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Olympische Spiele 2012 in London
 
Vom 27. Juli bis 12. August 2012

    


Badmintonwettbewerbe von Sa. 28. Juli bis So. 5. August in der Wembley Arena

 

Zur Veranstaltungswebsite www.london2012.com
Zur Wembley Arena im Nordwesten Londons

                        
 

Zur Olympiaqualifikation

Zu den Spielen der deutschen Olympiateilnehmer

Vorberichte

Zum internationalen Geschehen

Am Rande

     

Über die olympischen Badmintonwettbewerbe 2012

berichtet im Vorfeld und aus London

Claudia Pauli

 

 

Die Auslosung

 

Herreneinzel (40 Spieler)

Dameneinzel (46 Spielerinnen)

Herrendoppel (16 Paarungen)

Damendoppel (16 Paarungen)

Mixed (16 Paarungen)

 

Die Spiele Tag für Tag

 

Gruppenphase:

 

Tag 1: Samstag, 28.07.2012

Tag 2: Sonntag, 29.07.2012

Tag 3: Montag, 30.07.2012

Tag 4: Dienstag, 31.07.2012

 

K.o.-Runde:

 

Tag 5: Mittwoch, 01.08.2012

Tag 6: Donnerstag, 02.08.2012

Tag 7: Freitag, 03.08.2012

Tag 8: Samstag, 04.08.2012

Tag 9: Sonntag, 05.08.2012

  

 

Besonders zeitnah sind die Ergebnisse auf der Veranstaltungswebseite verfügbar. Hier geht es dorthin ... 

 

HIER FINDEN SIE EINE ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN ERGEBNISSE ...

Herrendoppel mit den erwarteten Siegern

 

(05.08.2012, MK) Vor vier Jahren in Peking waren Fu & Cai mit ihrer Finalniederlage gegen die Indonesier Kido & Setiawan noch mit schuldig daran, dass die olympische Mission mit fünfmal Gold, die sich der chinesische Verband 2008 selbst vorgegeben hatte, mißlang. Diesmal machte sie es besser. Sie vollendeten den - leider durch den Damendoppelskandal beeinträchtigten - chinesischen Triumphzug. Die Dänen Mathias Boe & Carsten Mogensen waren beim 21:16 21:15 ohne Chance. Für sie ist der Gewinn der Silbermedaille als großer Erfolg zu werten, denn der gestrige Halbfinalsieg gegen Jung Jae Sung & Lee Yong Dae war nicht unbedingt zu erwarten gewesen.
Die Koreaner holten sich heute Bronze, die einzige Badmintonmedaille für ihr Land. Sie schlugen die Malaysier KOO Kien Keat & TAN Boon Heong 23:21 21:10.

 

Cai Yun und Fu Haifeng. Fotos: Claudia Pauli.

Spekakuläres Herreneinzelfinale krönte die olympischen Tage von London

OUT!!! und zweiter Olympiasieg von Lin Dan: Edwin Leung hat den Matchball des Herreneinzelfinales von London fotografiert.

 

(05.08.2012, MK) Ein zu lang geratener Unterhandclear von Lee Chong Wei beendete das "Duell der Giganten" im Herreneinzelfinale. Er bracht Lin Dan den entscheidenden Punkt zum 21:9 im dritten Satz. Den ersten hatte der Malaysier mit 21:15 gewonnen, den zweiten der Chinese mit 21:10. Eine Stunde und vierzehn Minuten bekämpften sich die beiden mit Abstand besten Badmintonspieler dieser Epoche. Dann hatte Lin Dan wieder einmal die Nase vorn. Damit wiederholte sich das Ergebnis des olympischen Finales von Peking vor vier Jahren, in dem Chong Wei seinem ewigen Widersacher ebenfalls unterlegen war. Nicht wenige Experten bezeichnen den 28-jährigen Chinesen mittlerweile als den besten Badmintonspieler aller Zeiten.
Der 29-jährige Lee Chong Wei, der souverän die Weltrangliste anführt, konnte seinem Heimatland damit wieder nicht die ersehnte erste Goldmedaille im Badminton bescheren. Er spielte einen souveränen ersten Satz. Im dritten führte er 8:5. Doch Lin Dan glich aus und das Match wogte bis zum besseren Ende für Lin Dan hin und her.
Das Bronzematch hatte vorher der 23-jährige Chen Long gewonnen, der gegen den koreanischen Altmeister Lee Hyun Il nur im zweiten Satz Schwächen zeigte.

 

 

Damendoppel: Zhao Yunlei erste zweifache Olympiasiegerin im Badminton

 

(04.08.2012, CP) Die Chinesin Zhao Yunlei hat am Samstag ihre zweite Goldmedaille bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 gewonnen: Einen Tag nach ihrem Triumph an der Seite von Zhang Nan im Finale der Mixed-Konkurrenz behielt sie gemeinsam mit Tian Qing auch im Endspiel des Damendoppel die Oberhand über die Gegner: Die an Nummer zwei gesetzten WM-Zweiten, zugleich aktuelle Weltranglistenzweite, besiegten die Weltranglistenfünften Mizuki Fujii/Reika Kakiiwa (Setzplatz 4) mit 21:10, 25:23.

 

Bereits tags zuvor stand fest, dass die Japanerinnen Sportgeschichte schreiben würden: Sie bescherten ihrem Heimatland das erste Edelmetall bei olympischen Badmintonwettbewerben. Zhao Yunlei hingegen avancierte zur erfolgreichsten Teilnehmerin im Badminton bei Olympia 2012. Zwei Medaillengewinne gelangen außer ihr niemandem.

 

Zhao Yunlei wird auch deshalb in die Historie eingehen, weil niemand vor ihr bei denselben Olympischen Spielen zweimal Gold gewinnen konnte. Diejenigen, die auch schon zwei Turniersiege bei dem Großereignis verzeichneten, taten dies mit einem Abstand von mindestens vier Jahren (Kim Dong Moon aus Korea 1996 im Mixed und 2004 im Herrendoppel) bzw. in nur einer Disziplin (Zhang Ning 2004 und 2008 im Dameneinzel, Ge Fei/Gu Jun 1996 und 2000 im Damendoppel; Zhang Jun/Gao Ling 2000 und 2004 im Mixed).

  

Dameneinzel: YONEX German Open-Gewinnerin holt Olympia-Gold

 

(04.08.2012, CP) Während das Spiel um Bronze zu Beginn des zweiten Satzes ein abruptes Ende fand („Es war trotzdem aufregend genug“, meinte Mark Speight, der als einziger Schiedsrichter aus Deutschland bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 im Einsatz ist und unter anderem eben jenes „kleine Finale“ im Dameneinzel leitete), kamen die rund 6.000 Zuschauer beim anschließenden Endspiel voll auf ihre Kosten: Erst nach einer Spielzeit von 78 Minuten verwandelte die Chinesin Li Xuerui ihren insgesamt dritten Matchball (zwei davon hatte sie im zweiten Satz) zum 21:15, 21:23, 21:17-Sieg über ihre Nationalmannschaftskollegin Wang Yihan.

 

Die topgesetzte Weltranglistenerste verpasste es damit, binnen eines Jahres zum zweiten Mal in der Londoner Wembley Arena bei der Siegerehrung ganz oben zu stehen: Im August 2011 hatte die 24-Jährige bei den an selbiger Austragungsstätte durchgeführten Individual-Weltmeisterschaften erstmals den Titel im Dameneinzel gewonnen. Vor dem Endspiel wies Wang Yihan gegenüber ihrer 21 Jahre alten Teamkollegin zwar eine positive Gesamtbilanz auf (4 Siege, 3 Niederlagen), jedoch fügte ihr Li Xuerui die Niederlagen in den letzten drei Begegnungen zu. Nach dem vierten Sieg der bei Olympia an Nummer drei gesetzten All England Open-Gewinnerin Li Xuerui in Folge über Wang Yihan steht es somit 4:4 zwischen den beiden herausragenden Badmintonassen.

 

Die Finalistinnen gewannen in diesem Jahr erstmals bei Olympia Edelmetall. Nachdem im Jahr 2000 Gong Zhichao Gold im Dameneinzel geholt hatte und in den Jahren 2004 und 2008 Zhang Ning, die nun Chinas beste Einzelspielerinnen als Coach betreut, geht zum vierten Mal in Folge der Olympiasieg in dieser Disziplin an eine Athletin aus dem „Reich der Mitte“. 1992 hatte die Indonesierin Susi Susanti den Premieren-Erfolg verzeichnet, 1996 war Bang Soo Hyun aus Korea im Endspiel siegreich.

 

  

Dameneinzel: Saina Nehwal beschert Indien die erste Olympia-Medaille im Badminton

Saina Nehwal. Foto: Claudia Pauli.

 

(04.08.2012, CP) Die Weltranglistenfünfte Saina Nehwal hat ihrem Heimatland Indien die erste Medaille in der Geschichte der im Jahr 1992 in Barcelona/Spanien eingeführten bei olympischen Badmintonwettbewerbe beschert, konnte sich unmittelbar nach Matchende allerdings nur verhalten darüber freuen: Beim Stand von 18:21, 0:1 aus Sicht der an Nummer vier gesetzten Inderin musste ihre chinesische Gegnerin Wang Xin (Setzplatz 2) die Partie abbrechen. Die Weltranglistenzweite hatte sich während des Spiels so stark an einem Knie verletzt, dass sie nach mehreren Behandlungspausen schweren Herzens entschied, das Aufeinandertreffen vorzeitig zu beenden.

 

Saina Nehwal verzeichnete mit dem Gewinn der Bronzemedaille nicht nur den bislang größten Erfolg für Indien im Badminton, vielmehr stellt der dritte Platz in London auch den bisherigen Höhepunkt in ihrer Karriere dar. Die 22-Jährige strebt aber noch nach mehr: „Diese Medaille ist ein Traum. Ich wollte zwar Gold, aber ich bin glücklich. Bei den nächsten Olympischen Spielen werde ich meine Sache noch besser machen.“ Sie habe es nicht für möglich gehalten, dass ein Athlet aus Indien im Badminton eine Medaille bei Olympischen Spielen gewinnen würde, so Saina Nehwal. Sie fügte hinzu: „Das ist ein sehr besonderer Tag!“

  

Damendoppel: Historischer Erfolg für Russland

V.l.: Nina Vislova, Valeri Sorokina. Foto: Claudia Pauli.

 

(04.08.2012, CP) Das „kleine Finale“ im Damendoppel war eine klare Angelegenheit für die EM-Dritten Valeri Sorokina/Nina Vislova. Die Russinnen ließen Alex Bruce und Michelle Li aus Kanada bei ihrem 21:9, 21:10-Erfolg zu keiner Zeit eine Chance auf den Sieg. Valeri Sorokina und Nina Vislova verzeichneten mit dem Gewinn der Bronzemedaille nicht nur ihren größten Erfolg bislang, sondern sie bescherten Russland zugleich das erste Edelmetall in der Geschichte der olympischen Badmintonwettbewerbe. Alex Bruce und Michelle Li belegten zwar den höchst undankbaren vierten Platz, aber auch für sie bedeutet das Abschneiden in der Wembley Arena das mit Abstand beste Resultat in ihrer Karriere.

 

Sowohl die Weltranglisten-18. aus Russland als auch die kanadischen Weltranglisten-27. profitierten von der Disqualifikation von insgesamt vier Spitzendoppeln aus Asien. Valeri Sorokina/Nina Vislova waren in der Vorrundengruppe A Dritte geworden, Alex Bruce/Michelle Li Vierte. Somit hatten beide Paarungen den Einzug in die K.o.-Runde eigentlich verpasst. Die Russinnen hatten bereits in der Gruppenphase mit nahezu dem gleichen Ergebnis (21:8, 21:10) gegen die Nordamerikanerinnen gewonnen.

 

  

Die Teilnehmerinnen am Spiel um Bronze: Alex Bruce und Michelle Li (Kanada) sowie Valeri Sorokina und Nina Vislova (Russland). Fotos: Claudia Pauli.

Herrendoppel: Dänemarks Europameister stehen im Finale

Mathias Boe. Fotos: Claudia Pauli.
V.l.: Mathias Boe und Carsten Mogensen dürfen sich über ihre erste Olympia-Medaille freuen.

 

(04.08.2012, CP) Sie sanken auf die Knie, umarmten sich innig, ihre Trainer machten hinter der Bande Freudensprünge, bevor sie ihre Schützlinge jubelnd in die Arme schlossen: Die amtierenden Europameister Mathias Boe und Carsten Mogensen stehen bei den olympischen Badmintonwettbewerben im Endspiel des Herrendoppel-Wettbewerbs und haben damit die Silbermedaille sicher. Die Weltranglistendritten aus Dänemark (Setzplatz 3) bezwangen in einem begeisternden Halbfinalmatch, in dem beide Seiten vor rund 6.000 Zuschauern eine Weltklasse-Vorstellung zeigten, die koreanischen Weltranglistenersten Jung Jae Sung/Lee Yong Dae nach einer Spielzeit von 83 Minuten mit 17:21, 21:18, 22:20. Die Dänen sind in den vergangenen Jahren zwar auf europäischer Ebene stets sehr erfolgreich gewesen (neben EM-Gold gewannen sie 2010 und 2006 jeweils EM-Silber), verzeichneten aber bis dato keinen Medaillengewinn bei einem internationalen Großereignis im Individualbereich.

 

Im Finale am Sonntag, den 5. August (15.15 Uhr MESZ) treffen Mathias Boe und Carsten Mogensen auf Cai Yun und Fu Haifeng, die schon 2008 in Peking im Endspiel standen und darin gegen die Indonesier Markis Kido/Hendra Setiawan verloren. Auch die Chinesen waren sichtlich glücklich über den erneuten Finaleinzug: Als Cai Yun und Fu Haifeng in ihrer Vorschlussrundenpartie gegen die Malaysier Koo Kien Keat und Tan Boon Heong ihren zweiten Matchball zum 21:9, 21:19-Sieg genutzt hatten, jubelten die Topgesetzten bereits so, als wären sie gerade Olympiasieger geworden: Rücklings ließen sich die viermaligen Weltmeister im Herrendoppel auf den Court fallen, strampelten mit den Beinen und reckten die Arme in die Höhe. Während die Weltranglistenzweiten die Vorschlussrundenpartie gegen die ungesetzten Weltranglistenachten im ersten Satz dominierten, bekamen sie im zweiten Durchgang weitaus mehr Gegenwehr zu spüren. Aus deutscher Sicht bemerkenswert: Ingo Kindervater und Johannes Schöttler gelang es in ihrer Begegnung mit Cai Yun und Fu Haifeng, im zweiten Spiel der Vorrunde in der Gruppe A, deutlich mehr Punktgewinne zu verzeichnen als den WM-Zweiten von 2010, Koo Kien Keat und Tan Boon Heon, in der Runde der besten vier Paarungen. Die Deutschen Meister unterlagen den Chinesen mit 20:22, 16:21.

 

Enttäuscht musste hingegen Lee Yong Dae zur Kenntnis nehmen, dass sich sein Traum, zum zweiten Mal in Folge Olympia-Gold zu gewinnen, nicht erfüllen wird. Vor vier Jahren war der heute 23-Jährige an der Seite von Lee Hyo Jung im Mixed erfolgreich. In London verpasste er zusammen mit seiner neuen Spielpartnerin Ha Jung Eun den Einzug in die K.o.-Runde. Lee Yong Dae hat nun am Sonntag, den 5. August 2012 (10.45 Uhr MESZ) die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Jung Jae Sung im „kleinen Finale“ gegen Koo Kien Keat und Tan Boon Heong die Bronzemedaille zu sichern. Für Jung Jae Sung wäre dies das erste Edelmetall bei Olympia.

 

Am Freitag durften die dänischen Fans bereits um den Bronzemedaillengewinn von Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen im Mixed jubeln.

 

  

Jung Jae Sung/Lee Yong Dae. Fotos: Claudia Pauli.

Mixed: Zhang Nan und Zhao Yunlei sind erstmals Olympiasieger

Zhang Nan und Zhao Yunlei. Alle Fotos von der Begegnung Zhang Nan gegen Michael Fuchs/Birgit Michels: Claudia Pauli.

 

(03.08.2012, CP) Die chinesischen Vorrundengegner der deutschen Viertelfinalteilnehmer Michael Fuchs und Birgit Michels sind die Olympiasieger von 2012 im Mixed. Insbesondere im ersten Satz dominierten Zhang Nan und Zhao Yunlei als Nummer eins der Setzliste das Endspiel gegen ihre an Position zwei notierten Landsleute Xu Chen und Ma Jin: Nach einer Spielzeit von 43 Minuten und einem 21:11, 21:17-Sieg hatten die Weltranglistenersten und amtierenden Weltmeister schließlich ihren bislang größten Erfolg verzeichnet. Die aktuellen Weltranglistenzweiten Xu Chen und Ma Jin, vor nahezu exakt einem Jahr in der Wembley Arena mit WM-Bronze dekoriert, nahmen wie Zhang Nan und Zhao Yunlei ihre erste olympische Medaille in Empfang. Zuvor hatten die Weltranglistendritten Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen das Spiel um Platz drei gegen die Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad/Liliyana Natsir aus Indonesien (Setzplatz 3) für sich entschieden, was auch für die Dänen den ersten Medaillengewinn bei Olympia bedeutet.

 

Insbesondere Zhang Nan geriet in einen regelrechten Freudentaumel: Zunächst legte er sich rücklings auf das Spielfeld, lieh sich dann eine Fahne eines Heimatlandes aus, lief damit eine kleine Ehrenrunde und war anschließend - begleitet von lautstarkem Applaus – seine Schuhe ins Publikum. Zhang Nan und Zhao Yunlei folgen dem koreanischen Duo Lee Yong Dae und Lee Hyo Jung, das 2008 Olympia-Gold im Mixed gewann.  

 

Die Medaillen im Mixed:

Gold:            Zhang Nan/Zhao Yunlei (CHN/Setzplatz 1)

Silber:          Xu Chen und Ma Jin (CHN/Setzplatz 2)

Bronze:         Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen (DEN/Setzplatz 4)

 

  

Herreneinzel: Neuauflage des olympischen Endspiels von 2008

Gelingen Lin Dan als erstem Spieler zwei Olympiasiege im Herreneinzel in Folge? Foto: Claudia Pauli.

 

(03.08.2012, CP) Als der abermalige Einzug ins olympische Finale im Herreneinzel perfekt war, sank Lee Chong Wei überglücklich auf die Knie, ballte beide Hände zur Faust und küsste den Boden. Unter dem lautstarken Jubel des Publikums gewann der topgesetzte Malaysier seine Halbfinalpartie mit 21:13, 21:14 gegen den chinesischen Weltranglistendritten Chen Long (Setzplatz 3). Hatte Lee Chong Wei nach seiner bei den Thomas & Uber Cup-Finals im Mai erlittenen schweren Verletzung noch um seine Olympia-Teilnahme gebangt, ist der aktuelle Weltranglistenzweite pünktlich zum Höhepunkt des Jahres wieder fit. „Ich habe nicht erwartet, dass ich heute gewinnen würde, denn ich konnte mich nach meiner Verletzung nur zu 50 Prozent vorbereiten. Ich habe mir gesagt, dass ich nichts zu verlieren habe, und als ich im ersten Satz 11:4 geführt habe, wurde mir bewusst, dass ich das Spiel gewinnen muss. Daraufhin habe ich mit mehr Selbstvertrauen gespielt“, meinte Lee Chong Wei nach der Partie. Er fügte hinzu: „Ich habe Chen Long gestern spielen gesehen und kannte daher seine Taktik.“

 

Das Endspiel am Sonntag, den 5. August (14.00 Uhr MESZ) ist nicht nur das von den Badmintonfans erhoffte „Traumfinale“ zwischen den beiden besten Spielern der vergangenen Jahre, sondern zugleich die Neuauflage des Endspiels von vor vier Jahren, als sich Lin Dan erstmals zum Olympiasieger krönte. Der aktuelle Weltranglistenerste aus China (Setzplatz 2) hatte bei seinem 21:12, 21:10-Erfolg in der Vorschlussrunde über den koreanischen Weltranglistenzehnten Lee Hyun Il (Setzplatz 7) ebenfalls keine Mühe.

 

Lin Dan und Lee Chong Wei standen sich übrigens auch bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011, die vor nahezu exakt einem Jahr ebenfalls in der Wembley Arena ausgetragen wurden, im Finale gegenüber. Auch aus diesem Duell ging der Chinese als Sieger hervor.

 

  

Dameneinzel: Gold und Silber für China

 

(03.08.2012, CP) Das Finale im Dameneinzel bestreiten am Samstag, den 4. August um 15.15 Uhr MESZ die topgesetzte Weltranglistenerste Wang Yihan und ihre an Position drei notierte Nationalmannschaftskollegin Li Xuerui. Damit werden wie im Mixed die Gold- und die Silbermedaille an China gehen. Wang Yihan verzeichnete in ihrem Halbfinalmatch einen souveränen 21:13, 21:13-Erfolg über die Weltranglistenfünfte Saina Nehwal (Setzplatz 4), die sich nach wie vor Hoffnungen machen darf, die erste olympische Medaille im Badminton für Indien zu gewinnen. Das „kleine Finale“ wird ebenfalls am vorletzten Veranstaltungstag der olympischen Badmintonwettbewerbe ausgetragen (14.30 Uhr MESZ).

 

Li Xuerui, die Gewinnerin der YONEX German Open 2012 Anfang März in Mülheim an der Ruhr und der All England Open eine Woche später in Birmingham, setzte sich in ihrer Vorschlussrundenpartie mit 22:20, 21:18 gegen die dritte Chinesin, die sich in London im Starterfeld des Dameneinzel befand, die an Nummer zwei gesetzte Weltranglistenzweite Wang Xin, durch.

 

Li Xuerui war Mitte Juli 2012 vom chinesischen Badminton-Verband der Vorzug gegenüber Wang Shixian gegeben worden, die in der Weltrangliste vom 3. Mai 2012, aus welcher die für London qualifizierten Spielerinnen und Spieler hervorgingen, unmittelbar vor Li Xuerui auf Rang drei platziert war. Die Wahlmöglichkeit bestand, weil im BWF-Ranking vom 3. Mai 2012 im Dameneinzel die vier Top-Plätze von Spielerinnen aus China belegt wurden. Drei der vier Athletinnen durften in London starten, wobei der Verband festlegen konnte, um welche Personen es sich dabei handelt. Li Xueruis herausragende Leistungen in den vorangegangenen Monaten veranlassten die Verantwortlichen dazu, auch sie zu nominieren – sie dankt es ihnen mit dem Einzug ins Finale und möglicherweise sogar mit dem Olympiasieg.    

 

  

Mixed: Bronze für Dänemarks Badmintonasse

Christinna Pedersen, Europameisterin im Damendoppel, gewann bei den Olympischen Spielen 2012 Bronze im Mixed und erreichte im Damendoppel das Viertelfinale. Fotos: Claudia Pauli.

 

(03.08.2012, CP) Durch einen klaren 21:12, 21:12-Erfolg im „kleinen Finale“ über die Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir aus Indonesien (Setzplatz 3) haben sich die dänischen Weltranglistendritten Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen (Setzplatz 4) bei den Olympischen Spielen 2012 die Bronzemedaille im Mixed gesichert. Anders als bei allen anderen Turnieren im Badminton erhalten bei Olympia nicht beide unterlegenen Halbfinalisten eine Bronzemedaille, sondern sie treten anschließend gegeneinander an, um den dritten Platz auszuspielen. Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir hatten im Viertelfinale die Deutschen Meister Michael Fuchs und Birgit Michels aus dem Turnier geworfen, die sich in der Wembley Arena hervorragend präsentierten und als Gesamt-Fünfte das beste Ergebnis für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bei den Spielen der XXX. Olympiade verzeichneten. Durch ihren Viertelfinal-Einzug rücken Michael Fuchs und Birgit Michels zudem vom B- in den A-Kader des DBV auf, was unter anderem eine noch bessere Förderung als bislang bedeutet.

 

Nach einer Spielzeit von 42 Minuten bejubelten Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen den Gewinn ihrer ersten Olympia-Medaille und das insgesamt fünfte Edelmetall für Dänemark in der Geschichte der im Jahr 1992 eingeführten olympischen Badmintonwettbewerbe. Zuvor hatten bereits Poul-Erik Hoyer (Gold im Herreneinzel 2000 in Sydney/Australien), der amtierende Präsident des europäischen Badminton-Verbandes Badminton Europe Confederation (BEC), Camilla Martin (Silber im Dameneinzel 2000 in Sydney/Australien), Thomas Stuer-Lauridsen (Bronze im Herreneinzel 1992 in Barcelona/Spanien) und Jens Eriksen/Mette Schjoldager (Bronze im Mixed 2004 in Athen/Griechenland) Badminton Danmark olympisches Edelmetall beschert. Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen, die bei den Individual-Europameisterschaften im April in Karlskrona/Schweden als Nummer eins der Setzliste im Viertelfinale den späteren Europameistern Robert Mateusiak/Nadiezda Zieba aus Polen in zwei Sätzen unterlagen, gewannen damit als zweites Gemischtes Doppel aus Dänemark eine Olympia-Medaille.

 

Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba mussten sich in London im Viertelfinale unglücklich mit 21:19, 16:21, 21:23 den an Nummer zwei gesetzten Chinesen Xu Chen/Ma Jin, die am Freitagnachmittag um den Olympiasieg spielen, geschlagen geben.

 

Im Damendoppel war Christinna Pedersen, die als eine von mehreren Spielerinnen in zwei Disziplinen die Olympia-Qualifikation geschafft hatte, an der Seite von Kamilla Rytter Juhl im Viertelfinale durch eine Niederlage in zwei Sätzen gegen die Weltranglistenfünften Mizuki Fujii/Reika Kakiiwa (Setzplatz 4) ausgeschieden. Die Japanerinnen stehen im Finale des Damendoppel-Wettbewerbs, das am Samstag, den 4. August 2012 ausgetragen wird.

 

Kamilla Rytter Juhl, ebenfalls im Damendoppel und im Mixed in der Wembley Arena im Einsatz, verlor zusammen mit Thomas Laybourn im Viertelfinale gegen die topgesetzten Chinesen Zhang Nan/Zhao Yunlei, die nun ebenfalls im Finale stehen.

 

  

Damendoppel: Japanerinnen schreiben in jedem Fall Sportgeschichte

 

(03.08.2012, CP) Nach den unrühmlichen, da extrem unsportlichen Ereignissen im Damendoppel-Wettbewerb, der mit der Disqualifikation von vier Paarungen (darunter die topgesetzten Weltranglistenersten und Weltmeisterinnen Wang Xiaoli/Yu Yang aus China, wobei Yu Yang ihren Erfolg von vor vier Jahren – damals gemeinsam mit Du Jing – in London hätte wiederholen können) endete, hätten wohl viele Fans in der Wembley Arena insbesondere den dadurch nachgerückten Russinnen Valeri Sorokina und Nina Vislova den Olympiasieg gegönnt. Doch die Europameisterinnen von 2010 und amtierenden EM-Dritten verpassten am Donnerstag den Einzug ins Finale. Nach einer Spielzeit von 39 Minuten mussten sich die Weltranglisten-18. mit 19;21, 6:21 der zweiten chinesischen Paarung, die bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 antreten durfte, Tian Qing/Zhao Yunlei (Weltranglistenplatz 2, Setzplatz 2), geschlagen geben. „Wir haben uns unsere Kräfte nicht genug eingeteilt. Wir haben alles, was wir tun konnten, im ersten Satz getan und hatten dann nicht genug Energie, um uns im zweiten Satz entsprechend zu konzentrieren“, zog Valeri Sorokina ein Fazit.

 

Die Osteuropäerinnen haben nun allerdings hervorragende Chancen, sich zumindest die Bronzemedaille und damit ihr erstes Edelmetall bei Olympischen Spielen – zugleich das erste für Russland im Badminton – zu sichern: Im „kleinen Finale“ treffen Valeri Sorokina und Nina Vislova auf Alex Bruce und Michelle Li, gegen die sie in der Vorrunde bereits mit 21;8, 21:10 siegreich gewesen waren. Die Kanadierinnen waren ebenso wie die Russinnen aufgrund der Disqualifikation der eigentlich in der Gruppe A für das Viertelfinale qualifizierten Duos aus China und aus Korea in die Runde der besten Acht eingezogen. Alex Bruce und Michelle Li präsentierten sich allerdings in ihrem Halbfinalspiel in bemerkenswerter Form: Die japanischen Weltranglistenfünften Mizuki Fujii/Reika Kakiiwa (Setzplatz 4) benötigten 63 Minuten und drei Sätze, um letztlich mit 21:12, 19:21, 21:13 ins Endspiel einzuziehen. Dieses wird – ebenso wie das Spiel um Platz drei – am Samstag, den 4. August 2012 ausgetragen. Schon jetzt haben Mizuki Fujii und Reika Kakiiwa Sportgeschichte geschrieben: Sie werden Japan das erste Edelmetall bei olympischen Badmintonwettbewerben bescheren.

 

  

Herreneinzel: Peter Gade bleibt ohne Olympia-Medaille

 

(02.08.2012, CP) Das (erneute) Finalduell der Superstars rückt näher: Sowohl der topgesetzte Weltranglistenzweite Lee Chong Wei als auch der an Position zwei notierte Weltranglistenerste Lin Dan (China) erreichten am Donnerstag das Halbfinale in der Herreneinzel-Konkurrenz. Während der Malaysier Lee Chong Wei, der bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Silbermedaille gewonnen hatte, einen letztlich souveränen 21:19, 21:11-Erfolg über die „Viertelfinalüberraschung“ Kashyap Parupalli aus Indien verzeichnete, musste Lin Dan in seinem Viertelfinalmatch deutlich stärker kämpfen: Einen Tag nach seinem klaren Sieg über Indonesiens Olympiasieger von 2004, Taufik Hidayat (Setzplatz 11, 21:9, 21:12), gab dessen Nachfolger gegen den Japaner Sho Sasaki (Setzplatz 6) erstmals im Turnierverlauf einen Satz ab. „Im zweiten Satz war ich nicht schnell genug. Der erste Satz gestaltete sich für mich einfach, ich habe es jedoch versäumt, mein Spiel im zweiten Satz so fortzusetzen“, sagte Lin Dan. Erst nach einer Spielzeit von 75 Minuten machte der Goldmedaillengewinner von Peking seinen 21:12, 16:21, 21:16-Sieg und den damit verbundenen Einzug ins Halbfinale perfekt.

 

Darin trifft der viermalige Weltmeister Lin Dan am Freitag, den 3. August 2012 auf den Weltranglistenzehnten Lee Hyun Il aus Korea (Setzplatz 7), der den Weltranglistenvierten Chen Jin in zwei Durchgängen aus dem Turnier warf. Der amtierende WM-Dritte aus China hatte im Achtelfinale nach 82 Minuten einen Drei-Satz-Erfolg über Deutschlands Spitzenspieler Marc Zwiebler verzeichnet. Im zweiten Vorschlussrundenduell begegnen sich Lee Chong Wei und der dritte Chinese, der in der Wembley Arena im Herreneinzel angetreten war: Chen Long. Der Weltranglistendritte machte im Viertelfinale durch einen 21:16, 21:13-Sieg die Hoffnungen des fünfmaligen Europameisters Peter Gade (Setzplatz 5) zunichte, seine glanzvolle Karriere mit dem Gewinn einer Olympia-Medaille zu krönen. „Ich habe alles gegeben. Mein Traum war es, eine Medaille zu holen, aber ich wusste von Anfang an, dass dies sehr schwierig werden würde“, meinte der 35 Jahre alte Däne, der in London zum letzten Mal bei einem Großereignis aufschlug. „Es ist ein großer Verlust für den Sport, wenn er abtritt“, zolle Lin Dan Peter Gade Respekt für dessen Leistungen.

 

Kashyap Parupalli hatte in der Vorrundengruppe D nicht nur einen Zwei-Satz-Erfolg über den in der 1. Bundesliga für den SC Union Lüdinghausen aktiven Belgier Yuhan Tan verzeichnet, sondern auch den an Nummer zehn gesetzten Vietnamesen Tien Minh Nguyen deutlich (21:9, 21:14) besiegt. Dadurch sicherte er sich Tabellenplatz eins und den damit verbundenen Einzug in die Runde der besten 16 Herren. Im Achtelfinale bezwang der Inder Niluka Karunaratne aus Sri Lanka in drei Durchgängen, der in seinem einzigen Vorrundenspiel vom Verletzungspech des an Position acht notierten Japaners Kenichi Tago profitierte und somit den Gruppensieg verzeichnete.

 

Insgesamt standen übrigens drei Europäer im Achtelfinale des olympischen Badmintonturniers 2012: Neben Peter Gade und Marc Zwiebler (Setzplatz 14) erreichte auch der EM-Dritte Jan Ø. Jørgensen (Setzplatz 12), Nationalmannschaftskollege von Peter Gade, die Runde der besten 16 Herren. Der Däne musste sich darin in zwei Sätzen Lee Hyun Il geschlagen geben. Dies macht einmal mehr deutlich, wie anerkennenswert die Leistung des sechsmaligen Deutschen Meisters ist: Er zählt zu den besten drei Spielern aus Europa in seiner Spezialdisziplin und lieferte sich im Achtelfinale mit dem Weltranglistenvierten Chen Jin ein hochklassiges Match.

 

  

Alle Fotos von der Begegnung zwischen dem Olympiasieger von 2004, Taufik Hidayat aus Indonesien, und dem Goldmedaillengewinner von 2008, Lin Dan aus China: Claudia Pauli.

Dameneinzel: China könnte alle drei Medaillen holen

Die 17-jährige Ratchanok Inthanon. Foto: Claudia Pauli.

 

(02.08.2012, CP) Die zweimalige Europameisterin Tine Baun (Setzplatz 5) ist als letzte Vertreterin des „alten Kontinents“ im Dameneinzel im Viertelfinale ausgeschieden. Die Weltranglistensiebte aus Dänemarks musste sich am Donnerstag der Inderin Saina Nehwal (Setzplatz 4) mit 15:21, 20:22 geschlagen geben. Neben Saina Nehwal stehen alle drei chinesischen Spielerinnen, die bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 antraten, in der Vorschlussrunde: Die Weltmeisterin und Weltranglistenerste Wang Yihan (Setzplatz 1) gewann ihre Viertelfinalbegegnung mit der Vize-Weltmeisterin Cheng Shao Chieh aus Taiwan (Weltranglistenplatz 11, Setzplatz 7), die Weltranglistenzweite und WM-Dritte Wang Xin (Setzplatz 2) setzte sich gegen Juliane Schenks Bezwingerin Ratchanok Inthanon (Thailand, Setzplatz 9) durch und die Weltranglistendritte Li Xuerui (Setzplatz 3) warf Yip Pui Yin (Hongkong) aus dem Turnier. Zuvor konnte keine der vier Damen, die in der Vorschlussrunde stehen, bei Olympia eine Medaille gewinnen. Das Endspiel wird am 4. August 2012 (15.15 Uhr MESZ) ausgetragen, das Match um Bronze am selben Tag um 13.30 Uhr MESZ.

 

 

Mixed: Rein chinesisches Finale

Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir. Foto: Claudia Pauli.

 

(02.08.2012, CP) Bei den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 werden die Gold- und die Silbermedaille im Mixed an China gehen: Im Finale am Freitag, den 3. August 2012 (16.00 Uhr MESZ) stehen sich die topgesetzten Weltranglistenersten Zhang Nan/Zhao Yunlei (Setzplatz 1) und die an Position zwei notierten Weltranglistenzweiten Xu Chen/Ma Jin (Setzplatz 2) gegenüber. Die Paarungen aus dem „Reich der Mitte“ trafen bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 an selbiger Austragungsstätte im Halbfinale aufeinander. Vor nahezu exakt einem Jahr mussten Xu Chen und Ma Jin die Partie wegen einer Verletzung bei Ma Jin vorzeitig beenden, so dass Zhang Nan und Zhao Yunlei ins Finale gegen die vom Publikum umjubelte englisch-schottische Kombination Chris Adcock/Imogen Bankier einzog, ohne ein komplettes Match bestritten zu haben. Ma Jin gewann 2010 gemeinsam mit Zheng Bo WM-Gold. Bei Olympia gelang bislang keinem der vier Spitzenspieler ein Medaillengewinn. Während Zhang Nan/Zhao Yunlei, die in der Vorrunde unter anderem gegen die späteren Olympia-Fünften Michael Fuchs und Birgit Michels gesiegt hatten, in der Vorschlussrunde den dänischen Weltranglistendritten Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen (Setzplatz 4) eine bittere 21:17, 17:21, 19:21-Niederlage zufügten, besiegten Xu Chen und Ma Jin die Weltranglistenvierten Tontowi Ahmad/Liliyana Natsir (Setzplatz 3) mit 21:23, 21:18, 21:13. Die Indonesier hatten im Viertelfinale die in London hervorragend agierenden Deutschen Meister Michael Fuchs und Birgit Michels durch einen Zwei-Satz-Erfolg aus dem Turnier geworfen. Tontowi Ahmad und Liliyana Natsir spielen nun gegen Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen um Bronze, denn anders als bei allen anderen Turnieren im Badminton erhalten bei Olympia nicht beide unterlegenen Halbfinalisten eine Bronzemedaille. Vielmehr müssen sie noch einmal im „kleinen Finale“ (3. August 2012, 11.30 Uhr MESZ) gegeneinander antreten. Liliyana Natsir ist bereits hoch dekoriert: Die Asiatin holte unter anderem 2008 Olympia-Silber im Mixed, gewann 2005 und 2007 WM-Gold in dieser Disziplin und wurde 2009 WM-Zweite (jeweils mit Nova Widianto). Zusammen mit Tontowi Ahmad freute sie sich 2011 in der Wembley Arena über den Gewinn der Bronzemedaille bei der WM. 

 

 

Herrendoppel: Die Europameister stehen im Halbfinale

Chinas Spitzenduo Cai Yun (vorne) und Fu Haifeng. Foto: Claudia Pauli.

 

(02.08.2012, CP) Cai Yun und Fu Haifeng haben die Chance gewahrt, sich nach vier WM-Titeln (2006, 2009, 2010 und 2011) erstmals Olympia-Gold im Herrendoppel zu sichern. Die topgesetzten Weltranglistenzweiten aus China, die in der Vorrunde die Deutschen Meister Ingo Kindervater/Johannes Schöttler in einem hochklassigen Match besiegt hatten, stehen nach ihrem 21:15, 21:19-Erfolg im Viertelfinale über ihre Landsleute Chai Bao/Guo Zhengdong in der Vorschlussrunde. Darin treffen die Olympia-Zweiten von Peking 2008 in einer Neuauflage des WM-Finals von 2010 auf Koo Kien Keat/Tan Boon Heong aus Malaysia. Die Weltranglistenachten setzten sich in ihrer Viertelfinalpartie gegen Bodin Isara und Maneepong Jongjit aus Thailand (Weltranglistenplatz 19) durch. Erfreulich aus europäischer Sicht: Die Dänen Mathias Boe/Carsten Mogensen (Setzplatz 3) erreichten ebenfalls das Halbfinale. Die Europameister gewannen in der Runde der besten acht Paarungen in zwei Sätzen gegen Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu aus Taiwan (Weltranglistenplatz 9). Nächste Gegner der Weltranglistendritten sind die Weltranglistenersten Jung Jae Sung/Lee Yong Dae (Setzplatz 2), die am Donnerstag das indonesische Duo Mohammad Ahsan/Bona Septano bezwangen. Lee Yong Dae hat damit nach wie vor die Möglichkeit, seiner olympischen Goldmedaille, die er vor vier Jahren im Mixed gewann (damals gemeinsam mit Lee Hyo Jung), eine weitere hinzuzufügen. In London scheiterte der Koreaner im Gemischten Doppel zusammen mit Ha Jung Eun bereits in der Vorrunde.

 

Die Halbfinals im Herrendoppel werden am Samstag, den 4. August 2012 ausgetragen.

  

 

Manipulation zu recht bestraft

Yu Yang (l.) und Wang Xiaoli, von denen das unrühmliche Schauspiel ausging. Foto: Claudia Pauli.

(02.08.2012, CP) Am vierten Turniertag wurde der Badmintonsport in besonderem Maße in den Fokus der (medialen) Öffentlichkeit gerückt – bedauerlicherweise nicht aufgrund bemerkenswerter Ereignisse in sportlicher Hinsicht, sondern weil in der Wembley Arena insgesamt vier Paarungen ein höchst unwürdiges Schauspiel ablieferten:

 

Am letzten Vorrundenspieltag standen sich im Damendoppel in der Gruppe A die an Nummer eins gesetzten, amtierenden Weltmeisterinnen Wang Xiaoli/Yu Yang aus China und die koreanischen Weltranglistenachten Jung Kyung Eun/Kim Ha Na gegenüber. Beide Paarungen waren bereits für das Viertelfinale qualifiziert, der Ausgang des Matches entschied „nur“ noch darüber, welches Duo dieses als Gruppensieger erreichen würde und welches als Zweitplatzierter. Doch die Spitzenposition wollte, wie sich mit zunehmendem Spielverlauf herausstellte, keines der beiden Doppel für sich verbuchen … Den Ausgangspunkt für den Skandal, über den selbst jene Menschen, die sich vergleichsweise wenig für Sport interessieren und üblicherweise erst recht nicht für Badminton, diskutierten, markierten die Chinesinnen: Um – weitere Siege vorausgesetzt – erst im Finale auf ihre an Position zwei notierten Landesleute Tian Qing/Zhao Yunlei treffen zu können (die kurz zuvor überraschend ihr Match um den Sieg in der Gruppe D verloren hatten und damit „nur“ Tabellenrang zwei belegten) und nicht bereits im Halbfinale, gaben sie sich nicht nur wenig Mühe, das Match zu gewinnen, sondern produzierten sogar absichtlich Fehler. Und das so offensichtlich, dass jedem in der Halle, genauso wie den TV-Zuschauern und den Internet-Usern, schnell bewusst wurde, dass auf Court No. 1 manipuliert wurde, um die Konstellation in der K.o.-Runde zu beeinflussen. Denn anders als beispielsweise bei den Thomas & Uber Cup-Finals, bei denen die ersten Begegnungen in der K.o.-Runde nach Beendigung der Gruppenphase ausgelost werden, stand bei den olympischen Badmintonwettbewerben bereits im Vorfeld fest, welche Aufeinandertreffen es in der K.o.-Runde (in den Einzeldisziplinen beginnend mit dem Achtelfinale, in den Doppeldisziplinen mit dem Viertelfinale) geben würde (z.B. A1 vs. C2, B1 vs. D2). Dabei stand in den Doppeldisziplinen jeweils ein Gruppenerster einem Gruppenzweiten gegenüber. Jung Kyung Eun/Kim Ha Na reagierten auf das „Theater“ ihrer Gegenüber, indem sie ebenfalls absichtlich weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Die Zuschauer in der Halle machten daraufhin mit lautstarken Buh-Rufen ihrem Unmut Ausdruck. Nach mehreren Interventionen seitens des Referees, Torsten Berg (Dänemark), endete die Partie schließlich mit einem 21:14, 21:11-„Sieg“ für die Koreanerinnen – die damit Tabellenplatz eins innehatten.

 

Doch damit nicht genug: Die nicht erwartete Konstellation in der Gruppe A veranlasste kurze Zeit später die – ebenfalls bereits für das Viertelfinale qualifizierten – Paarungen Ha Jung Eun/Kim Min Jung (Korea) und Meiliana Jauhari/Greysia Polii (Indonesien), ähnlich (unsportlich) zu agieren: Beide Duos versuchten mit schwachem Spiel, den Sieg in der Vorrundengruppe C zu verhindern, um nicht (schon) im Viertelfinale auf die Top-Favoritinnen auf den Turniersieg, Wang Xiaoli und Yu Yang, zu treffen. Auch in dieser Partie musste Referee Torsten Berg mehrmals einschreiten. Letztlich stand ein 18:21, 21:14, 21:12-„Sieg“ für die Koreanerinnen im Ergebnisbogen.

 

Yu Yang, die 2008 zusammen mit Du Ying Olympiasiegerin im Damendoppel geworden war und sich 2012 erneut Gold sichern wollte, meinte: „Wir wollten für unser nächstes Spiel Kraft sparen. Wir würden in jedem Match in der K.o.-Runde unser Bestes geben. Aber in der Gruppenphase möchten wir mit unserer Energie haushalten.“ Zu den zahlreichen Aufschlagfehlern, die sie produziert hatte, meinte die herausragende Doppelspielerin der vergangenen Jahre: „Wir waren nicht in optimaler Verfassung.“ Dabei hatten die Chinesinnen nie zuvor derart viele Fehler gemacht.

 

Nach Stunden voller Verärgerung, Anhörungen, Protesten, Rücknahmen von Einsprüchen, mehreren Sitzungen des Disziplinar-Komitees des Badminton-Weltverbandes (BWF), Verunsicherung ob des weiteren Turnierablaufs und, von weitaus größerer Tragweite, auch ob der Zukunft der Sportart Badminton im olympischen Programm, sowie einem in diesem Ausmaß nicht gekannten Interesse seitens der Medien am Badmintonsport (vgl. Sie zu dieser Thematik z.B. die zahlreichen Artikel im Internet) traf die BWF schließlich am 1. August 2012 eine Entscheidung, die in die Sportgeschichte eingehen wird: Alle vier an dem Schauspiel beteiligten Paarungen wurden disqualifiziert. Ihnen wird vorgeworfen, „nicht alles daran gesetzt zu haben, das Spiel zu gewinnen und ein dem Sport schädliches Verhalten gezeigt zu haben“. Eine solch drastische Maßnahme wurde erstmals im Rahmen von olympischen Badmintonwettbewerben ergriffen.

 

 „Die Idee, die hinter der Einführung von Gruppenspielen steckt ist die, mehr Spiele und damit auch mehr TV-Zeit zu generieren. Vom Grundsatz her ist dies aus meiner Sicht ok., man sollte dies beibehalten. Aber das Regelwerk darf keine Möglichkeiten zur Manipulation bieten“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, der an besagtem 1. August mehr als 50 Interviews (vor Ort bzw. telefonisch) geben musste, da sich Journalisten aus zahlreichen Ländern und von allen Mediengattungen auch für die Einschätzung der Situation seitens der deutschen Delegation interessierten. „Auch im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation gab es Anzeichen, dass beispielsweise Spiele, in denen zwei Athleten aus China aufeinander trafen, nicht immer der eigentlich Bessere gewonnen hat. Das ist allerdings oftmals schwer nachzuweisen. Hier war es nun offensichtlich, dass gegen den Verhaltenskodex verstoßen wurde. Es ist wichtig, dass dagegen etwas getan wird“, so Martin Kranitz.

 

Chef-Bundestrainer Jakob Høi meinte: „Ich bin sehr, sehr froh, dass man etwas gemacht hat – das ist ein Super-Signal gerade gegenüber China. Es ist nur sehr schade für das Turnier.“ Dem stimmte der deutsche Nationalspieler Michael Fuchs zu: „Die Chinesen machen hier, was sie wollen. Das System muss geändert werden, zum Beispiel dahingehend, dass die Auslosung für die K.o.-Runde erst nach der Vorrunde erfolgt. Das ist ein Trauerspiel für den Sport und bedauerlich für die Zuschauer.“

 

Aus den Vorrundengruppen A und C durften damit jeweils die beiden Paarungen im Viertelfinale antreten, die Tabellenplatz drei bzw. vier belegt hatten. So standen z.B. plötzlich in den Südafrikanerinnen Michelle Claire Edwards/Annari Viljoen, in der Weltrangliste an Position 42 geführt, und den Kanadierinnen Alex Bruce/Michelle Li, immerhin Weltranglisten-22., Duos in der Runde der besten Acht, die alle drei Gruppenspiele verloren hatten. Yu Yang gab übrigens noch in London ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt.

 

 

Edwin Leung schickte Fotos von einem der beiden Skandalspiele im Damendoppel am letzten Vorrundentag

Jung Eun HA & Min Jung KIM gegen Meiliana JAUHARI & Greysia POLII (INA) (18:21 21:14 21:12).
Zunächst verwarnte Deputy Referee Dennis Li im ersten Satz bei 4:3 alle Spieler. In der Mitte des ersten Satzes kam dann Referee Torsten Berg und zeigte allen Spielern die Schwarze Karte (Disqualifikation). Nach Intervention der Coaches ließ er danach jedoch das Spiel fortführen.

Lesen Sie...
...Badminton doubles descend into farce (MAIL vom 1.8.)
...Nach Badminton-Eklat wird jetzt ermittelt (Hamburger MoPo vom 1.8.)
...Badminton-Betrügerinnen disqualifiziert (BILD vom 1.8.)
...Eight badminton players disqualified (METRO vom 1.8.12)
...Acht Badminton-spielerinnen ausgeschlossen (RHEINISCHE POST vom 1.8.)

Nationenvielfalt speziell in den Einzeldisziplinen

 

(28.07.2012, CP) Insgesamt 172 Spielerinnen und Spieler nehmen an den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 teil. Im Herreneinzel gehen 40 Aktive an den Start, bei den Damen sind es 46. In den Doppeldisziplinen sind jeweils 16 Paarungen in London dabei. Mehrere Badmintonasse haben sich für zwei Disziplinen qualifiziert, darunter die Däninnen Kamilla Rytter Juhl und Christinna Pedersen (gemeinsam im Damendoppel und jeweils im Mixed) und die Chinesin Zhao Yunlei (im Damendoppel und im Mixed).

 

Athletinnen und Athleten aus zusammen 51 Nationen schlagen in der Wembley Arena auf. Im Herreneinzel sind 34 Nationen vertreten, im Dameneinzel 42, im Herrendoppel und im Mixed 14 sowie im Damendoppel 13. Aus europäischer Sicht gestaltet sich die Statistik wie folgt: Im Herreneinzel haben sich Spieler aus 17 Mitgliedsverbänden der Badminton Europe Confederation (BEC) für London 2012 qualifiziert, bei den Damen sind es sogar Spielerinnen aus 25 Nationen. Im Herrendoppel sind vier europäische Duos dabei (Dänemark, Deutschland, Polen und Russland), im Damendoppel zwei (Dänemark, Russland) und im Mixed sechs Paarungen aus fünf Nationen (2 x Dänemark, Großbritannien, Deutschland, Polen, Russland).

 

Ihr Olympia-Debüt im Badminton geben bei den Spielen der XXX. Olympiade die Malediven, Israel und die Türkei.   

 

  

Olympia 2012: Zeitplan noch einmal verändert

 

(27.07.2012, CP) Einen Tag vor dem Auftakt der Badmintonwettbewerbe im Rahmen der Olympischen Spiele 2012 ist der Zeitplan noch einmal verändert worden. Da der zunächst vom Badminton-Weltverband BWF veröffentliche Ablauf, wie sich herausstellte, nicht den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entsprach, d.h. die Auslosung falsch war (vgl. dazu u.a. einen Artikel in der „Washington Post“ vom 27.07.2012), wurde ein Großteil der Vorrundenbegegnungen umgestellt. Hier geht´s zum aktuellen Zeitplan für den ersten Wettkampftag ...

  

   

Besonderer Austragungsmodus – der dritte Platz wird bei Olympia ausgespielt

Europameisterin Tine Baun aus Dänemark (im Bild bei den Individual-Europameisterschaften 2012) macht sich Hoffnungen auf ihre erste Olympia-Medaille. Foto: CP.

 

(25.07.2012, CP) Anders als beispielsweise bei Welt- und Europameisterschaften, Superseries-Turnieren oder Deutschen Meisterschaften wird bei den olympischen Badmintonwettbewerben seit 1996 der dritte Platz ausgespielt. Wer ins Halbfinale einzieht, hat somit noch keine Medaille sicher. Dies war lediglich bei den ersten Olympischen Spielen, bei denen Badminton zum offiziellen Programm zählte, 1992 in Barcelona/Spanien, der Fall. Um Edelmetall zu gewinnen, ist seit Atlanta/USA vor 16 Jahren ein weiterer Sieg erforderlich.

 

Der Weg von der Vorrunde bis hin zum Finale gestaltet sich folgendermaßen: Sowohl in den Einzeldisziplinen als auch in den Doppeldisziplinen wird zunächst eine Gruppenphase ausgetragen, bevor es im K.o.-System weitergeht.

 

Dabei müssen die Spieler im Herren- und im Dameneinzel eine Vorrundenpartie (Angehörige einer Zweier-Gruppe, z.B. der Olympiasieger von 2008, Lin Dan aus China) oder zwei Vorrundenpartien (Angehörige einer Dreier-Gruppe, z.B. Marc Zwiebler und Juliane Schenk) absolvieren. Die jeweiligen Gruppensieger (16 Personen, da 16 Gruppen) qualifizieren sich für das Achtelfinale, das zugleich den Auftakt der K.o.-Runde bedeutet. Die Athleten, die im Halbfinale eine Niederlage erleiden, bestreiten das „kleine Finale“, d.h. sie spielen um Bronze.

 

In den Doppeldisziplinen existieren im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed vier Gruppen à jeweils vier Duos, so dass alle Paarungen drei Vorrundenpartien austragen. Die jeweils zwei besten Doppel nach Abschluss der Gruppenphase (= 8 Paarungen) ziehen in die K.o.-Runde ein. Diese beginnt in den Doppeldisziplinen entsprechend mit dem Viertelfinale. Auch im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed treten die unterlegenen Halbfinalisten gegeneinander an und ermitteln in diesem Match den Bronzemedaillengewinner.

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Dreier-Gruppe befindet, bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Achtelfinalspiel
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Finalspiel

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Zweier-Gruppe befindet, bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Achtelfinalspiel
  3. Viertelfinalspiel
  4. Halbfinalspiel
  5. Finalspiel

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Dreier-Gruppe befindet, bis zum Spiel um Platz drei sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Achtelfinalspiel
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Spiel um Bronze

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Zweier-Gruppe befindet, bis zum Spiel um Bronze sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Achtelfinalspiel
  3. Viertelfinalspiel
  4. Halbfinalspiel
  5. Spiel um Bronze 

 

Der Weg eines Doppels bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Vorrundenpartie 3
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Finalspiel

 

Der Weg eines Doppels bis zum Spiel um Platz drei sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Vorrundenpartie 3
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Spiel um Bronze

 


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