Zur Titelseite Olympische Spiele.

 

Olympische Spiele 2012 in London
 
Vom 27. Juli bis 12. August 2012

    


Badmintonwettbewerbe von Sa. 28. Juli bis So. 5. August in der Wembley Arena

 

Zur Veranstaltungswebsite www.london2012.com. Zur Wembley Arena im Nordwesten Londons.
Zeitdifferenz: London ist ene Stunde zurück. 9 Uhr dort sind 10 Uhr MESZ.

                        
 

Zur Olympiaqualifikation

Zu den Spielen der deutschen Olympiateilnehmer

Vorberichte

Zum internationalen Geschehen

Am Rande

     

Über die olympischen Badmintonwettbewerbe 2012

berichtet im Vorfeld und aus London

Claudia Pauli 

Die Auslosung

Die DBV-Asse in London. Michael Fuchs.
Ingo Kindervater.
Birgit Michels.
Juliane Schenk.
Johannes Schöttler.
Marc Zwiebler. Fotos (Archiv): CP.

 

Herreneinzel (40 Spieler)

Dameneinzel (46 Spielerinnen)

Herrendoppel (16 Paarungen)

Damendoppel (16 Paarungen)

Mixed (16 Paarungen)

 

Die Spiele Tag für Tag

 

Gruppenphase:

 

Tag 1: Samstag, 28.07.2012          (DBV: M. Zwiebler, J. Schenk, Kindervater/Schöttler, Fuchs/Michels)

Tag 2: Sonntag, 29.07.2012           (DBV: Kindervater/Schöttler, Fuchs/Michels)

Tag 3: Montag, 30.07.2012            (DBV: J. Schenk, Kindervater/Schöttler, Fuchs/Michels)

Tag 4: Dienstag, 31.07.2012          (DBV: M. Zwiebler)

 

K.o.-Runde:

 

Tag 5: Mittwoch, 01.08.2012           (DBV: M. Zwiebler, J. Schenk, Fuchs/Michels)

Tag 6: Donnerstag, 02.08.2012       (DBV: -------)

Tag 7: Freitag, 03.08.2012

Tag 8: Samstag, 04.08.2012

Tag 9: Sonntag, 05.08.2012

  

 

Besonders zeitnah sind die Ergebnisse auf der Veranstaltungswebseite verfügbar. Hier geht es dorthin ... 

 

HIER FINDEN SIE EINE ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN ERGEBNISSE ...

Anzeige

Auch für Badminton-Profis und für Hobby-Sportler ist es wichtig, seine eigenen Stärken und  Schwächen und den Charakter der eigenen Persönlichkeit zu kennen. Informieren Sie sich ausführlich in unserem Ratgeber zum Thema Persönlichkeitstest. Dort finden Sie neben dem Überblick über alle Anbieter auch eine neutrale Hilfe zur Auswahl des besten Testverfahrens.

 

 

NACHBERICHTE TAG 5 (Mittwoch, 1. August 2012)

 

Marc Zwiebler begeistert das Publikum bei seiner Niederlage mit fairen Gesten

Eine herzliche Umarmung zwischen Sieger und Verlierer am Ende der Partie. Alle Fotos von der Begegnung Marc Zwiebler gegen Chen Jin: Claudia Pauli.
Speziell im ersten Satz agierte der Europameister aus Deutschland hervorragend.
V.l.: Auch DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst und Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV (im Bild im Foyer der Wembley Arena), verfolgten die Spiele der deutschen Olympiateilnehmer vor Ort.

 

(01.08.2012, CP) Die olympischen Badmintonwettbewerbe werden am Donnerstag (2. August 2012) ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt: Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 14) verlor am Mittwoch ebenso sein Achtelfinalspiel im Herreneinzel wie die WM-Dritte Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 6) ihre Begegnung aus der Runde der besten 16 Damen. Zudem mussten sich Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) in ihrem Viertelfinalmatch ihren Gegnern geschlagen geben. Das Herrendoppel Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim) war – trotz teils starker Leistungen – bereits nach der Vorrunde ausgeschieden.

 

Das Ziel, das wir ausgegeben hatten, war schon, in London eine Medaille zu gewinnen. Aufgrund von Julianes Vorergebnissen, unter anderem mit dem dritten Platz bei der WM im vergangenen Jahr und ihrem Sieg bei den Singapore Open im Juni dieses Jahres, war dies auch realistisch. Bei den anderen Spielerinnen und Spielern war die Erwartungshaltung nicht so hoch wie im Zusammenhang mit Juliane. Speziell das Mixed hat sich als äußerst positive Überraschung erwiesen. Wir sind zudem super-zufrieden, wie sich das Herrendoppel hier präsentiert hat und auch wie sich Marc verkauft hat“, zog Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), ein erstes Fazit.

 

Der Einzug ins Viertelfinale durch Michael Fuchs und Birgit Michels bedeutet einen historischen Erfolg: Das Duo erreichte als erstes deutsches Mixed in der Historie der im Jahr 1992 eingeführten olympischen Badmintonwettbewerbe (seit 1992 mit Herren- und Dameneinzel sowie mit Herren- und Damendoppel; seit 1996 zudem mit Mixed) die Runde der besten acht Paarungen. Die Deutschen Meister bescherten dem DBV insgesamt die zweite Viertelfinalteilnahme bei Olympia: Für die Premiere hatte im Jahr 2008 die inzwischen vom Leistungssport zurückgetretene fünfmalige Deutsche Meisterin Huaiwen Xu im Dameneinzel gesorgt. Im Viertelfinale erwiesen sich die indonesischen Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir (Setzplatz 3) bei ihrem 21:15, 21:9-Sieg als an diesem Tag zu stark für den Olympia-Debütanten Michael Fuchs und seine Spielpartnerin Birgit Michels. Die Sportsoldatin der Bundeswehr hatte sich 2012 zum zweiten Mal nach 2008 für das Großereignis qualifiziert.

 

Ein Teenager beendete wenige Stunden später den Traum von Juliane Schenk, nahezu exakt ein Jahr nach ihrem bislang größten Erfolg bei einem Individualturnier an derselben Austragungsstätte erneut eine Medaille überreicht zu bekommen und damit das erste Edelmetall für Deutschland im Badminton bei Olympia zu holen: Die erst 17 Jahre alte Thailänderin Ratchanok Inthanon (Setzplatz 9) gewann die Achtelfinalpartie gegen die 12 Jahre ältere Deutsche mit 21:16, 21:15. Ich gönne meiner Gegnerin den Sieg. Das war großer Sport", meinte die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel. Juliane Schenk, die 2011 bei den – ebenfalls in der Wembley Arena ausgetragenen – Individual-Weltmeisterschaften den Einzug ins Halbfinale und den damit verbundenen Gewinn der Bronzemedaille bejubeln durfte, stand bei ihrer insgesamt dritten Olympia-Teilnahme erstmals im Dameneinzel in der Runde der besten 16. 2004 und 2008, als das olympische Badmintonturnier von Beginn an im K.o.-System durchgeführt wurde, war die gebürtige Krefelderin in der ersten Runde ausgeschieden.

 

Marc Zwiebler hingegen belegte 2012 in der Gesamtwertung wie bei seiner Olympia-Premiere vor vier Jahren den geteilten neunten Rang. Sein Achtelfinalmatch verlor er trotz eines verheißungsvollen Beginns letztlich mit 21:19, 12:21, 9:21. „Mein Traum war es natürlich, eine Medaille zu gewinnen – das muss das Ziel für jeden sein. Aber trotzdem bin ich zufrieden, da ich meine persönliche Bestleistung gezeigt habe. Ich hoffe, dass ich auch gute Werbung für den deutschen Badmintonsport gemacht habe. Chen Jin ist heute der bessere Spieler gewesen.“ Der 28 Jahre alte gebürtige Bonner ergänzte: „Ich habe gekämpft bis zum Letzten. Es ist natürlich schade, dass ich verloren habe, aber es war ein faires und gutes Spiel – auch gut für die Zuschauer“, meinte der sechsmalige Deutsche Meister.

 

Herreneinzel auf einem solch hohen Niveau sei viel mit Abwarten und Geduldhaben verbunden, erläuterte der amtierende Vize-Europameister mit dem deutschen Herrenteam: „Selbst, wenn man langsame Schläge spielt, ist es stressig.“ Chen Jin habe „Wahnsinns-Schläge“ gezeigt, „das muss man anerkennen.“

 

Die beiden Spitzensportler begeisterten das Publikum nicht nur mit bemerkenswerten Aktionen mit dem Schläger, sondern auch durch ihr sportliches Verhalten auf dem Spielfeld. So gab Marc Zwiebler seinem Gegenüber, nachdem dieser mit einem hervorragenden Schlag einen Punktgewinn erzielt hatte, mehrmals per Handzeichen zu verstehen, dass dessen Leistung exzellent war. Besonders beeindruckend war die Szene, als Marc Zwiebler im dritten Satz nach einem Ballwechsel, den der Chinese mit einer Weltklasse-Aktion für sich entschied, Chen Jin am Netz die Hand reichte und ihm zu dem Punktgewinn gratulierte. Die Zuschauer in der Wembley Arena, ohnehin schon eher Marc Zwiebler als seinem asiatischen Kontrahenten zugeneigt, zollten dieser fairen Geste mit lautstarkem, ausgiebigen Applaus Anerkennung.

 

Ich verstehe mich mit Chen Jin gut, er hat seine Sache heute wirklich gut gemacht“, meinte der Deutsche. Der erste Satz sei „eigentlich verdient“ an ihn gegangen, analysierte Marc Zwiebler. Im zweiten Durchgang sei es „auch noch ok.“ gewesen. „Es war ein Kampf auf dem höchsten Niveau“, so der 28-Jährige, der die Stimmung in der Halle als „super“ beschrieb: „Ich finde es schön, dass das europäische Publikum mich unterstützt. Es waren auch viele Deutsche da – einen schönen Dank speziell auch an sie!“

 

Nun stehen für Marc Zwiebler zunächst Physiotherapie, eine Nachbesprechung und der Wieder-Einzug ins olympische Dorf an, nachdem er zuletzt in einem Hotel in der Nähe der Wembley Arena übernachtet hatte. Er werde in den nächsten Tagen unter anderem die anderen deutschen Olympiateilnehmer unterstützen – und vermutlich auch die Finals in den Badmintonwettbewerben schauen. „Da kann man immer noch etwas lernen“, meinte Marc Zwiebler.

 

Die Spiele der XXX. Olympiade gestalteten sich für den DBV auch insofern erfreulich, als dass es dem rund 213.000 Mitglieder zählenden olympischen Spitzenverband gelungen war, seine Mannschaft im Vergleich zu Peking 2008 um eine Person auf sechs Athletinnen bzw. Athleten aufzustocken und in London in einer Disziplin mehr vertreten zu sein als bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren.

 

  

Teenager aus Thailand beendete Juliane Schenks Traum vom Gewinn einer Olympia-Medaille

Die junge Thailänderin ließ nach dem Sieg ihren Freudentränen freien Lauf.
Juliane Schenk hatte sich auch selbst den Gewinn einer Medaille zum Ziel gesetzt. Alle Fotos von der Begegnung Juliane Schenk gegen Inthanon Ratchanok: Claudia Pauli.

 

(01.08.2012, CP) Das olympische Badmintonturnier 2012 wird ohne Beteiligung von Deutschlands Medaillenhoffnung Juliane Schenk fortgesetzt. Die 29-Jährige musste sich bei den Spielen der XXX. Olympiade im Achtelfinale des Dameneinzel-Wettbewerbs der fantastisch agierenden Thailänderin Ratchanok Inthanon mit 16:21, 15:21 geschlagen geben. Nachdem die zweimalige Vize-Europameisterin aus Deutschland die bisherigen drei Vergleiche mit dem aktuell erst 17 Jahre alten Ausnahmetalent für sich entschieden hatte, darunter die Begegnung bei den YONEX German Open im Frühjahr dieses Jahres in der RWE-Sporthalle, schaffte es die derzeitige Weltranglistensechste am Mittwoch in London nicht, ihrer Gegnerin ihr Spiel aufzuzwingen.

 

Juliane hat nie richtig ins Spiel gefunden. Die Thailänderin hingegen hat keine Schwächen gezeigt und durchweg Druck gemacht. Juliane konnte nur reagieren, sie war immer im Hintertreffen“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

 

Damit verpasste es die WM-Dritte, nahezu exakt ein Jahr nach ihrem bislang größten Erfolg bei einem Individualturnier an derselben Austragungsstätte ein weiteres Mal eine Medaille überreicht zu bekommen und damit das erste Edelmetall für Deutschland in der Geschichte der im Jahr 1992 eingeführten olympischen Badmintonwettbewerbe zu gewinnen.

 

Die Sportsoldatin der Bundeswehr zog sich nach ihrer Niederlage gegen die Jugend-Weltmeisterin der vergangenen drei Jahre (2009 bis 2011) überaus enttäuscht zurück. Im Vorfeld der Olympischen Spiele hatte sie stets den Gewinn einer Medaille als Ziel ausgegeben. Aufgrund ihrer Erfolge in den vergangenen Jahren und ihrer glänzenden Verfassung vor Turnierbeginn erschien dies durchaus realistisch.

 

Noch Ende Juni hatte die gebürtige Krefelderin dem DBV erstmals einen Gesamtsieg bei einem Superseries-Turnier (Singapore Open) beschert. Im August 2011 erreichte die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel bei den Individual-Weltmeisterschaften, die ebenfalls in der Wembley Arena ausgetragen wurden, das Halbfinale und durfte damit über Bronze jubeln.

 

Uns war klar, dass es ein schweres Spiel werden würde. Aber natürlich ist das Aus enttäuschend“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Chef-Bundestrainer Jakob Høi zeigte sich von der Leistung Ratchanok Inthanons beeindruckt: „Sie hat unwahrscheinlich gut gespielt – mutig und ohne Nerven zu zeigen.“ Der Teenager wird in der Weltrangliste schon auf Rang zehn geführt.

 

  

Olympia 2012: Michael Fuchs/Birgit Michels: „Die Indonesier haben verdient gewonnen!“

 

(01.08.2012, CP) Sie haben für einen historischen Erfolg gesorgt, blickten aber nach ihrer Niederlage in zwei Sätzen im Viertelfinale verständlicherweise erst einmal betrübt drein: „Enttäuscht ist man erst einmal schon. Wenn man schon im Viertelfinale spielt, wäre es unser großer Traum gewesen, ins Halbfinale einzuziehen und möglicherweise sogar eine Medaille zu gewinnen“, meinte Birgit Michels, nachdem sie an der Seite von Michael Fuchs am Mittwochvormittag mit 15:21, 9:21 den indonesischen Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir unterlegen war. Doch was die Deutschen Meister im Mixed in der Londoner Wembley Arena leisteten, verdient allemal höchste Anerkennung: Das Duo erreichte als erstes deutsches Mixed in der Geschichte der im Jahr 1992 eingeführten olympischen Badmintonwettbewerbe die Runde der besten acht Paarungen.

 

Die beiden haben verdient gewonnen“, zeigte sich die 27 Jahre alte Birgit Michels wie immer fair. Ihr 30 Jahre alter Spielpartner Michael Fuchs stimmte ohne Einschränkung dem zu: „Die Indonesier gehören zu den absoluten Mit-Favoriten auf den Olympiasieg. Sie hat 2008 schon Silber gewonnen und kennt somit den ganzen Ablauf bei Olympischen Spielen sehr gut. Sie hat das klasse gemacht.“ Es habe an der Qualität der ersten drei Bälle der Gegner gelegen, dass sie nicht richtig ins Spiel gekommen seien, analysierte Michael Fuchs: „Sie schlägt unglaublich gut auf. Zudem ist es sehr schwer, an ihr vorbeizukommen. Hinten raus war es besonders schwer. Wir haben im zweiten Satz einige leichte Fehler gemacht und dann wird Tontowi Ahmad immer sicherer. Wir mussten gegen die Indonesier selbst ein sehr hohes Risiko gehen. Sie waren einfach die besseren heute, daher ist die Niederlage o.k.“

 

Erst kurz vor Mitternacht am Dienstagabend erfuhren die DBV-Asse, für welche Uhrzeit ihr Spiel am nächsten Tag angesetzt sein würde. „Ich brauche immer relativ viel Schlaf und war sehr müde von den letzten Spielen. Ich hatte gehofft, möglichst meine übliche Schlafenszeit einhalten zu können, aber das war nicht möglich. Aus meiner Sicht geht es gar nicht, dass man so spät am Abend erfährt, dass man bereits morgens früh spielen muss“, sagte die EM-Dritte im Damendoppel, Birgit Michels.

 

Auch ihr Mixed-Partner Michael Fuchs, seines Zeichens amtierender Vize-Europameister im Herrendoppel, war am Dienstag nach eigener Aussage „richtig k.o. Wir hatten schließlich zwei harte Spiele an zwei Tagen in Folge, hinzu kommt die Anspannung. Der Pausentag, an dem wir nur locker trainiert haben, tat sehr gut.“

 

Nach dem bislang größten Erfolg in ihrer Karriere – offiziell wird das Duo in der Ergebnisliste auf dem geteilten fünften Rang geführt – sprach Birgit Michels ihrem Coach Boris Reichel, dem Bundestrainer Damendoppel, der die gebürtige Rheinländerin seit langer Zeit am Badminton-Spitzensportzentrum in Mülheim an der Ruhr betreut und die Viertelfinalpartie als Zuschauer verfolgte, einen besonderen Dank aus: „Es war richtig toll, dass er heute in der Halle war, das war ganz viel wert. Ich bin ihm sehr dankbar für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. Er hat ganz großen Anteil an den Erfolgen, die ich verzeichnet habe.“

 

  

Olympia 2012: Die Spiele der DBV-Asse

  

Herreneinzel, Marc Zwiebler (Weltranglistenplatz 18, Setzplatz 14, Gruppe K):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012:

Mohamed Ajfan Rasheed (Malediven, Weltranglistenplatz 209): 21:9, 21:6

Bilanz nun 1:0 für Marc Zwiebler

  

Vorrunde, Spiel 2, Dienstag, 31.07.2012:

Dmytro Zavadsky (Ukraine, Weltranglistenplatz 47): 17:21, 21:10, 21:16

Bilanz nun 3:0 für Marc Zwiebler

 

Marc Zwiebler belegte in der Vorrundengruppe K mit zwei Siegen Tabellenrang eins und qualifizierte sich damit für das Achtelfinale.

 

Achtelfinale, Mittwoch, 01.08.2012:

Chen Jin (China, Weltranglistenplatz 4, Setzplatz 4): 21:19, 12:21, 9:21

Bilanz nun 1:4 für Marc Zwiebler

 

Marc Zwiebler wird damit in der Gesamtwertung auf dem geteilten neunten Rang geführt. 

 

 

Dameneinzel, Juliane Schenk (Weltranglistenplatz 6, Setzplatz 6, Gruppe N):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012:

Kristina Gavnholt (Tschechien, Weltranglistenplatz 51): 21:18, 21:14

Bilanz nun 10:0 für Juliane Schenk

 

Vorrunde, Spiel 2, Montag, 30.07.2012:

Larisa Griga (Ukraine, Weltranglistenplatz 48): 21:12, 21:14

Bilanz nun 7:0 für Juliane Schenk

 

Juliane Schenk belegte in der Vorrundengruppe N mit zwei Siegen Tabellenrang eins und qualifizierte sich damit für das Achtelfinale.

 

Achtelfinale, Mittwoch, 01.08.2012:

Ratchanok Inthanon (Thailand, Weltranglistenplatz 10, Setzplatz 9): 16:21, 15:21

Bilanz nun 3:1 für Juliane Schenk

 

Juliane Schenk wird damit in der Gesamtwertung auf dem geteilten neunten Rang geführt.

 

 

Herrendoppel, Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (Weltranglistenplatz 24, Gruppe A):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012:

Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu (Taiwan, Weltranglistenplatz 9): 15:21, 16:21

Bilanz nun 0:1 für Ingo Kindervater/Johannes Schöttler

 

Vorrunde, Spiel 2, Sonntag, 29.07.2012:

Cai Yun/Fu Haifeng (China, Weltranglistenplatz 2, Setzplatz 1): 20:22, 16:21

Bilanz nun 0:2 für Ingo Kindervater/Johannes Schöttler

 

Vorrunde, Spiel 3, Montag, 30.07.2012:

Ross Smith/Glenn Warfe (Australien, Weltranglistenplatz 38): 21:13, 21:14

Bilanz nun 0:1 für Ingo Kindervater/Johannes Schöttler

 

Ingo Kindervater und Johannes Schöttler belegten in der Vorrundengruppe A mit einem Sieg und einer Niederlage Rang drei und verpassten damit bei ihrem Olympia-Debüt den Einzug in die K.o.-Runde (Viertelfinale).

 

 

Mixed, Michael Fuchs/Birgit Michels (Weltranglistenplatz 22, Gruppe A):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012:

Zhang Nan/Zhao Yunlei (China, Weltranglistenplatz 1, Setzplatz 1): 6:21, 7:21

Bilanz nun 0:2 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

Vorrunde, Spiel 2, Sonntag, 29.07.2012:

Chris Adcock/Imogen Bankier (Großbritannien, Weltranglistenplatz 10): 11:21, 21:17, 21:14

Bilanz nun 1:0 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

Vorrunde, Spiel 3, Montag, 30.07.2012,:

Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina (Russland, Weltranglistenplatz 15): 21:18, 12:21, 21:19

Bilanz nun 1:2 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

Michael Fuchs/Birgit Michels belegten in der Vorrundengruppe A mit zwei Siegen und einer Niederlage Tabellenrang zwei und qualifizierten sich damit für das Viertelfinale.

 

Viertelfinale, Mittwoch, 01.08.2012:

Tontowi Ahmad/Liliyana Natsir (Indonesien, Weltranglistenplatz 4, Setzplatz 3): 15:21, 9:21

Bilanz nun 1:2 für Michael Fuchs und Birgit Michels

 

Michael Fuchs und Birgit Michels werden damit in der Gesamtwertung auf dem geteilten fünften Rang geführt und sorgten damit für die beste Platzierung aus DBV-Sicht.

 

    

 

NACHBERICHTE TAG 4 (Dienstag, 31. Juli 2012)

 

Schon zur „Halbzeit“ historische Erfolge

 

(31.07.2012, CP) Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) kann im Zusammenhang mit den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 eine überaus erfreuliche Zwischenbilanz ziehen: In drei der vier Disziplinen, in denen Spieler bzw. Spielerinnen oder Paarungen aus Deutschland beim Turnier in der Londoner Wembley Arena vertreten waren, qualifizierten sich diese dank einer erfolgreichen Gruppenphase für die K.o.-Runde.

 

In den Einzeldisziplinen sicherten sich Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 14) und die WM-Dritte Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 6) mit Siegen in ihren beiden Vorrundenspielen Tabellenplatz eins und zogen damit ins Achtelfinale ein. Während Marc Zwiebler darin am Mittwoch (1. August 2012, 18.47 Uhr MESZ) auf den chinesischen Weltranglistenvierten Chen Jin (Setzplatz 4) trifft, muss sich Juliane Schenk am selben Tag (14.17 Uhr MESZ) mit der an Position neun notierten Thailänderin Ratchanok Inthanon (Weltranglistenplatz 10) auseinandersetzen. Die zweimalige Vize-Europameisterin aus Deutschland steht bei ihrer insgesamt dritten Olympia-Teilnahme nach 2004 und 2008 erstmals im Dameneinzel-Wettbewerb in der Runde der besten 16. 2004 war der gebürtigen Krefelderin gemeinsam mit Nicole Grether im Damendoppel der Einzug ins Achtelfinale gelungen. Im Einzel schied Juliane Schenk hingegen sowohl in Athen als auch in Peking in Runde eins aus.

 

Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) verzeichneten in London nicht allein einen persönlichen Rekord, sondern sie schrieben sogar deutsche Badminton-Geschichte: Das Duo erreichte als erstes deutsches Mixed in der Historie der im Jahr 1992 eingeführten olympischen Badmintonwettbewerbe das Viertelfinale. Die Deutschen Meister beendeten die Gruppenphase nach zwei Siegen und einer Niederlage hinter den topgesetzten Weltranglistenersten und Weltmeistern Zhang Nan/Zhao Yunlei aus China auf Tabellenrang zwei. In ihrer Viertelfinalpartie stehen Michael Fuchs und Birgit Michels am Mittwoch (1. August 2012, 10.47 Uhr MESZ) den indonesischen Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad/Liliyana Natsir (Setzplatz 3) gegenüber, die sich im Spiel um die Spitzenposition in der Vorrundengruppe C gegen die dänischen Weltranglistenachten Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl, im März dieses Jahres bei den YONEX German Open in der RWE-Sporthalle siegreich und Weltmeister von 2009 in dieser Disziplin, durchgesetzt hatten. Als Gruppenzweite erreichten allerdings auch die Dänen die Runde der besten acht Paarungen. 

 

Einzig Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim), die wie Michael Fuchs in diesem Jahr ihr Olympia-Debüt gaben, verpassten den Einzug in die K.o.-Runde. Die Deutschen Meister im Herrendoppel verzeichneten – trotz teils herausragender Leistungen – in zwei ihrer drei Partien eine Niederlage und belegten damit Tabellenrang drei.

 

Bei den Spielen der XXX. Olympiade wurde im Badminton erstmals in allen fünf Disziplinen zunächst eine Gruppenphase durchgeführt. Auf diese folgt eine K.o.-Runde, die in den Einzeldisziplinen mit dem Achtelfinale beginnt und in den Doppeldisziplinen mit dem Viertelfinale. Während sich im Herren- und im Dameneinzel lediglich die Gruppenersten für die K.o.-Runde qualifizierten, kamen in den Doppeldisziplinen die zwei erfolgreichsten Paarungen pro Gruppe weiter. Das olympische Badmintonturnier 2012 endet am Sonntag, den 5. August 2012.

 

Marc Zwiebler musste in seinem abschließenden Gruppenspiel stark kämpfen, ehe er wie bei seiner Olympia-Premiere vor vier Jahren als Achtelfinalteilnehmer feststand: Nach verlorenem ersten Satz bezwang der 28-Jährige als Nummer 18 des BWF-Rankings den ukrainischen Weltranglisten-47. Dmytro Zavadsky letztlich mit 17:21, 21:10, 21:16.

 

Das war ein hartes Match. Marcs Gegner ist ein Typ, der viel zurückbringt. Da musst Du die Punkte machen“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz am Dienstagabend. Er fügte hinzu: „Marc war schon etwas nervös. Im ersten Satz hatte er Probleme, die Kontrolle über das Spiel zu behalten. Nachher wurde das besser. Man kann seinen Sieg durchaus als Kampfsieg bezeichnen.

 

Gegen seinen nächsten Gegner, den amtierenden WM-Dritten Chen Jin aus China, weist Marc Zwiebler zwar insgesamt eine negative Bilanz auf (1:3), jedoch konnte er das bislang letzte Aufeinandertreffen für sich entscheiden: Bei den All England Open im März dieses Jahres gewann der gebürtige Bonner in zwei Sätzen gegen den aktuellen Weltranglistenvierten. Von den vier Top-Gesetzten ist er sicherlich derjenige, der mir am ehesten liegt, der für mich am ehesten zu schlagen ist“, hatte Marc Zwiebler bei Bekanntgabe der Auslosung vorausgeblickt.

 

 

  

NACHBERICHTE TAG 3 (Montag, 30. Juli 2012)

 

Juliane Schenk erstmals im Achtelfinale des Dameneinzel-Wettbewerbs

Alle Fotos von der Begegnung Juliane Schenk gegen Larisa Griga: Claudia Pauli.

 

(30.07.2012, CP) Die amtierende WM-Dritte Juliane Schenk hat bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme erstmals das Achtelfinale in der Dameneinzel-Konkurrenz erreicht. Während sich die heute 29-Jährige 2004 in Athen und 2008 in Peking – als die olympischen Badmintonwettbewerbe von Anfang an im K.o.-System ausgetragen wurden – jeweils in der ersten Runde geschlagen geben musste, sicherte sie sich in London mit zwei Vorrundenerfolgen Tabellenplatz eins in der Gruppe N und den damit verbundenen Einzug die Runde der besten 16 Damen. Zwei Tage nach ihrem 21:18, 21:14-Auftakterfolg über die Tschechin Kristina Gavnholt gewann die an Nummer sechs gesetzte Sportsoldatin der Bundeswehr am Montagabend mit 21:12, 21:14 gegen Larisa Griga aus der Ukraine.

 

Ich bin absolut dankbar, dass ich auch das zweite Match positiv bestreiten konnte. Ich habe im Vergleich zum ersten Spiel noch eine kleine Schippe drauf gelegt und in großen Teilen die Spielkontrolle gehabt. Es waren ein paar gute Rallyes dabei, das war auch für die Zuschauer schön“, zog Juliane Schenk ein Fazit. Nachdem die vorangegangenen Olympischen Spiele für sie „durchaus etwas unglücklicher“ im Dameneinzel verlaufen seien, war es der amtierenden Vize-Europameisterin nach eigener Aussage wichtig, sich bei den nun durchgeführten Gruppenspielen erst einmal zu „finden“. Sie habe dabei zugleich gezeigt, „dass noch mehr Potenzial vorhanden ist“.

 

In ihrem Achtelfinalmatch trifft die gebürtige Krefelderin vermutlich auf die thailändische Weltranglistenzehnte Ratchanok Inthanon (Setzplatz 9), die am Dienstagabend gegen die Portugiesin Telma Santos um die Spitzenposition in der Vorrundengruppe M spielt. Die bisherigen drei Begegnungen mit der Jugend-Weltmeisterin der vergangenen drei Jahre (2009 bis 2011) gewann Juliane Schenk – zuletzt gelang ihr im Viertelfinale der YONEX German Open 2012 in Mülheim an der Ruhr ein Erfolg in drei Sätzen.

 

Ich empfinde eine große Vorfreude auf das Match, sie ist eine herausragende Spielerin. Ich tue mich gut daran, mich nun frisch zu kriegen und werde das Ganze dann in vollem Genuss beim 0:0 angehen. Die Erfolgsbilanz spricht für mich, nichts desto trotz muss ich das Spiel konzentriert bestreiten. Sie ist das erste Mal bei Olympischen Spielen dabei, möglicherweise kommt mir dies zugute“, blickte die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel voraus.

 

2004 war Juliane Schenk auch im Damendoppel bei den Olympischen Spielen dabei gewesen. Während sie im Dameneinzel nur ein Spiel bestreiten durfte, erreichte sie gemeinsam mit Nicole Grether das Achtelfinale – somit ist die Runde der besten 16 bei Olympia für die Spitzensportlerin keine „Unbekannte“.

 

  

Michael Fuchs und Birgit Michels schreiben deutsche Badminton-Geschichte

Alle Fotos von der Begegnung Michael Fuchs/Birgit Michels gegen Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina: Claudia Pauli.

 

(30.07.2012, CP) Jubelschreie, Freudensprünge und innige Umarmungen: Birgit Michels und Michael Fuchs haben bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 für einen herausragenden, ja sogar einen historischen, Erfolg gesorgt:

 

Durch den 21:18, 12:21, 21:19-Sieg am Montagabend über die russische Paarung Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina im dritten Gruppenspiel werden die Deutschen Meister die Vorrunde auf Rang zwei in der Gruppe A beenden und sind damit für das Viertelfinale qualifiziert – als erstes deutsches Mixed in der Geschichte der im Jahr 1992 eingeführten olympischen Badmintonwettbewerbe. Sowohl Birgit Michels, die im September 28 Jahre alt wird, als auch der 30 Jahre alte Michael Fuchs bezeichneten die Zugehörigkeit zu den besten acht Gemischten Paarungen bei den Spielen der XXX. Olympiade als ihren größten Erfolg bislang. „Mich haben bis heute schon so viele Freunde angeschrieben, die spielen alle völlig verrückt“, meinte Michael Fuchs begeistert. „Wir haben die Quali als 14. auf den letzten Drücker geschafft und vor allem auch nach dem Einstieg hier ist das fantastisch. Die letzten beiden Spiele: Das war Olympia! Jede einzelne Minute Training hat sich gelohnt“, so der gebürtige Würzburger weiter.

 

Birgit Michels erläuterte, angesprochen auf die Aufschlagfehler, die sie im dritten Satz machte: „Da steht man da und ist einfach nur mega-nervös. Aber auch die Russen haben einige ‚Elfer’ verhauen. Da merkte man, dass auch sie nervös waren. Mit ihr bin ich schon durch die Jugend gegangen, außerdem sehe ich als meine Stärke an, dass ich das jeweilige Spiel ganz gut lesen kann.“

 

Ich habe von Anfang an gesagt, dass die drei europäischen Paarungen in der Gruppe sich auf Augenhöhe befinden, dass es 50:50-Spiele werden. Im zweiten Satz waren wir zu passiv, aber im dritten hat Birgit gut Ruhe ins Spiel gebracht und Michael den notwendigen Stress“, erklärte Chef-Bundestrainer Jakob Høi. „Ich weiß auch nicht, warum, aber ich war diesmal nicht so nervös wie vor den letzten Spielen. Ich habe irgendwie gemerkt, da geht heute was. Wir haben uns nach dem verlorenen zweiten Satz zurückgekämpft“, so Birgit Michels. Michael Fuchs konnte sein Glück unmittelbar nach dem Match kaum in Worte fassen: „Mit Olympia kann jeder etwas anfangen. Dort sind die besten Sportler der Welt vertreten – und wir sind unter den besten acht Paarungen“, sagte der 30-Jährige kopfschüttelnd.

 

Schon tags zuvor hatte die Sportsoldatin der Bundeswehr an der Seite ihres in Saarbrücken lebenden Mixed-Partners eine herausragende Leistung geboten, als das Duo die britischen Vize-Weltmeister Chris Adcock und Imogen Bankier mit 11:21, 21:17, 21:14 bezwang. Durch diesen Sieg wahrten die Deutschen die Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde.

 

Wir wussten von Anfang an, dass im Mixed viel passieren kann. Es gibt fünf Paarungen, die besser sind als Birgit und Michael. Aber alle dahinter können sie schlagen“, zeigte sich Chef-Bundestrainer Jakob Høi hoch erfreut.

 

In ihrem Viertelfinalspiel treffen die DBV-Asse am Mittwoch (nicht vor 18.00 Uhr MESZ) auf das leistungsstärkste Mixed der Vorrundengruppe C. Ob es sich dabei um die dänischen Weltranglistenachten Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl, im März dieses Jahres bei den YONEX German Open in der RWE-Sporthalle siegreich und Weltmeister von 2009 in dieser Disziplin, oder aber um die Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir aus Indonesien, die amtierenden WM-Dritten, handelt, entscheidet sich am Dienstagabend, wenn die Paarungen in ihrem abschließenden Gruppenspiel aufeinandertreffen.

 

Tabellenplatz eins in der Vorrundengruppe A sicherten sich wie erwartet die an Nummer eins gesetzten Weltranglistenersten Zhang Nan/Zhao Yunlei aus China, die als Top-Favoriten auf den Olympiasieg gelten. Ihre herausragende Form unterstrichen die Asiaten unter anderem bei ihrem 21:6, 21:7-Erfolg über das deutsche Duo zum Auftakt des Turniers in der Londoner Wembley Arena.  

 

  

Souveräner Sieg zum Abschluss für Ingo Kindervater und Johannes Schöttler

Alle Fotos von der Begegnung Ingo Kindervater/Johannes Schöttler gegen Ross Smith/Glenn Warfe: Claudia Pauli.

 

(30.07.2012, CP) Die Olympia-Debütanten Ingo Kindervater und Johannes Schöttler haben sich mit einem souveränen Sieg von den Olympischen Spielen 2012 verabschiedet: Die Deutschen Meister im Herrendoppel gewannen am Montagmittag ihr drittes und damit letztes Vorrundenspiel in der Gruppe A gegen Ross Smith und Glenn Warfe mit 21:13, 21:14. Nachdem sich die DBV-Asse in ihren ersten beiden Begegnungen in der Londoner Wembley Arena – trotz teils herausragender Leistungen – ihren Gegnern hatten geschlagen geben müssen, stand bereits vor der Partie gegen die Australier fest, dass sie den Einzug in die K.-o.-Runde verpassen würden. Ingo Kindervater und Johannes Schöttler beenden die Vorrunde nun auf Rang drei in ihrer – vier Duos umfassenden – Vorrundengruppe.

 

Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Zufrieden kann man allerdings nicht sein, wenn man sein Ziel – nämlich das Weiterkommen – nicht erreicht. Ich fühle mich super und würde sehr gerne weiterspielen“, meinte Johannes Schöttler kurz nachdem die Weltranglisten-24. ihren dritten Matchball genutzt hatten.

 

Sein Doppelpartner Ingo Kindervater ergänzte: „Zufrieden kann man nur insofern sein, als dass wir in zwei von drei Spielen eine echt gute Leistung gebracht haben.“

 

Angesprochen darauf, ob die Deutschen Meister nun erst recht mit der kurzfristigen Umstellung der Gegner hadern, sagte Johannes Schöttler: „Ich will nicht unendlich darauf herumreiten. Aber wenn man unsere Leistungskurve anguckt, könnte man schon damit hadern.“ Zur Erinnerung: Ursprünglich sollten der gebürtige Hamburger und sein aus Burgwedel/Niedersachsen stammender Doppelpartner zum Auftakt gegen die Australier spielen, dann gegen die chinesischen Weltmeister Cai Yun und Fu Haifeng und zum Abschluss gegen Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu aus Taiwan. Doch der Badminton-Weltverband BWF tauschte die Begegnungen eins und drei einen Tag vor Wettkampfbeginn, weil bei der Auslosung Regularien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht eingehalten worden waren und der Ablauf somit verändert werden musste. Gerne hätten Ingo Kindervater und Johannes Schöttler bei ihrem ersten Auftritt im Rahmen von Olympischen Spielen wie geplant gegen die Australier gespielt.

 

Nun geht es für die Badmintonasse, die von Sonntag auf Montag in einem Hotel in der Nähe der Wembley Arena übernachtet hatten, zurück ins Olympische Dorf. „Wir werden es genießen, nun noch mehr von den Olympischen Spielen mitzubekommen. Aber bevor wir uns darum bemühen, bei anderen Sportarten zuschauen zu dürfen, werden wir natürlich so gut wie möglich unsere Leute, die noch im Turnier sind, unterstützen und ihre Spiele verfolgen“, so Johannes Schöttler.

 

Die Bedingungen hier waren echt super, es hat Spaß gemacht. Überhaupt ist es toll, die Stimmung bei Olympischen Spielen mitzubekommen“, fügte Ingo Kindervater hinzu. Er zeigte sich zudem angetan von den zahlreichen Glückwünschen und Nachrichten aus Deutschland, die ihn auf verschiedenen Wegen erreichten. „Es fühlt sich sehr gut an, wenn man so viel Zuspruch bekommt und man merkt, dass sich die Leute für einen freuen. Bei einem solchen Großereignis profitieren Sportarten, die ansonsten medial nicht so stark im Fokus stehen, enorm. Man merkt deutlich, dass der Badmintonsport von den Leuten wahrgenommen wird. Solange unsere Leute spielen, hat ihre Unterstützung ganz klar Vorrang. Anschließend werden wird dann versuchen, Karten für andere Sportarten zu bekommen.“ Johannes Schöttler meinte: „Wir müssen erst einmal schauen, wie das alles läuft. Denn bislang haben wir uns natürlich nur aufs Sportliche konzentriert.“

 

  

NACHBERICHTE TAG 2 (Sonntag, 29. Juli 2012)

 

Starke Leistung von Ingo Kindervater und Johannes Schöttler

Alle Fotos von der Begegnung Ingo Kindervater/Johannes Schöttler gegen Cai Yun/Fu Haifeng: Claudia Pauli.

 

(30.07.2012, CP) Ingo Kindervater und Johannes Schöttler erlitten hingegen am Sonntagabend trotz einer herausragenden Leistung ihre zweite Niederlage in der Vorrundengruppe A: Die Deutschen Meister im Herrendoppel unterlagen den topgesetzten Weltmeistern Cai Yun/Fu Haifeng aus China mit 20:22, 16:21. Chef-Bundestrainer Jakob Høi war dennoch voll des Lobes: „Das war ein Super-Spiel. Ich finde cool, was die Jungs gebracht haben!“. Ingo Kindervater und Johannes Schöttler können allerdings selbst im Falle eines Sieges im abschließenden Gruppenspiel am Montagmittag (13.30 Uhr MESZ) nicht mehr das Viertelfinale erreichen, da neben Cai Yun und Fu Haifeng auch Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu aus Taiwan bereits zwei Siege auf dem Konto haben.

 

Wir haben wirklich ein gutes Match gemacht, aber ich bin enttäuscht, dass wir keinen Satz gewonnen haben. Hätten wir im ersten Satz etwas mehr Glück gehabt – vielleicht wäre dann noch etwas gegangen“, meinte Johannes Schöttler. Im ersten Durchgang hatten die beiden Deutschen mit 20:17 geführt, mussten den Satz dann aber – nach fünf Punktgewinnen für die Weltranglistenzweiten in Folge – doch abgeben.

 

Der 33-jährige Ingo Kindervater zog folgendes Fazit: „Wir haben sicherlich sehr gut gespielt. Direkt nach dem Match ist es allerdings sehr schade, dass wir den ersten Satz nicht gewonnen haben. Die drei Punkte gingen relativ schnell weg. In dem Moment haben die Chinesen richtig, richtig gut gespielt – daher sind sie auch Weltmeister. Wenn man gegen sie 20:17 führt, heißt das nicht, dass man den Satz auch gewinnt. Die Form von heute hatten wir uns nach der Vorbereitung auch schon für den Auftakt erhofft. Wir haben uns im Training sehr gut vorbereitet.“

 

Johannes Schöttler empfand es unter anderem als „bemerkenswert“, dass Cai Yun und Fu Haifeng sich am Ende des ersten Satzes trauten, ihr Spielverhalten umzustellen, obwohl sie derart unter Druck standen – nämlich Satzbälle gegen sich hatten.

 

Wir haben glücklicherweise seit geraumer Zeit das Level, dass wir auf Top-Turnieren gegen viele Top-Paarungen antreten. Aber natürlich ist es schon irgendwie geil, bei den Olympischen Spielen gegen die Top-Favoriten zu spielen und diese ein bisschen zu ärgern“, so Ingo Kindervater leicht schmunzelnd. Er fügte ernst hinzu: „Unter dem Strich bleibt allerdings, dass wir raus sind.“

 

Chef-Bundestrainer Jakob Høi attestierte seinen Schützlingen „teilweise eine Super-Leistung. Ich habe noch mehr Druck von den Chinesen erwartet. Wir haben ihnen viel Stress gemacht. Beim Stand von 20:17 haben die Chinesen so krasse, enge Bälle gespielt, den ersten Satz haben sie gewonnen, nicht wir verloren.“ Denn: Die Fehlerquote der Deutschen Meister wäre im Vergleich zu vielen anderen Spielen sehr gering gewesen. Speziell Ingo Kindervater habe eine Klasse-Leistung geboten: Er habe Mut bewiesen und in Lücken gespielt, „die andere gar nicht gesehen hätten“, so der Coach. „Aber auch Johannes hat wirklich gut gespielt.

 

Im Hinblick auf die abschließende Partie am Montagmittag (13.30 Uhr MESZ) meinte Johannes Schöttler: „Das Spiel morgen wollen wir genauso gewinnen wie alle anderen und nicht ‚einfach nur’ genießen. Der Ehrgeiz ist groß, wir werden uns darauf genauso vorbereiten wie auf die anderen.“

 

  

Starke Aufholjagd von Michael Fuchs und Birgit Michels

 

(29.07.2012, CP) Chef-Bundestrainer Jakob Høi strahlte nach dem 11:21, 21:17, 21:14-Erfolg von Michael Fuchs und Birgit Michels in deren zweitem Vorrundenspiel in der Gruppe A über die Lokalmatadore Chris Adcock und Imogen Bankier, ihres Zeichens die amtierenden Vize-Weltmeister, über das ganze Gesicht. „Ich sage nur ‚Yes’! Wir haben uns gefreut, als wir die endgültige Spielreihenfolge gesehen haben. Denn so konnten wir gegen die Chinesen sozusagen ‚üben’. Wir wussten, dass wir einen Satz würden gewinnen können, wenn alles gut läuft, aber ein Sieg nicht realistisch ist. Wir haben gestern gut geübt …

 

Der Chef-Coach sah in der Partie gegen die Briten einen „nervösen Anfang“ der Deutschen Meister, die zunächst ihr Ziel ein wenig aus den Augen verloren. Ende des ersten Satzes fanden sie jedoch unter anderem für die extrem gute Aufschlagannahme des Engländers Chris Adock eine Lösung, hatten verstärkt Vertrauen in ihre Fähigkeiten und brachten mehr Ruhe in ihren Aufschlag. Ein Sonderlob erhielt die 27 Jahre alte Birgit Michels von Jakob Høi: „Birgit hat so krasse Bälle am Netz gefangen!“ Der Chef-Bundestrainer meinte weiter: „Wir wussten die ganze Zeit, dass es gegen die Briten ein offenes Match werden würde. Die Briten gehen mit sehr viel Energie in die Begegnung, sie nimmt aber mit zunehmendem Spielverlauf ab. Nicht zuletzt durch dieses Wissen konnten wir uns Selbstvertrauen holen.

 

Die englisch-schottische Kombination, die im August 2011 bei den Individual-Weltmeisterschaften an derselben Austragungsstätte mit dem Gewinn der Silbermedaille einen ihrer größten Erfolge gefeiert hatte, hat damit bei Olympia bereits zwei Niederlagen erlitten. Ein Sieg gegen die topgesetzten Chinesen Zhang Nan/Zhao Yunlei zum Abschluss der Gruppenphase am Montag erscheint unwahrscheinlich – auch wenn Chris Adcock und Imogen Bankier die Asiaten bei insgesamt sechs Vergleichen bereits zweimal bezwungen haben.

 

Michael Fuchs und Birgit Michels waren nach dem Sieg gegen die von den mehreren tausend Zuschauern in der Wembley Arena lautstark angefeuerten Briten verständlicherweise überaus glücklich: „Mein Trainer Boris Reichel sagt immer, dass im Mixed alles passieren kann, man durchaus auch noch gewinnen kann, wenn der erste Satz schlecht lief. An solche Sätze erinnere ich mich in solchen Situationen wie heute – und es ist gut zu wissen, dass es wirklich so ist“, meinte etwa Birgit Michels. Michael Fuchs, der nach der Zwei-Satz-Niederlage am Vortag gegen Zhang Nan/Zhao Yunlei extrem frustriert war, sagte nach der zweiten Vorrundenpartie: „Es ist schon schön, wenn man bei Olympia ein Spiel gewinnt – ganz klar. Wenn sich Olympia so anfühlt wie gestern, ist es hingegen weniger schön …“ Der 30 Jahre alte Olympia-Debütant fügte hinzu: „Wir haben gemerkt, dass die Briten mit zunehmendem Spielverlauf nervöser werden. Sie haben natürlich auch einen enormen Druck. Es ist gut, dass wir unser Spiel letztlich so durchgezogen und unsere Taktik umgesetzt haben.“

 

Dass die Lokalmatadore von ihren enthusiastischen Anhängern, die sich bereits um 8.30 Uhr zahlreich in der Wembley Arena eingefunden hatten, lautstark angefeuert wurden, beeinflusste Birgit Michels nach eigener Aussage nicht: „Man richtet den Fokus so auf das Feld, dass man das gar nicht so mitbekommt. Außerdem kennen wir das ja aus Asien nicht anders: Da sitzen 10.000 Zuschauer und alle sind gegen uns …“ Im ersten Satz hätten sie und Michael Fuchs sich nur mäßig gut auf dem Spielfeld bewegt, im zweiten dann deutlich besser. „Und ich habe mir dann vor allem auch bewusst gemacht, was mein Trainer Boris Reichel immer sagt: ‚Mach` Dein Ding, akzeptiere auch Deine Dehler. Das ist wichtig, denn am Netz geht alles so schnell, da bleiben Fehler nicht aus.“

 

Die Partie gegen die russische Paarung Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina (Montag, 30.07.2012, 18.30 Uhr Ortszeit) ist nach Einschätzung von Chef-Bundestrainer Jakob Høi ebenfalls vollkommen offen: „Wir haben bislang zweimal gegen sie verloren, zuletzt beim Superseries-Turnier im November 2011 in Hongkong in der Verlängerung des zweiten Satzes. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe.“ Die Deutschen haben nun jedenfalls alle Chancen, die mit dem Viertelfinale beginnende K.o.-Runde zu erreichen. Das wäre zweifelsohne ein Riesen-Erfolg.

 

Nachdem Birgit Michels und Michael Fuchs zuletzt im Hotel in der Nähe der Wembley Arena übernachtet hatten, kehrten sie am Sonntag ins Olympische Dorf zurück. Bis zur abschließenden Vorrundenbegegnung stehen unter anderem ein Besuch bei DBV-Physiotherapeut Andreas Richter sowie am Montagmorgen eine lockere Trainingseinheit auf dem Programm.

 

  

NACHBERICHTE TAG 1 (Samstag, 28. Juli 2012)

 

Juliane Schenk hat „noch Potenzial nach oben“

Alle Fotos von der Begegnung Juliane Schenk gegen Kristina Gavnholt: Claudia Pauli.

 

(29.07.2012, CP) Mit ihrem 21:18, 21:14-Auftakterfolg bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 über die Tschechin Kristina Gavnholt war die an Nummer sechs gesetzte WM-Dritte Juliane Schenk durchaus zufrieden: „Ich bin zweifelsohne ein Stück weit erleichtert, denn im ersten Match gilt es in besonderer Weise, sich erst einmal zu finden. Am Anfang lief es auf beiden Seiten ein wenig holprig. Wir waren beide auf der Suche uns zu finden. Dass ich noch Potenzial nach oben habe, konnte ich im zweiten Satz recht gut und sicher zeigen. Ich wusste, dass sie gutes Badminton spielen kann. Ich konnte mich erfreulicherweise im Match steigern und möchte mich nun von Runde zu Runde steigern“, sagte die 29-Jährige, die mit nun drei Olympia-Teilnahmen Rekord-Olympionikin des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ist. Zuvor gelang es niemanden, sich so häufig für das Großereignis zu qualifizieren.

 

Bei Olympischen Spielen aufzuschlagen, ist immer ein besonderes Gefühl. Die Stimmung ist jetzt schon gut. Das macht Hunger auf mehr, definitiv“, so Juliane Schenk am späten Samstagabend, nachdem sie das letzte Spiel des ersten Wettkampftages in der Wembley Arena für sich entschieden hatte. Zu den Bedingungen in der im Jahr 1934 erbauten und für Olympia modern hergerichteten Halle meinte die Sportsoldatin der Bundeswehr auf Nachfrage einiger Medienvertreter, die schon auf der Pressetribüne sehr hohe Temperaturen ausmachten und im Innenraum – unter anderem aufgrund der zahlreichen Scheinwerfer, die auf die Badmintonasse herabstrahlten – noch mehr Wärme erwarteten, lachend: „Es ist schon gut temperiert, aber das ist besser als zu frieren.“ In der Wembley Arena wurden beispielsweise von 1957 bis 1993 die All England Open ausgetragen, die aktuell in Birmingham stattfinden.

 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz erstaunte es nicht, dass Kristina Gavnholt über weite Strecken gut mit Juliane Schenk mithielt: „Sie hat schon bei der EM gut gespielt.“

 

In ihrem zweiten und zugleich abschließenden Vorrundenspiel trifft die Vize-Europameisterin im Dameneinzel am Montagabend (21.17 Uhr MESZ) auf die Ukrainerin Larisa Griga. „Das ist wieder eine Herausforderung, sie ist keine unbekannte Größe“, blickte Juliane Schenk voraus. „Es gilt, jedes Spiel bei 0:0 ganz konzentriert anzugehen. Ich freue mich auf jeden Ballwechsel und darauf, mein größtes Potenzial zeigen zu dürfen“, ergänzte die gebürtige Krefelderin.

  

Auch Sonntag „ein Endspiel“ für Ingo Kindervater und Johannes Schöttler

 

(28.07.2012, CP) Ingo Kindervater und Johannes Schöttler mussten sich in ihrem ersten Vorrundenspiel in der Gruppe A der starken Paarung Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu aus Taiwan mit 15:21, 16:21 geschlagen geben. Am Anfang waren wir mit den Taiwanesen auf Augenhöhe. Sie haben insgesamt sehr gut gespielt und den Druck auf uns die ganze Zeit über hoch gehalten und dabei keine Fehler gemacht“, analysierte Ingo Kindervater sein Olympia-Debüt. Sein Doppelpartner Johannes Schöttler, der ebenfalls in diesem Jahr erstmals bei Olympischen Spielen aufschlagen darf, ergänzte: „Und wenn sie mal einige Punkte weg sind, werden sie immer stärker.

 

Auch einen Tag nach der teils enormen Veränderung des Zeitplans zeigten sich die Deutschen Meister im Herrendoppel darüber noch verärgert: „Als wir die Auslosung gesehen haben, dachten wir uns, dass das Spiel gegen die Taiwanesen eventuell der Knackpunkt sein könnte. Als wir dann die Spielreihenfolge erhalten haben, haben wir uns auf einen vergleichsweise lockereren Einstieg, gegen die Australier, eingestellt. Um ins Turnier reinzukommen, wäre dies gut gewesen. Einen Tag vorher zu erfahren, dass das vielleicht wichtigste Spiel direkt zu Beginn ansteht, ist wahrlich nicht perfekt“, meinte etwa der 33 Jahre alte Ingo Kindervater. Sein Doppelpartner Johannes Schöttler, der Ende August seinen 28. Geburtstag feiert, meinte: „Für mich ist es unverständlich, dass ein solcher Fehler passiert. Die Veränderung der Uhrzeit war schon ärgerlich, aber mehr noch hat gestört, dass der Gegner getauscht wurde.“ Nach Einschätzung von Ingo Kindervater wäre es noch weitaus schlimmer gewesen, wenn das Spiel ursprünglich abends angesetzt gewesen und später auf morgens verschoben worden wäre anstatt – wie es der Fall war – von morgens auf abends.

 

Bereits seit Donnerstag weilt das derzeit beste deutsche Herrendoppel im Hotel in Wembley – wo es auch vorerst bleiben wird. „Nachdem wir ins Hotel gezogen waren, ging das Turnier eigentlich normal, wie jedes andere, los. Ich bin froh, dass wir von dem Trubel, dem aufregenden Dorf, weggekommen sind. Nervosität bleibt zwar nicht aus, aber die ist eigentlich bei jedem wichtigen Turnier vorhanden“, so Johannes Schöttler. „Die gehört dazu und ist aus meiner Sicht auch nicht unbedingt etwas Negatives“, ergänzte Ingo Kindervater.

 

Im Hinblick auf die zweite Vorrundenpartie, gegen die topgesetzten Weltranglistenzweiten aus China, Cai Yun und Fu Haifeng, sagte Johannes Schöttler: „Sie sind mit Sicherheit die Favoriten. Aber auch sie haben viel Druck: Jeder erwartet, dass sie das Turnier gewinnen. Weltmeister wurden sie schon mehrmals, Olympiasieger sind sie noch nicht. Und für uns ist es morgen sozusagen wieder ein Endspiel, da wir heute verloren haben.“

 

  

Michael Fuchs und Birgit Michels ohne Chance

 

(28.07.2012, CP) Michael Fuchs und Birgit Michels sind mit einer Niederlage in das olympische Badmintonturnier gestartet. Die Deutschen Meister im Mixed unterlagen in ihrem ersten Vorrundenspiel in der Gruppe A den topgesetzten Weltranglistenersten Zhang Nan/Zhao Yunlei mit 6:21, 7:21.

 

Die Chinesen waren sehr gut – immer schnell an den Bällen. Wir haben nicht die nötige Lockerheit gehabt, um dagegen zu halten, und die ganze Zeit über Druck gehabt“, zog Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel, ein Fazit.

 

Birgit Michels meinte: Am Anfang ging es vom Gefühl her eigentlich. Aber selbst wenn wir eine Chance hatten, haben sie immer noch den besseren Ball gespielt. Ich dachte schon, dass wir ein paar mehr Pünktchen holen würden. Die Chinesen haben jedoch keine Fehler gemacht und alles getroffen. Dann wird es schwierig.“ Da für die 27-Jährige und ihren 30 Jahre alten Mixed-Partner bereits am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr das zweite Vorrundenspiel ansteht, übernachten die Deutschen Meister am Samstagabend im Hotel unmittelbar an der Wembley Arena. Der kurzfristige Tausch der Gruppenspiele zwei und drei hat Birgit Michels nach eigener Aussage nicht beeinflusst: „Ich habe mich im Vorfeld nur damit beschäftigt, gegen wen wir am Samstag spielen. Insofern ist mir das egal. Ich finde es aber trotzdem eine Frechheit, den Zeitplan so kurzfristig zu ändern. Auf so einem wichtigen Turnier geht das meiner Meinung nach gar nicht!“ Die Sportsoldatin der Bundeswehr fügte hinzu: „Wir müssen gucken, wie es morgen wird. Unser Ziel ist es, besser ins Spiel zu kommen als heute. Dann ist alles möglich.“ Um ins Viertelfinale einzuziehen, sind für die Deutschen Siege in den anderen beiden Gruppenspielen Pflicht. Am Sonntag warten die Vize-Weltmeister Chris Adcock/Imogen Bankier – zugleich Lokalmatadore und damit der lautstarken Unterstützung der Badmintonfans in der Wembley Arena gewiss – auf Michael Fuchs und Birgit Michels. Die Briten verloren am Samstag knapp gegen Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina aus Russland und stehen somit ebenfalls unter Druck.

 

Michael Fuchs sagte nach seinem ersten Match bei Olympischen Spielen: „Die Chinesen schlagen unglaublich gut auf. Und solch ein Tempo, das die gehen, haben wir im Training nie. 2011 haben wir ja bei der WM schon in dieser Halle gespielt, aber heute fand ich es schwerer zu spielen. Es herrschte mehr Wind und auch die Optik spielte eine Rolle. Wir wollten schon gut ins Turnier starten. Nachdem das leider nicht so geklappt hat wie erhofft, müssen wir schauen, was wir morgen zusammenbringen.

 

  

Marc Zwiebler: „Das Olympia-Feeling ist da!“

 

(28.07.2012, CP) Da das Olympische Dorf relativ weit von der Wembley Arena, in der nach den Individual-Weltmeisterschaften im August 2011 auch die olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 ausgetragen werden, entfernt liegt, hat das deutsche Team – wie viele andere Mannschaften ebenfalls – in einem Hotel in unmittelbarer Nähe der Halle Zimmer angemietet, die je nach Spielplan belegt werden. Dadurch konnte beispielsweise Marc Zwiebler am Samstagmorgen, trotz seines bereits für kurz nach 9.00 Uhr angesetzten ersten Vorrundenspiels, zu einer angenehmen Zeit aufstehen.

 

Das Dorf ist leider ziemlich weit weg. Mit dem offiziellen Bus bräuchte man anderthalb bis zwei Stunden bis zur Halle. Zum Glück haben wir direkt neben an ein schönes Hotel, in dem ich von Freitag auf Samstag auch geschlafen habe. Da ich nun erst am Dienstagabend wieder spiele, möchte ich in jedem Fall erst einmal wieder zurück ins Olympische Dorf, aber Sonntag oder spätestens Montag werde ich ins Hotel zurückkehren. Man hat dort den Vorteil, dass man sich wie auf einem normalen Turnier fühlen kann. Es ist vergleichsweise ruhig, es gibt ein gutes Restaurant direkt um die Ecke und man kann gut entspannen. Im Dorf ist die Mensa sehr voll und einfach immer ein großes Gewusel“, erläutert der 28-Jährige.

 

Aufgrund der großen Distanz zum Olympischen Dorf, das im Olympic Park gelegen ist, wird sich der Europameister im Herreneinzel auch nicht das Spiel seines nächsten Vorrundengegners live anschauen. „Normalerweise tue ich dies, aber ich fahre nicht extra zwei Stunden dafür“, so der gebürtige Bonner. Entsprechend bekommt er auch die Partien seiner Nationalmannschaftskollegen nicht in der Halle mit. „Aber im Olympischen Dorf hat jede Wohnung einen Fernseher mit allen Kanälen, so dass ich mir alles zumindest anschauen kann. Und ich drücke dann von dort aus allen die Daumen.“

 

Das Olympische Dorf ist nach Aussage des sechsmaligen Deutschen Meisters „kleiner als gedacht, da in Peking die Häuser niedriger waren als hier und damit mehr existierten, aber wunderschön. Jedes Haus ist ein wenig anders als die anderen und hat seinen eigenen Charme.“ Der Rheinländer, der seit vielen Jahren in Saarbrücken wohnt und am dort ansässigen Bundesstützpunkt der Herren trainiert, teilt sich ein 8er-Appartement mit seinen Teamkollegen Michael Fuchs, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler sowie mit Chef-Bundestrainer Jakob Høi, Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel, DBV-Sportdirektor Martin Kranitz und DBV-Physiotherapeut Andreas Richter, der zudem zusammen mit zwei Kollegen die medizinische Zentrale der deutschen Olympiamannschaft im Olympischen Dorf leitet. Neben vier Doppelzimmern existiert ein geräumiges Wohnzimmer, das beispielsweise zum gemeinsamen Fernsehen einlädt.

 

Marc Zwieblers Auftakterfolg bei den Olympischen Spielen 2012 verfolgte unter anderem sein Vater, DBV-Vizepräsident Breitensport Karl-Heinz Zwiebler, von der Tribüne aus. „Durch das sogenannte ‚Familiy and Friends Program’ hat jeder Athlet die Möglichkeit, zwei Karten pro Spiel für Familienangehörige oder Freunde zu beantragen, was natürlich eine schöne Sache ist“, so Marc Zwiebler. Diese müssen käuflich erworben werden, aber dadurch ist zumindest gewährleistet, dass zum Beispiel Angehörige der Aktiven bei der entsprechenden Partie zuschauen können.

 

Vor nahezu exakt einem Jahr traten Marc Zwiebler und zahlreiche andere DBV-Asse an selber Stelle bei den Individual-Weltmeisterschaften an – die damals sozusagen als „Generalprobe“ für Olympia fungierten. Im Vergleich zur WM hat sich das Ambiente allerdings deutlich verändert. Schon damals hatten die Ausrichter einen ansprechenden Rahmen geschaffen, von den Olympia-Organisatoren wurde das Ambiente allerdings noch einmal deutlich aufgewertet. „Die Halle erkennt man in Grundzügen wieder, aber auch zum Beispiel der Außenbereich ist stark verändert worden. Vieles wurde für die Olympischen Spiele extra aufgebaut. Es ist schon anders als vor einem Jahr – aber schön“, meinte Marc Zwiebler, und fügte vergnügt hinzu: „Das Olympia-Feeling ist in jedem Fall da!

 

  

Marc Zwiebler mit souveränem Auftakterfolg

 

(28.07.2012, CP) Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 14) ist mit einem deutlichen Erfolg in die olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 gestartet: Der 28 Jahre alte gebürtige Bonner verzeichnete am Samstag in seinem ersten Vorrundenspiel in der Gruppe K einen 21:9, 21:6-Sieg über den Weltranglisten-209. Mohamed Ajfan Rasheed von den Malediven. Zum Abschluss der Gruppenphase trifft der Weltranglisten-18. aus Deutschland am Dienstagabend (31.07.2012; 19.44 Uhr Ortszeit) auf den Ukrainer Dmytro Zavadsky. 

  

Das war ein gutes Match um reinzukommen. Gegen den Ukrainer wird es deutlich schwerer. Ich rechne mit einem harten Match“, meinte Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel nach dem souveränen Auftakterfolg von Marc Zwiebler. Der Deutsche Meister zeigte sich nach dem Zwei-Satz-Erfolg ebenfalls zufrieden: „Das erste Spiel bei einem Turnier ist immer schwer. Und Olympische Spiele sind natürlich etwas ganz Besonderes. Ich hatte mir vorgenommen, verschiedene Taktiken und Schläge auszuprobieren. Mein Gegner hat mir erfreulicherweise dafür die Freiräume gelassen. Ich bin dankbar für dieses Spiel um reinzukommen. Am Dienstag steht dann der erste richtige Test an.“

 

Marc Zwiebler meinte weiter: „Wir haben zwar in der Wembley Arena trainieren können, aber im Wettkampf ist es doch immer etwas anderes: die Zuschauer, die ganze Atmosphäre, die Schiedsrichter, die Linienrichter. Selbst ich, der meistens nicht nervös ist, war heute ein bisschen nervös.“ Die nun folgende lange Turnierpause empfindet der Spezialist für Herreneinzel als „schwierig“: „Jetzt bin ich drin, habe das Gefühl. Nun würde ich gerne direkt weiterspielen. Bei anderen Turnieren hat man an jedem Tag ein Spiel. Ich werde nun versuchen, ein wenig abzuschalten.“ Die Malediven waren übrigens in London erstmals bei olympischen Badmintonwettbewerben vertreten. Auch Israel und die Türkei verzeichnen 2012 diesbezüglich eine Premiere.

 

  

VORBERICHTE

 

Olympia 2012: Zeitplan noch einmal verändert

 

(27.07.2012, CP) Einen Tag vor dem Auftakt der Badmintonwettbewerbe im Rahmen der Olympischen Spiele 2012 ist der Zeitplan noch einmal verändert worden. Da der zunächst vom Badminton-Weltverband BWF veröffentliche Ablauf, wie sich herausstellte, nicht den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entsprach, d.h. die Auslosung falsch war (vgl. dazu u.a. einen Artikel in der „Washington Post“ vom 27.07.2012), wurde ein Großteil der Vorrundenbegegnungen umgestellt. Zwar sind nach wie vor alle Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmals bereits am Samstag im Einsatz, aber es haben sich zum Teil neue Konstellationen ergeben.

 

So sollten die Olympia-Debütanten Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim) ursprünglich am Samstag um 9.44 Uhr Ortszeit erstmals in der Wembley Arena aufschlagen. Nach der erfolgten Veränderung des Zeitplans werden sie hingegen erst ab 19.09 Uhr im Einsatz sein. Besonders brisant: Nicht mehr die Australier Ross Smith/Glenn Warfe (Weltranglistenplatz 38) stellen die Auftaktgegner der Deutschen Meister im Herrendoppel dar, sondern Fang Chieh Min und Lee Sheng Mu (Weltranglistenplatz 9) aus Taiwan. Die Partie gegen die Asiaten war eigentlich zum Abschluss der Vorrunde für Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, am Montag, vorgesehen. Nun treffen die Weltranglisten-24. aus Deutschland im dritten Gruppenspiel auf die Australier. Auch die Startzeiten der Partien Nummer zwei und drei für die nationalen Titelträger haben sich verändert.

 

Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) müssen sich ebenfalls umstellen: Sie bestreiten ihr erstes Gruppenspiel wie geplant am Samstagabend gegen die topgesetzten Chinesen, treffen dann aber auf die Vize-Weltmeister aus Großbritannien – und dies bereits am frühen Sonntagmorgen. Erst zum Abschluss, und nicht wie zuvor vorgesehen, am Sonntag, wartet das russische Duo auf die Deutschen Meister im Mixed.

 

Nur bei Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 14) und Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 6) bleibt alles wie am vergangenen Mittwoch von der BWF bekannt gegeben.

 

Bitte beachten Sie, dass sich im Zuge dessen auch die geplanten Übertragungszeiten der Spiele im Internet verändern! Informationen zu Partien, die gezeigt werden, erhalten Sie unter www.sportschau.de/olympia

 

 

Nachfolgend die aktuelle Spielübersicht in der Vorrunde:

 

Herreneinzel, Marc Zwiebler (Weltranglistenplatz 18, Setzplatz 14, Gruppe K):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 09.09 Uhr*:

Mohamed Ajfan Rasheed (Malediven, Weltranglistenplatz 209):

1. Aufeinandertreffen**

 

Vorrunde, Spiel 2, Dienstag, 31.07.2012; 19.44 Uhr:

Dmytro Zavadsky (Ukraine, Weltranglistenplatz 47):

bislang 2:0 für Marc Zwiebler

 

 

Dameneinzel, Juliane Schenk (Weltranglistenplatz 6, Setzplatz 6, Gruppe N):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 20.52 Uhr:

Kristina Gavnholt (Tschechien, Weltranglistenplatz 51):

bislang 9:0 für Juliane Schenk

 

Vorrunde, Spiel 2, Montag, 30.07.2012, 20.17 Uhr:

Larisa Griga (Ukraine, Weltranglistenplatz 48):

bislang 6:0 für Juliane Schenk

 

 

Herrendoppel, Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (Weltranglistenplatz 24, Gruppe A):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 19.07 Uhr:

Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu (Taiwan, Weltranglistenplatz 9):

1. Aufeinandertreffen

 

Vorrunde, Spiel 2, Sonntag, 29.07.2012, 20.19 Uhr:

Cai Yun/Fu Haifeng (China, Weltranglistenplatz 2, Setzplatz 1):

bislang 0:1 für Ingo Kindervater/Johannes Schöttler

 

Vorrunde, Spiel 3, Montag, 30.07.2012, 12.30 Uhr:

Ross Smith/Glenn Warfe (Australien, Weltranglistenplatz 38):

1. Aufeinandertreffen

 

 

Mixed, Michael Fuchs/Birgit Michels (Weltranglistenplatz 22, Gruppe A):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 18.30 Uhr:

Zhang Nan/Zhao Yunlei (China, Weltranglistenplatz 1, Setzplatz 1):

bislang 0:1 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

Vorrunde, Spiel 2, Sonntag, 29.07.2012: 08.30 Uhr:

Chris Adcock/Imogen Bankier (Großbritannien, Weltranglistenplatz 10):

1. Aufeinandertreffen

 

Vorrunde, Spiel 3, Montag, 30.07.2012, 18.30 Uhr:

Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina (Russland, Weltranglistenplatz 15):

bislang 0:2 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

 

*: jeweils Ortszeit

**: Quelle: jeweils Homepage des Badminton-Weltverbandes BWF unter www.bwfbadminton.org (Rubrik „Players“, Unterrubrik „Head to Head“).

   

 

   

Olympia 2012: Verfolgen Sie die Spiele der DBV-Asse im Internet!

Grafik: NDR.

 

(26.07.2012/28.07.2012, CP) Wie die Verantwortlichen beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) mitteilten, sind unter www.sportschau.de/olympia Übertragungen von zahlreichen Spielen der DBV-Asse im Rahmen der olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 geplant.

  

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang:

·          Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

·          Bei den angegebenen Zeiten handelt es sich um Zeiten nach MESZ (nicht Ortszeit London).

·          Alle Startzeiten sind ungefähre Startzeiten.

·          Die Übertragungen sind teilweise unkommentiert.

 

Die ARD hat am 25. Juli 2012 unter www.sportschau.de/olympia das nach NDR-Angaben „umfassendste Live-Angebot, das es jemals zu Olympia gegeben hat“, gestartet: Neben dem Hauptprogramm können Sportbegeisterte deutschlandweit auf bis zu sechs zusätzlichen parallelen Live-Streams die Wettkämpfe in London verfolgen.

 

Mirjam Bach aus der NDR Olympia-Redaktion weist darauf hin, dass in dem Dashboard unter www.sportschau.de/olympia ein spezielles Badminton-Icon existiert. Wird dieses angeklickt, erfährt man, welche Übertragungen geplant sind.

 

Weitere Informationen zu dem Angebot, darunter bedeutsame Fragen und Antworten, erhalten Sie hier …

 

Hinweis vom 28.07.2012: Da der Badminton-Weltverband BWF den Zeitplan am 27. Juli 2012 noch einmal veränderte, wurden die am 26. Juli 2012 an dieser Stelle aufgeführten und nicht mehr aktuellen Zeitangaben zu Übertragungen entfernt. 

 

  

Alle DBV-Asse sind gleich am Samstag erstmals im Einsatz

 

(25.07.2012/28.07.2012, CP) Der Badminton-Weltverband BWF hat den detaillierten Zeitplan für die Vorrundenspiele im Rahmen der olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 veröffentlicht. Alle deutschen Spieler müssen bereits am ersten Wettkampftag – Samstag, 28. Juli 2012 – in der Wembley Arena aufschlagen.

 

Hinweis vom 28.07.2012: Da die BWF den Zeitplan am 27. Juli 2012 noch einmal veränderte und sich dadurch mitunter auch neue Spielreihenfolgen ergaben, wurden die am 25.07.2012 an dieser Stelle aufgeführten und nicht mehr aktuellen Details entfernt. Die gültigen Spielansetzungen finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

 

 

  

   

Besonderer Austragungsmodus – der dritte Platz wird bei Olympia ausgespielt

Juliane Schenk (im Bild bei den Individual-Europameisterschaften 2012, bei denen sie die Silbermedaille gewann) möchte die erste Medaille für Deutschland in der Geschichte von olympischen Badmintonwettbewerben holen. Für die bislang beste Platzierung aus Sicht des DBV sorgte 2008 in Peking Huaiwen Xu mit dem Einzug ins Viertelfinale des Dameneinzelwettbewerbs. Foto: CP.

 

(25.07.2012, CP) Anders als beispielsweise bei Welt- und Europameisterschaften, Superseries-Turnieren oder Deutschen Meisterschaften wird bei den olympischen Badmintonwettbewerben seit 1996 der dritte Platz ausgespielt. Wer ins Halbfinale einzieht, hat somit noch keine Medaille sicher. Dies war lediglich bei den ersten Olympischen Spielen, bei denen Badminton zum offiziellen Programm zählte, 1992 in Barcelona/Spanien, der Fall. Um Edelmetall zu gewinnen, ist seit Atlanta/USA vor 16 Jahren ein weiterer Sieg erforderlich.

 

Der Weg von der Vorrunde bis hin zum Finale gestaltet sich folgendermaßen: Sowohl in den Einzeldisziplinen als auch in den Doppeldisziplinen wird zunächst eine Gruppenphase ausgetragen, bevor es im K.o.-System weitergeht.

 

Dabei müssen die Spieler im Herren- und im Dameneinzel eine Vorrundenpartie (Angehörige einer Zweier-Gruppe, z.B. der Olympiasieger von 2008, Lin Dan aus China) oder zwei Vorrundenpartien (Angehörige einer Dreier-Gruppe, z.B. Marc Zwiebler und Juliane Schenk) absolvieren. Die jeweiligen Gruppensieger (16 Personen, da 16 Gruppen) qualifizieren sich für das Achtelfinale, das zugleich den Auftakt der K.o.-Runde bedeutet. Die Athleten, die im Halbfinale eine Niederlage erleiden, bestreiten das „kleine Finale“, d.h. sie spielen um Bronze.

 

In den Doppeldisziplinen existieren im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed vier Gruppen à jeweils vier Duos, so dass alle Paarungen drei Vorrundenpartien austragen. Die jeweils zwei besten Doppel nach Abschluss der Gruppenphase (= 8 Paarungen) ziehen in die K.o.-Runde ein. Diese beginnt in den Doppeldisziplinen entsprechend mit dem Viertelfinale. Auch im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed treten die unterlegenen Halbfinalisten gegeneinander an und ermitteln in diesem Match den Bronzemedaillengewinner.

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Dreier-Gruppe befindet, bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Achtelfinalspiel
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Finalspiel

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Zweier-Gruppe befindet, bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Achtelfinalspiel
  3. Viertelfinalspiel
  4. Halbfinalspiel
  5. Finalspiel

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Dreier-Gruppe befindet, bis zum Spiel um Platz drei sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Achtelfinalspiel
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Spiel um Bronze

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Zweier-Gruppe befindet, bis zum Spiel um Bronze sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Achtelfinalspiel
  3. Viertelfinalspiel
  4. Halbfinalspiel
  5. Spiel um Bronze 

 

Der Weg eines Doppels bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Vorrundenpartie 3
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Finalspiel

 

Der Weg eines Doppels bis zum Spiel um Platz drei sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Vorrundenpartie 3
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Spiel um Bronze

 


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.