abschiedsmatch gegen Lin Dan. Dänische Sportgrößen wie Boxweltmeister Mikkel Kessler oder Tischtenniseuropameister Michael Maze waren ebenso gekommen wie etwa die früheren Badmintonsuperstars Erland Kops und Poul-Erik Høyer. Zudem waren nahezu alle ehemaligen Teamkollegen von Gade anwesend. Zu Peters Überraschung moderierte Morten Ankerdal, der in Dänemark so etwas wie Thomas Gottschalk in Deutschland ist, die Verabschiedung. Er betrat die Arena mit einer Gade-Maske. An alle Zuschauer waren zuvor Peter-Gade-Masken verteilt worden, die beim Einmarsch Gades aufgesetzt wurden. Bereits bei diesem Einmarsch gab es fünf Minuten Standing Ovations. Auch Lin Dan wurde mehr als herzlich empfangen. Am Ende des Spiels erhoben sich die Zuschauer noch einmal für fast zehn Minuten zum letzten großen Applaus. Peter war sichtlich berührt und wollte gar nicht so recht reden. Michael Andersen, Direktor bei Team Denmark, huldigte ihn als einen der größten Botschafter des dänischen Sports in aller Welt. Ich habe schon viele Abschiede live erlebt, etwa die von Camilla Martin, Poul-Erik Høyer oder Kenneth Jonassen - Gades Verabschiedung war atemberaubend und ohne Vergleich."
Ergebnis des Abschiedsspiels: Peter Gade - Lin Dan 20:22 21:16 21:14.
Der 36-Jährige Peter Gade war über ein Jahrzehnt der beste Europäer im Einzel (fünfmal Europameister zwschen 1998 und 2010) und konnte als einziger mit den Top-Asiaten mithalten. 1997 stand er erstmals an der Spitze der Weltrangliste. Er gewann alle bedeutenden internationalen Turniere. Nur die Titel als Weltmeister und Olympiasieger blieben ihm verwehrt. 2001 war er Vizeweltmeister, 2004 wurde er Vierter in Sydney. Als er im August 2012 in London an seinen vierten Olympischen Spielen teilnahm, stand er in der Weltrangliste immer noch auf Platz fünf
Bei Youbube gibt es ein Video mit Impressionen aus Gades Karriere aufzurufen: "Peter Gade - The last goodbye". Es dauert 4:26 Minuten. Darin ist auch die von ihm kreierte legendäre "Gade-Finte" zu sehen, ein spektakulärer Netzdrop cross von der Rückhandseite, der mit der Bespannungsunterseite geschlagen wird.

Olympischer Damendoppel-Skandal: Strafen im Berufungsverfahren des koreanischen Verbandes gemildert
(22.8.12) Deutlich gemildert wurden die Strafen, die der koreanische Verband in der Berufungsverhaltung bezüglich der Vorkommnisse beim Damendoppel-Wettbwerb in London verhängt hat. Die zunächst verhängten zweijährigen Sperren für die vier koreanischen Spielerinnen Jung Kyung-Eun, Kim Ha-Na, Ha Jung-Eun und Kim Min-Jung wurden auf sechs Monate reduziert. In diesem Zeitraum dürfen sie nicht an nationalen und internationalen Turnieren teilnehmen. Ihr Land dürfen sie für ein Jahr nicht repräsentieren.
Chef-Trainer Sung Han-Kook und Assistentstrainer Kim Moon-Soo wurden für zwei Jahre gesperrt. Ursprünglich war eine lebenslange Sperre verhängt worden. Einem Bericht der Korea Times zufolge kam die Bestrafung durch den koreanischen Badmintonverband auf Druck des Nationalen Olympischen Kommittes von Korea zustande, das jegliche Manupulationsversuche bestraft sehen möchte. Die Spielerinnen hatten sich damit verteidigt, dass sie auf Anweisung ihrer Trainer gehandelt hätten, die Trainer ihrerseits gaben den Schuld den Chinesen, die mit dem absichtlichen Verlieren angefangen hätten.
Lesen Sie in THE KOREA TIMES: Penalties on players, coaches in badminton match-throwing scandal reduced.
Olympischer Damendoppel-Skandal: Koreaner greifen hart durch
(21.8.12) Zwei Jahre Sperre für die vier koreanischen Spielerinnen Jung Kyung-Eun, Kim Ha-Na, Ha Jung-Eun und Kim Min-Jung hat die Disziplinarkommission des koreanischen Verbandes verhängt. Dazu lebenslange Sperren für die beiden Trainer Sung Han-Kook und Kim Moon-Soo. Presseberichten zufolge hat Sung die Strafe akzeptiert, die Übrigen haben Berufung eingelegt. Für Mittwoch ist die endgültige Entscheidung angekündigt. Die chinesische zweifache Weltmeisterin Yu Yang - die mit Partnerin Wang Xiaoli im letzten Gruppenspiel die Lawine losgetreten hatte - hatte schon während der Londoner Spiele ihre Karriere als beendet erklärt. Dies war indes später von Chef-Coach Li Yongbo dementiert worden.
Lesen Sie in THE STAR (Malaysia): Suspended players appeal penalties.

Freude bei Mutter Wang Chen (li) und Vater Zheng Yumin.

Ehemaliges Weltklassepaar bekam Nachwuchs
Hongkonger Badmintonszene begrüßt Hoffnungsträger
(29.6.12) In der Hongkonger Badmintonszene gibt es Nachwuchs. Das berichtet badminton.de-Fotograf Edwin Leung. Wang Chen und Zheng Yumin haben am 27. Juni erstes Baby bekommen: "Yumin teilte mir mit, dass der vorausberechnete Tag eigentlich der 8. Juli gewesen sei, aber das Baby habe offensichtlich nicht warten können. Um 1:47 Uhr am Mittag ist es dann geboren worden."
Die Eltern sind ursprünglich chinesische Spitzenspieler, die dann aber nach Hongkong gewechselt sind. 2006 haben sie geheiratet.
Zheng Yumin war 1990 im chinesischen Thomas-Cup-Team. Seine Schwester Zheng Yuli - German Open-Siegerin im Doppel 1988 - ist mit Ex-Weltmeister Yang Yang verheiratet. Yumin erregte unfreiwillig großes internationales Aufsehen, als er 1993 im Finale der asiatischen Mannschaftsmeisterschaft zwischen China und Indonesien auf dem Feld einen Herzanfall erlitt und unter den Augen der Zuschauer durch Mund-zu-Mund-Beatmung ins Leben zurückgeholt wurde.
Wang Chen war auch noch nach ihrem Wechsel 2000 nach Hongkong als Spielerin international sehr erfolgreich. 2007 stand sie zum Beispiel in Kuala Lumpur bei der Weltmeisterschaft im Endspiel. 2005 und '06 war sie jeweils Asienmeisterin.

Weltverband ehrte badminton.de-Fotografen Edwin Leung
(1.6.12) Eine große Ehre erfuhr Edwin Leung aus Hongkong beim vergangenen Annual General Meeting (AGM), das der Weltverband BWF im Rahmen des Thomas-/Uber-Cups am 26. Mai im New World Hotel in Wuhan abhielt. Er wurde wegen seiner Verdienste um den Badmintonsport mit dem "Meritorious Service Award" ausgezeichnet.
Edwin ist damit der erste Fotograf bzw. Medienvertreter, dem diese Ehrung widerfuhr. In dem Mitteilungsschreiben der BWF, das ihn im Januar erreichte, heißt es:

It gives me great pleasure to inform you that the BWF Council has unanimously approved a recommendation by the Awards Commission to present you the BWF Meritorious Service Award for your passion in promoting the sport of badminton through your photography skill. Notwithstanding this, you have also served the BWF well with photos from our major events and meetings.
You indeed deserved this award. Heartiest congratulations from all of us at the BWF.

Nachdem Edwin, der auch dem deutschen Badminton seit Jahrzehnten eng verbunden ist und seine Fotos aus alter Verbundenheit mit Chefredakteur Martin Knupp für badminton.de kostenlos zur Verfügung stellt, die Urkunde aus den Händen von BWF-Präsident Dr. Kang in Empfang genommen hatte, bedankte er sich in einer kurzen Rede. Darin erinnerte er daran, dass er 1980 mit dem Fotografieren begonnen habe und 1989 bei der ersten Austragung des Sudirman Cups in Jakarta erstmals internationales Badminton fotografiert habe. Seither habe er die allermeisten der großen internationalen Veranstaltungen - meist auf eigene Kosten - besucht. Er erinnerte auch daran, dass er überglücklich sei, überhaupt noch durch eine Linse schauen zu können, denn im letzten Jahr habe ein Gehirntumor sein Augenlicht bedroht. Die Operation sei indes erfreulicherweise so gut verlaufen, dass er hoffe, noch weitere 20 Jahre Badmintonbilder schießen zu können.

2010 hatte Edwin Preise für Fotos vom Sudirman Cup 2009 gewonnen.
2011 erhielt er in Hongkong den "Golden Cradle Award" für seine Verdienste um die Hong Kong Elite Athletes Association.

Großartiger Rahmen: BWF-Ehrung für Edwin Leung am 26. Mai im New World Hotel in Wuhan.

Wohltätigkeitskonzert am 14. März in Genf
Badmintonstars greifen zum Mikrofon
(8.3.11) Der Badminton Club Genf und die Wohltätigkeitsorganisation "SOLIBAD - Badminton Without Borders" veranstalten zwischen den All England und den Swiss Open in Genf ein spektakuläres Badmintonkonzert zu dem sich etliche Stars angekündigt haben. Der Veranstalter nennt als Namen Peter Gade, Nathan Robertson, Lee Yong Dae, Simon Santoso, Hans Kristian Vitthingus, Pi Hongyan, Mathias Boe, Jeanine Cicognini, Agnese Allegrini und den Olympiasieger und heutigen Trainer Park Joo Bong.
Wer dem Konzert nicht live beiwohnen kann, für den bietet der Bezahlsender totalsports.tv die Möglichkeit, zwischen dem 22. März und dem 8. Mai 2011 für 4,79 US$ ein Video davon anzuschauen.

ONE NIGHT WITH STARS
Veranstaltungswebsite bei solibad.org.
14. März um  20 Uhr im Velodrome de la queue d’Avre 12 rue Francois Dussaud
1227 Les Acacias Geneva - Switzerland
Tickets : 20 CHF oder 17 €.
Vorverkauf Online payment (in French) :
www.solibad.net/boutique.
Infos auch bei
badmintonclubgeneve.ch.

Ausriss aus DER SPIEGEL Nr. 11 2010...

Englands Nationalspieler starteten Imagekampagne für Badminton
(16.3.10) In Deutschland zeigten sich in der Vergangenheit schon des öfteren Sportler und Sportlerinnen in diskussionsanregenden Outfits, um auf ihre Sportart oder auf sich aufmerksam zu machen.
So gaben etwa die deutsche Volleyball-Nationalspielerinnen im Stern Nr. 36 aus dem August 2002 über sieben FKK-inspirierte Bilderseiten "eine gute Figur ab" um für die Weltmeisterschaft im eigenen Land zu werben. Oder Olympiasieger Lars Riedel präsentierte sich bronzefarben eingeschmiert als antiker Diskuswerfer mit Sonnenbrille.
Berühmt sind auch die Olympia-Apéritivs des deutschen PLAYBOY, 2004 etwa war die Fechterin Britta Heidemann dabei, 2008 die Hockeyspielerin Katharina Scholz.
Von der Absicht her vergleichbar, von der Ausführung her aber eher punkig als freizügig präsentierten sich jetzt die englischen Badmintonstars der Öffentlichkeit. Passend zum hundertjährigen All-England-Jubiläum wurde eine Publicity-Offensive für Badminton gestartet.
Ein erster Erfolg stellte sich auch gleich ein, denn dem deutschen Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL war die Aktion fast eine ganze Seite in seiner Ausgabe 11/2010 wert. Dort wurde der verangelte Nathan Robertson abgedruckt und im Begleittext der Zweck der himmlischen Mission erläutert.
Die Fotokreationen der übrigen Stars - Gabby White, Chris Adcock, Andrew Smith, Rajiv Ouseph, Heather Olva, Anthony Clark, Jenni Wallwork - hat Times Online.

...Seite 156 - Rubrik Personalien.

Auf einen solchen Vertrag kann man freudvoll anstoßen: (v.l.) Boris Reichel (Repräsentant von Yonex), Rob Ridder (Präsident des NBB), Martijn van Dooremalen (Technischer Direktor des NBB). Foto. Alex

YONEX wird Hauptsponsor des Niederlandischen Badminton-Verbandes

Der 3,5-Millionen-Euro-Deal von Almere

Von Klaus Hasselmann
(20.10.09) Eines der besten, wenn nicht das beste Ergebnis bei den Dutch Open erzielten am vergangenen Wochenende die Aktiven des DBV: drei Doppel in den Finalspielen und Carola Bott im Halbfinale des Dameneinzels. Dazu standen Karin Schnaase und Nicole Grether im Viertelfinale. Auch Dieter Domke hielt sich sehr gut, vergaß allerdings im Spiel gegen seinen Bezwinger Parupalli (IND), den ersten Satz zu gewinnen. In allen Spielen vorher, hatte er den ersten und den dritten Satz für sich entscheiden können. Mark Zwiebler musste sich erneut dem Dänen Kasper Ipsen geschlagen geben, was sicherlich nicht nur für ihn eine Enttäuschung war. Juliane Schenk, die in Saarbrücken bei den Bitburger Open ihr erstes Grand-Prix-Turnier im Einzel gewann, hätte in Almere eine gute Chance gehabt, ebenfalls ins Finale zu kommen und zu gewinnen. So kam es zum Endspiel Yao Jie gegen Judith Meulendijks, was die gebürtige Chinesin sehr klar für sich entschied. Ein paar Tage vor ihrem dritten Dutch-Open-Sieg hatte sie ihren Rücktritt von der internationalen Bühne bekannt gegeben. Ein Grund sei, so erklärte sie, dass sie
keine Sponsoren habe und deshalb nur noch Clubwettkämpfe spielen wolle. Außerdem habe sie sich mit ihrem Mann Eric Pang Gedanken über die Familienplanung gemacht.
Überraschung
Was Yao nicht wissen konnte, und was erst am Donnerstag auf einer eigens durchgeführten Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, war ein Superdeal des Nederlandse Badminton Bond (NBB) mit der Firma YONEX. Von 2010 bis 2016 wird der japanische Weltmarktführer die Summe von 3,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Mit Prämien kann sich dieser Betrag sogar noch auf 3,5 Millionen Euro erhöhen. Unterstützt werden sollen davon zum einen die drei großen internationalen Turniere des NBB, die Dutch Open, die Dutch International und die Dutch Juniors U19 und zum anderen der Spitzensport, der bei den Niederländern Topsport heißt.
Zeitgleich mit der Presse wurden auch die niederländischen Spieler über den Vertragsabschluss informiert. Diese teilten später neben ihrer Freude über den Deal allerdings auch einige Vorbehalte mit, denn manche haben langfristige eigene Verträge mit Ausstatterfirmen und privaten Sponsoren. Judith Meulendijks etwa sah für sich und ihren Sponsor Forza größere Probleme bei der Einbeziehung oder Tolerierung ihres bestehenden Vertrages. Somit braucht es vermutlich noch einige Arbeit, beide Seiten zusammen zu bringen.
Während Boris Reichel als Vertreter der Firma Yonex bei der Pressekonferenz die Entscheidung seines japanischen Mutterhauses mit der derzeitigen Gesamtsituation des NBB begründete, konnte er auf Nachfrage nicht verhehlen, das er diesen Vertrag auch gern zwischen dem DBV und der Firma Yonex hätte. Er schloss allerdings nicht aus, dass Yonex auch mit weiteren europäischen Verbänden ähnliche Verträge abschließen könnte.
Umdenken bei Yao Jie?
Nach ihrem Sieg im Finale wurde Yao Jie natürlich noch einmal befragt, ob sie unter den Bedingungen der neuen Generalsponsorschaft nicht doch noch weiter international spielen wolle. Diese Frage wurde von ihr jedoch nicht wirklich mit Ja oder Nein beantwortet.
Obwohl die 
Vertragspartner im Detail sicher noch einiges klären müssen, sind 3,5 Millionen Euro schon eine tolle Arbeitsgrundlage. Schade, dass unsere westlichen Nachbarn anscheinend „der frühere Vogel" waren und daher den Wurm bekommen haben.   

Li Ning neuer Ausstatter der chinesischen Badmintonnationalmannschaft
(7.5.09) Dem chinesischen Sportartikelhersteller Li Ning ist ein großer Wurf gelungen. Ab dem 1. Mai 2009 wird die chinesische Nationalmannschaft nur noch Produkte von Li Ning nutzen...

Beim Achtelfinalsieg bei den Swiss Open über den Chinesen Gong Weijie: Privat-Professional Taufik Hidayat. Foto: Volkmar Kehrberg

Taufik Hidayat spielt nur noch für sich selbst
(12.3.09) Die Europatour zu den Super-Series-Turnieren All England und Swiss Open stand für Indonesiens Superstar Taufik Hidayat unter einem besonderen Stern. Er nimmt an den beiden Turnieren nicht als Mitglied der indonesischen Nationalmannschaft teil, sondern als "Privatier". Ende Januar hatte sich der Olympiasieger von Athen aus dem nationalen indonesischen Trainingscenter in Cipayung verabschiedet, wo er über zehn Jahre lang trainiert hatte. Er wolle einer neuer Generation von Spielern ermöglichen, dass der Verband ihnen die volle Aufmerksamkeit schenken könne, erklärte er seine Beweggründe. Und nach wie vor wolle er natürlich zum Ruhme Indonesiens auftreten. In den Top-Verbänden Asiens ist ein solcher Schritt nicht einfach zu realisieren. Üblicherweise sind in Ländern wie China, Korea, Malaysia und eben auch Indonesien alle Nationalspieler fest eingebunden in die Verbandsstruktur. Wollen sie dem entgehen, müssen sie - wie zum Beispiel die europäischen Chinesinnen Xu Huaiwen, Pi Hongyan oder Yao Jie - ins Ausland abwandern. Ein eigenständiger "Pro
fessional" ist unbekannt. Allerdings scheint da ein Umdenken im Gange zu sein. Vor zwei Jahren schon hatte der chinesische Verband dem All-England-Sieger von 2005 Chen Hong gestattet, einen eigenen Sponsorenvertrag mit Victor ab zuschließen und international zu starten.
In einer Verlautbarung zu seiner Verselbständigung teilte Taufik mit: 
“For the past 12 years I have practiced and played badminton while living at the National Badminton Training Centre in Cipayung. And during that time PBSI has provided me with the chance to share happiness and sadness, to experience the exhilaration of winning and the downside of losing. The association had taught me many things in life; on solidarity, independence, on what is right and what is wrong, as well as teaching me on having the highest sense of pride as I look up at our national flag from the highest platforms many times before and that Winning is an Attitude. The generation of new, young players needs proper guidance and assistance and I know that they will receive these at the Pelatnas. I know this because I have been there before. These young players need to be recognized and guided. The time has come for me to move on so that PBSI can welcome the potentials and mould them into champions as it did me.”
Der 27-jährige wird sich nun selbst um die Organisation seiner Turniere, um sein Training und sein Management kümmern. Obwohl er erst 27 Jahre alt ist, hat er schon eine über zehnjährige internationale Karriere hinter sich. 1986 gewann er im Alter von 16 Jahren mit den Brunei Open sein erstes Grand-Prix-Turnier. Er steht in der Reihe der ganz großen indonesischen Superstars in der Nachfolge von Rudy Hartono und Liem Swie King. Seinen sportlichen Höhepunkt erlebte er 2004 und 2005, als er zunächst die olympische Goldmedaille und dann den Weltmeistertitel gewann. Seit 2006 ist er verheiratet mit Armi Gumelar und mittlerweile Vater von Töchterchen Natarina.
Die Trennung vom indonesischen Team hat Taufiks Leistungsfähigkeit bisher nicht geschadet. Bei den All England kam er ins Halbfinale, bei den Swiss Open steht er heute im Viertelfinale.

Lin Dans Gold-Schuhe sollen Fans 50 000  Euro wert sein
(22.8.08) Nach einer Meldung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung sollen die Schuhe, die Lin Dan bei seinem Pekinger Olympiasieg getragen hat, bei chinesischen Badmintonfans ganz hoch im Sammlerkurs stehen.

Charmaine Reid (li) & Fiona McKee wollen nach Peking.

Kanadierinnen Reid und McKee versuchen, ihr Olympiaticket vom Ruhrgebiet aus zu erobern
Über Europa solls nach Peking gehen
(27.3.08) Wer in diesen Tagen in der Trainingshalle des Bundesstützpunktes unserer Damen in Mülheim vorbeischaut, trifft doch ungewohnte Gesichter. Die beiden Kanadierinnen Charmaine Reid und Fiona McKee weilen seit den Austria International in Europa und haben ihr Basislager in Mülheim an der Ruhr aufgeschlagen. Untergekommen sind sie bei unseren Spielerinnen und Möglichkeiten zu trainieren haben sie in der Halle an der Südstraße auch.
Von hier besuchen sie die europäischen Turniere. Ihr Ziel - die beiden wollen den Kontinentalfreiplatz im Damendoppel im olympischen Starterfeld von Peking ergattern. Dort gibt es bekanntermaßen für jeden Kontinent mindestens einen Vertreter, einerlei auf welchem Weltranglistenplatz er rangiert. Die Kanadierinnen kämpfen um den Panamerikaplatz gegen das beste US-Doppel. In der Weltrangliste vom 20. März stehen sie an Platz 23 mit 22200 Punkten. Die Amerikanerinnen Eva Lee & Mesinee Mangkalakiri stehen mit 15060 Punkten dahinter. Hinzu kommen für sie allerdings noch die 2130 Punkte für die Finalteilnahme am letzten Wochenende bei den Rominia International. Denn die Amerikanerinnen befinden sich ebenfalls auf Europatour. An diesem Wochenende stehen für beide Kontrahenten die Polish Open an. Dort treffen die Amerikanerinnen zunächst auf zwei Bulgarien, die Kanadierinnen müssen über zwei Engländerinnen weiterkommen.
Danach kommen die Finnish International und als letztes Turnier dann Ende April die Atwater International, ein 35 000 Dollar-Turnier in Montreal. In direkten Vergleich mussten die Kanadierinnen im Finale der letztjährigen PanAm Games eine herbe Zweisatzniederlage einstecken. Bei den Dutch Open im vergangenen Oktober konnten sie allerdings den Spieß umkehren.
Für die 34-jährige Charmaine Reid, die der Nationalmannshcaft ihres Landes seit 1995 angehört und mittlerweile auch schon gelegentlich als Badmintonkorrespondentin für Fernsehgesellschaften arbeitet, wäre es die zweite Olympiateilnahme nach Athen. Fiona ist erst 22, sie würde ihre olympische Premiere feiern.

Einer redet, die anderen haben zu schweigen: Chefcoach Li Yongbo hat in Chinas Badmintonwelt das absolute Sagen. (v.l. Fu Haifeng, Cai Jun, Li Yongbo, Lin Dan, Bao Chunlai - 2006 beim Thomas Cup in Tokio) Foto: Edwin Leung

Osterei für den Badmintonsport aus China
Sprechen Chinesen Ergebnisse ab? Das ist doch Patriotismus, sagt Chefcoach Li Yongbo
(23.3.08) Insidern ist es nicht unbekannt: Manchmal sind die Ergebnisse chinesischer Spieler/innen untereinander schon merkwürdig. Besonders augenfällig wird es vor allem dann, wenn es darum geht, Qualifikationsplätze möglichst vollständig auszuschöpfen. Erst bei den vor zwei Wochen zu Ende gegangenen All-England gewann Chen Jin überraschenderweise das Finale gegen seine Nummer eins Lin Dan. Beliebt ist in dem Zusammenhang auch die Variante, im Halbfinale oder gar Finale "wegen Verletzung" gar nicht erst anzutreten.
Jetzt hat Chinas Chefcoach Li Yongbo zugegeben, dass es sogar bei den Olympischen Spielen 2004 eine Absprache gegeben habe. Darüber berichtet Bild am Sonntag in seiner heutigen Ausgabe unter der Überschrift Skandal! Trainer befahl Spielerin zu verlieren.
Bild macht allerdings keine Quellenangabe. badminton.de hat die Quelle gefunden. Li Yongbo prahlte mit dem Gebahren im China Central Television's sports channel. Darüber machte dann die chinesische Internetseite Sina.com eine Meldung, die wiederum die Nachrichtenagentur Agence France-Press (AFP) weltweit verbreitete. Er habe angeordnet, erklärte Li nach diesen Berichten im Fernsehen, dass Zhou Mi das Halbfinale gegen Zhang Ning nach verlorenem ersten Satz ohne größere Gegenwehr zu verlieren habe, weil er damals Zhang Ning die größeren Chancen im Finale gegen Mia Audina eingeräumt habe. Wegen einer solchen Anordnung brauche er sich keineswegs zu schämen, sowas sei vielmehr Patriotismus. Zhang Ning habe dann ja immerhin Gold gewonnen.
Lesen Sie den Abdruck der AFP-Meldung...
...in der Manila Times vom 23.3.08
...bei Yahoo Sport vom 23.3.08.

Olympiateilnahme einiger thailändischer Badmintonstars gefährdet
Sponsor setzte Konditionstests an
(5.3.08) Drakonisches wird aus Thailand berichtet. Dort hat der langjährige Verbandssponsor die SIAM Cement Gurppe SCG, die auch Hauptsponsor der Thailand Open sind, einen Konditionstest für die Olympiakandidaten angesetzt. Und prompt konnten einige Spieler, so auch die Nummer eins Boonsak Ponsana, die gestellten Anforderungen nicht erfüllen. Jetzt stellt der Sponsor die Olympiateilnahme in Frage. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet nun von einem Aufschrei der Empörung im Verband und zitiert Verbandspräsident Charoen Wattanasin, der gesagt habel: Wenn der Sponsor den Verband nicht weiter unterstützen will, sei das nicht das Ende der Welt. Aber zunächst will man miteinander reden.
Lesen Sie den Reuters-Bericht vom 4.3.08 Olympics - Thai badminton bosses irked after sponsors fail players.

ÖBV schreibt Stelle als Nationaltrainer aus
Nationaltrainer Jim Laugesen verlässt Österreich
(18.12.07) Der Österreichische Badminton-Verband gab bekannt, dass Jim Laugesen nicht länger Nationaltrainer in der Alpenrepublik ist. Man habe sich auf eine Auflösung des Vertrages zum 31.12.2007 geeinigt. Der frühere dänische Nationalspieler hatte das Amt seit Januar 2006 inne.
Lesen Sie die Meldung auf badminton.at.
Gleichzeitig wurde die Stelle neu ausgeschrieben. Vorgesehen ist eine Anstellung auf Honorarbasis mittels Werkvertrag. Die Stelle ist befristet bis zu den Olympischen Spielen 012. Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2008.
Hier gibt es die Stellenausschreibung.

Nach der WM: Chinas Chefcoach Li Yongbo faltet seine Versager öffentlich zusammen
Satz mit X
(28.8.07) Datt war wohl nix - so scheint jedenfalls das WM-Fazit nach Kuala Lumpur von Chinas Chefcoach Li Yongbo zu lauten, folgt man einem Pressebericht, den die Nachrichtenagentur Xinhua der staunenden Welt nahe bringt. Zwar hatten die Chinesen drei der fünf Titel geholt und waren mit elf von möglichen 20 Medaillen erfolgreichste Nation, im Grunde aber seien die jüngeren Spieler doch Versager - vor allem im mentalen Bereich. Sie hätten zwar großartige Schläge und beste Fitness, wird Li zitiert, aber psychologisch seien sie einfach nicht stark genug. Hier müssten die Spieler sich nun aber mal schleunigst verbessern, wenn die olympische Mission erfüllt werden soll.
Interessanterweise mischt sich die 28-jährige Gao Ling - obgleich in Kuala Lumpur selbst gleich zweimal im Finale gescheitert - auch noch ein: "Im Vergleich zu meiner Generation können nur wenige junge Spieler vollen Druck und Kampfeswillen bis zum Spielende aufrecht erhalten."  
Lesen Sie
Coach Li dubs shuttlers mentally immature bei Xinhua am 21.8.07.

Exklusiv-Foto: Edwin Leung.
Boulevard.

Cheng Hong hat geheiratet und startet jetzt neue Profi-Karriere

(17.4.07) Bei den Asienmeisterschaften, die in der Vorwoche in Malaysia ausgetragen wurden, gehörten die Schlagzeilen Chen Hong und die Linsen der Fotografen jagten ihn und seine frisch angeheiratete taiwanesische Frau. Dies zeigen die Aufnahmen in der "China Press", die beim Welcome Dinner geschossen wurden, das in Johor Bahru auf einem Schiff stattfand.  
Vor einem Jahr war Chen Hong noch einer der Stars im Chinas unschlagbarem Team (vgl. untere Meldung vom 13.3.06). Noch im letzten Herbst hatte der All-England-Sieger von 2005 sowohl die Danish als auch die China Open gewonnen. Vor vier Monaten hatte der 27-Jährige dann geheiratet und vor zwei Monaten war er zurückgetreten und Teammanager in der Provinz geworden.
Nun aber tauchte er plötzlich wieder auf und spielt zu für die bisherigen chinesischen Verhältnisse völlig unüblichen Bedingungen. Er darf sozusagen als "freier Profi" an Turnieren teilnehmen.
Mit Sportartikelhersteller VICTOR hat er sogar einen eigenen Sponsor, während die anderen Chinesen bekanntermaßen in den Generalvertrag des Verbandes mit Marktführer YONEX eingebunden sind.
Vielleicht ein kluger Schachzug von Chinas Badmintonführung um den allmächtigen Li Yongbo. Wenn sie im eigenen Land Geld verdienen können, gehen die Superstars wenigstens nicht ins Ausland und machen andere Nationen stark oder verbreiten chinesisches Trainings-Know-how.
Dass Chen Hong nichts von seiner Klasse eingebüßt hat, sah man in Johor Bahru schnell. Er spielte sich bis in Finale durch und musste sich am Ende nur Taufik Hidayat beugen.
Lesen Sie Taufik and Chen Hong Showdown.

Ehemaliger China-Star Zhou Mi start künftig für Hongkong
(20.1.07) Seit Januar startet Zhou Mi, die chinesische Vize-Weltmeisterin von 2001 und olympische Bronzemedaillengewinnerin von 2004, für den Badminton-Verband von Hongkong. 2005 war sie aus der chinesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Die gut einjährige Wettkampfpause verbrachte sie in Malaysia. Wie das Fotos zeigt, gab es an ihrem ersten Trainingstag in Hongkong einen Medienauflauf.

Afrikanische Verbände trafen sich zur Mitgliederversammlung in Algier
Neuer Präsident und neuer Namen
Von Raj Gaya
(20.12.06) Bei ihrer Mitgliederversammlung am 8. Dezember 2006 in Algier beschlossen die Verbände der 1977 gegründeten Africa Badminton Federation eine Umbenennung ihres Kontinentalverbandes in Badminton Confederation of Africa (BCA). Der Südafrikaner Larry Keys wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Schatzmeister ist Peter Gacheru aus Kenia, Generalsekretär Raj Gaya aus Mauritius. Weiterhin sind in verschiedenen Funktionen im Council: Dagmawit GIRMAY (Äthiopien), 
Messaoud ZOBIRI (Algerien), Omar BELLALI (Marokko), Kabir BADAMASUIY (Nigeria), Hiranmay RAY (Botswana), Michel BAU (Seychellen), Hesham ELGUSHEY (Ägypten), Godfrey MASUWA (Zambia), Simon MUGABI (Uganda), Simon MASEKO (Swaziland), Hassen HYDERKHAN (Mauritius), Samson EGBEYEMI (Nigeria).
Zurzeit sind 31 afrikanische Nationalverbände Mitglied in der BWF, von Ägypten bis Zimbabwe.
Die nächsten Veranstaltungen
Die 2007 All Africa Championship vom 21.-27. Mai in Mauritius,
Badminton-Wettbewerbe bei den 2007 All Africa Games in Algier vom 11.-22. Juli. Team-Event dabei im Sudirman Cup-Format.
Die 2007 All Africa Juniors vom 20.-26. August in Botswana oder Ägypten.

Ein Haus für Taufik Hidayat
(11.12.06) Wo er künftig an welchem Wochentag wohnen will, kann sich Taufik Hidayat nach seinem Sieg bei den Asian Games aussuchen. Der indonesische Minister für Jugend und Sport, Adhyaksa Dault hat nämlich nach einem Bericht der Jakarta Post versprochen, dass alle indonesischen Goldmedaillengewinner bei den Asienspielen ein Haus bekämen.
Hidayat dürfte aber nach seinen Siegen bei den Asienspielen 2002, bei Olympia in Athen, oder nach seinem WM-Erfolg schon ausreichend behaust sein.
Außerdem wurde für die Medaillengewinner bei den Asienspielen nach dem Zeitungsbericht eine Prämienerhöhung gegenüber den ausgeschütteten Geldpreisen von vor vier Jahren angekündigt. Dies habe der Vorsitzende des indonesischen Olympischen Komittees Agum Gumelar erklärt. In Busan 2002 waren 27 700 Dollar für eine Goldmedaillen ausgeschüttet worden, für Silber hatte 16 600 US$ gegeben, für Bronze 5500.
Mit Stand vom 11. Dezember muss die indonesische Regierung allerdings lediglich zwei Häuser bauen lassen. Neben Hidayat gewann aus dem mit 240 Millionen Einwohnern viertbevölkerungsreichsten Land der Welt nur noch Ryan Leonard Lalisang im Bowling in Doha eine der bislang vergebenen 275 Goldmedaillen.
Lesen Sie Bigger cash bonuses await medalists vom 10.12.2006.

Der Weltranglistenzweite überstand schweren Carcrash unbeschadet
Lee Chong Wei hatte Schutzengel

(7.11.06) Der Schutzengel aus der Fernsehwerbung für eine Versicherungsgesellschaft hatte vergangenen Donnerstag einen Auslandstermin. Dank seines Wirkens konnte Malaysias Topstar Lee Chong Wei gestern nach zweitägiger Beobachtung das Krankenhaus wieder verlassen. Er kann sogar in dieser Woche vermutlich das Training schon wieder aufnehmen.
Auf dem Kesas Highway in der Nähe von Bandar Sunway kollidierte Lee in seinem Sportwagen mit einem anderen Auto. Nach Zeitungsinformationen war ein entgegen kommender Wagen außer Kontrolle geraten. Lees Auto drehte sich einige Male und krachte dann gegen die Leitplanke. „Ich fuhr nach einem Essen mit Verwandten alleine nach Bukit Jalil. Der Unfall geschah so schnell, dass ich nichts tun konnte, um ihn zu vermeiden. Ich wär natürlich total aufgeschreckt, denn meine Gedanken galten sofort meiner Teilnahme an den Asienspielen. Ich bin aber dankbar, dass ich nur eine Platzwunde am Kopf erlitten habe, die mit sechs Stichen genäht werden konnte. In einer Woche ist das verheilt und mein Training wird dadurch nicht beeinträchtigt.“

Nicht im Team für die Asienspiele: China-Open-Sieger Chen Hong (re). Foto: Edwin leung.

Typisch China: Sechs-Sterne-Sieger bekommt keinen Platz im Team
(24.10.06) Mittags top abends hopp - so jedenfalls geht es seit Jahren in Chinas Badmintonnationalteam zu. Opfer des ungeheuren Konkurrenzkampfes ist diesmal der frischgebackene China-Open-Sieger Chen Hong. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldet, teilte Chefcoach Li Yongbo ("Brech ihm die Knochen") nach Chens Endspielsieg in Guangzhou über Bao Chunlai mit, dass er den 27-Jährigen nicht in die Mannschaft für die prestigeträchtigen Asienspiele im Dezember in Doha aufgenommen habe. Er wolle vielmehr jüngeren Spielern mehr Möglichkeiten geben, auf hohem internationalen Niveau zu spielen. Ebenso wurden Mixed-Olympiasieger Zhang Jun und die Damendoppel-Olympiasiegerinnen Yang Wei & Zhang Jiewen - bei der WM noch Dritte - aussortiert.
Lesen Sie China Open badminton champion Chen ruled out of Asian Games vom 24.10.06.

Taufik verliert Punkte und Preisgeld
(25.9.06) In Madrid bei der WM hat sich die Disziplinarkommission der IBF mit Taufik Hidayats Verhalten bei den Hongkong Open Ende August befasst. Der mittlerweile Ex-Weltmeister hatte wegen einer Linienrichterentscheidung im Viertelfinalspiel gegen Lin Dan beim Stande von 4:1 einfach das Feld verlassen. Von einer Sperre sah die IBF ab, Taufik verliert allerdings die 2970 Weltranglistenpunkte aus Hongkong und das Preisgeld von 2500 Dollar. In der 30-minütigen Anhörung hatte der Olympiasieger sein Verhalten mit einer Provokation des Schiedsrichters erklärt. Dieser habe zu ihm gesagt, er könne ja gehen, wenn ihm die getroffene Entscheidung nicht passe. Der Indonesier hatte sich nach seinem Ausscheiden in Madrid öffentlich für sein Verhalten entschuldigt, gleichzeitig jedoch den Videobeweis auch für Badminton gefordert.
Diesbezüglich hielt sich Paisan Rangsikitpho
, der Vorsitzende des Event Committees der IBF allerdings zurück. "Wir werden es natürlich ernsthaft diskutieren, aber derzeit planen wir keine derart weitreichenden Veränderungen", erklärte er auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der WM. 

        

Spanien erhofft sich Unterstützung aus Indonesien
(22.9.06) Aus Anlass der Weltmeisterschaft in Madrid hat der indonesische Botschafter in Spanien mitgeteilt, dass der Spanische Badminton-Verband FESBA vom indonesischen Badmintonverband PBSI Unterstützung für die Entwicklung seiner Spieler erbeten hat.
Die FESBA sei sehr begeistert über eine Kooperation um die Entwicklung der spanischen Badmintonspieler voranzutreiben, erklärte Botschafter Slamet Santoso Mustafa nach einem Bericht der Jakata Post. Zwei indonesische Coaches seien bereits mit Jahresverträgen angeheuert.
Erinnert sei an dieser Stelle daran, dass auch der DBV eine Kooperationsvereinbarung mit der PBSI hat. Sie wurde am 11. Mai 2000 vom damaligen DBV-Präsidenten Kespohl in Jakarta feierlich unterzeichnet. Mit Leben erfüllt wurde sie mangels finanzieller Ausstattung nie.
Lesen Sie den Bericht der JAKARTA POST vom 22.9.06 Spain strengthens badminton ties with Indonesia.

Simon Archer beendet internationale Karriere

Ein Großer muss Verletzungen Tribut zollen

(28.8.06) Simon Archer, auch in Deutschland wohlbekannter englischer Nationalspieler, hat in der vergangenen Woche seinen Rücktritt vom internationalen Badminton bekannt gegeben. An nationalen Wettbewerben will der 33-Jährige allerdings noch weiter teilnehmen.
Damit tritt einer der erfolgreichsten englischen Spieler des letzten Jahrzehnts zurück. Ganz oben steht die olympische Bronzemedaille in Sydney 2000 im Mixed mit Joanne Goode. Das Paar gewann auch 1999 den All-England-Titel und im Mixed und im gleichen Jahr WM-Silber in Kopenhagen. Mit Nathan Robertson gewann er zudem 1999 WM-bronze im Doppel.

"Zurückblicken muss ich sagen, dass ich in meiner Karriere einige wunderbare Partner hatte", sagte der 88-fache Nationalspieler, der immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, in einer Erklärung. "Trotz einiger chronischer Verletzungen, die ich während der vergangenen Jahre hat, bin ich stolz auf das, was ich erreicht habe. Auf die Siege bei den großen Turnieren und die Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen."
Im Guinness Buch der Rekorde ist Archer mit einer Smash-Härte von 256 kph von 1996 verzeichnet. In Deutschland ist Archer vor allem durch seine Zeit als Bundeligaspieler bei Bayer Uerdingen bekannt.
Lesen Sie auf badmintonengland.co.uk: Archer quits international badminton.

Adieu Mia: Mit ihr tritt eine Spielerin ab, die es furchtlos auch mit den allmächtigen Chinesinnen aufnahm. Foto: Edwin Leung.

Schritt kam unerwartet: Hollands Badmintonstar Mia Audina hört auf

Zwei olympische Silbermedaillen sind die wertvollsten Erinnerungsstücke einer grandiosen Karriere

Von Klaus Hasselmann
Die 26-jährige zweifache Silbermedaillengewinnerin wollte eigentlich in Peking 2008 ihre Laufbahn mit dem Gewinn der Goldmedaille beenden. Nachdem es in Athen wieder "nur“ Silber war, was sie als 16-jährige in Atlanta für Indonesien schon einmal geholt hatte, sollte der große Traum doch noch Wirklichkeit werden.
Nun hat sich der seit 1999 für die Niederlande spielende, immer etwas pummelig wirkende Superstar aber anders entschieden. Sich häufende Verletzungen und nur langsam auskurierte Erkrankungen ließen die Entscheidung reifen, sich in Zukunft körperlich nicht weiter zu überfordern.
Mia will stattdessen ihren Ehemann Tylio Lobman unterstützen, der aus Surinam stammt und dort sowie in Asien ein bekannter und erfolgreicher Gospelsänger ist. Seine Karriere soll nun im Vordergrund stehen.
Der niederländische Chefcoach Martijn van Dooremalen, der seit Jahren mit Mia erfolgreich zusammen gearbeitet hat, bedauert ihre Entscheidung natürlich, lässt aber keinen Zweifel daran, dass er sie versteht und akzeptiert.
Die gebürtige Indonesierin gilt als eine der technisch besten Spielerinnen der Welt. Sie begann ihre sportliche Laufbahn als Dreijährige im heimatlichen Garten in Jakarta. Als Nachfolgerin von Susi Susanti erfüllte sie schon früh die Erwartungen ihres damaligen Verbandes. Als 1999 ihre Mutter nach langer Krankheit verstarb, emigrierte sie in die Niederlande, heiratete ihren Tylio und startet seitdem für unser Nachbarland.

Zwölf Jahre Mia Superstar
Mit Donnerschlag betrat die 14-jährige Mia 1994 die Weltbühne. Im Uber-Cup-Finale Indonesien gegen China holte sie in Jakarta beim Stande von 2:2 im abschließenden dritten Einzel den entscheidenden Punkt. In einem dramatische Match gegen Zhang Ning gewann sie nach 2:7-Rückstand den ersten Satz noch mit 11:7. Im zweiten führte sie ihrerseits 7:1 und verlor 10:12. Das 11:4 im dritten Satz bedeutete für Indonesien nach 20 Jahren mal wieder den Gewiinn der Mannschaftsweltmeisterschaft bei den Damen.
Hier sind die
Erfolge von Mia Audina Tjiptawans Karriere aufgelistet.

In Sydney 2000 erreichte sie lediglich den fünften Platz, was ihrem Ehrgeiz nicht genügte. Obwohl sie nie die trainingsfleißigste war, schaffte sie es mit Unterstützung von Martijn von Dooremalen, sich durch wochenlanges knochenhartes Training für Athen noch einmal topfit zu machen.
Dort gewann sie Silber. Für den niederländischen Verband war es die erste Badmintonmedaille, was ihm sehr viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit einbrachte. Für Mia war der Erfolg nicht genug. Sie wollte es in Peking noch einmal versuchen.
Nun hat sie es sich doch anders überlegt. Van Dooremalen verliert mit Mia nach Brenda Beenhacker, Karina de Wit und Lotte Bruil erneut einen „Topper“, wie es beim Nachbarn heißt.
Lesen Sie Mia Audina beëindigt imposante carrière auf badminton.nl.

Glückstag für Edwin Leung - Koreaner waren zum Fotoshooting bereit

Koreas Team bei den Thailand Open 2006: 1 Sung Han Kook (Coach), 2 PARK Yong Je (Medical), 3 Dazwischengeschmuggelter, 4 KIM Young Jik (official), 5 Tan Kim Her (Coach), 6 LEE Jae Jin, 7 LEE Hyun Il, 8 JANG Young Soo, 9 HWANG Ji Man, 10 SHON Seung Mo, 11 KIM Jong Soo (Head coach), 12 JUN Jun Bum, 13 PARK Sung Hwan, 14 HONG Seung Ki, 15 JUNG Jae Sung, 16 LEE Yong Dae, 17 JUNG Hoon Min, 18 HWANG Jung Un, 19 YOO Yeon Sung, 20 LEE Hyo Jung, 21 LEE Kyung Won, 22 KANG Hae Won, 23 KIM Min Jung, 24 HWANG Yu Mi, 25 HWANG Hye Youn, 26 LEE Hyun Jin. Foto: Edwin Leung.

(8.8.06) Eine wahrlich sensationalle Exklusiv-Aufnahme konnte badminton.de-Fotograf Edwin Leung bei den Thailand Open machen. Es gelang ihm, die koreanische Mannschaft für ein Fotoshooting zu gewinnen. Dazu muss man wissen, dass die Koreaner üblicherweise eine - höflich ausgedrückt - sehr zurückhaltene Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Du wenigsten von den Spielern und Offiziellen sind des Englischen mächtig, selbst die Asiaten haben Schwierigkeiten, mit ihnen in Kontakt zu kommen und tiefergehende Informationen zu erhalten. Die Folge davon ist bekannt. Kaum jemand kennt die koreanischen Spieler und kann sie auseinanderhalten - und das, obwohl sie absolute Weltklasse darstellen. Fatal für die Popularisierung unseres Badmintonsports.
Bei den Thailand Open in diesem Jahr war die koreanische Delegationsleitung durch die drei Siege offenbar derart euphorisiert, dass Cheftrainer Kim Jong-Soo (erster Namensteil ist Familienname) schließlich die Erlaubnis für ein Gruppenfoto gab. Dies aber auch erst im dritten Anlauf, nach vorheriger Ablehnung von Edwin Leungs Ansinnen. Unserem Hongkonger Fotografen kam dabei zugute, dass das abschließende Herrendoppel wegen Verletzung ausfiel und sich plötzlich eine unverhoffte Gelegenheit auftat. Edwin berichtet: "Ich hatte Mr. Kim bei den Halbfinals die Idee vorgeschlagen, als klar war, dass das Turnier für die Koreaner eines der erfolgreichsten der letzten Jahre sein würde. Da hat er aber noch abgelehnt. Beim Finaltag hab ich ihn dann nochmal gefragt. Auch da sah er zunächst noch Schwierigkeiten, sowas vor dem Rückflug noch zu arrangieren. Als ich dann vom Referee erfuhr, dass das Herrendoppel wegen der Verletzung von Lee JJ ausfallen musste, bin ich erneut hin und jetzt konnte er nicht mehr ausweichen. Ich habe endlich die Zustimmung für das Foto erhalten - exclusiv für mich. Vielleicht hat auch eine Rolle gespielt, dass Mr. Kims Ehefrau, die frühere Weltmeisterin Chung Myung Hee mich von der Zuschauertribüne aus wiedererkannt hat und ein paar Worte mit mir gewechselt hat."
Mittlerweile sind auch die aufgenommenen Personen identifiziert, sodass eine Veröffentlichung des seltenen Dokuments erfolgen kann. Und der Hardcore-Kern der europäischen Badmintologen kann sich endlich daranmachen, die Namen der aktuellen koreanischen SpitzenspielerInnen zu lernen und mit Gesichtern zu verbinden.

Neue Website: Europäisches Badminton Portal eröffnet
(25.7.06) Seit dem 1. Juli 2006 ist eine neue englischsprachige Badminton-Website online
www.badmintonportal.net
Erklärte Absicht der Betreiber ist es, europaweit zu berichten: "Bisher hat jedes Land in Europa sein eigenes Portal mit Neuigkeiten und Ergebnissen über ihre nationalen Spieler. Von nun an kann der Leser Berichte von allen europäischen Ergebnissen an einem Platz finden, nämlich bei Badmintonportal."
Als Ansprechpartner ist Tuomas Saranen aus Espoo in Finnland angegeben. Es ist auch möglich, bei der Seite Mitglied zu werden. Witziges Detail: Wer auf der Statistikseite auf "Show chart animation" klickt, wird eine kleine Freude erleben.

Eroberte Badminton-Trophäen unter Plexiglas: (v.l.) Sudirman Cup, Thomas Cup, Uber Cup. Links badminton.de-Fotograf Edwin Leung, rechts der geschäftsführende IBF-Präsident Punch Gunalan.

Exhibition in Macau: China stellt Sudirman-, Thomas und Uber-Cup aus
We proudly present: All three Cups for China 
(23.7.06) Im Siegen ist er unersättlich: der chinesische Chefcoach Li Yongbo. Als China 2005 in Peking die Mannschafts-Weltmeisterschaft für gemischte Mannschaften gewann, war der Stolz riesig. Zum erstenmal befanden sich alle drei Mannschaftspokale des internationalen Badminton gleichzeitig in chinesischem Besitz. Die drei Trophäen wurden in dieser Woche bei den Macau Open in einer eigenen Ausstellung im Tap Seac Multisport Pavilion dem Publikum präsentiert.
Die 2004 gewonnen Thomas Cup für die Herren-WM und Uber Cup für die Damen-WM konnten die Chinesen in diesem Jahr in Japan schon mal erneut erobern. Den güldenen Sudirman Cup für die gemischte Mannschaft müssen sie im nächsten Juni in Glasgow verteidigen. Wie es ausschaut, sollte das allerdings kein Problem darstellen. Die traditionellen Konkurrenten schwächeln. Dänemark hat keine guten Damen, auch die Indonesier hängen hier hinterher. Und den Koreanern fehlt zurzeit ein das Team mitreißender Superstar wie vormals Park Joo-Bong oder Kim Dong-Moon. Gute Chancen also für eine Dauerausstellung.

Kumar geht...
Gopichand kommt...

Ex-Bundesligaprofi Gopichand neuer indischer Nationaltrainer
(2.6.06) Indiens Nationaltrainer Vimal Kumar hatte es beim Thomas Cup in Tokio schon nach dem Gruppenspiel gegen Deutschland angedeutet: "Das ewige Chaos und Kompetenzgerangel in unserem Verband bin ich leid. Dies wird mein letztes Turnier als verantwortlicher Trainer sein."
Jetzt gab die Badminton Association of India den Nachfolger bekannt. Auf einer Pressekonferenz am 31. Mai in New Dehli verkündete Verbandspräsident V.K. Verma, dass der frühere All England Champion Pullela Gopichand einen Vierjahresvertrag bekommen habe. Damit läuft er bis zu den Commonweath Games 2010, die in New Dehli stattfinden. Auch die Weltmeisterschaft 2009, die ebenfalls an New Dehli vergeben wurde und an die in Indien hohe Erwartungen geknüpft werden, fällt in die Amtszeit.
Als Co-Trainer stehen "Gopi", in Deutschland durch seine Zeit beim Erstligisten FC Langenfeld bekannt, der Chinese Nan Ziao Nan für die Einzel - der von Chinas Chefcoach Li Yongbo höchstperönlich empfohlen sein soll - und der Indonesier Hadi Sugyinto für die Doppel zur Seite.
Aktuelles Aufsehen erregte Gopichand in der letzten Woche, als sein Schützling Saina Nehwal sensationell das Dameneinzel bei den Phillipine Open gewann (siehe untere Meldung vom 29.5.06). In dieser Woche wurde die 16-Jährige allerdings wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei den Indonisian Open unterlag sie bereits in der Qualifikation der Indonesierin Yuan Kartika 17:21 21:23
Lesen Sie...
Gopichand appointed national badminton coach bei rediff am 31.5.2006
Gopichand to be chief badminton coach in der Indiatimes vom 30.5.06.

Die unerwartete Niederlage von Xu Huaiwen bei den Philippine Open rückt einen Namen auch in Deutschland ins Rampenlicht
"Cinderella" Saina Nehwal lässt indische Sportwelt träumen
(29.5.06) Saina Nehwal aus dem indischen Bundesstaat Andhra Pradesh ist die jüngste Spielerin, die jemals ein Vier-Sterne-Turnier gewonnen hat. Sie ist 86. der Weltrangliste. Daher war es schon eine Überraschung, als sie im Viertelfinale der Philippine Open unsere Deutsche Meisterin Xu Huaiwen, Nummer vier der Weltrangliste, 21:17 im dritten Satz schlug und ihr damit einen möglichen Turniersieg wegschnappte. Andererseits war der Name Nehwal Insidern schon länger bekannt. Und in Indien selbst, sorgt die junge Dame bereits seit einem Jahr für gewaltige Schlagzeilen. Geboren ist sie am 17. März 1990. 2005 war sie als 14-Jährige schon Indische Vizemeisterin bei den Erwachsenen, in diesem Jahr holte sie sich dann sogar den Titel. Im Mannschaftswettbewerb der Commonwealth Games schlug sie im März nacheinander Li Li aus Singapore, Tracey Hallam aus England und Rebecca Bellingham aus Neuseeland. Entsprechend wird sie in der indischen Presse als Wunderteenager und "Cinderella" gefeiert. Trainiert wird sie vom ehemaligen All-England-Sieger Pullela Gopichand - der auch mal beim FC Langenfeld in der Bundesliga spielte -  an dessen Gopi Chand Academy in Hyderabad. Gesponsert wird sie vom Mittal Champions Trust,
einer Stiftung, die der indischen Stahlbaron und Arcelor-Interessent Lakshmi Mittal im letzten November ins Leben gerufen hat. Durch ihn sollen talentierte indische Sportlerinnen und Sportler unterstützt werden, damit sie vor allem bei den globalen Sportereignissen wie den Asian Games und den Olympischen Spielen eine bestmögliche Vorstellung geben. Indien gewann bei den letzten drei Olympischen Spielen gerade mal drei Individualmedaillen. Das sei für das Land mit der zweigrößten Bevölkerungszahl auf dieser Erde nicht angemessen, meint Mittel.
Lesen Sie...
...
Saina's dream is the Olympic gold aus News Today vom 17.6.05 nach den Indischen Jugendmeisterschaften.
...
Saina storms into Semis bei Chennaionline vom 27.5.06.
...
Saina does a first bei Yahoo India vom 28.5.06.
...
Saina reaches summit bei Yahoo India News vom 29.5.05.
...
Saina a new star from Hyderabad bei NDTV.com vom 29.5.06.
..
.Lakshmi Mittal launches Mittal Champions Trust vom 10.11.2005.

Nach dem unstandesgemäßen dritten Platz beim Thomas Cup
Altinternationale fordern frisches Blut für Indonesiens Nationalteam
(24.5.06) In einem Bericht der englischsprachigen Tageszeitung Jakarta Post werden Stimmen von ehemaligen indonesischen Nationalspielern zitiert, die nach dem für indonesische Verhältnisse enttäuschenden Abschneiden der Mannschaft beim Thomas Cup in Tokio eine Verjüngungskur fordern. Selbst Olympiasieger und Weltmeister Taufik Hidayat kommt nicht ungeschoren davon. Vor allem müssten die jüngere Spieler häufiger die Chance erhalten, international zu spielen, fordern Hastomo Arbi, Mitglied der siegreichen TC-Mannschaft 1984,  und Retno Kustiyah. Beide sind heute als Clubtrainer tätig.
Es bestünde ansonsten die Gefahr, dass jüngere Spieler, wenn sie vom Verband weiter links liegen gelassen würden, ins Ausland abwandern könnten. Aufkommende Badmintonmächte in Europa, “wie Deutschland, die Niederlande und die Schweiz“ würden nämlich „aggressiv Spieler rekrutieren”.
Lesen Sie Local opinions say Indonesia needs new badminton blood bei Xinhua vom 13. Mai 2006.

IBF tut's Niedersachsen gleich und präsentiert Badminton-online-Spiel
(6.4.06) Nachdem unsere Niedersachsen mit ihrem online-Spiel Vom Netz ans Netz im Oktober des letzten Jahres vorgelegt hatten, zog jetzt der Weltverband IBF nach. Er präsentiert den "Badminton Manager", ein "interaktives Fantasyspiel für Badmintonfans". Lesen Sie die Einzelheiten Now everyone can play badminton...
Auf den ersten Blick scheint es sich um ein Spiel ähnlich einem Bundesligamanager im Fußball zu handeln. Vielleicht findet sich ja ein Spieleexperte, der für die diesbezüglich nicht so fachkundigen Leser von badminton.de eine Darstellung bzw. Spielanleitung schreibt. Hier geht es direkt zur Manager-Website. Wer sich beeilt, ist noch unter den ersten 200 Mitspielern.

China Badminton jetzt mit FedEx als Trikotsponsor

(13.3.06) Bei den German Open (Foto links, Heise) waren der Deal noch zu frisch, aber beim gerade zu Ende gegangenen China Masters wurde er für alle Welt sichtbar. Der chinesische Badminton-Verband hat für seine Nationalmannschaft(en) einen Sponsor-Vertrag mit dem amerikanischen Logistik-Unternehmen FedEx abgeschlossen (Fotos 3, Leung und 4, Sports16).
Besiegelt wurde der Deal am 20. Dezember in Peking (Foto 2, Peking Review).
Die beiden neuen Partner weigerten sich zwar, Einzelheiten des von 2006 bis 2008 laufenden Deals zu  nennen, doch erklärte Li Yongbo, der Cheftrainer der Chinas, es sei der größte Betrag, den der chinesische Verband jemals als finanzielle Zuwendung erhalten habe. Auch wurde bekannt, dass die Summe bis zum Olympiajahr jährlich ansteigt.
Der chinesische Markt ist ein riesiger Zukunftsmarkt für die verschiedenen Zweige des internationalen Geschäftes von FedEx.
Zurzeit gehen wöchentlich 26 FedEx-Frachtflüge nach China. Dort ist man seit 1984 im Geschäft und bedient mehr als 200 Städte. International ist FedEx nach eigenen Angaben das größte Express-Luftfrachtunternehmen der Welt. Es beschäftigt insgesamt über 150.000 Mitarbeiter und verfügt über ein weltweit integriertes Transportnetz mit über 650 Flugzeugen und 43.500 Fahrzeugen.

Jubeln jetzt nicht mehr miteinander: Lars Paaske (li) und Jonas Rasmussen, hier bei den All England 2005, als man das Finale erreichte. Foto: Sven Heise.

Die neuen Paarungen bei den dänischen Herrendoppeln müssen sich noch finden
(21.1.06) Bei den Swiss Open und den All England waren sie erstmals im Einsatz, die neuen dänischen Doppelpaarungen. Bereits im Oktober hatte der dänische Verband angekündigt, dass das Spitzendoppel Jonas Rasmussen & Lars Paaske nicht länger zusammenspielen würde. Ausdrücklich wurde betont, dass es nicht Streit war, der zu der Entscheidung geführt hatte. Mit neuen Partnern wolle man vielmehr neuen Schwung und frische Motivation ins dänische Doppelleben bringen.
Die China Open im November sahen dann den vorerst letzten Auftritt von Paaske & Rasmussen im Grand-Prix-Zirkus. Immerhin langte es dabei noch bis ins Halbfinale, wobei das beste chinesische Doppel Fu & Cai geschlagen wurde. Die beiden verloren gegen Candra Wijaya & Sigit Budiarto, kurioserweise gegen jenes Paar, gegen das ihr Stern 2003 aufging, als sie die favorisierten Indonesier in Birmingham sensationell im WM-Endspiel besiegen konnten und nach Helledie & Fladbergs Erfolg 1983 zum zweitenmal einen Weltmeistertitel im Herrendoppel nach Dänemark holten.
Rasmussen spielt jetzt mit Peter Steffensen, Paaske mit Thomas Laybourn. Das dänische Spitzendoppel Jens Eriksen & Martin Lundgaard Hansen bleibt zusammen. Als viertes Top-Doppel gesellen sich noch Mathias Boe & Carsten Mogensen hinzu.
Bei den All England unterlagen Paaske & Laybourn im Viertelfinale gegen die Malaysier Lin Woon Fui & Fairuzizuan Tazari, immerhin hatten sie zuvor ihre Landsleute Boe & Mogensen 15:11 im Dritten geschlagen. Rasmussen & Steffensen schieden im Achtelfinale gegen Abdul Latif & Gan Teik Chai ebenfalls aus Malaysia aus.
Bei den Swiss Open waren die beiden neuen Paarungen bis ins Viertelfinale gekommen. Boe & Mogensen standen im Endspiel. Dies gelang bei den All England Eriksen & Lundgaard. Harte Konkurrenz also im dänischen Doppel-Lager.

Auch im Leben gemeinsam: Kim Dong-Moon (li) und Ra Kyung-Min.

Ja! Ja! - Koreanische Supermixed hat Absicht in die Tat umgesetzt

(25.12.05) Die in der Meldung vom 1.12.05 angekündigte Hochzeit hat stattgefunden. Olympiasieger Kim Dong-Moon und Weltmeisterin Ra Kyung-Min haben heute in einem Seouler Hotel geheiratet. Die koreanische Presseagentur YONHAP veröffentlichte ein Foto, bei dem die beiden Hand in Hand offenbar beim Hochzeitsdinner posieren. Dong-Moon im Frack mit üppiger Schleife, Kyung-Min in einem traumhaft schönen Brautkleid mit Haarschleier. Hier sind die beiden anzuschauen - auf der Seite unten durchklicken bis 25.12.05.

    

Koreanisches Supermixed will heiraten
(1.12.05) Jetzt ist es offiziell, die Badmintonwelt bekommt nach Susi Susanti und Alan Budi Kusuma, den Olympiasiegern von Barcelona, ein zweiten Traum-Ehepaar. Olympiasieger Kim Dong-Moon (30) und Weltmeisterin Ra Kyung-Min (29) haben in der koreanischen Presse bekannt gegeben, dass sie Weihnachten heiraten werden. Die Absicht hätte schon seit einem Jahr bestanden, ist zu lesen, aber die Entscheidung über den Termin sei erst jetzt gefallen, da Kim beabsichtige, ab Januar ins Ausland zu gehen.
Weltmeister im Mixed waren die beiden 1999 und 2003. Zum gemeinsamen Olympiasieg reichte es allerdings nicht. Pikant: 1996 in Atlanta trat Ra mit Kims großem Vorgänger Park Joo-Bong als Favoritenpaar an. Im Finale schnappte den beiden allerdings Nachwuchsmann Kim mit seiner damaligen Partnerin Gil Young-Ah die Goldmedaille weg.
Lesen Sie den Bericht in THE KOREA TIMES Badminton Star Duo Kim, Ra to Get Married.

Däne Jim Laugesen wird Nationaltrainer in Österreich
(10.12.05) Der 32-jährige ehemalige dänische Spitzenspieler Jim Laugesen wird österreichischer Nationaltrainer. Dies gab der ÖBV bekannt. Laugesen soll sein Amt am 1. "Jänner" 2006 antreten.
Laugesen beendete seine Karriere 2003. Er gewann im Doppel etliche auch hochkarätige Grand-Prix-Turniere, darunter 2000 und 2001 mit Michael Sögaard die German Open. Er war Jugendeuropameister und 1992 mit Rikke Olsen sogar Jugendweltmeister im Mixed.
Näheres hat badminton.at. Dort ist auch zu lesen, mit welchem weiteren Leistungssportpersonal der ÖBV an der Entwicklung der Leistung arbeitet: Carsten Radke (Sportkoordinator), Manuel Rösler (Sportadministrator), Manfred Ernst (Jugendnationaltrainer), Verena Fastenbauer (Trainerin U 15), Rena Eckart (Nachwuchskoordinatorin). 

China mit Guangzhou dritter Bewerber um Mannschafts-WM 2009
(9.11.05) Am Rande der China Open wurde bekannt, dass sich der Chinesische Badminton-Verband im Namen seines Provinz-Verbandes Guangzhou Badminton Association um die Ausrichtung der Badminton-Mannschaftsweltmeisterschaft 2009 (Sudirman Cup) bewerben wird. Weitere Bewerber sollen Presseberichten zufolge Dänemark und Indien sein.
In Guangzhou, wo derzeit der 250 000-Dollar-Grand-Prix läuft, war 2002 schon die Endrunde im Thomas- und Uber-Cup ausgerichtet worden. Guan Weizhen, die ehemalige Weltmeisterin im Doppel und heutige stellvertretende Direktorin im Guangzhou Sports Bureau: "Große Veranstaltungen sind wichtig für uns, weil wir auf diese Weise Badminton als das Stadt-Symbol von Guangzhou sichern wollen".
Guangzhou wird seine Bewerbung offiziell beim IBF-Council-Meeting im Dezember in Kuala Lumpur vorstellen. Der Sudirman Cup 2007 wird in Glasgow ausgetragen.

Im Heimatland wollte man die Auswanderin nicht im Endspiel sehen: Chinesin Wang Chen spielt heute erfolgreich für Hongkong. Foto: Leung.

10. National Games in China mit hohem Prestigewert
Zum Ruhme ihrer Provinz werden sogar die Altstars reaktiviert
(20.10.05) Super-Dan war vorne bei den "10. Chinese National Games" (nicht zu verwechseln mit den Nationalen Chinesischen Meisterschaften) die zurzeit in allen Sportarten an verschiedenen Orten in China ausgetragen werden. Das Badmintonturnier fand in Kunshan in Ostchina statt, einer wohlhabenden Industriestadt mit 1,1 Millionen Einwohnern. Denen waren offensichtlich sogar Eintrittspreise zwischen 5 und 18 Dollar für einen Turnierbesuch zuzumuten.
Am vergangenen Samstag schlug Lin Dan im Endspiel Bao Chunlai (Provinz Hunan)
15:10 15:2. Das Dameneinzel gewann die international wenig bekannte Jiang Yanjiao, die Ex-Weltmeisterin Gong Ruina (Hunan), die international bereits zurückgetreten ist, 11:8 6:11 11:5 besiegte. Jiang Yanjiao (19) ist die U-19-Weltmeisterin von Pretoria 2002, sie hat aber danach den Durchbruch in der chinesischen Nationalmannschaft noch nicht geschafft. Das Endspiel erreichte sie durch Siege über Wang Rong, die Olympiasiegerin von 2000 Gong Zhichao, und die Weltranglistendritte Wang Chen aus Hongkong. Letztere schlug sie in einem Skandalspiel, in dem sich die "abtrünnige" Wang Chen, die ursprünglich aus China kommt, vor allem durch Linienrichterentscheidungen derart betrogen vorkam, dass sie hinterher verkündete, nie mehr an nationalen Turnieren in China teilnehmen zu wollen. Sie hatte im Achtelfinale Weltmeisterin Xie Xingfang ausgeschaltet.
Die South China Morning Post berichtete am 15.10. darüber unter "Wang abandons match in protest at 'unfair' calls - Hong Kong's top player claims umpires robbed her of a place in the final".
Bei den "National Games", die alle vier Jahre ausgetragen werden, treten die Sportler traditionell für ihre Herkunftsprovinzmannschaften an und für die Provinzen und die dortigen Sportfunktionäre bedeuten Titel eine hohe Ehre und finanzielle Zuwendungen. Dafür werden auch schon mal Sportler - wie zum Beispiel Gong Zhichao, aus dem Ruhestand geholt. Insgesamt waren 265 Badmitonspieler in 16 Teams am Start. Lin Dan und Jiang Yanjiao spielten für die Mannschaft der chinesischen Armee.
Das Damendoppelfinale gewannen die üblicherweise nicht zusammenspielenden
Gao Ling & Wei Yili (Hubei) ein wenig überraschend gegen die Olympiasiegerinnen Yang Wei & Zhang Jiewen (Guangdong) 15:10 17:15.
Zheng Bo & Huang Sui (Hunan) schlugen im Mixedfinale Chen Qiqiu & Zhang Jiewen
(Guangdong) 15:13 15:10.
Und im Herrendoppel gewannen Zhang Jun & Cai Yun aus der Gastgeberprovinz
Jiangsu gegen Chen Qiqiu & Fu Haifeng aus Guangdong 15:13 15:13.
Drei bittere Niederlagen für die Provinz Guangdong, aus der viele
Spitzenbadmintonspieler kommen. Schon im vorangegangenen Mannschaftswettbewerb hatte man sowohl bei den Herren (2:3 gegen Jiangsu) als auch bei den Damen (2:3 gegen Hunan) die Endspiele nicht gewinnen können.

Malaysia bekommt "National Academy" mit 35 Feldern für seinen Nachwuchs U 15
(20.7.05) Die Badminton Association of Malaysia bekommt ein Trainingszentrum für Nachwuchsspieler U 15 eingerichtet. Darüber berichtet heute die Zeitung THE STAR. Mit dem Bau der Einrichtung soll nach Auskunft der Jugend- und Sportministerin Azalina Othman noch in diesem Jahr begonnen werden. Sie soll über 35 Felder verfügen, die in einer bestens eingerichteten Sporthalle untergebracht sind. Nachwuchsspieler aus des malaysischen Bundesstaaten sollen hier unter einem Dach trainiert werden. Angeschlossen ist ein Hostel in dem die Jugendlichen untergebracht werden. Ein Grundstück sei in Cheras schon gefunden. Die Finanzierung läuft über eine Stiftung, die von der malaysischen Industrie unterhalten wird. Mit Blick auf Lee Chong Wei, der in der Vorwoche die Malaysia Open gewonnen hatte, erklärte die Ministerin, dass das Kabinett sehr erfreut sei, mit den Fortschritten die die malaysischen Badmintonspieler in den letzten Monaten erzielt hätten.
Lesen Sie den Bericht Training centre with top facilities to produce world beaters.

     

Olympische Badmintonhalle wird Eisbahn
(28.6.05) Badminton on Ice - das wird künftig im Athener Goudi-Sportkomplex möglich sein. So sehen es jedenfalls die Pläne der griechischen Gesellschaft vor, die mit der Weiterverwertung der Wettkampfstätten der Olympischen Spiele 2004 in Athen befasst ist. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner gestrigen Ausgabe berichtete, gibt es mannigfaltige Probleme, die aufwändigen Olympiaanlagen in der Zukunft sinnvoll und vor allem wirtschaftlich zu betreiben. Für die ehemals 4000 Zuschauer fassende olympische Badmintonhalle, in der Taufik Hidayat und Zhang Ning die Goldmedaillen in den Einzeln gewannen, scheint jedenfalls eine Lösung gefunden zu sein. Die dort vorgesehene Kunsteisbahn wäre die einzige in ganz Griechenland. 

Lesen Sie: Neues Leben für Athens olympische Stätten.

  

Deutliche Schlappe für Dänen

(26.5.05) Nichts zu holen war für die Europas bestes Team bei ihrem Freundschaftsspiel im Norden Malaysias (vgl. Meldung vom 26.4.). Es gab eine 0:5-Schlappe. Trainer Thomas Stuer-Lauridsen bewertete laut Nachrichtenagentur bermana die Niederlage aber nicht weiter tragisch. "Wir sind erst Donnerstagnnacht in Alor Star angekommen und waren nach dem 21-Stunden-Flug von Kopenhagen noch ziemlich müde. Die Spiele helfen mir aber, meine Spieler auf die Singapor und Malaysia Open besser einzustellen."

Die Ergebnisse:

1.HE: Kenneth Jonassen - Lee Chong Wei 15:10 8:15 9:15 (51 min)
3.HE: Joachim Persson - Wong Choon Han 6:15 5:15
1.HD: Jens Eriksen & Martin Lundgaard - Tan Bin Shen & Ong Soon Hock 11:15 14:15
2.HD: Jonas Rasmussen & Lars Paaske - Koo Kien Keat & Chew Choon Eng 13:15 15:13 12:15 (85 min)
2.HE: Peter Gade - Hafiz Hashim 15:12 7:15 11:15.

Lesen Sie den Bericht in THE STAR vom 26. Juni: Kim Hock: Danes were not in good condition during friendly.

            

Dänemark tritt heute zum Freundschaftsspiel in Malaysia an
(24.6.05) Freundschaftsspiele zwischen den Top-Nationen im Badminton finden nicht häufig statt. Im Vorfeld der Singapore Open ist jetzt eines zustande gekommen. Malaysia hat im Sultan Abdul Halim Indoor Stadium in Alor Star Dänemark zu Gast. Alor Star ist die Hauptstadt des nördlichsten malaysischen Bundesstaates Kedah. Nur freundschaftlich geht es allerdings auch nicht zu, denn 10 000 Dollar sind insgesamt als Preisgeld ausgesetzt.
Wegen Krankheit müssen die Asiaten auf ihre beiden besten Doppel verzichten. Stattdessen kommen die Nachwuchsstars Tan Bin Shen & Ong Soon Hock zum Einsatz, die im nächsten Jahr ins Thomas-Cup-Team rücken sollen.
Für Dänemark spielen Jens Eriksen & Martin Lungaard Hansen und Lars Paaske & Jonas Rasmussen. Das zweite malaysische Paar wird Chew Choon Eng & Koo Kien Keat sein.
Im Einzel treten die Dänen mit Kenneth Jonassen, Peter Gade und dem früheren Deutschen Joachim Persson an. Malaysias Cheftrainer Yap Kim Hock wird seine Einzel erst vor dem Spiel benennen. Zur Auswahl stehen: Lee Chong Wei, der Höchstplatzierte in der Weltrangliste, Hafiz Hashim, Wong Choong Hann und Kuan Beng Hong. Zu einem Vorbericht.

    

45 Millionen Federbälle in Guangzhou

(18.6.) Über den Hongkong-Chinesen Anthony Chau und seine Federballproduktionsfirma DH (Double Happiness) berichtet die Internetseite CNN International in der Rubrik „Eye on China“ in einem Artikel vom 18. Mai 2005.

DH – nach Angaben des Berichtes der größte Federballproduzent der Welt - stellt Federbälle für verschiedene Marken her, unter anderem für RSL. Chau hat die Firma 1978 gegründet, als er erkannte, dass Federbälle, die zuvor vornehmlich in Europa produziert worden waren, in China günstig herzustellen waren, weil dort viele Gänse als Nahrungsmittel auf dem Speiseplan standen. Weiter wird über die Qualitätskontrolle berichtet und über den für die Produzenten glücklichen Umstand, dass jeder der pro Jahr produzierten 45 Millionen Federbälle nur ein arg kurzes Leben hat.

Lesen Sie Badminton proves a lucrative game.

   

Camilla Martins letztes Hemd wird versteigert

So schaut es aus: Camillas letztes Hemd.(2.12.04) Im Rahmen einer Wohltätigkeitsauktion, deren Gewinn der Genforschung für genetisch bedingte Krankheiten zufließt, wird bis Samstag den 4.12. um 18 Uhr Camilla Martins letztes T-Shirt versteigert. Die dänische Ex-Weltmeisterin hatte bei den Danish Open im Oktober ihre internationale Karriere beendet. Die Aktion wird mit einem Badminton-Marathon BADMIN-THON, der über 24 Stunden in Paris durchgeführt wird, verbunden.

Einzelheiten auf worldbadminton.net. Hier können Sie mitbieten.

(8.12.) Das höchste Gebot belief sich am Ende auf 285 Euro.

   

Dänen-Star Peter Gade organisierte Trainingsaufenthalt für Nachwuchsspieler in Malaysia

(6.10.04) Über Peter Gade und dessen "Team Attack" berichtet der Leiter des ÖBV-Sportbüros Manuel Rösler auf seiner österreichischen Website badminton.at. Er hat den dänischen Superstar vom 4. bis 20. September nach Petaling Jaya (Kuala Lumpur) begleitet. Gade hatte dort ein Trainingslager für talentierte dänische Nachwuchsspieler organisiert. Rösler: „Untergebracht waren wir im Hotel East-Inn. Direkt neben der Zentrale von TheStar. Trainiert haben wir immer am Vormittag in einem privaten Center und am Nachmittag in Bukit Kiara, dem nationalen Leistungszentrum. Dort auch mit dem malaysischen Cheftrainer Misbun Sidek, jeweils drei Stunden. Dabei hat Gades Gruppe immer gegen die besten Jugendspieler Malaysias gespielt. Nur einmal hat Gade selbst trainiert: ein Match gegen Wong Choong Hann. Ein Kamerateam übertrug das Spiel ins nationale TV (RTM1). Gade hat klar gewonnen...“

Lesen Sie alles über den Aufenthalt in Manuel Röslers Bericht Vorbild durch und durch.

  

Ex-Superstar Park wird japanischer Nationaltrainer

(1.10.04) Park Joo-Bong, koreanischer Olympiasieger und fünffacher Weltmeister hat zum 1. November einen Trainervertrag mit dem Japanischen Badminton-Verband unterzeichnet. Nach einer Meldung der Korea Times soll sein Jahresgehalt 100 000 Dollar betragen. Er werde bei der Nippon Badminton Association als Chefcoach für das Nationalteam arbeiten. Der Koreaner gilt als einer der besten Doppel- und Mixedspieler aller Zeiten und ist Mitglied der Hall of Fame der IBF.

 Japan ist die dritte Trainerstation für den 40-Jährigen. Nachdem er 1996 seine aktive Laufbahn beendet hatte, begann er – nahezu noch ohne Englischkenntnisse – 1997 als Trainer beim englischen Verband. 1999 wechselte er für gutes Geld nach Malaysia, wo er drei Jahre mit durchwachsenem Erfolg als Trainer für die Doppel arbeitete. Bei den Olympischen Spielen in Sydney gewann kein Malaysier eine Medaille, 2002 erreichte die Herrenmannschaft aber immerhin das Finale im Thomas Cup. Zuletzt war er im Trainerteam Koreas tätig.

 

EBU-Mitgliederversammlung am 17. April 2004 in Genf

Von Blackmailing, bleichen Gesichtern und Ohrfeigen

(18.4.04 Uhr) Die zentrale Veranstaltung des ersten EM-Samstags war die Generalversammlung der EBU (ADM). Und die war in diesem Jahr mit beträchtlichen Aufregungen verbunden.
Vergangene Weihnachten hatte EBU-Präsident Torsten Berg überraschend verkündet, dass er aufgrund von neuen beruflichen Aufgaben nicht mehr zur Verfügung stünde und den badmintonorientierten Teil seines Lebens der IBF widmen wolle (siehe Meldung unten vom 13.1.04).
Im Januar präsentierte das EBU-Council dann als Nachfolgekandidaten den Dänen Tom Bacher, den im letzten Sommer von den Asiaten mit einem Fusstritt hinausbeförderten ehemaligen IBF-Vizepräsidenten (siehe Meldung vom 27.3.03).
Dieser Name führte nun rasch zu beträchtlichen Diskussionen. Es bildete sich eine Opposition die geschürt wurde von den europäischen IBF-Council-Mitgliedern. Ihnen sei – so wurde verbreitet – von „führenden IBF-Funktionären“ angedeutet worden, dass Europa gravierende Nachteile – vor allem was die Zuteilung von finanziellen Mitteln etwa aus den Olympia-Einnahmen angehe - entstehen könnten, wenn die EBU Tom Bacher zum Präsidenten wähle.
Als Speerspitze des Widerstandes gegen Bacher profilierte sich der holländische EBU-Vize Jos Nouwt, der aus dem Vorschlag des EBU-Councils ausscherte und mit allerlei Mail-, Telefon- und Fax-Aktivitäten gegen die Wahl von Bacher mobil machte.
Asiatischer Griff nach Europa abgeschmettert
Höhepunkt der Kampagne sollte dann eine Veranstaltung werden, zu der die Schottische Badminton Union am Freitagabend, dem Vorabend des ADM, eingeladen hatte. Deren IBF-Mitglied Anne Smilie, hatte die weiteren europäischen IBF-Mitglieder Martijn van Dooremalen (Niederlande) und Puzant Kassabian (Bulgarien) neben sich sitzen.
In einem Eingangsstatement wurde noch einmal wortreich auf mögliche - aber an keiner Stelle präzisierte - negative Folgen hingewiesen, die von Seiten der IBF ergriffen werden könnten, wenn Bacher gewählt werden würde. Man schlug eine Verschiebung der Wahl vor, bis ein für die IBF-Führer akzeptabler Kandidat gefunden sei. Doch der Schuss ging nach hinten los. Die anwesenden etwa dreißig Delegierten empörten sich in großer Einmüdigkeit und mit zum Teil beträchtlicher Schärfe gegen die Einmischung der Asiaten. Worte wie Erpressung und Rückgrat fielen nicht nur einmal. Die Gesichter der IBF-Mitglieder waren am Ende ganz schön bleich.
Der unbekannte Balkan
Volles Haus am nächsten Morgen beim ADM. 47 von 48 EBU-Mitgliedsverbänden trugen Delegierte in die Anwesenheitsliste ein. Die Faröer-Inseln und Grönland waren ebenso vertreten wie Liechtenstein und Moldawien. Generalmobilmachung also. Das geschieht nach dem auch bei der IBF vorzufindenden Muster, dass sich die Top-Länder die Vertretungvollmacht der Exoten geben lassen und der dänische Sportdirektor Thomas Lund zum Beispiel für fünf Stunden zum Grönländer mutiert. Ein unbekannter Faktor bei der Bacher-Wahl war die Balkan-Connection von Puzant Kassabian. Der bulgarische Meister der Orientalistik hat sich mittlerweile ein eigenes Imperium aufgebaut. Als Regionalorganisation wird es an der EBU vorbei von der IBF mit finanziellen Zuwendungen aus Mitteln für die Entwicklungshilfe versehen. Positiv gesehen hat die Region mittlerweile Meisterschaften für etliche Altersstufen, Trainingslehrgänge, Schiedsrichterausbildungen und viele Aktivitäten in Leben gerufen, die helfen Badminton in Ländern wie Türkei, Rumänien, Moldawien, Griechenland, Weissrussland, Zypern zu entwickeln. Als Negativeffekt ergibt sich aber eine Abhängigkeit von den IBF-Geldgebern. Wenn Kassabian sich mit denen nicht gut stellt, drehen sie ihm den Geldhahn zu. Und da in der EBU das Prinzip „Ein Land – eine Stimme" gilt, kann Kassabian schon eine Menge Stimmen kanalisieren.

Neuer EBU-Präsident: Tom Bacher aus Dänemark.
Zwei Ohrfeigen
Doch die Wahl von Tom Bacher verlief dann viel weniger aufregend als gedacht. Durch die abendliche Voraussprache war klar, dass die deutliche Mehrheit der Europäer nicht gewillt war, sich den überbrachten europäischen Drohungen zu beugen. Bacher wurde mit 33 Stimmen bei 13 Gegenstimmen und einer Enthaltung gewählt. Lass die Asiaten ruhig toben...
Dann kam die Wahl der übrigen EBU-Council-Mitglieder. Und gleich vornean stand Aufrührer Jos Nouwt als EBU-Vizepräsident zur Wiederwahl an. Angezettelt von Dänemark gab es eine lange Diskussion in der vor allem das Wort Loyalität in allen möglichen Aussprachen zu hören war. Am Ende der Predigten wurde Nouwt durch 30 Gegenstimmen bei nur 16 Befürwortern als nicht amtswürdig bewertet. Sein Posten bleibt unbesetzt. Als kleiner Trost mag ihm bleiben, dass er im Vorjahr noch dazu beigetragen hat, seinen Holländern die Europameisterschaft 2006 gegen Konkurrent Deutschland zuzuschanzen.

  

Zuschauer empört: Götschl verweigerte Kampf im Einzelfinale

(4.2.04) Während es bei der Deutschen Meisterschaft in Bielefeld nur hinter den Kulissen wegen einer nicht durchgeführten Neuauslösung Diskussionsstoff gab, vollzog sich bei den am gleichen Wochenende ausgetragenen Österreichischen Staatsmeisterschaften vor den Augen des Publikums ein, wie die Wiener Zeitung KURIER es ausdrückte, "Skandalspiel".

Das Herreneinzelfinale zwischen Titelverteidiger Jürgen Koch und Heimo Götschl "geriet jedoch zur Farce, weil sich Kochs Endspielgegner vom WAT Hernals weigerte, mit vollem Einsatz zu spielen. Die Zuschauer pfiffen und buhten den Wiener deshalb gnadenlos aus. Zu offensichtlich war dessen Verweigerung gegen Österreichs Topstar Koch. Mit 0:15 und 1:15 ging Götschl sang- und klanglos unter.

 "Das war Strandfederball, kein Spitzenbadminton, wie wir es sehen wollen", lautete der vernichtende Kommentar von ÖBV-Präsident Harald Starl zur Leistung des Wieners, der sich für das Doppel-Finale, das er dann mit Partner Martin de Jonge auch gewann, schonen wollte. Das Publikum verzieh ihm diese Aktion jedoch nicht und pfiff Götschl auch im Doppelfinale von der ersten bis zur letzten Sekunde aus."

Lesen Sie den ganzen Kurier-Bericht vom 1.2.2004 Koch nach "Skandalspiel" Ö-Meister.

Die Endspielerergebnisse

30.1. bis 1.2 2004 in Steyr

HE: Jürgen Koch - Heimo Götschl 15:0 15:1

DE: Simone Prutsch - Tina Riedl 10:13 11:8 11:7

HD: Heimo Götschl & Martin de Jonge - Roman Zirnwald & Manuel Berger 15:10 15:10

DD: Simone Prutsch & Sabine Franz - Miriam Gruber & Karina Lengauer 15:12 15:9

MX: Harald Koch & Verena Fastenbauer - Peter Kreulitsch & Karina Lengauer 15:13 3:15 15:6.

Zum Bericht über die Meisterschaften bei badminton.at.

   

EBU-Präsident Torsten Berg kandidiert nicht mehr
(13.1.04) Die Überraschung kam mit den Neujahrsgrüßen. Der seit 1992 amtierende EBU-Präsident Torsten Berg (Dänemark, Foto) teilte in einem Rundschreiben zum Jahresende an die Mitgliedsverbände der EBU mit, dass er beim Annual Delegates Meeting (ADM) im kommenden April in Genf nicht wieder zur Wahl stehe. Gründe für diese Entscheidung nennt er zwei. Einmal habe es für ihn einen beruflichen Aufstieg gegeben. Er sei "ins Management" einer neu geschaffenen dänischen Untersuchungsbehörde zur Überwachung der Nahrungsmittelproduktion mit über 800 Wissenschaftlern und Technikern berufen worden. Und in der IBF sei er als Vizepräsident verantwortlich für die Beziehungen zum IOC und zur UNO. Dort habe er beim letzten IBF-Council-Meeting in Kuala Lumpur erkannt, welche schwierige Arbeit hier vor ihm liege. Er müsse daher andere Verantwortlichkeiten kürzen.
Im Unterschied zu anderen Europäern hat es der diplomatische Däne in der Vergangenheit verstanden, den Asiaten nicht auf die Füße zu treten. Und somit hat er in der IBF-Spitze nach wie vor seinen Platz. Andererseits ist unter seiner Ägide der Einfluss Europas in der IBF immer weiter gesunken. (Siehe Meldungen vom 27.7. und 2.8.03) Ein tröstendes Wort gibt Berg den EBU-Mitgliedern in seinem Schreiben noch mit auf den Weg: "My heart will always be with EBU".
Die Nachfolgefrage ist damit eröffnet. Die derzeitige EBU-Führungsetage besteht aus Jos Nouwt (NED), Ritchie Campbell (SCO) als Vizepräsidenten, Horst Kullnigg (AUT) als Finanzdirektor, Peter Tarcala (SVK) als Director for Events, Mojmir Hnilica (CZE) als Director for Court Officials, Jadwiga Slawska-Szalewicz (POL) als Director for Development,  Irene Delvai (SUI) als Director for Circuit Tournaments und João Matos (POR) als Director for Public Relations.
Berg hatte erst im vergangenen Jahr die EBU-Geschäftsstelle, die vorher von Gisela Hoffmann in Krefeld geleitet worden war, zu sich nach Dänemark geholt und mit dem Dänen Brian Agerbak besetzt
.

 

 News aus aller Welt 2002-03


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