Thomas Cup / Uber Cup
Mannschafts-WM der Herren und der Damen

    

Die beiden Wettbewerbe werden alle zwei Jahre ausgetragen. Die Endrunden finden im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung im Mai statt. In den Kontinenten werden jeweils im vorangehenden Februar Qualifikationsturniere durchgeführt. Seit 2004 hat die IBF die Teilnehmerzahlen für die Endrunden von acht auf zwölf erhöht. Dies soll der Präsenz der leistungsschwächeren Kontinente dienen. Zu Titelverteidiger und Gastgeber kommen vier Teams aus Asien, drei aus Europa und je eines aus Afrika, Panamerika und Ozeanien hinzu.

Die Endrunde 2016 findet vom 15. bis 22. Mai in Kunshan (China) statt.

2016 erfolgt die Qualifikation wieder über
die Kontinentalmeisterschaften.

Zur T/U-Cup-Endrunde 2014 in New Delhi.

2014 keine Qualifikationsturniere.

Zur T/U-Cup Endrunde 2012 in Wuhan.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2012.

Zur T/U-Cup Endrunde 2010 in Kuala Lumpur.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2010.

Zur T/U-Cup-Endrunde 2008 in Jakarta.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2008.

Zur T/U-Cup Endrunde 2006 in Japan.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2006.

Zum Thomas-/Uber Cup 2004.

badminton.de-Info.

Uber Cup
Internationaler Mannschaftswettbewerb für Damennationalmannschaften. Gegenstück zum Thomas Cup. Benannt nach der englischen Nationalspielerin Betty Uber, die den Wettbewerb angeregt und den Pokal gestiftet hat. Austragungsmodus entspricht der des TC. Überregionale Qualifikationsturniere und Endrunde werden seit 1984 mit dem TC in einer gemeinsamen Veranstaltung ausgetragen. Ein Mannschaftskampf setzt sich zusammen aus drei DE und zwei DD. Vor der Reform wurden drei Einzel und vier Doppel gespielt.
Der Titelgewinne der USA beruhten darauf, dass die Devlin-Schwestern aus Irland zu jener Zeit in den USA lebten. Die japanische Vorherrschaft in den sechziger und siebziger Jahren konnte von den Indonesierinnen (vier Endspielniederlagen) nur einmal bei einer Endrunde im heimischen Jakarta durchbrochen werden.
Seit der Teilnahme Chinas im Jahre 1984 lebt der Uber Cup in der chinesischen Epoche. Nur zweimal konnte Indonesien zur Zeit der großen Susis Susanti die geradezu erdrückende Dominanz brechen. Und dann kam 2010 der völlig unerwartete Fnalerfolg der koreanischen Damen.

Siegerliste
1956/57 USA
1959/60 USA
1962/63 USA
1965/66 Japan
1968/69 Japan
1971/72 Japan
1974/75 Indonesien
1977/78 Japan
1980/81 Japan
1984 China
1986 China
1988 China
1990 China
1992 China
1994 Indonesien
1996 Indonesien
1998 China
2000 China
2002 China
2004 China
2006 China
2008 China
2010 Südkorea
2012 China
2014 China
2016 China
2018 ...

 

Deutschland
Zum allererstenmal konnte sich Deutschland 2002 für ein Endrundenturnier qualifizieren. Und das gleich mit beiden Mannschaften. Sowohl die Damen als auch die Herren wurden in der Europaqualifikation in Eindhoven Zweiter und durften somit zur Endrunde der besten Acht nach Guangzhou in China reisen. Dort langte es dann allerdings nicht mehr zu einem weiteren Sieg. 2004 wurde bei der Europaqualifikation in Presov das Kunststück wiederholt und damit gezeigt, dass Eindhoven kein Zufall war und der DBV seit jener Zeit über einen stabilen Leistungsstand verfügte, der berechtigte, bei den Großen mitzuspielen.
In den Jahren 2006 und 2008 wurde diese Entwicklung nicht nur bestätigt, sondern noch übertroffen. In beiden Jahren konnten sich erneut sowohl die Damen- als auch die Herrenteams für die Endrunde qualifizieren. Den Damen gelang es dabei darüber hinaus, jeweils eine Bronzemedaille zu gewinnen. Sie spielten sich ins Halbfinale vor und gehörten damit zu den vier besten Teams der Welt.
2010 schafften wieder beide deutschen Teams die Qualifikation. Diesmal waren die Herren erfolgreicher. Mit der 1:3-Viertelfinalniederlage gegen Japan verpassten sie knapp eine Medaille. 2012 waren wieder beide Teams dabei. Sie kamen bis ins Viertelfinale. Auch 2014 und 2016 hielt Deutschland seinen Rang unter den besten Teams der Welt dabei zu sein. Beide Mannschaften konnten sich jeweils qualifizieren.

Thomas Cup
War jahrzehntelang der prestigeträchtigste Wettbewerb im internationalen Badminton. Gespielt werden drei HE und zwei HD. Genießt vor allem bei den asiatischen Spitzennationen absolute Priorität in der Wettkampfplanung. Für die Vorbereitung auf den TC wird sogar auf die Teilnahme an dollarträchtigen Turnieren verzichtet. Benannt nach dem ersten IBF-Präsidenten Sir George Thomas, der den Wettbewerb angeregt hat und um dessen gestifteten Pokal noch heute gespielt wird.
Nachdem 1984 eine Reform des Austragungsmodus erfolgte, wurde die Finalrunde um den TC zwischen acht qualifizierten Mannschaften gemeinsam mit der um den Uber Cup in einer Veranstaltung ausgetragen. Vorgeschaltet sind kontinentale Qualifikationsturniere.
Beim ursprünglichen Austragungsmodus waren die teilnehmenden Nationen in kontinentale Zonen eingeteilt, in denen im K.-o.-System nach Länderspielart jeweils Teilnahmeberechtigte für eine Endrunde ermittelt wurde. In der Endrunde wurde dann wiederum im K.-o.-System ein Herausforderer für den Titelverteidiger ermittelt. So konnte beispielsweise Indonesien 1961 und 1964 mit einem einzigen Spiel den Thomas Cup gewinnen. Gespielt wurden damals fünf Einzel und vier Doppel an zwei Tagen.
TC wurde jahrzehntelang dominiert von Indonesien, das zwischen 1957 und 1984 in 29 Spielen nur zwei (Endspiel-)Niederlagen hinnehmen musste. In den achtziger Jahren wurde China zur führenden Nation. Doch Indonesien schlug zurück und herrschte weitere zehn Jahre. Doch 2004 holten Chinas Herren den Pokal erneut und verteidigten ihn viermal. 2014 folgte dann der Sensationserfolg einer entfesselten japanischen Mannschaft. Und 2016 gelang es bei ihrer insgesamt neunten Endspielteilnahme seit 1949 erstmals Europas Top-Nation Dänemark den Thomas Cup nach Europa zu holen.

Siegerliste
1948/49 Malaya
1951/52 Malaya
1954/55 Malaya
1957/58 Indonesien
1960/61 Indonesien
1963/64 Indonesien
1966/67 Malaysia
1969/70 Indonesien
1972/73 Indonesien
1975/76 Indonesien
1978/79 Indonesien
1981/82 China
1984 Indonesien
1986 China
1988 China
1990 China
1992 Malaysia
1994 Indonesien
1996 Indonesien
1998 Indonesien
2000 Indonesien
2002 Indonesien
2004 China
2006 China
2008 China
2010 China
2012 China
2014 Japan
2016 Dänemark
2018 ...

 

 

  

 

badminton.de-Info

    

        

Dänemarks langer Weg zum ersten Gewinn des Thomas Cup

         

2016 war es endlich so weit. Im chinesischen Kunshan gelang Dänemark im neunten Endspiel der erste Titelgewinn. Jahrzehntelang hatte sich Europas Top-Nation an den asiatischen Supermächten die Zähne ausgebissen. Achtmal schafften sie es zuvor in sechs Jahrzehnten immerhin bis ins Endspiel. Gleich im ersten 1949 war Dänemark dabei. Im Finale der Europazone hatte man vorher England mit 9:0 ausgeschaltet. In der Endrunde standen die Dänen dann die Spieler der Föderation Malaya, dem Vorgängerstaat von Malaysia gegenüber. Es gab ein 1:8. Seither war Dänemark in der Thomas-Cup-Endrunde immer vorne mit dabei, oft galt man aufgrund klangvoller Kaderzusammensetzungen auch als Mitfavorit. Doch keinem Team gelang der Gewinn des Cups. Badmintonlegenden wie Jørn Skaarup, Finn Kobberø, Erland Kops, Svend Pri, Flemming Delfs, Morten Frost, Poul-Erik Høyer oder Peter Gade mussten sich mit ihren jeweiligen Teams im entscheidenden Moment immer einer der asiatischen Supermächte geschlagen geben. Erst dem Team um Jan Jörgensen und Viktor Axelsen gelang der große Coup. badminton.de hat die neun Endspielbegegnungen zusammengestellt.

   

1. Austragung (1. dänisches Endspiel) 1949 in Preston (ENG)
Malaya - Dänemark 8:1

25. Februar
Law Teik Hock - Jørn Skaarup 15:5 15:0    
Ooi Teik Hock - Mogens Felsby 15:9 15:2    
Chan Kon Leong & Yeoh Teck Chye - Poul Holm & Ib Olesen 15:4 15:6    
Ooi Teik Hock & Teoh Seng Khoon - Jørn Skaarup & Preben Dabelsteen 15:11 15:10    
26. Februar
Ooi Teik Hock - Jørn Skaarup 14:18 15:13 15:9  
Law Teik Hock -+ Mogens Felsby 11:15 1:15
Ong Poh Lim - Poul Holm 17:14 15:8    
Chan Kon Leong & Yeoh Teck Chye - Jørn Skaarup & Preben Dabelsteen 15:2 15:4    
Ooi Teik Hock & Teoh Seng Khoon - Poul Holm & Ib Olesen 15:6 15:7.

3. (2.) 1955 in Singapur (SIN)
Malaya - Dänemark 8:1

4. Juni
Eddy Choong - Finn Kobberø 15:6 15:4    
Wong Peng Soon - Jørn Skaarup 15:9 16:18 15:4  
Tan Jin Eong & Lim Kee Fong - Ole Mertz & Ove Eilertsen 15:9 15:3    
Ong Poh Lim & Ooi Teik Hock - Finn Kobberø & Jørgen Hammergaard Hansen 15:4 15:8 
5. Juni
Wong Peng Soon - Finn Kobberø 12:15 15:0 15:7  
Eddy Choong - Jørn Skaarup 15:10 15:9    
Ong Poh Lim - Ole Jensen 15:10 15:8    
Tan Jin Eong & Lim Kee Fong -+ Finn Kobberø & Jørgen Hammergaard Hansen 13:18 15:4 6:15  
Ong Poh Lim & Ooi Teik Hock - Ole Mertz & Ove Eilertsen 15:8 15:1.
  

6. (3.) 1964 in Tokio (JPN)
Indonesien - Dänemark 5:4

21. Mai
Tan Joe Hok - Erland Kops 5:15 15:1 15:9  
Ferry Sonneville - Knud Aage Nielsen 12:15 15:6 15:6  
Tan King Gwan &  A. P. Unang -+ Finn Kobberø & Jørgen Hammergaard Hansen 5:15 6:15    
Ferry Sonneville & Tutang Djamaluddin -+ Erland Kops & Henning Borch 12:15 2:15    
22. Mai
Tan Joe Hok -+ Knud Aage Nielsen 15:11 14:17 9:15  
Ferry Sonneville - Erland Kops 13:18 17:14 17:14  
Tjin Siang - Henning Borch 15:10 15:5
Tan King Gwan & A. P. Unang - Erland Kops & Henning Borch 12:15 15:12 15:6  
Ferry Sonneville & Tutang Djamaluddin -+ Finn Kobberø & Jørgen Hammergaard Hansen 14:17 5:15.
Skandalspiel. Europäische Berichterstatter sprachen von "organised hooliganism" indonesischer Fans, die mit ohrenbetäubenden Gesängen, Flaggenschwenken, Fußstampfen und Fotoblitzen alle dänischen Aktionen systematisch beeinträchtigt hätten. Das Spiel von Kops & Borch mussten nach dem ersten Satz sogar für 20 Minuten unterbrochen werden, was den Dänen die Konzentration raubte. Kops hatte zuvor schon überraschend seine beiden Einzel verloren.
  

9. (4.) 1973 in Jakarta (INA)
Indonesien - Dänemark 8:1

2. Juni
Muljadi - Elo Hansen 15:6 10:15 15:10  
Rudy Hartono -+ Svend Pri 12:15 15:5 15:17 (73 min)
Christian Hadinata & Ade Chandra - Poul Petersen & Tom Bacher 15:3 15:5    
Rudy Hartono & Tjun Tjun - Svend Pri & Henning Borch 15:7 15:6    
3. Juni
Muljadi - Svend Pri 15:11 15:1    
Rudy Hartono - Elo Hansen o.K./wo wg. Krankheit
Amril Nurman - Flemming Delfs 11:15 15:4 15:4
Christian Hadinata & Ade Chandra - Svend Pri & Henning Borch 15:2 15:8    
Rudy Hartono & Tjun Tjun - Poul Petersen & Tom Bacher 15:11 15:5.

11. (5.) 1979 in Jakarta (INA)
Indonesien - Dänemark 9:0

1. Juni
Iie Sumirat - Svend Pri 11:15 15:7 15:10   
Liem Swie King - Morten Frost 15:3 15:6     
Tjun Tjun & Johan Wahjudi - Steen Skovgaard & Flemming Delfs 15:2 15:3     
Christian Hadinata & Liem Swie King - Morten Frost & Steen Fladberg 15:8 15:2
2. Juni
Iie Sumirat - Morten Frost 11:15 15:9 15:9   
Liem Swie King - Svend Pri 15:8 15:1     
Rudy Hartono - Flemming Delfs 15:10 15:2 
Tjun Tjun & Johan Wahjudi - Morten Frost & Steen Fladberg 15:9 15:5     
Christian Hadinata & Liem Swie King - Steen Skovgaard & Flemming Delfs 17:16 15:4.
    

19. (6.) 1996 am 26. Mai in Hongkong (HKG)
Indonesien - Dänemark 5:0

1.E: Joko Suprianto - Poul-Erik Høyer Larsen 18:14 15:8
1.D:  Ricky Subagja & Rexy Mainaky - Jon Holst-Christensen & Jim Laugesen 15:5 15:7
2.E: Hariyanto Arbi - Thomas Stuer-Lauridsen 15:8 15:8
2.D: Bambang Suprianto & Rudy Gunawan - Henrik Svarrer & Michael Søgaard 15:7 14:18 15:9
3.E: Alan Budi Kusuma - Peter Rasmussen 15:9 15:6
.  

22. (7.) 2004 16. Mai in Jakarta (INA)
China - Dänemark 3:1

1.E: Lin Dan - Peter Gade 15:8 15:13    
1.D: Fu Haifeng & Cai Yun -+ Lars Paaske & Jonas Rasmussen 16:17 6:15    
2.E: Bao Chunlai - Kenneth Jonassen 12:15 17:15 15:12  
2.D: Sang Yang & Zheng Bo - Jens Eriksen & Martin Lundgaard Hansen 15:13 15:8    
3.E: Xia Xuanze - Peter Rasmussen nicht mehr gespielt.

23. (8.) 2006 am 7. Mai in Tokio (JPN)
China - Dänemark 3:0

1.E: Lin Dan - Peter Gade 21:17 21:19
1.D: Cai Yun & Fu Haifeng - Jens Eriksen & Martin Lundgaard 19:21 21:11 21:18
2.E: Bao Chunlai - Kenneth Jonassen 21:12 12:21 21:12
2.D: XIE Zhongbo & ZHENG Bo - Mathias Boe & Carsten Mogensen und
3.E: CHEN Jin - Joachim Persson nicht mehr gespielt
.

28. (9.) 2016 am 22. Mai in Kunshan (CHN)
Dänemark - Indonesien 3:2

1.E: Viktor Axelsen - Tommy Sugiarto 21:17 21:18
1.D: Mads Conrad-Petersen & Mads Pieler Kolding -+ Mohammad Ahsan & Hendra Setiawan 18:21 13:21
2.E: Jan O. Jörgensen - Ginting Anthony 21:17 21:12
2.D: Kim Astrup & Anders Skaarup Rasmussen -+ Angga Pratama & Ricky Karanda Suwardi 16:21 14:21
3.E: Hans-Kristian Vittinghus - Ihsan Maulana Mustofa 21:15 21:7.

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.