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Weltmeisterschaft U19 2010

World Junior Badminton Championships 2010

Mannschafts-WM um den Suhandinata-Cup

    

Mannschafts-WM: Fr 16. bis Mo 19. April.
Zeitdifferenz: Mexiko ist 7 Stunden zurück, 9 Uhr dort sind 16 Uhr MEZ
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Zu den Ergebnissen bei tournamentsoftware.com.

 

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Zur Team-WM - Übersicht.

Zum Individualturnier - Deutsche

    

Die Spiele der deutschen Mannschaft

Das deutsche Team lässt die Hüte fliegen - Rang zwölf ist eine deutlich bessere Platzierung als bei den letzten drei Weltmeisterschaften, wo unser Team die Plätze 24 (2007), 16 und 17 belegte: (v.l., hinten) Trainer Bernd Brückmann, Fabian Holzer, Kai Schäfer, Raphael Beck, Peter Lang, Max Schwenger, Trainer Matthias Hütten, Teammanager Thomas Lohwieser, Bundesjugendtrainer Holger Hasse, (vorne) Physiotherapeut Rudi Allgeier, Fabienne Deprez, Lena Bonnie, Kira Kattenbeck, Isabel Herttrich. Foto: DBV.

Endrunde um die Plätze 9 bis 12:

    

Deutschland am Ende auf Platz zwölf

    

So 18.4.2010 21 Uhr MESZ - HF I: Deutschland - England 1:3

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Christopher Coles & Jessica Fletcher 22:20 21:12 
DE: Fabienne Deprez -+ Sarah Milne 18:21 15:21 
HE: Peter Lang -+ Toby Penty 11:21 8:21 
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer -+ Christopher Coles & Matthew Nottingham 15:21 11:21 
DD: Fabienne Deprez & Isabel Herttrich - Jessica Fletcher & Sarah Milne nicht mehr gespielt..

Das zweite Halbfinale gewann Indien gegen Hongkong 3:0.

Mo 19.4.2010 16 Uhr MESZ - Um Platz 11: Deutschland - Hongkong 2:3

MX: Fabian Holzer & Isabel Herttrich -+ NG Ka Long & YUEN Sin Ying 15:21 21:16 15:21 
HE: Kai Schäfer -+ TAM Chun Hei 14:21 21:16 18:21
DE: Fabienne Deprez - TSANG Wing Chiu 21:16 21.19
DD: Lena Bonnie & Kira Kattenbeck - YUEN Sin Ying & YEUNG Yik Kei 21:17 21:12
HD: Raphael Beck & Fabian Holzer -+ TAM Chun Hei & LEE Chun Hei 18:21 21:19 14:21.
Max Schwenger musste kurzfristig ersetzt werden. 

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Schwarz-rot-gold behütet: Bundesjugendtrainer Holger Hasse richtet schon den Blick auf die nächste Europameister-schaft. Foto: DBV

Bundesjugendtrainer Holger Hasse zieht seine Bilanz des Mannschaftsturniers
    

"Der zwölfte Platz ist eine gute Ausgangsposition"

 

Das Teamturnier liegt hinter euch, insgesamt zufrieden?
Platz zwölf geht in Ordnung. Wir haben versucht, Japan herauszufordern, um uns in die Topacht reinzuspielen. Dass dieses Ziel nicht ganz unrealistisch war, sah man an Dänemark, die es geschafft haben. Wir haben die Dänen vor zwei Wochen beim Six-Nations - auch wenn man die Sudirman-Cup-Aufstellung zugrunde legt - noch geschlagen. Teilweise ist es uns auch gelungen, das Spiel gegen die Japaner offen zu halten. Im Mixed waren wir taktisch überlegen. Letztlich mussten wir aber anerkennen, dass Japan die besseren Individualisten hat.
Das Spiel gegen Frankreich entschied dann, ob Platzierung im Vorderfeld oder Hinterfeld?
Der Sieg gegen Frankreich war hart erkämpft und keine Selbstverständlichkeit. Man muss nur die einzelnen Ergebnisse betrachten.
Die Niederlage gegen England?
Gegen England, die in der Gruppenphase die weitaus einfacheren Gegner hatten, erwischten wir nicht unseren besten Tag. Das Spiel zu verlieren, ist keine Schande, zumal die Engländer sehr starke Einzelspieler haben. Fabienne hatte beim Olympia-Quali-Turnier Sarah Milne nur ganz knapp geschlagen. Diesmal war Sarah physisch und taktisch super drauf und Fabienne war mental und physisch nicht ganz frisch. Im Herreneinzel haben sie mit Penty, dem Dutch-Junior-Gewinner, einen hervorragenden Einzelspieler, so dass England nur noch ein Punkt zum Sieg fehlte. Die sonst im Vergleich zu unserem Top-Doppel Schwenger & Holzer gleichwertigen Coles & Nottingham hatten den besseren Tag. Fazit: Um England zu schlagen, müssen wir alle hundertprozentig mental fokussiert und physisch frisch in das Spiel gehen. Das war an diesem Tag nicht der Fall.
Gegen Hongkong fiel dann Max aus.
Wir haben versucht, aus dem England-Spiel unsere Lehren zu ziehen und ich kann sagen, dass die Mannschaft das super umgesetzt hat. Dass dies nach dem kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall von Max dennoch nicht zum Sieg gegen Hongkong gereicht hat, ist kein Beinbruch. Wir haben auch vier Spieler(innen) eingesetzt, die vorher nicht zum Einsatz kamen. Die haben ihre Sache durchweg sehr gut gemacht, so dass wir mit der knappen Niederlage gut umgehen können. Der zwölfte Platz ist nun eine gute Ausgangsposition, um im Hinblick auf die Jugend-EM im kommenden Jahr hart und konzentriert weiterzuarbeiten.
Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit aufs Individualturnier.
Das beginnt morgen. Der Weltverband stellt uns dabei leider immer wieder vor neue Herausforderungen. Aber dank der guten Arbeit von Thomas Lohwieser haben wir selbst alles im Griff und freuen uns auf den zweiten Teil des Turniers. Der Traum wäre ein Viertelfinale.

Platzierungsspiele: Gegen England wäre mehr drin gewesen
Starke Damenspiele gegen Hongkong
Von Thomas Lohwieser
Kurz vor Beginn des Spiels gegen Hongkong musste Max Schwenger ersetzt werden. Er klagte über leichte Magenbeschwerden. Beim Individualturnier wird er sicherlich wieder einsatzbereit sein. An seiner Stelle spielte Fabian Holzer das Mixed mit Isabel Herttrich und beide machten ihre Sache sehr gut. Erst im dritten Satz mussten sie sich geschlagen geben. Kai Schäfer meldete sich nach seiner Zwangspause bei den Japan- und Frankreichspielen zurück und spielte sehr erfrischend auf. Wie auch im Mixed ging der zweite Satz an das deutsche Team. Der Entscheidungssatz brachte dann leider erneut den Vorteil für Hongkong - 0:2.
Dann kam unser Team mit starken Damenspielen zurück. Fabienne holte das 1:2 durch einen ungefährdeten Zweisatzsieg. Zu ihrem ersten Einsatz kamen Lena Bonnie & Kira Kattenbeck. Sie machten ihre Sache bei ihrer WM-Premiere mehr als gut und ließen den Hongkong-Damen keine Chance - 2:2.
Herrendoppel brachte die Entscheidung
Das Spiel um Platz 11 ging also über die volle Distanz. Das Herrendoppel musste den Ausschlag geben. Kampf bis zum Ende zeichnete das Spiel von Raphael Beck & Fabian Holzer aus. Auch sie verloren den ersten Satz, kamen stark auf in Satz zwei und alles wartete auf den absolut letzten Satz bei dieser Mannschafts-WM. Doch wie schon bei den anderen beiden verlorenen Spielen blieb das bessere Ende für die DBV-Equipe aus. Satz drei und damit der elfte Platz ging an Hong Kong China, wie die offizielle Bezeichnung lautet.
Auffällig, dass alle verlorenen Spiele über drei Sätze gingen, der erste Satz dabei jeweils verloren ging und Satz zwei gewonnen wurde. Auch das ist ein ganz deutlicher Beweis, wie kampfbetont das Match war und dass alles auch hätte anders ausgehen können. Unsere Damen holten ihre beiden Punkte hingegen in glatten Zweisatzspielen.
Hätte das deutsche Team diese Leistung auch im ersten Platzierungsspiel gegen England abrufen können, wäre dort viel, viel mehr drin gewesen. Rundum war es dennoch eine insgesamt gelungene Mannschaftsleistung mit Platz zwölf am Ende. 
Blick voraus zur Europameiterschaft 2011
Also gilt es nicht, der liegen gelassenen Chance nachzutrauern, sondern mutig nach vorne zu schauen. Die U19-Europameisterschaften 2011 in Finnland wird mit Spielern dieses Jahrgangs gespielt. Die bei dieser WM gewonnenen Erkenntnisse jedes einzelnen Spielers für sich selbst und der Trainer rund um DBV-Bundesjugendtrainer Holger Hasse lassen uns zuversichtlich nach vorne schauen. Man muss zudem noch bedenken, welches umfangreiche Wettkampfprogramm einige Spieler - zum Beispiel Fabienne - in den letzten Wochen hinter sich gebracht haben. Und Verletzungspausen, wie jene von Max Schwenger, waren auch noch zu verkraften.
Training am Ruhetag
Mittwoch beginnt die Individual-WM. Am Dienstag ist der "Rest-Day", aber alle Teams nutzen auch diesen Tag zum Trainieren. Jedes Team bekommt nur eine Trainingseinheit zugestanden, Deutschland von zehn bis zwölf Uhr. Die Auslosung für die Individual-Wettbewerbe wird anlässlich des Teammanagers-Meetings Dienstagabend (20.30 Uhr Ortszeit) vorgenommen. Wir erwarten für unsere Spieler Setzplätze im Bereich 9/16
bzw. im Dameneinzel sogar 5/8. Die aktuellen Ergebnisse der Mannschafts-WM werden bei der Setzliste berücksichtigt. Auf eine von der BWF bekannt gegebene Vorschlagsliste haben wir jedenfalls schon zielgerichtet reagiert. Mal schauen, was sie von unseren Hinweisen aufnimmt.

Bilanz der Gruppenspiele

Zwei Siege - aber Niederlage gegen Japan

Von Thomas Lohwieser
Das Spiel gegen Österreich wurde sehr konzentriert angegangen, um die vielen Trainingseinheiten, die wir vorher hatten, auch gezielt umzusetzen. Lediglich im Herreneinzel hatte Peter Lang gegen Matthias Almer keine wirkliche Chance, zumal er auch ehrlich betrachtet, noch kein gutes Spiel bot. Der 4:1-Erfolg war dennoch ein guter Auftakt. Aber eines war ganz klar, gegen Österreich durfte es nur ein Sieg sein - jedoch auch dieser musste erst einmal erarbeitet werden.
Japans Sieg war verdient
Japan war im Spiel gegen uns der Favorit. Zu unserer Freude begann das Spiel aber mit einem super Mixed von Max Schwenger & Isabel Hertrrich, die eine klasse Partie boten. Es klappte alles und wir führten 1:0. Im folgenden Dameneinzel spielte Fabienne im zweiten Satz sehr gut und hielt das Spiel lange Zeit offen. Die Japanerin fand jedoch auch in diesem Satz das bessere Ende für sich und es stand 1:1. Die folgenden drei Spiele gingen in jeweils Sätzen - man muss es anerkennen - verdient für die Japaner aus, so dass Deutschland 1:4 unterlag.
In diesem Spiel - Spielbeginn morgens um 8.30 Uhr Ortszeit - hatte eigentlich Kai Schäfer spielen sollen. Der musste sich jedoch unmittelbar nach Erreichen der Halle krank melden. Kai klagte über Kopfschmerzen und Übelkeit. Man sah ihm auch an, dass er sich miserabel fühlte. Kurzerhand wurde Kontakt mit dem Referee aufgenommen: Kai raus aus dem Einzel, Peter rein. Noch in der Halle untersuchte der englische Mannschaftsarzt Kai. So richtig feststellen konnte er nichts. Kai wurde ins Hotel gebracht, um einen Tag Ruhe zu bekommen.
Am folgenden Tag fand er sich wieder besser fühlend beim Frühstück ein, der Tag Ruhe war im wohl gut bekommen. Vielleicht war es ein leichter Anflug einer Infektion, die erfolgreich bekämpft wurde oder aber die doch kräftige Sonne hat ihr Übriges getan und Kai ausgeschaltet. Die Symptome könnten durchaus dafür sprechen. Aber mittlerweile er scheint wieder guter Dinge zu sein.
Gegen Franzosen ging es im Herrendoppel hoch her
Während Kai sich erholte, mussten seine Mannschaftskameraden das dritte Spiel absolvieren. Am Samstagnachmittag ging es gegen Frankreich. Wir wissen, dass Frankreich in den letzten Jahren in Europa mächtig nach vorne drängt und dementsprechend nahmen alle diese Aufgabe sehr ernst. Hoch konzentriert ging das Team das Match an und gewann das Mixed (Max & Isabel) in zwei Sätzen. Fabienne Deprez tat sich im Einzel nach hoch gewonnenem ersten Satz in Satz zwei sehr schwer und verlor diesen. Sie kam jedoch im dritten Satz wieder zurück. Derzeit ist es für alle europäichen Damen nicht leicht, gegen Fabienne zu gewinnen. Deutschland lag 2:0 in Führung.
Peter Lang brachte danach den favorisierten Lucas Claerbout immerhin in Verlegenheit und knöpfte ihm den ersten Satz ab. Ein 3:0 sollte es aber doch nicht werden, denn Claerbout stellte sein Spiel klug um und Peter konnte nichts mehr zulegen.
Zu unserer Erleichterung fiel aber die Entscheidung im vierten Spiel. Max Schwenger & Fabian Holzer rangen Grosjean & Corvee in drei Sätzen nieder. In allen drei Sätzen ging es bis zum Ende hoch her und das Spiel hätte durchaus auch anders ausgehen können. Am Ende setzte sich die Klasse der beiden jungen Deutschen knapp durch.
Erstes Platzierungsmatch gegen Kooperationspartner England
Jetzt spielen wir um die Plätze 9 bis 12, zunächst gegen England. Damit kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Nationen, die vor und während dieser WM recht eng kooperiert haben, zuletzt wie vorstehend zu lesen ist, im Fall des kurzzeitig erkrankten Kai Schäfer. Auch wenn es eine sportliche Auseinandersetzung auf dem Feld auszufechtgen gilt - außerhalb des Feldes wird es bei der sinnvollen Kooperation fern der Heimat bleiben.

Gruppenspiele - Die Spiele in Untergruppe W2:

Zu den Ergebnissen der deutschen Gruppe bei tournamentsoftware.com.

      

Fr 16.4.2010 22.30 Uhr MESZ: Deutschland - Österreich 4:1

Erwarteter Auftaktsieg gegen die Alpenrepublik

MX Max Schwenger & Isabel Herttrich - Vilson Vattanirappel & Alexandra Mathis 21:11 21:12
HE: Peter Lang - Matthias Almer 11:21 11:21
DE: Fabienne Deprez - Alexandra Mathis 21:15 21:14
HD: Fabian Holzer & Max Schwenger - Matthias Almer & Dominik Trojan 21:11 21:19
DD: Fabienne Deprez & Isabel Herttrich - Nina Almer & Sarina Kohlfürst 21:10 21:11.

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Sa 17.4.2010 15.30 Uhr MESZ: Deutschland - Japan 1:4

Mixed holte Punkt gegen den Favoriten der Untergruppe

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Hiroki Takeuchi & Kanako Konishi 21:15 19:21 21:11
DE: Fabienne Deprez -+ Misaki Matsutomo 8:21 21:23
HE: Peter Lang -+ Kento Momota 15:21 12:21
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer -+ Shohei Hoshino & Hiroki Takeuchi 12:21 14:21
DD: Fabienne Deprez & Isabel Herttrich -+ Naoko Fukuman & Kurumi Yonao 8:21 10:21.

JPN - AUT 5:0  
Endstand W2: 1. Japan 2:0, 2. Deutschland 1:1, 3. Österreich 0:2.

     

Platzierungsspiel - Zweiter W1 gegen Zweiten W2:

Sa 17.4.2010 22.30 Uhr MESZ: Deutschland - Frankreich 3:1

Sieg war vier Platzierungsplätze wert

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Lucas Corvee & Audrey Fontaine 21:17 21:18 
DE: Fabienne Deprez - Lauren Meheust 21:5 14:21 21:19
HE: Peter Lang - Lucas Claerbout 21:19 9:21 12:21
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Joris Grosjean & Lucas Corvee 19:21 21:18 21:18
DD: Fabienne Deprez & Isabel Herttrich - Audrey Fontaine & Léa Palermo nicht mehr gespielt.

Endstand Gruppe W: 1. China 2. Japan, 3. Deutschland, 4. Frankreich, 5. Österreich, 6. Mexico.

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.