Richtlinien für Nominierungen und für Bundeskader des Deutschen Badminton-Verbandes

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Kaderkriterien und Nominierungs-/Qualifikationsrichtlinien
(siehe nachfolgende Ausführungen).

Zur Zusammensetzung der aktuellen und vergangener Bundeskader.

  

 

 

DBV-Kaderkriterien

Beschlussfassung durch das DBV-Präsidium rückwirkend zum 1. Januar 2015

 

(12.01.2015) Das Kadergremium des DBV hat die Kaderkriterien des olympischen Spitzenverbandes überarbeitet. Das DBV-Präsidium genehmigte die aktuelle Version rückwirkend zum 1. Januar 2015. Seitdem gelten auch neue Bundeskaderlisten: Die derzeitige Aufstellung besitzt für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2015 Gültigkeit. Der DBV verfügt über insgesamt 40 Kaderplätze für A-, B-, und C-Kader sowie über 20 Plätze für den D/C-Kader. Damit stellt der DBV die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorgegebene Obergrenze an Kaderplätzen bereit.

 

Die seit dem 1. Januar 2015 geltenden Kaderkriterien sind nachfolgend aufgeführt.

 

 

 

Sportartspezifische Leistungskriterien für Bundeskader

(gültig ab 1.1.2015; auch erhältlich als PDF-Dokument)

 

 

A-Kader

Der A-Kader ist der Spitzenkader des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Für die Aufnahme in den A-Kader werden die Kriterien durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) festgelegt.

 

B-Kader

Der B-Kader wird vom aktuell gültigen Kadergremium (Vizepräsident Leistungssport, Sportdirektor, Chef-Trainer, Aktivensprecher, Bundestrainer Herren, Bundestrainer Jugend) auf Vorschlag der Bundestrainer nominiert.

 

Die Berufung in den B-Kader erfolgt auf Basis folgender Kriterien:

- Top 1-4 in Deutschland1 mit der Zielvorgabe, unter die Top 30 der Weltrangliste zu kommen.

- Qualifikation für die Superseries-Turniere (i.d.R. Weltranglistenposition 1-45) oder

- Viertelfinale Badminton Europe Circuit-Turnier.

 

Voraussetzungen:

- Training am zuständigen Bundesstützpunkt (BSP).

- Erfüllung der Trainingsbausteine (Umfang/Qualität) nach Vorgabe des Bundestrainers.

 

Kader-Verweildauer: 7 Jahre

 

C-Kader

Der C-Kader wird vom aktuell gültigen Kadergremium (Vizepräsident Leistungssport, Sportdirektor, Chef-Trainer, Aktivensprecher, Bundestrainer Herren, Bundestrainer Jugend) auf Vorschlag der Bundestrainer nominiert.

 

Die Berufung in den C-Kader erfolgt auf Basis folgender Kriterien:

- Herausragende Jugendspieler mit höchster Leistungsperspektive.1

- Top 1-2 Deutschland in der jeweiligen Altersstufe.1

- Achtelfinale Badminton Europe Circuit-Turnier (gilt nur für O19).

- Alter: zwischen 16 und 24 Jahren.

 

Voraussetzungen:

- Training am zuständigen Bundesstützpunkt (BSP) oder an einem Bundesstützpunkt Nachwuchs BSP-N (U19-17) oder DBV-Nachwuchsstützpunkt (NSP) (U19-16).

- Erfüllung der Trainingsbausteine (Umfang/Qualität) nach Vorgabe des Bundestrainers.

 

D/C-Kader

Der D/C-Kader wird vom aktuell gültigen Kadergremium (Vizepräsident Leistungssport, Sportdirektor, Chef-Trainer, Aktivensprecher, Bundestrainer Herren, Bundestrainer Jugend) auf Vorschlag der Bundestrainer nominiert.

 

Die Berufung in den D/C-Kader erfolgt auf Basis folgender Kriterien:

- Potenzielle Kandidaten für die BSP mit guter Leistungsperspektive.1

- Leistungsstärke national Top 1-4 (Einzel), Top 1-2 (Doppel) in der jeweiligen Altersstufe.1

- Alter zwischen 13 und 17 Jahren (i.d.R.).

 

Voraussetzungen:

- Training an einem BSP, BSP-N, NSP und/oder Talentstützpunkt (TSP)2 (i.d.R.).

- Erfüllung der Trainingsbausteine (Umfang/Qualität) nach Vorgabe des Bundestrainers.

 

 

1 Expertenurteil des zuständigen Bundestrainers

2 TSP-Athletinnen und -Athleten, die dem Talentteam Deutschland (TTD) angehören

  

 

 

Kaderkriterien früherer Jahre

  

 

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DBV-Nominierungs-/Qualifikationsrichtlinien O19 für Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften, Länderspiele

Beschlussfassung durch das DBV-Präsidium am 19. September 2013

   

1. Präambel
Der Deutsche Badminton Verband e.V. (DBV) nominiert seine Nationalmannschaften zu Welt- und Europameisterschaften sowie zu seinen Team-Wettbewerben (Team-WM’s: Sudirman Cup, Thomas – und Uber Cup, Team EM’s: Mixed Team, Herren- und Damen, Länderspiele) auf der Grundlage seiner Nominierungsrichtlinien. Für die Nominierung zu den Olympischen Spielen gelten gesonderte Kriterien.
Ziel ist es, diejenigen Athleten  zu nominieren, die die bestmögliche Platzierung bei o.a. Wettkämpfen erwarten lassen.

   

2. Nominierungsgrundsätze
2.1 Voraussetzungen für eine Nominierung
- Die Erfüllung der jeweiligen Zulassungs- und Nominierungsrichtlinien bei den dafür benannten Wettkämpfen;
- die Unterzeichnung einer aktuell gültigen Athletenvereinbarung mit dem DBV;
- die Einhaltung der Regel 40 der Olympischen Charta (Zulassungsregel). Die Regel beinhaltet u.a. den Geist des Fair Play und die Gewaltlosigkeit zu achten und sich entsprechend zu verhalten sowie den World Anti Doping Code (in seiner jeweils gültigen Fassung) zu achten und in jeder Hinsicht einzuhalten.

2.2 Nominierungen von Athleten
Die DBV-Cheftrainer nominiert in Absprache mit dem Vizepräsidenten Leistungssport / dem Sportdirektor und in enger Abstimmung mit den für ihre Disziplin zuständigen DBV-Bundestrainern die Athleten.
Die Nominierung orientiert sich grundsätzlich an den Faktoren
- Ergebnisse und (Welt-) Ranglisten im jeweiligen Nominierungszeitraum,
- Leistungsentwicklung,
- Perspektive.
Beim Auftreten von nicht zur erwartenden und nicht verankerten Besonderheiten kann die Nominierung im Hinblick auf eine Optimierung  bzw. Verbesserung im Einzelfall und nach freiem Ermessen ohne vollständige Erfüllung der Voraussetzungen angepasst werden.

   

3. Internationale Meisterschaften
3.1. Olympische Spiele
Es gelten die aktuell gültigen Nominierungs-/Qualifikationsnormen der BWF und des DOSB. Die Festlegung der Normen erfolgt frühzeitig vor Beginn der Olympiaqualifikationsperiode.

3.2. Individual-Weltmeisterschaften
 Es gelten die Zulassungskriterien (Eingrenzung durch die jeweilige „Eligible Player List“) der BWF in der jeweils gültigen Fassung (siehe unter http://bwfbadminton.org/page.aspx?id=14915). Automatisch qualifiziert sind alle Athleten/Paare, die in der nicht bereinigten Weltrangliste zum Stichtag der „Eligible Player List“ Platz 25 (DBV-Norm) oder besser belegen. Alle weiteren Athleten können unter Berücksichtigung der Ranglisten, Formkurven, Perspektive und Gesundheit (subjektive Entscheidung) vom DBV-Cheftrainer nominiert werden, sofern sie die Zulassungskriterien der BWF erfüllen.

3.3 Individual-Europameisterschaften
Es gelten die Zulassungskriterien (Eingrenzung durch die jeweilige „Eligible Player List“) von Badminton Europe in der jeweils gültigen Fassung (siehe unter http://badmintoneurope.com/cms/?&pageid=6155). Automatisch qualifiziert sind alle Athleten/Paare, die zum Stichtag der „Eligible Player List“ Platz 8 (DBV-Norm) der Europäer in der nicht bereinigten Weltrangliste oder besser belegen. Alle weiteren Athleten können unter Berücksichtigung der Ranglisten, Formkurven, Perspektive und Gesundheit (subjektive Entscheidung) vom DBV-Cheftrainer nominiert werden, sofern sie die Zulassungskriterien von Badminton Europe erfüllen.

 
3.4 Sudirman Cup (Mixed-Team WM)
Der DBV-Cheftrainer nominiert unter Berücksichtigung von Formkurven, Teamfähigkeit, Perspektive und Gesundheit die Mannschaft (subjektive Entscheidung).

3.5 Thomas & Uber Cup (Herren & Damen Team WM)
Der DBV-Cheftrainer nominiert unter Berücksichtigung von Formkurven, Teamfähigkeit, Perspektive und Gesundheit die Mannschaft (subjektive Entscheidung).

3.6 Mixed Team Europameisterschaften
Der DBV-Cheftrainer nominiert unter Berücksichtigung von Formkurven, Teamfähigkeit, Perspektive und Gesundheit die Mannschaft (subjektive Entscheidung).

3.7 Herren & Damen Team Europameisterschaften
Der DBV-Cheftrainer nominiert unter Berücksichtigung von Formkurven, Teamfähigkeit, Perspektive und Gesundheit die Mannschaft (subjektive Entscheidung).

3.8 Sonstige Länderspiele
Der DBV-Cheftrainer nominiert unter Berücksichtigung der Gegner von Formkurven, Teamfähigkeit, Perspektive und Gesundheit die Mannschaft (subjektive Entscheidung).

 

  

              


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