NACHBERICHT PLAY-OFF-FINALE

 

Berlin zum dritten Mal in Folge Deutscher Mannschaftsmeister

Nach 2011 und 2012 heißt der Deutsche Mannschaftsmeister auch 2013 SG EBT Berlin. Fotos: Ronny Pabst.
Riesen-Jubel bei Robert Blair.

 

(09.05.2013, CP) Der Deutsche Mannschaftsmeister im Badminton heißt auch 2013 SG EBT Berlin: In einer Neuauflage des letztjährigen Play-off-Finals setzte sich der Titelträger von 2011 und 2012 am 9. Mai (Christi Himmelfahrt) vor eigenem Publikum mit 4:1 gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim durch und verzeichnete entsprechend den insgesamt dritten Triumph in der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft aus dem Saarland verpasste es hingegen erneut, zum sechsten Mal nach 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010 den Hans-Riegel-Pokal in Empfang nehmen zu dürfen.

 

Vor rund 1.400 enthusiastischen Zuschauern in der Großen Halle des Sportforums Berlin-Hohenschönhausen stand die erfolgreiche Titelverteidigung seitens der Gastgeber bereits nach fünf Matches fest. Das Mixed, das den Abschluss des Play-off-Finals 2013 gebildet hätte, wurde daraufhin nicht mehr ausgetragen.

 

Nachdem Berlin das Herrendoppel für sich entschieden hatte, verletzte sich der in Diensten von EBT stehende Litauer Kestutis Navickas im ersten Satz des 1. Herreneinzels schwer (Verdacht auf Kreuzbandriss) und musste die Partie abbrechen. Durch einen Sieg im Damendoppel, im 2. Herreneinzel und im Dameneinzel machte die Auswahl von Teammanager Manfred Kehrberg den Heimerfolg perfekt.

 

Das entscheidende Spiel war in meinen Augen das Herrendoppel. Wir hatten unsere Herren gut eingestellt – unter anderem, indem wir uns im Vorfeld Videos von Spielen der Gegner angeschaut haben. Sie haben das sehr gut umgesetzt und eine Super-Leistung gebracht – gerade auch der junge Jacco Arends, der gegen die erfahrenen Bischmisheimer ein ganz abgeklärtes Spiel abgeliefert hat“, meinte Manfred Kehrberg. Der Teammanager fügte hinzu: „Juliane Schenk und Lotte Jonathans haben im dritten Satz hervorragend gekämpft und Kenneth Jonassen war einmal mehr auf den Punkt topfit. Bedauerlich ist natürlich die Verletzung von Kestutis Navickas. Wir wünschen ihm beste Genesung.“

 

Während Berlin nach Abschluss der 18 Spieltage umfassenden Punkterunde in der 1. Bundesliga in der Tabelle die Spitzenposition belegt und sich damit direkt für das Play-off-Finale qualifiziert hatte, ermittelte der Tabellenzweite Bischmisheim in einer Vorschlussrundenbegegnung mit dem drittplatzierten 1. BV Mülheim den zweiten Endspielteilnehmer. Im Play-off Halbfinale am 13. April 2013 in Saarbrücken gelang dem BCB ein 5:1-Erfolg über die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet. Gastgeber des Play-off-Finals ist grundsätzlich der Punktbeste nach Beendigung von Hin- und Rückrunde. Im Play-off-Halbfinale genießt der Tabellenzweite Heimrecht.

 

Das diesjährige Play-off-Finale war den Deutschen Altersklassenmeisterschaften (O35-O75) vorgeschaltet, welche die SG EBT Berlin vom 10. bis zum 12. Mai 2013 ebenfalls ausrichtet. „Die Altersklassenspieler machten einen hohen Anteil an den Zuschauern aus“, meinte Gerd Pigola, der für den Wettkampfsport zuständige Vizepräsident im Deutschen Badminton-Verband (DBV). „Es ist super, wie viele Zuschauer hier waren. Die Atmosphäre war toll“, zeigte sich Arno Schley, Vorsitzender des Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten im DBV, angetan von der Veranstaltung.  

 

Saison 2013/2014 mit zwei Erstliga-Debütanten

 

Die 43. Spielzeit in der Geschichte der 1. Badminton-Bundesliga (1. Spielzeit im Jahr 1971/1972) beginnt am Sonntag, den 1. September 2013. Ihre Premiere in der Eliteklasse feiern dann der TSV Trittau (Schleswig-Holsteinischer Badminton-Verband) und der SV Fun-Ball Dortelweil (Hessischer Badminton-Verband). Trittau sicherte sich in der Saison 2012/2013 in der 2. Bundesliga Nord erstmals den Meistertitel und das damit verbundene Aufstiegsrecht, Dortelweil gelang dies in der 2. Bundesliga Süd.

 

Dafür sind der BV Gifhorn (Niedersächsischer Badminton-Verband) und der SV Fischbach (Badmintonverband Rheinhessen-Pfalz) in der Spielzeit 2013/2014 nicht mehr im Badminton-Oberhaus vertreten. Gifhorn belegte in der Punkterunde Tabellenrang neun und musste entsprechend absteigen, Fischbach schloss die Saison 2012/2013 als Liga-Debütant auf Tabellenrang zehn ab.

 

Die einzelnen Ergebnisse vom Play-off-Finale 2013:

 

Donnerstag, 9. Mai 2013: SG EBT Berlin – 1. BC Bischmisheim 4:1

 

HD:

Jacco Arends/Robert Blair

(NED/SCO)

-

Michael Fuchs/Johannes Schöttler

(GER/GER)

21:17, 21:11

1:0

1. HE:

Kestutis Navickas (LTU)

-

Dieter Domke (GER)

10:21, 0:21-Aufgabe Navickas

1:1

DD:

Lotte Jonathans/Juliane Schenk

(NED/GER)

-

Olga Konon/Emma Wengberg

(GER/SWE)

21:17, 18:21, 21:17

2:1

2. HE:

Kenneth Jonassen (DEN)

-

Marcel Reuter (GER)

21:17, 21:10

3:1

DE:

Juliane Schenk (GER)

-

Lisa Heidenreich (GER)

21:15, 21:11

4:1

MX:

Robert Blair/Lotte Jonathans

(SCO/NED)

-

Michael Fuchs/Olga Konon

(GER/GER)

nicht mehr ausgetragen

 

 

  

Impressionen vom Play-off-Finale zwischen der SG EBT Berlin und dem 1. BC Bischmisheim (4:1) am 9. Mai 2013. Fotos: Ronny Pabst.

Impressionen vom Play-off-Finale zwischen der SG EBT Berlin und dem 1. BC Bischmisheim (4:1) am 9. Mai 2013. Fotos: Claudia Pauli.

Stimmen zum Play-off-Finale 2013

 

Johannes Schöttler (Spieler Bischmisheim, Olympiateilnehmer 2012, zum Herrendoppel): „Schade! Das war, glaube ich, das schlechteste Saisonspiel, das wir gemacht haben. Der erste Satz verlief ausgeglichen, den haben wir unglücklich verloren. Im zweiten Satz haben die Berliner bärenstark gespielt – noch dazu hatten sie das Publikum im Rücken. Der Knackpunkt war aber der erste Satz. Ich bin maßlos enttäuscht. Es ist blöd, dass wir ausgerechnet im wichtigsten Spiel der Saison solch eine Leistung gebracht haben.“

 

Johannes Schöttler (Spieler Bischmisheim, Olympiateilnehmer 2012, zur Veranstaltung): „Das ist eine Super-Veranstaltung. Es ist echt schön, was die Berliner zustande gebracht haben!“

 

Dieter Domke (Spieler Bischmisheim, zum 1. Herreneinzel): „Die Verletzung von Kestutis ist sau-blöd. Nicht allein, weil das Spiel auf diese Weise entschieden wurde, sondern es tut mir umso mehr weh, weil er auch ein sehr guter Freund von mir ist. Er hat viele Jahre zusammen mit uns trainiert. Und ich weiß, wie hart er trainiert. Dass er nun vermutlich einige Monate ausfallen wird, ist bitter.“

 

Lotte Jonathans (Spielerin Berlin, zum Damendoppel): „Es war die beste kämpferische Leistung in dieser Saison, aber – was mich betrifft – nicht das beste Spiel.“

 

Bork Gerbsch (Physiotherapeut Berlin, der Kestutis Navickas vor Ort versorgte, zur Verletzung des Litauers): „Ich gehe davon aus, dass er einen Kreuzbandriss hat. Das fühlt man. Hier muss er nicht in Krankenhaus. Er wird am Montag in England ins Krankenhaus gehen und dort genau checken lassen, was los ist.“

 

Arno Schley (Vorsitzender des Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten im DBV): „Es ist super, wie viele Zuschauer hier waren. Die Atmosphäre war toll. Ich bin wohl ein wenig überrascht, wie schnell das Finale zuende ging. Für mich war das Damendoppel das Schlüsselspiel, da hatte Bischmisheim eine Chance. Nicht erwartet hatte ich, dass die Berliner das Herrendoppel in dieser Höhe gewinnen würden.“

 

Werner Seufzer (von 1961 bis 1990 Präsident des Deutschen Federball-Verbandes der DDR): „Mir hat die Veranstaltung wunderbar gefallen. Die Stimmung ist bei EBT immer gut, auch in der kleinen Halle, in der die Bundesligaspiele normalerweise ausgetragen werden. Aber heute war sie absolute Spitze.“

 

Manfred Kehrberg (Teammanager Berlin, zum sportlichen Geschehen): „Das entscheidende Spiel war in meinen Augen das Herrendoppel. Wir hatten unsere Herren gut eingestellt – unter anderem, indem wir uns im Vorfeld Videos von Spielen der Gegner angeschaut haben. Sie haben das sehr gut umgesetzt und eine Super-Leistung gebracht – gerade auch der junge Jacco Arends, der gegen die erfahrenen Bischmisheimer ein ganz abgeklärtes Spiel abgeliefert hat. Juliane Schenk und Lotte Jonathans haben im dritten Satz hervorragend gekämpft und Kenneth Jonassen war einmal mehr auf den Punkt topfit. Bedauerlich ist natürlich die Verletzung von Kestutis Navickas. Wir wünschen ihm beste Genesung.“

 

Manfred Kehrberg (Teammanager Berlin, zur Veranstaltung): „Das war eine gelungene Veranstaltung. Wir haben ein Jahr lang hart gearbeitet für diesen Tag. Ich freue mich, dass wir auch viele Gäste begrüßen durften, die bei den Deutschen Altersklassenmeisterschaften starten. Es waren viele altbekannte Badmintonspieler im Publikum. Aus meiner Sicht war die Veranstaltung eine gute Werbung für den Badmintonsport. Wir haben nun zwei Abteilungen: Die eine geht feiern, die andere baut die Halle um. Denn morgen ab 9.00 Uhr muss sie für die Deutschen Altersklassenmeisterschaften hergerichtet sein. Das musste alles gut geplant und organisiert sein, daher geht mein Dank nicht allein an die Mannschaft, sondern auch an die zahlreichen Helfer und genauso an das großartige Publikum.“

 

Gerd Pigola (Vizepräsident Wettkampfsport im Deutschen Badminton-Verband): „Ich finde es sehr positiv, dass so viele Leute zur Siegerehrung geblieben sind. Das war in den vergangenen Jahren oftmals nicht so. Dass das Finale so klar entschieden wurde, ist aus meiner Sicht für die Zuschauer ein bisschen schade. Schön war es zu sehen, dass die Altersklassenspieler einen hohen Anteil an den Zuschauern ausmachten.“

 

Juliane Schenk (Spielerin Berlin, zum Damendoppel): „Wir wussten um die Stärken von Bischmisheim hinten raus. Insofern mussten Kenneth und ich unsere Leistung unbedingt bringen.

 

Thomas Tesche (Teammanager Bischmisheim): „Wir wussten, dass wir beide Doppel gewinnen/verlieren können. Wenn man dann mit 0:2 rausgeht, weiß man aufgrund des starken Berliner Dameneinzels, dass es eng wird. Das Damendoppel hat mir gut gefallen. Das Genick hat uns das Herrendoppel gebrochen. Unser Konzept sah so aus, dass es nach den Doppeln mindestens 1:1 stehen sollte, im Optimalfall 2:0 für uns. Aber Pläne funktionieren ja meistens anders. Im 1. Herreneinzel hatten wir uns gute Chancen ausgerechnet und im Mixed wollten wir das Ganze absichern. Nicht zuletzt, da Emma ein bisschen verletzt war, haben wir Olga aufgestellt. Die Verletzung von Kestutis ist natürlich gar nicht schön.“

 

  

   

Hier finden Sie die Liste der Titelträger seit 1957 …

 

   

1. BC Saarbrücken-Bischmisheim unterliegt im DM- Finale

Von Christoph Felt

 

(09.05.2013) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat das Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen die SG EBT Berlin verloren. In der Hauptstadt unterlagen die Saarländer am Donnerstagabend mit 1:4.

Für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim begann das Finale mit einer überraschenden Niederlage im Herrendoppel. Hier verloren Johannes Schöttler und Michael Fuchs gegen die Berliner Robert Blair und Jacco Arends mit 17:21 und 11:21. Der BCB hatte zum Auftakt mit einem Sieg in dieser Disziplin gerechnet, nun lagen die Hoffnungen auf Olga Konon und Emma Wengberg. Die beiden Damen des BCB hielten ihre Doppelpartie gegen Juliane Schenk und Lotte Jonathans lange offen. Am Ende unterlagen sie jedoch nach drei Sätzen.

Das anschließende 1. Herreneinzel zwischen Dieter Domke und EBT-Spieler Kestutis Navickas wurde nach wenigen Ballwechseln abgebrochen. Navickas musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss aufgeben. Der Spielstand lautete nun 1:2 aus Sicht des BCB.

Nach einer kurzen Pause folgte das Dameneinzel. Für die Bischmisheimer ging Lisa Heidenreich auf das Feld. Sie ersetzte in dieser Disziplin Olga Konon, die ihrerseits für die angeschlagene Emma Wengberg im späteren Mixed vorgesehen war. Die Aufgabe für Lisa Heidenreich war erwartungsgemäß nicht lösbar. Sie spielte gegen die beste europäische Einzelspielerin Juliane Schenk. Schenk wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte in zwei Sätzen.

Parallel wurde das 2. Herreneinzel zwischen dem Bischmisheimer-Routinier Marcel Reuter und Kenneth Jonassen ausgetragen. Reuter musste gewinnen, um dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim die Minimalchance auf einen Sieg zu bewahren. Doch es gelang ihm nicht, seinen Kontrahenten entscheidend unter Druck zu setzen und so ging auch diese Partie an die Berliner.

Die Entscheidung war gefallen, die SG EBT Berlin lag mit 4:1 uneinholbar in Führung, auf die Austragung des Gemischten Doppels wurde verzichtet. Berlin gewinnt damit zum dritten Mal in Folge den Hans-Riegel-Pokal für die beste deutsche Vereinsmannschaft. Für Bischmisheim endet die zehnte Endrundenteilnahme in Folge mit einer schmerzhaften Niederlage im Finale. „Ich bin extrem enttäuscht und ärgere mich über mich selbst. Ich konnte meine Leistung heute gegen sehr gut Gegner im Doppel überhaupt nicht abrufen. Mit dieser Auftaktniederlage war es für die Mannschaft sehr schwer. Trotzdem haben meine Mitspieler bis zum Schluss alles versucht“, sagte der sichtlich niedergeschlagene BCB-Kapitän Michael Fuchs nach dem verlorenen Finale.

 

  

 

NACHBERICHT PLAY-OFF-HALBFINALE

 

Neuauflage des Vorjahresfinals – Austragungsoprt ist diesmal Berlin

 

(13.04.2013, CP) Titelverteidiger SG EBT Berlin trifft im Play-off-Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton auf den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Die Saarländer setzten sich in der Vorschlussrundenpartie vor eigenem Publikum mit 5:1 gegen den 1. BV Mülheim durch.

 

Damit kommt es am 9. Mai 2013 (Christi Himmelfahrt; Spielbeginn: 18.00 Uhr in der Großen Halle des Sportforums Berlin-Hohenschönhausen) zur Neuauflage des Endspiels um den Hans-Riegel-Pokal von vor einem Jahr. 2012 hatte das Team aus der Hauptstadt das Play-off-Finale mit 5:1 gegen den fünfmaligen nationalen Champion (2006 bis 2010) gewonnen und damit seinen zweiten Titelgewinn in der Eliteklasse – sowohl insgesamt als auch in Folge (2011, 2012) – verzeichnet.

 

Berlin hatte sich in der Saison 2012/2013 – der insgesamt 42. Erstligaspielzeit in der Geschichte – als Tabellenerster nach der Punkterunde direkt für das Endspiel qualifiziert. Mit der Spitzenposition verbunden ist zudem das Recht, den Saisonhöhepunkt auszurichten.

 

Als Tabellenzweiter genoss Bischmisheim im Play-off-Halbfinale Heimrecht. Die Saarländer erreichten in der laufenden Spielzeit zum insgesamt zehnten Mal in Folge die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Im Vorjahr durfte der BCB das Endspiel vor eigenem Publikum austragen.

 

Für den Tabellendritten Mülheim bedeutete bereits der Einzug in die Play-offs einen großen Erfolg: Der Deutsche Rekordmannschaftsmeister (13 Titelgewinne in Serie von 1968 bis 1980) war nach einer langen „Erstliga-Abstinenz“ erst zur Saison 2011/2012 wieder in die Eliteklasse aufgestiegen. Zuvor hatte der Verein aus dem Ruhrgebiet zuletzt in der Saison 1990/1991 mit seiner Spitzenmannschaft in der 1. Bundesliga aufgeschlagen.

 

Das Play-off-Finale am 9. Mai 2013 bildet sozusagen den Auftakt für die Deutschen Altersklassenmeisterschaften (O35-O75), welche die SG EBT Berlin vom 10. bis zum 12. Mai 2013 ebenfalls ausrichtet.

 

Die Ergebnisse im Detail:

 

 

1. BC Bischmisheim

-

1. BV Mülheim

5:1

HD:

Michael Fuchs/Johannes Schöttler (GER/GER)

-

Jorrit de Ruiter/Marcus Ellis (NED/ENG)

17:21, 21:16, 21:12

DD:

Olga Konon/Emma Wengberg (GER/SWE)

-

Judith Meulendijks/Johanna Goliszewski (NED/GER)

18:21, 21:19, 19:21

1.HE:

Dieter Domke (GER)

-

Dmytro Zavadsky (UKR)

21:12, 21:10

DE:

Olga Konon (GER)

-

Judith Meulendijks (NED)

19:21, 21:12, 21:14

MX:

Michael Fuchs/Emma Wengberg (GER/SWE)

-

Marcus Ellis/Johanna Goliszewski (ENG/GER)

21:18, 23:21

2.HE:

Lukas Schmidt (GER)

-

Alexander Roovers (GER)

22:20, 21:17

   

 

Zum Nachschlag nach Berlin

Impressionen vom Play-off-Halbfinale in Saarbrücken. Jubel bei Lukas Schmidt.
Die Entscheidung fiel im Mixed.
Die Mannschaft des BCB freut sich über den erneuten Einzug ins Finale. Fotos: Thomas Wieck für den BCB.

Von Christoph Felt

 

(13.04.2013) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen den 1. BV Mülheim am Samstagabend gewonnen. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Saarländer mit 5:1 durch und qualifizierten sich so für das Endspiel am 9. Mai in Berlin.

„Hinter uns liegt eine schwierige Saison. Doch wir haben es geschafft, durch unseren Teamgeist auch kritische Phasen zu meistern. Alles, was jetzt noch kommt, ist Nachschlag“, sagte der erleichterte Saarbrücker Teamkapitän Michael Fuchs nach einer Partie, die sich anfangs zu Gunsten der Gäste zu entwickeln schien.

Sowohl im Herrendoppel als auch im Damendoppel mussten die BCB-Duos den ersten Satz abgeben. Doch wie schon im Ligaspiel vor drei Wochen gelang es Fuchs und Schöttler, ihre Gegner Marcus Ellis und Jorrit de Ruiter im Laufe des Spiels in lange, kräftezehrende Ballwechsel zu verwickeln und sie zu Fehlern zu zwingen. Mit dieser Taktik konnten die Olympioniken Fuchs und Schöttler ihre Begegnung noch zu einem Drei-Satz-Erfolg umbiegen.

Gleiches versuchten Olga Konon und Emma Wengberg im parallel ausgetragenen Damendoppel. Nach dem Satzrückstand fanden die Bischmisheimerinnen gegen ihre Konkurrentinnen Johanna Goliszewski und Judith Meulendijks im zweiten Durchgang besser in das Spiel und gewannen diesen. Doch am Ende siegten die Mülheimerinnen nach drei Sätzen mit 21:18, 19:21 und 21:19.

Zu diesem Zeitpunkt sahen die Fans in der Joachim-Deckarm-Halle das in diesen Disziplinen erwartete Kräftemessen auf Augenhöhe. Nervös wurde Fuchs, der nun zunächst die Zuschauerrolle einnahm, durch den Ausgleich jedoch nicht: „Ich hatte in jeder Sekunde das Vertrauen in meine Mannschaft. Nach dem 1:1-Zwischenstand kamen Dieter Domke und Lukas Schmidt zu ihren jeweiligen Einzelpartien auf die Felder. Bei beiden wusste ich, dass sie sehr gut in Form sind.“  

In seiner Bestform zeigte sich vor allem Dieter Domke. Der Sportsoldat dominierte seinen Gegner Dmytro Zavadsky nach Belieben und siegte im Eiltempo mit 21:12 und 21:10. Ebenfalls nur zwei Sätze benötigte Lukas Schmidt beim 22:20-und-21:17-Erfolg gegen Alexander Roovers.

Nach diesen deutlichen Siegen und dem 3:1-Zwischenstand begann das Rechnen auf der Tribüne, das schnell zu folgendem Ergebnis führte: Bereits ein Satzgewinn würde den Saarländern nun zum Erreichen des Endspiels genügen. Beisteuern durfte diesen der Teamkapitän selbst. Im Gemischten Doppel an der Seite von Emma Wengberg gewann Fuchs gegen die Mülheimer Marcus Ellis und Johanna Goliszewski den ersten Durchgang mit 21:18 und löste damit das Ticket für Berlin. Während die Zuschauer bereits den Finaleinzug feierten, setzen die Sportler ihre Begegnungen fort. Am Ende gewannen Fuchs und Wengberg auch den zweiten Satz. Umkämpfter war das Dameneinzel auf dem zweiten Court. Hier tat sich Olga Konon zunächst schwer gegen ihre Konkurrentin Judith Meulendijks. Doch wieder gewann die Bischmisheimerin mit fortlaufender Spieldauer die Oberhand und stellte mit einem Drei-Satz-Sieg den 5:1-Endstand her.

Im Finale wartet nun der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister EBT Berlin. Die Berliner haben in dieser Saison noch kein Spiel in der Bundesliga verloren und doch zeigt sich Fuchs kämpferisch: „Auch wenn das Finale ein Nachschlag ist, möchten wir aus Berlin mehr als ein warmes Essen mitnehmen. Unsere Mannschaft besteht ausschließlich aus Nationalspielern und entsprechend müssen unsere Ziele sein.“

Das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zwischen der SG EBT Berlin und dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim wird am 9. Mai (Christi Himmelfahrt) um 18 Uhr in der Großen Halle des Sportforums Berlin-Hohenschönhausen ausgetragen.

 

Der Traum vom Berlin-Finale ist ausgeträumt

Von Wim Kölsch

 

(14.04.2013) Schade. Mit der 1:5-Niederlage beim Favoriten 1. BC Bischmisheim verpasste das Team des 1. BV Mülheim den Einzug ins Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2013. Das Ergebnis spiegelt jedoch das tatsächliche Kräfteverhältnis der Kontrahenten nicht ganz wider. Es war ein Vergleich fast auf Augenhöhe. Im Gegensatz zum Spiel von vor drei Wochen wirkten die Gäste aus der Ruhrstadt dieses Mal wesentlich konzentrierter. Jorrit de Ruiter und Marcus Ellis sowie Johanna Goliszewski und Judith Meulendijks konnten jeweils die ersten Sätze ihrer Doppel für sich entscheiden. Während sich bei den Herren am Ende die Bischmisheimer Michael Fuchs/Johannes Schöttler noch mit 17:21, 21:16 und 21:12 durchsetzen konnten, siegten die BVM-Damen mit 21:18, 19:21 und 21:19 über Olga Konon und Emma Wengberg und revanchierten sich für die zuletzt verlorene Partie.

In den nachfolgenden Herreneinzeln gingen beide Punkte jedoch erwartungsgemäß an den Gastgeber. Vor allem Dieter Domke präsentierte sich in einer bestechenden Form und ließ Mülheims Nummer eins, den Ukrainer Dmytro Zavadsky, bei seinem 21:12 und 21:10-Erfolg keine reelle Chance. Teuer verkaufte sich Alexander Roovers gegen dessen Teamkollegen, den Deutschen Vizemeister Lukas Schmidt. In einer spannenden Begegnung unterlag das BVM-Eigengewächs relativ knapp mit 20:22 und 17:21. Damit stand fest, dass den Saarländern bereits ein weiterer Satzgewinn zum Finaleinzug reichen würde. Michael Fuchs, Olympiafünfter von London im Mixed, zerstörte mit seiner Partnerin Emma Wengberg durch einen 21:18 und 23:21-Sieg über Marcus Ellis und Johanna Goliszewski auch die letzten Hoffnungen beim 1. BV Mülheim. Auf dem Parallel-Court gab Judith Meulendijks, die niederländische Neuverpflichtung des 1. BVM, weiter alles. Am Ende unterlag aber auch sie der deutschen Topspielerin Olga Konon mit 21:19, 12:21 und 14:21.

Trotz dieser Niederlage liegt eine tolle Saison hinter dem 1. BV Mülheim. Das von Trainer Boris Reichel ausgegebene Ziel wurde, überraschend für viele, mit Platz drei und der Teilnahme am Halbfinale erreicht. Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen bereits auf Hochtouren, und die Hoffnung ist groß, dass dieses großartige Team zusammen bleiben wird und auch im nächsten Jahr für Furore in der 1. Badminton-Bundesliga sorgen kann.

 


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