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Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro
 
Vom 5. bis 21. August 2016

    


Badmintonwettbewerbe: von Do den 11. August bis Sa den 20. August 2016. 
Austragungsstätte: Riocentro Pavilion 4. Referee: Mojmir Hnilica (CZE). 

Zeitdifferenz: Rio ist im August fünf Stunden zurück. 9 Uhr dort sind 14 Uhr MESZ.
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Die Spiele der deutschen Olympiateilnehmer

   
Aus Rio de Janeiro berichtet Claudia Pauli

Zeitplan: Hier geht's zur Übersicht, Öffnet externen Link in neuem Fensteran welchem Tag und zu welchen Uhrzeiten welche Spiele im Rahmen des olympischen Badmintonturniers 2016 ausgetragen werden (= Übersicht über die verschiedenen Sessions).

Ergebnisse: Hier geht's Öffnet externen Link in neuem Fensterzu den Ergebnissen aus Rio bei tournamentsoftware.com.

Die einzelnen Matches:

Zu den Öffnet externen Link in neuem FensterSpielansetzungen am 1. Veranstaltungstag (Donnerstag, 11. August 2016) …
Zu den Öffnet externen Link in neuem FensterSpielansetzungen am 2. Veranstaltungstag (Freitag, 12. August 2016) …
Zu den Öffnet externen Link in neuem FensterSpielansetzungen am 3. Veranstaltungstag (Samstag, 13. August 2016) …
Zu den Öffnet externen Link in neuem FensterSpielansetzungen am 4. Veranstaltungstag (Sonntag, 14. August 2016) …
 

Nachbetrachtung und Ausblick

 

 

 

Am Finaltag der Badmintonwettbewerbe war der Pavilion 4 von Riocentro fest in chinesischer Hand. Foto: Claudia Pauli.

Individuelles Programm

 

Die Tage, nachdem das olympische Badmintonturnier für die deutschen Spieler beendet war, verbrachten die Mitglieder der Delegation des DBV auf ganz individuelle Weise: Manche schauten sich z. B. die Finalbegegnungen in der Halle an, andere verfolgten sie in ihrem Apartment im Olympischen Dorf im Fernsehen, man traf sich mit anderen deutschen Sportlern im „Deutschen Haus“, feuerte u. a. die deutsche Handball-Nationalmannschaft in der „Future Arena“ an, nahm an einem Empfang seitens der Deutschen Botschaft teil und genoss die Zeit in Rio mit Familienangehörigen und/oder Partnern. Den „krönenden Abschluss" bildete die Teilnahme an der Schlussfeier, bei der die Olympiastarter erneut ins Stadion einlaufen durften.

 

 

Interview mit Chef-Bundestrainer Holger Hasse: „Wir haben nun einen Generationenwechsel“

Claudia Pauli: „Herr Hasse, zwischen dem Ende der Qualifikationsphase und dem olympischen Badmintonturnier lagen mehr als drei Monate. Wie ist diese lange ‚Pause‘ aus Ihrer Sicht zu beurteilen?“
Holger Hasse: „Wir konnten die drei Monate gebrauchen – zum einen zum Regenerieren, denn die Quali war sehr hart. Die Spieler durften sich nach Abschluss der Qualifikationsphase erst einmal zwei bis drei Wochen erholen. Danach erfolgte ein gezielter Wiederaufbau. Schließlich war das die einzige Phase in den vergangenen 18 Monaten, in denen ein gezielter Aufbau – wie er in der Theorie empfohlen wird – stattfinden konnte. Und das hat auch gut geklappt. Außerdem haben wir Maßnahmen durchgeführt. Einige Spieler haben an den White Nights in Russland teilgenommen, außerdem haben wir ein internationales Trainingscamp in England absolviert – in einer Riesen-Halle, mit Schiedsrichtern etc.“
 
Claudia Pauli: „Die deutschen Teilnehmer am Badmintonturnier in Rio waren vergleichsweise alt. Im Hinblick auf Tokio 2020 werden vermutlich andere Spieler des DBV im Fokus stehen …“
Holger Hasse: „Ja, wir haben nun einen Generationenwechsel. Man muss den Hut vor den aktuellen Olympiateilnehmern ziehen, dass sie so lange durchgehalten haben. Z. B. hat sich Birgit fantastisch zurückgekämpft, nachdem sie eigentlich schon mit dem Leistungssport aufgehört hatte. Sie war hier auch richtig gut drauf. Die Jüngeren haben zuletzt schon stark von den Älteren profitiert. Fabian Roth etwa hat schon Trainingsmatches gegen Marc gewonnen. Und als Sparringspartner hier in Rio konnten er und Mark Lamsfuß schon einen Teil der Erlebnisse mitnehmen.“

Claudia Pauli: „Wie sehen die Planungen für die Zukunft ganz allgemein aus?“
Holger Hasse: „Wir müssen sehen, dass wir mit den ganz jungen Leuten jetzt einen Acht-Jahres-Plan fahren: In vier Jahren soll ihnen die Qualifikation für die Olympischen Spiele gelingen, in acht Jahren sollen sie dabei erfolgreich sein. Da einige von ihnen jetzt schon z. T. fast das Niveau der Arrivierten haben, bin ich optimistisch für die Zukunft. Unsere jungen Leute sind 2024 im Höchstleistungsalter. Außerdem werden einige der bisherigen Top-Leute ihre Erfahrungen als Trainer weitergeben. Auch das ist sehr gut. Dies alles liegt zwar nicht mehr primär in meiner Verantwortung, sondern in der des neuen Trainerteams, das Anfang 2017 kommt, aber das ist beabsichtigt.“
  

Dietrich Heppner beim olympischen Badmintonturnier. Foto: Claudia Pauli.

Interview mit Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV: „Hier ist alles anders!“

Claudia Pauli: „Herr Heppner, zum wievielten Mal sind Sie in diesem Jahr für den DBV bei Olympischen Spielen dabei?“
Dietrich Heppner: „Ich war bereits 2004 in Athen und 2012 in London dabei – 2004 sogar als Teilmannschaftsleiter Badminton. Diese Aufgabe übernimmt jetzt DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.“

Claudia Pauli: „Wenn Sie Rio 2016 mit Athen und London vergleichen – Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede erkennen Sie?“
Dietrich Heppner: „Hier ist alles ganz anders! Die Leichtigkeit der Brasilianer ist manchmal charmant, manchmal aber auch fast unprofessionell. Wenn man Leistungen auf einem hohen Niveau bringen muss, wie es bei den Sportlern der Fall ist, muss das Niveau drum herum auch so sein. Ich denke z. B. an die Unterkunft und an den Transport. Das war in Athen und in London besser.“

Claudia Pauli: „Gilt dies auch in Bezug auf die Volunteers?“
Dietrich Heppner: „Es gibt hier sehr viele Helfer und diese sind auch super-freundlich. Aber viele können einem fast nicht weiterhelfen – auch, weil sie oftmals nur bruchstückhaft Englisch sprechen.“

Claudia Pauli: „Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Deutschen Haus in Rio gemacht?“
Dietrich Heppner: „Das Deutsche Haus ist sehr schön als Treffpunkt u. a. für die Sportler. Ich war schon mehrmals dort, denn dort Gespräche zu führen, z. B. mit Vertretern des DOSB und Vertretern anderer Sportverbände, ist ja mein wesentlicher Part hier. Das Deutsche Haus ist allerdings von z. B. meiner Unterkunft sehr weit weg. Grundsätzlich muss man hier deutlich weiter fahren als in Athen und in London. Vieles dauert lang – auch, weil die Straßen sehr voll sind. Aber wir dürfen uns nicht darüber aufregen, denn in Deutschland bekommen wir die Ausrichtung Olympischer Spiele ja nicht durch. Hamburg hätte die Organisation sicherlich besser gemacht.“

Claudia Pauli: „Welchen Eindruck haben Sie von den Badmintonwettbewerben in Rio gewonnen?“
Dietrich Heppner: „Hinsichtlich der Zuschauerzahlen und der Stimmung muss sich Badminton hinter keiner Sportart verstecken. Die Spiele sind sehr gut besucht und es herrscht immer eine gute Stimmung. Die Sportart Badminton kann aus meiner Sicht sehr zufrieden sein, sie hat sich hier sehr gut verkauft.“   
 

Marc Zwiebler hätte gerne etwas „zurück gegeben"

 
Marc Zwiebler zeigte sich nach seinem Ausscheiden nach der Gruppenphase selbstkritisch: „Ich bin leider oft zu unkonstant in meinen Leistungen“, meinte der 32-Jährige. Er hätte gerne den Jüngeren, die ihn (auch vor Ort) beim Training unterstützen, sowie den Trainern und „dem gesamten DBV etwas zurückgegeben“, indem er in Rio lange im Turnier geblieben wäre.
Olympische Spiele seien immer „groß, schön und aufregend“, so der Europameister von 2012 im Herreneinzel. „Aber das hier sind meine dritten Olympischen Spiele. Und ich bin von vornherein nicht hier her gekommen, um groß etwas anzusehen. Für mich stand ganz klar das Turnier im Fokus.“
Der gebürtige Bonner blickte nach seinem letzten Gruppenspiel auch schon nach vorn: „In wenigen Wochen stehen schon die nächsten Turniere in Asien an, darauf liegt nun mein Augenmerk. Nach so einer enttäuschenden Leistung will ich am liebsten direkt weitermachen. Ich werde aus den Erfahrungen, die ich hier gemacht habe, das Beste machen. Aber Olympische Spiele sind eben nur alle vier Jahre.“
 

Das Dabeisein genießen

 
Karin Schnaase hatte für die Tage, an denen kein deutscher Spieler mehr im olympischen Turnier vertreten war, bereits nach ihrem letzten Gruppenspiel einige konkrete Pläne: „Ich werde die Schlägertasche erst einmal wegstellen und dann genießen, dass ich bei Olympia dabei bin und die Atmosphäre mitnehmen.“ Außerdem möchte sie „andere deutsche Sportler in ihrem Wettkampf unterstützen“. Am 22. August, einen Tag nach der Schlussfeier, fliegt die 31-Jährige zurück nach Deutschland.   
 

 

 

4. Wettkampftag – Sonntag, 14. August 2016

 

 

 

Holger Hasse (r.) - hier am Spielfeldrand mit Co-Trainer Ingo Kindervater. Foto: Claudia Pauli.

Interview mit Chef-Bundestrainer Holger Hasse: „Wir haben gute Leistungen gesehen!"

Claudia Pauli: „Herr Hasse, wie fällt in Bezug auf das Abschneiden der deutschen Teilnehmer am olympischen Badmintonturnier Ihr Fazit aus?“
Holger Hasse: „Wir sind mit dem Gesamtergebnis nicht zufrieden, weil wir unser Ziel, in Richtung einer Medaille zu kämpfen, nicht erreicht haben Dafür wäre es wichtig gewesen, aus der Gruppenphase rauszukommen. Das haben wir in keiner Disziplin geschafft und sind entsprechend enttäuscht.“

Claudia Pauli: „Die Leistungen der Athleten des DBV waren aber mitunter sehr gut …“
Holger Hasse: „Ja, wir haben gute Leistungen gesehen – und viele Spiele, in denen unsere Spieler die Zuschauer begeistert haben. Ich denke z. B. an das Mixed, das Damendoppel und an Karin Schnaase. Leider sind wir dennoch meistens als Verlierer vom Feld gegangen. Das ist enttäuschend, wenn man hohe Ziele hat.“

Claudia Pauli: „Der DBV ist in diesem Jahr erstmals in allen Disziplinen bei Olympia vertreten gewesen. Wenn man bedenkt, dass in den Doppeldisziplinen nur jeweils 16 Paarungen zugelassen waren, ist dies erst recht ein herausragender Erfolg, oder?“
Holger Hasse: „Die Quali war ultra-hart und es ist ein Riesen-Erfolg, dass wir in fünf Disziplinen dabei waren! Wir haben hier an unsere Ziele geglaubt und werden uns auch weiterhin diese hohen Ziele setzen und weiter diesen Zielen nacheifern. Zwar haben die gezeigten Leistungen vielfach nicht zu einem Sieg geführt, aber wir waren häufig an der Bestleistung dran – gerade, was die Doppel anbelangt.“

Claudia Pauli: „Wie ist die Vorbereitung verlaufen?“

Holger Hasse: „Die Vorbereitung war gut. Wir dürfen nicht vergessen: Die Gegner spielen auch eine Rolle … Diese haben super-starke Leistungen und keine Schwäche gezeigt. Wir waren bereit, Chancen zu nutzen, die Gegner haben aber kaum Chancen gelassen.“
  

Karin Schnaase. Foto: Claudia Pauli.

Karin Schnaase unterliegt der Silbermedaillengewinnerin von London

Olympia-Debütantin Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) hat in Rio den Einzug ins Viertelfinale des Dameneinzelwettbewerbs verpasst. Zwei Tage nach ihrem 21:14, 21:19-Auftakterfolg über die Irin Chloe Magee (Weltranglistenplatz 58) unterlag die 31 Jahre alte Weltranglisten-28. aus Deutschland am Sonntag (14. August) in ihrem zweiten und damit letzten Vorrundenspiel in der Gruppe P der an Nummer zwei gesetzten Weltranglistenzweiten Wang Yihan aus China mit 11:21, 16:21 und beendete die Gruppenphase entsprechend auf Tabellenrang zwei.

In die K.-o.-Runde ziehen in den Einzeldisziplinen ausschließlich die jeweiligen Gruppensieger ein. Grundsätzlich beginnt diese Runde im Dameneinzel und im Herreneinzel mit dem Achtelfinale. In beiden Disziplinen wird allerdings der Tabellenerste der Vorrundengruppe P – wie die Spitzenreiter der Gruppen A und E – im Achtelfinale mit einem Freilos bedacht. Daher hätte Karin Schnaase im Falle eines Sieges über Wang Yihan, die Olympiazweite von 2012, bereits im Viertelfinale gestanden.
 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Karin Schnaase:

Satz 1: 3:4 / 3:6 / 3:8 / 4:9 / 4:11 / 6:11 / 6:13 / 7:15 / 8:17 / 9:18 / 9:919 / 10:18 / 11:19 / 11:20 / 11:21
Satz 2: 1:1 / 1:5 / 2:5 / 4:6 / 5:7 / 5:9 / 6:10 / 7:11 / 9:12 / 10:12 / 10:14 / 13:14 / 13:16 / 13:18 / 14:18 / 14:19 / 15:19 / 16:19 / 16:20 / 16:21
 

Statements von Karin Schnaase zu ihrem 2. und damit letzten Vorrundenspiel und zur Gruppenphase insgesamt:

„Im ersten Satz hatte ich tierische Probleme. Ich habe mich nicht wohl gefühlt auf dem Feld und bin nicht ins Spiel gekommen.“

„Unsere Strategie war, über lange Ballwechsel zu gehen, viel mit Druck ins Hinterfeld zu arbeiten. Sie hat diese Taktik gelesen, sodass wir etwas ändern mussten. Je länger die Ballwechsel dauerten, umso besser war es für mich.“

„Ich hatte aufgrund des Windes in der Halle mit der Länge der Bälle Probleme – sie waren oftmals entweder zu kurz oder zu lang. Ihr ging es aber genauso.“

 „Es ist nicht so, dass ich vom Feld gehe und sage: Das war ein gutes Spiel von mir.“

„Sie ist einfach eine gute Spielerin. Ich hatte mir viel vorgenommen, aber meine Fehlerquote war zu hoch. Ich habe ihr vieles auch geschenkt. Sie konnte sich – bei dem Abstand, den sie hatte – sicher fühlen.“

„Wenn man aber an ihr dran bleibt, wird sie kribbelig. Dann macht sie eher Fehler.“

„Immer, wenn ich einen Punkt gemacht habe wollte sie den Ball wechseln Sie ist sehr abergläubisch. Dabei war der Ball meistens noch gut. Ich wusste es vorher, daher hat es mich nicht zu sehr genervt. Aber ich wollte nicht in ihrem Rhythmus kommen, daher war ich nicht immer damit einverstanden.“

„Es ist ganz schön, so einen Abschluss zu haben. Bei Olympia gegen solch eine Top-Spielerin zu spielen, werde ich nicht noch einmal erleben. Insofern bin ich froh, dass in den zweiten Satz reingekommen bin. Mit dem zweiten Satz bin ich zufrieden, mit dem ersten nicht.“

„Nach dem Spiel gegen Chloe ist es mir schwer gefallen, einzuschlafen – einfach, weil es so spät war und ich so aufgedreht war. Ich habe am nächsten Tag ein bisschen trainiert, andere deutsche Sportler unterstützt, etwas entspannt und gut gegessen.“
  

Marc Zwiebler. Foto: Claudia Pauli.

Souveräner Sieg von Marc Zwiebler

 

Auch Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) schloss die Vorrunde in seiner Gruppe auf Tabellenrang zwei ab. Zwei Tage nach seiner 21:9, 17:21, 7:21-Niederlage gegen den Iren Scott Evans (Weltranglistenplatz 72) bezwang der 32 Jahre alte Weltranglisten-14. aus Deutschland als Nummer zwölf der Setzliste im Herreneinzel am Sonntag den Brasilianer Ygor Coelho de Oliveira (Weltranglistenplatz 64) souverän mit 21:12, 21:12. Da Scott Evans den Lokalmatador zuvor ebenfalls besiegt hatte, sicherte sich der Ire die Spitzenposition in der Gruppe K und damit die Qualifikation für das Achtelfinale.  

 

 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Marc Zwiebler:

Satz 1: 20:9 / 21:12
Satz 2: 4:0 / 6:3 / 8:4 / 9:4 / 10:5 / 11:5 / 12:6 / 15:6 / 15:8 / 16:9 / 18:9 / 20:10 / 20:11 (= 1. Matchball abgewehrt vom Gegner) / 20:12 (= 2. Matchball abgewehrt vom Gegner) / 21:12
 

Statements von Marc Zwiebler zu seinem 2. und damit letzten Vorrundenspiel und zur Gruppenphase insgesamt:

„Es ist natürlich schwer, sich nach so einer Niederlage im ersten Spiel noch zu konzentrieren. Am Samstag habe ich auch eine Trainingspause eingelegt, weil ich sehr frustriert war. Aber es gebietet der Anstand, das Turnier mit dem nötigen Respekt zu Ende zu spielen.“

„Das war eine super Stimmung für Ygor, auch ich habe sie genossen. Es ist schön zu sehen, dass die Brasilianer auch Badminton unterstützen. Ich denke, so haben heute alle ein bisschen gewonnen.“

„Ich bin einfach nur enttäuscht von dem Spiel vorgestern und wollte heute zu einem bestmöglichen Abschluss kommen.“

„Ygor ist erst 19 Jahre alt, er hat gut gefightet. Er hat viel Potenzial.“

„Ich habe mir das gestrige Spiel von Scott Evans nicht angeschaut. Für mich war klar, dass er gewinnt.“

„Wir werden das Spiel gegen Scott natürlich noch nachbesprechen. Ich weiß derzeit auch nicht so genau, woran es gelegen hat. Ich bin fit, die Vorbereitung war gut und ich habe eigentlich auch keinen zu großen Druck verspürt.“

„Scott Evans hat in den vergangenen drei bis vier Monaten in Dänemark mit Jan, Viktor und Hans-Kristian – allesamt Top 10-Spieler – trainiert. Das zieht das Niveau natürlich nach oben.“
 

Lokalmatador gefeiert

 

Die brasilianischen Fans initiierten mehrmals eine „La Ola-Welle“, als Marc Zwiebler gegen Ygor Coelho de Oliveira spielte, und stimmten regelmäßig „Ygor, Ygor“-Sprechchöre an. Nachdem Marc Zwiebler seinen dritten Matchball verwandelt hatte, kam der Lokalmatador auf Marc Zwieblers Spielfeldhälfte, umarmte den Deutschen und tauschte mit dem 32-Jährigen sein Trikot. Immer, wenn „Ihr Ygor“ einen Punkt machte, brachen die Zuschauer in lautstarken Jubel aus, trommelten mit den Füßen und freuten sich mit dem Brasilianer über dessen Leistung. Dieser kämpfte nach Leibeskräften um jeden Ball.

 

 

Zweigeteiltes Fazit

 

Da auch die Doppel des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) den Einzug in die K-o.-Runde verpassten, wird das olympische Badmintonturnier am Montag (15. August) ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt.

„Unser Fazit fällt zweigeteilt aus: Zum einen ist da natürlich die Enttäuschung, weil wir die von uns gesteckten, hohen Ziele – nämlich in Richtung einer Medaille zu kämpfen – nicht erreicht haben. Andererseits haben wir viele gute Leistungen gebracht. Diese haben zwar nicht unbedingt zu einem Sieg geführt, aber wir waren häufig an unserer Bestleistung dran“, meinte Chef-Bundestrainer Holger Hasse nach dem letzten Spiel in Rio unter Beteiligung von Athleten des DBV.
 

Die Vorrundenspiele der deutschen Olympiateilnehmer und deren Gruppengegner:

Herreneinzel
(41 Spieler insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis P; dabei Gruppen B, F und O ohne Spieler; ins Achtelfinale ziehen die Gruppensieger ein)

Gruppe K:
•    Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 12) – Scott Evans (Irland) 21:9, 17:21, 7:21
•    Ygor Coelho de Oliveira (Brasilien) – Scott Evans (Irland) 8:21, 21:19, 8:21
•    Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 12) – Ygor Coelho de Oliveira (Brasilien) 21:12, 21:12

Damit Marc Zwiebler auf Tabellenrang zwei.

Dameneinzel
(40 Starterinnen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis P; dabei Gruppen B, F und O ohne Spielerinnen; ins Achtelfinale ziehen die Gruppensiegerinnen ein)

Gruppe P:
•    Wang Yihan (China; Setzplatz 2) – Chloe Magee (Irland) 21:7, 21:12
•    Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) – Chloe Magee (Irland) 21:14, 21:19
•    Wang Yihan (China; Setzplatz 2) – Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) 21:11, 21:16

Damit Karin Schnaase auf Tabellenrang zwei.

Herrendoppel
(16 Paarungen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis D; ins Viertelfinale ziehen die Gruppensieger und die Gruppenzweiten ein)

Gruppe B:
•    V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia) – Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) 21:14, 21:17
•    Fu Haifeng/Zhang Nan (China; Setzplatz 4) – Philip Chew/Sattawat Pongnairat (USA) 21:6, 21:7

•    V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia) – Philip Chew/Sattawat Pongnairat (USA) 21:12, 21:10
•    Fu Haifeng/Zhang Nan (China; Setzplatz 4) – Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) 21:11, 21:16

•    Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) – Philip Chew/Sattawat Pongnairat (USA) 21:14, 21:14
•    Fu Haifeng/Zhang Nan (China; Setzplatz 4) – V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia) 21:16, 15:21, 18:21

Damit Michael Fuchs/Johannes Schöttler auf Tabellenrang drei.

Damendoppel
(16 Paarungen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis D; ins Viertelfinale ziehen die Gruppensieger und die Gruppenzweiten ein)

Gruppe D:
•    Chang Ye Na/Lee So Hee (Korea) – Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Bulgarien) 24:22, 21:15
•    Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2) – Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) 21:10, 21:11

•    Chang Ye Na/Lee So Hee (Korea) – Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) 21:18, 18:21, 21:17
•    Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2) – Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Bulgarien) 21:14, 21:11

•    Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2) – Chang Ye Na/Lee So Hee (Korea) 18:21, 21:14, 11:21
•    Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Bulgarien) – Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) 21:14, 21:19

Damit Johanna Goliszewski/Carla Nelte auf Tabellenrang vier.

Mixed
(16 Paarungen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis D; ins Viertelfinale ziehen die Gruppensieger und die Gruppenzweiten ein)

Gruppe A:
•    Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1) – Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) 21:19, 21:16
•    Praveen Jordan/Debby Susanto (Indonesien) – Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah (Hongkong) 21:12, 19:21, 21:15

•    Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1) – Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah (Hongkong) 21:16, 21:15
•    Praveen Jordan/Debby Susanto (Indonesien) – Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) 21:16, 21:15

•    Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1) – Praveen Jordan/Debby Susanto (Indonesien) 21:11, 21:18
•    Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah (Hongkong) – Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) 21:17, 21:14.

Damit Michael Fuchs/Birgit Michels auf Tabellenrang vier.
 

 

 

3. Wettkampftag – Samstag, 13. August 2016

 

 

 

Michael Fuchs und Birgit Michels in ihrem letzten Vorrundenspiel. Fotos: Claudia Pauli.

Johanna Goliszewski/Carla Nelte und Michael Fuchs/Birgit Michels beenden die Gruppenphase auf Tabellenrang vier

 

Nachdem sich das Herrendoppel Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bei den olympischen Badmintonwettbewerben in Rio de Janeiro am Samstagvormittag (13. August, Ortszeit) durch einen Sieg im abschließenden Gruppenspiel Tabellenplatz drei in seiner Gruppe und damit den geteilten neunten Rang im Gesamtklassement gesichert hatte, war dem Mixed Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) und dem Damendoppel Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) dies nicht vergönnt: Beide Paarungen verloren auch ihr drittes und damit letztes Gruppenspiel und beendeten folglich die Vorrunde auf Tabellenrang vier in ihrer jeweiligen Gruppe.

Michael Fuchs und Birgit Michels, die Fünftplatzierten von London 2012, unterlagen am Samstagnachmittag (Ortszeit) Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah aus Hongkong mit 17:21, 14:21. Johanna Goliszewski und Carla Nelte mussten sich einige Stunden später den bulgarischen Schwestern Gabriela und Stefani Stoeva mit 14:21, 19:21 geschlagen geben.

„Das war nicht unser bestes Spiel. Irgendwie sind wir nicht richtig reingekommen, irgendwie war es schwierig heute. Bei beiden hat heute das Tempo ein wenig gefehlt“, analysierte Birgit Michels. Die 31-Jährige fügte hinzu: „Wir hätten das Turnier gerne mit einem Sieg abgeschlossen. Ausgeschieden zu sein und kein Spiel gewonnen zu haben, ist schon enttäuschend.“ Die zuvor in Rio ebenfalls sieglosen Weltranglisten-16. aus Asien verzeichneten mit dem Zwei-Satz-Erfolg den zweiten Sieg im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit den Weltranglisten-18. des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV).

Johanna Goliszewski und Carla Nelte, die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF aktuell auf Platz 25 geführt werden, standen zum insgesamt sechsten Mal Gabriela und Stefani Stoeva gegenüber. Die derzeitigen Weltranglisten-18. kamen in Rio zu ihrem vierten Sieg, wobei sie zuletzt dreimal in Folge gegenüber den DBV-Assen die Oberhand behielten.
 
 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Michael Fuchs/Birgit Michels:

Satz 1: 77:9 / 9:11 / 10:13 / 11:13 / 12:16 / 12:17 / 13:18 / 14:18 / 17:18 / 17:19 / 17:20 / 17:21
Satz 2: 1:2 / 3:3 / 5:5 / 6:8 / 7:10 / 7:11 / 7:13 / 7:15 / 8:17 / 9:19 / 11:19 / 13:19 / 14:19 / 14:20 / 14:21
 

Statement von Michael Fuchs zum 3. und damit letzten Vorrundenspiel von ihm und Birgit Michels:

„Das war, glaube ich, auch kein schönes Spiel zum Zuschauen. Es gab nur ganz wenige Ballwechsel. Wir sind nicht in unseren Rhythmus gekommen. Das war unsere schlechteste Turnierleistung. Wir hatten heute auch große Probleme mit dem Wind.“
 

Michael Fuchs (l.) und Johannes Schöttler. Foto: Claudia Pauli.

Geteilter neunter Platz für Michael Fuchs/Johannes Schöttler

 

Am Samstag (13. August) kam das Herrendoppel Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) zu seinem ersten Matchgewinn. Die Weltranglisten-26. des DBV besiegten in ihrem abschließenden Vorrundenspiel in der Gruppe B die Weltranglisten-42. Philip Chew/Sattawat Pongnairat aus den USA mit 21:14, 21:14 und beenden die Gruppenphase damit auf Tabellenrang drei. Dieser bedeutet im Gesamtklassement des olympischen Herrendoppelwettbewerbs den geteilten neunten Platz. In die K.-o.-Runde, die in den Doppeldisziplinen mit dem Viertelfinale beginnt, ziehen im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed die jeweiligen Tabellenersten und -zweiten ein.  

Am Samstagnachmittag bzw. -abend (Ortszeit) haben noch das Mixed Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) und das Damendoppel Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) die Möglichkeit, durch einen Sieg im letzten Gruppenspiel das olympische Badmintonturnier ebenfalls auf Tabellenrang drei abzuschließen. Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) ist – wie Karin Schnaase – erst am Sonntag wieder im Einsatz.
 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Michael Fuchs/Johannes Schöttler:

Satz 1: 7:2 / 9:4 / 10:6 / 10:8 / 11:8 / 13:9 / 15:10 / 17:12 / 20:13 / 20:14 / 21:14
Satz 2: 3:1 / 6:2 / 7:2 / 9:4 / 10:7 / 10:9 / 11:9 / 14:11 / 16:11 / 18:11 / 18:12 / 19:12 / 20:12 / 20:13 (= 1. Matchball abgewehrt von den Gegnern) / 20:14 (=1. Matchball abgewehrt von den Gegnern) / 21:14
  

Johannes Schöttler (vorne) und Michael Fuchs. Foto: Claudia Pauli.

Interview mit Michael Fuchs und Johannes Schöttler: „Dass der Spielplan nicht eingehalten werden kann, war uns von vorneherein klar!“

Claudia Pauli: „Euer Spiel war für 9.00 Uhr Ortszeit angesetzt. Letztlich wurde es aber erst nach 11.00 Uhr aufgerufen, weil vorher ein Damendoppel und ein Mixed auf ‚Eurem‘ Court über jeweils drei Sätze gingen. Wie schwierig ist es, mit dieser Verzögerung umzugehen?“
Johannes Schöttler: „Die Organisatoren haben nur 25 Minuten pro Spiel eingeplant. Wir haben schon damit gerechnet, dass das nicht klappt. Wir wussten, dass zwei lange Spiele vor uns waren, und haben uns zeitlich entsprechend vorbereitet.“
Michael Fuchs: „Der Spielplan ist ja ohnehin nur so eng gestaltet, damit es keinen Leerlauf gibt. Dass er nicht eingehalten werden kann, war uns von vorneherein klar.“

Claudia Pauli: „Für Dich, Johannes, ist das olympische Badmintonturnier ja nun beendet. Michael, Du spielst nachher noch einmal im Mixed. Wisst Ihr schon, was Ihr danach noch in Rio machen wollt?“
Johannes Schöttler: „Ich würde mir gerne andere Sportarten angucken. Wir bleiben, denke ich, in jedem Fall bis zur Schlussfeier. Michaels und meine Familie  sind auch da, da können wir vielleicht mal etwas gemeinsam unternehmen. Wir werden in jedem Fall die Zeit hier genießen.“
Michael Fuchs: „Vielleicht können wir uns auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit von Rio angucken. Das haben wir beim letzten Mal, als wir hier waren, nicht geschafft.“
 

2. Wettkampftag – Freitag, 12. August 2016

 

 

 

Karin Schnaase spielt um den Einzug ins Viertelfinale

Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) hat der Delegation des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) in Rio den ersten Sieg beschert und darf damit beim olympischen Badmintonturnier 2016 vom Einzug ins Viertelfinale träumen: Die 31 Jahre alte EM-Dritte von 2014 im Dameneinzel gewann am späten Freitagabend (Ortszeit) ihr erstes Vorrundenspiel in der Gruppe P gegen Chloe Magee mit 21:14, 21:19. Damit verbuchte die Weltranglisten-28. aus Deutschland im insgesamt dritten Vergleich mit der im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF derzeit an Position 58 geführten Irin den zweiten Erfolg.

In ihrem zweiten und zugleich letzten Vorrundenspiel (Sonntag, 14. August, 15.30 Uhr Ortszeit) trifft Olympia-Debütantin Karin Schnaase auf die an Nummer zwei gesetzte Weltranglistenzweite Wang Yihan aus China, die ebenfalls gegenüber Chloe Magee in zwei Sätzen die Oberhand behalten hatte. Wer diese Begegnung für sich entscheidet, steht direkt im Viertelfinale, da der Tabellenerste der Gruppe P im Achtelfinale ein Freilos hat. In den Einzeldisziplinen erreicht grundsätzlich lediglich der Gruppensieger die K.-o.-Runde.  
 

Statement von Chef-Bundestrainer Holger Hasse zum 1. Vorrundenspiel von Karin Schnaase:

 
„Karin hat eine super Leistung hingelegt. Sie hat sehr konzentriert und sehr konstant gegen eine ebenbürtige Chloe Magee gespielt, die sie ja auch schon sehr gut kennt und die ein ähnliches Level hat wie Karin. Karin ist taktisch sehr diszipliniert vorgegangen, hat wenige Fehler gemacht und ist in den engen Situationen cool geblieben. Wir freuen uns über diese super Leistung.“

„Am Sonntag wird sie alles reinlegen in das Spiel gegen Wang Yihan. Karin wird mit vollem Willen, das Spiel zu gewinnen, in die Partie reingehen. Wir hoffen, dass das auch wieder gut unterstützt wird von den Fans, die eine tolle Atmosphäre bieten und die Karin in ihrem ersten Spiel auch super gepusht haben.“
 

Marc Zwiebler. Foto: Claudia Pauli.

Unerwünschter Auftakt für Marc Zwiebler
 
Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) hat sein von ihm selbst als „Gruppenfinale“ bezeichnetes Auftaktmatch verloren und damit nur noch geringe Chancen, beim olympischen Badmintonturnier in Rio de Janeiro die mit dem Achtelfinale beginnende K.-o.-Runde zu erreichen: Der 32 Jahre alte Europameister von 2012 im Herreneinzel verlor am Freitag (12. August) sein erstes Vorrundenspiel in der Gruppe K gegen den Iren Scott Evans in drei Sätzen. Trotz eines souverän gewonnenen ersten Durchganges musste sich der dreimalige Olympiateilnehmer als Nummer zwölf der Setzliste letztlich mit 21:9, 17:21, 7:21 geschlagen geben. Für den Weltranglisten-72. Scott Evans war dies der erste Triumph im insgesamt neunten Aufeinandertreffen mit dem aktuellen Weltranglisten-14. aus Deutschland.

„Im ersten Satz hat Marc optimal gespielt und u. a. sehr viel Tempo gemacht. Scott Evans war da noch nicht präsent, aber er ist sehr erfahren und uns war daher klar, dass es im zweiten Satz nicht so weiter gehen würde. Scott Evans kam immer besser ins Spiel, hat seine Taktik umgestellt und Marc hat umgekehrt nicht die richtigen Mittel gefunden“, zog Holger Hasse, Chef-Bundestrainer im Deutschen Badminton-Verband (DBV), ein Fazit.

Sowohl Marc Zwiebler (Sonntag, 14. August 2016, 15.55 Uhr Ortszeit) als auch Scott Evans Samstag, 13. August 2016, 19.55 Uhr Ortszeit) müssen in der Vorrunde nun noch gegen den Brasilianer Ygor Coelho de Oliveira antreten. Beide sind gegenüber dem Publikumsliebling favorisiert. Zwar ist der Lokalmatador als derzeitige Nummer 64 der Weltrangliste im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF besser platziert als Scott Evans, der Ire gilt aber aktuell als der leistungsstärkere Spieler.

 

 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Marc Zwiebler:

Satz 1: 9:2 / 11:2 / 13:2 / 14:3 / 19:6 / 19:9 / 21:9
Satz 2: 0:2 / 3:2 / 6:5 / 9:6 / 10:6 / 10:7 / 11:7 / 12:9 / 12:11 / 12:13 / 13:14 / 14:15 / 14:16 / 14:17 / 14:18 / 16:18 / 16:19 / 16:20 / 17:20 (1. Satzball abgewehrt) / 17:21
Satz 3: 3:1 / 4:1 / 5:2 / 6:3 / 6:4 / 6:6 / 6:7 / 6:8 / 6:9 / 6:11 / 6:16 / 7:16 / 7:19 / 7:20 / 7:21
 

Marc Zwiebler. Foto: Claudia Pauli.

Statements von Marc Zwiebler nach seinem 1. Vorrundenspiel:

„Der erste Satz war zu einfach. Da hatte Scott Evans große Probleme und er hat den Satz dann recht schnell weggegeben. Im zweiten Satz hat er sein Spiel umgestellt und das Netz gewonnen. Im dritten Satz lief irgendwie alles zu seinen Gunsten. Ich war unsicher, er hat perfekt gespielt. Es war sozusagen für mich eine Verkettung von allem Schlechten, was passieren konnte.“

„Bei 7:18 denkt man, man ist im falschen Film.“

„Die Halle ist so langsam, dass ich plötzlich zwei, drei Bälle hintereinander hinten ins Aus gespielt habe. Und es ist sehr windig.“

„Dass ich mir den Bart habe wachsen lassen, hat keine besondere Bedeutung. Er hat mir diesmal wohl Pech gebracht.“

 

 

Statements von Chef-Bundestrainer Holger Hasse zum 1. Vorrundenspiel von Marc Zwiebler:

„Im ersten Satz hat Marc optimal gespielt und u. a. sehr viel Tempo gemacht. Wir wussten, dass es nicht so weiter gehen würde. Im ersten Satz war Scott Evans noch nicht präsent, aber er ist sehr erfahren und uns war daher klar, dass es im zweiten Satz zur Sache gehen würde. Scott Evans kam immer besser ins Spiel, hat seine Taktik umgestellt und Marc hat umgekehrt nicht die richtigen Mittel gefunden.“

„Die Vorbereitung in den vergangenen Monaten war sehr gut. Marc ist körperlich in einer super Verfassung. Auch die Vorbereitung hier vor Ort lief sehr gut. Er hat hohe Ziele gehabt, die wir geteilt haben – weil wir daran geglaubt haben, dass er hier viel erreichen kann.“  

„Scott Evans hat ein überragendes Spiel gemacht, Marc hingegen hat nach dem zweiten Satz nicht zu seinem Spiel gefunden.“
 

Stark in Verzug

Bereits am 1. Wettkampftag konnte der Zeitplan innerhalb der jeweiligen Sessions nicht eingehalten werden. Auch am heutigen zweiten Wettkampftag sind die Organisatoren stark in Verzug. Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) sollte sein 1. Vorrundenspiel eigentlich um 11.20 Uhr beginnen. Doch selbst um 12.55 Uhr durfte er noch nicht auf dem Spielfeld stehen. Erst gegen 13.15 Uhr Ortszeit war es dann endlich soweit.
  

Carla Nelte (vorne) und Johanna Goliszewski. Foto: Claudia Pauli.

Bemerkenswerter Auftritt von Johanna Goliszewski und Carla Nelte

 
Eine hervorragende Leistung zeigten am 2. Veranstaltungstag Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath). Die Deutschen Meisterinnen im Damendoppel begegneten den Weltranglistenneunten Chang Ye Na/Lee So Hee aus Korea beim 18:21, 21:18, 17:21 auf Augenhöhe und durften daher trotz der zweiten Niederlage im zweiten Vorrundenspiel zufrieden sein. „Im Januar haben wir gegen sie zu elf und zu zwölf verloren. Insofern ist das eine gute Steigerung“, sagte Johanna Goliszewski. Chef-Coach Holger Hasse meinte: „Johanna und Carla haben fantastisch gespielt, sie haben das geschafft, was man bei Olympia will: die Bestleistung abrufen. Die Koreanerinnen sind ein Weltklasse-Paar. Johanna und Carla haben sie absolut herausgefordert.“

Der Einzug ins Viertelfinale, mit dem in den Doppeldisziplinen die K.-o.-Runde beginnt, ist für die Weltranglisten-25. aus Deutschland aufgrund ihrer Bilanz aus den ersten beiden Gruppenspielen nicht mehr möglich. In ihrer abschließenden Vorrundenpartie, gegen die bislang ebenfalls sieglosen Schwestern Gabriela und Stefani Stoeva aus Bulgarien (Weltranglistenplatz 18), geht es für die 30 und 25 Jahre alten DBV-Asse am Samstag (13. August 2016, 20.30 Uhr Ortszeit) um den dritten Tabellenplatz in der Gruppe D.

 

 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Johanna Goliszewski/Carla Nelte:

Satz 1: 14:17 / 16:18 / 17:18 / 18:19 / 18:20 / 18:21
Satz 2: 3:3 / 6:8 / 9:9 / 10:9 / 11:9 / 15:14 / 17:14 / 18:14 / 19:15 / 20:16 / 20:17 / 20:18 / 21:18
Satz 3: 15:15 / 15:16 / 15:18 / 15:19 / 15:20 / 16:20 (= 1. Matchball abgewehrt) / 17:20 (= 2. Matchball abgewehrt) / 17:21
 

Statement von Carla Nelte zum 2. Vorrundenspiel von ihr und Johanna Goliszewski:

„Das war eine gute Steigerung zu gestern. Wir konnten die Nervosität ablegen, mutig sein und dagegen halten. Es hat etwas ausgemacht, gestern hier schon zu spielen.“

„Wir haben es nicht unbedingt erwartet, so dich an sie heranzukommen. Wir haben uns richtig gut gefühlt und Selbstvertrauen gehabt. Jetzt denkt man schon, es war eine kleine vertane Chance, man ärgert sich schon ein bisschen.“

„Wir haben taktisch richtig agiert. Ein bis zwei Fehler von uns im dritten Satz haben den Unterschied gemacht.“

„Die Unterstützung durch die Fans hat uns in jedem Fall gepuscht!“
 

Statement von Johanna Goliszewski zum 2. Vorrundenspiel von ihr und Carla Nelte:

„Im Januar haben wir gegen sie zu 11 und zu 12 verloren. Insofern ist das eine gute Steigerung.“
 

Statements von Chef-Bundestrainer Holger Hasse zum 2. Vorrundenspiel von Johanna Goliszewski/Carla Nelte:

„Johanna und Carla haben fantastisch gespielt, sie haben ihre Bestleistung gebracht. Die deutschen Fans haben sie unglaublich unterstützt – ein großer Dank dafür an die Fans. Schade, dass Johanna und Carla sich nicht selbst mit einem Sieg für ihre gute Leistung belohnt haben.“

„Die Koreanerinnen sind ein Weltklasse-Paar. Johanna und Carla haben sie absolut herausgefordert. Sie haben das geschafft, was man bei Olympia will: die Bestleistung abrufen.“
 

Michael Fuchs (l.) und Johannes Schöttler.
Johannes Schöttler. Fotos: Claudia Pauli.
Birgit Michels und Michael Fuchs.

Auch für Michael Fuchs/Johannes Schöttler und Michael Fuchs/Birgit Michels geht es nun um Tabellenrang drei

 

Auch für das Herrendoppel Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) sowie für das Mixed Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) wird das olympische Badmintonturnier 2016 nach der Gruppenphase beendet sein. Beide Paarungen erlitten am 2. Veranstaltungstag ihre zweite Niederlage. Michael Fuchs und Johannes Schöttler mussten sich als Nummer 26 der Weltrangliste den an Nummer vier gesetzten Weltranglistenvierten Fu Haifeng/Zhang Nan aus China mit 11:21, 16:21 geschlagen geben. Die Routiniers streben nun – wie ihre Nationalmannschaftskolleginnen im Damendoppel – in ihrem dritten und damit letzten Vorrundenspiel einen Sieg an, damit sie die Vorrunde auf Tabellenplatz drei abschließen. Gegner sind am Samstag (13. August 2016, 9.00 Uhr Ortszeit) in der Gruppe B die Weltranglisten-42. Philip Chew/Sattawat Pongnairat aus den USA.

 

Rang drei in der Tabelle hat nunmehr auch das Mixed Michael Fuchs/Birgit Michels im Fokus. Die Olympiafünften von London und aktuellen Weltranglisten-18. verloren am Freitag in der Gruppe A mit 16:21, 15:21 gegen Praveen Jordan/Debby Susanto aus Indonesien (Weltranglistenplatz 5) und treffen zum Abschluss auf Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah aus Hongkong (Weltranglistenplatz 16).

 

In den drei Doppeldisziplinen konnten sich lediglich jeweils 16 Paarungen für die olympischen Badmintonwettbewerbe 2016 qualifizieren. Insofern ist es schon aller Ehren wert, zu diesem illustren Kreis zu gehören. Ohnehin stellt der DBV in diesem Jahr einen Rekord auf: Erstmals sind deutsche Badmintonasse sowohl im Herreneinzel und im Dameneinzel als auch im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed bei Olympia vertreten.

 

 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Michael Fuchs/Johannes Schöttler:

Satz 2: 15:15 / 15:16 / 15:17 / 15:18 / 15:19 / 15:20 / 16:20 (= 1. Matchball abgewehrt) / 16:21
 

Statements von Johannes Schöttler nach dem 2. Vorrundenspiel von ihm und Michael Fuchs:

„Von den Trainern sind wir gut auf sie eingestellt worden. Der Plan, den wir uns für den ersten Satz zurechtgelegt hatten, ist allerdings überhaupt nicht aufgegangen. Die Chinesen haben unglaublich viel Druck auf uns gemacht. Sie sind gute Aufschläger und gute Annehmer, wir waren von Anfang an im Hintertreffen.“

„Der zweite Satz war wirklich eine gute Leistung. Da sind es dann Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Wenn wir solch eine Paarung schlagen wollen, muss alles passen.“

„Wir gehen immer mit der Einstellung in ein Match, dass wir gewinnen wollen. Die Chinesen sind eine absolute Top-Paarung, die in den vergangenen Jahren gezeigt hat, dass sie alles gewinnen kann.“
 

Statements von Michael Fuchs nach dem 2. Vorrundenspiel von ihm und Johannes Schöttler:

„Wir haben es im ersten Satz nicht geschafft, die beiden nach hinten zu drücken, damit wir Platz bekommen. Sie haben uns von Anfang an unter Druck gesetzt.“

„Wir haben uns bestmöglich vorbereitet, können aber nur unsere eigene Leistung beeinflussen. Diese war im Großen und Ganzen gut. Auf dem Niveau gegen die beiden hat es aber nicht zu einem Sieg gereicht.“

 

Interview mit Johannes Schöttler: „Es hat keinen Spaß mehr gemacht!“

Claudia Pauli: „Johannes, die Olympiaqualifikationsphase war für Dich besonders anstrengend, da Du in dieser Zeit mit großen Hüftproblemen zu kämpfen hattest. Mit welchen Gefühlen denkst Du an diese Zeit zurück?“
Johannes Schöttler: „Ich habe mich durch die ganze Qualiphase durchgequält und war sehr oft dran zu sagen ‚Ich höre auf‘, weil es mir wegen der Schmerzen einfach keinen Spaß gemacht hat.“

Claudia Pauli: „Nun scheint es Dir aber erfreulicherweise gut zu gehen …“
Johannes Schöttler: „Seit der EM in Frankreich habe ich gar nicht mehr Badminton gespielt. Ich habe stattdessen viel Krafttraining gemacht und viel im Wasser trainiert, z. B. Aquajogging gemacht. Vor einigen Monaten dachte ich noch, ich bin froh, einfach bei Olympia dabei sein zu könne. Aber nun, nachdem ich vier Wochen gut trainiert habe, wollten wir schon mehr. Die Hüfte hat mich bei dem Turnier gar nicht eingeschränkt.“  

Claudia Pauli: „Wie geht es für Dich nach Olympia in Bezug auf Badminton weiter?“
Johannes Schöttler: „Ich werde meinen Trainingsumfang herunterfahren und zwar noch das eine oder andere Turnier spielen, aber Ende 2016 werde ich meine Karriere als Leistungssportler wohl beenden. Schon vor meiner Operation haben mir die Ärzte dazu geraten, bald mit Badminton aufzuhören.“
 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Michael Fuchs/Birgit Michels:

Satz 1: 6:3 / 7:8 / 9:11 / 11:16 / 13:18 / 16:20 / 16:21
Satz 2: 1:6 / 2:9 / 2:11 / 2:13 / 6:13 / 9:15 / 10:16 / 14:19 / 15:20 / 15:21
 

Statements von Michael Fuchs zum 2. Vorrundenspiel von ihm und Birgit Michels:

„Es ist natürlich bitter, weil wir m. E. eine sehr gute Leistung gebracht haben. Wir haben heute anderthalb Sätze gut gespielt. Der erste Satz war wirklich gut, der zweite Satz war ab der zweiten Hälfte auch sehr gut.“

„Wir wussten vorher, dass es unheimlich schwer werden wird. Wenn man die Nummer eins und die Nummer fünf in seiner Gruppe hat – schlechter geht es fast nicht. Trotz allem haben wir zweimal eine gute Leistung gezeigt und wollen morgen in jedem Fall gewinnen.“
 

Statements von Birgit Michels zum 2. Vorrundenspiel von ihr und Michael Fuchs:

„Über den ersten Satz kann man gar nicht meckern. Wir haben am Ende fünf bis sechs einfache Fehler gemacht, aber trotzdem auf gutem Niveau gespielt. Im zweiten Satz haben wir versucht, mit jedem Schlag zu punkten. Das hat nicht funktioniert und irgendwann war der Abstand – gegen diese Weltklasse-Paarung – zu groß. Man versucht natürlich alles und wir haben es versucht bis zum letzten Ball. Wir kamen ja auch noch mal rein, aber da war es zu spät. Die Indonesier haben nicht umsonst die All England gewonnen.“
 
„Der Fuß hat mich nicht beeinträchtigt. Ich habe ihn mir gestern irgendwie vertreten, aber Andi (Physiotherapeut; Anm. d. Red.) hat ihn gut hinbekommen. Der Fuß war auch gut eingetaped.“
  

 

 

Die Vorrundenspiele der deutschen Olympiateilnehmer und deren Gruppengegner

Herreneinzel
(41 Spieler insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis P; dabei Gruppen B, F und O ohne Spieler; ins Achtelfinale ziehen die Gruppensieger ein)

Gruppe K:
•    Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 12) – Scott Evans (Irland) 21:9, 17:21, 7:21
•    Ygor Coelho de Oliveira (Brasilien) – Scott Evans (Irland), Samstag, 13. August 2016, 19.55 Uhr Ortszeit
•    Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 12) – Ygor Coelho de Oliveira (Brasilien), Sonntag, 14. August 2016, 15.55 Uhr Ortszeit

Dameneinzel
(40 Starterinnen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis P; dabei Gruppen B, F und O ohne Spielerinnen; ins Achtelfinale ziehen die Gruppensiegerinnen ein)

Gruppe P:
•    Wang Yihan (China; Setzplatz 2) – Chloe Magee (Irland) 21:7, 21:12
•    Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) – Chloe Magee (Irland), Freitag, 12. August 2016, 21.05 Uhr Ortszeit
•    Wang Yihan (China; Setzplatz 2) – Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen), Sonntag, 14. August 2016, 15.30 Uhr Ortszeit

Herrendoppel
(16 Paarungen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis D; ins Viertelfinale ziehen die Gruppensieger und die Gruppenzweiten ein)

Gruppe B:
•    V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia) – Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) 21:14, 21:17
•    Fu Haifeng/Zhang Nan (China; Setzplatz 4) – Philip Chew/Sattawat Pongnairat (USA) 21:6, 21:7

•    V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia) – Philip Chew/Sattawat Pongnairat (USA) 21:12, 21:10
•    Fu Haifeng/Zhang Nan (China; Setzplatz 4) – Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) 21:11, 21:16

•    Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) – Philip Chew/Sattawat Pongnairat (USA), Samstag, 13. August 2016, 9.00 Uhr Ortszeit
•    Fu Haifeng/Zhang Nan (China; Setzplatz 4) – V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia), Samstag, 13. August 2016, 10.10 Uhr Ortszeit

Damendoppel
(16 Paarungen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis D; ins Viertelfinale ziehen die Gruppensieger und die Gruppenzweiten ein)

Gruppe D:
•    Chang Ye Na/Lee So Hee (Korea) – Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Bulgarien) 24:22, 21:15
•    Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2) – Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) 21:10, 21:11

•    Chang Ye Na/Lee So Hee (Korea) – Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) 21:18, 18:21, 21:17
•    Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2) – Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Bulgarien) 21:14, 21:11

•    Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2) – Chang Ye Na/Lee So Hee (Korea), Samstag, 13. August 2016, 8.00 Uhr Ortszeit
•    Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Bulgarien) – Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath), Samstag, 13. August 2016, 20.30 Uhr Ortszeit

Mixed
(16 Paarungen insgesamt; verteilt auf die Gruppen A bis D; ins Viertelfinale ziehen die Gruppensieger und die Gruppenzweiten ein)

Gruppe A:
•    Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1) – Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) 21:19, 21:16
•    Praveen Jordan/Debby Susanto (Indonesien) – Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah (Hongkong) 21:12, 19:21, 21:15

•    Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1) – Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah (Hongkong) 21:16, 21:15
•    Praveen Jordan/Debby Susanto (Indonesien) – Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) 21:16, 21:15

•    Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1) – Praveen Jordan/Debby Susanto (Indonesien), Samstag, 13. August 2016, 16.40 Uhr Ortszeit
•    Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah (Hongkong) – Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel), Samstag, 13. August 2016, 16.40 Uhr Ortszeit.
 

 

 

1. Wettkampftag – Donnerstag, 11. August 2016

 

 

 

Gespielt wird aktuell auf drei Courts. Das "Outfit" der Halle lehnt sich an die Farben des Rio 2016-Logos an. Foto: Claudia Pauli
Johannes Schöttler (vorne) und Michael Fuchs hielten mit ihren Auftaktgegnern über weite Strecken gut mit. Foto: Claudia Pauli.

Auf Augenhöhe mit den Champions von London

Mit einer Weltklasse-Leistung sind Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) in das olympische Badmintonturnier gestartet: Am frühen Donnerstagmorgen (11. August 2016; Ortszeit) begegneten die Fünftplatzierten von London in ihrem ersten Vorrundenspiel den Olympiasiegern von 2012 und aktuellen Weltranglistenersten im Mixed, Zhang Nan/Zhao Yunlei aus China, die meiste Zeit über auf Augenhöhe. Zum Sieg reichte es allerdings diesmal noch nicht: Die Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) mussten sich nach einer Spielzeit von 51 Minuten mit 19:21, 16:21 geschlagen geben.

„Das war eine Weltklasse-Leistung von Birgit und Michael, auch wenn sie natürlich enttäuscht sind, dass sie verloren haben. Aber es überwiegt hier in jedem Fall die Freude über die große Leistung – und darauf kann man aufbauen für die nächsten beiden Gruppenspiele. Da ist noch alles drin und mit der Leistung haben sie auf jeden Fall die Chance, hier ins Viertelfinale einzuziehen. Wir konnten erhobenen Hauptes hier vom Feld gehen“, zog Chef-Bundestrainer Holger Hasse ein Fazit.

In ihrem zweiten Vorrundenspiel in der Gruppe A treffen Michael Fuchs und Birgit Michels am Freitag (12. August; 9.35 Uhr Ortszeit) auf Praveen Jordan/Debby Susanto. Nachdem die Indonesier die bisherigen beiden Aufeinandertreffen für sich entschieden, streben die derzeitigen Weltranglisten-18. aus Deutschland in Rio den ersten Sieg über die Asiaten an. Praveen Jordan/Debby Susanto werden im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF aktuell auf Position fünf geführt.

Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) hingegen mussten – nicht unerwartet – bei ihrem Olympia-Debüt eine deutliche Niederlage hinnehmen: Die deutschen Meisterinnen im Damendoppel unterlagen in ihrem ersten Vorrundenspiel in der Gruppe D dem an Position zwei notierten Duo Tang Yuanting/Yu Yang mit 10:21, 11:21. Die Weltranglisten-25. aus Deutschland bestritten erstmals ein Match gegen die Weltranglistenzweiten aus China. Nächste Gegner der 30 bzw. 25 Jahre alten B-Kaderathletinnen des DBV sind am Freitag (12. August, 10.10 Uhr Ortszeit) Chang Ye Na/Lee So Hee aus Korea. Die bislang einzige Begegnung mit Johanna Goliszewski und Carla Nelte gewannen die Weltranglistenneunten aus Asien in zwei Sätzen.

Das Herrendoppel Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenpatz 27) hielt mit seinen Auftaktgegnern über weite Strecken gut mit, verlor letztlich aber gegen V Shem Goh/Wee Kiong Tan aus Malaysia mit 14:21, 17:21. Damit verzeichneten die Weltranglistenzwölften in der zweiten Partie gegen die Deutschen den zweiten Sieg. In ihrem zweiten Vorrundenspiel in der Gruppe B stehen Michael Fuchs und Johannes Schöttler den an Nummer vier gesetzten Chinesen Fu Haifeng und Zhang Nan gegenüber. Fu Haifeng gewann 2012 in London mit seinem Landsmann Cai Yun Olympiagold. Die Weltranglistenvierten aus China bestritten zuvor ein Match gegen die DBV-Asse: Bei der Individual-WM 2015 siegten sie in zwei Durchgängen.

Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Herreneinzel) und Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen; Dameneinzel) waren am 1. Veranstaltungstag noch nicht auf dem Spielfeld aktiv. Für sie erfolgt der Turnierauftakt erst am 12. August.
 

Carla Nelte. Foto: Claudia Pauli.

Statements von Carla Nelte zum 1. Vorrundenspiel von ihr und Johanna Goliszewski:

„Wir waren schon ein bisschen nervöser als sonst am Anfang. Teilweise sind wir gut in die Ballwechsel gekommen. Aber man merkt, dass die Chinesen mindestens eine Klasse besser sind und das auch zeigen können. Wir schaffen es nicht, das konstant mitzuspielen.“

„Für uns war es das größte Ziel, das wir erreichen können: ein Paar von den nur 16 bei Olympia zu sein. Wir nutzen unsere Chancen, wie es geht.“

„Wenn man den Zuschauern was bietet, honorieren sie das auch.“

„In Bezug auf den Wind gibt es schlimmere Hallen, aber man muss sich taktisch darauf einstellen und immer wieder daran denken.“
 

Johanna Goliszewski. Foto: Claudia Pauli.

Statements von Johanna Goliszewski zum 1. Vorrundenspiel von ihr und Carla Nelte:

„Ende des zweiten Satzes sind wir reingekommen in das Niveau, was wir spielen können. Ich war sehr nervös im ersten Satz, die Nervosität fiel erst später ab.“

„Vor allem im ersten Satz hatten wir Probleme mit dem Wind und haben die Bälle zum Teil zu kurz gespielt.“

 
„Es war krass, wie die Zuschauer die Australier auf dem Nachbarfeld angefeuert haben, obwohl die haushoch verloren haben. Das hat man schon mitbekommen. Bei langen Ballwechseln von uns sind sie auch abgegangen.“
 

Der Spielverlauf (Auszüge) aus Sicht von Michael Fuchs/ Birgit Michels:

Satz 1: 9:6 / 11:7 / 12:12 / 12:13 / 13:13 / 14:14 / 16:14 / 16:15 / 17:15 / 17:16 / 17:17 / 18:17 / 19:18 / 19:19 / 19:20 / 19:21
Satz 2: 2:1 / 3:2 / 4:3 / 5:3 / 6:4 / 6:6 / 6:7 / 8:9 / 10:9 / 14:17 / 15:17 / 15:19 / 16:21
 

Michael Fuchs und Birgit Michels in ihrem ersten Gruppenspiel. Foto: Shi Tang/BWF.

Michael Fuchs im Interview: „Das war ein super Spiel!“


Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) lieferten sich zum Auftakt des olympischen Badmintonturniers 2016 in Rio des Janeiro mit den Olympiasiegern von 2012 im Mixed, Zhang Nan/Zhao Yunlei aus China, ein hochklassiges Match: In ihrem ersten Vorrundenspiel in der Gruppe A begegneten die Fünftplatzierten von London den Weltranglistenersten aus Asien über weite Strecken auf Augenhöhe. Letztlich mussten sie sich mit 19:21, 16:21 geschlagen geben. Das Match wurde komplett live im ZDF (Fernsehen) übertragen. Im Gespräch mit Claudia Pauli blickt Michael Fuchs auf die Partie zurück – und auf das weitere Geschehen voraus.   

Claudia Pauli: „Trotz der Niederlage war das Spiel ein sehr gutes …“
Michael Fuchs: „Das war ein super Spiel! Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Im ersten Satz haben wir sogar mit 19:18 geführt. Wir haben es geschafft, unsere Strategie durchzuspielen – es hat leider knapp nicht gereicht. Die beiden sind seit mehreren Jahren eine absolute Weltklassepaarung und beherrschen das Mixed. Sie sind seit ewigen Zeiten die Nummer eins der Weltrangliste. Und da liefern wir solch eine Leistung ab! Da müssen wir zufrieden sein! Dass letztlich nichts Zählbares bei rumgekommen ist, ist natürlich schade. Die beiden schlagen extrem gut auf und nehmen sehr gut an. Da ist es schon ein Erfolg, in die Ballwechsel reinzukommen. Jeder Millimeter, der zu hoch ist, wird bestraft. Die Deckung hat bei uns gestimmt, es war eigentlich alles da. Sie machen es einfach extrem gut. Wenn wir weiter so eine Leistung bringen, dürfen wir im weiteren Turnierverlauf noch auf Siege hoffen.“

Claudia Pauli: „Nachdem die Qualifikationsphase beendet war, hattet Ihr erst einmal eine längere Pause. Wie gut tat diese?“
Michael Fuchs: „Ich bin sehr froh, dass wir ein bisschen Pause hatten. Ich habe zwei Wochen lang gar keinen Sport gemacht, damit mein Körper ein bisschen regenerieren konnte. Ich bin ja immerhin auch schon 34 … Während der Qualifikationsphase habe ich rund 30 Turniere gespielt und zudem Bundesliga. Gerade, weil ich zwei Disziplinen spiele, zehrt das natürlich an den Kräften. In den zwei Wochen konnte man auch einfach mal die Seele baumeln lassen. Die ganze Quali über hatten wir extremen Stress. Im Mixed sah es ja eigentlich von Anfang an gut aus. Das Herrendoppel hingegen war eine Zitterpartie: Hinten raus wurde es wahnsinnig eng und wir hatten – zugegebenermaßen – auch ein wenig Glück, dass wir uns qualifiziert haben.

Claudia Pauli: „Du wirkst körperlich sehr fit. Ist dieser Eindruck korrekt?“
Michael Fuchs: „Nach der Pause erfolgte ein längerer Aufbau, was gut war. Ich bin körperlich in sehr guter Verfassung. Ob man dies auch auf’s Spielfeld bringt, weiß man natürlich nicht. Das ist u. a. tagesabhängig.“

Claudia Pauli: „Kann man nach solch einer langen Wettkampfpause einschätzen, wo man im Verhältnis zur Konkurrenz steht?“
Michael Fuchs: „Wir haben im Juli ein Trainingslager in England absolviert, das eine kleine Standortbestimmung war. Außerdem haben Birgit und ich die White Nights in Russland bestritten. Ich wollte dieses Turnier spielen, um noch ein wenig Wettkampfpraxis zu haben vor Olympia. Da haben wir auch echt gut gespielt.   

Claudia Pauli: „Inwieweit ist es unglücklich, dass Du auch im Herrendoppel in der Gruppenphase auf Zhang Nan triffst?“
Michael Fuchs: „Da wir ungesetzt sind, ist es klar, dass wir eine der ersten vier Paarungen erwischen. Gegen wen wir spielen, ist dann eigentlich egal. Die Trauben hängen gegen alle sehr hoch. Wir wollen alles versuchen und haben auch im Herrendoppel gut trainiert. Für Johannes war die lange Pause nach der Quali Gold wert. Er hat unheimlich hart trainiert, um seine Hüfte in Schwung zu bringen – und das ist ihm sehr gut gelungen. Er ist gut drauf. “


Claudia Pauli: „Die Qualifikation für Olympia war für ihn aufgrund seiner Hüftprobleme ja besonders hart …“
Michael Fuchs: „Ja! Wir haben bei fast jedem Turnier gute Leistungen gebracht, obwohl Johannes z. T. kaum laufen konnte. Ich habe daher auch irgendwann zu ihm gemeint: So gerne ich mit Dir bei Olympia spielen möchte: Wenn Du sagst, ich halt’s nicht mehr aus, stehe ich voll hinter Deiner Entscheidung. Ich merke ja, wie Du Dich quälst. Er hat sich – u. a. mit Aquajogging und Krafttraining – unglaublich gut in Form gebracht und hat nun eine sehr, sehr gute körperliche Verfassung.“
 

Claudia Pauli: „Wie geht es nun bis zum nächsten Spiel, dem Herrendoppel heute Nachmittag, für Dich weiter?“

Michael Fuchs: „Sich lange über die Niederlage im Mixed zu ärgern, bringt nichts. Ich muss schauen, dass ich mich auf das nächste Spiel konzentriere. Ich werde mich ein wenig massieren lassen, mich dehnen, etwas essen und ein wenig schlafen, wenn es zeitlich passt. Dann geht aber auch schon die Vorbereitung auf das nächste Spiel los.“Claudia Pauli: „Wie stark ist beim Spielen der Wind, der in der Halle weht, zu spüren?“Michael Fuchs: „In der Halle ist es schwierig zu spielen. Man hat Seitenwind und – je nach Treffhöhe – Rücken- oder Gegenwind. Der Wind ist jeden Tag anders und auch je nach Court, auf dem man spielt, anders. Mit den Bedingungen muss man bestmöglich umgehen. Wir versuchen schon, so etwas zu üben, aber man kann dies nicht für jede Halle genau simulieren.“Claudia Pauli: „Hättest Du im ersten Spiel hier in Rio lieber gegen eine anderen Paarung gespielt als gegen die Olympiasieger von 2012 und Weltranglistenersten?“Michael Fuchs: „2012 haben wir auch schon gegen Zhang Nan/Zhao Yunlei zu Beginn gespielt. Das ist vielleicht ein gutes Omen. Vom Kopf her ist das Spiel das einfachste: Wir haben darin nichts zu verlieren. In der Gruppe haben wir sowieso nichts zu verlieren.“  Claudia Pauli: „Natürlich gilt nun erst einmal die volle Konzentration den Matches hier bei Olympia. Kannst Du trotzdem bereits einen kleinen Ausblick wagen, wie es für Dich danach weitergeht? Wirst Du weiterhin Badminton auf diesem hohen Niveau spielen?“Michael Fuchs: „Ich werde schon noch einige Turniere spielen, z. B. die Bitburger Open und die German Open. Die Bitburger Open sollen ein bisschen das Abschlussturnier mit Johannes werden, die German Open das letzte Turnier mit Birgit. Ende August/Anfang September spiele ich auch noch ein kleines Turnier hier in Brasilien (den YONEX Brazil Grand Prix in Foz do Iguaçu; Anm. d. Red.) – mit jüngeren Spielern: mit Eva Janssens und Fabi Holzer. Ich fliege also nach Olympia gar nicht nach Deutschland zurück, sondern mache hier noch ein wenig auf der Ilha Grande Urlaub. Die Iguaçu-Wasserfälle wollte ich mir ohnehin schon immer mal anschauen. Ab dem 1. Oktober werde ich als Sportdirektor in der Schweiz (für Swiss Badminton; Anm. d. Red.) tätig sein.“   

 

 

Statement von Chef-Bundestrainer Holger Hasse zum 1. Vorrundenspiel von Michael Fuchs und Birgit Michels:

„Das war eine Weltklasse-Leistung von Birgit und Fuchsi, auch wenn sie natürlich enttäuscht sind, dass sie verloren haben. Aber es überwiegt hier in jedem Fall die Freude über die große Leistung – und darauf kann man aufbauen für die nächsten beiden Gruppenspiele. Da ist noch alles drin und  mit der Leistung haben sie auf jeden Fall die Chance, hier ins Viertelfinale einzuziehen. Wir konnten erhobenen Hauptes hier vom Feld gehen. Die Chinesen haben es sehr gut gemacht in der Endphase der beiden Sätze, wir haben aber heute trotzdem unser bestes Level getroffen.“
 

Statements von DBV-Sportdirektor Martin Kranitz nach dem 1. Vorrundenspiel von Michael Fuchs und Birgit Michels:

„Das war ein tolles Spiel. Die beiden haben an ihrem Limit gespielt, während die Chinesen evtl. noch 10 % Luft hatten. In der Gruppenphase wäre ggf. ein Satzgewinn hilfreich gewesen, wenn nachher mehrere Paarungen die gleiche Anzahl an Spielen gewonnen bzw. verloren haben.“

„Das war ein guter Einstieg heute. In London haben Michael und Birgit im ersten Spiel gegen das gleiche Paar gespielt. Damals haben sie den ersten Satz mit 4:21 verloren … Auf der heutigen Leistung können sie aufbauen. Die Form stimmt und das ist entscheidend.“

„Die Vorbereitung lief im gesamten Team reibungslos. Alle sind fit.“
 

Birgit Michels in Behandlung

Schrecken für Birgit Michels: Die 31-Jährige spürte im Spiel gegen Zhang Nan/Zhao Yunlei in der ersten Hälfte des zweiten Satzes plötzlich einen Schmerz im Fußbereich und bat daraufhin um eine kurze Behandlungspause. Nach dem Match wurde sie direkt von Physiotherapeut Andreas Richter behandelt. „Birgit weiß selbst nicht, wobei dies passiert ist. Plötzlich tat ihr der Fuß weh“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Chef-Bundestrainer Holger Hasse ergänzte: „Wir sind guter Dinge, dass der Fuß bis morgen wieder in Ordnung ist.“
 

Spiele von 1. Wettkampftag im ZDF zu sehen

 

(09.08.2016, CP) Am Donnerstag beginnen in Rio de Janeiro die olympischen Badmintonwettbewerbe. Drei Partien mit deutscher Beteiligung stehen im Spielplan für den 1. Wettkampftag:
MX, 8.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ): Michael Fuchs/Birgit Michels – Zhang Nan/Zhao Yunlei (China; Setzplatz 1)
DD, 15.30 Uhr Ortszeit (20.30 Uhr MESZ): Johanna Goliszewski/Carla Nelte – Tang Yuanting/Yu Yang (China; Setzplatz 2)
HD, 15.55 Uhr Ortszeit (20.55 Uhr MESZ): Michael Fuchs/Johannes Schöttler – V Shem Goh/Wee Kiong Tan (Malaysia).
Wie Claudia Neumann vom ZDF mitteilte, wird das Zweite Deutsche Fernsehen „auf jeden Fall am 1. Wettkampftag das Mixed live übertragen. Auch beide Doppel am Nachmittag werden im Programm sein. Ob live oder zeitversetzt, das hängt von vielen Faktoren ab.“ Das ZDF bietet bis zu sieben parallele Livestreams von den Olympischen Spielen an. Sie sind im Internet unter rio.zdf.de/live/ zu finden. Claudia Neumann fungiert in Rio u. a. als Kommentatorin der Badmintonwettbewerbe.
 


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