Über Badmintonmenschen

     

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Gertrud Maywald verstorben
(28.9.07 HR) Im gesegneten Alter von 87 Jahren verstarb am Sonntag, den 23. September Gertrud Maywald die Gattin unseres im Jahr 2004 verstorbenen DBV-Ehrenmitglieds Siegfried Maywald. Gertrud Maywald war immer an der Seite ihres Mannes zu finden und ein gern gesehener Gast auf allen Turnieren in Deutschland. Bis in hohe Alter von über 80 Jahren spielte sie noch regelmäßig in ihrem Heimatverein dem 1. BC Beuel, dort war sie auch bei jedem Bundesligaspiel anzutreffen. Mitte der sechziger Jahre bekleidete Gertrud Maywald das Amt einer Beisitzerin im damaligen Spielausschuss des Deutschen Badminton-Verbandes. Auch auf dem Spielfeld war sie erfolgreich, von 1957 bis 1968 konnte sie insgesamt 13 Titel bei den Westdeutschen Meisterschaften der Altersklassen gewinnen, dabei war sie in allen drei Disziplinen erfolgreich. Mit ihrem Ehemann Siegfried gelang ihr dreimal der Sieg im Gemischten Doppel. Die Badmintonfreunde in Deutschland werden Gertrud Maywald immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 DBV-Ehrenmitglied Siegfried Maywald verstorben

   

Engagiert und gewissenhaft ein gutes Stück der deutschen Badmintongeschichte mitgeschrieben

   

Maywald, Siegfried 2000 ©Aman

* 23.6.1922 † 2.5.2004

 

Traurig nehmen wir Abschied von

Siegfried Maywald
Ehrenvorsitzender des 1. Badminton Club Beuel 1955 e.V.

der am 2. Mai 2004 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

Siegfried Maywald war 30 Jahre lang (von 1958 bis 1988) 1. Vorsitzender und danach Ehrenvorsitzender unseres Clubs. Bis kurz vor seinem Tode hat er im Vorstand noch aktiv mitgearbeitet. Seine Einsatzbereitschaft und sein Denken für den Verein konnten nur der Tod aufhalten.
Siegfried Maywald hat den Badmintonsport in Deutschland aber insbesondere in Bonn-Beuel aufgebaut und geprägt. Badminton war sein Leben, der 1.BC Beuel sein Werk.
Wir haben ihm unendlich viel zu verdanken und er wird uns sehr fehlen. Seine Lücke wird nicht zu schließen sein, aber sein Wirken wird Ansporn für uns sein, in seinem Sinne den Verein weiter zu führen. Wir werden ihn nie vergessen, denn „niemals geht man so ganz“ und ganz viel von ihm bleibt uns in dankbarer Erinnerung.
Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Gertrud, seinem Sohn Roland und der ganzen Familie.

1. Badminton Club Beuel 1955 e.V. / Der Vorstand

 

 

"Lebensfreude ziehen aus einer Tätigkeit, der sich ein Herz bedingungslos zuwendet..."

(20.5.04) Die Trauerfeier für Siegfried Maywald fand am 7. Mai 2004 in der Trauerhalle des Friedhofs Platanenweg in Bonn-Beuel statt. Als gemeinsamer Vertreter des Deutschen Badminton-Verbandes und des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen hielt Martin Knupp die Trauerrede. Hier kann sie nachgelesen werden (pdf-format).

  

Horst Rosenstock für den Club der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsports, dessen Mitinitiator Siegfried Maywald war

"Für uns alle ist dies ein bitterer Abschied"

Die Badmintongemeinde in Deutschland trauert um Siegfried Maywald, er verstarb am Sonntag den 2. Mai 2004 im Alter von 81 Jahren in der Bonner Universitätsklinik. Für uns alle ist dies ein bitterer Abschied von einem der größten im deutschen Badmintonsport, ein Abschied von unserem „Badminton Vater“. 1922 in Duisburg geboren kam er als Mitglied der Sportgemeinschaft im Bundesfinanzministerium 1952 erstmals mit Badminton in Berührung. 1955 gründete Siegfried Maywald dann seinen 1.BC Beuel, den er als Vorsitzender und zuletzt als Ehrenvorsitzender zu unzähligen Erfolgen führte. 

Schon bald widmete er sich auch der Funktionärsarbeit im Deutschen Badminton-Verband (DBV) und im Badmintonverband Nordrhein-Westfalen. Von 1958 bis 1972 war er als Spielausschussvorsitzender im DBV für den gesamten Spielbetrieb und die Nationalmannschaft verantwortlich. Besonders das Nationalteam feierte unter seiner Leitung die bisher größten Erfolge für den deutschen Badmintonsport.

1976 und 1977 war Siegfried Maywald Vizepräsident des DBV und bis zu seinem Tode arbeitete er als Präsidiumsbeauftragter für das Archivwesen und für Ehrungen. In seinem Landesverband war Siegfried Maywald seit 1962 in verschieden Funktionen aktiv, darunter in den Jahren 1979 bis 1984 als Präsident. Der BLV-NRW ernannte Siegfried Maywald bereits 1987 zum Ehrenmitglied, er stellte sich auch dem Landesverband immer wieder als Referent für besondere Aufgaben zur Verfügung.

Es ist natürlich selbstverständlich, dass Siegfried Maywald für seine unermüdliche Arbeit zum Wohle des Badmintonsports alle Ehrungen des DBV und des BLV-NRW zu teil wurden, darüber hinaus ehrte ihn das Land Nordrhein-Westfalen bereits 1981 mit der Sportehrenplakette. Die Internationale Badminton Federation IBF verlieh Siegfried Maywald 1999 den „Meritorious Service Award“ und das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Jahre 2001 das IOC-Diplom für hervorragende Arbeit um die olympische Sportart Badminton.   

Der Club der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsports und mit ihm die gesamte Badmintonfamilie in Deutschland werden Siegfried Maywald ein ehrendes Andenken bewahren, sein Rat und seine Erfahrung werden uns noch oftmals fehlen.

Lesen Sie die Würdigung von Siegfried Maywalds Wirken auf blv-nrw.de.

    

   

Siegfried Maywald feierte - 136 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit

Maywald, Siegfried 2002(30.6.02) Sein Heimatverein 1. BC Beuel gab am gestrigen Samstagabend einen Empfang aus Anlass des achtzigsten Geburtstags von Siegfried Maywald (siehe Meldung vom 21.6.) Etwa einhundert Gäste aus der Badmintonszene waren ins Clubhaus an der Erwin-Kranz-Halle geladen. Das DBV-Präsidium hatte eigens seine turnusmäßige Sitzung nach Bonn verlegt, um an der Feierlichkeit teilzunehmen. DBV-Präsident Kespohl überreichte nach einer kleinen Rede als DBV-Geschenk für Siegfried Maywald und Ehefrau Gertrud einen Besuch der Rossini Oper „Die Italierien in Algier“ in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf mit Übernachtung in einer Nobelherberge. NRW-Präsident Karl-Heinz Kerst, dessen Vorvorgänger Maywald gewesen war, erstaunte in seiner Würdigung mit der Zusammenstellung, dass alle ehrenamtlichen Tätigkeiten, die das Geburtstagskind in seinem Leben ausgeübt hatte, zusammengerechnet 136 Jahre ergäben. Für den Club der Alten Deutschen Meister, von denen auch etliche gekommen waren, sprach deren Vorsitzender Hans-Dietrich Emmers anrührende Worte. Hinterher gab's dann reichlich Speis und Trank und den Austausch vieler Erinnerungen. Der Gefeierte selbst ertrug den Trudel mit der Gelassenheit des Alters und erklärte beiläufig, er gedächte seinem Leben noch zehn weitere Jahre hinzuzufügen. So lange solle aber die nächste Feier nicht aus sich warten lassen. „Die gibts, wenn ich 85 werde.“

    

   

Glückwunsch: Badminton-Nestor Siegfried Maywald wird achtzig

Maywald, Siegfried (re) und DBV-Präsident Kespohl 1992 ©AmanSiegfried Maywald (re) mit DBV- Präsident Kespohl bei der Verleihung der DBV-Ehrenmitgliedschaft 1992. Foto: ©Aman

   

   

   

(21.6.02) Siegfried Maywald, das einzige lebende Ehrenmitglied im Deutschen Badminton-Verband wird am Sonntag (23.6.) achtzig Jahre alt. Da die Ehrenmitgliedschaft nur an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich in außergewöhnlichem Maße besonders herausragend um den Badmintonsport verdient gemacht haben, wird durch ihre Verleihung die Wertschätzung deutlich, die dem Trainer, Lehrwart, Schiedsrichterwart, Sportwart und Landesverbandsführer zuteil wurde und immer noch wird. Gerade erst beim abgelaufenen Verbandstag in Berlin wurde ihm von DBV-Präsident Dieter Kespohl für seine langjährige, kontinuierliche und ehrenamtliche Arbeit für die Olympische Sportart Badminton das Diplom des Internationalen Olympischen Komitees verliehen.

Kein anderer hat dem deutschen Badminton über mehrere Jahrzehnte hinweg derartig viele und vielseitige Impulse gegeben und unsere Sportart damit engagiert und gewissenhaft mitentwickelt. So initiierte Maywald nicht nur den ersten Schiedsrichterlehrgang (1956), er war auch der erste A-Lizenz-Trainer. Während seiner Tätigkeit als DBV-Sportwart erlebte der deutsche Badmintonsport ein unerreichtes Hoch. Maywald war von 1959 bis 1973 verantwortlich für den gesamten Sportbetrieb im Verband. Er leitete Lehrgänge, betreute die Spieler bei internationalen Einsätzen und organisierte Länderspiele. In dieser Zeit erreichten deutsche Spieler viermal Gold, viermal Silber und achtmal Bronze bei Europameisterschaften. Auch innerhalb seiner Familie haben er und seine Frau Gertrud die Badmintonleidenschaft weitergegeben. Sohn Roland, heute Vorsitzender von Maywalds Verein 1.BC Beuel, wurde vielfacher Deutscher Meister und zweifacher Europameister, Enkel Ian, der derzeit in der Bundesligamannschaft des 1. BC Beuel spielt, wurde 2001 Deutscher Vizemeister im Einzel.

Eine ausführliche Würdigung von Siegfried Maywalds Karriere erschien im Bonner Generalanzeiger vom 20. Juni.

Bis Mai diesen Jahres war Maywald noch Beauftragter des DBV-Präsidiums für das Archivwesen. Der DBV hat eigens seine Präsidumssitzung am 29. Juni nach Bonn verlegt, damit die Präsidiumsmitglieder an der vom 1. BC Beuel ausgerichteten offiziellen Geburtstagsfeier teilnehmen können

   

   

Ein gutes Stück der deutschen Badmintongeschichte wurde siebzig

Aus Badminton Sport 8/1992

(MK) Am 23. Juni beging Siegfried Maywald, einer der deutschen Badmintonpioniere, seinen 70. Geburtstag. Rund 100 Gratulanten waren ins Clubhaus des 1. BC Beuel nach Bonn-Beuel gekommen, um mitzufeiern. Vom Deutschen Badminton-Verband wurde er bei dieser Gelegenheit zum Ehrenmitglied ernannt, denn Siegfrieds Maywalds Verdienste um den Aufbau des deutschen Badmintonwesens sind mannigfaltig.

Da ist zunächst der Trainer zu nennen. Maywald wurde 1956 zum ersten A-Trainer im DBV ernannt und leitete die Ausbildung weiterer A-Trainer. Er war 1964 bis 1970 Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule in Köln und 1965 bis 1969 Lehrwart im LV NRW. Zwei Lehrbücher über das Badmintonspiel (1961 und 1979) sind ebenso das Ergebnis dieses Arbeitsbereiches wie zwei Europameistertitel für Sohn Roland (1972 und 1974). Noch bis vor kurzem war er bei "seinem" 1.BC Beuel - dem er 30 Jahre vorsaß - als Trainer der 8 bis 12jährigen tätig.

Auch im Schiedsrichterwesen des Verbandes schuf er die Grundlagen, nachdem er 1957 zum Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses ernannt worden war. Im Rahmen dieser Aufgabe legte er u.a. die ersten deutschen Erläuterungen zu den Spielregeln vor.

1958 übernahm er das Amt des Sportwartes im DBV und war bis 1973 verantwortlich für die Nationalmannschaft sowie den gesamten Sportbetrieb der Erwachsenen. Er war damals Bundestrainer, Sportdirektor, Geschäftsstelle und Leistungs- und Spielausschußvorsitzender in einer Person. Alles ehrenamtlich, versteht sich, denn im Hauptberuf war Maywald bis zu seiner Pensionierung 1982 im Bundesfinanzministerium tätig. Insgesamt wurden von ihm 85 Länderspiele betreut. In diese Zeit fiel die international erfolgreichste Ära des deutschen Badminton. Spieler und Spielerinnen gewannen u.a. vier Europameistertitel, vier Vizeeuropameisterschaften, zwei Vizemeisterschaften und elf dritte Plätze bei den All England Championships, die damals als inoffizielle Weltmeisterschaften angesehen wurden. Die Mannschaft erreichte 1972 EM-Bronze, die einzige Mannschaftsmedaille bislang.

Von 1979 bis 1985 war Maywald schließlich Präsident des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, des größten Landesverbandes im DBV, dessen - einziges - Ehrenmitglied er seit 1987 ist. 1982 wurde er von Ministerpräsident Rau mit der Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Bei einer derartigen Fülle von Aktivitäten im administrativen Bereich, ist weithin nicht bekannt, daß Siegfried Maywald auch ein guter Spieler war. Obwohl er erst mit 33 Jahren den Badmintonschläger in die Hand nahm, schaffte er mit dem 1. BC Beuel, dem er 1956 beigetreten war, 1958 den Aufstieg in die Oberliga West, der damals höchsten Spielklasse. Zwischen 1963 und 1971 gewann er sieben Westdeutsche Alterklassenmeisterschaften im Herreneinzel und Mixed (mit Ehefrau Gertrud).

Kein anderer hat dem deutschen Badminton über dreissig Jahre lang Maywald, Siegfried und Gertrud ©Amanderartig viele und vielseitige Impulse gegeben und es derart engagiert und gewissenhaft mitentwickelt: Siegfried Maywald, drittes Ehrenmitglied des Deutschen Badminton-Verbandes, hat ein gutes Stück der deutschen Badmintongeschichte mitgeschrieben.

Gemeinsam durchs Badmintonleben: Siegfried und Ehefrau Gertrud.

Foto: ©Aman.

    

  

        

Maywald, Siegfried 1983 ©Aman

Siegfried Maywald 1983: Der Trainer mit Leib und Seele bei einem A-Trainer-Fortbildungskurs. 1956 wurde er zum ersten A-Trainer im DBV ernannt und leitete danach die Ausbildung weiterer A-Trainer. Er war 1964 bis 1970 Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule in Köln und 1965 bis 1969 Lehrwart im Landesverband NRW. Außerdem verfasste er 1961 und 1979 zwei Lehrbücher über das Badmintonspiel. Foto: ©Aman.

 

 

 

 

 

 

      

 

 

Maywald, Siegfried und Herbert Scheele 1965Siegfried Maywald 1965 im Gespräch mit dem legendären IBF-Generalsekretär Herbert Scheele: Als DBV-Sportwart begleitete er die Nationalmannschaft zu den All-England Championships. Foto: Archiv Maywald.

 

 

 


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