Pressemitteilungen des TV Refrath

Enttäuschendes Saisonende für TVR in der Bundesliga

Von Heinz Kelzenberg

 
(28.03.2011) Deutlich mehr als die Wiederholung des Hinspielergebnisses von 2:4 war für den TV Refrath beim letzten Heimspiel möglich gewesen. Gegner Union Lüdinghausen war geschwächt ins Bergische gekommen, da sowohl die beste Damen (Karin Schnaase) als auch die Nr. 1 bei den Herren (Yuhan Tan) ersetzt werden mussten.

Zwar verzichtete der TVR auf Max Schwenger, dennoch war nach Ansicht des Teammanagers Danny Schwarz ein Punkt „drin“ gewesen: „Leider haben wir diese Chance nicht ergriffen und gepunktet, es war heute sehr gut möglich, die Niederlage abzuwenden“.

Chancenlos war lediglich Johannes Szilagyi im 2. Einzel gegen den Indonesier Kurniawan und Nyenhuis/Waldenberger im Herrendoppel. Positiv überraschen konnte gleich zu Beginn das Damendoppel mit Hanna Kölling und Carla Nelte, die ihr Spiel in zwei spannenden Sätzen für sich entscheiden konnten. Nach dem kampflosen Sieg von Kim Buss im Dameneinzel wurden beim Stand von 2:2 die beiden letzten Spiele ausgetragen.

Heinz Kelzenberg war bis zum letzten Matchball optimistisch: „Ich habe bis zuletzt daran geglaubt, dass wir wenigstens eins gewinnen“. Doch weder Kai Waldenberger noch das Mixed mit Nyenhuis/Nelte konnten die Niederlage abwenden und verloren ihre Spiele.

Danny Schwarz: „Wir freuen uns, wenn es in der nächsten Saison bei jedem Spiel wieder um etwas geht. Das bringt einfach mehr Spannung in die Spiele. So eine Saison wie diese, d.h. ohne Absteiger, wird gegen Ende sehr schwierig“.

Ob auch diesem Grund oder wegen des schönen Wetters der erhoffte Zuschauerzuspruch in dieser Saison zum ersten Mal ausblieb, ist offen. Jedenfalls kann der TVR in der im August startenden neuen Spielzeit wieder auf ein volles Haus hoffen.

Einen Tag vor dem Spiel gegen Lüdinghausen war das TVR-Team nach Berlin gereist, um sich dort beim Meisterschaftsfavoriten eine 0:6-Niederlage abzuholen, die leider einer Lehrstunde gleich kam. Denis Nyenhuis machte dabei sowohl im Doppel als auch im Mixed noch die beste Figur. Kim Buss und Carla Nelte spielten einen tollen Satz im Doppel gegen die Weltranglistenachte Juliane Schenk, doch letztlich reichte es jeweils nicht zu einem Satzgewinn.

Somit beendet der TV Refrath die Saison als Siebter von acht Mannschaften und verpasst das angestrebte Saisonziel um einen Rang.

  

Berlin und Lüdinghausen zum Abschluss

Von Heinz Kelzenberg

  
(21.03.2011) Die zweite Saison für die Badmintonmannschaft des TV Refrath in Deutschlands höchster Spielklasse neigt sich dem Ende entgegen. Doch der am Wochenende anstehende Doppelspieltag steht eindeutig im Schatten der Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit. Heinz Kelzenberg: „Wir befinden uns in der Phase, in der das Team für die neue Saison zusammengestellt wird, das heißt Danny Schwarz und ich denken momentan in erster Linie an die Zukunft“.

Am Samstagmorgen reist das TVR-Team in die Bundeshauptstadt, um dort beim Tabellenführer SG EBT Berlin anzutreten. Durch den nur Hauchdünnen Vorsprung der Berliner auf die Verfolger, ist sich Heinz Kelzenberg sicher, dass diese einiges aufbieten werden: „Berlin wird volles Brett auf ein 6:0 gehen“. Bereits im Hinspiel war EBT mit drei ausländischen Weltklassespielern und der Achten der Weltrangliste im Dameneinzel, Juliane Schenk, nach Refrath gekommen. „Die wollen unbedingt zum ersten Mal Deutscher Meister werden“, weiß Danny Schwarz, der sein Team auf der Zugfahrt nach Berlin und zurück begleiten wird. Aus der zweiten Mannschaft wird Christian Böhmer das Bundesligateam ergänzen und im 2. Herreneinzel spielen. Die bisherigen Ersatzspieler, Johannes Szilagyi und Raphael Beck, laufen zeitgleich im Regionalligateam auf, welches ja noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft in der Regionalliga hat.

Für das zweite Spiel am kommenden Wochenende am Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) gegen Union 08 Lüdinghausen hängt die Besetzung des TVR-Teams in erster Linie davon ab, wer erneut noch im Regionalligateam gebraucht wird. Heinz Kelzenberg: „Natürlich wollen wir unseren Zuschauern die bestmögliche Mannschaft bieten, doch jeder wird die Spielerinnen und Spieler der 2. Mannschaft verstehen, die ihrem Team helfen wollen, in die 2. Liga aufzusteigen“.

Zwar sind die Chancen für TVR 2 eher die eines Außenseiters, aber nach dem 6:2 Erfolg beim Tabellenprimus BC Hohenlimburg haben Schwenger & Co „Blut geleckt“. „Wir wollen es auf jeden Fall versuchen und spekulieren darauf, dass Hohenlimburg am Samstag in Sterkrade einen Punkt lässt“, so Leistungsträger Sebastian Teller. Aber auch die Refrather Zweitvertretung muss zunächst am Samstag (16 Uhr Halle Steinbrech) beim schweren Spiel gegen den FC Langenfeld (Hinspiel 3:5) seine Hausaufgaben machen und zwei Punkte einfahren.

Dennoch wird die Bundesligapartie am nächsten Sonntag gegen Lüdinghausen wesentlich offener als die Begegnung gegen Berlin. Das NRW-Team weilt auf Rang 4 und konnte mit genau diesem Tabellenplatz in der letzten Saison noch an den Playoffs um die Meisterschaft teilnehmen. Dieser vierte Platz wurde nun gestrichen, so dass nur noch drei Teams die Meisterschaft untereinander ausspielen.

Während der Vorbereitungen auf die letzten sportlichen Aufgaben, bastelt das Duo Schwarz/Kelzenberg indes fleißig am Team der Zukunft. Erfreut zeigt sich Kelzenberg von den ersten Ergebnissen: „Die Verträge mit Carla Nelte, Kim Buss, Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis und Max Schwenger sind unter Dach und Fach“. Um jedoch konkurrenzfähig zu sein und nicht zu den beiden Absteigern in der kommenden Spielzeit zu gehören, bedarf es je einer Verstärkung im Damen- und Herrenbereich. Laut Danny Schwarz werden parallel mehrere Namen abgearbeitet, die zum Teil sehr vielversprechend sind. Schwarz: „Wir können bei solchen Verhandlungen ja keine riesengroßen Sprünge machen, aber wir kommen Stück für Stück vorwärts“.

Besonders erschwert die anstehende Olympia-Qualifikation die Verhandlungen mit einigen Spielern. TVR-Chef Kelzenberg: „Die meisten Top-Spieler stehen nur an 8 von 18 Spieltagen zur Verfügung, weil sie zahlreiche Turniere spielen und zum Teil zusätzlich von ihren Verbänden für ausländische Ligen nicht gerne freigegeben werden. Aber diese Probleme haben unsere Konkurrenten ja auch“. Ob die Neuverpflichtungen der Refrather eher aus dem asiatischen oder europäischen Ausland sind, konnte Kelzenberg noch nicht sicher sagen: „Wir suchen überall, wahrscheinlich ist jedoch, dass es eine asiatische und eine europäische Verstärkung sein werden“.

 

Schlappe mit Unterhaltungswert

Max Schwenger und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

  
(22.02.2011) Während normale Badminton-Bundesligaspiele zwischen 2 und 3 Stunden dauern, war das Aufeinandertreffen zwischen dem TV Refrath und dem Deutschen Meister 1. BC Bischmisheim nach genau 95 Minuten vorbei. Ohne Satzgewinn verabschiedete sich der TVR von seinen Zuschauern bis zum letzten und die Saison abschließenden Heimspiel Ende März gegen Lüdinghausen.

Dabei hatte der TVR in den meisten der 6 Spiele durchaus eine feine Leistung geboten, musste jedoch die Übermacht des saarländischen Gegners neidlos anerkennen. Heinz Kelzenberg: „Das war heute hier und da ein echter Klassenunterschied“. Fünf deutsche  und eine schwedische Nationalspielerin, zum überwiegenden Teil EM-Teilnehmer, bildeten das Team des Meisterschaftsfavoriten. Dem hatte der TV Refrath nicht viel entgegen zu setzen. Die „jüngste TVR-Bundesligamannschaft aller Zeiten“ spielte zwar frech und mutig auf, konnte jedoch keinen Zähler einfahren.

Besonders gefallen konnte das Herrendoppel mit Denis Nyenhuis und Max Schwenger, die den beiden besten deutschen Doppelspieler Fuchs und Schöttler einiges abverlangten. Auch das Damendoppel Kölling/Nelte schlug sich achtbar, aber ohne Chance auf einen Satzgewinn. Die Leistung in den beiden Herreneinzeln fiel dagegen etwas ab. Kai Waldenberger lief seiner Form über weite Strecken hinterher und der 18-jährige Raphael Beck fand in Marcel Reuter seinen Meister.

Das Publikum kam wieder in Fahrt, als Mette Stahlberg gegen die Weltklassespielerin Olga Konon tolles Badminton zeigte und im zweiten Satz sogar 8:0 führte, aber dennoch verlor. Auch das versuchsweise neu gebildete Mixed mit Max Schwenger und Carla Nelte verspielte einen deutlichen  Vorsprung gegen Fuchs/Wengberg, unterlag in der Verlängerung und verlor danach den Faden. Teammanager Danny Schwarz zeigte sich jedoch keineswegs enttäuscht: „Mit einem Satzgewinn im Mixed wäre ich vollauf zufriedenm gewesen, aber auch jetzt gibt es keinen Grund zu meckern. Wir haben eine unglaublich junge Mannschaft aufgestellt“.

In der Tat spielte der TVR gegen den haushohen Favoriten nicht nur mit vier Leistungsträgern aus dem Regionalligateam, sondern auch ohne Kim Buss, die ihre Erkältung noch nicht ganz auskurieren konnte. So war auch TVR-Chef Kelzenberg am Ende stolz auf seine Truppe und stellte zufrieden fest: „Meine Mannschaft hatte heute ein Durchschnittsalter von 21,5 Jahren, darauf können wir stolz sein“.

Stolz waren die Refrather Verantwortlichen im Übrigen auch auf ihre Spielerin Carla Nelte. Die 20-jährige Brandenburgerin, seit 2 Jahren im Trikot des TVR, war als frischgebackene Vizeeuropameisterin in der Halle Steinbreche begrüßt worden. Im 11-köpfigen Deutschen Nationalteam war sie bei der Mannschafts-EM zwar nur einmal – im Gruppenspiel gegen Estland sogar siegreich – zum Einsatz gekommen, hatte dadurch jedoch auch ihren sportlichen Anteil am größten Erfolg im deutschen Badminton der letzten Jahre. Heinz Kelzenberg: „Wir sind sehr stolz und glücklich, dass sie auch in der kommenden Saison für uns aufschlägt, sie ist ein großes Talent, ihr gehört die Zukunft und sie passt menschlich absolut perfekt zu uns“.

 

Europapokalsieger kommt in die Steinbreche

Von Heinz Kelzenberg

 
(20.02.2011) Niemand Geringeres als der amtierende Europapokalsieger, also die beste Vereinsmannschaft Europas im Jahr 2010, kommt am Dienstagabend um 19 Uhr in die Halle Steinbreche. Wenn der TV Refrath genau auf diesen 1. BC Bischmisheim trifft, dann spielen zwei unterschiedliche Badmintonwelten gegeneinander.

Zum einen ist da der Deutsche Meister der letzten fünf Jahre, der seit 2006 seine ärgsten Konkurrenten, Berlin und Bonn-Beuel, jeweils knapp in Schach halten konnte. Auf der anderen Seite steht mit dem TV Refrath eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel, ein Club, der sich vermutlich auch in den nächsten Jahren mit dem Thema Klassenerhalt beschäftigen wird.

Und auch in diesem Jahr liefern sich die Saarländer wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft und daher möchte man sich auch in Refrath keine Blöße geben und Spiele verschenken. In dieser Saison ist es besonders reizvoll, vor den Playoffs Erster der Abschlusstabelle zu sein, um im Finale Heimrecht zu haben.

Im Team des BCB stehen überwiegend Deutsche Spieler – damit nutzt der Club seinen Standortvorteil durch den Herren-Nationalmannschaftsstützpunkt vor Ort  optimal aus. Die deutschen Nationalspieler Dieter Domke, Michael Fuchs, Johannes Schöttler und Marcel Reuter sind neben den Beuelern Zwiebler und Kindervater das Beste, was das deutsche Badminton zu bieten hat.

Aber auch die Damenbesetzung kann sich sehen lassen. Mit der gebürtigen Weißrussin Olga Konon (Jahrgang 1989), die im Begriff ist, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, steht die potenzielle Nachfolgerin von Deutschlands Nr.1,  Juliane Schenk, im Team des BCB. Sie ist bereits auf mehreren Turnieren für Deutschland gestartet. An ihrer Seite steht mit der Schwedin Emma Wengberg eine ebenfalls erstklassige Spielerin, die mit Konon im Damendoppel in dieser Saison bisher eine 9:1-Bilanz gespielt hat.

Kim Buss und Max Schwenger werden auf Refrather Seite wieder ins Team zurück kehren, beide hatten am vergangenen Spieltag gegen Gifhorn pausieren müssen. Im Hinspiel gab es für den TVR in Saarbrücken zwar nur eine 2:4-Niederlage, doch die vier verlorenen Matches waren recht deutlich. Team-Manager Danny Schwarz sieht dem Dienstagsspiel locker entgegen: „Wir haben nun wirklich gar nichts zu verlieren und hoffen auf eine ordentliche Vorstellung“.

  

Tolles Unentschieden mit dem letzten Aufgebot

Mette Stahlberg.
Carla Nelte (l.) und Hanna Kölling. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(12.02.2011) Mehr als eindrucksvoll bewies Badminton- Bundesligist TV Refrath am Samstagnachmittag, dass mit ihm auch dann zu rechnen ist, wenn nicht alle Mann an Bord sind. Quasi mit dem letzten Aufgebot holte der TVR einen Punkt beim 3:3-Unentschieden gegen Tabellenschlusslicht BV Gifhorn, der mit seinem stärksten Team in die Halle Steinbreche gekommen war.

Dass dieser Punkt nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von der Mannschaft gefeiert wurde, lag in der Tat daran, dass man vor dem Spiel selbst mit einem Punkt nicht rechnen konnte. Dass mit Lu Qicheng die Nummer 1 der Refrather fehlen würde war klar, ebenso dass man ohne die Youngsters Max Schwenger und Raphael Beck auflaufen musste, die parallel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Einsatz waren. Dass einen Tag vor Anpfiff jedoch auch noch die frischgebackene Deutsche Vizemeisterin krankheitsbedingt absagen musste, brachte Teamchef Danny Schwarz zur Verzweiflung: „Alles stand eigentlich und wir waren zuversichtlich. Nach Kims Ausfall Konnten wir jedoch auf Mette Stahlberg und Hanna Kölling aus dem Regionalligateam zurück greifen“.

Dass beide TVR-Eigengewächse ihre Sache dann so gut machten, freute nicht nur Schwarz, sondern vor allem Heinz Kelzenberg, Vorsitzender und ehemaliger Jugendtrainer der beiden: „Heute hat Hanna ihr erstes Erstligaspiel gewonnen und bei Mette kann man von einem kleinen Comeback sprechen“.

In der Tat bot zunächst Hanna Kölling an der Seite von Carla Nelte eine tadellose Leistung und schlug im Damendoppel mit Hoffman/Bott immerhin zwei Bronzemedaillengewinnerinnen der Deutschen Meisterschaften. Parallel schlug auch das Herrendoppel mit Denis Nyenhuis und Johannes Szilagyi in zwei überzeugenden Sätzen die Gifhorner Paarung Niesner/Must. Beim nicht alltäglichen Spielstand von 2:0 spielten Kai Waldenberger (gegen den Esten Must) und Johannes Szilagyi (gegen Niesner) die beiden Einzel und waren dicht an einer Überraschung.

Waldenberger konnte der Nummer 55 der Weltrangliste, Raul Must, einen Satz abnehmen und auch Szilagyi stand im zweiten Durchgang dicht vor einem Satzgewinn. Dennoch behielten die Gifhorner Gegner in diesen beiden Spielen die Oberhand.

Im Dameneinzel bekam Mette Stahlberg nach rund 16 Monaten wieder eine Chance in der 1. Mannschaft. Und zur großen Überraschung aller bot sie der leicht grippegeschwächten Dritten der Deutschen Meisterschaften, Carola Bott, einen tollen, ausgeglichenen Fight. Leider ging der dritte Satz dann doch recht glatt an die Nationalspielerin, doch das Trainerteam war mit Stahlbergs Leistung sehr zufrieden.

Im abschließenden Mixed ließen Denis Nyenhuis und Carla Nelte in keiner Phase des Spiels Zweifel daran, dass sie den Punkt zum Ausgleich holen wollten und bezwangen ihre Gegner deutlich mit 21:15 und 21:16. Dies war erst der zweite Mixederfolg für die Paarung des TV Refrath und besonders Nyenhuis wusste sich in diesem Spiel im Vergleich zu den letzten zu steigern.

Somit fiel die abschließende Mannschaftsbesprechung positiv aus und Refraths Doppelspezialistin Carla Nelte konnte sich glücklich mit zwei Siegen im Gepäck von ihrer Mannschaft verabschieden. Sie reist Anfang der Woche mit der deutschen Nationalmannschaft nach Amsterdam, um dort bei den Europameisterschaften eine Medaille mit dem Team zu holen.

Der Rest der Mannschaft genießt das folgende, durch die EM freie Turnierwochenende und bereitet sich auf die nächste Aufgabe vor. Am Dienstag, den 22.2. kommt um 19 Uhr der fünffache Deutsche Meister 1.BC Bischmisheim nach Refrath. Die Saarbrücker sind nur aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Berlin und gelten auch in dieser Saison als Meisterschaftsfavorit. Das mit fünf deutschen Nationalspielerin gespickte Team aus Saarbrücken wird alles daran setzen, mit 6:0 in Refrath zu gewinnen.

 

Letzte machbare Aufgabe in der Bundesliga

Von Heinz Kelzenberg

  
(07.02.2011) „Die 2:4-Niederlage im Oktober in Gifhorn war das mit Abstand schlechteste Spiel in dieser Saison“, so fasst TVR-Chef Heinz Kelzenberg ein Spiel zusammen, zu dessen Wiederauflage es am Samstag (15 Uhr Halle Steinbreche) kommt. Der Gegner heißt BV Gifhorn, kommt aus Niedersachsen und konnte zwei der bisher erspielten vier Pluspunkte gegen den TV Refrath in heimischer Halle holen. „Wir waren schwach und Gifhorn war an dem Tag stark“, erinnert sich Kelzenberg ganz genau an dieses Match, bei dem er Danny Schwarz als Teamchef vertreten hatte.

Nun kommt es zum Rückspiel und beide Teams haben das gleiche Ziel: Nur nicht Tabellenletzter werden. Der TV Refrath hat zwei Punkte Vorsprung und auch ein Polster im Spielverhältnis. Doch verlieren möchte niemand beim TVR, trotz des Weggangs von Lu Qicheng ist man im Team optimistisch. Danny Schwarz: „Ein Unentschieden sollte mindestens drin sein. Eigentlich gibt es nur ein Spiel, bei dem Gifhorn klarer Favorit ist“. Damit meint er sein 1. Herreneinzel, welches er gegen den Esten Raul Must bestreiten wird, der im Hinspiel noch Lu Qicheng eindrucksvoll in seine Schranken verweisen konnte.

In der Tat sollten die übrigen fünf Begegnungen offen sein und von beiden Teams siegreich beendet werden können. Danny Schwarz: „Ich kann jedoch beim besten Willen noch nicht sagen, wie unsere Aufstellung sein wird“. Eingeschränkt ist Schwarz nicht nur durch den Ausfall seiner chinesischen Nummer 1, sondern auch durch die Blessur von Kai Waldenberger sowie aufgrund der Tatsache, dass die zuletzt eingesetzten Youngsters Max Schwenger und Raphael Beck bei den Deutschen Jugendmeisterschaften antreten und nicht gleichzeitig Bundesliga spielen können.

Definitiv zurück ins Team rücken wird jedoch der wieder genesene Johannes Szilagyi, der bei den Deutschen Meisterschaften zu gefallen wusste. Heinz Kelzenberg: „Er wird darauf brennen, endlich wieder Bundesliga zu spielen und er hat viele Fans“.

Angesichts des schweren Restprogramms gegen Berlin, Bischmisheim und Lüdinghausen (Platz 1,2, und 4) scheint das Samstagsspiel gegen Gifhorn die letzte realistische Chance für den TV Refrath zu sein, das Punktekonto von aktuell 6:14 Zählern noch aufzubessern.

 

Zufriedenheit trotz Zu-Null-Niederlage

Kai Waldenberger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(04.01.2011) Der Spieltermin war umstritten, die Trainingsvorbereitung bescheiden, doch am Dienstagabend um 21 Uhr waren alle Beteiligte des Badminton-Bundesligaspiels 1. BC Beuel gegen TV Refrath durchaus zufrieden. Die Hausherren aus Bonn hatten vor 200 Zuschauern wunschgemäß mit 6:0 gewonnen und sich keine Blöße im Hinblick auf das erklärte Ziel, den Gewinn der Deutschen Meisterschaft gegeben.
Drei englische Nationalspieler waren eingeflogen worden. Zudem boten die klaren Favoriten aus Beuel drei deutsche Nationalspieler auf, um einen sicheren Heimsieg einzufahren. So hatte der TV Refrath mit einem rein deutschen Team auch keine Chance, als Sieger nach Hause zu fahren. Teammanager Danny Schwarz: „Selbst ein Unentschieden war nicht drin, dazu war das Bonner Team einfach zu stark“.
Überrascht war Schwarz ebenso wie die mitgereisten Refrather Zuschauer jedoch von der Gegenwehr, die sein Team entgegenbringen konnte. Gleich in den ersten beiden Begegnungen gab es zahlreiche spannende Phasen. Während das Herrendoppel mit Nyenhuis/Beck in 2. Satz sogar Satzball hatte, konnte das Damendoppel Nelte/Buss so stark aufspielen, dass der erste Satz mit 21:18 gewonnen wurde. Dennoch stand es nach 40 Minuten erwartungsgemäß 0:2 aus TVR-Sicht. Im 1. Herreneinzel zeigte Kai Waldenberger eine seiner besten Leistungen in dieser Saison und nahm Deutschlands Nummer 1, Marc Zwiebler, immerhin einen Satz ab. Im dritten Durchgang machte Zwiebler dann jedoch kurzen Prozess.
Parallel zeigte Debütant Raphael Beck (18) eine ordentliche Leistung gegen den Engländer Baxter. Ebenso zufrieden war das Betreuerteam Schwarz/Kelzenberg mit Kim Buss, die ihr Spiel gegen Liz Cann relativ offen gestalten konnte. Nicht zufrieden mit seiner Leistung war abschließend das Mixed Nyenhuis/Nelte, die in einer niveauarmen Partie gegen Kindervater/Michels glatt in zwei Sätzen den Kürzeren zogen.
Heinz Kelzenberg zum dritten von vier Dienstagsspieltagen: „Die Resonanz in der Halle war gut und die Stimmung okay, und das, obwohl das Spiel nicht wirklich spannend war. Beuel hat eine Top-Mannschaft und kann Deutscher Meister werden. Wir werden beim nächsten Spiel wieder punkten“. In der Tat ist die Aufgabe am 12. Februar wieder deutlich einfacher, wenn das Tabellenschlusslicht BV Gifhorn in die Halle Steinbreche kommt. Bis dahin konzentrieren sich die Spieler auf ihr Training und bereiten sich auf die Deutschen Meisterschaften vor.

 

Lokalderby in der Bundesliga am Dienstag

Raphael Beck. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

  
(02.01.2011) Wenn am kommenden Dienstag (19 Uhr, Erwin-Kranz-Halle, Limpericher Str., Bonn-Beuel) der 10. Spieltag in der Bundesliga gespielt wird, sind viele Akteure noch gar nicht aus ihrer kurzen, aber verdienten Winterpause zurück im Training. Der internationale Wettkampfkalender mit einer Turnieränderung in Asien, machte eine Verlegung vom 25. auf den 4. Januar notwendig. Heinz Kelzenberg, Vorsitzender des TV Refrath sieht dem Termin ebenfalls mürrisch entgegen: „Ich kenne die terminlichen Zwänge, dennoch freut sich niemand so richtig auf die Begegnung. Dabei sollte es doch etwas Besonderes sein, gerade in Beuel zu spielen“

Beim NRW-Top-Club aus Bonn setzte es im letzten Jahr eine frustrierende 0:6-Schlappe, während der TVR zu Beginn der laufenden Saison in heimischer Halle den Beuelern sogar einen Punkt abnehmen konnte. Kelzenberg: „Ich denke, dass die Bonner das Wort Revanche nicht in den Mund nehmen möchten, aber ich denke, dass sie gegen uns keinen weiteren Punkt abgeben wollen“. Der Optimismus beim TVR, erneut ein Unentschieden erreichen zu können, ist jedoch eher gedämpft. Teammanager Danny Schwarz: „Wir wollen uns gut verkaufen, aber alles andere als eine Niederlage wäre schon eine Sensation“.

Die Refrather Mannschaft kommt ebenso direkt aus dem Weihnachtsurlaub wie die Bonner Spielerinnen und Spieler. Ob einer der englischen Top-Spieler bei Beuel auflaufen wird, darf bezweifelt werden, so dass die Zuschauer erneut eine „deutsch-deutsche Begegnung“ erwarten dürfen. Das Team des TV Refrath muss lediglich die Lücke schließen, die der in seine Heimat abgereiste Chinese Lu Qicheng aufgetan hat. Leider steht Max Schwenger nicht zur Verfügung und auch Johannes Szilagyi wird einen Tag nach seiner Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub noch nicht eingesetzt.

Vielmehr kommt der 18-jährige Jugendnationalspieler Raphael Beck aus der 2. Mannschaft zum Einsatz. Heinz Kelzenberg: „Raphi hat uns mehrfach überzeugt und vor allem beim letzten Regionalligaspiel im Dezember super gespielt. In unserer Situation ist es logisch, dass wir genau ihn aufstellen“. So ist sich der Refrather Vereinschef sicher, dass sein Schützling seine Sache gut machen wird und sieht diesen Bundesligaeinsatz als einen weiteren kleinen Baustein für Beck, sein Ziel, die Nominierung zur Jugend-Europameisterschaft im April in Finnland, zu erreichen. Kelzenberg: „Er wird seinen Weg machen und wir werden noch viel Freude an ihm haben. Ich habe selten jemanden erlebt, der in einem Jahr so erfolgreich an seinen Baustellen gearbeitet hat wie er“.

Ansonsten spielt das TVR-Team personell wie beim Hinspiel im September, dass nach einem hauchdünnen Sieg im abschließenden Mixed 3:3 unentschieden ausgegangen war. Beuel hatte diesen Punktverlust in der Zwischenzeit kompensiert und vor dem letzten Doppelspieltag sogar die Tabellenführung übernommen, diese jedoch inzwischen an Berlin abgeben müssen. Danny Schwarz: „Der Unterschied am Dienstag ist ganz klar, Beuel spielt um die Meisterschaft, wir nicht, daher sind sie klarer Favorit“.

 

Mit zwei Remis zufrieden

Von Heinz Kelzenberg

  
(19.12.2010) Drei von vier möglichen Punkten wollte der TV Refrath aus den beiden Bundesligaspielen gegen PTSV Rosenheim und VfL 93 Hamburg holen. Auch wenn es nur zwei Zähler wurden, fiel die Bilanz am Sonntagabend nicht negativ aus.
Heinz Kelzenberg, Vorsitzender des TV Refrath: „Ich war am Samstag nicht ganz zufrieden, doch heute in Hamburg haben wir uns sehr gut verkauft“. In der Tat war beim letzten Heimspiel des Jahres am Samstag in der Halle Steinbreche ein Sieg für den TVR möglich. Ein gut aufspielender Denis Nyenhuis hatte mit einer überragenden Carla Nelte beim Stande von 3:2 den Sieg im Mixed auf dem Schläger, doch die hoch favorisierten Käsbauer/van Dooremalen gewannen schließlich mit 21:16 im Entscheidungssatz. Wieder Kelzenberg: „Denis und Carla hatten den Sieg wirklich verdient, doch das 3:3 ist eigentlich leistungsgerecht“.
Nach verlorenem Herrendoppel und einem siegreichen Damendoppel setzten die Refrather optimistisch in beiden Herreneinzeln auf Sieg. Doch beide Spiele liefen anders als erwartet. Der Chinese Lu Qicheng konnte sich wesentlich knapper als erwartet zwar noch zum Sieg gegen Lukas Schmidt retten, doch Kai Waldenberger fand kein Mittel gegen Hannes Käsbauer und verpasste den erhofften Punkt. Den holte sehr souverän Kim Buss, bevor dann das verlorene Mixed den Endstand von 3:3 bedeutete.
Am frühen Sonntagmorgen fuhr das Refrather Team dann nach Hamburg, wo sich die Gastgeber für die 2:4 Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren wollten. Ander als im Oktober in Refrath zog das TVR-Doppel Lu/Nyenhuis diesmal den Kürzeren und auch das Damendoppel, diesmal mit  Buss/Nelte, verlor erneut in drei Sätzen. Team-Manager Danny Schwarz: „Nach diesem Zwischenstand habe ich schon das Schlimmste befürchtet“. Doch es kamen beide Herreneinzel für den TV Refrath, diesmal gewann Lu klar in zwei Sätzen und Kai Waldenberger zeigte sich im Vergleich zum Vortag wie ausgewechselt und schlug den starken Sebastian Rduch in drei Durchgängen.
Wieder war es Kim Buss, die den dritten Punkt holte, doch das Mixed konnte es ihr leider nicht gleichtun. Mit 2:0 ging das letzte Spiel des Tages an Hamburg, aber die Refrather freuten sich mehr über das Unentschieden als die Gastgeber aus der Hansestadt.
Mit 6:12 Punkten überwintert der TV Refrath auf dem 5. Tabellenplatz, nur einen Satz vom vierten Platz (Rosenheim) getrennt. Aufgrund des sehr schweren Restprogramms, beginnend mit dem Auswärtsspiel am 4. Januar in Bonn-Beuel, hofft der TVR, bis zum Saisonende nicht allzu weit nach unten abzurutschen. Danny Schwarz: „Wir gehen zufrieden ins neue Jahr und hoffen, dass wir in den letzten 5 Spielen noch für die ein oder andere Überraschung sorgen können“.
Nicht mehr an Bord sein wird der Chinese Lu Qicheng, der für den Rest der Saison nicht vorgesehen ist. Für ihn werden Spieler aus der 2. Mannschaft (Max Schwenger, Johannes Szilagyi) zum Einsatz kommen. Das Regionalligateam der Refrather belegt nach 8 von 14 Spieltagen den 2. Platz in der höchsten NRW-Klasse, drei Punkte hinter Tabellenführer Hohenlimburg. Nach einem 5:3 Heimsieg gegen den TV Emsdetten, sind die Refrather ärgster Verfolger der Hagener im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

  

TV Refrath auf der Jagd nach drei Punkten

Von Heinz Kelzenberg

 

(13.12.2010) Das bislang erfolgreichste Wochenende für die Badminton-Bundesligamannschaft des TV Refrath liegt genau 2 Monate zurück. Mitte Oktober hatte das Team um Teammanager Danny Schwarz nacheinander 3:3 in Rosenheim und 4:2 gegen Hamburg gespielt und dabei den ersten Sieg in der Eliteklasse einfahren können.

Wenn am kommenden Wochenende der letzte Doppelspieltag des Jahres auf die TVR-Cracks wartet, kommt es wieder zu genau derselben Konstellation.  Samstags trifft man, diesmal in der Halle Steinbreche (Beginn 15 Uhr) auf den PTSV Rosenheim und sonntags reist man nach Hamburg, wo um 14 Uhr der VfL 93 zum Rückspiel wartet.

„Nach drei Niederlagen in Folge ist mein Team heiß auf Erfolgserlebnisse“, weiß Danny Schwarz, der sich noch genau an die beiden Hinspiele erinnert und auch diesmal optimistisch ist: „Gegen Rosenheim sollten wir punkten, vielleicht sogar doppelt“. Doch der Aufsteiger aus Bayern erwies sich im Laufe der Saison für viele Teams als harter Gegner. Ein hervorragendes Herrendoppel und Mixed sowie ein starkes 2. Herreneinzel bescherten dem PTSV nicht nur einmal 3 Punkte. Schwächen sehen die Gastgeber vor allem im Rosenheimer Damenbereich, doch auch der TVR muss nach wie vor ein wenig bangen, denn zuletzt hatte Kim Buss ja verletzungsbedingt pausieren müssen. Dennoch ist man optimistisch, am Wochenende wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.

Die Spiele gegen den VfL 93 Hamburg waren in den letzten Jahren immer ganz knappe Begegnungen. Meist entschieden mehrere Dreisatzspiele über den Sieg, der zweimal an Hamburg und zuletzt einmal an Refrath ging. Die Hansestädter werden sicherlich alles daran setzen, sich für die 2:4-Niederlage aus der Hinrunde zu revanchieren. Heinz Kelzenberg, Vorsitzender des TV Refrath, erwartet eine völlig offene Partie: „Ich wüsste nicht, welches der 6 Spiele ein Selbstläufer wird, jedes Ergebnis ist theoretisch möglich“.

Dennoch hoffen alle Refrather Verantwortliche auf  ein erfolgreiches Wochenende und ein paar Zähler auf der Habenseite. Viele realistische Gelegenheiten, in dieser Bundesligasaison noch zu punkten wird es nämlich danach nicht mehr geben. Zum einen verlässt der Chinese Lu Qicheng nach dem kommenden Wochenende den Club wieder in Richtung seiner Heimat Shanghai und wird für die verbleibenden 5 Spiele in 2011 auch nicht zurück kehren. Zum anderen spielt der TVR in diesen fünf Begegnungen gegen die Top-4 der Liga und rechnet sich dort nur geringe Chancen aus. Heinz Kelzenberg: „Wir verzichten auf unseren Chinesen, denn wir möchten für die kommende Saison sparen, da es dann wieder gegen den Abstieg geht."

 

Beachtliches Auftreten gegen den Meister

Von Heinz Kelzenberg

  
(01.12.2010) In der Nacht zum Mittwoch gegen 1:00 Uhr kehrte die Bundesligamannschaft des TV Refrath von ihrem Auswärtsspiel beim fünfmaligen Deutschen Meister 1.BC Bischmisheim zurück. Trotz des schlechten Wetters und einer beschwerlichen Anreise am Nachmittag herrschte im Badmintonteam weitestgehend Zufriedenheit.

Zwar hatte man in Saarbrücken mit 2:4 die vierte Niederlage der Saison einstecken müssen, doch angesichts der eigenen Probleme im Vorfeld, war das erzielte Ergebnis durchaus zufriedenstellend. Einen Tag vor der Partie musste Kim Buss verletzungsbedingt absagen und weder Hanna Kölling noch Mette Stahlberg konnten spontan einspringen. Glücklicherweise konnte Teamchef Danny Schwarz kurzerhand auf die Luxemburgerin Claudine Barnig aus der 2. Mannschaft zurück greifen. Und prompt holte sie gemeinsam mit Carla Nelte auch den Punkt im Damendoppel. Schwarz: „Man muss ehrlich feststellen, dass der Gegner nur mit einer starken Dame gespielt hat und uns das Doppel mehr oder weniger schenken musste“.

Dennoch stand es nach den beiden Doppeln und dem 1. Herreneinzel und Dameneinzel 2:2 unentschieden. Dabei war es Lu Qicheng gelungen, Deutschlands Nummer 2, Dieter Domke glatt in zwei Sätzen zu bezwingen. Danny Schwarz: „Lukas hat heute voll überzeugt, man konnte sogar noch Potenzial nach oben erkennen“.

In den beiden abschließenden Matches war dann leider nicht viel zu holen. Im Mixed stand mit Michael Fuchs, immerhin die Nummer 9 der Weltrangliste in dieser Disziplin und Olga Konon eine wahre Bank im Bischmisheimer Team. Und auch das Refrather Mixed Nyenhuis/Nelte machte endlich wieder eine starke Partie und freute sich über die gezeigte Leistung. Nicht glücklich war einzig Kai Waldenberger, der sich gegen den Doppelspezialisten Johannes Schöttler mehr ausgerechnet hatte. Dennoch hatte er gegen die aggressive Spielweise Schöttlers nicht die richtigen Mittel und verlor in zwei Sätzen.

Das Fazit vom daheim gebliebenen TVR-Chef Heinz kelzenberg fiel positiv aus: „Wenn es 2:2 steht, möchte man auch den dritten Punkt, aber der Gegner ist schon erste Sahne. Im Vergleich zur letzten Saison, wo wir dort gnadenlos mit 0:6 versagt haben, war es ein echter Fortschritt“.

Nach der Hinrunde belegt der TV Refrath nun den 7. Platz, punktgleich mit dem PTSV Rosenheim, der am 18.12. nächster Gast in der Halle Steinbreche sein wird.

 

TVR reist zum Abonnementmeister

Von Heinz Kelzenberg

  
(29.11.2010) Der Deutsche Mannschaftsmeister der letzten 5 Jahre heißt 1. BC Bischmisheim und kommt aus Saarbrücken. Die Saarländer dominierten in den letzten Spielzeiten die höchste deutsche Klasse und konnten sich regelmäßig, wen auch manchmal hauchdünn, gegen die anderen Mitstreiter wie EBT Berlin und 1.BC Beuel durchsetzen. Ob dies in 2011 zum 6. Mal in Folge wiederholt werden kann, scheint zumindest fraglich. Während sich die genannten Vereine international verstärkt haben, ist das Team der Saarbrücker gleich geblieben, ja sogar etwas geschwächt, weil der Litauer Navickas den Verein verlassen hat.
Bischmisheim spielt am Dienstag gegen den TV Refrath und stellt ein Team voller Deutscher Nationalspieler auf. In den Einzeln darf mit Dieter Domke und Marcel Reuter gerechnet werden, im Doppel und Mixed mit Michael Fuchs und Johannes Schöttler. Fuchs ist die aktuelle Nummer 9 der Weltrangliste im Mixed und spielt vermutlich an der Seite von Olga Konon, die in naher Zukunft die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten wird. Die gebürtige Weißrussin wird im Dameneinzel und Mixed erwartet, da ihre Partnerin, Emma Wengberg (Schweden), nicht eingesetzt werden kann.
Auch auf Refrather Seite kann man nicht ganz aus dem Vollen schöpfen: So fährt Hanna Kölling nicht mit nach Saarbrücken, so dass das Duo Carla Nelte und Kim Buss für Refrath die Damenspiele bestreiten wird. Der Chinese Lu Qicheng sowie Denis Nyenhuis und Kai Waldenberger begleiten Teammanager Danny Schwarz auf der am frühen Nachmittag beginnenden zweieinhalbstündigen Reise. Zum zweiten Mal findet en Bundesligaspieltag innerhalb der Woche statt und vier Teams müssen quer durch die Bundesrepublik reisen.
Danny Schwarz: „Für uns ist das okay, aber der ein oder andere unserer Spieler muss sich studien- oder arbeitstechnisch darauf einstellen. In der Badminton-Bundesliga spielen ja nicht nur Profis, die nichts anderes machen als Badminton“.
Ob das zweite Dienstagsspiel mit einer vergleichbaren Überraschung endet wie das erste gegen den 1.BC Beuel (3:3) sieht Heinz Kelzenberg, TVR-Vorsitzender, eher skeptisch: „Ich denke, dass wir nicht 0:6 verlieren werden, ein 3:3 scheint mir jedoch äußerst unwahrscheinlich. Dazu ist Bischmisheim alleine in 3 der 6 Spiele schon zu übermächtig“.

 

Leider kein Punkt für TV Refrath

Von Heinz Kelzenberg

 

(14.11.2010) Die Hoffnung auf den fünften Pluspunkt in der laufenden Bundesligasaison starb bei den Akteuren des TV Refrath am Sonntag um 15:30 Uhr. Genau dann nämlich hatte Kim Buss trotz einer beachtlichen Leistung gegen Deutschlands Nummer 2, Karin Schnaase dem Gegner Union Lüdinghausen den Siegpunkt ermöglicht.

Wie tags zuvor beim Heimspiel gegen EBT Berlin unterlag der TVR auch am  Sonntag mit 1:5 beim letztjährigen Bundesligavierten. Bereits am Samstag war den gut 150 Zuschauern in der Halle Steinbreche klar geworden, dass es Teams in der 1. Bundesliga gibt, gegen die für den TVR kein Kraut gewachsen ist. Trotz eines leicht gewonnenen Damendoppels, welches Buss/Nelte gegen Berliner Ersatzdamen locker gewinnen konnten, mangelte es beim 3. Heimspiel der Saison an Erfolgserlebnissen. Nach dem 0:1 Rückstand aus Sicht von Berlin, zeigten die Hauptstädter, zu welchen Leistungen ihre vier Weltklassespieler  in der Lage sind. Sowohl die Weltranglistenachte Juliane Schenk (Einzel und Mixed), als auch der Engländer Robert Blair (Doppel und Mixed) zeigten den TVR-Akteuren das ein ums andere Mal, wie auf Weltklasseniveau gespielt wird.

Im 2. Herreneinzel traf Kai Waldenberger auf niemand geringeren als den Dänen Kenneth Jonassen, den Europameister von 2008. Der immerhin schon 36-jährige zeigte ein technisch perfektes Spiel und ließ Waldenberger nach allen Regeln der Kunst laufen. Der Refrather nach dem Spiel: „Es war mir eine Ehre gegen Kenneth zu spielen, aber das Ergebnis ist mir eigentlich zu deutlich“. Mit 21:12 und 21:16 begeisterte der Däne die Zuschauer. Im besten Spiel des Tages zeigte Refraths Chinese Lu Qicheng gegen stärksten Spieler der Bundesliga, Wong Choong Hann aus Malaysia, dass er auf Top-Niveau mitspielen kann. Trotz der Zweisatzniederlage hatte Team-Manager Danny Schwarz im Anschluss nur lobende Worts e für den 22-jährigen: „Lukas hat super gespielt, leider hat Wong immer gegen Satzende noch einen drauf gepackt“.

Berlin gab sich in Refrath keine Blöße und gehört in dieser Besetzung zu den 3 Favoriten auf die Deutsche Meisterschaft.

Am Sonntag reise das Refrather Team nach Lüdinghausen. Leider wurden gleich zu Beginn beide Doppel mit 0:2 verloren. Danny Schwarz. „Für ein Unentschieden musste eines der beiden Doppel kommen, das war uns vorher klar“. Doch in allen drei Einzeln bewies der TVR, dass er auf gutem Niveau in der 1. Bundesliga mitspielen kann. Sowohl Kim Buss, als auch Lu Qicheng unterlagen zwar in zwei Sätzen, zeigten jedoch gute Leistungen.

Alles überragend an diesem Tag war Kai Waldenberger, der im 2. Herreneinzel für die meisten sehr überraschend gegen Vladimir Druzchenko aus der Ukraine gewinnen konnte. Waldenberger: „Endlich konnte ich mal fast alles aufs Feld bringen, was ich kann. Ich bin sehr glücklich“. Leider gab es für Denis Nyenhuis wie am Samstag gegen Berlin in beiden Spielen eine Zweisatzniederlage. Doch Danny Schwarz fand trotzdem lobende Worte für sein Herrendoppel, in dem Max Schwenger an der Seite von Nyenhuis seine zweite Bewährungsprobe in der Bundesliga bekam: „Die beiden haben gut harmoniert und werden sicherlich noch ein paar Spiele machen in dieser Saison“.

Die beiden 1:5 Niederlagen bedeuten in der Tabelle das Abrutschen vom 4. auf den 7. Platz. Angesichts des noch ausstehenden letzten Hinrundenspiels am 30.11. in Saarbrücken-Bischmisheim ist eine Verbesserung auch kaum in Sicht. Doch TVR-Chef Heinz Kelzenberg freut sich auf die beiden folgenden Begegnungen zum Jahresende gegen Rosenheim und in Hamburg: „Dort können wir noch mal angreifen und punkten“.

     

Erster Bundesligasieg für TV Refrath

Von Heinz Kelzenberg

 
(17.10.2010) Am Sonntag um 16:10 Uhr war es endlich so weit: nach 16 Spielen ohne Sieg holte Badminton-Bundesligist TV Refrath erstmals einen doppelten Punktgewinn. Das Heimspiel gegen den  Tabellennachbarn VfL 93 Hamburg konnte verdient mit 4:2 gewonnen werden.

Tags zuvor musste man beim Aufsteiger PTSV Rosenheim antreten. Die weiteste Anreise der Saison (640km) wurde bereits größtenteils am Freitag absolviert, so dass das Team um Manager Danny Schwarz am Samstag ausgeruht in Bayern antreten konnte. Dennoch reichte es nur zu drei Spielgewinnen, da das 1. Herrendoppel (Lu/Nyenhuis) und Kai Waldenberger im 2. Herreneinzel an diesem Tag chancenlos waren. Zwar zeigte das Mixed Nyenhuis/Nelte bei einer 3:2-Führung für den TVR noch eine klasse Leistung, doch Rosenheim holte sich den verdienten Heimpunkt. Kim Buss und Carla Nelte konnten ihr Doppel genauso mühelos gewinnen, wie Buss und der Chinese Lu ihre Einzel. So war man mit den sechs Zweisatzspielen in gut 2 Stunden mit der Begegnung fertig und konnte den Heimweg antreten.

Relativ ausgeschlafen empfingen die Refrather am Sonntag um 14 Uhr den Gast VfL 93 Hamburg, die tags zuvor mit 0:6 gegen den 1.BC Beuel verloren hatten. Für Teammanager Danny Schwarz war vor dem Spiel klar: „Um unseren ersten Bundesligasieg einzufahren müssen wir ein Doppel gewinnen“. Gesagt, getan, Lu/Nyenhuis wussten an diesem Tag zu überzeugen und gewannen deutlich. Leider unterlag das Damendoppel, diesmal Carla Nelte und Hanna Kölling, erneut knapp in drei Sätzen. Beim Stand von 1:1 wurden beide Herreneinzel aufgerufen und während er Chinese Lu locker gegen Sebastian Schöttler gewinnen konnte, zeigte Lokalmatador Kai Waldenberger das spannendste Spiel des Tages. Nach gutem Vorsprung unterlag er noch in der Verlängerung des ersten Durchgangs, bevor der 2. Satz relativ sicher an den Refrather ging. Im sehr spannenden 3. Satz gewann Waldenberger bei 16:16 einen sehr langen Ballwechsel, wonach sein Gegner keinen Punt mehr machte. Bei Stande von 3:1 für Refrath gab Hamburgs Einzeldame wegen Verletzung kampflos auf, so dass der erste Sieg für den TVR fest stand. Das Mixed Nyenhuis/Nelte fand nicht zur Form des Vortages und musste der Hamburger Paarung Zander/Neumann den verdienten Sieg überlassen.

Heinz Kelzenberg, sportlicher Leiter des Clubs, zeigte sich überglücklich: „Auch wenn wir wie gegen Beuel erneut ein Spiel geschenkt bekommen haben, ist dieser Sieg hochverdient und ein tolles Ergebnis. Ich freue mich für die Mannschaft und für Danny Schwarz“. Kaum jemand der 200 Zuschauer verließ die Begegnung vor dem letzten Ballwechsel und das Refrather Team war sich sicher, dass die meisten beim nächsten Spiel am 13.11. gegen Berlin wieder in die Halle kommen werden. Wieder Kelzenberg: „Das Spiel war spannend und absolut den Besuch wert“.

 

Hartes Wochenende für den TV Refrath

Von Heinz Kelzenberg

 
(09.10.2010) Nach zwei Einzelspieltagen in der Badminton-Bundesliga, wie sie unterschiedlicher fast nicht sein konnten, steht dem TV Refrath am kommenden Wochenende ein strapaziöser Doppelspieltag bevor.

Bereits am Freitag tritt das Team um Manager Danny Schwarz den langen Weg nach Oberbayern an, um dort am Samstag um 14 Uhr (Luitpold-Halle) gegen den Aufsteiger PTSV Rosenheim zu spielen. Dort erwartet den TVR eine keineswegs leichte Aufgabe. Mit der holländischen Nationalspielerin Paulien van Dooremalen und vier starken deutschen Herren stellt der bayerische Neuling ein kompaktes Team, welches gegen fast jeden Gegner in der Lage ist, gut mitzuspielen.

Heinz Kelzenberg kennt vor allem Rosenheims Herren seit vielen Jahren und zollt den Spielern und dem „Macher“ des Clubs, Manfred Ernst allerhöchsten Respekt: „Hier wurde konstant eine tolle Spielergeneration aufgebaut, die ich schon seit der Altersklasse 13 kenne. Es wird sehr, sehr schwer, gegen dieses Team einen Punkt zu holen“. Respekt hat der TVR-Chef auch vor der erwarteten Zuschauerkulisse in Süddeutschland, die mit der für Bundesligaverhältnisse weit überdurchschnittlichen Resonanz in Refrath vergleichbar sein wird. Danny Schwarz, wieder als Manger des Teams dabei, weiß: „Das wird ein ganz heißer Tanz“.

Ob tags darauf (Sonntag, 14 Uhr Halle Steinbreche) gegen den VfL 93 Hamburg ein Punktgewinn zu realisieren ist, wird ebenfalls als fragwürdig. Die ehemals graue Maus der Bundesliga hat sich im letzten Jahr endgültig im Mittelfeld der Bundesliga etabliert und wusste in den ersten beiden Spielen (je 3:3 gegen Berlin und Rosenheim) auch in dieser Saison zu überzeugen.

Auch Hamburg hat nur einen ausländischen Spieler in seinen Reihen, und zwar den 44-jährigen polnischen Spielertrainer Jacek Hankiewicz. Heinz Kelzenberg freut sich auf seinen Auftritt, den er als „Spielintelligenz pur“ einstuft. Ihm zur Seite stehen erfahrene Kräfte wie die vielfache Nationalspielerin Karen Neumann und vier nahezu gleichstarke Herren aus dem erweiterten Nationalkader. Auch die beiden U19-Spielerinnen Herttrich/Wienefeld sind nicht zu unterschätzen und werden dem TV Refrath alles abverlangen.

Danny Schwarz abschließend. „Wir spielen gegen zwei sehr starke Teams ohne ausländische Stars. Eigentlich sind es genau die Teams mit denen wir uns mittelfristig messen möchten. Wir freuen uns alle auf diese Aufgaben und ich wünsche mir zwei Punkte“.

  

Unnötige Niederlage für TVR in Gifhorn

Das Team des TV Refrath in Gifhorn. Hinten (v.l.): Denis Nyenhuis, Lu Qicheng, Kai Waldenberger. Vorne (v.l.): Carla Nelte, Hanna Kölling, Kim Buss. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(04.10.2010) Mit großen Erwartungen war das Refrather Badmintonteam nach Niedersachsen gereist und wollte mit etwas Glück den ersten Bundesligasieg überhaupt einfahren. Vom Papier her war der Gegner BV Gifhorn so aufgestellt, dass dies auch theoretisch möglich gewesen wäre. Doch es kam ganz anders und die Refrather Bundesligatruppe fuhr wie so oft ohne zählbaren Erfolg nach Hause.

Während sich zu Beginn das neu formierte Herrendoppel Lu/Nyenhuis erstanunlich schwer gegen Niesner/Porath getan hatte und den erwarteten Sieg nur hauchdünn einfahren konnte, hatte das Damendoppel Kölling/Nelte den Sieg auf dem Schläger. Coach Heinz Kelzenberg, der den Teamchef Danny Schwarz vertreten musste: „Carla und Hanna haben fast zwei Sätze lang top gespielt und hätten den Sieg verdient gehabt, aber dann ist der Faden gerissen“.  Mit 17:21 im dritten Satz unterlagen die Refratherinnen ihren Gegnern Bott/Hoffmann.

Es folgten zwei sehr deutliche Spiele, in denen Kai Waldenberger mit seinem Gegner Katz und Maus spielte und Kim Buss deutlich machte, dass sie ohne Spielpraxis im Einzel einen schweren Stand gegen die Damen in Liga Eins haben wird.  Beide Ergebnisse sorgten für den 2:2 Zwischenstand. Im Spitzeneinzel hatten alle mit einem Sieg des 22-jährigen Chinesen Lu Qicheng gerechnet, doch es kam ganz anders. „Lukas“ fand in keiner Phase zu seinem Angriffsspiel, war übernervös und wurde von seinem hochmotivierten Gegner Raul Must immer wieder ausgekontert. Heinz Kelzenberg: „Must hat exzellent gespielt, wie letztes Jahr gegen Yeoh. Lukas können wir aber nichts vorwerfen, für ihn war alles neu, unter anderem, dass er zuerst Doppel und dann Einzel spielen muss. Er wird noch seine Form finden und sich im Rückspiel revanchieren“. Das Endergebnis von 15:21, 17:21 spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wieder, bedeutete jedoch für den TVR einen 2:3 – Rückstand vor dem Mixed.

Wie beim Saisonauftakt gegen den 1.BC Beuel entschied die Leistung von Denis Nyenhuis und Cara Nelte über Punktgewinn oder Niederlage. Beide machten ihre Sache über weite Strecken erneut gut, doch jeweils zum Satzende gelang Niesner/Hoffmann einige „Big points“, die letztlich den Ausschlag gaben. Heinz Kelzenberg: „Das 26:28 im ersten Satz nach 20:17-Führung hat viele Körner im Kopf gekostet. Leider stehen wir mit leeren Händen da, doch wir sind hochmotiviert, uns gegen Rosenheim und Hamburg in zwei Wochen den verlorenen Punkt wieder zu holen“.

In der Tat scheinen auch diese beiden Gegner so aufgestellt, dass für den TVR etwas drin sein könnte. Dennoch steht den Refrathern das wohl härteste Wochenende der Saison bevor. Am Samstag, den 16.10. spielt man um 14 Uhr in Rosenheim, bevor es am Sonntag (14 Uhr) zum Heimspiel gegen Hamburg kommt. Heinz Kelzenberg, der dann das Zepter wieder an Danny Schwarz übergeben kann: „Das wird ein Heimspiel mit 600 km Anreise“.

  

 

Refrather Bundesligateam komplett – Lu Qicheng angekommen

Lu Qicheng. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(27.09.2010) Am Freitagabend gegen 20 Uhr hatte das lange Warten ein Ende. Trotz einiger organisatorischer Probleme im Vorfeld konnte TVR-Chef Heinz Kelzenberg den 22-jährigen Lu Qicheng in Empfang nehmen. Kelzenberg: „Mein erster Eindruck ist hervorragend, denn er macht einen sympathischen Eindruck. Außerdem klappt die Verständigung in Englisch ganz gut“. Bereits am Samstag zeigte der Chinese, der sich hier in Deutschland „Lukas“ nennt, in einer ersten Trainingseinheit, wie schnell und athletisch er ist. Auch Kai Waldenberger, einer seiner Trainingspartner zeigte sich angetan von der Spielweise: „Heute war es schon klasse doch wenn er sich in ein paar Tagen eingelebt hat, werde ich wohl im Training mein blaues Wunder erleben“.

Seinen ersten Auftritt in der Bundesliga wird die neue Nummer Eins des TVR am kommenden Sonntag (3.10. 14 Uhr, Gifhorn, Sporthalle Flutmulde) haben, wenn die Bergischen nach Niedersachsen reisen, um dort gegen den BV Gifhorn anzutreten. Auf Seiten der Norddeutschen gibt es viele neue Gesichter, aber der Start des BV war nicht sehr erfolgreich. Mit 2:4 unterlag man in Lüdinghausen, so dass Heinz Kelzenberg glaubt: „Gifhorn möchte das Heimspiel gegen uns gewinnen, da bin ich sicher, aber wir wollen auch nicht mit leeren Händen nach Hause fahren“. Der Refrather Vorsitzende vertritt am Sonntag Bundesligamanager Danny Schwarz, der zeitgleich auf Hochzeitsreise ist. Kelzenberg: „Ich freue mich auf das Spiel, jede der sechs Begegnungen wird interessant und kann so oder so ausgehen, keine wird ein Selbstläufer“. Mit besonderer Spannung erwartet werden die Spiele von Lu Qicheng, der im Doppel mit Denis Nyenhuis auflaufen wird und im Einzel Raul Must aus Estland als Gegner hat. Gegen den laufstarken Esten hatte im Vorjahr Kay Bin Yeoh nach zähem Kampf in drei Sätzen verloren.

Am Beispiel Gifhorn wird in diesem Jahr deutlich, dass es für viele Teams nicht auf Biegen und Brechen ums Überleben geht. Im Vorjahr war Refraths Gegner noch regelmäßig mit 4-5 ausländischen Spielern aufgelaufen, in diesem Jahr hat man sich von allen getrennt – bis auf Raul Must und setzt auf deutsche Spielerinnen und Spieler. Heinz Kelzenberg: „Eigentlich ist eine Personalpolitik mit vielen ausländischen Spielern Schwachsinn, weil niemand hat wirklich etwas davon. Man gibt nur Geld aus hat keine Nachhaltigkeit, lediglich die Sicherheit, noch ein weiteres Jahr Bundesliga zu spielen. Bei uns war und ist es wenigstens so, dass die Nummer Eins mindestens drei Monate am Stück in Refrath wohnt und mit trainiert“.

Auf der Refrather Damenseite verstärkt Hanna Kölling wieder das Refrather Aufgebot, sie hatte zum Auftakt gegen Beuel ausgesetzt. Da auch Gifhorn mit deutschen Damen spielt, gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, beispielsweise treffen die langjährigen Trainingspartnerinnen Carola Bott und Kim Buss aufeinander.

Die Verkleinerung der Teams und die Reduzierung der Spiele von acht auf sechs Matches, fanden übrigens bei der Premiere großen Anklang bei fast allen Mannschaften. Und da es in dieser Saison für keines der Teams um den Klassenerhalt geht, da die Liga im folgejahr um zwei Clubs vergrößert wird, herrscht auch wenig Aufregung auf allen Seiten.  Auch der erstmals an einem Dienstagabend durchgeführte Premierenspieltag fand zuschauermäßig großen Anklang. Vor allem in Rosenheim und Refrath freute man sich über eine volle Halle. Heinz Kelzenberg: „Es ist ein Orientierungsjahr, in dem man auch das ein oder andere Mal durchatmen kann, ohne sich bei jeder Niederlage Sorgen zu machen. Dennoch werden wir nach der mageren letzten Saison heiß auf jeden Punkt sein, den wir holen können, denn schließlich wollen wir mindestens zwei Teams hinter uns lassen.“

Das nächste Heimspiel des TVR findet dann in den Herbstferien statt, wenn es am Sonntag, den 17.10. um 14 Uhr gegen den VfL 93 Hamburg geht.

  

Überraschendes 3:3 zum Bundesliga-Auftakt

Denis Nyenhuis. Fotos: TVR.
Carla Nelte und Denis Nyenhuis.

Von Heinz Kelzenberg

 

(22.09.2010) Es war eine Premiere im mehrfachen Sinne. Am Dienstagabend standen sich erstmals in der Halle Steinbreche zwei Bundesligateams gegenüber, die komplett auf ausländische Top-Spieler verzichten mussten. Der deutsche Vizemeister 1. BC Beuel war zu Gast beim TV Refrath und brachte keinen der 5 englischen Nationalspieler mit. Beuels Top-Spieler Marc Zwiebler: „Der englische Verband hat sie nicht aus dem Verbandstraining herausgelassen, wahrscheinlich wegen der bevorstehenden Commonwealth Games“. So kam der Spitzenklub aus Bonn mit 5 deutschen Spielern und traf auf einen Gastgeber, der ebenfalls ohne seine neue Nummer 1, den Chinesen Lu Qicheng auflaufen musste.

Unmittelbar vor dem Spiel wurde gemutmaßt, welche der erstmals nur sechs ausgetragenen Matches an den TVR gehen könnten. Hein Kelzenberg, Vorsitzender des Clubs und erstmals seit 20 Jahren nicht als Manager der 1. Mannschaft dabei: „Wir haben in der letzten Saison zweimal zu Null verloren und rechnen uns heute ein achtbares Ergebnis aus“. Der neue Teammanager des Bundesligateams, Danny Schwarz ergänzte optimistisch: „Heute ist was drin, wir sind nicht chancenlos“. Und der sollte recht behalten.

Vor weit über 200 Zuschauern entwickelte sich in der Begegnung mit zunehmender Spieldauer eine fast schon unerwartete Spannung bis zum letzten Ballwechsel. Leider gingen gleich zu Beginn beide Doppel verloren, wobei das neu formierte TVR-Herrendoppel mit Denis Nyenhuis und dem 18-jährigen Debütanten Max Schwenger gegen die Weltklassespieler Kindervater/Zwiebler keine Siegchance hatte. Schwenger gefiel jedoch bei seinem ersten Auftritt in der Halle Steinbreche gleich durch ideenreiches und sicheres Spiel. „Dennoch war das Tempo der Bonner einfach zu hoch“, so Kelzenberg, der auch interessiert das Damendoppel beobachten konnte, in dem sich Geburtstagskind Carla Nelte und Kim Buss nicht nur schwer taten, sondern nach gewonnenem ersten Satz in der Folge das Spiel noch aus der Hand gaben und in drei Sätzen unterlegen waren.

Quasi mit dem Beueler Matchpunkt im Doppel verletzte sich Nationalspielerin Birgit Overzier am Fuß, konnte den Siegpunkt noch holen, fiel danach jedoch für das Dameneinzel gegen Kim Buss aus. Nachdem Johannes Szilagyi gegen den Beueler Ersatzmann Julien Gupta in zwei Sätzen gewinnen konnte und von den Zuschauern gefeiert wurde, stand es überraschenderweise 2:2 unentschieden.

Es folgte das 1. Herreneinzel zwischen Deutschlands bestem Badmintonspieler Marc Zwiebler (Nr. 15 der Weltrangliste und Lokalmatador Kai Waldenberger. Der Refrather machte seine Sache wirklich gut, unterlag mit 14:21, 13:21 und erhielt von seinem Gegner ein persönliches Lob für seine Leistung.

Nun lag es am Mixed, ob es für Carla Nelte ein noch größeres Geburtstagsgeschenk geben sollte, als sie vor dem Spiel von ihren Kollegen erhalten hatte. Der dritte der Europameisterschaften, Ingo Kindervater musste mit der Bonner Regionalligaspielerin Mareike Busch antreten und für das Refrather Mixed  Nyenhuis/Nelte war klar, wie die taktische Ausrichtung sein sollte. Nach drei knappen und spannenden Sätzen, die alle Zuschauer bis zum Schluss mit Spannung verfolgten, hießen die Sieger Nyenhuis/Nelte, der dritte Refrather Punkt war eingefahren und der TVR hatte gegen den Favoriten ein Unentschieden geholt. Denis Nyenhuis war überglücklich: „Es war schwer, die richtige Taktik komplett durchzuspielen. Wir sind froh, solch ein wichtiges Spiel gewonnen zu haben“.

Und dies war natürlich auch Danny Schwarz, der sich beim Team bedankte und betonte, dass er mit dem Teamgeist sehr zufrieden war und sich auf die nächsten Spiele freut. Einen Grund zur Freude wird er zusätzlich gehabt haben, denn noch in dieser Woche wird der Chinese Lu in Refrath eintreffen und die Mannschaft noch einmal erheblich verstärken.

 

 

Bundesligist TV Refrath mit neuen „Übungen der Woche“

Von Heinz Kelzenberg

 

Nach dem überaus großen Erfolg der ersten 53 Videoclips, die in den letzten eineinhalb Jahren auf der Refrather Homepage www.tvr-badminton.de im wöchentlichen Wechsel erschienen sind, kommt es endlich zu einer Neuauflage. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Wir haben in den Sommerferien einige Tage intensiv genutzt und 50 neue Lehrvideos gedreht“. War es vor eineinhalb Jahren noch der jetzige Assistenz-Bundesjugendtrainer Matthias Hütten, der verantwortlich gezeichnet hatte, erfolgte der jüngste Videodreh unter der Leitung von Kelzenberg selbst sowie dem angehenden A-Trainer und hauptverantwortlichen Refrather Kindertrainer Daniel Stark.

Kelzenberg: „Wir haben zunächst eine ganze Menge Technikvideos gedreht und hatten mit Kevin Mischke und vor allem unserem Bundesligaspieler Kai Waldenberger zwei Athleten, die sehr gut demonstriert haben.“ Neben Technikvideos gibt es auch jede Menge Übungen, vor allem aus dem Kinder- und Jugendbereich. Mittelfristig wird es auch Übungen aus dem Leistungsbereich der Refrather geben, d.h. mit den Top-Jugendlichen und den Teams aus der 1. Bundesliga und Regionalliga.

So dürfen sich alle Badmintonfans, die regelmäßig die Refrather Seite besuchen auf viele neuen Infos aus der Trainingswelt freuen. Beginnen werden Stark und Kelzenberg mit Clips zum Thema Schlägerhandling. Daniel Stark: „Wir sind sicher, dass auch dieses Thema für die meisten Zuschauer noch interessante Neuigkeiten bietet“.

 

 

Bundesliga-Saison ohne Sorgen und Ängste

Max Schwenger. Fotos: TVR.
V.l.: Carla Nelte, Kim Buss, Hannah Kölling.

Von Heinz Kelzenberg

 

(08.09.2010) Vergleicht man in diesen Tagen die Saisonvorbereitung der Bundesliga-Badmintonmannschaft des TV Refrath mit der von vor einem Jahr, stellt man schnell fest, dass diese sich grundlegend unterscheiden. Der Ärger um die Spielberechtigung des Bulgaren Yankov und die Angst vor dem direkten Wiederabstieg aus der Eliteklasse war damals zu spüren. Die gesamte Saison hatte der TVR als Tabellenschlusslicht verbracht, bevor im Februar die rettende Nachricht vom Rückzug des FC  Langenfeld gekommen war, der den Verbleib in der 1. Liga zur Folge hatte.

Ganz anders geht es in diesen Wochen beim Training in der Halle Steinbreche zu. TVR-Chef Heinz Kelzenberg bringt es auf den Punkt: „Alle freuen sich auf die neue Saison und wir sind gespannt darauf, welche Teams wir hinter uns lassen können“. So locker kann man nur in seine zweite Spielzeit gehen, wenn man weiß, dass der Abstieg kein Thema ist.

Und so sind die Fakten: In der kommenden Saison wird keine Mannschaft aus der Bundesliga absteigen und selbige wird im Anschluss durch die beiden Meister der 2. Bundesligen von acht auf zehn Teams aufgestockt. Kelzenberg: „Das kommt uns natürlich sehr gelegen, zumal dann nicht mehr nur vier, sondern sechs Teams in der Liga sind, die mit uns auf Augenhöhe spielen“. Ausdrücklich ausklammern muss Kelzenberg das Top-Trio der Liga, nämlich Bischmisheim, Beuel und Berlin, die seit Jahren unter sich den Meister ausspielen.

Dass sich der TV Refrath in den nächsten Jahren fest in der Badminton-Bundesliga etabliert, ist jedoch seit dem 1. Mai diesen Jahres nicht mehr Kelzenbergs alleinige Aufgabe, sondern vielmehr die des neuen TVR-Bundesligamanagers Danny Schwarz. Der 31-jährige, der zum Ende der letzten Saison seine Spielerkarriere beendet hatte, tritt Kelzenbergs Nachfolge an, was die Organisation und Durchführung aller Belange der Bundesliga angeht. Danny Schwarz: „Ich bin froh, diese Chance bekommen zu haben. Zunächst gilt es, den tollen Standard meines Vorgängers beizubehalten, bevor ich mit meinen neuen Ideen einige wenige Dinge verändern werde“.

Während Schwarz nun in vorderster Front steht und heikle Aufgaben wie die der Mannschaftsaufstellung übernimmt, konzentriert sich Kelzenberg auf die vielen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel den Job des Hallensprechers in der Refrather Steinbreche. Kelzenberg: „In der Präsentation werden wir uns noch verbessern, das kann ich versprechen. Die Heimspiele sollen zu tollen Events werden“.

Eine erste Chance dabei zu sein, haben Badmintoninteressierte in der kommenden Saison erstmals an einem Dienstagabend. Am 21. September um 19.00 Uhr findet das erste Heimspiel gegen den Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel statt. Danny Schwarz: „Jeder Club hat in dieser Saison zwei Heimspiele an einem Dienstag. Wir werden sehen, ob sich das bewährt, es bestehen noch berechtigte Zweifel, was die Zuschauerresonanz betrifft“. In der Tat wird die kommende Spielzeit zu einer ausgiebigen Testphase. Die Begegnungen wurden von acht auf sechs Spiele verkürzt, wobei das 2. Herrendoppel und das 3. Herreneinzel gestrichen wurden. Dies hatte automatisch die Verkleinerung des Herrenkaders zur Folge, weil man ab sofort durchaus mit drei Männern alle Spiele besetzen kann.

Heinz Kelzenberg: „Ob diese Maßnahme, wie beabsichtigt, gut für deutsche Spieler ist und beibehalten wird, werden wir bundesligaintern nach der Saison entscheiden. Ich denke jedoch, dass die Verkürzung auf sechs Spiele für mehr Spannung sorgen kann“.

Für Spannung sorgen werden sicher auch die beiden Neuzugänge des TVR. Während sich Danny Schwarz und Vladimir Metodiev als Spieler verabschiedeten, konnte der Malaysier Kay Bin Yeoh als „Feuerwehrmann“ im Kader gehalten werden - jedoch nur für den Fall, dass es Probleme mit der neuen Nummer 1 des TVR geben sollte. Denn die Verpflichtung des chinesischen Top-Spielers Lu Qicheng erweist sich als nicht ganz unproblematisch. Heinz Kelzenberg bringt es auf einen Nenner: „Die Kommunikation mit China ist eine schwierigere Aufgabe als beispielsweise mit Indonesien oder Malaysia. Ich bin mir erst sicher, wenn ich den Spieler am Flughafen sehe und er neben mir im Auto sitzt“.

Wenn die für den 24.09. geplante Ankunft des 22-jährigen Chinesen glatt läuft, wird es für den Verein jedoch, so Kelzenberg, eine „Riesensache“: „Er wird uns hoffentlich viele Einblicke in die chinesische Trainingsphilosophie geben. Und China hat in diesem Jahr alle Weltmeistertitel geholt“.

Im Schatten von Lu kommt die Verpflichtung eines weiteren männlichen Spielers fast etwas zu kurz: Max Schwenger (18), gebürtiger Mittelfranke, und immerhin Bronzemedaillengewinner im Mixed bei den U19-Weltmeisterschaften 2010 in Mexiko, gehört ab sofort ebenfalls zum Refrather Kader. Schwenger wird als der hoffnungsvollste deutsche Nachwuchsspieler gehandelt und in erster Linie in der 2. Mannschaft eingesetzt. Danny Schwarz: „Wir brauchen ihn jedoch schon jetzt mindestens zweimal in der Bundesliga“. Schwenger soll ebenso wie Johannes Szilagyi in der Bundesliga einspringen, wenn es, so Schwarz, „Probleme mit den drei Stammherren Lu, Waldenberger und Nyenhuis gibt“.

Eine weitere Personalentscheidung steht im Damenbereich an, da das Trio Carla Nelte, Hanna Kölling und Kim Buss das Doppel als Lieblingsdisziplin hat, jedoch nur zwei Damen gleichzeitig spielen können. Hier hat das Refrather Trainergespann Holger Hasse/Matthias Hütten gemeinsam mit Danny Schwarz die Qual der Wahl, doch der Bundesliga-Manager des TVR sieht das positiv: „Wir haben mit drei jungen, deutschen Damen, die alle sehr viel trainieren, eher ein Luxusproblem“.

Wie immer werden sich alle Personalfragen nach den ersten Begegnungen der Saison klären. Heinz Kelzenberg: „Für uns stellt es sich daher als enorm wichtig dar, dass wir nicht nur auf die erste Mannschaft setzen, sondern auch auf die folgenden Teams“. Spieler, die den Sprung in die Bundesliga nicht schaffen, können in Refrath immerhin in der Regionalliga (3. Liga) auflaufen. Und vielleicht geht es für die sogenannte „Bundesliga-Reserve“ sogar noch eine Stufe hinauf, denn TV Refrath 2 wird als heißer Aufstiegsanwärter in die 2. Bundesliga gehandelt. Heinz Kelzenberg wiegelt noch ab: „Daran möchte ich noch gar nicht denken“.

Jedenfalls geht der TV Refrath mit einem der jüngsten Spielerkader in die Saison, die es je in der Bundesliga gegeben hat.

Herren: Lu Qicheng (20), Kai Waldenberger (27), Denis Nyenhuis (24), Johannes Szilagyi (22), Max Schwenger (18)

Damen: Carla Nelte (19), Kim Buss (23), Hanna Kölling (24), Mette Stahlberg (19).

 

  

TV Refrath geht mit dem Chinesen Lu Qicheng in die Bundesligasaison

Lu Qicheng. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

  

(20.07.2010) Die Würfel sind gefallen: Auch in seiner zweiten Bundesligasaison setzt der TV Refrath auf asiatische Verstärkung. Nach Rio Wilianto (Indonesien) und Kay Bin Yeoh (Malaysia) plant der Club des sportlichen Leiters Heinz Kelzenberg erneut mit einem Aushängeschild aus Fernost.

Kelzenberg: „Wir sind glücklich, einen Spieler verpflichtet zu haben, der absolut unseren Vorstellungen entspricht. Denn das war nun wirklich nicht einfach“.

In der Tat war das Anforderungsprofil des TVR recht anspruchsvoll, denn es sollte einerseits ein Weltklassemann her, der andererseits aber auch keine oder nur wenige internationale Turnier spielt. Letzteres ist für die Refrather Verantwortlichen deshalb besonders wichtig, weil traditionell ein internationaler Spieler vor Ort mit der 1. und 2. Mannschaft trainieren und nicht nur zu den Spielen anreisen oder ständig unterwegs sein soll.

Durch persönliche Kontakte von Kelzenberg innerhalb der deutschen Badmintonszene wurde bekannt, dass es ausgerechnet in China den Wunschspieler gibt. Lu Qicheng (22 Jahre) aus Shanghai ist seit 2007 Mitglied der Herreneinzel-A-Nationalmannschaft, hat jedoch den Sprung in die absolute Weltspitze nicht geschafft. Seine beste Weltranglistenposition liest sich mit Rang 124 zwar nicht schlecht, genügte aber nicht den Maßstäben der Badminton-Supermacht.

Dass Lus Vater immerhin Trainer der chinesischen Doppel-B-Nationalmannschaft ist, hatte für den Spieler ausschließlich Vorteile. Heinz Kelzenberg: „Einerseits hat er bis heute Top-Trainingsbedingungen, andererseits bekommt er relativ problemlos die Freigabe vom chinesischen Verband. Auch wenn es nicht mehr ganz so streng zugeht wie vor einigen Jahren, ist es dennoch ungewöhnlich, dass China seine Nummer 9 im Herreneinzel einfach so ziehen lässt“.

Der Wechsel nach Europa war der ausdrückliche Wunsch des jungen Chinesen. Lu Qicheng wurde in den letzten zwölf Monaten zu weniger Turnieren geschickt als im Jahr davor, und hinter ihm warten bereits zahlreiche neue junge Talente auf ihre Chance, für den vielfachen Mannschaftsweltmeister bei internationalen Meisterschaften anzutreten. Dies hat Lu angesichts der unglaublichen Konkurrenz in seiner Heimat nicht wirklich geschafft, obwohl er 2006 als bester chinesischer Youngster noch Dritter bei den Weltmeisterschaften in Korea geworden war.

Heinz Kelzenberg: „Es ist logisch, dass nicht alle Top-Jugendlichen in den folgenden drei bis vier Jahren den Sprung in die Weltklasse der Herren schaffen. Lu Qicheng ist ein gutes Beispiel für jemanden, der es nicht gepackt hat. Er sucht jetzt nach einer neuen Herausforderung in Europa, wir dürfen gespannt sein“.

Die Spielstärke des jungen Chinesen kennt Kelzenberg nur vom Video, er ist jedoch überzeugt, dass er „locker 60 bis 70 Prozent seiner Spiele an Position eins gewinnen sollte“. Der Vertrag mit dem Chinesen geht zunächst probeweise über drei Monate, denn, so Kelzenberg, „es ist für beide Seiten erst einmal ein Versuch“.

Dabei ist es für Kelzenberg nicht unbedeutend, wie sich seine neue Nummer eins einlebt und im Team sowie beim Refrather Nachwuchs ankommt, den er hier und da auch mit trainieren soll.

Konkret bedeutet dies, dass Lu Qicheng bis Ende des Jahres bei acht Spielen mit dabei sein wird, jedoch beim Saisonauftakt (Dienstag, 21.09.2010, 19.00 Uhr) zu Hause gegen den Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel noch nicht. Als Alternative für die fünf verbleibenden Spiele in 2011 hat sich Kelzenberg mit dem Malaysier Kay Bin Yeoh  geeinigt. Der TVR-Boss: „Kay Bin hat es bei uns sehr, sehr gut gefallen. Für den Fall, dass Lu Qicheng bei uns nicht einschlägt, kommen wir auf ihn zurück“.

Somit scheint der TV Refrath gut gerüstet und besser aufgestellt als noch vor einem Jahr. Auch der neue Bundesliga-Manager Danny Schwarz ist sich sicher: „Wir haben eine gute Mannschaft, die sich besser verkaufen wird als die im letzten Jahr“.

Da es in der kommenden Saison keinen Absteiger aus der 1. Bundesliga geben wird, weil die Liga im Folgejahr von acht auf zehn Teams aufgestockt wird, gilt das Augenmerk beim TVR eher Richtung Zukunft. Heinz Kelzenberg: „Unser Team hat ein Durchschnittsalter von knapp 23 Jahren, und wir haben nur einen ausländischen Spieler in unseren Reihen – das soll uns erst mal einer nachmachen. Wir haben eine Mannschaft, der die Zukunft gehört“.

Nach dem Rücktritt von Danny Schwarz und seinem Wechsel auf den Managerposten, ist Kai Waldenberger mit knapp 27 Jahren der älteste Spieler. Auf der Herrenseite folgen neben Lu Qicheng (22), Denis Nyenhuis (24), Johannes Szilagyi (22) sowie der Dritte der Jugend-WM 2010 im Mixed, Max Schwenger (18). Auch im Damenbereich kann sich die Altersstruktur sehen lassen: Unverändert geht der TVR ins Rennen mit Carla Nelte (20) sowie mit den beiden Eigengewächsen Kim Buss (23) und Hanna Kölling (24).

Da das Saisonziel in der 1. Bundesliga ohne Abstiegsangst recht locker angegangen werden kann, konzentriert sich der Trainerstab auf die Perspektiven für die Teams 2 bis 6. Heinz Kelzenberg: „Alle fünf weiteren Teams wollen aufsteigen und sind hoch motiviert. Für unsere 2. Mannschaft wird es in der Regionalliga natürlich nicht einfach, doch wir haben eine sehr gute Truppe beisammen, die durchaus in die 2. Liga aufsteigen kann“.

Die Vorbereitungen auf die Mitte September beginnenden Aufgaben laufen auf Hochtouren. Kelzenberg: „Unsere Top-Leute haben während der Fußball-WM hier und da Schlägerpause gemacht, so dass wir ab sofort Gas geben können in Sachen Vorbereitung. Ich habe ein sehr gutes Gefühl für die kommenden Saison“.

 

 

Danny Schwarz neuer Bundesliga-Manager beim TV Refrath

Heinz Kelzenberg (l.) und Danny Schwarz beim Bundesligaaufstieg 2009. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

  

(18.04.2010/26.04.2010) Wechsel in der Verantwortlichkeit beim TV Refrath: Heinz Kelzenberg, Vorsitzender des Gesamtvereins und sportlicher Leiter der Badminton-Abteilung, verabschiedet sich nach 20 Jahren aus dem Amt des Managers der 1. Mannschaft. In dieser Zeit hat er das Team aus der Kreisklasse in die 1. Bundesliga geführt und dabei eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben, die ihren Höhepunkt im Bundesligaaufstieg 2009 hatte. Durch den Rückzug eines Ligakonkurrenten und die Aufstockung der Bundesliga ist die Zugehörigkeit zu Liga Eins in Refrath für zwei weitere Jahre gesichert.
Nun hat er den Staffelstab an einen seiner wichtigsten Mitarbeiter weitergegeben. Der 31 Jahre alte, bisherige Kapitän des Bundesligateams, Danny Schwarz, hängt seinen Schläger an den Nagel und rückt ins Management.  Schwarz: „Nach 20 Jahren Hochleistungssport Badminton freue ich mich, diese Chance zu bekommen, dem TVR auch in Zukunft weiterhelfen zu können.
Der gebürtige Weselaner war vor fünf Jahren zum TVR gewechselt und hatte in den vergangenen Spielzeiten immer wieder mit Verletzungen zu tun gehabt. Zwar war er noch im Januar 2009 Westdeutscher Meister im Herrendoppel geworden und hatte in den Relegationsspielen seine Doppel gewonnen, doch gerade in der jüngst zu Ende gegangenen Saison hatte Schwarz nur die Hälfte aller Spiele bestritten. Schwarz: „Die letzte Saison war nicht einfach für mich und jetzt, wo die Mannschaften verkleinert werden, ist es ein guter Zeitpunkt, mich als Spieler zu verabschieden“. Heinz Kelzenberg ergänzt: „Danny war und ist für viele unserer Spieler ein Vorbild und seine Entscheidung ist absolut nachvollziehbar“.
Umso erfreulicher ist es für den Verein, dass der diplomierte Sportwissenschaftler nun mit neuen Ideen an diese Aufgabe herangeht. Heinz Kelzenberg: „Ich habe einfach zu viele Baustellen, so dass ich mich gerne von einem Bereich trenne, der zwar gut läuft, aus dem aber noch eine Menge Potenzial heraus zu holen ist.“ Und dies traut er seinem ehemaligen Mannschaftskapitän vollends zu: „Danny hat die nötige Akzeptanz im Club und kennt die Szene bestens“. Auf die Frage, welche Aufgaben Kelzenberg rund um die Bundesligamannschaft in Zukunft übernehmen wird, zuckt er noch mit den Schultern: „Dort, wo ich am dringendsten gebraucht werde, das ist mit Sicherheit die Pressearbeit und vielleicht ein Teil des Coachings“. Aber auch an einer noch besseren Präsentation der Heimspiele möchte Kelzenberg mitwirken: „Wir haben viele Ideen und nicht alle kosten Geld. Vor allem diese werden wir schon zur nächsten Saison umsetzen“.
Bei der Bundesligavollversammlung am 17. April in Wiesbaden war Danny Schwarz bereits für den TVR zugegen.
Die Versammlung brachte die erwartete Bestätigung der bereits beschlossenen Veränderungen für die erste Liga. In der kommenden Saison wird es nun de facto keinen Absteiger geben, und die Begegnungen werden von acht auf sechs Spiele verkürzt. Vor allem mittelfristig erhofft sich auch der TV Refrath davon einen Vorteil. Heinz Kelzenberg: „Alles läuft auf eine eigenständige Liga hinaus mit zentraler Vermarktung sowie dem Ziel, das lokale Fernsehen zu gewinnen. Dafür waren die bisherigen Begegnungen mit ca. drei Stunden zu lang. Sollten wir in der Zukunft beispielsweise flexibler in der Terminierung sein können und auch mal in der Woche ein Spiel austragen, ist es dringend erforderlich, dass ein Spiel nicht länger als zwei Stunden dauert“. In diesem Zusammenhang beschlossen die Bundesligisten bereits für die kommende Saison, vier Partien auf Dienstagsabende zu verlegen.
Für alle Bundesligisten bedeuten diese ganzen Änderungen zunächst einmal, dass sie mit kleineren Spielerkadern über die Runden kommen könnten. Heinz Kelzenberg: „Wir planen mit vier Herren und drei Damen, also mit zwei Herren weniger als in der letzten Saison“.  Für Danny Schwarz und Vladimir Metodiev werden also keine Nachfolger verpflichtet, so dass der Herrenkader aus Denis Nyenhuis, Kai Waldenberger und Johannes Szilagyi bestehen wird und das Damentrio Buss, Kölling, Nelte ebenfalls weiter zur Verfügung steht. Einzig die Position der Nummer Eins ist noch offen in Refrath, doch steht bereits fest, aus welchem Land der Spitzenspieler kommen soll. Kelzenberg: „Wir suchen unser Glück diesmal in China und sind optimistisch, auch fündig zu werden“.
Denn auch wenn es keinen Absteiger geben wird, möchte das Refrather Team mindestens eine gegnerische Mannschaft in der Abschlusstabelle hinter sich lassen. Doch noch wichtiger ist dem Duo Schwarz/Kelzenberg die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Spieler, um im Jahr danach, wenn auf zehn Teams aufgestockt wird, die Klasse sicher halten zu können. Danny Schwarz: „Unser Ziel muss es sein, in zwei Jahren um Platz fünf oder sechs mitzuspielen“.

  


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