Training der Bundesligamannschaft wird von Björn Joppien und Andreas Wölk übernommen

    

Verständnis für Wechsel von Trainer Xuyan Wang auf einen Bundestrainerposten wegen besserer Perspektiven

    

(5.9.08) Zum zu Beginn des Monats gemeldeten Wechsel des langjährigen Langenfelder Erfolgstrainers Xuyan Wang zum DBV schreibt der FC Langenfeld in einer von Andreas Wölk versandten Pressemitteilung:
Nach 18 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit wechselt Deutschlands erfolgreichster Badmintontrainer Xu Yan Wang vom Badminton Bundesligisten FC Langenfeld zum Deutschen Badminton Verband und übernimmt zum 1.9. das Amt des Bundestrainers für Dameneinzel. Wangs Nachfolger beim FCL als Jugendtrainer wird der junge chinesische Spieler Zhang Hong, während Björn Joppien und Andreas Wölk gemeinsam das Training der ersten, zweiten und dritten Mannschaft übernehmen.
Für Badmintoninsider kommt diese Mitteilung nicht überraschend. In den vergangenen Wochen und Monaten hatten sich Gerüchte immer mehr verdichtet, dass der DBV vor der Verpflichtung des Langenfelder Erfolgscoachs stehen würde. Dennoch hätten viele so eine Kehrtwendung nicht für möglich gehalten. Doch im vergangenen Jahr gab es erste Annäherungen und viele intensive Gespräche, in der viele Differenzen beseitigt werden konnten. Erste Schritte waren das Engagement von Xu Yan als Honorartrainer, der einmal wöchentlich das Training der Damen leitete, sowie die Aufnahme von Fabienne Deprez in den Bundeskader. Dies war dem DBV jedoch nicht ausreichend, es sollte ein größerer Umbruch nach den Olympischen Spielen in Peking mit Xu Yan als Bundestrainer für das Dameneinzel erfolgen.
Xu Yan hatte die Verantwortlichen des Vereins, vor allem aber „seine“ SpielerInnen frühzeitig von dem Angebot des DBV unterrichtet. Keine leichte Entscheidung, wenn man an die zahlreichen Konflikte in der Vergangenheit zurückdenkt, die vor allem zwischen Xu Yan und dem heutigen Geschäftsführer des DBV, Detlef Poste, vorgefallen sind.
In vielen Gesprächen mit Spielern und Verantwortlichen reifte Xu Yan´s Entscheidung. Neben Reiz und Ehre, die mit der Position des Bundestrainers verbunden ist, war vor allem die weitere Perspektive bei der Arbeit mit Spielern ausschlaggebend. Während in Langenfeld nach dem Eintritt von Björn Joppien und Andreas Wölk in das Berufsleben zur Zeit keine Spieler vorhanden sind, die unter professionellen Bedingungen zweimal täglich trainieren können, gibt es am Bundesstützpunkt in Mülheim mehr als genug Spielerinnen. Zu diesen Spielerinnen zählt auch die 16-jährige Fabienne Deprez, die mit Beginn des neuen Schuljahres an das Sportinternat in Mülheim gewechselt ist, um dort unter professionellen Bedingungen weiterhin mit Xu Yan arbeiten zu können.
Der Weggang von Xu Yan ist auf der einen Seite natürlich ein herber sportlicher, aber auch menschlicher Verlust für den Verein, der für viele schon seit Jahren nicht mehr nur Trainer, sondern vor allem Freund gewesen ist. Auf der anderen Seite ist dies aber auch eine große Chance für den FC Langenfeld und den DBV, nun im Einklang den Badmintonsport in Deutschland weiter voran zu treiben.


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.