Play-off-Finale 2010/2011: SG EBT Berlin - 1. BC Beuel

Die SG EBT Berlin ist erstmals Deutscher Mannschaftsmeister im Badminton

(30.04./01.05.2011, CP) Die SG EBT Berlin ist erstmals Deutscher Mannschaftsmeister im Badminton. Das Team um die Weltranglistensiebte im Dameneinzel, Juliane Schenk, setzte sich am Samstagabend (30. April 2011) im Play-off-Finale vor eigenem Publikum mit 4:0 gegen den 1. BC Beuel durch.  

 

Nachdem die deutsche Rekordnationalspielerin Nicole Grether durch ihren Sieg im Dameneinzel den entscheidenden vierten Punkt für Berlin geholt hatte, wurde das parallel laufende 1. Herreneinzel beim Stand von 8:3 im zweiten Satz aus Sicht des für die Gastgeber aufschlagenden Malaysiers Wong Choong Hann abgebrochen. Das ursprünglich als sechste und folglich abschließende Partie vorgesehene Mixed wurde erst gar nicht mehr begonnen.

 

Die Bonner verpassten damit ihren insgesamt vierten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte nach 1981, 1982 und 2005 und wurden wie im Vorjahr Vizemeister. Die SG EBT Berlin revanchierte sich mit dem Sieg für die Niederlage, die sie im Play-off-Finale der Saison 2004/2005 – ihrem ersten Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft – gegen den 1. BC Beuel erlitten hatte. Seitdem standen beide Vereine noch weitere zwei Male im Finale, unterlagen darin aber jeweils dem 1. BC Bischmisheim, der von 2006 und 2010 fünfmal in Folge den Hans Riegel-Pokal für den besten Verein der Saison in Empfang nehmen durfte. Bei ihrer vierten Endspielteilnahme verzeichnete die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg nun erstmals den Sieg.

 

Während sich der 1. BC Beuel die Teilnahme am Play-off-Finale durch einen 4:2-Erfolg im Halbfinale über den 1. BC Bischmisheim – einer Neuauflage des Vorjahresfinals – erkämpft hatte, war die SG EBT Berlin dank ihrer hervorragenden Leistungen in der Punkterunde direkt ins Endspiel eingezogen: In dieser Saison stand der Tabellenerste erstmals automatisch als Finalteilnehmer fest und hatte zudem im Endspiel Heimrecht.

 

Der Spielverlauf in aller Kürze:

 

·         Als erstes Match wurde am Samstagabend das Damendoppel beendet. Gastgeber SG EBT Berlin ging durch einen Zwei-Satz-Erfolg von Juliane Schenk und Nicole Grether über das Bonner Duo Birgit Michels/Heather Olver mit 1:0 in Führung.

·         Die malaysisch-englische Paarung Wong Choong Hann und Robert Blair erhöhte anschließend für die Gastgeber durch einen Sieg in drei Durchgängen über die deutschen Nationalspieler Ingo Kindervater und Marc Zwiebler in Diensten des 1. BC Beuel auf 2:0.

·         Während sich das Herrendoppel im entscheidenden Satz befand, erfolgte bereits im 2 Herrendoppel der erste Aufschlag. Darin zog Beuels Carl Baxter gegen seinen Trainer in der englischen Nationalmannschaft, Kenneth Jonassen, bei seiner 14:21, 22:24-Niederlage den Kürzeren. Der 3:0-Zwischenstand bedeutete zugleich den ersten „Matchball“ für die Gastgeber aus der Hauptstadt.

·         Und den nutzten sie dann auch: Die deutsche Rekordnationalspielerin Nicole Grether ließ der für die Gäste aus dem Rheinland aufschlagenden Lisa Kaminski beim 21:7, 21:5 zu keiner Zeit eine Chance auf den Sieg. Der entscheidende vierte Punkt war verzeichnet, die SG EBT Berlin durfte über den ersten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte jubeln.

·         Das fünfte Match, das 1. Herreneinzel, wurde daraufhin beim Stand von 8:3 im zweiten Satz aus Sicht des in Diensten von EBT stehenden Malaysiers Wong Choong Hann abgebrochen.

·         Das ursprünglich als sechste und folglich abschließende Partie vorgesehene Mixed wurde erst gar nicht mehr begonnen.  

 

Die einzelnen Ergebnisse:

 

Play-off-Finale am 30.04.2011, SG EBT Berlin - 1. BC Beuel 4:0

  

 

HD:

Wong Choong Hann/Robert Blair

(Malaysia/England)

-

Ingo Kindervater/Marc Zwiebler

(beide Deutschland)

21:23, 21:16, 21:13

DD:

Nicole Grether/Juliane Schenk

(beide Deutschland)

-

Birgit Michels/Heather Olver

(Deutschland/England)

21:9, 21:14

HE2:

Kenneth Jonassen

(Dänemark)

-

Carl Baxter

(England)

21:14, 24:22

DE:

Nicole Grether

(Deutschland)

-

Lisa Kaminski

(Deutschland)

21:7, 21:5

HE1:

Wong Choong Hann

(Malaysia)

-

Marc Zwiebler

(Deutschland)

21:12, 8:3 – Spiel abgebrochen, da Entscheidung gefallen

MX:

Robert Blair/Juliane Schenk

(England/Deutschland)

-

Ingo Kindervater/Birgit Michels

(beide Deutschland)

nicht mehr ausgetragen

  

 

Einige Vergleiche mit den beiden Begegnungen in der Punkterunde 2010/2011

 

Aus den bisherigen beiden Partien zwischen Berlin und Beuel in dieser Saison ging Berlin sozusagen als „Gesamtsieger“ hervor: Am 17. Oktober 2010 trennten sich die Teams im Rheinland 3:3, kurz vor Weihnachten (19. Dezember 2010) verzeichnete EBT in der Hauptstadt einen deutlichen Sieg (5:1).

 

·         Dabei war es Marc Zwiebler und Ingo Kindervater am 4. Spieltag gelungen, das malaysisch-englische Duo Wong Choong Hann/Robert Blair zu bezwingen – und das sogar in zwei Sätzen. Diesmal entschieden die für Bonn aufschlagenden deutschen Nationalspieler den ersten Durchgang für sich, dann aber kippte das Spiel. Im Dezember mussten sich die Beueler knapp in drei Sätzen geschlagen geben.

·         Birgit Michels und Heather Olver mussten sich auch Mitte Oktober den mehrmaligen Deutschen Meisterinnen im Damendoppel, Juliane Schenk und Nicole Grether, geschlagen geben – damals aber nur knapp in drei Sätzen. Im Play-off-Finale waren sie hingegen chancenlos.

·         Marc Zwiebler hatte die beiden Partien in der Punkterunde gegen Wong Choong Hann verloren. Am Samstagabend wurde die Begegnung im zweiten Satz abgebrochen. Aber auch da sah alles nach einem Sieg des Asiaten aus.

·         Nachdem es zwischen Kenneth Jonassen und Carl Baxter nach der Punkterunde sozusagen 1:1 stand, konnte sich im Play-off-Finale erneut der Däne durchsetzen. Wie die beiden Partien zuvor, war der Sieger nach zwei Sätzen ermittelt.

 

4. Spieltag, 1. BC Beuel – SG EBT Berlin 3:3

 

HD: Marc Zwiebler/Ingo Kindervater – Wong Choong Hann/Robert Blair 21:13, 23:21

DD: Birgit Michels/Heather Olver – Juliane Schenk/Nicole Grether 22:20, 20:22, 16:21

HE1: Marc Zwiebler – Wong Choong Hann 9:21, 18:21

DE: Heather Olver – Juliane Schenk 0:21, 0:21

GD: Ingo Kindervater/Birgit Michels – Robert Blair/Nicole Grether 18:21, 21:18, 21:14

HE2: Carl Baxter – Kenneth Jonassen 21:18, 21:12

 

9. Spieltag, SG EBT Berlin – 1. BC Beuel 5:1

 

HD: Wong Choong Hann/Robert Blair – Marc Zwiebler/Ingo Kindervater 18:21, 21:18, 21:19

DD: Anne-Christin Reiter/Linda Näfe – Birgit Michels/Heather Olver 14:21, 10:21

HE1: Wong Choong Hann – Marc Zwiebler 21:13, 21:2

DE: Juliane Schenk – Elizabeth Cann 21:8, 21:9

GD: Juliane Schenk/Robert Blair – Ingo Kindervater/Birgit Michels 21:16, 21:18

HE2: Kenneth Jonassen – Carl Baxter 22:20, 22:20

 

 

   

Stimmen zum Play-off-Finale:

  

Manfred Kehrberg (Teammanager SG EBT Berlin): „Das war natürlich super. Die Mannschaft war hoch konzentriert und hat eine ganz starke Leistung gezeigt. Bonn hatte dem nicht viel entgegenzusetzen. Für die Zuschauer ist ein Spielabbruch natürlich immer etwas schade. Wir hatten rund 1.500 Besucher in der Halle, es war ein richtig gutes Event. Der Titelgewinn war der Abschluss einer langen Periode, auf der wir aufbauen können. Wir blicken optimistisch in die Zukunft, denn nicht zuletzt so viele Zuschauer geben Kraft für die nächsten Aufgaben. Wir hatten Besuch unter anderem von Vertretern der Stadt, aus der Politszene und vom Landessportbund – es war eine rundum gelungene Veranstaltung!“

 

Marc Hannes (Teammanager und Trainer 1. BC Beuel): „Das war eine ganz klare Angelegenheit. Berlin ist absolut verdient Deutscher Meister. Wir hätten eine Chance gehabt, wenn wir die Doppel zu Anfang gewonnen hätten. Denn wir wussten, dass es hinten raus, mit den Herreneinzeln und dem Dameneinzel, schwer werden würde. Wir wussten im Vorfeld aber auch, dass es nach den ersten vier Spielen 4:0 stehen könnte. Natürlich ist es schade, aber wir sind nicht allzu enttäuscht, denn die Erwartungen waren nicht so riesig. Ingo hat im Herrendoppel insbesondere zu Beginn eine Weltklasseleistung gezeigt – und das, obwohl er zuletzt drei Wochen nahezu nicht trainieren konnte, nachdem er sich im Play-off-Halbfinale am Knie verletzt hatte und dann auch noch krank war. Später nahm seine Fitness ab, leichte Fehler schlichen sich ein. Marc fand nie so richtig in sein Spiel. Im Doppel ist es bei ihm so, dass er sehr gut mitspielen kann, wenn es gut läuft. Wenn es aber nicht läuft, dann hat er – anders als im Einzel – keinen Plan B, da er Doppel ja nicht trainiert. Er fühlt sich entsprechend nicht sicher. Wong Choong Hann und Robert Blair sind aber natürlich auch sehr starke Gegner. Es war insgesamt aber eine tolle Veranstaltung!“

  

Birgit Michels (Spielerin 1. BC Beuel): „Wenn das Herrendoppel gewonnen hätte, hätte es vielleicht anders ausgesehen. Aber eigentlich hatten wir keine Chance. Berlin hat eine richtig gute Mannschaft, da muss alles zusammenpassen, damit man sie schlagen kann. Im Damendoppel haben wir gar nichts hinbekommen, während Juliane und Nicole ihre Sache richtig gut und keine Fehler gemacht haben. Uns war klar, dass wir eigentlich keine Chance mehr haben würden, wenn wir 0:2 aus den Doppeln gehen. Mir tat es für die Zuschauer leid, dass alles dann letztlich doch so schnell ging. Sie kamen ja auch teils von weiter her. Was mich betrifft, so war ich nicht traurig, dass das Mixed nicht mehr ausgetragen wurde. Nach dem schlechten Doppel hatte ich keine Lust mehr. Wir haben nach dem Finale noch zusammen mit den Berlinern gegessen und etwas getrunken – es gab ein Buffet in der Halle. Danach sind die Berliner und wir separat noch weggegangen.“

   

Die Platzierungen der Play-off-Finalisten seit der Saison 2004/2005:

 

SG EBT Berlin:

 

2004/2005: Vizemeister      (Final-Niederlage gegen Beuel)

2005/2006: Vizemeister      (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2006/2007: Halbfinale         (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2007/2008: Halbfinale         (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2008/2009: Vizemeister      (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2009/2010: Halbfinale         (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2010/2011: Meister            (Final-Sieg über Beuel)

 

1. BC Beuel:

 

2004/2005: Meister            (Final-Sieg über Berlin)

2005/2006: Halbfinale         (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2006/2007: Halbfinale         (darin Niederlage gegen den FC Langenfeld)

2007/2008: Vizemeister      (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2008/2009: Halbfinale         (darin Niederlage gegen Berlin)

2009/2010: Vizemeister      (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2010/2011: Vizemeister      (Final-Niederlage gegen Berlin)

  

 

Deutsche Mannschaftsmeister im Badminton:

 

1957  1. DBC BONN

1958  STC BLAU-WEISS SOLINGEN

1959  1. DBC BONN

1960  1. DBC BONN

1961  1. DBC BONN

1962  MTV 79 MÜNCHEN

1963  VfB LÜBECK

1964  MTV 79 MÜNCHEN

1965  MTV 79 MÜNCHEN

1966  MTV 79 MÜNCHEN

1967  MTV 79 MÜNCHEN

1968  1. BV MÜLHEIM

1969  1. BV MÜLHEIM

1970  1. BV MÜLHEIM

1971  1. BV MÜLHEIM

1972  1. BV MÜLHEIM

1973  1. BV MÜLHEIM

1974  1. BV MÜLHEIM

1975  1. BV MÜLHEIM

1976  1. BV MÜLHEIM

1977  1. BV MÜLHEIM

1978  1. BV MÜLHEIM

1979  1. BV MÜLHEIM

1980  1. BV MÜLHEIM

1981  1. BC BEUEL

1982  1. BC BEUEL

1983  1. DBC/SSF BONN

1984  OSC 04 RHEINHAUSEN

1985  TV MAINZ-ZAHLBACH

1986  TV MAINZ-ZAHLBACH

1987  TV MAINZ-ZAHLBACH

1988  1.DBC/SSF BONN

1989  FC LANGENFELD

1990  SV FORTUNA REGENSBURG

1991  TuS WIEBELSKIRCHEN

1992  TuS WIEBELSKIRCHEN

1993  FC 05 BAYER UERDINGEN

1994  FC 05 BAYER UERDINGEN

1995  FC 05 BAYER UERDINGEN

1996  SSV HEILIGENWALD  

1997  BSC EINTR. SÜDRING BERLIN

1998  SC 05 BAYER UERDINGEN

1999  BC EINTRACHT SÜDRING BERLIN

2000  BC EINTRACHT SÜDRING BERLIN

2001  BC EINTRACHT SÜDRING BERLIN

2002  SC 05 BAYER UERDINGEN

2003  SC 05 BAYER UERDINGEN

2004  FC LANGENFELD

2005  1. BC BEUEL

2006  1. BC BISCHMISHEIM

2007  1. BC BISCHMISHEIM

2008  1. BC BISCHMISHEIM

2009  1. BC BISCHMISHEIM

2010  1. BC BISCHMISHEIM

2011  SG EBT Berlin

 

Hinweis: Die Bundesliga existiert seit 1972. Seit 1991 werden Play-off-Spiele um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft durchgeführt. Eine Ausnahme bildeten die Jahre 2000 und 2001, als eine Meisterrunde ausgetragen wurde.                                         

  

   

Impressionen aus Berlin

Volkmar Kehrberg hat auf seiner Homepage eine Galerie mit Bildern vom Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zwischen der SG EBT Berlin und dem 1. BC Beuel eingerichtet.

 

 

Anders – in vielerlei Hinsicht

Vorschau auf das Play-off-Finale in der 1. Bundesliga

 

(28.04.2011, CP) Am 21. September 2010 begann die Erstligasaison 2010/2011, am kommenden Samstagabend (30. April 2011), sieben Monate und neun Tage später, findet sie mit dem Play-off-Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ihren Abschluss. Dabei gestaltet sich der Kampf um den Hans Riegel-Pokal für den besten Verein der Spielzeit diesmal noch spannender als in den vorangegangenen Jahren. Schließlich fällt die Entscheidung über den Titelgewinn nicht mehr nach einem Hin- und einem Rückspiel, sondern es zählt nur noch eine Partie.

 

Die Gastgeberrolle für den „Showdown“ hat sich die Mannschaft der SG EBT Berlin verdient: Sie beendete die Punkterunde, die 2010/2011 vorerst zum letzten Mal 14 Spieltage umfasste, bevor ab der Spielzeit 2011/2012 zehn Vereine in der Eliteklasse vertreten sein werden, so dass insgesamt 18 Spieltage zusammenkommen, auf Rang eins. Der „Platz an der Sonne“ bedeutet zum einen die direkte Qualifikation für das Play-off-Finale und zum anderen Heimrecht darin.

 

Als Gäste empfängt die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg Spielerinnen und Spieler, deren Heimspielstätte rund 600 Kilometer von der Hauptstadt entfernt gelegen ist: die Spitzenmannschaft des 1. BC Beuel. Diese erspielte sich den zweiten Finalplatz über einen „Umweg Halbfinale“. Während die Berliner nach ihrer 14. Partie in der Punkterunde, am 27. März 2011 in Rosenheim (6:0 für Berlin), gleich die Vorbereitungen für das Endspiel treffen konnten, stand für die Bonner das Halbfinale am 9. April 2011 gegen den Titelverteidiger und fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim an. Auch dieses wurde – anders als in früheren Zeiten – lediglich als ein Spiel ausgetragen. Als Zweitplatzierter nach der Punkterunde durfte sich darin der 1. BC Beuel vor eigenem Publikum präsentieren – und er setzte sich mit 4:2 gegen die Saarländer, Tabellendritte nach der Punkterunde, durch.

 

Damit findet am Samstag erstmals seit der Saison 2004/2005 ein Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ohne Beteiligung des 1. BCB statt. Damals unterlag der Verein im Halbfinale der SG EBT Berlin – allerdings nicht in sportlicher Hinsicht: Bischmisheim wäre nach dem 6:2-Sieg im Hinspiel und dem 4:4-Unentschieden im Rückspiel (bis einschließlich der Saison 2009/2010 wurden ja acht Matches pro Partie ausgetragen, während es nun sechs sind) an sich ins Finale eingezogen. Da der Verein jedoch einen indischen Spieler einsetzte, dessen Einsatz vom DBV-Verbandsgericht als nicht der Bundesliga-Ordnung entsprechend befunden wurde, wurden die beiden Halbfinalpartien mit 8:0 für Berlin umgewertet.

  

Beuel und Berlin standen sich bislang ein Mal in einem Endspiel um den Hans Riegel-Pokal gegenüber – und zwar in eben jener Saison 2004/2005. Beuel setzte sich damals in der Vorschlussrunde gegen den FC Langenfeld durch.

 

Das Finale zwischen Berlin und Beuel gestaltete sich derart eng, dass die Anzahl der gewonnenen Sätze den Ausschlag gab – zugunsten der Bonner, die damit ihren insgesamt dritten Titelgewinn nach 1981 und 1982 verzeichneten. Die Mannschaft aus der Hauptstadt verpasste hingegen ihren ersten Triumph und zog danach weitere zwei Male den Kürzeren, als sie im Endspiel stand. 2005/2006 unterlag EBT darin dem 1. BC Bischmisheim, der damit seine Serie von letztlich fünf Titelgewinnen in Folge (bis einschließlich 2010) initiierte. 2008/2009 waren es ebenfalls die Saarländer, die der Mannschaft aus der Hauptstadt den Traum von der ersten Meisterschaft zunichte machten. Nun setzt das Team um Deutschlands Top 10-Spielerin Juliane Schenk alles daran, im vierten Anlauf endlich die begehrte Trophäe in Empfang nehmen zu dürfen. 2006/2007, 2007/2008 belegte die SG EBT Berlin ebenso wie in der Saison 2009/2010 den dritten Platz. 

 

Zahlreiche Spielerinnen und Spieler, die vor sechs Jahren für Berlin bzw. Beuel spielten, stehen auch diesmal wieder – entweder immer noch oder aber erneut – bei diesen Vereinen unter Vertrag. So zählte beispielsweise die deutsche Rekordnationalspielerin Nicole Grether 2004/2005 zu jenem EBT-Team, das den Einzug ins Play-off-Finale schaffte. Gleiches gilt für den Engländer Robert Blair und den deutschen Nationalspieler Tim Dettmann. Für Beuel schlugen schon damals Birgit Michels (zu jener Zeit noch als „Birgit Overzier“ geführt) und Marc Zwiebler auf.

 

 

Die Ergebnisse des Play-off-Finals der Saison 2004/2005

 

Rückspiel, 1. BC Beuel – SG EBT Berlin 5:3 (13:7 Sätze)

 

1. HD: Anthony Clark/Ian Maywald - Robert Blair/Tim Dettmann 15:3, 15:11

DD: Petra Overzier/Birgit Overzier - Nicole Grether/Joanne Wright 17:15, 15:5

2. HD: Xie Yanchun/Marc Zwiebler - Conrad Hückstädt/Kasperi Salo 15:7, 15:10

DE: Petra Overzier - Nicole Grether 11:5, 11:9

MX: Anthony Clark/Birgit Overzier - Robert Blair/Joanne Wright 12:15, 15:13, 2:15

1. HE: Xie Yanchun - Chuan Xuan 15:9, 10:15, 16:17

2. HE: Marc Zwiebler - Kasperi Salo 15:3, 11:15, 1:15

3. HE: Ian Maywald - Conrad Hückstädt 15:5, 15:6

 

Hinspiel, SG EBT Berlin - 1. BC Beuel 5:3 (11:7)

 

2. HD: Conrad Hückstädt/Kasperi Salo - Xie Yanchun/Marc Zwiebler 15:10 15:7
DD:
Nicole Grether/Joanne Wright - Petra Overzier/Birgit Overzier 17:15, 15:10
1. HD: Robert Blair/
Tim Dettmann - Anthony Clark/Ian Maywald 15:11, 13:15, 15:13
DE: Nicol
e Grether - Petra Overzier 9:11, 11:5, 8:11
MX: Robert Blair/Joanne Wright - Anthony Clark/
Birgit Overzier 2:15 5:15

3. HE: Conrad Hückstädt -  Ian Maywald 15:3, 15:13
1. HE: Chuan Xuan - Xie Yanchun
5:15, 6:15
2. HE: Kasperi Salo - Marc Zwiebler 
15:11, 15:3

 

Der 1. BC Beuel steht in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und zum insgesamt vierten Mal seit der Saison 2004/2005. Im Vorjahr kamen die Bonner im Hinspiel in Saarbrücken zu einem 4:4, mussten dann jedoch beim 2:6 im Rückspiel in eigener Halle die Überlegenheit der Bischmisheimer anerkennen.

 

 

Die Ergebnisse des Play-off-Finals der Saison 2009/2010

 

Rückspiel, 1. BC Beuel – 1. BC Bischmisheim 2:6  

 

HD1: Ingo Kindervater/Ian Maywald - Michael Fuchs/Johannes Schöttler 14:21, 13:21

DD: Birgit Overzier/Heather Olver - Olga Konon/Emma Wengberg 17:21, 20:22

HD2: Marc Zwiebler/Rajiv Ouseph - Jochen Cassel/Kristof Hopp 21:8, 21:18

HE1: Marc Zwiebler - Kestutis Navickas 21:14, 21:9

DE: Elizabeth Cann - Olga Konon 16:21, 11:21

MX: Ingo Kindervater/Birgit Overzier - Kristof Hopp/Emma Wengberg 12:21, 0:21 (Abbruch Kindervater/Overzier nach gefallener Entscheidung)

HE2: Rajiv Ouseph - Dieter Domke 11:21, 21:18, 15:21

HE3: Carl Baxter - Marcel Reuter 24:26, 21:18, 7:21

 

Hinspiel, 1. BC Bischmisheim – 1. BC Beuel 4:4

 

HD1: Kristof Hopp/Michael Fuchs – Ingo Kindervater/Ian Maywald 21:18, 21:18

DD: Olga Konon/Emma Wengberg – Birgit Overzier/Heather Olver 21:13, 20:22, 21:17

HD2: Jochen Cassel/Johannes Schöttler – Marc Zwiebler/Rajiv Ouseph 20:22, 10:21

HE1: Kestutis Navickas – Marc Zwiebler 16:21, 12:21

DE: Olga Konon – Elizabeth Cann 21:13, 21:16

MX: Kristof Hopp/Emma Wengberg – Ingo Kindervater/Birgit Overzier 21:17, 14:21, 23:25

HE2: Dieter Domke – Rajiv Ouseph 12:21, 17:21

HE3: Marcel Reuter – Carl Baxter 23:21, 21:12

    

 

Die Ergebnisse der beiden Begegnungen in der Punkterunde 2010/2011

 

Aus den bisherigen beiden Partien zwischen Berlin und Beuel in dieser Saison ging Berlin sozusagen als „Gesamtsieger“ hervor: Am 17. Oktober 2010 trennten sich die Teams im Rheinland 3:3, kurz vor Weihnachten (19. Dezember 2010) verzeichnete EBT in der Hauptstadt einen deutlichen Sieg (5:1).

 

4. Spieltag, 1. BC Beuel – SG EBT Berlin 3:3

 

HD: Marc Zwiebler/Ingo Kindervater – Wong Choong Hann/Robert Blair 21:13, 23:21

DD: Birgit Michels/Heather Olver – Juliane Schenk/Nicole Grether 22:20, 20:22, 16:21

HE1: Marc Zwiebler – Wong Choong Hann 9:21, 18:21

DE: Heather Olver – Juliane Schenk 0:21, 0:21

GD: Ingo Kindervater/Birgit Michels – Robert Blair/Nicole Grether 18:21, 21:18, 21:14

HE2: Carl Baxter – Kenneth Jonassen 21:18, 21:12

 

9. Spieltag, SG EBT Berlin – 1. BC Beuel 5:1

 

HD: Wong Choong Hann/Robert Blair – Marc Zwiebler/Ingo Kindervater 18:21, 21:18, 21:19

DD: Anne-Christin Reiter/Linda Näfe – Birgit Michels/Heather Olver 14:21, 10:21

HE1: Wong Choong Hann – Marc Zwiebler 21:13, 21:2

DE: Juliane Schenk – Elizabeth Cann 21:8, 21:9

GD: Juliane Schenk/Robert Blair – Ingo Kindervater/Birgit Michels 21:16, 21:18

HE2: Kenneth Jonassen – Carl Baxter 22:20, 22:20

 

 

Die Platzierungen der Play-off-Finalisten seit der Saison 2004/2005

 

SG EBT Berlin:

 

2004/2005: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Beuel)

2005/2006: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2006/2007: Halbfinale (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2007/2008: Halbfinale (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2008/2009: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2009/2010: Halbfinale (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

 

1. BC Beuel:

 

2004/2005: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2005/2006: Halbfinale (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2006/2007: Halbfinale (darin Niederlage gegen den FC Langenfeld)

2007/2008: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2008/2009: Halbfinale (darin Niederlage gegen Berlin)

2009/2010: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

 

 

Das Play-off-Finale

 

Datum:         Samstag, 30. April 2011

Ort:             Große Halle des Sportforums Berlin, Weißenseer Weg 53, 13053 Berlin

Beginn:         19.00 Uhr

 

Das diesjährige Finale weicht hinsichtlich des Austragungsmodus´nicht nur insofern von den Endspielen der Vorjahres ab, als dass der Deutsche Mannschaftsmeister bereits nach einer Partie feststeht. Ferner ist das Play-off-Finale der „Großen“ erstmals eingebettet in die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 und U15. Diese werden von Freitag bis Sonntag (29. April bis 1. Mai 2011) in derselben Halle ausgetragen. Auch bei der Mannschaftsmeisterschaft der Jugend und der Schüler haben Berlin und Beuel jeweils ein Team am Start. Hier besteht allerdings keine unmittelbare Konkurrenzsituation: Während die Mannschaft aus der Hauptstadt in der Altersklasse U19 antritt, ist Bonn mit den Schülern zugegen.

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum Play-off-Finale auch die Vorschauen der SG EBT Berlin (vom 26.04.2011) und des 1. BC Beuel (vom 25.04.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind. Bitte beachten Sie auch die Informationen auf den Webseiten der beiden Vereine unter http://ebt-badminton.de/cms/ bzw. www.bcbeuel.de.

 

 

 

Play-offs 2010/2011

 

Play-off-Finale:

  

Datum: Samstag, 30.04.2011

Beginn: 19.00 Uhr

Teilnehmer: SG EBT Berlin und 1. BC Beuel

Hallenanschrift: Große Halle des Sportforums Berlin, Weißenseer Weg 53, 13053 Berlin

Details: Zum Play-off-Finale bei alleturniere.de ...

        

 

Zur Übersicht über die letzten Spiele der Saison 2010/2011 bei alleturniere.de ...

 

   

Der 1. BC Beuel ist der zweite Endspiel-Teilnehmer

Das Team der Gastgeber aus Bonn.
Birgit Michels (l.) und Heather Olver.
Birgit Michels (l.) und Heather Olver.
Das Team des 1. BC Bischmisheim.
Fans.
Ingo Kindervater.
Die Entscheidung ist gefallen - im Mixed.
Johannes Schöttler (l.) und Michael Fuchs.
Die Schieds- und Linienrichter des Play-off-Halbfinals. Fotos: Maike Masurat.

Nachbericht zum Play-off-Halbfinale

 

(10.04.2011, CP) Der 1. BC Beuel hat das Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erreicht. Die Bonner setzten sich in einer Neuauflage des Vorjahresfinals in heimischer Halle mit 4:2 gegen den Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim durch, der zuletzt fünfmal in Folge den Hans-Riegel-Pokal für den besten Verein der Saison entgegennehmen durfte.

 

Im Finale trifft der 1. BC Beuel am 30. April 2011 um 19.00 Uhr in Berlin auf die SG EBT. Während die Rheinländer ihren insgesamt vierten Titelgewinn nach 1981, 1982 und 2005 anstreben, beabsichtigen die Gastgeber, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu holen.

 

Somit findet zum ersten Mal seit der Saison 2004/2005 ein Endspiel ohne Beteiligung der Saarländer statt. Damals unterlag der 1. BCB im Play-off-Halbfinale der SG EBT Berlin. Beuel stand in den vergangenen drei Spielzeiten zweimal im Finale, in welchem die Rheinländer sowohl in der Saison 2007/2008 als auch 2009/2010 Bischmisheim unterlagen.

 

Am Samstag baute das Team von Trainer Marc Hannes seine Erfolgsserie in der Saison 2010/2011 gegen den 1. BCB aus, nachdem es in der Punkterunde beide Begegnungen mit dem fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeister ebenfalls für sich entschieden hatte. Im Hinspiel gelang den Bonnern in eigener Halle ein 5:1-Sieg, bei dem einzig Olga Konon im Dameneinzel einen Punktgewinn für die Gäste verzeichnen konnte. Im Rückspiel in Saarbrücken setzte sich der 1. BC Beuel mit 4:2 durch, wobei abermals Olga Konon im Dameneinzel und zudem das Mixed Michael Fuchs/Emma Wengberg einen Matchgewinn für Bischmisheim verbuchte.

 

Im Play-off-Halbfinale gelang Olga Konon das Triple, indem sie der für Bonn aufschlagenden Lisa Kaminski (die für die ursprünglich vorgesehene Heather Olver eingesprungen war) keine Chance ließ, ferner behielt der DM-Dritte Marcel Reuter im 2. Herreneinzel die Oberhand über Carl Baxter und revanchierte sich damit für die Drei-Satz-Niederlage, die er zwei Wochen zuvor in der Partie des 14. Spieltages der Punkterunde vor eigenem Publikum gegen den Engländer erlitten hatte. Im 1. Herreneinzel und in allen Doppeln waren die Bonner am 9. April die erfolgreicheren Akteure – und das, obwohl ihnen der englische Routinier und „Punktegarant“ Anthony Clark nicht zur Verfügung stand.

 

Er hatte – ebenso wie die Nummer eins der Bonner im Dameneinzel, Elizabeth Cann – in der Hauptrunde zu wenige Einsätze für seinen Verein absolviert, um in den Play-offs aufschlagen zu dürfen. Der Europameister von 2008 im Mixed und zweifache Silbermedaillengewinner der WM 2006 steuerte in den beiden Partien gegen Bischmisheim, Mitte November 2010 und Ende März 2011, drei von vier möglichen Punkten bei, als er zusammen mit Birgit Michels das Mixed und an der Seite von Ingo Kindervater das Herrendoppel bestritt.

 

Nun trat Ingo Kindervater in der Disziplin, in welcher er auch der amtierende Deutsche Meister ist, gemeinsam mit Marc Zwiebler an – und das gegen seinen Doppelpartner bei nationalen und internationalen Turnieren, Johannes Schöttler. Im Gemischten Doppel vertraten Birgit Michels und Ingo Kindervater die Rheinländer, wobei Birgit Michels ihrem regulären Doppelpartner Michael Fuchs gegenüberstand. Auch diese beiden sind die nationalen Titelträger und zudem international ebenfalls überaus erfolgreich unterwegs.

 

Das Mixed, als das letzte Spiel des Tages, brachte dann auch erst die Entscheidung über den Einzug ins Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bzw. über das Aus im Play-off-Halbfinale. In drei umkämpften Durchgängen setzten sich letztlich die Vertreter der Gastgeber mit 23:21, 19:21, 21:16 gegen die Gäste aus dem Saarland durch. Damit gingen alle drei Gemischten Doppel, die zwischen Beuel und Bischmisheim in dieser Saison ausgetragen wurden, über die volle Distanz – zweimal mit dem besseren Ende für Bonn, am 14. Spieltag mit dem Punktgewinn für die Saarländer.

 

„Es war wie erwartet ein Spiel, das bei allen Beteiligten an die nervliche Substanz ging – gewissermaßen bis zum letzten Punkt war für beide Seiten alles drin“, meinte Bonns Trainer Marc Hannes nach dem Play-off-Halbfinale und fügte hinzu: „Ich bin echt froh, dass es kein Rückspiel gibt!“

 

Der Coach hatte durchaus erwartet, dass das Mixed ausschlaggebend sein würde. Obwohl Birgit Michels ihm zufolge in dieser Disziplin „nicht ihren besten Tag“ erwischte, verzeichneten die Bonner darin den entscheidenden Punktgewinn. Ein Extra-Lob bescheinigte Marc Hannes den deutschen Nationalspielern Marc Zwiebler und Ingo Kindervater: „Was Marc und Ingo gespielt haben, war auch für mich sehr erstaunlich. Ingo war sehr fokussiert an diesem Wochenende. Marc hat seine Sache ebenfalls super gemacht: Drei Sätze auf diesem Niveau Herrendoppel zu spielen, und das als Einzelspieler – das war schon klasse! Und auch das Herreneinzel – nach dem harten Doppel und noch dazu gegen einen frischen Gegner – hat er souverän bestritten. Gut, dass sie zuvor das Doppel gewonnen hatten!“

 

Dabei begann die Partie für die Gastgeber zunächst nicht optimal: Heather Olver nahm bereits verletzt das Damendoppel auf, setzte sich aber dennoch gemeinsam mit Birgit Michels zum dritten Mal in dieser Saison gegen das BCB-Duo Olga Konon und Emma Wengberg durch - und dies sogar nach Abwehr eines Matchballs. Zwei Wochen zuvor hatte sich die Engländerin im Dameneinzel gegen Olga Konon falsch belastet – Hüftprobleme waren die Folge. Daher musste Heather Olver im Play-off-Halbfinale auch auf einen Einsatz im Einzel, nach dem Doppel, verzichten. „Und Carl Baxter hat sich gegen Marcel Reuter gleich im ersten Satz verletzt – es ging also eigentlich erst einmal recht viel schief“, meinte Marc Hannes.

 

Nun laufen bei den Bonnern die Vorbereitungen auf das Play-off-Finale auf Hochtouren – insbesondere in organisatorischer Hinsicht. „Aufgrund des späten Spielbeginns gestaltet sich die Reise dorthin nämlich gar nicht so einfach“, sagt Marc Hannes, der selbst bereits ab dem Donnerstag (28. April 2011) in der Hauptstadt weilen wird. Schließlich hat sich die Schülermannschaft des 1. BC Beuel für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 und U15 qualifiziert, die vom 29. April bis zum 1. Mai 2011 ebenfalls in Berlin ausgetragen werden.

 

Überhaupt werden – aufgrund der parallel ausgetragenen Veranstaltung – zahlreiche „NRWler“ in dieser Zeit vor Ort sein, wovon sich Marc Hannes durchaus zusätzliche Unterstützung für die Erstligamannschaft des 1. BC Beuel erhofft. „Wir haben gegen Berlin kaum eine Chance, wollen sie aber nutzen …“, meint der Coach. Am 30. April wird die gleiche Mannschaft antreten, die auch das Play-off-Halbfinale bestritt – welches nach Aussage von Marc Hannes im Übrigen eine gute Werbung für den Badmintonsport darstellte. „Die Stimmung war super, die Halle, in der wir drei Zusatztribünen aufgebaut hatten, voll!“

 

"Ich bin mit der Leistung unserer Mannschaft zufrieden, der Einsatz hat gestimmt. Heute hat uns einfach das Glück gefehlt, das wir in den vergangenen Jahren auf unserer Seite hatten. Besonders schade war der vergebene Matchball im Damendoppel. Hätten wir diesen Punkt geholt, wäre das gesamte Spiel wohl zu unseren Gunsten ausgegangen. Wir gratulieren aber natürlich dem BC Beuel! Der Verein war heute ein super Gastgeber und die Mannschaft ist ein absolut würdiger Finalteilnehmer", zog BCB-Teammanager Thomas Tesche auf der Homepages des Vereins ein Fazit.

 

Michael Fuchs, Teamkapitän der Saarländer, ergänzte an gleicher Stelle: "Nach der Niederlage sind wir natürlich alle enttäuscht. Aber es war klar, dass unsere Serie irgendwann reißen wird. Mit meiner Leistung im Herrendoppel bin ich nicht zufrieden. Aber da es sich nicht mehr ändern lässt, werden wir jetzt nach vorne schauen. In der nächsten Saison haben wir eine sehr gute Mannschaft und der BCB wird erneut angreifen. Glückwunsch an Beuel!"

 

Letztlich gewann der 1. BC Beuel acht Sätze, der 1. BCB sieben, dafür lagen die Gäste aus dem Saarland hinsichtlich der eingefahrenen Spielpunkte geringfügig vorn (272 vs. 260). Erstmals umfasste das Play-off-Halbfinale nur eine Partie und nicht wie in früheren Zeiten ein Hin- und ein Rückspiel. Der 1. BC Beuel hatte sich dafür durch seine bessere Platzierung nach der Punkterunde im Vergleich zum Titelverteidiger (Tabellenrang zwei vs. drei) das Heimrecht gesichert.

 

 

Ergebnisse

 

Play-off-Halbfinale am 9. April 2011 in Bonn:

 

1. BC Beuel – 1. BC Bischmisheim 4:2

 

HD: Marc Zwiebler/Ingo Kindervater – Michael Fuchs/Johannes Schöttler 21:12, 17:21, 21:10

DD: Birgit Michels/Heather Olver – Olga Konon/Emma Wengberg 21:15, 20:22, 24:22

HE1: Marc Zwiebler – Dieter Domke 21:12, 21:16

DE: Lisa Kaminski – Olga Konon 6:21, 4:21

MX: Ingo Kindervater/Birgit Michels – Michael Fuchs/Emma Wengberg 23:21, 19:21, 21:16

HE2: Carl Baxter – Marcel Reuter 12:21, 9:21

 

 

Historie

 

Hinspiel Saison 2010/2011 am 14. November 2010 in Bonn:

 

1. BC Beuel – 1. BC Bischmisheim 5:1

 

HD: Anthony Clark/Ingo Kindervater – Michael Fuchs/Johannes Schöttler 21:16, 19:21, 21:15

DD: Birgit Michels/Heather Olver – Olga Konon/Emma Wengberg 21:15, 24:22

HE1: Marc ZwieblerMarcel Reuter 21:13, 21:14

DE: Elizabeth Cann – Olga Konon 23:25, 13:21

GD: Anthony Clark/Birgit Michels – Michael Fuchs/Emma Wegberg 19:21, 21:19, 21:17

HE2: Carl Baxter – Johannes Schöttler 22:2017:21, 21:18

 

 

Rückspiel Saison 2010/2011 am 27. März 2011 in Saarbrücken:

 

1. BC Bichmisheim – 1. BC Beuel 2:4

 

HD: Michael Fuchs/Johannes Schöttler – Anthony Clark/Ingo Kindervater 19:21, 21:23

DD: Olga Konon/Emma Wengberg – Birgit Michels/Heather Olver 15:21, 11:21

HE1: Dieter Domke – Marc Zwiebler 14:21, 14:21

DE: Olga Konon – Heather Olver 21:1021:12

GD: Michael Fuchs/Emma Wengberg – Anthony Clark/Birgit Michels 15:21, 21:14, 23:21

HE2: Marcel ReuterCarl Baxter 14:21, 21:16, 11:21

 

 

Die Platzierungen der in der Saison 2010/2011 am Play-off-Halbfinale beteiligten Vereine seit der Saison 2004/2005:

 

1. BC Bischmisheim:

 

2004/2005: Halbfinale (darin Niederlage gegen Berlin)

2005/2006: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2006/2007: Meister (Final-Sieg über den FC Langenfeld)

2007/2008: Meister (Final-Sieg über Beuel)

2008/2009: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2009/2010: Meister (Final-Sieg über Beuel)

2010/2011: Halbfinale (darin Niederlage gegen Beuel)

 

1. BC Beuel:

 

2004/2005: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2005/2006: Halbfinale (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2006/2007: Halbfinale (darin Niederlage gegen den FC Langenfeld)

2007/2008: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2008/2009: Halbfinale (darin Niederlage gegen Berlin)

2009/2010: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2010/2011: ???

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum Play-off-Halbfinale auch den Nachbericht des 1. BC Bischmisheim (vom 09.04.2011), der in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt ist.

 

 

 

Wer qualifiziert sich für das Endspiel in und gegen Berlin?

Vorschau auf das Play-off-Halbfinale in der 1. Bundesliga

 

(08.04.2011, CP) Wird es dem 1. BC Bischmisheim gelingen, zum sechsten Mal in Folge das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu erreichen und damit die Chance auf den sechsten Titelgewinn in Serie zu wahren? Oder findet erstmals seit der Saison 2004/2005, als der BCB im Halbfinale – gegen die bereits als Play-off-Finalist 2010/2011 feststehende SG EBT Berlin – ausschied, ein Endspiel ohne Beteiligung der Saarländer statt? Schafft der 1. BC Beuel es, sich wie im Vorjahr für das letzte Spiel der Saison zu qualifizieren, so dass er weiterhin vom insgesamt vierten Titelgewinn nach 1981, 1982 und 2005 träumen darf?

 

Auf diese und weitere Fragen wird das Play-off-Halbfinale Antworten geben, das am Samstag, den 9. April 2011 ab 14.00 Uhr in der Bonner Erwin-Kranz-Halle steigt. In einer Neuauflage des Vorjahresfinals treffen der 1. BC Beuel und der 1. BC Bischmisheim aufeinander. Diesmal wird es allerdings nur eine Partie geben und kein Hin- und Rückspiel, so wie es in früheren Zeiten der Fall war.

 

In der Punkterunde verzeichneten die Rheinländer sowohl vor eigenem Publikum als auch auswärts einen Sieg. Dennoch stapelt Bonns Coach vor dem Duell des Tabellenzweiten nach 14 Spieltagen (Beuel) gegen den –dritten tief: „Wir haben zwar zweimal in dieser Saison gegen Bischmisheim gewonnen, sind im Halbfinale aber dennoch nicht Favorit. Unser Ziel ist es, 3:3 zu spielen und dann die Sätze und Punkte auszuzählen“, meinte Marc Hannes nach der letzten Partie der Rheinländer in der Punkterunde – in der genau jener 1. BCB – in Saarbrücken – auch schon der Gegner war. Nicht einmal zwei Wochen ist dies her, nun treffen die beiden erfolgreichen Vereine erneut aufeinander. Diesmal haben es allerdings die Bonner bequemer: Aufgrund der besseren Platzierung nach der Punkterunde haben sie Heimrecht und müssen entsprechend nicht vorher noch mehrere hundert Kilometer auf der Autobahn zurücklegen oder mit dem Flugzeug anreisen.

 

Ein Wermutstopfen ist für die Gastgeber des Halbfinals dafür in personeller Hinsicht zu konstatieren: Bonn muss auf die englischen Asse Anthony Clark und Elizabeth Cann verzichten. Sie haben in der Hauptrunde zu wenige Einsätze absolviert, als dass sie in den Play-offs aufschlagen dürften. Anthony Clark, der Europameister von 2008 im Mixed und zweifache Silbermedaillengewinner der WM 2006, steuerte in den bisherigen beiden Partien gegen Bischmisheim drei von vier möglichen Punkten bei. „Der BCB ist daher aus meiner Sicht leicht im Vorteil, aber dafür haben wir die Zuschauer im Rücken. Ich denke, es erwartet sie eine enge, ausgeglichene Partie“, meint Marc Hannes, in dessen Team nun Marc Zwiebler (Einzel und Doppel) sowie Ingo Kindervater (Doppel und Mixed) doppelt belastet werden.

 

Der Titelverteidiger aus dem Saarland nimmt die Halbfinalpartie optimistisch in Angriff: „Natürlich ist es für unser Publikum schade, dass wir jetzt auswärts antreten müssen. Sportlich ist das aber kein Nachteil für uns und ich sehe durchaus unsere Chance, zumal Clark in der Endrunde nicht spielen wird. Und wir hoffen natürlich, dass uns viele Fans nach Bonn begleiten werden“, sagte BCB-Teamkapitän Michael Fuchs nach der zweiten Saisonniederlage gegen Bonn, am 27. März 2011. Während der 28-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften ebenso wie bei internationalen Turnieren mit Birgit Michels ein Gemischtes Doppel bildet, ein überaus erfolgreiches noch dazu, spielt der Vize-Europameister mit dem deutschen Mixed-Team am Samstag gegen seine Doppelpartnerin. Genauso stehen die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, diesmal nicht auf einer Seite des Courts, sondern sich gegenüber. Auch solche Konstellationen sind jedes Mal wieder interessant. Schließlich möchte jeder Akteur mit seinem Verein das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erreichen.

 

Dieses wird am 30. April 2011 ab 19.00 Uhr in der deutschen Hauptstadt ausgetragen, wo die SG EBT Berlin alles daran setzen wird, um erstmals den Hans-Riegel-Pokal für den besten Verein der Saison entgegen nehmen zu dürfen.

 

 

Statistik

 

Für alle Freunde der Statistik, nachfolgend einige interessante Daten und Zahlen:

 

Hinspiel Saison 2010/2011 am 14. November 2010 in Bonn:

 

1. BC Beuel – 1. BC Bischmisheim 5:1

 

HD: Anthony Clark/Ingo Kindervater – Michael Fuchs/Johannes Schöttler 21:16, 19:21, 21:15

DD: Birgit Michels/Heather Olver – Olga Konon/Emma Wengberg 21:15, 24:22

HE1: Marc ZwieblerMarcel Reuter 21:13, 21:14

DE: Elizabeth Cann – Olga Konon 23:25, 13:21

GD: Anthony Clark/Birgit Michels – Michael Fuchs/Emma Wegberg 19:21, 21:19, 21:17

HE2: Carl Baxter – Johannes Schöttler 22:20, 17:21, 21:18

 

 

Rückspiel Saison 2010/2011 am 27. März 2011 in Saarbrücken:

 

1. BC Bichmisheim – 1. BC Beuel 2:4

 

HD: Michael Fuchs/Johannes Schöttler – Anthony Clark/Ingo Kindervater 19:21, 21:23

DD: Olga Konon/Emma Wengberg – Birgit Michels/Heather Olver 15:21, 11:21

HE1: Dieter Domke – Marc Zwiebler 14:21, 14:21

DE: Olga Konon – Heather Olver 21:10, 21:12

GD: Michael Fuchs/Emma Wengberg – Anthony Clark/Birgit Michels 15:21, 21:14, 23:21

HE2: Marcel ReuterCarl Baxter 14:21, 21:16, 11:21

 

 

Die Platzierungen der Play-off-Halbfinalisten seit der Saison 2004/2005:

 

1. BC Bischmisheim:

 

2004/2005: Halbfinale (darin Niederlage gegen Berlin)

2005/2006: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2006/2007: Meister (Final-Sieg über den FC Langenfeld)

2007/2008: Meister (Final-Sieg über Beuel)

2008/2009: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2009/2010: Meister (Final-Sieg über Beuel)

2010/2011: ???

 

1. BC Beuel:

 

2004/2005: Meister (Final-Sieg über Berlin)

2005/2006: Halbfinale (darin Niederlage gegen Bischmisheim)

2006/2007: Halbfinale (darin Niederlage gegen den FC Langenfeld)

2007/2008: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2008/2009: Halbfinale (darin Niederlage gegen Berlin)

2009/2010: Vizemeister (Final-Niederlage gegen Bischmisheim)

2010/2011: ???

 

 

Das Play-off-Finale in der Saison 2009/2010:

 

Hinspiel, 24.04.2010

 

1. BC Bischmisheim – 1. BC Beuel 4:4

 

HD1: Kristof Hopp/Michael Fuchs – Ingo Kindervater/Ian Maywald 21:18, 21:18

DD: Olga Konon/Emma WengbergBirgit Overzier/Heather Olver 21:13, 20:22, 21:17

HD2: Jochen Cassel/Johannes Schöttler – Marc Zwiebler/Rajiv Ouseph 20:22, 10:21

HE1: Kestutis Navickas – Marc Zwiebler 16:21, 12:21

DE: Olga Konon – Elizabeth Cann 21:13, 21:16

MX: Kristof Hopp/Emma Wengberg – Ingo Kindervater/Birgit Overzier 21:17, 14:21, 23:25

HE2: Dieter Domke Rajiv Ouseph 12:2117:21

HE3: Marcel Reuter – Carl Baxter 23:21, 21:12

    

Rückspiel, 25.04.2010:

 

1. BC Beuel – 1. BC Bischmisheim 2:6

 

HD1: Ingo Kindervater/Ian Maywald - Michael Fuchs/Johannes Schöttler 14:21, 13:21

DD: Birgit Overzier/Heather Olver - Olga Konon/Emma Wengberg 17:21, 20:22

HD2: Marc Zwiebler/Rajiv Ouseph - Jochen Cassel/Kristof Hopp 21:8, 21:18

HE1: Marc Zwiebler - Kestutis Navickas 21:14, 21:9

DE: Elizabeth Cann - Olga Konon 16:21, 11:21

MX: Ingo Kindervater/Birgit Overzier - Kristof Hopp/Emma Wengberg 12:21, 0:21 (Abbruch Kindervater/Overzier nach gefallener Entscheidung)

HE2: Rajiv Ouseph - Dieter Domke 11:, 21:1815:21

HE3: Carl Baxter - Marcel Reuter 24:26, 21:18, 7:21

 

 

Das Play-off-Halbfinale

 

Datum:         Samstag, 9. April 2011

Ort:             Erwin-Kranz-Halle, Limpericher Str. 141, 53225 Bonn-Beuel

Beginn:         14.00 Uhr

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum Play-off-Halbfinale auch die Vorschauen des 1. BC Bischmisheim (vom 07.04.2011 und 05.04.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind. Bitte beachten Sie die Informationen des 1. BC Beuel auf dessen Webseite (vgl. www.bcbeuel.de).

 

 

 

Play-offs 2010/2011

Termine:

   

Das Play-off-Halbfinale wird am Samstag, den 09.04.2011 um 14.00 Uhr in Bonn zwischen dem 1. BC Beuel und dem 1. BC Bischmisheim ausgetragen.

Hallenanschrift: Erwin-Kranz-Halle, Limpericher Str. 141, 53225 Bonn-Beuel

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Das Play-off-Finale findet am Samstag, den 30.04.2011 in Berlin statt. Endspiel-Teilnehmer sind die SG EBT Berlin und der Gewinner des Halbfinals. Beginn ist um 19.00 Uhr.

Hallenanschrift: Große Halle des Sportforums Berlin, Weißenseer Weg 53, 13053 Berlin

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