50 Jahre DBV Wiesbaden 1953 - Frankfurt 2003

 

 

Verbandsgründung in Wiesbaden

Fred Haas trommelte zur ersten Deutschen Meisterschaft

Von Martin Knupp
Der Sportartikelkaufmann Fred Haas (1922-1996) organisierte 1953 im Auftrage des Verbandes deutscher Sportgeschäfte anläßlich einer Sportartikelmesse Badminton-Werbespiele und rief gleichzeitig alle ihm bekannten deutschen Badmintonvereine und -abteilungen zur Austragung der 1. Deutschen Einzelmeisterschaft auf. Sie wurde am 17. und 18. Januar 1953 in der Schloßreithalle in Wiesbaden ausgetragen. Meldestelle war am Freitag, dem 16. Januar, das Sporthaus Haas & Söhne in der Rathausstraße 42. Der Einladung kamen vierzehn Vereine nach: TV Biebrich, 1. DBC Bonn, Clausthaler BC, Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft, (1.) BC Düsseldorf, Hallengemeinschaft "Badminton" Düsseldorf, TV Eltville, Eissportgemeinschaft Hannover, SC Continental Hannover, ATV 64 Hilden, TC Rot-Weiß Hilden, Badminton-Club Kiel, STC Blau-Weiß Solingen und TV 88 Ohligs. Deren Vertreter gründeten am zweiten Meisterschaftstag - also am 18. Januar 1953 - den Deutschen Badminton-Verband e.V. Zum ersten Präsidenten wurde Dr. Hans Riegel gewählt.

Als erster Landesverband wurde dann am 29. Juli 1953 in Biebrich der Hessische Badminton Verband aus der Taufe gehoben. Es folgten noch im gleichen Jahr der Schleswig-Holsteinische Badminton-Verband und der Badminton Landesverband Nordrhein-Westfalen. Auf dem 2. Verbandstag am 20. Februar 1954 wurde die erste DBV-Satzung verabschiedet, in der als Mitglieder die drei genannten Landesverbände verzeichnet sind.

Die Vereine selbst sind daher seit Verabschiedung der DBV-Satzung nicht mehr direkte Mitglieder im DBV sondern die Landesverbände. Vereine, die damals in ihrer Region noch keinen Landesverband hatten, mussten sehen, dass ein solcher gegründet wurde. So schafften es beispielsweise 1955 die niedersächsischen Badmintonclubs gerade noch rechtzeitig, den NBV zu gründen, um die Startberechtigung für die Deutsche Meisterschaft zu haben

Deutscher Federballverband der DDR

Der DFV wurde im Januar 1958 gegründet und im gleichen Jahr noch Mitglied der IBF. National wurde ein umfassender Wettkampfbetrieb durchgeführt. Da Badminton jedoch zu den "nichtförderungswürdigen Sportarten" gehörte, blieben die internationalen Startmöglichkeiten der Sportler - trotz hohen Leistungsstandes - weitgehend auf den damaligen Ostblock beschränkt. Am 18.11.1990 wurden die fünf ostdeutschen Landesverbände die aus dem DFV hervorgingen, im Kongresszentrum in Ostberlin mit Rechtswirksamkeit zum 1.1.1991 in den DBV aufgenommen.

  

        

Die DBV-Präsidenten

Vom Unternehmer zum Universitätsprofessor

Dr. Hans Riegel (Bonn) 1953 bis 1962
Hubert Brohl (Düsseldorf) 1962 bis 1971
Hans Hoffmann (Hannover) 1971 bis 1974
Hans-Peter Küsters (Krefeld) 1974 bis 1976
Dr. Heinz Barge (Oberhausen) 1976 bis 1988
Prof. Dieter Kespohl (Hochspeyer) 25.6.1988 bis 17.6.2006
Karl-Heinz Kerst (Kleve) Seit dem 17.6.2006.

   

     

Die Landesverbände

Von Hessen bis Berlin-Brandenburg

Hessischer Badminton-Verband: Gegründet am 29.7.1953 in Wiesbaden-Biebrich. Gründungsvorsitzender: Fred Haas (Biebrich).

Schleswig-Holsteinischer Badminton-Verband: Gegründet am 5.9.1953 in Flensburg. Gv: Fritz Alde (Kiel).

Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen: Gegründet am 30.9.1953 in Düsseldorf. Gv: Karlheinz Kaiser (Solingen).

Niedersächsischer Badminton-Verband: Gegründet am 24.3.1955. Gv: Hans Hoffmann (Hannover).

Baden-Württembergischer Badminton-Verband: Gegründet am 11.3.1972 in Pforzheim als Fusion des Badischen B.-Verbandes (1959) und des Württembergischer B.-Verbandes (25.6.1955).

Hamburger Badminton-Verband: Gegründet am 29.9.1955. Gv: Erich Möller.

Bayerischer Badminton-Verband: Gegründet am 27.11.1955 in München. Gv: Alois Brand (München).

Badminton-Verband Berlin-Brandenburg: Gegründet zum 1.1.2005 aus der Verschmelzung der beiden Landesverbände Berlin und Brandenburg aufgrund von Beschlüssen zweier Außerordentlicher Mitgliederversammlungen am 17.12.2004 in Berlin im Haus des Sports am Olympiastation. Gründungspräsident: Volkmar Kuhlig (Neuenhagen).

Badminton-Verband Berlin: Gegründet am 3.5.1956. Gv: Kurt Haupt. Präsident bei Fusion: Thomas Born. Badminton-Landesverband Brandenburg: Gegründet am 22.6. 1990 in Königs Wusterhausen. Gv: Jörg Albrecht (Königs Wusterhausen). P bei F: Volkmar Kuhlig.

Bremer Badminton-Verband: Gegründet am 25.8.1956. Gv: Egbert Drees (Bremerhaven).

Badmintonverband Rheinhessen-Pfalz: Gegründet 1956 als Pfälzischer B.-Verband. Gv: Rudolf Tröblinger. Umbenannt 1977.

Badminton-Verband Rheinland: Gegründet am 31.3.1957 in Koblenz-Oberwerth. Gv: Dr. Maurer (Bad Kreuznach).

Saarländischer Badminton-Verband: Gegründet am 1.12.1957. Gv: Josef Osterkamp (Völklingen).

Badminton-Verband Sachsen: Gegründet am 9.6.1990 in Dresden-Gittersee. Gründungspräsident: Manfred Göpfert (Dresden).

Badminton-Landesverband Sachsen-Anhalt: Gegründet am 21.7.1990 in Nienburg/Saale. Gp: Peter Brandt (Merseburg).

Badminton-Landesverband Thüringen: Gegründet am 4.7.1990 in Bad Blankenburg. Gp: Volkmar Burgold (Gera).

Badminton-Verband Mecklenburg-Vorpommern: Gegründet am 13.10. 1990 in Güstrow. Gp: Detlef Hingst (Greifswald).


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