Spielberichte Saison 2009/2010

Relegationsspiele um den Aufstieg in die 1. Bundesliga am 27./28.03.2010

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13./14. Spieltag, 27./28.02.2010

          

Viele positive Überraschungen

 

(01.03.2010) Zwar mussten sowohl der 1. BV Mülheim als auch der PTSV Rosenheim am letzten Doppelspieltag in der 2. Bundesliga (einen) Punktverlust(e) hinnehmen, doch auf das Gesamtergebnis hatte dies keine Auswirkung: Das Team aus der Ruhrstadt und die Innstädter durften am Sonntag über eine wahrlich gelungene Hauptrunde jubeln, die beiden Mannschaften die Meisterschaft in der zweithöchsten deutschen Spielklasse – im Norden bzw. Süden – bescherte. Am 27. und 28. März spielen die beiden besten Vereine der Saison 2009/2010 nun in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) und dem knapp 700 km entfernten Rosenheim (Bayern) um den Aufstieg in die Eliteklasse. Die Wahl des Heimrechts in der ersten oder zweiten Partie obliegt in diesem Jahr – wie in allen „gerade Jahren“ üblich – dem Meister des Nordens.

 

Nach einer Saison, in welcher Rosenheim das Geschehen in der 2. Liga Süd zweifelsohne dominierte, hätten es dem Team von Trainer Manfred Ernst sicherlich viele Badmintonfans gegönnt, wenn es auch nach 14 Spieltagen eine „Weiße Weste“ gehabt hätte. Zwölf Siege verbuchten die Bayern in der aktuellen Spielzeit in Folge – und auch am letzten Spieltag verzeichneten sie einen doppelten Punktgewinn. Doch ausgerechnet der letztjährige Aufsteiger 1. BC Viernheim, der 2009/2010 freilich durchaus in Liga 2 zu gefallen wusste und nach Abschluss der Hauptrunde als Tabellensechster geführt wird (mit vier Zählern Vorsprung auf den Siebten, den 1. BC Bischmisheim 2), fügte dem PTSV am 13. Spieltag die einzigen beiden Minuspunkte bei. 

 

Die Innstädter hatten am vergangenen Wochenende allerdings mit argen Personalproblemen zu kämpfen: Aus beruflichen Gründen fehlte im ersten Spiel die amtierende Deutsche Vizemeisterin im Damendoppel und DM-Dritte im Mixed, Nicol Bittner. Zudem fielen kurzfristig Lukas Schmidt und Tamara Teuber verletzungsbedingt aus, Peter Käsbauer war gesundheitlich angeschlagen und konnte nur am Samstag eingesetzt werden. Die Gäste aus Rosenheim gewannen bei der 3:5-Niederlage in Viernheim das 3. Herreneinzel sowie das 2. Herrendoppel und das Mixed – und dies jeweils erst im dritten Satz. Manuel Heumann war dabei gleich in zwei Matches siegreich (Einzel und Doppel). Am Sonntag musste der PTSV – diesmal als Gastgeber - sogar Coach Manfred Ernst und Jochen Zepmeisel aus der 2. Mannschaft einsetzen, verschaffte sich selbst und den Fans aber trotzdem einen erfreulichen Hauptrundenabschluss: Gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg gelang ein 5:3-Sieg. 

 

„Den ersten Platz hat sich das Team mit konstant guten Leistungen über die gesamte Saison mehr als verdient, und wir freuen uns auch sehr über den damit verbundenen Titel des bayerischen Mannschaftsmeisters als bestplatziertes bayerisches Team auf Bundesliga-Ebene. Wir sind optimistisch, dass zu den am 27. und 28. März anstehenden Relegationsspielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga alle Aktiven wieder gesund und in guter Form sind. Nur in bester Verfassung können wir dem Nordmeister 1. BV Mülheim Paroli bieten und das angestrebte Saisonziel erreichen“, zog Manfred Ernst ein Fazit.

 

Das Team aus der Ruhrstadt verzeichnete in der Hauptrunde einen Minuspunkt mehr als die Rosenheimer, blieb dafür aber ungeschlagen: Sowohl die starken Aufsteiger 1. BC Düren und TSV Trittau als auch der BV Wesel Rot-Weiss schafften gegen den Deutschen Rekord-Mannschaftsmeister (13 Titelgewinne in Serie von 1968 bis 1980) ein 4:4. Zuletzt musste der 1. BVM am Samstag einen Punktverlust hinnehmen, als er beim „Nachbarn“ (geographisch betrachtet) Wesel zu Gast war. Allerdings fehlte Spitzenspieler Taufiq Hidayat Akbar an dem Tag auf Seiten der Mülheimer. Die letzte Hauptrundenpartie der Saison 2009/2010, tags darauf gegen den BVH Dorsten, war eine klare Angelegenheit für die Gastgeber: 8:0 gewann der Nordmeister gegen den Tabellensiebten, der gleich drei Spiele aufgrund von Verletzungen seiner Akteure vorzeitig beenden oder kampflos abgeben musste.

 

Den zweiten Abstiegsplatz neben Dorsten belegt die Zweitvertretung des BV Gifhorn. Als Tabellenachter haben die Niedersachsen keine Chancen mehr auf den Klassenerhalt. Anders sieht es hingegen bei Dorsten aus - für den Fall, dass Mülheim in die 1. Bundesliga aufsteigen sollte. Dann könnte der Siebtplatzierte der Hauptrunde trotz des Aufstiegs zweier Regionalligisten (Nord und West) in der zweithöchsten deutschen Spielklasse verbleiben. Grund ist, dass kein Verein aus der Eliteklasse in die 2. Bundesliga Nord absteigen wird. Der FC Langenfeld, der am 22.02.2010 seinen Rückzug aus der 1. Bundesliga vollzogen hatte und damit bereits vorzeitig als Absteiger feststeht, beginnt in der Regionalliga neu.

 

Eine ähnliche Konstellation ergibt sich in der 2. Bundesliga Süd: Während die TG Hanau nach einer Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse als Tabellenschlusslicht wieder den Gang in die Regionalliga antreten muss, hofft der 1. BC Bischmisheim 2 als Siebtplatzierter auf den Aufstieg Rosenheims ins Oberhaus. In dem Fall wäre im Süden „Platz“ für zwei Aufsteiger und den aktuellen Tabellensiebten.  

 

Bemerkenswert ist das Abschneiden der Zweitliga-Neulinge in der Saison 2009/2010: Im Norden schafften zwei der drei Aufsteiger den Klassenerhalt, im Süden einer von zweien. Dabei „retteten“ sich die Vereine nicht nur, sondern zeigten seit vergangenem Sommer in weiten Teilen wirklich gute Leistungen. Der Lohn: Der 1. BC Düren positionierte sich in seiner ersten Zweitligasaison auf Rang drei (mit 18 Punkten), der TSV Trittau belegte Rang fünf (12). Im Süden rangiert der 1. BC Viernheim nach 14 Spieltagen auf Platz sechs (11).

 

Eine tolle Saison bestritt auch die junge Mannschaft des SV Fischbach: Am letzten Spieltag schob sie sich sogar noch durch einen 5:3-Erfolg gegen den Vorjahresmeister und bis dato Zweitplatzierten, die SG Anspach, auf Rang zwei vor!

 

 

Die Abschlusstabelle im Norden nach 14 Spieltagen:

 

 

1.

1. BV Mülheim (4.)

25:3

86:26

2.

BW Wittorf (2.)

20:8

73:39

3.

1. BC Düren (A)

18:10

67:45

4.

BV Wesel RW (7.)

15:13

57:55

5.

TSV Trittau (A)

12:16

53:59

6.

VfL Maschen (3.)

12:16

45:67

7.

BVH Dorsten (5.)

7:21

36:76

8.

BV Gifhorn II (A)

3:25

31:81

 

 

Die Abschlusstabelle im Süden nach 14 Spieltagen:

 

 

1.

PTSV Rosenheim (2.)

26:2

84:28

2.

SV Fischbach (4.)

20:8

65:47

3.

SG Anspach (1.)

19:9

71:41

4.

TSV Neubiberg/Ottobrunn (3.)

14:14

56:56

5.

TSV Neuhausen-Nymphenburg (6.)

13:15

52:60

6.

1. BC Viernheim (A)

11:17

48:64

7.

1. BC Bischmisheim II (5.)

7:21

45:67

8.

TG Hanau (A)

2:26

27:85

 

Die nächsten Partien:

 

27./28.03.2010 – Relegationsspiele um den Aufstieg in die 1. Bundesliga:

 

1. BV Mülheim – PTSV Rosenheim

 

Die Wahl des Heimrechts für das erste oder das zweite Spiel hat in allen Playoff-Runden die in der Schlusstabelle der Punktspielrunde jeweils höher platzierte Mannschaft.

 

Regionalligen:

 

In der Regionalliga Nord steht nach 14 Spieltagen der BC Eintracht Südring Berlin auf Tabellenplatz eins.

 

In der Regionalliga West steht der STC Blau-Weiß Solingen bereits vorzeitig als Aufsteiger fest. Die Saison endet am 21.03.2010.

 

Aus der Regionalliga Mitte steigt der TV Wehen auf, in den Regionalligen SüdOst (Ost bzw. Süd) müssen erst die Relegationsspiele ausgetragen werden. 

11./12. Spieltag, 30./31.01.2010

     

Mülheim und Rosenheim vorzeitig Meister

Aileen Rößler (l.) und Michaela Peiffer durften mit dem 1. BV Mülheim jubeln. Foto: Wolfgang Brodowski.

 

(01.02.2010) Der 1. BV Mülheim und der PTSV Rosenheim haben sich am vergangenen Wochenende vorzeitig den Meistertitel in der 2. Bundsliga Nord bzw. 2. Bundesliga Süd gesichert. An den noch ausstehenden beiden Spieltagen (27./28.02.2010) in der Saison 2009/2010 haben die Verfolgern auf Rang zwei keine Möglichkeit mehr, den Rückstand aufzuholen. Das Team aus der Ruhrstadt liegt nach zwölf Begegnungen sechs Punkte vor den Schleswig-Holsteinern von Blau-Weiß Wittorf (22:2 vs. 16:8), die Bayern aus Rosenheim weisen mit ihrer „Weißen Weste“ sogar sieben Zähler mehr auf als Süd-Vorjahresmeister SG Anspach als Tabellenzweiter (24:0 vs. 17:7).

 

Während Mülheim im bisherigen Saisonverlauf zehn Siege und zwei Remis verbuchte (diese kurioserweise jeweils in eigener Halle und jeweils gegen Aufsteiger: am ersten Spieltag gegen den 1. BC Düren und am Samstag gegen den TSV Trittau), ging Rosenheim aus allen zwölf Partien als Gewinner hervor – eine beeindruckende Bilanz!

 

Die Meister der zweithöchsten deutschen Spielklassen haben nun die Möglichkeit, an den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga am 27. und 28.03.2010 teilzunehmen. Beide Vereine signalisierten bereits, dass sie diese Chance wahrnehmen möchten. Der Aufsteiger wird in einem Hin- und einem Rückspiel ermittelt. Gemäß §8, Absatz 3, der Durchführungsbestimmungen der Bundesliga-Ordnung hat die Wahl des Heimrechtes für das Hin- oder Rückspiel in Kalenderjahren mit gerader Endziffer die Mannschaft aus der 2. Bundesliga Nord. In diesem Jahr dürfte also der 1. BV Mülheim entscheiden.  

 

2. Bundesliga Nord

 

Die Begegnung gegen Trittau stand für das Team von Trainer Boris Reichel unter wenig glücklichen Vorzeichen: Die frühere Nationalspielerin Petra Reichel, die bislang im Dameneinzel wie im Damendoppel ein zuverlässiger Punktegarant für die Mülheimer war, musste ihren Einsatz aufgrund eines grippalen Infektes kurzfristig absagen. Alexander Roovers war ebenso wie Michaela Peiffer, die anstelle von Petra Reichel in beiden Disziplinen aufschlagen sollte, ebenfalls gesundheitlich angeschlagen, und Gregory Schneider laborierte an einer Verletzung. Petra Reichel konnte damit keine Revanche nehmen für die Niederlage gegen die frühere BVM-Spielerin Janet Köhler, die seit dem Sommer 2009 für Trittau aktiv ist und der ehemaligen Deutschen Meisterin im Hinspiel in Schleswig-Holstein die bislang einzige Saisonniederlage im Einzel zugefügt hatte. Allerdings gab es auch diesmal wieder keinen Punkt für Mülheim in dieser Disziplin: Nachdem Michaela Peiffer zusammen mit Aileen Rößler das Damendoppel in drei Sätzen gegen Janet Köhler und Nadine Kuhnert für sich entschieden hatte, musste sie das Einzel verletzungsbedingt kampflos abgeben.

 

Nachdem die Gastgeber zwischenzeitlich schon mit 4:2 geführt hatten, wurde es in der RWE-Sporthalle noch einmal enorm spannend: Alexander Roovers unterlag wie bereits im Hinspiel in drei Sätzen dem Jugend-Nationalspieler Nikolaj Persson. Gregory Schneider hatte es nun in der Hand, ob der 1. BVM einen oder zwei Zähler verbuchen würde. Nach einem speziell in der Endphase enorm aufregenden Match musste sich der Mülheimer mit 14:21, 21:13, 19:21 Trittaus Maximilian Bobeth geschlagen geben.

 

Gleichzeitig verlor allerdings der Tabellenzweite Blau-Weiß Wittorf mit 2:6 beim BV Wesel Rot-Weiss, so dass Mülheim seinen Vorsprung trotz des Unentschiedens ausgebaut hatte. Einen Tag später machte der Deutsche Rekordmannschaftsmeister dann durch einen souveränen 6:2-Erfolg über die Zweitvertretung des BV Gifhorn den Meistertitel im Norden perfekt. Dabei gaben die BVM-Damen im Doppel früh aufgrund einer Verletzung bei Petra Reichel auf, das Dameneinzel ging dann kampflos an die Gäste aus Niedersachsen. Der deutliche Sieg Wittorfs über den BVH Dorsten am Sonntag (7:1) spielte keine Rolle mehr.

 

Im „Duell der Aufsteiger“ präsentierte sich am Wochenende der 1. BC Düren in hervorragender Verfassung: Gegen Tabellenschlusslicht BV Gifhorn 2 verbuchte das Team von der Rur einen 8:0-Kantersieg, einen Tag später bezwang die Mannschaft um die Nationalspielerinnen Sandra Marinello und Lisa Heidenreich den TSV Trittau mit 5:3.

 

Während Gifhorn keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hat, steigt bei den Teams auf den Plätzen fünf bis sieben (TSV Trittau, VfL Maschen und BVH Dorsten) die Spannung vor den beiden letzten Hauptrundenspieltagen der Saison enorm. Trittau und Maschen, die beide eine Bilanz von 10:14 Punkten aufweisen, stehen sich am 27.02.2010 direkt gegenüber.

 

 

2. Bundesliga Süd

 

Im Süden dominierte der PTSV Rosenheim von Beginn an die aktuelle Spielzeit. Am Wochenende sicherten sich die Bayern durch einen klaren 7:1-Erfolg beim Tabellenletzten TG Hanau eine gute Ausgangsposition, um einen Tag später beim letztjährigen Meister die Qualifikation für die Aufstiegsspiele zu feiern. Und diese nutzen sie: Bei den Hessen der SG Anspach gelang dem PTSV diesmal sogar ein 6:2-Sieg, nachdem die Mannschaft von Coach Manfred Ernst das Hinspiel vor eigenem Publikum mit 5:3 für sich entschieden hatte.

 

In der Partie gegen den bereits als Absteiger feststehenden Aufsteiger TG Hanau legten wieder einmal die Rosenheimer Doppel den Grundstein zum Erfolg: Sowohl Peter Käsbauer/Manuel Heumann im 1. Herrendoppel als auch Hannes Käsbauer/Lukas Schmidt im 2. Herrendoppel sowie das Damendoppel, vertreten durch Nicol Bittner/Katharina Giebfried, gingen als Sieger vom Feld. Im 2. Herrendoppel leisteten allerdings Michael Helber und Patrick Krämer auf Seiten der Gastgeber heftige Gegenwehr: Sie unterlagen erst mit 19:21 im dritten Satz. Den Ehrenpunkt für Hanau erzielte Anna Lena Riepl, die Katharina Giebfried im Dameneinzel in zwei Sätzen bezwang. Im 1. Herreneinzel revanchierte sich Hannes Käsbauer durch einen 21:18, 21:18-Erfolg über Yong Yudianto für die erlittene Niederlage im Hinspiel. Der Indonesier hatte sich Mitte Oktober in drei Durchgängen gegen den Rosenheimer durchgesetzt.

 

Nach der Anreise bei schwierigen Witterungsbedingungen ging es einen Tag später für den PTSV darum, die SG Anspach auf Distanz zu halten. Die Hessen hatten am Samstag durch einen 7:1-Heimsieg über den TSV Neubiberg-Ottobrunn zwei Zähler verbucht und damit den Anschluss gehalten. Während Oliver Roth/Peter Käsbauer den ersten Matchgewinn für die Gäste aus Bayern erzielten, mussten sich Nicol Bittner/Katharina Giebfried im Damendoppel den stark aufspielenden Anspacherinnen Mona Reich und Johanna Goliszewski geschlagen geben. Nach einem Sieg im 2. Herrendoppel, das durch teils spektakuläre Ballwechsel geprägt war, gingen die Gäste erneut in Führung, Mona Reich glich allerdings durch einen souveränen Zweisatzerfolg im Dameneinzel über Katharina Giebfried wieder aus. Doch in den drei Herreneinzeln setzten sich ebenso wie im Mixed letztlich die PTSV-Akteure durch – die Korken konnten knallen!

 

„Wir haben nun unser erstes Ziel erreicht: Wir sind Meister und für die Aufstiegsspiele qualifiziert. Nun gilt es weiter nach vorne zu schauen. Die Saison verlief bisher für uns optimal, wir hatten zwar manchmal einige enge Partien, letztlich wissen wir aber, dass wir, wenn wir unsere Leistung abrufen, unsere Spiele gewinnen. Darauf müssen wir weiter aufbauen“, zog Mannschaftskapitän Hannes Käsbauer ein erstes Fazit. Trainer Manfred Ernst fügte hinzu: „Das waren zwei wichtige und schöne Spiele. Die Mannschaft hat das gut gemacht. Jetzt haben wir etwas Planungssicherheit und können uns auf die Relegation vorbereiten. Der Meistertitel ist ein schöner Nebeneffekt, wir wollen aber mehr.“

 

In der unteren Hälfte der Tabelle fuhr der zweite Liga-Neuling neben der TG Hanau, der 1. BC Viernheim, einen wichtigen Sieg beim 1. BC Bischmisheim 2 ein: In Saarbrücken setzten sich die Viernheimer mit 5:3 durch. Damit haben sie als Tabellensechster nun vier Zähler Vorsprung auf den 1. BCB, der aktuell Rang sieben bekleidet, und zudem das bessere Spielverhältnis. Tags zuvor hatten beide Mannschaften eine Niederlage erlitten.

 

Hervorragend agierte am Wochenende wieder einmal der SV Fischbach: Die junge Truppe setzte sich gegen den 1. BC Viernheim mit 7:1 durch, tags darauf verbuchte das Team um den Vizeeuropameister der Jugend von 2009 im Mixed, Jonas Geigenberger, beim 5:3 gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg zwei weitere Zähler. Mit nunmehr 16:8 Punkten liegt der SV Fischbach als derzeitiger Drittplatzierter nur noch einen Zähler hinter der SG Anspach. Am letzten Spieltag der Hauptrunde (28.02.2010) kommt es in Fischbach zum Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Sowohl Anspach (gegen Bischmisheim) als auch Fischbach (in Hanau) haben zuvor lösbare Aufgaben vor sich.

  

 

Das Zweitligateam des PTSV Rosenheim nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel in Anspach (v.l.): Hannes Käsbauer, Oliver Roth, Nicol Bittner, Lukas Schmidt, Katharina Giebfried, Manuel Heumann, Peter Käsbauer. Es fehlt. Tamara Teuber (verletzt). Foto: Manfred Ernst.

9./10. Spieltag, 19./20.12.2009

        

Mülheim und Rosenheim marschieren dem Titelgewinn entgegen

(21.12.2009) Der 1. BV Mülheim und der PTSV Rosenheim haben am vergangenen Wochenende ihre Tabellenführung in der 2. Bundesliga Nord bzw. 2. Bundesliga Süd weiter ausgebaut. Damit streben der Verein aus dem Ruhrgebiet und das Team aus Bayern unaufhaltsam dem Meistertitel entgegen und den damit möglichen Relegationsspielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Sowohl Mülheim als auch Rosenheim fuhren am vierten Doppelspieltag der Saison 2009/2010 zwei Siege ein, während die Verfolger maximal drei Zähler verbuchen konnten.

 

2. Bundesliga Nord

 

Im Norden ging es besonders spannend zu, denn der Tabellenführer 1. BVM traf am Sonntag auf das zweitplatzierte Team von Blau-Weiss Wittorf. Vor dem Doppelspieltag lagen die Schleswig-Holsteiner zwei Punkte hinter Mülheim, nun beträgt der Vorsprung des Vorjahresvierten bereits fünf Zähler. Denn: Die Mannschaft von Coach Boris Reichel setzte sich am Samstag zunächst mit 5:3 beim VfL Maschen durch, während Wittorf gegen Aufsteiger 1. BC Düren nur zu einem Remis kam. Tags darauf bezwangen die Mülheimer ihren ärgsten Verfolger im direkten Duell mit 6:2. Dabei hatten die Gäste aus Nordrhein-Westfalen zunächst hinten gelegen: Nachdem Dharma Gunawi und Taufiq Hidayat Akbar im 1. Herrendoppel in einer engen Partie gegen Patrick Neubacher/Philipp Droste mit 18:21, 21:18, 21:18 die Oberhand behalten hatten, konterte Wittorf mit dem Gewinn des Damendoppels und des 2. Herrendoppels. Mit 25:23 im entscheidenden Durchgang setzten sich Rafal Hawel (Polen) und Malte Böttger letztlich gegen Alexander Roovers und Gregory Schneider durch. Doch die folgenden Matches konnte Mülheim allesamt für sich entscheiden – wenngleich teilweise nur sehr knapp. So fiel z. B. sowohl im 1. Herreneinzel als auch im 2 Herreneinzel die Entscheidung zugunsten des Liga-Spitzenreiters erst im dritten Satz – und das jeweils mit 21:19. Auch die frühere Nationalspielerin Petra Reichel und Neele Voigt lieferten sich beim 23:21, 24:22 für die Mülheimerin ein extrem ausgeglichenes Dameneinzel. Ein ähnlicher Verlauf offenbarte sich im Mixed.

 

Überaus zufrieden mit den letzten Bundesligapartien im Jahr 2009 darf auch Aufsteiger TSV Trittau sein: Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein erzielte als einzige neben dem 1. BVM in der 2. Bundesliga Nord am Wochenende vier Punkte. Zunächst gelang dem Team um Jugend-Nationalspieler Nikolaj Persson ein 5:3-Erfolg über den BVH Dorsten, bevor es sich am Sonntag mit dem gleichen Resultat gegen den BV Wesel Rot-Weiss durchsetzte. Die Mannschaft vom Niederrhein punktete im Damendoppel, im Mixed und im 3. Herreneinzel, wohingegen Trittau in allen anderen Disziplinen – mit Ausnahme des engeren 2. Herrendoppel – recht klare Erfolge erzielte.

 

Wesel verbesserte sich in der Tabelle dennoch um einen Rang auf Platz drei, da das Team vom Niederrhein tags zuvor einen 7:1-Sieg beim BV Gifhorn eingefahren hatte und der nach dem 8. Spieltag drittplatzierte 1. BC Düren am Wochenende lediglich einen Punkt erzielen konnte. Die junge Mannschaft des TSV Trittau verteidigte unterdessen ihren fünften Tabellenrang erfolgreich.

 

Schlusslicht bleibt nach wie vor die Zweitvertretung des BV Gifhorn, die – auch aufgrund von Personalproblemen – bislang erst drei Pluspunkte erzielen konnte. Einen Tag nach der 1:7-Heimniederlage gegen Wesel gewannen die Niedersachsen gegen Dorsten immerhin drei Spiele und mussten drei weitere erst im Entscheidungsdurchgang, zwei davon sehr knapp, abgeben.  

 

2. Bundesliga Süd

 

Im Süden dominiert der PTSV Rosenheim weiterhin das Geschehen: Aus allen bisherigen zehn Saisonpartien gingen die Bayern als Sieger hervor. Da Vorjahresmeister SG Anspach als derzeit Zweitplatzierter am 9./10. Spieltag nur drei Punkte erzielen konnte, beträgt der Vorsprung des PTSV mittlerweile schon fünf Zähler. Sowohl gegen den Tabellendritten SV Fischbach beim 6:2 als auch tags darauf beim 7:1 gegen die 2. Mannschaft des Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Bischmisheim gab sich das Team von Coach Manfred Ernst keine Blöße.

 

Im Samstagsspiel mussten beide Teams auf ihre jeweilige Nummer 1 verzichten: Bei den Innstädtern konnte Hannes Käsbauer krankheitsbedingt nicht eingesetzt werden, und bei den Gästen fehlte Fabian Hammes wegen Prüfungsarbeiten. Fischbach setzte sich im Dameneinzel (Alina Hammes gewann gegen Katharina Giebfried in drei Durchgängen) und im 3. Herreneinzel (Juliane Degiuli besiegte Manuel Heumann in zwei Sätzen) gegen die Gastgeber durch, musste die anderen Matches aber zum Teil recht deutlich abgeben.

 

Bischmisheim – obwohl mit dem normalerweise zum Erstligateam zählenden vielfachen Deutschen Meister Kristof Hopp angetreten – verzeichnete tags darauf in Rosenheim einzig im Mixed einen Erfolg: Hier bezwangen Thomas Tesche und Sindy Krauspe das PTSV-Duo Peter Käsbauer/Nicol Bittner in drei Sätzen. Im 1. Herrendoppel lieferten sich die Rosenheimer Peter Käsbauer und Oliver Roth mit der Saarbrücker Paarung Kristof Hopp/Thomas Tesche eine hochkarätige Auseinandersetzung, die nach vielen rasanten Ballwechseln mit 18:21, 21:13 und 21:18 für die Einheimischen endete. Nicol Bittner/Tamara Teuber sowie Lukas Schmidt/Manuel Heumann sorgten in den weiteren Doppeln mit sicheren Zweisatzerfolgen für die schon beruhigende 3:0–Führung für den Spitzenreiter, die im Folgenden weiter ausgebaut wurde.

 

Eine starke Leistung bot am Wochenende Aufsteiger 1. BC Viernheim: Einem 6:2-Erfolg über den zweiten Liganeuling, die TG Hanau, ließ der nach dem 10. Spieltag auf Tabellenrang sechs vorgerückte Klub ein 4:4 gegen die SG Anspach folgen. Mit nunmehr 7:13 Zählern schob sich Viernheim an der Zweitvertretung des 1. BCB vorbei, die sich außerdem am Samstag mit 2:6 beim TSV Neubiberg/Ottobrunn geschlagen geben musste und nun mit einem Punkteverhältnis von 5:15 Siebter ist. Hanau hat zwar nach wie vor die „Rote Laterne“ inne, konnte aber am Wochenende einen Punkt erzielen: Im Auswärtsspiel beim TSV Neuhausen-Nymphenburg gelang den Hessen ein Remis.

 

Drei Punkte sicherte sich am 9./10. Spieltag der TSV Neubiberg/Ottobrunn, der nach einem schwachen Saisonstart immer besser in Schwung kommt. Aktuell sind die Bayern bereits Tabellenvierter und überholten den Lokalkonkurrenten TSV Neuhausen-Nymphenburg, der nach der 2:6-Niederlage gegen die SG Anspach und dem Unentschieden beim 1. BC Viernheim auf Rang fünf zurückfiel. Neubiberg schlug am Samstag dem 1. BC Bischmisheim mit 6:2 und trennte sich am 4. Adventssonntag Unentschieden vom SV Fischbach. Letzterer verteidigte seinen dritten Tabellenplatz erfolgreich, wenngleich der Vorsprung auf den Tabellenvierten um einen Zähler auf zwei schrumpfte.

 

           

8. Spieltag, 22.11.2009

Mülheim und Rosenheim erneut mit doppeltem Punktgewinn

Nikolaj Persson rangiert mit Liganeuling TSV Trittau derzeit auf Rang fünf der Tabelle der 2. Bundesliga Nord. Foto: Ralf Mernke.

      

(23.11.2009) Die bisherigen Tabellenführer haben sich auch zum Auftakt der Rückrunde keine Blöße gegeben und mit jeweils einem doppelten Punktgewinn ihre Spitzenposition gefestigt.

 

Im Norden bleibt der 1. BV Mülheim nach dem 6:2-Erfolg bei Aufsteiger 1. BC Düren auf Platz eins (15:1 Punkte). Ihm dicht auf den Fersen ist allerdings nach wie vor der letztjährige Vizemeister der 2. Bundesliga Nord, Blau-Weiß Wittorf. Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein kam gegen den VfL Maschen zu einem 7:1-Sieg und weist nun 13:3 Zähler auf. Tabellenschlusslicht bleibt Aufsteiger BV Gifhorn 2, nachdem die Niedersachsen dem dritten Liganeuling, dem TSV Trittau, in eigener Halle mit 2:6 unterlagen.

 

In der 2. Bundesliga Süd verbuchte der PTSV Rosenheim, Vizemeister in der Saison 2008/2009, seinen achten Sieg im achten Spiel der Saison und führt damit die Tabelle nach wie vor ungefährdet an. Mit vier Zählern Rückstand auf die Bayern belegt Vorjahresmeister SG Anspach derzeit Rang zwei (12:4). Im Hessen-Derby gegen Aufsteiger TG Hanau hatte die Mannschaft um Nationalspielerin Johanna Goliszewski bei ihrem 7:1-Erfolg keine Mühe.

 

Ein besonderer Sieg der Anspacher, schließlich beging am Sonntag ihr treuester Punktesammler ein phantastisches Jubiläum: Franklin Wahab bestritt am 22.11.2009 sein 250. Bundesligaspiel in Folge (!) für den Verein. Am 18.09.1993 schlug der heute 35-Jährige erstmals für die SG Anspach in der 2. Badminton-Bundesliga auf. Gegner des damals frisch aufgestiegenen Vereins war die BSG Neckarau. Seitdem steht Franklin Wahab ohne Unterbrechung in der Anfangsformation der 1. Mannschaft seines Vereins – überwiegend in der 2. Bundesliga (zwölf Jahre), vier Jahre aber auch im Badminton-Oberhaus. In all den Jahren waren Franklin Wahab niemals an einem regulären Spieltag spielunfähig, verletzt, krank oder verhindert. Am Sonntag siegte er an der Seite von Arnd Vetters im 2. Herrendoppel.

 

Sehr zufrieden mit dem Rückrundenauftakt darf auch der PTSV Rosenheim sein, der auf dem Weg zur Meisterschaft im Süden weitere wichtige Punkte verbuchte. Beim Lokalrivalen TSV Neubiberg/Ottobrunn erkämpften sich die Gäste einen 5:3-Sieg. Gleich zwei Punkte für Neubiberg fuhr Julia Hauber ein: Sie setzte sich sowohl im Dameneinzel (gegen Katharina Giebfried) als auch im Damendoppel, gemeinsam mit Julia Schmidt (gegen Tamara Teuber/Katharina Giebfried), durch. Rosenheim musste kurzfristig auf Nicol Bittner verzichten, die aus Krankheitsgründen ausfiel. Den dritten Zähler für die Gastgeber steuerte Benjamin Placzek bei, der den leicht Grippe geschwächten deutschen Nationalspieler Oliver Roth in drei Sätzen bezwang. Neben dem Dameneinzel, das Julia Hauber im entscheidenden Durchgang mit 21:18 für sich entschied, gestalteten sich auch das 2. Herrendoppel sowie das 1. Herreneinzel enorm spannend – jeweils mit dem besseren Ende für den PTSV: Hannes Käsbauer/Lukas Schmidt gewannen mit 21:19, 17:21, 22:20 gegen den früheren Gifhorner Jan Patrick Helmchen und Timo Courage, zudem setzte sich Hannes Käsbauer mit 21:17, 19:21, 21:19 gegen Neubibergs Markus Heikkinen (Finnland) durch.

 

Einen „Fehlstart“ in die Rückrunde legte dagegen nach eigener Aussage der TSV Neuhausen-Nymphenburg hin. Die Mannschaft musste sich vor eigenem Publikum überraschend mit 2:6 dem 1. BC Viernheim geschlagen geben. Der Aufsteiger verbuchte damit seinen ersten Sieg in der 2. Bundesliga. Zuvor hatte Viernheim schon zweimal Unentschieden gespielt, sodass der Verein nun vier Pluspunkte aufweist. Damit rangiert das Team von Teammanager Roland Dörner allerdings nach wie vor auf Rang sieben.  

 

Auf Seiten des TSV Neuhausen-Nymphenburg waren einzig das Damendoppel, bestehend aus Jessica Willems und Altersklassen-Weltmeisterin (Damendoppel O40) Vlada Chernjavskaja (Weißrussland), sowie das Mixed mit Jessica Willems und ihrem Partner Konstantin Dubs erfolgreich. Ein Knackpunkt war nach Einschätzung der Verantwortlichen bei Neuhausen gleich zu Beginn der Begegnung das 1. Herrendoppel: In einer engen Partie mussten sich Konstantin Dubs und Thomas Nirschl dem früheren Nymphenburger Felix Hoffmann und dem zweimaligen Olympiateilnehmer Björn Siegemund geschlagen geben (21:23, 21:18, 18:21). Im Hinspiel hatten die Neuhausener Spieler die Partie noch für sich entscheiden können. „Auch im zweiten Herrendoppel hatten sich Patrik Beier und Yauheni Ykauchuk einiges ausgerechnet. Doch die Viernheimer Gegner ließen die Beiden nicht ins Spiel kommen“, meinte TSVNN-Pressewartin Claudia Klingelhöfer. Unerwartet war zudem die Niederlage von Einzelspezialistin Vlada Chernjavskaja, Silbermedaillengewinnerin bei der Altersklassen-WM 2009 im Dameneinzel O40, gegen Kathrin Hoffmann. Mit einem nunmehr ausgeglichenen Punktverhältnis bleibt der TSV Neuhausen-Nymphenburg vor dem nächsten Doppelspieltag (19./20.12.2009) Tabellenvierter (8:8).

 

Hervorragend präsentiert sich weiterhin der SV Fischbach. Die Mannschaft, die aus zahlreichen deutschen Nachwuchstalenten besteht, gewann auch ihr zweites Spiel gegen die Zweitvertretung des Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Bischmisheim. Nachdem Fischbach das Hinspiel in eigener Halle mit 7:1 für sich entschieden hatte, gelang dem Team von Teammanager Edgar Hammes nun auswärts ein 5:3-Sieg. Mit jetzt 11:5 Punkten bleibt der SV Fischbach Tabellendritter und direkter Verfolger der zweitplatzierten SG Anspach.

 

In der 2. Bundesliga Nord gelang es den beiden Spitzenteams, zwei weitere Pluspunkte einzufahren. Der 1. BV Mülheim revanchierte sich mit dem 6:2-Sieg in Düren für den Punktverlust in eigener Halle am 1. Spieltag. Aufsteiger Düren hatte sich bei seiner Zweitliga-Premiere ein Remis erkämpft und ist bislang das einzige Team, das es schaffte, der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet einen Zähler abzunehmen. Auch die Partie in Düren gestaltete sich spannend, schließlich wurden fünf der acht Spiele erst in der Verlängerung entschieden – und das zudem nur sehr knapp. Während Petra Reichel und Aileen Rößler im Damendoppel beim 23:21, 14:21, 23:21 gegen die Nationalspielerinnen Lisa Heidenreich und Sandra Marinello einen Zähler für die Gäste verbuchten, setzte sich das Dürener Duo Mathieu Pohl/David Washausen mit 18:21, 27:25, 27:25 gegen die BVM-Spieler Alexander Roovers und Gregory Schneider durch. Mathieu Pohl schlug übrigens ebenso wie Thomas Staczan, der im 1. Herrendoppel und im 3. Herreneinzel für Düren zum Einsatz kam, früher für Mülheim auf. Mülheims Neuzugang Taufiq Hidayat Akbar (Indonesien) hatte am Sonntag keine Gelegenheit, sich für die Niederlage bei seiner Premiere für den 1. BVM gegen Dürens  Harry Wright zu revanchieren. Der Engländer fiel kurzfristig aus.

 

Den Anschluss an den Spitzenreiter hält Blau-Weiß Wittorf: Die Mannschaft von Teammanager Ralf Treptau ließ dem VfL Maschen bei ihrem 7:1-Heimsieg keine Chance. Die Niedersachsen fielen damit um einen Platz auf Rang sechs in der Tabelle zurück. „Das ist schon in Ordnung. Wir haben ausnahmsweise relativ viele junge, deutsche Spieler eingesetzt, damit sich die junge Garde einmal unter Beweis stellen konnte. Wir haben die Partie mehr als Ausprobierspiel gesehen. Denn tendenziell ist es gegen Wittorf sehr schwierig zu bestehen, das haben wir schon im Hinspiel gesehen. Die Niederlage war einkalkuliert. Wittorf hat diesmal allerdings auch viele Youngster eingesetzt“, bilanzierte Maschens Teammanager Michael Heins. Die schottischen Spieler des VfL waren alle bei den Scottish International im Einsatz, wo z. B. Jillie Cooper im Damendoppel das Halbfinale erreichte. „Wenn wir gewollt hätten, hätten sie sicherlich für uns antreten können, aber das musste jetzt nicht sein“, so Michael Heins. Maschens Sarah Walker (England), die zu Beginn der Saison verletzt ausfiel, spielte zwar ebenfalls in Schottland, sie muss aber möglicherweise noch einmal operiert werden. „Dass sie so lange ausfiel, ist ein Riesen-Problem. Sie hätte uns mit Sicherheit ein bis zwei Punkte mehr verschaffen können. Nun stehen wir in der Tabelle genau spiegelverkehrt zu dem, was wir uns vor Saisonbeginn erhofft hatten. Die Verletzungsprobleme haben uns schon sehr zurückgeworfen. Aber wir sind trotz allem zufrieden. Noch haben wir alle Möglichkeiten. Klar ist: Im neuen Jahr wird es in den letzten vier Spielen um alles gehen. Da müssen wir unbedingt punkten, um die Liga zu halten“, so Michael Heins. Sarah Walker hatte einen Ermüdungsbruch erlitten, der die komplette Ruhigstellung des Fußes notwendig machte. Großes Pech hatte auch Guido Radecker: Er kugelte sich in der Partie gegen Trittau am 24.10.2009 (4:4) den Arm aus und erlitt dabei auch Schäden an den Bändern. Er wurde bereits operiert und wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen können.

 

Seinen dritten Saisonerfolg verbuchte der BV Wesel Rot-Weiss: Im NRW-internen Duell bezwangen die Weseler, bei denen zuletzt zahlreiche Stammspieler ausgefallen waren, den BVH Dorsten auswärts mit 6:2. Dieses Ergebnis hatte Wesel schon im Heimspiel, am 1. Spieltag, erzielt. Während das Team von Teammanager Andreas Ruth nach wie vor Tabellenrang vier belegt, rutschte Dorsten um einen Platz auf Rang sieben ab.

 

Fünfter ist jetzt der TSV Trittau, der einen weiteren Liganeuling, den BV Gifhorn 2, in dessen Halle mit 6:2 bezwang. Im Hinspiel hatten die Schleswig-Holsteiner gegen das Team des früheren Bundestrainers Hans Werner Niesner noch eine 3:5-Niederlage vor eigenem Publikum hinnehmen müssen. „Das war sehr befreiend, dass es endlich geklappt hat. Wir haben im bisherigen Saisonverlauf oft 4:4 gespielt, wo mehr drin gewesen wäre. Auch das Hinspiel hätte mindestens 4:4 ausgehen müssen“, sagt Trittaus Teammanagerin Sabina Persson. Nach wie vor lautet das Ziel der noch jungen Truppe um Jugend-Nationalspieler Nikolaj Persson: „Klassenerhalt!“ Die Vereine auf den Rängen fünf bis acht liegen derzeit enorm eng beieinander. „Ein ganz wichtiges Spiel wird das nächste Spiel, gegen Dorsten, sein. Hier haben wir in der Hinrunde ohne unseren Schotten Kieran Merrilees ein 4:4 erzielt. Und wenn er dabei sein kann, ist vielleicht noch mehr möglich“, meint Sabina Persson.

         

Skeptisch beobachten Teamcaptain Bianca Pils und Hannes Roffmann ihre Gifhorner Teamgefährten. Foto: Hans Werner Niesner.

6./7. Spieltag, 24./25.10.2009

 

Zweimal 8:0 - Mülheim ist „Herbstmeister“ - Optimale Ausbeute für Rosenheim in der Hinrunde

Dürens Sandra Marinello gewann am Wochenende alle vier Spiele, in denen sie eingesetzt wurde. Foto: Claudia Pauli.

(26.10.2009) 16 Spiele, 16 Siege – so lautet die makellose Bilanz des 1. BV Mülheim vom Wochenende, der damit nach Abschluss der Hinrunde die Tabelle der 2. Bundesliga Nord weiterhin souverän anführt und – um einen Vergleich zum Fußball zu ziehen – gewissermaßen die „Herbstmeisterschaft“ feiern konnte. Mit 13:1 Punkten ist das Team aus dem Ruhrgebiet nach sieben Spieltagen Spitzenreiter vor dem letztjährigen Zweiten, Blau-Weiss Wittorf, der 11:3 Zähler aufweist. Bislang gelang es einzig Aufsteiger 1. BC Düren, dem 1. BV Mülheim einen Punkt abzutrotzen: Am 1. Spieltag kam der Vorjahresvierte in eigener Halle nur zu einem Unentschieden gegen den ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen stammenden Verein, womit die Dürener gleich ein erstes Ausrufezeichen setzten. 

      

Am dritten Doppelspieltag der Saison 2009/2010 in der 2. Bundesliga setzte sich der 1. BV Mülheim zunächst mit 8:0 gegen den BV Wesel Rot-Weiss durch, bevor am nächsten Tag der BVH Dorsten auswärts mit dem gleichen Ergebnis bezwungen wurde. Dabei mussten die Mülheimer in beiden Partien zusammen nur einen Satz abgeben: Der Indonesier Taufiq Hidayat Akbar benötigte gegen den Niederländer Rune Massing in Diensten des BV Wesel drei Durchgänge zum Sieg. Insgesamt profitierte der 1. BVM am Wochenende von Ausfällen auf Seiten seiner Gegner: Dorsten, derzeit in der Tabelle auf Rang sechs, musste auf seine Stammkräfte Lotte Jonathans und Matthias Kuchenbecker verzichten, der Tabellenvierte Wesel auf Ilse Vaessen sowie auf die beiden starken Neuzugänge Stefanie Müller und Thorsten Hukriede.

           

Zu zwei deutlichen Erfolgen kam am 24./25.10.2009 auch Blau-Weiss Wittorf. Die Schleswig-Holsteiner setzten sich am Samstag mit 6:2 gegen die Zweitvertretung des BV Gifhorn durch. Tags darauf ließ das Team um Nationalspielerin Annekatrin Lillie im landesverbandsinternen Duell gegen den TSV Trittau, einen weiteren Liga-Neuling, einen erneuten 6:2-Sieg folgen. Der Lohn: Wittorf kletterte in der Tabelle um einen Rang auf Platz zwei. „Wir sind super-zufrieden. Das war ein gelungenes Wochenende. Ein Derby ist ja immer etwas Besonderes, und es war auch gut etwas los in der Halle: 200 Zuschauer sind schon was“, meinte Ralf Treptau, Teammanager bei Blau-Weiss. Er wies darauf hin, dass Gifhorn am Wochenende gleich auf drei bewährte Kräfte verzichten musste: Sowohl Hannes Roffmann als auch Henning Zanssen und Robert Hinsche standen nicht zur Verfügung.

               

Der bisherige Tabellenzweite, Aufsteiger 1. BC Düren, fiel nach einem Sieg und einer Niederlage am vergangenen Wochenende auf Platz drei zurück. Gegen Dorsten unterlag die Mannschaft von der Rur in ihrem letzten Heimspiel in der Hinrunde mit 3:5, verbuchte tags darauf dann aber beim BV Wesel Rot-Weiss einen souveränen 7:1-Sieg. Den Ehrenpunkt für die Gastgeber erzielte die deutsch-niederländische Kombination Rune Massing/Tobias Göbeler im 1. Herrendoppel gegen Dürens Harry Wright/Florian Kirch.

 

Einen gewaltigen Sprung in der Tabelle nach oben machte der VfL Maschen, der nach dem 5. Spieltag noch die „Rote Laterne“ innehatte: Nach dem Remis beim zuvor punktgleichen TSV Trittau und einem 5:3-Erfolg gegen den BV Gifhorn 2 sind die Niedersachsen nun Fünfter. Schlusslicht ist jetzt der BV Gifhorn, der ebenso wie der Tabellensiebte TSV Trittau eine Bilanz von 3:11 Punkten aufweist.

          

In der 2. Bundesliga Süd setzte der PTSV Rosenheim seine Siegesserie fort: Einem 7:1-Erfolg am Samstag gegen Aufsteiger 1. BC Viernheim ließen die Bayern tags darauf einen 6:2-Sieg beim TSV Neuhausen-Nymphenburg folgen, der allerdings ohne seine neue Nummer 1, Yauheni Ykauchuk aus Weißrussland, und ohne den Doppel- und Mixedspezialisten Konstantin Dubs antrat. Die Mannschaft von Coach Manfred Ernst weist damit nach Abschluss der Hinrunde die hervorragende Bilanz von 14:0 Punkten auf. Gegenüber Vorjahresmeister SG Anspach, der weiterhin Tabellenrang zwei bekleidet, hat Rosenheim nun schon vier Zähler Vorsprung.

 

Die Hessen verbuchten mit dem 6:2-Sieg beim 1. BC Bischmisheim 2 einen gelungenen Auftakt des Doppelspieltags, mussten jedoch am Sonntag vor heimischem Publikum ein Remis gegen den SV Fischbach hinnehmen. Dieser setzte sich tags zuvor zudem mit 5:3 gegen Aufsteiger TG Hanau durch und ist Anspach (10:4) als neuer Tabellendritter nun direkt „auf den Fersen“ (9:5). Bereits an den vorangegangenen Spieltagen hatte der SV Fischbach, der zur Saison 2008/2009 in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufgestiegen war, mit ansprechenden Leistungen überzeugt. In Anspach konnte die junge Mannschaft das 2. Herrendoppel (bestehend aus Fabian Hammes und Julian Degiuli) sowie alle Herreneinzel (Fabian Hammes, Richard Domke, Philip Merz) für sich entscheiden. 

 

Der TSV Neuhausen-Nymphenburg tauschte mit dem Fischbacher Team von Trainer Edgar Hammes den Platz und liegt nun auf Tabellenrang vier. Bevor die Bayern gegen den Spitzenreiter der Liga eine 2:6-Niederlage einstecken mussten, erzielten sie beim Lokalkonkurrenten TSV Neubiberg/Ottobrunn ein Remis. Für diesen verlief das Wochenende äußerst erfolgreich: Zu dem einen Punkt gegen Neuhausen gesellten sich tags darauf zwei weitere: Beim 1. BC Viernheim setzte sich der aktuelle Tabellenfünfte mit 5:3 durch.

 

Neben dem 1. BC Viernheim ging auch der zweite Liga-Neuling, die TG Hanau, am dritten Doppelspieltag der Saison 2009/2010 leer aus: Einen Tag nach der 3:5-Niederlage beim SV Fischbach unterlagen die Hessen mit 1:7 gegen die 2. Mannschaft des 1. BC Bischmisheim. Hanau bildet weiterhin das Schlusslicht der Tabelle, Viernheim ist mit einem Pluspunkt mehr (2:12) Siebter.  

   

 

Wittorfs Jan-Collin Strehse. Foto: Frank Kossiski.

4./5. Spieltag, 10./11.10.2009

 

Vier Punkte für Düren bedeuten Rang zwei im Norden - Rosenheim setzt sich im Süden ab

(12.10.2009) Mit zwei Siegen am vergangenen Wochenende „katapultierte“ sich Aufsteiger 1. BC Düren von Platz vier auf Rang zwei in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord. Spitzenreiter im Norden bleibt nach dem 5. Spieltag der 1. BV Mülheim, der am zweiten Doppelspieltag der aktuellen Saison ebenfalls vier Zähler verbuchen konnte. Der letztjährige Zweite, Blau-Weiß Wittorf, erzielte je einen Sieg und ein Unentschieden und ist weiterhin Tabellendritter, wohingegen der BV Wesel Rot-Weiß, nach drei Spieltagen auf Rang zwei, nach zwei Remis auf Platz vier zurückfiel. Tabellenschlusslicht ist weiterhin der VfL Maschen, der am Wochenende allerdings zwei Punkte holen konnte.

 

Mülheim setzte sich zunächst bei Aufsteiger TSV Trittau mit 6:2 durch, tags darauf ließ der Verein aus dem Ruhrgebiet der Zweitvertretung des BV Gifhorn, ebenfalls ein Liganeuling, beim 7:1 keine Chance. Der 1. BC Düren, der am 1. Spieltag dem 1. BV Mülheim ein Remis abgetrotzt und damit gleich zu Beginn der Saison sein Potenzial angedeutet hatte, traf am Wochenende auf die gleichen Vereine wie die Mülheimer: Dabei gelang dem 1. BC Düren sowohl beim BV Gifhorn 2 als auch beim TSV Trittau ein 6:2-Erfolg.

 

In Niedersachsen gaben neben Thomas Staczan im 3. Herreneinzel ausgerechnet die Nationalspielerinnen Sandra Marinello und Lisa Heidenreich im Damendoppel einen Punkt ab: Hier setzten sich die Gifhornerinnen Bianca Pils/Jana Bühl nach schwachem Start noch mit 10:21, 21:12, 21:17 durch. Tags darauf in Trittau hatten Dürens Neuzugang Harry Wright (England) und Florian Kirch im Herrendoppel beim 11:21,17:21 gegen die jungen Bundeskaderathleten Nikolaj Persson/Nico Coldewe das Nachsehen. Außerdem musste sich die Jugend-WM-Teilnehmerin Lisa Heidenreich der früheren Jugend-Europameisterin im Dameneinzel, Janet Köhler, mit 10:21,13:21 geschlagen geben.

 

Die ehemalige Nationalspielerin, die im Sommer nach Schleswig-Holstein gewechselt war, hatte tags zuvor ihr Dameneinzel ebenfalls erfolgreich beendet: Gegen die WM-Dritte von 2006, Petra Reichel (geb. Overzier), setzte sich Janet Köhler in der Partie gegen den 1. BV Mülheim mit 21:13, 17:21, 21:18 durch. Damit revanchierte sie sich gewissermaßen für die knappe Niederlage im Damendoppel, die sie zuvor an der Seite von Linda Klasen gegen Petra Reichel/Aileen Rößler hatte hinnehmen müssen (21:16, 15:21, 20:22). Neben Janet Köhler konnte der Deutsche U19-Meister Nikolaj Persson das 2. Herreneinzel, gegen den Mülheimer Alexander Roovers, für sich entscheiden und damit den zweiten Zähler für Trittau in der Partie gegen den 1. BVM holen.

         

In der 2. Bundesliga Süd hat der PTSV Rosenheim seinen ärgsten Verfolger, die SG Anspach, am 4./5. Spieltag distanziert: Die Bayern besiegten am Samstag Aufsteiger TG Hanau vor eigenem Publikum mit 7:1 und gewannen am Sonntag auch noch das direkte Duell gegen die Hessen mit 5:3. Damit ist Rosenheim nun das einzige Team im Süden, das aus allen bisherigen fünf Partien als Sieger hervorging. Die SG Anspach, vor dem Wochenende ebenfalls in allen Begegnungen siegreich, rangiert weiterhin auf Rang zwei, hat aber nun drei Minuspunkte auf dem Konto (7:3).

 

Der SV Fischbach und der TSV Neuhausen-Nymphenburg tauschten am Wochenende die Plätze: Die Mannschaft von Teammanager Edgar Hammes ist nach dem Sieg über den Aufsteiger 1. BC Viernheim (5:3) und der Niederlage gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg (2:6) nun Vierter. Letzterer nahm aus seinen ersten beiden Heimspielen in dieser Saison vier Punkte mit nach Hause und rangiert dadurch nun auf Rang drei der Tabelle. Neben dem SV Fischbach bezwangen die Bayern auch die 2. Mannschaft des 1. BC Bischmisheim (5:3). "Der dritte Platz und zwei Heimsiege - das ist ein optimales Wochenende für uns gewesen", sagt Claudia Klingelhöfer, Pressewartin des TSV Neuhausen-Nymphenburg.

 

Am Ende der Tabelle findet sich nun Aufsteiger TG Hanau wieder (1:9). In der Partie gegen den Tabellenführer konnte einzig Yong Yudianto einen Punkt für die Gäste der TG Hanau einfahren. Der Indonesier setzte sich in einem sehenswerten 1. Herreneinzel mit 24:22, 17:21, 21:12 gegen den Rosenheimer Hannes Käsbauer durch.

 

Enorm spannenden gestaltete sich die Begegnung der beiden Spitzenteams, einen Tag später: Schließlich stand es zwischenzeitlich 3:3. Die Partien von Hannes Käsbauer gegen Daniel Benz (1. Herreneinzel) und von Lukas Schmidt gegen Arnd Vetters (2. Herreneinzel) mussten die Entscheidung bringen. Beide Rosenheimer behielten die Nerven und beendeten unter dem großen Jubel der heimischen Zuschauer ihre jeweilige Partie siegreich. Lukas Schmidt gewann mit 21:12, 21:18, Oliver Roth setzte sich mit 21:14, 23:21 durch.

           

Seinen ersten Saisonsieg verbuchte der TSV Neubiberg/Ottobrunn. Nach zwei Niederlagen und zwei Remis bezwangen die Bayern am Sonntag in eigener Halle Aufsteiger TG Hanau mit 6:2. Der zweite Liganeuling, der 1. BC Viernheim, musste sich am Wochenende – wie die TG Hanau – zweimal geschlagen geben: Einer 3:5-Niederlage gegen den SV Fischbach folgte einen Tag später ein 2:6 gegen die Zweitvertretung des 1. BC Bischmisheim, die sich nach dem 5. Spieltag von Rang acht in der Tabelle auf Platz fünf verbesserte. Viernheim fiel von Rang fünf auf sieben zurück, während der TSV Neubiberg/Ottobrunn um zwei Plätze auf Rang fünf kletterte.

   

 

2./3. Spieltag, 26./27.09.2009

            

 

Mülheim übernimmt die Tabellenführung

Maschens Guido Radecker verbuchte am Wochenende in der Partie gegen Düren einen Sieg im Herreneinzel. Foto: Claudia Pauli

(28.09.2009) Am ersten Doppelspieltag der neuen Saison in der 2. Bundesliga gelang es im Norden einzig dem 1. BV Mülheim, vier Punkte einzufahren: Der Verein aus dem Ruhrgebiet verbuchte zunächst am Samstag (26.09.2009) vor eigenem Publikum einen 8:0-Kantersieg gegen die personell geschwächte Mannschaft des VfL Maschen. Tags darauf gelang dem 1. BVM in seinem dritten Heimspiel in Folge ein 6:2-Erfolg gegen den Vorjahreszweiten Blau-Weiss Wittorf. Mit nunmehr 5:1 Zählern und einem Spielverhältnis von 18:6 führt der 1. BV Mülheim die Tabelle der 2. Bundesliga Nord vor dem punktgleichen BV Wesel Rot-Weiss (15:9) an.

 

Der Verein, der ebenfalls dem Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen angehört, konnte seinem Konto am 2./3. Spieltag drei Zähler hinzufügen: Gegen Aufsteiger BV Gifhorn 2 setzten sich die Weseler am Samstag in eigener Halle mit 5:3 durch. Einen Tag später schaffte die Mannschaft um den früheren Langenfelder Thorsten Hukriede nach einer Aufholjagd ein 4:4 gegen einen weiteren Aufsteiger und Zweitliga-Neuling, den TSV Trittau. Die Gastgeber hatten beide Herrendoppel und das Damendoppel abgegeben und lagen entsprechend mit 0:3 zurück, gewannen dann aber alle Herreneinzel sowie das Mixed. Den vierten Punkt für Trittau holte die frühere Nationalspielerin Janet Köhler, die im Sommer von der SG EBT Berlin zu dem Verein aus Schleswig-Holstein gewechselt war. Sie gewann das Dameneinzel mit 21:17, 21:9 gegen Stefanie Müller. 

 

Weiter sieglos bleibt der VfL Maschen, der am Wochenende gleich auf mehrere seiner Stammspieler verzichten musste. Sowohl die beiden Neuzugänge Sarah Walker (England) und Corinne Beutler als auch die schottischen Top-Leute Jillie Cooper und Watson Briggs standen den Niedersachsen nicht zur Verfügung. Nach der 0:8-Niederlage am Samstag in Mülheim an der Ruhr konnte der VfL Maschen tags darauf bei Aufsteiger 1. BC Düren zumindest zwei Herreneinzel für sich entscheiden. Das Team aus Düren freute sich nach dem 6:2 über seinen ersten Sieg in der 2. Bundesliga. Tags zuvor hatte sich die Mannschaft um die Nationalspielerinnen Sandra Marinello und Lisa Heidenreich mit 3:5 Blau-Weiss Wittorf geschlagen geben müssen.

 

„Ich denke, Düren wird in der 2. Bundesliga Nord eine gute Rolle spielen. Der Engländer Harry Wright ist sehr stark, die Damen sind sowieso gut, und insgesamt ist die Mannschaft ausgeglichen“, lobt Ralf Treptau, Teammanager von Blau-Weiss Wittorf, den letztjährigen Meister der Regionalliga West. „Wir hatten drei schwere Auswärtsspiele, aber trotz der Niederlage bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. In Mülheim wäre mehr drin gewesen, dort haben wir einfach nicht gut gespielt. Am Samstag haben wir erheblich besser gespielt“, meint der Schleswig-Holsteiner. Beim 1. BVM, der für Ralf Treptau klarer Favorit auf die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord ist, sei der Start nicht so gewesen, wie Wittorf sich diesen vorgestellt habe. „Unsere Stärken liegen traditionell in den Doppeln. Hinten raus lässt es sich dann natürlich leichter spielen, wenn diese gewonnen wurden. Dass am Sonntag alle drei Doppel weggingen, damit hatten wir nicht gerechnet. Umgekehrt hatten wir nicht geglaubt, dass uns im 1. Herreneinzel ein Sieg gelingen würde“, so Ralf Treptau. Hier setzte sich der Pole Rafal Hawel mit 21:18, 5:21, 21:12 gegen Mülheims indonesischen Neuzugang Taufiq Hidayat Akbar durch. Den zweiten Punkt für die Gäste holte Jan-Collin Strehse durch einen knappen Dreisatzerfolg im 3. Herreneinzel.

 

Rosenheim und Anspach im Gleichschritt

(28.09.2009) In der 2. Bundesliga Süd verteidigte der PTSV Rosenheim die Tabellenführung mit zwei Auswärtssiegen erfolgreich: Am Samstag bezwangen die Bayern zunächst in Kaiserslautern den SV Fischbach mit 6:2. Mit dem gleichen Ergebnis endete die Sonntagspartie beim 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim 2.  Dabei musste der PTSV in beiden Spielen kurzfristig auf den Einsatz von Lukas Schmidt verzichten, der an einer Schulterverletzung laboriert. Anstelle des Bronzemedaillengewinners bei der Jugend-EM 2007 im Herrendoppel kam Manuel Heumann zum Einsatz. Mit Erfolg: Drei seiner vier Spiele konnte der 20-Jährige am Wochenende siegreich gestalten. In der Partie beim SV Fischbach mussten die Rosenheimer lediglich das Dameneinzel und das 2. Herreneinzel abgeben:  Tamara Teuber verlor ebenso in zwei Sätzen gegen Jugend-Nationalspielerin Alina Hammes wie Nationalspieler Oliver Roth gegen Jugend-Nationalspieler Richard Domke. Am Sonntag traf der PTSV Rosenheim auf eine nicht in Bestbesetzung angetretene 2. Mannschaft des Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Bischmisheim. Auch hier gingen aus Sicht des letztjährigen Vizemeisters in der 2. Bundesliga Süd lediglich das Dameneinzel (Stefanie Bachmayr unterlag Benaria Plagens) und ein Herreneinzel (Manuel Heumann scheiterte trotz einer guten Leistung an Michael Kleibert) verloren. Am nächsten Doppelspieltag, 10./11.10.2009, dürfen die Rosenheimer wieder zweimal vor eigenem Publikum antreten. Unter anderem kommt es dann zum Duell der beiden heißesten Kontrahenten um den Titelgewinn im Süden: Am 11.10.2009 ist die SG Anspach bei den Bayern zu Gast, die bislang ebenfalls verlustpunktfrei ist.

 

Mit 7:1 bezwangen die Hessen am Samstag das Team des TSV Neuhausen-Nymphenburg, tags darauf verbuchte die SGA einen 6:2-Erfolg über Aufsteiger 1. BC Viernheim. Interessant ist ein näherer Blick in die Statistik des ersten Spiels: 367:326 lautete in der Begegnung zwischen Anspach und Neuhausen am Ende der Stand der Spielpunkte – ein so deutliches Ergebnis wie das 7:1 hätte man aufgrund dieser Zahl wohl nicht vermutet. „Mit Ausnahme des 3. Herreneinzel war unser Team in allen Begegnungen gerade im entscheidenden Moment bestens präpariert und punktete“, sagte Georg Komma, Leiter der Badmintonabteilung der SGA. Extrem spannend gestaltete sich die Partie zwischen Mona Reich und der weißrussischen Altersklassen-Weltmeisterin Vlada Chernjawskaja in Diensten des TSV Neuhausen-Nymphenburg. Beide Spielerinnen hatten zwei Matchbälle. Letztlich entschied Mona Reich das Duell mit 16:21, 21:16, 23:21 für sich. Georg Komma betonte in diesem Zusammenhang hervor: „Vlada Chernjawskaja korrigierte eine Schiedsrichterentscheidung beim Stand von 20:20 im dritten Satz zu Gunsten von Mona. Auch dies spricht für die große, besondere Klasse der Weißrussin.“ Den Ehrenpunkt für die Bayern erzielte Daniel Beier im 3. Herreneinzel mit einem Zweisatzerfolg über Steffen Hornig.

 

Im Duell der beiden Aufsteiger gab es keine Sieger: Die TG Hanau und der 1. BC Viernheim trennten sich in Hanau 4:4. Viernheim rangiert damit mit 2:4 Punkten in der Tabelle auf Rang 5, gefolgt von der TG Hanau (1:5). Ihren jeweils ersten Zähler in dieser Saison verbuchten am Wochenende auch der TSV Neubiberg/Ottobrunn und der 1. BC Bischmisheim 2: Das direkte Aufeinandertreffen endete 4:4.

 

Einen Tag nach der 2:6-Niederlage gegen Rosenheim freute sich der SV Fischbach über einen 5:3-Heimsieg gegen den TSV Neubiberg-Ottobrunn. Mit zwei Siegen und einer Niederlage rangiert die junge Truppe von Teammanager Edgar Hammes nun in der Tabelle auf Platz drei. Die SG Anspach, die ebenso wie Spitzenreiter PTSV Rosenheim drei Siege auf dem Konto hat, schob sich nach dem 3. Spieltag an Fischbach vorbei. 

            

Das erfolgreiche Rosenheimer Team in der Partie beim SV Fischbach. Herren, v.l.: Oliver Roth, Lukas Schmidt, Hannes Käsbauer, Manuel Heumann, Peter Käsbauer. Damen, v.l.: Stefanie Bachmayr, Tamara Teuber, Nicol Bittner. Foto: Manfred Ernst.

 

1. Spieltag, 12./13.09.2009

 

Kantersieg für Rosenheim

Taufik Hidayat Akbar vom 1. BV Mülheim verlor überraschend sein Einzel. Foto: Claudia Pauli

Aufsteiger Düren gelingt Remis in Mülheim

         

(14.09.2009) Der PTSV Rosenheim hat gleich zum Auftakt der neuen Zweitligasaison seine Aufstiegsambitionen unterstrichen. Gegen den TSV Neubiberg/Ottobrunn verbuchte der letztjährige Vizemeister der 2. Bundesliga Süd einen 8:0-Erfolg. Mit einem 6:2-Sieg über Aufsteiger TG Hanau gelang Vorjahresmeister SG Anspach ebenfalls ein souveräner Einstand. Der SV Fischbach freute sich über einen überlegenen Sieg (7:1) gegen die 2. Mannschaft des 1. BC Bischmisheim, während Aufsteiger BV Viernheim mit einem Remis gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg sehr zufrieden sein darf.

 

In der 2. Bundesliga Nord schaffte der 1. BV Mülheim etwas überraschend nur ein Unentschieden gegen den Aufsteiger 1. BC Düren, während die anderen drei Partien jeweils einen Sieger hervorbrachten: Blau-Weiss Wittorf, einer der Mitfavoriten auf den Meistertitel im Norden, setzte sich mit 6:2 beim VfL Maschen durch, der ebenfalls als Anwärter auf den Aufstieg gilt. Die 2. Mannschaft des BV Gifhorn verbuchte einen 5:3-Auswärtserfolg über Zweitliganeuling TSV Trittau, und der BV Wesel Rot-Weiss setzte sich mit 6:2 gegen den BVH Dorsten durch.

 

In Mülheim an der Ruhr stand erst nach mehr als dreieinhalb Stunden fest, dass es an diesem Nachmittag keinen Gewinner geben sollte. Drei Matches gingen über jeweils drei Sätze, wobei zwei davon von den Gästen aus Düren gewonnen werden konnten. Ambitioniert zeigte sich – trotz einer Niederlage – Jugend-Nationalspielerin Lisa Heidenreich. Die 18-Jährige brachte die WM-Dritte vom 2006 im Dameneinzel, Petra Reichel (geb. Overzier), beim 21:15, 16:21, 14:21 zwischenzeitlich immer wieder in Bedrängnis. Unerwartet war sicherlich die Niederlage von BVM-Spitzenspieler Taufik Hidayat Akbar, der sich dem für Düren aufschlagenden Engländer Harry Wright – wie Taufik Hidayat Akbar ein Neuzugang – mit 19:21, 16:21 geschlagen geben musste. Auch Alexander Roovers, Gewinner der German Challenge in Schwetzingen vor wenigen Wochen, konnte sein Einzel gegen den starken Mathieu Pohl nicht für sich entscheiden Bei seiner deutlichen 13:21, 16:21-Niederlage blieb er unter seinen Möglichkeiten.

 

Blau-Weiss Wittorf zeigte trotz einer staubedingten fast dreistündigen Anreise von Beginn an eine äußerst konzentrierte Vorstellung. Der Gewinn aller drei Doppel brachte bereits eine kleine Vorentscheidung, der Pole Rafal Hawel (gegen den Schotten Craig Goddard) und Neele Voigt (gegen Corinne Beutler) machten den Sieg des letztjährigen Vizemeisters schließlich vorzeitig perfekt. Maschen, der Tabellendritte des Vorjahres, konnte einzig im Mixed und im 2. Herreneinzel punkten.

 

Bei der SG Anspach feierte Dr. Sonja Martenstein nach einer einjährigen Verletzungspause die Rückkehr ins Team und verbuchte im Damendoppel an der Seite von Nationalspielerin Johanna Goliszewski einen souveränen Zweisatz-Erfolg über die Hanauer Paarung Anna Lena Riepl/Natascha Thome. Der Aufsteiger schlug sich vor allem zu Beginn der Begegnung prima, hielt man doch stets den Anschluss (2:3). Doch dann ließ die SG Anspach, Mitfavorit auf den Meistertitel im Süden, nichts mehr „anbrennen“ – wenngleich die drei folgenden Partien alle erst im dritten Durchgang zugunsten der Gäste entschieden wurden. „Dieses Hanauer Team hat das Potenzial, alle Zweitligamannschaften in Verlegenheit zu bringen“, lobte Anspachs Abteilungsleiter Georg Komma die Leistung des Aufsteigers.

           

Der PTSV Rosenheim musste lediglich im 2. und 3. Herreneinzel über drei Sätze gehen, alle anderen Spiele konnten die Gastgeber in der Partie gegen den TSV Neubiberg/Ottobrunn in zwei Durchgängen für sich entscheiden. Souverän agierten unter anderem die Europäischen Hochschulmeister im Herrendoppel, Peter Käsbauer und Oliver Roth, in ihrer Paradedisziplin.

 

Die SG Anspach beim Saisonstart in Hanau (v. l.): Arnd Vetters, Steffen Hornig, Franklin Wahab, Daniel Benz, Sebastian Kreibich (Ersatz) sowie Mona Reich, Johanna Goliszewski und Dr. Sonja Martenstein. Foto: Georg Komma.

           


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