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Weltmeisterschaft U19 2009

World Junior Badminton Championships 2009

Vom 23. Oktober bis 1. November in Alor Setar (Bundesstaat Kedah, Malaysia), Stadium Sultan Abdul Halim.
Über die Ausrichterstadt (auch Alor Star genannt). Über den Bundesstaat Kedah.

    

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Randnotzen

Alor Setar...
...die Hauptstadt von Kedah
...hat 300 000 Einwohner.
Blick auf den Fluss Kedah.
Die 1912 erbaute...
...Zahir Moschee.
Die 1735 erbaute Mail Hall.

Impressionen aus Alor Setar, der Ausrichterstadt im Nordwesten Malaysia

           

Die freundliche Reiskammer Malaysias 

    

Text und Fotos von Thomas Lohwieser

(9.11.09) Alor Setar im Bundesstaat Kedah gehört sicherlich nicht zu den absoluten touristischen Highlights Malaysia. Das malaysische Archipel hat landschaftlich attraktivere Reiseziele. Aber Kedah ist ein wichtiger Bundesstaat in Malaysia, denn 60 Prozent des Reisbedarfs werden hier gedeckt. Der Flugreisende sieht beim Landeanflug auf Alor Setar überall „überschwemmte“ Felder und denkt unwillkürlich an eine Unwetterkatastrophe. Doch weit gefehlt. Die unter Wasser stehenden Gebiete sind alles Reisfelder. Deutsche kommen nicht allzu oft in diesen nördlichen Teil des Landes. Wie man uns erzählte, soll lediglich ein einziger Deutscher in Alor Setar für einen bekannten deutschen Konzern der Reifenindustrie tätig sein.

Dem Reisenden begegnet pure Freundlichkleit
Die Vorzüge Malaysia liegen einerseits natürlich in den von den Touristen angesteuerten reizvollen Reisezielen, zum anderen lädt einen aber auch die sagenhafte Freundlichkeit der Menschen ein.
Da geht man durch die Stadt, fällt als Europäer natürlich auf, und unzählige Malaysier grüßen einen, als würde man sich kennen. Kein „Fremdeln“ sondern interessierte und offenbar auch ehrlich gemeinte Höflichkeit und Freundlichkeit. Ständig hört man ein „Welcome to Malaysia“, egal ob von Mitarbeitern in Geschäften, dem Personal der Hotels oder auf der Straße. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um normale Passanten handelt, oder um Menschen, die augenscheinlich kein Dach über dem Kopf haben und vermutlich von der Hand in den Mund leben.
Bettler, wie wir sie im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Indien in großer Zahl sehen mussten, sucht man jedoch vergebens, zumindest haben wir davon nichts gesehen.
Das Motto scheint überall zu sein „We are proud to serve you“. So wünscht man es sich zu Hause auch des öfteren. Wie schon in Indien durften wir erkennen: Der Europäer kann hier wiedermal etwas lernen.

Toleranter Islam
Malaysia’s Staatsreligion ist der Islam, obwohl nur 53 Prozent der Bewohner Moslems sind. Überall im Stadtbild fällt das auf, jedoch in einer für den Besucher aus der westlichen Welt – nach meinem Empfinden – zurückhaltenden Art und Weise. Bislang fehlten mir die Erfahrungen mit dieser Religion, aber hier erfährt man Toleranz wie man sie sich überall wünscht.
Diese Toleranz scheint aber nicht in allen Lebensbereichen das Miteinander zu bestimmen, denn Malaysias Bevölkerung teilt sich nach der Abstammung in Malayen, Chinesen und Inder. Der Staat versucht seit geraumer Zeit, dem Neben- oder Gegeneinander durch Kampagnen entgegen zu wirken („One Malaysia“), jedoch ist das ein langer und steiniger Weg. Davon spürt man als Tourist auf den ersten Blick
recht wenig, bei genauem Hinsehen und Beachten von Kleinigkeiten erkennt man jedoch die süffisanten kleinen Unterschiede und ahnt, wie schwer und lang dieser Weg sein wird.

Gelassenheit mitnehmen
Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft prägen das Leben, jedenfalls aus Sicht eines Gastes in diesem „Land der Glückseligkeit“. So nannte es der deutsche Botschafter Dr. Gruber in einer seiner E-Mails, nachdem wir uns vor unserer Abreise aus Deutschland nach der Situation im Land aus Anlass der schrecklichen Erdbeben und Tsunamis im unweit gelegenen Indonesien erkundigt hatten. Hier spürte man von den letzten Katastrophen nichts. Die Insel Sumatra liegt wie ein Schutzwall vor der Westküste Malaysias. Man hat den Eindruck, große Zufriedenheit prägt die Menschen in dieser Region Südost-Asiens. Ich würde mir wünschen, wenn jeder Besucher sich davon anstecken ließe und ein wenig Gelassenheit mit nach Hause nimmt, in die so hektische und stressige Welt Europas. Es würde unserem Lebensgefühl sicherlich gut tun.

Das deutsche Team beim Lunch.
Fotograf Edwin Leung bei der Arbeit.
Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

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