Playoff-Finale, 24./25.04.2010

   

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Bischmisheim oder Beuel?

  

(23.04.2010) Am kommenden Wochenende (24./25.04.2010) fällt in der Badminton-Bundesliga die Entscheidung über den Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2010. Im Playoff-Finale stehen sich Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim aus dem Saarland und der nordrhein-westfälische Verein 1. BC Beuel gegenüber.

 

Das Hinspiel wird am Samstag, den 24.04.2010 um 14.00 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken ausgetragen, das Rückspiel tags darauf um die gleiche Uhrzeit in der Bonner Erwin-Kranz-Halle. Während der 1. BC Bischmisheim seinen fünften Titelgewinn - sowohl insgesamt als auch in Folge - verbuchen möchte, strebt das Team aus dem Rheinland den vierten Mannschaftserfolg nach 1981, 1982 und 2005 an. 

 

Die Punkterunde der Erstligasaison 2009/2010 hatte der 1. BC Beuel als Tabellenführer, unmittelbar vor dem 1. BC Bischmisheim, abgeschlossen - mit dem gleichen Punkteverhältnis wie der Titelverteidiger, jedoch mit dem geringfügig besseren Spielverhältnis. Als einzigem Team war es den Bonnern in der Hauptrunde gelungen, den Saarbrückern Punkte abzunehmen: Einem 4:4-Unentschieden im Hinspiel im Rheinland ließ der 1. BC Beuel im Rückspiel in Saarbrücken einen 5:3-Sieg folgen. Doch in den Playoffs sind diese Ergebnisse irrelevant, es geht wieder bei null los.

 

In den Aufgeboten beider Vereine stehen frisch gebackene EM-Medaillengewinner aus Deutschland: So schlägt für den viermaligen Gewinner des Hans-Riegel-Pokals, den 1. BC Bischmisheim, Michael Fuchs auf, der in der vergangenen Woche bei den Individual-Europameisterschaften in Manchester die Bronzemedaille im Herrendoppel geholt hatte. Dies gelang ihm zusammen mit Ingo Kindervater - der für den 1. BC Beuel antritt und seinem Doppelpartner somit am kommenden Wochenende ausnahmsweise möglichst wenige Punktgewinne wünscht. Auch Bonns Nummer eins im Herreneinzel sicherte sich in Manchester Edelmetall: Marc Zwiebler erreichte ebenso wie Michael Fuchs und Ingo Kindervater die Vorschlussrunde und holte entsprechend die Bronzemedaille. 

 

Zu erwarten sind sicherlich nicht nur hochklassige, sondern zudem extrem spannende Spiele. „Ich gehe davon aus, dass wir am Ende knapp gewinnen“, meint Nationalspieler Michael Fuchs optimistisch. Seiner Einschätzung zufolge ist nur in jeweils zwei Partien ein Verein gegenüber dem anderen favorisiert, nämlich im Dameneinzel Bischmisheim (vertreten durch die Weißrussin Olga Konon) und im 1. Herreneinzel Beuel (vertreten durch Marc Zwiebler). „In allen anderen Spielen stehen die Chancen 50:50“, meint der 28-Jährige, der sich in Manchester seine erste Medaille bei Individual-Europameisterschaften sicherte.

 

Die Bonner haben neben den DBV-Akteuren Marc Zwiebler und Ingo Kindervater übrigens noch weitere Spielerinnen und Spieler in ihren Reihen, die bei der EM in der vergangenen Woche an der Siegerehrung beteiligt waren: Die Engländerin Heather Olver gewann im Damendoppel die Bronzemedaille, ihr Landsmann Rajiv Ouseph wurde Dritter im Herreneinzel.

 

Im Playoff-Halbfinale hatte sich der 1. BC Bischmisheim am 27./28.03.2010 in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen die SG EBT Berlin durchgesetzt (Hinspiel 5:3, Rückspiel 5:3), während der 1. BC Beuel den SC Union Lüdinghausen bezwang (Hinspiel 6:2, Rückspiel 3:5).  

 

Die nächsten Partien

 

Im Playoff-Finale (24./25.04.2010) stehen sich folgende Mannschaften gegenüber:

 

24.04.2010  14.00 Uhr        1. BC Bischmisheim - 1. BC Beuel

25.04.2010  14.00 Uhr        1. BC Beuel – 1. BC Bischmisheim

 

  

Playoff-Halbfinals, 27./28.03.2010

       

Wer wird um den Titel spielen?

          

(26.03.2010) Hochspannung am Wochenende in der 1. Bundesliga: Im Badminton-Oberhaus spielen der 1. BC Beuel gegen den SC Union Lüdinghausen und – in einer Neuauflage des Vorjahresfinals – Titelverteidiger 1. BCB Bischmisheim gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister SG EBT Berlin im Rahmen der Playoff-Halbfinals um den Einzug ins Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Während die Mannschaften aus Bonn, Saarbrücken und aus der Hauptstadt gewissermaßen bereits „alte Hasen“ sind, was die Beteiligung an den Playoffs betrifft, feiert der SC Union Lüdinghausen in diesem Jahr seine Endrunden-Premiere.

 

Allerdings wartet am kommenden Wochenende kein geringerer Gegner auf die Mannschaft um die 24-malige Nationalspielerin Karin Schnaase als der vor der Saison von einem Großteil der Konkurrenz als Top-Favorit auf den Titelgewinn gehandelte 1. BC Beuel. Duelle zweier Klubs aus Nordrhein-Westfalen wird es also am Samstag und Sonntag geben, so dass die Fans beider Teams sicherlich auch bei den Auswärtspartien in recht hoher Anzahl vertreten sein und „ihre“ Mannschaft anfeuern werden. Sozusagen „auf den letzten Drücker“ schafften die Bonner es, die Tabellenspitze zu erobern und sich damit die vermeintlich einfacherer Aufgabe im Halbfinale zu sichern als sie dem nach der Hauptrunde zweitplatzierten 1. BC Bischmisheim bevorsteht. Am letzten Doppelspieltag gelang der Mannschaft aus dem Rheinland in Saarbrücken ein 5:3-Erfolg, womit sie die Tabellenführung übernahm. Für den viermaligen Deutschen Mannschaftsmeister bedeutet dies die erste – und einzige – Saisonniederlage. Da beide Teams am 14. Spieltag einen 8:0-Kantersieg verbuchten (Beuel gegen Berlin und Bischmisheim in Lüdinghausen), änderte sich an der Reihenfolge anschließend nichts mehr.

 

„Wir sind natürlich der krasse Außenseiter. Aber sind wir froh, dass wir ins Halbfinale eingezogen sind. Das ist für den Verein ein sehr großer Erfolg – wenngleich es von vorneherein unser Ziel war, in dieser Saison die Playoffs zu erreichen. Dass uns das gelungen ist, darüber sind wir sehr froh. Wir rechnen uns keine Riesen-Ambitionen aus, werden aber natürlich versuchen alles zu geben“, sagt Lüdinghausens Teammanager Michael Schnaase, der beim Heimspiel mit einer gut gefüllten Halle rechnet. Nicht ganz glücklich ist der ehemalige deutsche Spitzenspieler über den Termin des Playoff-Halbfinals: „In Nordrhein-Westfalen beginnen an diesem Wochenende die Osterferien. Viele – auch aus dem Umfeld des Vereins – befinden sich am Tag unseres Heimspiels bereits im Urlaub.“

 

Der SC Union Lüdinghausen hatte sich als viertbestes Team nach der Hauptrunde für die Teilnahme an den Playoffs qualifiziert – ein schöne Leistung, nachdem Lüdinghausen seit seinem Aufstieg in die Eliteklasse, zur Saison 2002/2003, jeweils Platz sechs oder fünf belegt und damit das Finale der „großen Vier“ stets (knapp) verpasst hatte. Der Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erhält einen noch höheren Wert vor dem Hintergrund, dass Endra Kurniawan, eine der Stützen des SCU-Teams, Mitte Dezember einen Kreuzbandriss erlitten hatte und seitdem ausfiel. „Er wird zwar am Wochenende dabei sein, aber nicht eingesetzt werden können. Das ist natürlich ein Verlust“, sagt Michael Schnaase und fügt hinzu: „Wir werden beide Spiele genießen, für uns ist das ein guter Saisonabschluss!“

 

Die Bonner erreichten zuletzt im Jahr 2008 das Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Darin unterlagen die Nordrhein-Westfalen dem 1. BC Bischmisheim, der sich damals seinen dritten Titelgewinn von nunmehr bereits vier Siegen sicherte. Im Vorjahr schied der Verein aus dem Rheinland – der übrigens auch vor Jahresfrist die Tabelle nach der Punktrunde angeführt hatte – nach einer 3:5-Niederlage gegen die SG EBT Berlin im Halbfinale aus und wurde folglich Dritter. Beuel ist in der Saison 2009/2010 nun schon zum siebten Mal in Folge in den Playoffs vertreten. Einem zweiten Platz im Jahr 2004 ließen die Bonner 2005 den Gewinn des Hans-Riegel-Pokals folgen. Die weiteren Platzierungen: Vierter 2006 und 2007, Zweiter 2008 und Dritter 2009. In der Hauptrunde gelang dem Team von Trainer Marc Hannes ein 6:2-Heimsieg gegen den SCU, auswärts mussten die Rheinländer sogar nur ein Match abgeben.

 

In der anderen Playoff-Halbfinalpartie kommt es wie erwähnt zur Neuauflage des Vorjahresfinals – das sich wahrlich dramatisch gestaltete: Nachdem der 1. BCB das Hinspiel in Berlin mit 5:3 für sich entschieden hatte, lagen die Saarbrücker in eigener Halle mit 0:4 zurück, verteidigten aber trotzdem noch ihren Titel erfolgreich, indem sie die restlichen vier Matches gewannen. Der amtierende Deutsche Vizemeister im Herreneinzel, Dieter Domke, musste damals verletzungsbedingt passen – nun steht er zur Verfügung, aber „auf der anderen Seite“: Der heute 23-Jährige wechselte im Sommer 2009 von Berlin nach Saarbrücken, wo er auch trainiert und wohnt. Auch Johannes Schöttler gehörte vor etwa elf Monaten noch der Mannschaft aus der Millionen-Metropole an, ehe er zur Saison 2009/2010 an die Saar wechselte. Dafür schlägt der Inder Arvind Bhat, der bis 2009 für den 1. BCB im Einsatz war, nun für Berlin auf.  

 

Nach Einschätzung von Manfred Kehrberg, Teammanager des Vereins aus der Hauptstadt, „gelten die Saarländer als Favorit. Deutlich verlor EBT beide Spiele der Punkterunde. Hinzu kommt, dass EBT den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in Playoff-Spielen bisher noch nicht besiegen konnte.“ In der Punkterunde verzeichnete Titelverteidiger 1. BCB einen 5:3-Erfolg in Berlin und verbuchte einen 6:2-Heimsieg. Am Wochenende begegnen sich die beiden Mannschaften ebenfalls zunächst in der Hauptstadt und anschließend im Saarland.

 

Mit Spannung wird unter anderem das Duell der beiden Spezialistinnen für Dameneinzel, Olga Konon und Juliane Schenk, erwartet. Der Polin gelang es als einziger Spielerin im Verlauf der Hauptrunde, die zweimalige deutsche Meisterin zu besiegen – und das sogar in beiden Begegnungen. Allerdings standen die Vorzeichen für Juliane Schenk sowohl im Hinspiel als auch im Rückspiel aus unterschiedlichen Gründen äußert ungünstig. Nun brennt Deutschlands Nummer 1 darauf, ihrem Team sowohl im Doppel als auch im Dameneinzel einen Punkt zu sichern. „Alle Partien versprechen wieder hochklassiges und spannendes Badminton. Letztlich spielentscheidend dürften die Spielausgänge in den Herreneinzeln und den Herrendoppeln sowie dem Dameneinzel werden“, meint Manfred Kehrberg.

 

Während Berlins Teammanager dem Titelverteidiger die Favoritenrolle zuspricht, schätzt Thomas Tesche die Chancen - wie in den vergangenen Jahren - ausgeglichen ein: „Wenn man sich die zu erwartenden Spielpaarungen ansieht, ist Berlin auf dem Zettel im Damenbereich und in den ersten beiden Herreneinzeln favorisiert, wir dagegen in den Herrendoppeln, im Mixed und im dritten Herreneinzel. Aber in keiner Disziplin ist der Unterschied so deutlich, dass man sich sicher fühlen könnte. Gerade in den Playoffs braucht es nur ganz wenig, um ein Spiel zum Kippen zu bringen“, sagt der Teammanager des 1. BCB. Er hofft, bei seiner Mannschaft die „richtige Mischung aus Anspannung, Aggressivität und Gelassenheit“ auslösen zu können. „Bei aller Verbissenheit ist es einfach auch wichtig, dass sie nie den Spaß verlieren. Wir haben uns mit Berlin immer großartige Kämpfe geliefert. Das wird auch diesmal so sein“, prophezeit Thomas Tesche. Der Titelverteidiger muss nach wie vor auf Nationalspielerin Carola Bott verzichten, die sich bei der Team-EM für Damennationalmannschaften, Mitte Februar in Warschau, an der Plantarsehne verletzte und seitdem pausieren muss. Intention des BCB ist es, an beiden Tagen mit den Herrendoppeln gut in die Partie starten. „Da haben wir einen leichten Vorteil. Es wäre auch psychologisch sehr wichtig für uns, ihn zu nutzen“, sagt Teammanager Thomas Tesche. Im Vorjahr bezwang Bischmisheim im Playoff-Halbfinale den FC Langenfeld mit 6:2 und 4:2. Die Rheinländer erklärten am 22.02.2010 ihren sofortigen Rückzug aus der Bundesliga, nachdem sie der Eliteklasse seit der Saison 1982/1083 ununterbrochen angehört und in den vergangenen sieben Spielzeiten jeweils das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erreicht hatten.

 

Die nächsten Partien

 

In den Playoff-Halbfinals (27./28.03.2010) stehen sich folgende Mannschaften gegenüber:

 

27.03.10  15.00 Uhr  1. BC Beuel - SCU Lüdinghausen             

27.03.10  14.00 Uhr  SG EBT Berlin - 1. BC Bischmisheim

28.03.10  13.00 Uhr  SCU Lüdinghausen - 1. BC Beuel                                         

28.03.10  14.00 Uhr  1. BC Bischmisheim - SG EBT Berlin                                       

                 


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