Spielberichte Saison 2009/2010

          

Sofern nicht speziell namentlich gekennzeichnet, werden die Spielberichte von Dr. Claudia Pauli erstellt.

           

Playoff-Finale am 24./25.04.2010

Zum Bericht über das Playoff-Finale ...

  

Playoff-Halbfinals am 27./28.03.2010

Zum Bericht über die Playoff-Halbfinals ...

          

13./14. Spieltag, 27./28.02.2010

         

Beuel geht als Spitzenreiter in die Playoffs

 

(01.03.2010) Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim, der die  Tabelle der 1. Bundesliga den Großteil der Saison 2009/2010 anführte, musste die Spitzenposition am letzten Doppelspieltag der Hauptrunde noch an den 1. BC Beuel abtreten. Die Bonner setzten sich am Samstag im Spitzenspiel des 13. Spieltags mit 5:3 bei den Saarbrückern durch und zogen damit nach Punkten mit dem viermaligen Deutschen Mannschaftsmeister gleich. Aufgrund des besseren Spielverhältnisses sind die Rheinländer vor dem BCB platziert. Beide Mannschaften verbuchten tags darauf einen 8:0-Kantersieg (Bonn gegen Berlin und Bischmisheim in Lüdinghausen), so dass sich an den Verhältnissen am letzten Hauptrundenspieltag nichts mehr änderte. Bonn bleibt folglich in der Spielzeit 2009/2010 die einzige Mannschaft, die dem 1. BCB Punkte abnehmen konnte: Im Hinspiel hatten sich beide Teams in Nordrhein-Westfalen 4:4 getrennt, nun verzeichneten die Saarländer ihre erste Niederlage im Saisonverlauf. Beuel ist nach wie vor ungeschlagen, trennte sich aber dreimal vom Gegner 4:4: in Hamburg, gegen Bischmisheim und in Berlin.   

 

Bonn sicherte sich durch den Sprung an die Tabellenspitze nicht nur die Wahl des Heimrechts für das erste oder das zweite Spiel im Playoff-Halbfinale (und ebenso in einem möglichen Finale), sondern auch den vermeintlich schwächeren Gegner in der Runde der besten vier Teams. In den Playoff-Halbfinals, die am 27. und 28. März ausgetragen werden, trifft der 1. BC Beuel nun auf den SC Union Lüdinghausen, der als Tabellenvierter die Qualifikation für die Playoffs schaffte. Ein herausragender Erfolg für die Mannschaft von Teammanager Michael Schnaase – schließlich erreichte der Verein erstmals in seiner Geschichte die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft! In der Punkterunde hatte Bonn zwei klare Siege gegen die Westfalen verbucht: Das Hinspiel gewann der 1. BC Beuel in eigener Halle mit 6:2, im Rückspiel schaffte der SCU lediglich einen Spielgewinn.

 

In der zweiten Halbfinal-Partie kommt es zur Neuauflage des Vorjahres-Endspiels, in welchem sich der BCB nach einer phänomenalen Aufholjagd letztlich doch noch gegen das Team aus der Hauptstadt durchsetzte. Sicherlich wird es auch Ende März zahlreiche enge und spannende Matches geben. In der Punktrunde konnte der Titelverteidiger beide Begegnungen für sich entscheiden (5:3 in Berlin, 6:2 vor eigenem Publikum).

 

Allerdings gilt es im Hinblick auf die nun anstehende „Endrunde“ zu bedenken: In den Playoffs geht es sozusagen wieder von null los. Die einzelnen Ergebnisse aus der Hauptrunde haben keine Bedeutung – und sie sind auch nicht unbedingt ein Indiz für die Kräfteverhältnisse, da die Mannschaften zum Teil nicht in Bestbesetzung antraten.

 

Für Berlin, das ohne seine Spitzendamen Juliane Schenk und Nicole Grether sowie die indischen Leistungsträger antrat, brachten die 2:6-Niederlage am Wochenende gegen Lüdinghausen und die 0:8-Pleite in Bonn keine Veränderung mehr in der Platzierung mit sich. Die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg bleibt Dritter.

 

Bereits vor dem 13./14. Spieltag stand fest, dass der SC Union Lüdinghausen „Playoff-Premiere“ würde feiern dürfen. Trotzdem freute sich die Mannschaft um die Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel, Karin Schnaase, natürlich über den doppelten Punktgewinn in der Hauptstadt. Dadurch hätten sich die Westfalen wohl auch dann für die Playoffs qualifiziert, wenn der FC Langenfeld seine Mannschaft nicht zurückgezogen und an den letzten beiden Spieltagen jeweils einen Sieg verzeichnet hätte. Ausschlaggebend wäre das Spielverhältnis gewesen, das beim SCU vermutlich nach 14 Begegnungen besser ausgesehen hätte.

 

Einen erfreulichen Schlusspunkt setzte für sich persönlich der TV Refrath: Am letzten Spieltag in seiner ersten Erstligasaison verbuchte der letztjährige Aufsteiger seinen ersten Punktgewinn. Gegen den sechstplatzierten BV Gifhorn spielte der TVR Unentschieden.

 

Positiv endete auch für den VfL Hamburg die Saison 2009/2010: Die Mannschaft um Nachwuchstalent Inken Wienefeld bezwang in ihrer letzten Begegnung den BV Gifhorn auswärts mit 6:2.

 

Zudem haben sowohl die Hanseaten als auch die Niedersachsen und der TV Refrath bereits jetzt Planungssicherheit: Nach dem Rückzug des FC Langenfeld aus der 1. Bundesliga entfallen die Playoffs um den Abstieg. Alle Partien der laufenden Spielzeit unter Beteiligung des FCL wurden aus der Wertung genommen, so dass die Rheinländer mit null Punkten das Tabellenschlusslicht bilden. Dem BV Gifhorn gelang damit als zweiter niedersächsischer Verein (mindestens) zweimal in Folge der Verbleib in der 1. Bundesliga. Der VfL Wolfsburg zählte in den 1970er-/1980er-Jahren acht Spielzeiten in Folge zur Eliteklasse.

 

Die Abschlusstabelle nach 14 Spieltagen:

 

 

1.

1. BC Beuel (HF)

21:3

74:22

2.

1. BC Bischmisheim (M)

21:3

71:25

3.

SG EBT Berlin (ViM)

15:9

55:41

4.

SC Union Lüdinghausen (6.)

13:11

50:46

5.

VfL 93 Hamburg (7.) 

8:16

35:61

6.

BV Gifhorn (5.)

5:19

32:64

7.

TV Refrath (A)

1:23

19:77

8.

FC Langenfeld (HF)

0:0

0:0

 

Die nächsten Partien:

 

27./28.03.2010 – Playoff-Halbfinals:

 

1. BC Beuel – SC Union Lüdinghausen

1. BC Bischmisheim – SG EBT Berlin

 

Die Wahl des Heimrechts für das erste oder das zweite Spiel hat in allen Playoff-Runden die in der Schlusstabelle der Punktspielrunde jeweils höher platzierte Mannschaft.

 

          

12. Spieltag, 13.02.2010

        

Entscheidung vertagt

       

(13.02.2010) Im Kampf um den letzten Playoff-Platz trennten sich die Konkurrenten, der SC Union Lüdinghausen und der FC Langenfeld, am Samstagnachmittag Unentschieden. „Das 4:4 ist vom Ergebnis her eigentlich gerecht. Es lässt zudem noch alles offen – auch wenn wir nun natürlich schlechtere Chancen als Langenfeld haben, das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Langenfeld hat ein wesentlich einfacheres Restprogramm als wir“, zog Michael Schnaase, Teammanager des SCU, ein erstes Fazit. „Andererseits“, so der frühere deutsche Spitzenspieler weiter, „wären wir durch, wenn Berlin Anfang Januar in Langenfeld nicht mit einer B-Mannschaft angetreten wäre. Normalerweise hätte Langenfeld gegen Berlin verloren. Aber wir geben nicht auf. Vielleicht gelingt es uns ja, in den noch anstehenden beiden Spielen zwei Punkte zu erzielen.“

 

Nach derzeitigem Stand wäre nach wie vor Lüdinghausen für die Playoffs qualifiziert: Mit einem Punkteverhältnis von 13:11 liegt das Team um die Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel, Karin Schnaase, als Tabellenvierter aktuell zwei Zähler vor dem FCL, der weiterhin auf Platz fünf rangiert. Zudem verfügt der SCU über ein deutlich besseres Spielverhältnis als die Rheinländer (52:44 vs. 42:45). Aber: Während Lüdinghausen am 13. und 14. Spieltag in Berlin gegen den aktuellen Tabellendritten antreten muss und einen Tag später den souveränen Spitzenreiter 1. BC Bischmisheim empfängt – und sich damit zum Abschluss der Hauptrunde mit zwei „richtig harten Brocken“ auseinander zu setzen hat -, stehen dem FC Langenfeld am letzten Februarwochenende in Schlusslicht TV Refrath (in eigener Halle) und dem VfL 93 Hamburg (auswärts) zwei weitaus schwächere Gegner gegenüber. Vier Punkte scheinen dem zweimaligen Deutschen Mannschaftsmeister am 27./28.02.2010 garantiert.

 

„Wenn wir uns konzentrieren, sollten wir noch vier Punkte erzielen können“, ist auch Günther Joppien, Teammanager des FC Langenfeld, zuversichtlich. „Nachdem wir in den vergangenen Jahren immer in den Playoffs vertreten waren, wollen wir natürlich auch diesmal wieder dorthin“, so Günther Joppien weiter. Seit der Spielzeit 2002/2003 zählte der FCL ununterbrochen zu den „großen Vier“, während Lüdinghausen erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Playoffs erreichen könnte.  

 

In Lüdinghausen sahen 400 Zuschauer ein nach Einschätzung von Michael Schnaase „gutes Spiel“, in welchem die Gastgeber das Damendoppel, das 2. Herrendoppel, das Mixed und das 3. Herreneinzel für sich entschieden. Die anderen Matches gingen jeweils in zwei Sätzen an den FCL, der an diesem Wochenende unter anderem auf die 18 Jahre alte Fabienne Deprez, die zweifache Bronzemedaillengewinnerin bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven 2010, verzichten musste. Die Schülerin war zeitgleich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Wesel auf dem Weg zu weiteren Titelgewinnen. „Die Halle war voll, die Stimmung toll“, so Michael Schnaase, der ergänzte: „Klar hätten wir gerne gewonnen, aber das 4:4 war gerecht. Uns fehlt Endra Kurniawan sehr. Mit ihm hätten wir das Spiel wohl für uns entschieden.“ Der Indonesier hatte im Dezember 2009 einen Kreuzbandriss erlitten und wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Im Hinspiel – damals noch mit Unterstützung durch Endra Kurniawan – hatten Langenfeld und Lüdinghausen allerdings ebenfalls remis gespielt.

 

Auch Günther Joppien bewertete den Ausgang der Partie als gerecht: „Beide Seiten hatten die Chance, den fünften Punkt zu machen.“ Langenfeld ging ebenfalls gehandicapt in die Begegnung: Neben Fabienne Deprez, die wie erwähnt aufgrund der nationalen Titelkämpfe der Jugend nicht zur Verfügung stand, fehlte Kathrin Wanhoff verletzungsbedingt – übrigens gleichfalls aufgrund eines Kreuzbandrisses.

 

Berlin unterliegt deutlich

 

Überraschend deutlich setzte sich Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim vor eigenem Publikum gegen den Deutschen Vizemeister SG EBT Berlin durch: Beim 6:2-Erfolg der Gastgeber über den letztjährigen Playoff-Finalisten gewannen einzig Juliane Schenk und Nicole Grether (Damendoppel) sowie der Inder Arvind Bhat (1. Herreneinzel) ihre Spiele. Im Einzel musste sich die nunmehr zweimalige Deutsche Meisterin und aktuelle Weltranglistenelfte, Schenk, wie schon im Hinspiel Bischmisheims Neuzugang Olga Konon geschlagen geben. Der gebürtigen Weißrussin, die nun für Polen startet und im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF derzeit auf Rang 69 geführt wird, gelang es als einziger Dame überhaupt im Verlauf dieser Saison, Juliane Schenk zu schlagen. Allerdings war die 27-Jährige diesmal auch unter ungünstigen Voraussetzungen in das Match gegangen: Nachdem ihr Zug nach Saarbrücken liegen geblieben war, musste sie mit dem Taxi weiterreisen. Unter diesen Bedingungen sei keine Höchstleistung möglich gewesen, so die zweimalige EM-Dritte aus Deutschland. Mit Ausnahme des 1. Herrendoppel, in welchem die alten und neuen Deutschen Meister Kristof Hopp und Johannes Schöttler drei Durchgänge benötigten, um den Sieg für den 1. BCB perfekt zu machen, waren alle anderen Partien bereits nach zwei Sätzen entschieden.

 

Bonn mit starker Aufholjagd

 

Bischmisheim führt die Tabelle nach wie vor mit zwei Punkten Vorsprung an, da auch Verfolger 1. BC Beuel seine Begegnung vom 12. Spieltag gewann. Ohne seine ausländischen Spieler bezwangen die Bonner den BV Gifhorn in eigener Halle noch mit 5:3, nachdem sie bereits mit 0:3 zurück gelegen hatten. Bei ihrer Bundesliga-Premiere hatte Lisa Kaminski zunächst an der Seite der zweifachen Deutschen Meisterin 2010, Birgit Overzier, das Damendoppel in drei Sätzen verloren und konnte dann im Einzel verletzungsbedingt nicht mehr antreten. Zudem verloren Ingo Kindervater, der Deutsche Meister im Mixed und Vizemeister im Herrendoppel, und Ian Maywald unerwartet das 1. Herrendoppel. Klar, dass der BV Gifhorn die Chance witterte, seinen zweiten Saisonerfolg einzufahren. Doch dem aktuellen Tabellenzweiten gelang es, die Wende herbeizuführen. Nachdem die Gastgeber das 0:3 in ein 4:3 verwandelt hatten, lag es ausgerechnet an Spielertrainer Marc Hannes, ob Bonn einen Punkt oder zwei Zähler würde verbuchen können. Obwohl Henning Zanssen in Diensten der Niedersachsen „auf dem Papier“ als der klare Favorit galt, schaffte der Beueler Coach den Sieg: Mit 21:12, 7:21, 21:16 setzte sich Marc Hannes, der eingesprungen war, da die Engländer in Diensten des letztjährigen DM-Dritten aufgrund der am Dienstag beginnenden Team-EM keine Freigabe erhalten hatten, letztlich gegen seinen Kontrahenten durch.

 

Hamburg wieder Sechster

 

Da der VfL 93 Hamburg gleichzeitig Aufsteiger TV Refrath mit 5:3 besiegte, fiel Gifhorn mit nunmehr 5:19 Zählern auf Tabellenrang sieben zurück. Sechster ist nun wieder das Team aus der Hansestadt (6:18), das aufgrund der parallel ausgetragenen Titelkämpfe der Altersklassen U19, U17 und U15 auf Jugend-Nationalspielerin Inken Wienefeld, die amtierende DM-Dritte im Damendoppel O19, verzichten musste. Der TV Refrath bleibt damit ohne Punktgewinn. Das Hinspiel hatte der VfL ebenfalls mit 5:3 für sich entschieden. Sehr spannend bleibt es somit im Hinblick auf die Ausgangspositionen für die Playdowns, die – ebenso wie die Playoff-Halbfinals – am 27./28.03.2010 ausgetragen werden. Welcher Verein nach Beendigung der Hauptrunde auf Rang fünf bzw. sechs und sieben liegen wird, ist noch längst nicht entschieden.  

 

 

 

         

10./11. Spieltag, 30./31.01.2010

 

Drei sind durch

Birgit Overzier verbuchte am Wochenende drei Zweisatzerfolge für den 1. BC Beuel. Foto: 1. BC Beuel.

 

(01.02.2010) Die ersten drei Teilnehmer an den Playoff-Halbfinals um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft stehen fest: Dank souveräner Siege am vergangenen Doppelspieltag in der 1. Bundesliga qualifizierten sich sowohl Titelverteidiger und Tabellenführer 1. BC Bischmisheim als auch der derzeitige Zweitplatzierte, der 1. BC Beuel, und die SG EBT Berlin, Vorjahresvizemeister und aktueller Tabellendritter, für die „Vorschlussrunde“ am 27. und 28.03.2010.

 

Interessant bleibt es hingegen im Rennen um den letzten Playoff-Platz: Der SC Union Lüdinghausen verbuchte am Wochenende drei Punkte und schob sich damit wieder am FC Langenfeld vorbei auf Rang vier. Der FCL musste zwei Niederlagen hinnehmen, hat dafür allerdings das vermeintlich leichtere Restprogramm vor sich als der SCU. Während Lüdinghausen, das in diesem Jahr erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Playoffs einziehen möchte, nach elf Spieltagen 12:10 Zähler aufweist, steht für Langenfeld die umgekehrte Bilanz zu Buche (10:12). Dabei verfügt der zweimalige Deutsche Mannschaftsmeister (1989, 2004) aus dem Rheinland über ein schlechteres Spielverhältnis als die Mannschaft aus dem Kreis Coesfeld (38:50 vs. 48:40). Mit Spannung wird deshalb das direkte Duell der beiden Teams erwartet, das am 13.02.2010 in Lüdinghausen steigt. Im Hinspiel hatten sich die Vereine Unentschieden getrennt.

 

Die „drei großen B`s“, Bischmisheim, Beuel und Berlin, erzielten am Wochenende jeweils deutliche Erfolge:

 

Bischmisheim setzte sich zunächst mit 7:1 beim FC durch, bevor die Saarbrücker das Tabellenschlusslicht TV Refrath in dessen Halle mit 8:0 bezwangen. Auch im Hinspiel hatte der BCB dem Aufsteiger alle Spiele abgenommen.

 

Beuel hatte bereits tags zuvor vor eigenem Publikum den TV Refrath mit 8:0 abgefertigt. Am Sonntag siegten die Bonner dann beim FC Langenfeld ebenfalls überlegen (7:1).

 

Das Team aus der Hauptstadt bezwang unterdessen in Berlin den VfL 93 Hamburg mit 7:1, bevor es einen Tag später mit 6:2 beim BV Gifhorn gewann.

 

Neben Lüdinghausen und Langenfeld tauschten nach dem Doppelspieltag auch Gifhorn und Hamburg erneut die Plätze: Gifhorn kam am Samstag in Lüdinghausen zu einem Remis und schob sich damit an den Hansestädtern vorbei auf Tabellenplatz sechs (5:17). Das Hinspiel hatte die Lüdinghausener Mannschaft um Nationalspielerin Karin Schnaase noch mit 5:3 für sich entschieden. Die 24-Jährige unterlag am Samstag im Damendoppel an der Seite der früheren Nationalspielerin Carina Mette in einem von insgesamt vier Dreisatzspielen der deutsch-malaysischen Paarung Astrid Hoffmann/Anita Raj Kaur. Auch im Einzel musste sich Karin Schnaase der Malaysierin geschlagen geben. Darüber hinaus verlor Lüdinghausen, das seit Mitte Dezember auf den verletzten Spitzenspieler Endra Kurniawan (Indonesien/Kreuzbandriss) verzichten muss, das 1. und das 2. Herreneinzel.

 

Hamburg musste nach der Niederlage in Berlin auch im Heimspiel am Sonntag gegen Lüdinghausen eine 1:7-Pleite hinnehmen und fiel damit auf Rang sieben zurück (4:18). Gifhorn und Hamburg treffen am vorletzten Spieltag (27.02.2010) in Niedersachsen aufeinander.

 

„Wir freuen uns natürlich, dass wir die Playoff-Teilnahme schon so früh in der Saison gesichert haben. Aber unser Ziel ist es, bis zum Schluss die Tabellenführung zu verteidigen. Deshalb müssen wir jetzt die Spannung halten und dürfen uns auf dem Punktepolster nicht ausruhen“, sagte Bischmisheims Marcel Reuter nach der Partie gegen Refrath. „Vor allem auf die kommenden Heimspiele gegen Berlin und Bonn sind wir natürlich heiß.“ Bislang gelang es in dieser Saison einzig dem 1. BC Beuel, dem Titelverteidiger einen Punkt abzunehmen.

 

In einem extrem engen 1. Herrendoppel mussten sich in Langenfeld nur die Nationalspieler Michael Fuchs und Kristof Hopp auf Seiten des BCB in drei Sätzen Przemyslaw Wacha (Polen) und Einzelspezialist Björn Joppien geschlagen geben (20:22, 28:26, 17:21). Gegen Beuel erzielten Mike Joppien und Philipp Wachenfeld im 2. Herrendoppel gegen Ingo Kindervater und Ian Maywald den Ehrenpunkt für die Gastgeber. Berlin gab gegen den VfL 93 Hamburg das Damendoppel ab, in Gifhorn verlor die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg zudem das 2. Herrendoppel.

 

 

9. Spieltag, 03.01.2010

           

Tabellenführer Bischmisheim baut den Vorsprung aus

Langenfelds Ella Diehl holte am Sonntag einen Punkt für ihren Verein. Foto: FCL.

(04.01.2010) Der 1. BC Bischmisheim hat auch sein erstes Spiel im Jahr 2010 gewonnen: Dem BCB gelang am Sonntag beim BV Gifhorn ein 7:1-Erfolg. Damit baute der Titelverteidiger seine Tabellenführung in der 1. Badminton-Bundesliga wieder auf zwei Punkte Vorsprung aus. Acht Siege und ein Unentschieden stehen für die Saarländer nun zu Buche, geschlagen geben musste sich das Team von Teammanager Thomas Tesche in der Saison 2009/2010 bislang noch nicht. Mit nunmehr 17:1 Zählern liegt der 1. BCB weiterhin vor dem 1. BC Beuel (15:3), der seine Partie vom 9. Spieltag bereits am 12.12.2009 austrug (8:0 gegen den VfL 93 Hamburg), und der SG EBT Berlin (13:5).

 

Die Mannschaft aus der Hauptstadt unterlag am dritten Tag des neuen Jahres mit 2:6 beim FC Langenfeld, der sich damit um einen Rang auf Platz vier verbesserte und aktuell für die Teilnahme an den Playoffs berechtigt wäre. Das Team um die Brüder Björn und Mike Joppien verdrängte den SC Union Lüdinghausen (9:9) vom letzten Playoff-Platz, der ebenfalls schon Mitte Dezember seine Partie vom 9. Spieltag ausgetragen hatte (7:1 beim TV Refrath) und sich erstmals in der Vereinsgeschichte für die Playoffs qualifizieren möchte. Hier wird mit Spannung das direkte Duell der Konkurrenten um Rang vier erwartet, das am 13.02.2010 in Lüdinghausen steigt.

 

BV Gifhorn ohne seine Top-Herren

 

„Die Mannschaft hat sehr konzentriert gespielt und deshalb verdient so hoch gewonnen. Man muss aber auch dazu sagen, dass Gifhorn mit Raul Must und Jan Vondra seine zwei besten Einzelspieler fehlten“, zog Teammanager Joachim Tesche ein Fazit der Partie seines 1. BC Bischmisheim gegen die Niedersachsen, die vor heimischem Publikum antraten. Zudem musste Gifhorn auf seine Spitzendame, die Malaysierin Anita Raj Kaur, verzichten.

 

Den Ehrenpunkt für die Gastgeber erzielte das deutsch-niederländische Damendoppel Astrid Hoffmann/Paulien van Dooremalen, das sich mit 20:22, 21:13, 21:13 gegen eine gesundheitlich angeschlagene Carola Bott und Kristina Kreibich durchsetzte. Dieses Match war zugleich das einzige über drei Sätze. Alle anderen sieben Begegnungen entschied der BCB relativ problemlos für sich, obwohl die Schwedin Emma Wengberg den Saarländern an diesem Tag nicht zur Verfügung stand. Olga Konon, bis zum Sommer noch Punktegarant in Gifhorn, gewann gegen ihre früheren Teamkolleginnen und –kollegen sowohl das Dameneinzel als auch das Mixed (gemeinsam mit dem deutschen Rekordnationalspieler Kristof Hopp).

 

Der BV Gifhorn rutschte nach der sechsten Saisonniederlage (bei einem Sieg und zwei Unentschieden) von Rang sechs auf Platz sieben. Sowohl die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Hans Werner Niesner, die in den drei Spielen zuvor vier Zähler eingefahren hatte und somit einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnete, als auch der nun sechstplatzierte VfL 93 Hamburg weisen derzeit 4:14 Punkte auf. Das Team aus der Hansestadt verfügt jedoch über ein geringfügig besseres Spielverhältnis (24:48 vs. 23:49).

 

Berlin stark geschwächt

 

Der Deutsche Vizemeister SG EBT Berlin musste in der Auswärtspartie gegen den FC Langenfeld ohne den Großteil seiner Stammkräfte auskommen. So standen z. B. weder die Inder Chetan Anand und Arvind Bhat noch der Malaysier Wong Choong Hann, der Pole Michal Logosz und Deutschlands Rekord-Nationalspielerin Nicole Grether für einen Einsatz zur Verfügung. „Wir hatten uns intensiv darum bemüht, den Termin vom 3. Januar auf einen anderen Tag zu verlegen, da er für die meisten doch eher ungünstig liegt. Leider ist der FC Langenfeld diesbezüglich nicht mitgegangen. In der Hoffnung, dass uns eine Spielverlegung gelingen würde, auch um unseren Athleten eine gute Vorbereitung auf die nächsten internationalen Turniere zu ermöglichen, hatten wir mit ihnen abgestimmt, dass sie Urlaub nehmen könnten. Dies war nun nicht mehr rückgängig zu machen“, erläutert Manfred Kehrberg.

 

„Aber“, so der Teammanager der Berliner weiter, „wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und unsere 2. Reihe eingesetzt. Die Athletinnen und Athleten haben sehr gut gespielt, und die Stimmung in der Mannschaft war ganz toll. Insofern sehe ich den Ausgang der Partie mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Für den Verein aus der Hauptstadt, der seine erste Deutsche Mannschaftsmeisterschaft anstrebt, punkteten die Weltranglistenneunte Juliane Schenk, die sich in einem hart umkämpften Dameneinzel mit 23:21, 16:21, 21:18 gegen Langenfelds Ella Diehl (Russland) durchsetzte, und Tim Dettmann/Anne-Christin Reiter im Mixed. Das Duo bezwang Mike Joppien und Kathrin Wanhoff mit 25:23, 21:15. Mit Ausnahme des 1. Herrendoppel, das in den dritten Durchgang ging, entschieden die in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber alle anderen Partien in zwei Sätzen zu ihren Gunsten.

 

Andreas Wölk, gemeinsam mit Mike Joppien Mannschaftskapitän der Langenfelder, erklärt: "Wir hatten keine Möglichkeit, das Spiel auf den 12.12.2009 vorzuziehen, so wie es Beuel, Hamburg, Refrath und Lüdinghausen getan haben, da uns an diesem Tag die Halle nicht zur Verfügung stand. Und ohne Halle ist keine Spielverlegung möglich. Es wurde auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, das Spiel am Freitag, den 11.12.2009 auszutragen. Dies war allerdings nicht möglich, da Flüge bereits gebucht waren und unsere berufstätigen Spieler sich hätten Urlaub nehmen müssen." 

          

Der FCL tauschte durch den Sieg mit dem SC Union Lüdinghausen den Platz und rangiert als derzeitiger Tabellenvierter nun auf einem Playoff-Platz. Zuletzt hatte der zweimalige Deutsche Mannschaftsmeister in der Saison 2001/2002 die Runde der besten vier Teams verpasst. Lüdinghausen dagegen hofft darauf, erstmals ins Halbfinale einzuziehen. Seit seiner Premiere im Badminton-Oberhaus, in der Saison 2002/2003, beendete der Klub aus Nordrhein-Westfalen die Spielzeit jeweils als Fünfter oder Sechster.  

 

          

8. Spieltag: 13.12.2009 + 2 vorgezogene Partien vom 9. Spieltag (03.01.2010) am 12.12.2009

         

Bischmisheim rutscht als Tabellenführer ins neue Jahr

Nationalspieler Tim Dettmann war in der Partie gegen den TV Refrath im 1. Herrendoppel erfolgreich. Foto: Volkmar Kehrberg.

(14.12.2009) Die drei bis dato erfolgreichsten Teams der Erstligasaison 2009/2010 haben am Wochenende in ihren Partien jeweils einen Sieg verbucht. Entsprechend geht es an der Tabellenspitze weiter spannend zu.

 

Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim setzte sich beim VfL 93 Hamburg mit 5:3 durch und verteidigte damit die Tabellenführung erfolgreich (15:1 Punkte). Wieder Zweiter ist nun der 1. BC Beuel (15:3), der als einzige der drei Spitzenmannschaften zwei Begegnungen austrug. Nach hohen Erfolgen über den VfL 93 Hamburg (8:0) und beim SC Union Lüdinghausen (7:1) tauschten die Bonner erneut mit dem Deutschen Vizemeister SG EBT Berlin (13:3) die Plätze. Allerdings: Sowohl Berlin als auch Bischmisheim haben in der laufenden Spielzeit erst acht Partien absolviert, wohingegen der 1. BC Beuel bereits neun Begegnungen ausgetragen hat.

 

Tabellenvierter bleibt der SC Union Lüdinghausen. Das Team von Teammanager Michael Schnaase weist nach der Heimniederlage gegen Bonn und dem deutlichen 7:1-Erfolg Auswärtserfolg bei Aufsteiger TV Refrath nun ein Punkteverhältnis von 9:9 auf. Der FC Langenfeld rangiert mit einem Punkteverhältnis von 8:8 knapp hinter dem SCU auf Rang fünf. Der zweimalige Deutsche Mannschaftsmeister (1989, 2004) hat allerdings eine Partie weniger ausgetragen als sein schärfster Konkurrent um den letzten Playoff-Platz.

 

In der unteren Tabellenhälfte zog am Wochenende der BV Gifhorn am VfL 93 Hamburg vorbei: Die Niedersachsen werden nun auf Rang sechs geführt (4:12), die Mannschaft aus der Hansestadt ist Siebter (4:14). Die „Rote Laterne“ hat nach wie vor Aufsteiger TV Refrath inne (0:18), der einen Tag nach der 1:7-Heimniederlage gegen den SCU auch bei der SG EBT Berlin unterlag. Allerdings gelang es den Bergischen in der Partie in der Hauptstadt, drei Spiele zu gewinnen. Im Hinspiel hatte lediglich der Ex-Berliner Johannes Szilagyi das 3. Herreneinzel zu Gunsten der Refrather entscheiden können.

 

Starker Auftritt des VfL gegen Bischmisheim

 

„Wir sind froh, dass wir mit einem Sieg das Jahr beenden konnten, vor allem, weil Hamburg ein sehr starkes Spiel gemacht hat“, meinte der deutsche Nationalspieler Michael Fuchs, der seit vielen Jahren für den 1. BC Bischmisheim aufschlägt. Denn: Die Partie wurde erst im abschließenden Mixed zu Gunsten der Gäste aus dem Saarland entschieden: Michael Fuchs setzte sich zusammen mit BCB-Neuzugang Emma Wengberg aus Schweden mit 21:17, 21:15 gegen die polnisch-deutsche VfL-Kombination Adam Cwalina und Gitte Köhler durch. Bei einem Sieg des Hamburger Duos hätte der Deutsche Mannschaftsmeister lediglich einen Punkt aus dem Norden mit nach Hause nehmen können.

 

Die Punkte für die Gastgeber erzielten Karen Neumann und Gitte Köhler im Damendoppel sowie Sebastian Schöttler und Sebastian Rduch im 2. bzw. 3. Herreneinzel. Sebastian Schöttler setzte sich in einem spannenden Match mit 23:21, 19:21, 21:19 gegen Marcel Reuter durch, der unter der Woche wegen einer Behandlung am Knie nur wenig trainieren konnte. Sebastian Rduch schlug Johannes Schöttler in zwei Sätzen mit 21:16, 21:18.

 

Bonn mit zwei deutlichen Siegen

 

Tags zuvor hatten die Hamburger noch in einer vorgezogenen Partie des 9. Spieltags (regulär am 03.01.2010) eine 0:8-Pleite beim 1. BC Beuel hinnehmen müssen, wobei die Gastgeber allerdings die Hälfte der acht Matches erst im dritten Durchgang für sich entscheiden konnten. Und dabei ging es zudem zum Teil äußerst knapp zu: So setzte sich das englische Mixed Anthony Clark/Heather Olver mit 21:13, 18:21, 23:21 gegen Till Zander und Karen Neumann durch, Ian Maywald gewann das 3. Herreneinzel gegen Sebastian Rduch mit 21:16, 14:21, 21:18. Auch die Partie zwischen den Damendoppeln Birgit Overzier/Heather Olver und Karen Neumann/Gitte Köhler bot den Zuschauern einiges. Letztlich holten die Beuelerinnen mit 21:18, 21:23, 21:16 den Punkt. Marc Zwiebler, der Ende Oktober bei den Denmark Open als erster deutscher Spieler das Finale eines Super Series-Turniers erreicht hatte, musste beim 21:18, 16:21, 21:12 über seinen Nationalmannschaftskollegen Sven Eric Kastens ebenfalls über drei Sätze gehen. Dennoch stand der Sieg für die Bonner, die im Hinspiel in Hamburg stark ersatzgeschwächt nur zu einem Remis gekommen waren, bereits nach etwas mehr als zwei Stunden fest.

 

Als einziges der drei Top-Teams bestritt die Mannschaft des 1. BC Beuel am Wochenende zwei Partien. Am Tag nach dem glatten Erfolg gegen Hamburg ließen die Rheinländer beim SC Union Lüdinghausen einen 7:1-Sieg folgen - eine optimale Ausbeute also zum Jahresausklang. Allerdings: Auch in dieser Begegnung gab es mehr Dreisatz-Spiele, als sich Bonns Trainer Marc Hannes im Vorfeld gewünscht hatte. Sowohl das Damendoppel als auch das 2. Herrendoppel und das Dameneinzel gingen in die Verlängerung. Während sich die deutsche Nationalspielerin Karin Schnaase im Dameneinzel beim 21:23, 21:17, 20:22 knapp Elizabeth Cann aus England geschlagen geben musste, hatte sie zuvor im Damendoppel an der Seite von Nationalmannschaftskollegin Carina Mette beim 18:21, 21:19, 21:15 über Birgit Overzier/Heather Olver den – wie sich später herausstellen sollte  – Ehrenpunkt für Lüdinghausen geholt.

 

„Mit dem Spiel in Refrath waren wir sehr zufrieden. Gegen Bonn lief es dann äußerst unglücklich. Beim Stand von 2:1 für Bonn hat sich Endra Kurniawan im 3. Herreneinzel schwer verletzt. Heute erfolgt eine nähere Untersuchung, aber es handelt sich wohl um eine Kreuzbandverletzung. Danach war die Stimmung in unserem Team im Keller, die Konzentration fehlte. Meine Tochter Karin musste anschließend auf dem Feld, auf dem sich Endra verletzt und auf dem sie vor zwei Jahren einen Kreuzbandriss erlitten hatte, antreten. Bis zum Stand von 2:1 war noch alles gut, und ich denke, es wäre auch sehr eng geworden. Aber so war es schwierig“, ordnet Lüdinghausens Teammanager Michael Schnaase die Vorgänge im letzten Heimspiel des Jahres für den SCU ein.

 

Gifhorn schafft Remis gegen Langenfeld

 

Konnte der FC Langenfeld als Vorjahres-Dritter den BV Gifhorn Mitte September in eigener Halle noch mit 6:2 bezwingen, so schafften die Niedersachsen im Rückspiel ein 4:4-Unentschieden. Da der VfL 93 Hamburg gleichzeitig seine beiden Partien vom Wochenende verlor, schob sich das Team von Teammanager Hans Werner Niesner an den Hansestädtern vorbei auf Tabellenrang sechs. Dabei gelang es den Gastgebern, in allen drei Herreneinzeln als Sieger vom Court zu gehen und zusätzlich im 1. Herrendoppel. Gleich zwei Punkte fuhr Maurice Niesner für seinen Verein ein: Der 31-Jährige setzte sich im 3. Herreneinzel und im 1. Herrendoppel (gemeinsam mit dem Engländer Robin Middleton) durch.

 

„Wir sehen das 4:4 mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vor dem Hintergrund, dass Björn Joppien krank war und die ganze Woche nicht trainieren konnte und Przemyslaw Wacha aufgrund einer Verletzung nur im Herrendoppel eingesetzt werden wollte, können wir damit gut leben. Andererseits wäre ein Sieg sicherlich drin gewesen. Das 1. Herrendoppel und Björn haben jeweils knapp verloren“, sagt Langenfelds Andreas Wölk, der entgegen seiner ursprünglichen Befürchtung, in dieser Saison keinen Bundesliga-Einsatz mehr verzeichnen zu können, am Wochenende aufschlug. Der 30-Jährige hatte sich im Herbst einer Blinddarm-Operation unterziehen müssen und nicht damit gerechnet, so schnell wieder auf dem hohen Niveau spielfähig sein zu können. Ab Anfang 2010 wird der Mannschaftskapitän (gemeinsam mit Mike Joppien) aufgrund eines Auslandsaufenthaltes vorerst nicht mehr für seinen Verein auflaufen können. „Es lief für mich persönlich sehr, sehr gut. Das hätte ich nicht erwartet. Przemyslaw Wacha hatte sich in Irland am Sprunggelenk verletzt, wollte aber Herrendoppel spielen. Auf einen Einsatz im Einzel hat er dann aber verzichten müssen. Da ich seit zwei Wochen nun doch wieder ein bisschen gespielt habe, als Ersatzmann gemeldet war und Gifhorns Raul Must ansonsten gar nicht gespielt hätte, bin ich eingesprungen. Ich war positiv überrascht über meine Bewegungsabläufe, mir fehlte nur jeweils in der zweiten Satzhälfte die Kondition“, zieht Andreas Wölk ein positives Fazit seines Auftritts. Er unterlag dem Esten mit 14:21, 12:21. Nun möchte Andreas Wölk - bevor er die Reise nach Südafrika antritt – auch am 03.01.2010, im Heimspiel gegen die SG EBT Berlin, aufschlagen. „Man weiß nie genau, in welcher Besetzung Berlin antritt. Aber hier liebäugeln wir schon mit einem Punkt“, so Andreas Wölk.

 

Lüdinghausen gewinnt erneut deutlich gegen Refrath

 

Der TV Refrath konnte am Wochenende erstmals in einer Partie gegen ein absolutes Top-Team drei Spiele für sich entscheiden. Nachdem der Aufsteiger Mitte September, bei seiner Bundesliga-Premiere, vor heimischem Publikum gegen die SG EBT Berlin lediglich im 3. Herreneinzel einen Punkt geholt hatte, setzten sich nun alle Refrather Herren in ihren Einzeln durch. Allerdings standen dem Klub aus der Hauptstadt aufgrund von Verpflichtungen gegenüber ihren jeweiligen Nationalverbänden weder der Malaysier Wong Choong Hann noch der Inder Arvind Bhat zur Verfügung. So musste z. B. Doppel- und Mixed-Spezialist Tim Dettmann diesmal im Einzel antreten.

 

Nicht ohne Chancen waren die TVR-Spieler zudem in den Herrendoppeln: Berlins polnisch–deutsche Kombination Michal Logosz/Tim Dettmann musste über drei Sötze gehen, ehe sie  Refraths Neuzugang Kay Bin Yeoh aus Malaysia und Denis Nyenhuis mit 21:16, 17:21, 21:11 bezwungen hatte. Im 2. Herrendoppel kamen Karsten Lehmann und Bastian Zimmermann gegen die Gäste Vladimir Metodiev (Bulgarien) und Danny Schwarz zu einem 21:18, 21:19-Erfolg.

 

Tags zuvor musste sich der TV Refrath in eigener Halle mit 1:7 dem SC Union Lüdinghausen geschlagen geben. Nach der 0:8-Niederlage im Hinspiel konnte der Aufsteiger nun immerhin ein Match, das 1. Herrendoppel, für sich entscheiden: Kay Bin Yeoh aus Malaysia und Denis Nyenhuis setzten sich mit 21:14, 21:17 gegen Jan Sören Schulz und den Schweden Kristian Karttunen durch.

                 

6./7. Spieltag, 28./29.11.2009

        

Die „Herbstmeisterschaft“ geht an Bischmisheim

Foto: Das Team des 1. BC Beuel. Foto: Aneke Hannes.

(30.11.2009) Mit einem Sieg und einem Unentschieden am zweiten Doppelspieltag der Saison 2009/2010 hat sich Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim die „Herbstmeisterschaft“ in der 1. Bundesliga gesichert. Zum Abschluss der Hinrunde führt das Team aus dem Saarland die Tabelle mit 13:1 Punkten vor der SG EBT Berlin und dem 1. BC Beuel an, die jeweils 11:3 Zähler aufweisen. Berlin hatte vor dem 6./7. Spieltag noch einen Punkt hinter der Konkurrenz aus Bonn gelegen. Da die Mannschaft aus der Hauptstadt jedoch am Wochenende drei Zähler verbuchte, während der 1. BC Beuel zu zwei Unentschieden kam, weisen nun beide Vereine die gleiche Punktzahl auf. Berlin verfügt dabei über ein geringfügig besseres Spielverhältnis als Bonn (40:16 vs. 39:17).

 

Der BV Gifhorn freute sich am 7. Spieltag über seinen ersten Saisonerfolg: Gegen Aufsteiger TV Refrath gelang den Niedersachsen ein 6:2-Sieg. Tags zuvor hatte die Mannschaft von Teammanager Hans Werner Niesner beim VfL 93 Hamburg bereits ein Unentschieden erzielt – alle drei Zähler, die der BV Gifhorn aktuell aufweist, stammen somit vom vergangenen Wochenende.

 

Weiter ohne Pluspunkt bleibt der TV Refrath, der Samstag und Sonntag aber immerhin insgesamt fünf Spiele für sich entscheiden konnte: drei gegen den FC Langenfeld und zwei in Gifhorn. Mehrere weitere Matches verloren die Bergischen zudem nur sehr knapp.

 

Sehr erfolgreich verlief das Wochenende für den FC Langenfeld: Nach einem durchwachsenen Saisonstart, bei dem der zweimalige Deutsche Mannschaftsmeister unter den Erwartungen blieb, verbuchte das Team um Teammanager Günther Joppien nun gegen zwei in der Tabelle unter ihm platzierte Vereine jeweils einen Sieg. Da der SC Union Lüdinghausen gleichzeitig gegen die Spitzenteams aus Bischmisheim (auswärts) und Berlin (Heimspiel) Niederlagen hinnehmen musste, schloss der FCL zum direkten Konkurrenten um den letzten Playoff-Platz auf (beide 7:7). Langenfeld weist allerdings ein schlechteres Spielverhältnis auf als Lüdinghausen und bleibt damit hinter dem SCU Fünfter.

 

Einen Platz dahinter rangiert der VfL 93 Hamburg, der am Wochenende beim 4:4 gegen Gifhorn einen Zähler verbuchte, einen Tag später allerdings in Langenfeld keine Chance hatte (2:6).

 

Bischmisheim ohne zwei Einzelspezialisten

 

Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim bleibt auch nach Beendigung der Hinrunde weiter ungeschlagen: Sechs Siege und ein Unentschieden weisen die Saarländer nach sieben Spieltagen auf. Den bislang einzigen Punktverlust musste der 1. BCB am Samstag bei einem weiteren Top-Favoriten auf den Gewinn des Hans-Riegel-Pokals hinnehmen: beim 1. BC Beuel.  Dabei hatte der amtierende Deutsche Meister in der Begegnung nach den ersten vier Matches mit 4:0 geführt. „Wenn man unsere Verletzungssorgen bedenkt, ist das 4:4 ein Topergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sein können“, sagte Bischmisheims Teammanager Thomas Tesche. Der BCB musste auf den deutschen Nationalspieler Dieter Domke (Knieprobleme) und Kestutis Navickas aus Litauen (Oberschenkelverletzung) verzichten - beides Spezialisten für Herreneinzel. Die Herreneinzel gingen entsprechend alle an die Gastgeber aus Bonn. Dafür setzte sich Carola Bott im Dameneinzel gegen die Engländerin Elizabeth Cann durch. Außerdem gewannen die Saarländer nach jeweils enorm spannenden und engen Partien das 1. und das 2. Herrendoppel sowie das Damendoppel. Alle drei Siegerpaarungen wiesen im Entscheidungssatz nur jeweils zwei Zähler mehr auf als die Gegner. Nicht weniger nervenaufreibend gestaltete sich das Mixed: Hier erzielten Anthony Clark/Heather Olver auf Seiten der Bonner letztlich drei Punkte mehr als Kristof Hopp und Olga Konon für den BCB. Damit wehrte der 1. BC Beuel sozusagen den „ersten Matchball“ der Gäste ab. Hätte Bischmisheim das Mixed gewonnen, wären den Saarländern zwei Punkte sicher gewesen. Auch die Gastgeber konnten am Samstag nicht ihre gewünschten Duos aufbieten: Aufgrund des Ausfalls von Ingo Kindervater und einer nicht ganz auskurierten Erkältung von Ian Maywald musste Bonns Trainer Marc Hannes die Doppel umstellen.

 

Am Sonntag fehlte den Saarländern dann auch noch der Deutsche Meister im Herrendoppel, Johannes Schöttler. Er litt unter Schmerzen im Knie. Doch Jochen Cassel, der zurzeit seine Doktorarbeit in Betriebswirtschaftslehre schreibt und sich deshalb aus der Bundesliga zurückgezogen hatte, sowie Nachwuchsspieler Philip Welker sprangen gegen Lüdinghausen ein und waren in den Doppeldisziplinen an der Seite ihrer jeweiligen Partner auch erfolgreich. BCB-Teammanager Thomas Tesche lobte vor allem Philip Welkers stabiles Spiel: „Er stand durchaus unter Druck, weil wir in den Doppeln punkten mussten. Das hat er gut gemeistert.“ Bereits zum Rückrundenstart beim VfL 93 Hamburg in zwei Wochen soll Philip Welker erneut die Chance bekommen, sich in der Bundesliga zu beweisen. In den Einzeln mussten sich die Bischmisheimer „Ersatzleute“ allerdings geschlagen geben.

 

Beuel ebenfalls nicht in Bestbesetzung

 

Auch Beuels Trainer zog insgesamt ein positives Fazit des 6./7. Spieltags: „Alles in allem hatten wir zwar auf drei Punkte gehofft, aber unter diesen Voraussetzungen ist die Ausbeute optimal. Die Mannschaft hat es geschafft, sich ihre Kräfte gut einzuteilen und die Konzentration nicht verloren,“ meinte Marc Hannes. Bonn hatte zum Abschluss der Hinrunde ein extrem schweres Wochenende zu bewältigen, schließlich mussten die Beueler einen Tag nach der Partie gegen Bischmisheim auch noch in Berlin antreten. Während der 1. BC Beuel bereits am Samstag keine Bestbesetzung aufbieten konnte, musste Bonn in der Hauptstadt zudem auf den englischen Weltklassespieler Anthony Clark verzichten (Turnier in Asien). Entsprechend galt es, die Herrendoppel erneut umzustellen. Premiere feierten dabei die Engländer Carl Baxter und Rajiv Ouseph, die das 2. Herrendoppel für Beuel bildeten - und dies auch für sich entschieden. Beide gewannen darüber hinaus ihre Einzel. Das 1. Herrendoppel war zuvor an das Berliner Duo Wong Choong Hann/Michal Logosz (Malaysia/Polen) gegangen, nachdem der deutsche Nationalspieler Ingo Kindervater und Ian Maywald verletzungsbedingt aufgeben mussten (Ingo Kindervater hatte sich verletzt). Der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Marc Zwiebler, konnte gegen Wong Choong Hann am Samstag nicht sein ganzes Können abrufen: Der 25-Jährige musste sich mit 12:21,19:21 geschlagen geben. An der Seite von Birgit Overzier (mit der er in Jugendzeiten EM-Gold gewonnen hatte) sicherte Marc Zwiebler aber im Mixed den wichtigen Punkt zum 4:4. Tags zuvor war Marc Zwiebler im Herrendoppel zum Einsatz gekommen, das er jedoch gemeinsam mit Rajiv Ouseph gegen die Bischmisheimer Paarung Johannes Schöttler/Jochen Cassel knapp verlor.

 

Zufriedene Berliner

 

Neben Wong Choong Hann steuerte an diesem Wochenende auch die deutsche Nationalspielerin Juliane Schenk zwei Punkte zum Remis der Berliner gegen Beuel bei: Sie gewann nicht nur ihr Einzel, sondern war zudem an der Seite von Nicole Grether im Damendoppel erfolgreich. Das Duo setzte sich in dieser Saison bislang in jeder Begegnung gegen die Konkurrenz durch. Unmittelbar nach der Partie gegen Bonn mussten Juliane Schenk und Nicole Grether zum Flughafen fahren, da sie in dieser Woche an den BWF Super Series Masters Finals in Malaysia teilnehmen. „Wir sind mit den drei Punkten aus zwei Spielen sehr zufrieden. Gegen Beuel wäre mehr drin gewesen, aber da uns am Sonntag der Inder Arvind Bhat im 2. Herreneinzel nicht zur Verfügung stand, waren wir in den Einzeln sicherlich im Nachteil“, meinte Berlins Teammanager Manfred Kehrberg.

 

Das Team aus der Hauptstadt hatte sich einen Tag vorher mit 6:2 beim SC Union Lüdinghausen durchgesetzt. Hier mussten sich auf Seiten der Berliner lediglich Josche Zurwonne, der im Sommer aus Lüdinghausen an die Spree gewechselt war, und Bastian Zimmermann mit 18:21, 19:21 der schwedisch-deutschen Paarung Kristian Karttunen/Jan Sören Schulz sowie der Finne Eetu Antti Heino mit 9:21, 15:21 dem Ukrainer Vladislav Druzhchenko geschlagen geben.

 

Gifhorn positiv gestimmt

 

Trotz der 3:5-Niederlage gegen den FC Langenfeld erkennt Refraths Teammanager Heinz Kelzenberg bei seiner Mannschaft eine erneute Steigerung: „Wir haben uns heute sehr gut präsentiert und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte der Coach nach dem Heimspiel am Samstag. Am Sonntag konnten die Refrather beim 2:6 in Gifhorn ihr Level nach Ansicht von Heinz Kelzenberg nicht ganz halten und verspielten eine realistische Chance auf den ersten Punktgewinn. Der TVR musste am Wochenende auf Jugend-Nationalspielerin Carla Nelte verzichten, die wenige Tage zuvor beim Training mit der Nationalmannschaft eine Innenbandverletzung im linken Knie erlitten hatte. Ursprünglich sollte die 19-Jährige im Damendoppel und im Mixed antreten. „Das war sehr schade, weil das Damendoppel im Aufbau war und Carla im Mixed eine Chance erhalten sollte“, meinte Heinz Kelzenberg, der sein Team kontinuierlich physisch, technisch und taktisch auf die entscheidenden Spiele gegen den Abstieg, im Frühjahr 2010, vorbereiten möchte.

 

Ein Lob erhielt das Refrather Team von Hans Werner Niesner, dem Teammanager des BV Gifhorn: „Die Gäste haben klasse gespielt und sich toll verhalten. Es war eine ganz faire Partie. Die Ergebnisse sind teilweise recht knapp ausgefallen – es hätte auch ein 4:4 werden können.“ Von herausragender Qualität sei das 1. Herreneinzel zwischen dem Esten Raul Must und Refraths malaysischem Neuzugang Kay Bin Yeoh gewesen. „Hier bekamen die Zuschauer tolle Ballwechsel zu sehen. Und im zweiten Satz ist die Partie ja auch knapp genug gewesen“, meinte Hans Werner Niesner. Raul Must hatte sich mit 21:14, 23:21 durchgesetzt.

 

Anders als teilweise zuvor, seien diesmal alle ihren Aufgaben gerecht geworden, meinte der frühere Bundestrainer. Selbst das noch einmal neu formierte 2. Herrendoppel, bestehend aus Leif-Olav Zöllner und Hannes Roffmann, sei – auch wenn es letztlich in drei Durchgängen verlor – stark aufgetreten, speziell im ersten Satz. 

 

„Der Hammer aber war das Damendoppel. Unsere Damen, Astrid Hoffmann und Paulien van Dooremalen, lagen im dritten Satz mit 10:17 gegen Hanna Kölling und Kim Buss hinten und gewannen den Durchgang dann noch! Das war der Knackpunkt für das gesamte Spiel, denn so stand es bereits 2:0 für uns und nicht 1:1“, erläutert Hans Werner Niesner. Zuvor hatten sein Sohn Maurice und der Engländer Robin Middleton das 1. Herrendoppel zu Gunsten der Gastgeber entschieden. „Wir sind natürlich endlich mal glücklich aus dem Rennen gegangen“, meinte Gifhorns Teammanager zu den Partien am 6./7. Spieltag, nachdem die Niedersachsen in dieser Saison schon viel Pech gehabt hatten. Tags zuvor hatte Gifhorn in Hamburg ein 4:4 erzielt, wobei sich auch dieses Match extrem spannend gestaltete. Die Hälfte der Partien ging über drei Sätze.

 

Angesprochen auf die Playdowns, bei denen es für sein Team um den Klassenerhalt gehen wird, meint Hans Werner Niesner: „Diese Spiele sind ganz offen. Wir haben ja jetzt schon gesehen, dass viele Spiele sehr knapp sind, und die Gesamtergebnisse oftmals über den engen Spielverlauf hinwegtäuschen. Oftmals kommt es auf die Tagesform an.“

 

Bedauerlich ist nach Ansicht des Niedersachsen die Tatsache, dass viele Zuschauer das Heimspiel in Gifhorn nicht (von Beginn an) verfolgen konnten, weil sie bei Partien von Mannschaften in unteren Ligen selbst aufschlagen bzw. zugegen sein mussten. Es sollte möglich sein, dass alle Interessierten eine Erstligapartie von Beginn an verfolgen können. Ansonsten werde den Badmintonfans hochklassiger Sport vorenthalten, so Hans Werner Niesner.

 

         

Jochen Cassel. Foto: 1. BCB.
Das NBV-Team Gifhorn. Foto: Oliver Groht.

5. Spieltag, 07.11.2009

          

Bischmisheim behält die „Weiße Weste“

Kay Bin Yeoh gewann in seinem ersten Spiel für den TV Refrath das 1. Herreneinzel, unterlag aber an der Seite von Danny Schwarz im 1. Herrendoppel. Foto: Marie Kelzenberg.

(08.11.2009) Der Deutsche Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim hat das Top-Spiel des 5. Spieltages gewonnen und damit seine Tabellenführung in der 1. Bundesliga ausgebaut. Beim zuvor ebenfalls noch verlustpunktfreien Deutschen Vizemeister SG EBT Berlin verbuchten die Saarländer einen 5:3-Erfolg. Vor diesem Spieltag wiesen der Titelverteidiger und die Mannschaft aus der Hauptstadt jeweils das gleiche Punkt- und Spielverhältnis auf (8:0, 27:5). Bischmisheim hatte aufgrund des geringfügig besseren Satzverhältnisses auf Platz eins der Tabelle gestanden.

 

Während der 1. BCB diese mit nunmehr 10:0 Zählern anführt, fiel die SG EBT Berlin nach der ersten Saisonniederlage auf Platz drei zurück. Dort rangierte nach dem 4. Spieltag der 1. BC Beuel. Der Playoff-Halbfinalist des Vorjahres verbuchte jedoch am 07.11.2009 einen souveränen 7:1-Erfolg beim BV Gifhorn und schob sich damit zwischen Bischmisheim und Berlin auf Rang zwei. Die Bonner konnten bislang vier Partien siegreich gestalten und ein Remis erzielen (9:1).

 

Die Niedersachsen vom BV Gifhorn belegen mit inzwischen 0:10 Zählern nach wie vor Rang sieben. Schlusslicht bleibt der TV Refrath, nachdem der Aufsteiger beim 3:5 gegen den VfL 93 Hamburg seine fünfte Saisonniederlage einfuhr. Allerdings konnten die Bergischen in dieser Partie immerhin gleich mehrere Spiele für sich entscheiden. Zuvor war dem Team von Manager Heinz Kelzenberg erst ein Matcherfolg gelungen: In der Auftaktpartie gegen die SG EBT Berlin gewann der TVR ein Herreneinzel.

 

Hamburg, das sich über den ersten Saisonerfolg freute, ist nach wie vor Tabellensechster. Der FC Langenfeld als Fünfter und der SC Union Lüdinghausen, der nach wie vor auf Platz vier geführt wird, trennten sich am 5. Spieltag 4:4. 

 

Der 1. BC Bischmisheim und die SG EBT Berlin standen sich an diesem Wochenende erstmals seit dem spannenden Saisonfinale, Anfang Mai dieses Jahres, gegenüber. Vor rund sechs Monaten kamen die Saarländer in der Hauptstadt ebenfalls zu einem 5:3-Sieg. Am Samstag holte der 1. BCB zweimal einen Rückstand auf. „Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, dass wir noch gewinnen würden, nachdem wir zuerst 0:2 und später 1:3 zurücklagen“, sagte Nationalspieler Kristof Hopp. Der mehrmalige Deutsche Meister unterlag an der Seite von Johannes Schöttler der für Berlin aufschlagenden malaysisch-polnischen Kombination Wong Choong Hann/Michal Logosz in zwei Sätzen, anschließend brachten Juliane Schenk und Nicole Grether die Gastgeber durch einen Zweisatzerfolg über Emma Wengberg (Schweden) und Carola Bott mit 2:0 in Führung. Nachdem Marcel Reuter und Michael Fuchs mit einem Sieg gegen die Berliner Josche Zurwonne und Karsten Lehmann für den Anschlusspunkt für den 1. BCB gesorgt hatten, musste Kestutis Navickas (Ukraine) gegen Wong Choong Hann verletzungsbedingt aufgeben. Die Wende zugunsten der Bischmisheimer leitete Neuzugang Olga Konon ein. Die 19 Jahre alte polnische Nationalspielerin bezwang anschließend im Dameneinzel die Deutsche Meisterin und WM-Viertelfinalistin Juliane Schenk mit 21:19, 15:21, 21:16. Wenig später setzte sie sich gemeinsam mit Kristof Hopp auch im Mixed gegen die Berliner Paarung Michal Logosz/Nicole Grether durch. Marcel Reuter und Michael Fuchs im 2. bzw. 3. Herreneinzel machten den doppelten Punktgewinn für die Gäste schließlich perfekt.

 

Der 1. BC Beuel verbuchte unterdessen einen nach eigener Aussage „unerwartet deutlichen“ Sieg über den BV Gifhorn. Schließlich litten die Bonner unter ähnlichen Personalproblemen wie am 2. Spieltag im Auswärtsspiel beim VfL 93 Hamburg: Den Nordrhein-Westfalen stand für die Partie in Niedersachsen keiner der englischen Herren zur Verfügung, sodass die Doppel komplett umgestellt werden mussten – und Trainer Marc Hannes gezwungen war, erneut selbst zum Schläger zu greifen. Doch sowohl Ingo Kindervater und Ian Maywald als auch Marc Zwiebler und Marc Hannes gingen als Sieger vom Court. Auch das Mixed, ausgetragen erstmals in der Kombination Ingo Kindervater/Heather Olver, ging an die Gäste aus Bonn.

 

Pech hatte Olympiateilnehmerin Birgit Overzier: Die Spezialistin für Damendoppel und Mixed ging bereits angeschlagen in das Damendoppel und knickte im dritten Satz beim Stand von 18:16 für die Beueler Damen so um, dass sie aufgeben musste. Anita Raij Kaur und Paulien van Dooremalen (Malaysia/Niederlande) holten auf diesem Wege den Ehrenpunkt für Gifhorn. Über die Schwere der Verletzung bei Birgit Overzier existieren derzeit noch keine genauen Angaben.

 

Fraglich war im Vorfeld, ob Elizabeth Cann fit sein würde. Sie plagte sich erneut mit Rückenproblemen. Doch die Engländerin trat an – und entschied das Dameneinzel gegen Gifhorns Neuzugang Anita Raj Kaur klar für sich.

 

„Das war mehr als ich erwartet hatte. Ich wäre schon mit einem 5:3 zufrieden gewesen, da Gifhorn mit seiner stärksten Besetzung angetreten ist. Die Mannschaftsleistung hat heute einfach gestimmt“, meinte Beuels Coach Marc Hannes zufrieden.

 

In Langenfeld standen sich am Samstag die beiden Vereine gegenüber, die vermutlich um den letzten Playoff-Platz kämpfen werden: Der FC Langefeld, Dritter des Vorjahres, empfing den SC Union Lüdinghausen. Letztlich teilten sich der FCL und der SC Union Lüdinghausen die Punkte, sodass Letzterer weiterhin vier Punkte Vorsprung vor dem Team aus Langenfeld aufweist. Für die Gastgeber siegten die Russin Ella Diehl und die frühere deutsche Nationalspielerin Kathrin Wanhoff, die nach der Geburt ihrer Tochter, Ende August, sehr schnelle Fortschritte macht, im Damendoppel gegen die Nationalspielerinnen Carina Mette und Karin Schnaase. Außerdem gingen beide Herrendoppel sowie das Dameneinzel (Ella Diehl gegen Karin Schnaase) an den FC Langenfeld. Lüdinghausen, mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage gut in die Saison gestartet, konnte entsprechend die Herreneinzel (unter anderem bezwang der Belgier Yuhan Tan den polnischen Spitzenspieler Przemyslaw Wacha in zwei Sätzen) sowie das Mixed für sich entscheiden.

                

3./4. Spieltag, 10./11.10.2009

 

Bischmisheim nun hauchdünn vor Berlin

Olga Konon, Neuzugang des 1. BC Bischmisheim in dieser Saison, verzeichnete am Wochenende einen Sieg und eine Niederlage. Foto: 1. BCB

(12.10.2009) Am ersten Doppelspieltag der laufenden Saison in der 1. Bundesliga waren gleich vier Vereine jeweils zweimal siegreich: Sowohl der Deutsche Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim als auch Vizemeister SG EBT Berlin, der letztjährige DM-Dritte 1. BC Beuel und der SC Union Lüdinghausen durften ihrem Punktekonto am vergangenen Wochenende vier Zähler hinzuaddieren. Damit bleiben Bischmisheim und Berlin weiterhin ohne Punktverlust (8:0). Die beiden Vereine haben zudem die gleiche Anzahl an Spielen gewonnen bzw. verloren (jeweils 27:5). Aufgrund des geringfügig besseren Satzverhältnisses (56:14 vs. 55:18) übernahm der 1. BC Bischmisheim nach dem 4. Spieltag die Tabellenführung vor Berlin.

 

Die Mannschaft aus dem Saarland setzte sich zunächst am Samstag mit 6:2 gegen den FC Langenfeld durch, ehe sie tags darauf einen 8:0-Kantersieg über Aufsteiger TV Refrath verbuchte. Berlin gewann sowohl beim VfL 93 Hamburg (6:2) als auch gegen den BV Gifhorn (7:1) ebenfalls deutlich. Souveräne Siege erzielte auch der dreimalige Deutsche Mannschaftsmeister 1. BC Beuel: Zunächst ließ das Team von Trainer Marc Hannes dem TV Refrath auswärts keine Chance (8:0), einen Tag später bezwangen die Bonner im „rheinischen Derby“ den FC Langenfeld vor eigenem Publikum mit 6:2. Der SC Union Lüdinghausen freute sich über jeweils einen doppelten Punktgewinn in Gifhorn (5:3) und anschließend gegen Hamburg (6:2).

 

Bislang ohne Punktgewinn bleiben weiterhin der BV Gifhorn und der TV Refrath (jeweils 0:8), der in den bisherigen vier Partien lediglich ein Spiel für sich entscheiden konnte.

 

„Wir haben erreicht, was wir uns für dieses Wochenende vorgenommen hatten und können jetzt in vier Wochen entspannt zu unserem nächsten Spiel nach Berlin fahren“, meinte Bischmisheims Teammanager Roman Spitko nach dem vierten Sieg im vierten Spiel. Die Partie gegen Langenfeld wurde überschattet von der erneuten Verletzung von Kestutis Navickas. Der Litauer, dessen Oberschenkelzerrung auskuriert schien, biss in seinem Match gegen Przemyslaw Wacha lange die Zähne zusammen, musste dann aber beim Stand von 18:21, 5:7 aufgeben. Den zweiten Punkt für die Gäste aus dem Rheinland erzielte Ella Diehl im Dameneinzel. Die Weltranglisten-23. aus Russland lieferte sich mit der Polin Olga Konon die spannendste Partie des Tages. Mit 21:18, 9:21, 21:16 setzte sich die Ehefrau des Bundestrainers Talententwicklung, Rainer Diehl, letztlich gegen die frühere Gifhornerin Olga Konon durch. Gegen Refrath musste der Titelverteidiger tags darauf weder einen Spiel- noch einen Satzverlust hinnehmen.

 

Der 1. BC Beuel realisierte am vergangenen Wochenende ebenfalls sein Vorhaben: den Gewinn von vier Punkten. Erstmals kamen am 3./4. Spieltag die englischen Neuzugänge bzw. Rückkehrer Rajiv Ouseph und Anthony Clark zum Einsatz. Beide gingen in ihren Partien jeweils als Sieger vom Court: Einzelspezialist Rajiv Ouseph bezwang den früheren Deutschen Meister Björn Joppien (FC Langenfeld) ebenso in drei Sätzen wie Kai Waldenberger vom TV Refrath. Doppel- und Mixedspezialist Anthony Clark verbuchte an der Seite von Marc Zwiebler im Herrendoppel und Birgit Overzier im Mixed jeweils Erfolge. Anthony Clark hatte bereits von 2003 bis 2005 für die Bonner aufgeschlagen und 2005 entsprechend auch den Titelgewinn mit den Beuelern feiern dürfen. Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Weltranglisten-31. Marc Zwiebler und dem zehn Plätze besser notierten Przemyslaw Wacha in Diensten des FC Langenfeld entschied der Pole knapp für sich: Mit 21:12,19:21, 21:19 setzte sich Przemyslaw Wacha letztlich im 1. Herreneinzel gegen den Deutschen Meister durch, der in der Woche zuvor mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Den zweiten Zähler für Langenfeld steuerte Ella Diehl durch ihren Dreisatzerfolg im Dameneinzel über Elizabeth Cann bei. Die Engländerin befindet sich nach Aussage der Bonner nach ihrer Rückenverletzung auf einem guten Weg zurück zu ihrer alten Form.

 

Nur wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter, Ende August, stand Kathrin Wanhoff (geb. Piotrowski) erstmals wieder für den FC Langenfeld auf dem Bundesligacourt. Die 29-Jährige bestritt in Bischmisheim an der Seite von Mike Joppien das Mixed (13:21, 20:22 gegen Kristof Hopp und die Schwedin Emma Wengberg), in Beuel agierte sie zusammen mit Ella Diehl im Damendoppel (14:21,13:21 gegen Birgit Overzier und Elizabeth Cann).

 

Der TV Refrath konnte gegen den 1. BC Beuel immerhin drei Spiele über drei Sätze gestalten, nachdem der Aufsteiger tags zuvor in Bischmisheim ohne Satzgewinn geblieben war. Beinahe hätten die Gastgeber gegen Bonn sogar ein Spiel für sich entschieden: Im 2. Herrendoppel machten es Nationalspieler Ingo Kindervater und Ian Maywald beim 16:21, 21:11, 23:21 über die Refrather Kombination Ian Yovi Rien/Kai Waldenberger extrem spannend. Über drei Durchgänge gingen zudem die Herreneinzel 2 (Rajiv Ouseph gegen Kai Waldenberger) und 3 (Ian Maywald gegen Refraths Neuzugang Johannes Szilagyi). „Ian Yovi Rien und Kai Waldenberger haben toll gespielt und sind in den letzten Wochen zu richtig guten Doppelspielern geworden. An dieser Stelle muss ich auch mal Denis Nyenhuis loben, der gegen Anthony Clark in zwei Spielen toll gespielt hat“, stellte Refraths Teammanager Heinz Kelzenberg seinem Schützling ein gutes Zeugnis aus, der gegen Bonn (wie auch tags darauf in Bischmisheim) im Herrendoppel und im Mixed zum Einsatz kam.

 

Im Zusammenhang mit der Auswärtspartie beim 1. BC Bischmisheim freuten sich die Refrather besonders über das Wiedersehen mit Kestutis Navickas. der einst für die Bergischen aufschlug und als der erste ausländische Spieler in der Historie des TVR Vereinsgeschichte schrieb. So tauschten die Beteiligten zahlreiche gemeinsame Erinnerungen aus. Nach vier Niederlagen in Folge gegen die vier aktuell auf den Playoff-Plätzen rangierenden Gegner konzentriert sich der Aufsteiger nun auf die Hinrundenbegegnungen gegen die Teams aus dem unteren Tabellenfeld. „Gegen Langenfeld und Gifhorn werden wir nicht so untergehen, und für das nächste Spiel gegen Hamburg, am 07.11., erhoffen wir uns sogar einen Punktgewinn“, ist Heinz Kelzenberg optimistisch.

                  

Fotos vom Spiel SG EBT Berlin gegen den BV Gifhorn von Volkmar Kehrberg finden Sie hier ...

     

 

2. Spieltag, 27.09.2009

           

Bischmisheim und Berlin erneut siegreich

Marcel Reuter (1. BCB) gewann sein Herreneinzel gegen Gifhorns Jan Vondra (Tschechien). Foto: 1. BCB.

(28.09.2009) Der Deutsche Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim und Vizemeister SG EBT Berlin haben auch am 2. Spieltag der Erstligasaison 2009/2010 deutliche Siege verbucht und damit ihre „weiße Weste“ behalten (4:0). Dank des besseren Spielverhältnisses bleibt das Team aus der Hauptstadt, das nach seinem 7:1-Auftakterfolg bei Aufsteiger TV Refrath die Tabellenführung übernommen hatte, an der Spitze.

 

In ihrem ersten Heimspiel in der neuen Saison bezwangen die Berliner nun den letztjährigen DM-Dritten FC Langenfeld mit 7:1 und verbuchten damit – anders als im Vorjahr, als der Verein aus Nordrhein-Westfalen in der Hauptstadt mit 5:3 gewann – zwei Punkte für sich. Nachdem die Gastgeber das 1. Herrendoppel abgeben mussten (Tim Dettmann/Josche Zurwonne unterlagen Przemyslaw Wacha/Björn Joppien mit 16:21, 14:21), setzten sie sich in allen anderen Matches durch. Sowohl Chetan Anand/Michal Logosz (Indien/Polen) im 2. Herrendoppel gegen die Langenfelder Paarung Mike Joppien/Philipp Wachenfeld als auch Chetan Anand im 1. Herreneinzel gegen Przemyslaw Wacha (Polen) gingen dabei allerdings erst nach drei gespielten Sätzen als Sieger vom Court. Über die doch deutliche Niederlage war man beim FCL durchaus ein wenig überrascht – und zugleich auch enttäuscht. „Wir haben im Moment irgendwie einen kleinen Durchhänger, viele sind gesundheitlich angeschlagen“, meinte Langenfelds Andreas Wölk. Er selbst konnte nicht mit nach Berlin fahren, da bei ihm etwa eine Woche vorher eine Blinddarm-Operation durchgeführt wurde. „Ich werde wohl für dieses Jahr ausfallen, und ab Januar bin ich ja für sechs Monate im Ausland. Insofern werde ich in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr spielen können“, so der 30-Jährige. Für Berlin war auf Seiten des FCL ursprünglich eine andere Aufstellung vorgesehen als jene vom Sonntag. Doch Mike Joppien bat kurzfristig darum, nur in einem Spiel eingesetzt zu werden, da er an Schulterproblemen laboriert. Im Mixed schlug anstelle des 31-Jährigen deshalb der elf Jahre jüngere Nachwuchsspieler Philipp Wachenfeld an der Seite der Finnin Noora Virta auf. Langenfelds Neuzugang war gemeinsam mit Jugend-Nationalspielerin Fabienne Deprez direkt vom Czech International (BE-Circuit) in Brünn aus nach Berlin gekommen. Letztere hatte beim 7:21, 14:21 gegen die Weltranglistenelfte Juliane Schenk keine Chance. Langenfelds Nummer 1 im Dameneinzel, die Russin Ella Diehl, spielte zeitgleich bei den Russian Open – wo sie im Übrigen erneut den Titel gewann. Der siebenmalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Björn Joppien, spielte nach Aussage von Andreas Wölk gegen den indischen Weltranglisten-20. Arvind Bhat sehr gut. Da der Langenfelder jedoch keine Turniere mehr bestreite, fehle ihm in knappen Situationen die Spielpraxis. Mit 18:21,18:21 musste sich der 28-Jährige seinem Kontrahenten geschlagen geben. Nicht zufrieden waren die FCL-Verantwortlichen mit der Leistung des Chinesen Zhang Hong. „Wir wissen, was er im Training spielen kann. Aber sobald es in den Wettkampf geht, wird er nervös“, meinte Andreas Wölk zur 15:21,13:21-Niederlage des Asiaten im 3. Herreneinzel gegen Eetu Antti Heino aus Finnland. In der Tabelle belegt der FC Langenfeld aktuell Rang 5.

 

Nach seinem 6:2-Auftakterfolg gegen den VfL 93 Hamburg gelang es dem Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim am 2. Spieltag, noch ein Duell mehr für sich zu entscheiden: Gegen den BV Gifhorn kamen die Saarländer in ihrem zweiten Heimspiel in Folge in der neuen Saison zu einem 7:1-Erfolg. Damit bestätigte sich die Vorahnung von Gifhorns Teammanager Hans Werner Niesner, wonach sein Verein in diesem Jahr wohl keine derartige Überraschung würde landen können wie in der vorangegangenen Spielzeit. Damals hatten die Niedersachsen beinahe sensationell 4:4 in Bischmisheim gespielt. Dabei erwischten die Gäste auch diesmal einen guten Start: Die Niederländerin Paulien van Dooremalen und Anita Kaur aus Malaysia, die bei Gifhorn die Nachfolge der Polin Olga Konon antrat, welche nun für den 1. BCB aufschlägt, setzten sich im Damendoppel mit 21:18, 21:14 gegen Emma Wengberg und Olga Konon (Schweden/Polen) durch. In den nachfolgenden Matches behielten jedoch die Gastgeber jeweils die Oberhand. Dabei lieferten sich Bischmisheims Neuzugang Emma Wengberg und der langjährige Saarbrücker Michael Fuchs ein hart umkämpftes Match gegen das Gifhorner Duo Robin Middleton (England) und Paulien van Dooremalen: Mit 21:19, 14:21, 22:20 entschied die schwedisch-deutsche Paarung letztlich die Partie für sich. „Wir hatten eigentlich einen härteren Kampf erwartet, vor allem weil Kestutis Navickas mit einer Oberschenkelzerrung ausfiel. Aber letztendlich waren wir in allen Partien außer dem Damendoppel überlegen“, bilanzierte Teammanager Thomas Tesche, der die Mannschaft an diesem Tag zusammen mit Roman Spitko betreute. Während Bischmisheim in der Tabelle nach wie vor auf Platz 2 rangiert, ist Gifhorn von Rang 5 auf Platz 7 zurückgefallen.

 

Im NRW-internen Duell musste Aufsteiger TV Refrath eine 0:8-Niederlage beim SC Union Lüdinghausen einstecken und bleibt damit Tabellenschlusslicht. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir mit unseren deutschen Spielern, mit denen wir trainieren, auf dem richtigen Weg sind. Leider haben uns heute unsere Ausländer im Stich gelassen. Vladimir Metodiev ist im dritten Satz des 1. Herrendoppel eingebrochen, und Ian Yovi Rien war eigentlich nie wirklich konzentriert auf dem Feld“, meinte Refraths Teammanager Heinz Kelzenberg. Dennoch blickt der Vereinsvorsitzende zuversichtlich in die Zukunft: „Ich bin sicher, dass wir noch einige Monate brauchen um aufzuschließen. Doch wenn ich sehe, was Denis Nyenhuis, Kai Waldenberger und Johannes Szilagyi heute über weite Strecken gespielt haben, dann gebührt dem allergrößter Respekt“. So musste sich beispielsweise Refraths Neuzugang Johannes Szilagyi mit 12:21, 16:21 dem Indonesier Endra Kurniawan geschlagen geben, bot dabei aber nach Aussage von Heinz Kelzenberg eine starke Leistung. Keine Chance hatte Refraths „Eigengewächs“ Mette Stahlberg, die am 2. Spieltag anstelle von Kim Buss das Dameneinzel bestritt, gegen Karin Schnaase: Die 18-Jährige unterlag der 15-maligen  Nationalspielerin mit 9:21, 9:21. Lüdinghausen, das zum Auftakt 2:6 beim 1. BC Beuel verloren hatte, schob sich durch den Kantersieg von Tabellenrang 6 auf Platz 4 vor.

 

Weiterhin Dritter ist der 1. BC Beuel. Der von vielen Teammanagern als Titelfavorit gehandelte Verein musste allerdings am 2. Spieltag einen Punktverlust hinnehmen: Beim VfL 93 Hamburg spielten die Bonner 4:4. Doch mit diesem Ergebnis waren die Verantwortlichen beim letztjährigen Playoff-Halbfinalisten sogar noch durchaus zufrieden – schließlich waren die Voraussetzungen mehr als ungünstig: Zwei Tage vor dem ersten Auswärtsspiel der aktuellen Spielzeit ereilte Teammanager Marc Hannes die Nachricht, dass Nationalspieler Ingo Kindervater, etatmäßiger Herr für Doppel und Mixed, nicht würde spielen können. Auch die englischen Neuzugänge Anthony Clark und Rajiv Ouseph waren nicht abkömmlich. Gleiches gilt für Julien Gupta, der bereits für die 2. Mannschaft des 1. BC Beuel fest eingeplant war. Folglich blieb Marc Hannes nur eine Möglichkeit: Er musste Spieler nachmelden und selbst zum Schläger greifen. Da auch Elizabeth Cann verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte, galt es die Mannschaft komplett umzustellen. „Ich war froh, dass überhaupt genügend Spieler zur Verfügung standen, und diese dann auch einigermaßen flexibel eingesetzt werden konnten“, meinte Marc Hannes. So kam z. B. der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Marc Zwiebler,  seit langer Zeit mal wieder zu einem Einsatz im Mixed – und war darin, gemeinsam mit Birgit Overzier, mit der er im Jahr 2003 Gold in dieser Disziplin bei der Jugend-Europameisterschaft gewonnen hatte, sogar erfolgreich. Heather Olver, eigentlich Doppel- und Mixed-Spielerin, zeigte ihr Können im Dameneinzel. Gewinnen konnten die Beueler letztlich neben dem Mixed auch das 1. und das 3. Herreneinzel sowie das Damendoppel. „Unter diesen Voraussetzungen ist das 4:4 ein fast optimales Ergebnis, das die Playoff-Teilnahme mit Sicherheit nicht gefährden wird“, lautete das Fazit von Marc Hannes, der seine Rückkehr in die Bundesliga als Spieler als Ausnahme sieht.

         

1. Spieltag, 12.09.2009

 

Souveräner Auftakt für die „großen Vier“

Die für die SG EBT Berlin aufschlagenden Inder Arvind Bhat (l.) und Chetan Anand gewannen ihr Doppel. Foto: Claudia Pauli

Berlin erster Tabellenführer in der Saison 2009/2010

 

(14.09.2009) Die letztjährigen Playoff-Halbfinalisten haben ihre erste Bundesligapartie der neuen Spielzeit jeweils deutlich gewonnen. Den höchsten Erfolg der „großen Vier“ verbuchte der Deutsche Vizemeister SG EBT Berlin, der sich beim Aufsteiger TV Refrath mit 7:1 durchsetzte. Das Team aus der Hauptstadt führt damit die Tabelle nach dem 1. Spieltag an. Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim bezwang den VfL 93 Hamburg ebenso 6:2 wie der 1. BC Beuel den SC Union Lüdinghausen und der FC Langenfeld den BV Gifhorn.

 

In Refrath feuerten 230 Zuschauer „ihre“ Mannschaft bei deren Erstliga-Premiere lautstark an und freuten sich über zahlreiche enge Spiele. So entschieden die haushoch favorisierten Gäste aus Berlin immerhin vier Matches, beide Herrendoppel sowie zwei Herreneinzel, erst in drei Sätzen für sich. Mit besonders viel Applaus belohnten die Refrather Fans die Leistung von Kim Buss. Die 22-Jährige konnte bei ihrem Bundesliga-Comeback nach langer Verletzungspause die Deutsche Meisterin und WM-Viertelfinalistin im Dameneinzel, Juliane Schenk, vor allem im ersten Satz immer wieder in Bedrängnis bringen – auch wenn sie sich letztlich in zwei Durchgängen geschlagen geben musste. Den Ehrenpunkt für den Erstliganeuling erzielte Johannes Szilagyi – der in der vorherigen Spielzeit für die SG EBT Berlin im Einsatz war – im 3. Herreneinzel, dem letzten Spiel des Tages. „Das war genau mein Tipp, 1:7 mit gewonnenem 3. Herreneinzel. Dass jedoch vier weitere Spiele erst im dritten Satz entschieden wurden, hatte ich nicht für möglich gehalten. Ich bin sehr stolz auf diese Leistung der Mannschaft. Unsere Neuzugänge haben mich alle überzeugt, und der Rest der Mannschaft konnte im Vergleich zur 2. Bundesliga noch eine kleine Schippe drauf legen“, sagte Refraths Teammanager Heinz Kelzenberg.

 

Auch der viermalige Deutsche Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim war mit seinem Einstand in die Saison 2009/2010 zufrieden, schränkte allerdings ein: „Das Ergebnis sieht deutlicher aus als die Partie war. Einige Spiele waren doch sehr hart umkämpft“, sagte Nationalspieler Kristof Hopp. So hatten z. B. Carola Bott und Olga Konon (Polen) in ihrem ersten gemeinsamen Doppel beim 21:18, 22:20 über die Hamburger Paarung Inken Wienefeld/Karen Neumann durchaus Mühe. Im zweiten Durchgang lagen Carola Bott und Olga Konon bereits 14:20 zurück, machten dann aber acht Punkte in Folge. „Ich war schon ein wenig nervös“, gestand die 19-jährige Olga Konon, die zur neuen Saison vom Ligakonkurrenten BV Gifhorn ins Saarland gewechselt war. Die spannendste Partie des Tages lieferten sich jedoch Kestutis Navickas (Litauen) und Sven Eric Kastens: Mit 21:16, 17:21, 25:23 holte letztlich der deutsche Nationalspieler den zweiten Punkt für die Gäste, nachdem er zuvor bereits an der Seite von Sebastian Schöttler das 2. Herrendoppel gegen die Bischmisheimer Marcel Reuter/Dieter Domke gewonnen hatte.

 

Der FC Langenfeld musste vor eigenem Publikum lediglich das Damendoppel und das 3. Herreneinzel abgeben: Andreas Wölk unterlag in drei engen Sätzen dem Gifhorner Maurice Niesner mit 21:14, 19:21, 15:21, und Ella Diehl (Russland) verlor an der Seite der neu im Langenfelder Kader beheimateten Finnin Noora Virta 11:21, 16:21 gegen die Gifhorner Neuzugänge Anita Raj Kaur/Paulien Van Dooremalen (Malaysia/Niederlande). Aus allen anderen Partien gingen die Gastgeber als Sieger hervor. Im Dameneinzel z. B. revanchierte sich Ella Diehl mit dem 21:19, 21:13 über Anita Raj Kaur für die zuvor im Doppel erlittene Niederlage.

 

Einen „Saisonauftakt nach Maß“ erlebte nach eigener Aussage der 1. BC Beuel, der einzig das 3. Herreneinzel und das Dameneinzel abgab: Ian Maywald unterlag mit 19:21, 13:21 dem Lüdinghausener Endra Kurniawan, wohingegen das Dameneinzel kampflos entschieden wurde. Beuels Neuzugang Heather Olver (England) hatte sich zuvor im Damendoppel leicht verletzt und trat zum Einzel nicht an. Apropos Damendoppel: Hier waren bei Birgit Overzier und Heather Olver durchaus Anlaufschwierigkeiten zu beobachten. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt auf dem Court gerieten sie im ersten Satz gegen Carina Mette/Karin Schnaase mit 3:15 in Rückstand. Erst danach agierten die Bonner Damen mehr miteinander statt „nebeneinander“. Zwar starteten Birgit Overzier/Heather Olver eine furiose Aufholjagd, konnten den Durchgang aber trotzdem nicht mehr für sich entscheiden. Letztlich setzte sich die neue Beueler Kombination aber mit 17:21, 21:12, 21:15 durch. Carina Mette, die in der vergangenen Saison aufgrund ihrer langwierigen Rückenprobleme kaum eingesetzt werden konnte, war mit ihrem Auftaktmatch in der Spielzeit 2009/2010 zufrieden: „Darauf lässt sich aufbauen“, meinte die Nationalspielerin.

 

 

Refraths Neuzugang Ian Yovi Rien. Foto: Thomas Frohn.

   

Zu den Ergebnissen ...

        

           

 


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