Steigt das Finale in Berlin?

Vorschau auf den 13. und 14. Spieltag in der 1. Bundesliga

(= Abschluss der Punkterunde)

 

(25.03.2011, CP) Ein spannender Abschluss der Punkterunde der Erstligasaison 2010/2011 erwartet die Badmintonfans an diesem Wochenende: Alle drei Play-off-Teilnehmer, Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim, der amtierende Deutsche Vizemeister 1. BC Beuel und der letztjährige Play-off-Halbfinalist SG EBT Berlin, haben die Möglichkeit, sich den direkten Einzug ins Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu sichern.

 

Zur Erinnerung: Bedingt durch die Veränderungen im Austragungsmodus, qualifiziert sich der Tabellenerste nach der Punkterunde unmittelbar für das Play-off-Finale, während die Vereine auf den Plätzen zwei und drei in einem Halbfinale den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln. Auch das Finale umfasst – anders als in früheren Zeiten – nur noch eine Begegnung. Dabei hat im Endspiel die Mannschaft, die sich direkt dafür qualifizieren konnte, Heimrecht. In der Vorschlussrunde darf das Team, das nach Beendigung der – in dieser Spielzeit noch 14 Partien umfassenden (durch die Aufstockung der Eliteklasse auf zehn Mannschaften zur Saison 2011/2012 wird die Punkterunde künftig 18 Aufeinandertreffen beinhalten) – Punkterunde Platz zwei in der Tabelle belegt, vor eigenem Publikum aufschlagen.

 

Entsprechend sind die Platzierungen am Ende der Punkterunde in dieser Saison – der insgesamt 40. in der Geschichte (Premieren-Saison 1971/1972) – von noch höherer Relevanz als in den Vorjahren. Bislang zogen die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier in die Play-offs ein, wobei der Tabellenerste gegen den –vierten und der –zweite gegen den –dritten in jeweils zwei Halbfinalpartien (Hin- und Rückspiel) um den Finaleinzug kämpfte.

 

Die besten Chancen, diesen in der Saison 2010/2011 ohne den „Umweg über das Halbfinale“ perfekt zu machen, hat zweifelsohne die SG EBT Berlin. Die Mannschaft um die Weltranglistensiebte im Dameneinzel, Juliane Schenk, strebt ihren ersten Titelgewinn an, nachdem sie in den vergangenen sechs Jahren bereits jeweils dreimal die Deutsche Vizemeisterschaft holte und DM-Dritter wurde. Das Team aus der Hauptstadt weist als Spitzenreiter nach zwölf Spieltagen eine Bilanz von acht Siegen und vier Unentschieden (gegen den VfL 93 Hamburg, beim 1. BCB, beim 1. BC Beuel und gegen Bischmisheim) auf und verfügt entsprechend über 20:4 Zähler. Der ärgste Verfolger, der 1. BC Bischmisheim, verzeichnete im bisherigen Saisonverlauf neun Siege, zwei Unentschieden (eben jene gegen bzw. in Berlin) sowie eine Niederlage (beim 1. BC Beuel) und kommt folglich ebenfalls auf 20:4 Punkte. Das vergleichsweise bessere Spielverhältnis (53:19 vs. 51:21) sowie das vermeintlich leichterer Restprogramm deuten allerdings darauf hin, dass die Berliner auch nach 14 Spieltagen die Spitzenposition in der Tabelle bekleiden werden.

 

Während die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg am Wochenende zunächst gegen den aktuellen Tabellensechsten TV Refrath (Hinspiel 5:1 für Berlin) antritt und tags darauf bei Aufsteiger PTSV Rosenheim (Hinspiel 4:2 für Berlin) – der sich allerdings als momentaner Tabellenfünfter bis dato äußerst gut im Badminton-Oberhaus präsentierte – aufschlagen muss, trifft der 1. BCB zunächst in der Hansestadt auf den VfL 93 Hamburg (Hinspiel 5:1 für den BCB) und dann am letzten Spieltag der Punkterunde auf den derzeitigen Tabellendritten, den 1. BC Beuel. Eine der interessantesten Begegnungen der Saison 2010/2011 überhaupt steigt somit erst am 14. Spieltag!

 

Auch für die Bonner besteht nach wie vor die Möglichkeit, das Play-off-Finale direkt zu erreichen. Nach acht Saisonsiegen, drei Unentschieden (beim TV Refrath, gegen Berlin und beim SC Union Lüdinghausen) und einer Niederlage (in Berlin) weist die Mannschaft von Trainer Marc Hannes nur einen Zähler Rückstand auf Berlin und Bischmisheim auf (19:5). Bevor es am Sonntag in Saarbrücken zum Spitzenspiel zwischen den Saarländern und der Mannschaft aus dem Rheinland kommt, empfängt Beuel das derzeitige Schlusslicht BV Gifhorn. Im Hinspiel verzeichnete das Team um den englischen Spitzenspieler Anthony Clark einen 6:0-Kantersieg. Doch ein „Selbstläufer“ ist am Samstag nicht zu erwarten. Schließlich werden die Niedersachsen am letzten Doppelspieltag der Saison 2010/2011 alles daran setzen, um die Spielzeit 2010/2011 nicht auf Tabellenrang acht – und damit als Letzter – zu beenden. Hier kann auch das ein oder andere gewonnene Match letztlich ausschlaggebend sein.

 

Interessant wird für Gifhorn natürlich in besonderem Maße die Begegnung am Sonntag, wenn die Mannschaft von Teammanager Hans Werner Niesner den VfL 93 Hamburg zu Gast hat. Die Auswahl von Coach Jacek Hankiewicz liegt nach zwölf Partien einen Zähler vor den Niedersachsen auf Rang sieben (6:18 vs. 5:19) – und verfügt zudem über ein deutlich besseres Spielverhältnis als Gifhorn. „Im Hinspiel gab es ein ersatzgeschwächtes 1:5. Diesmal wird die Mannschaft im Nordderby vollzählig die Revanche versuchen“, so die Verantwortlichen beim BV Gifhorn. Auf die Hanseaten wartet am Samstag – wie bereits angedeutet – ebenfalls eine schwere Aufgabe, wenn sie den fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim empfangen.   

 

Der SC Union Lüdinghausen beabsichtigt, wie im Vorjahr die Saison auf Rang vier zu beenden – mit dem Unterschied, dass diesmal der vierte Platz keine weiteren Folgen – zum Beispiel im Hinblick auf die Teilnahme an den Play-offs – hat. Da die Mannschaft von Teammanager Michael Schnaase vor den beiden letzten Partien der Spielzeit 2010/2011 drei Zähler Vorsprung auf den fünftplatzierten PTSV Rosenheim hat, sollte dieses Ziel erreicht werden können. Die Bayern sind am Wochenende auch einer der beiden Gegner des SCU: Am Samstag tritt Coach Manfred Ernst in Nordrhein-Westfalen an, wo sich dann Rosenheims Peter Käsbauer und sein Doppelpartner bei internationalen Turnieren, Josche Zurwonne, gegenüberstehen werden. Das Duo war in den vergangenen Monaten enorm erfolgreich unterwegs. So verzeichneten Peter Käsbauer und Josche Zurwonne beispielsweise bei den Hungarian International, den Welsh International und den Estonian International (jeweils Turniere auf dem Circuit von Badminton Europe) den Titelgewinn im Herrendoppel. Am 30. März sind sie zudem für den DBV beim Länderspiel in Siegen (NRW) im Einsatz. In der Hinrunde spielten Lüdinghausen und Rosenheim im Süden der Bundesrepublik remis, und auch diesmal rechnen sich die Rosenheimer nach eigener Aussage Chancen auf ein Unentschieden aus. Hoch motiviert gehen die Bayern auch die Sonntagspartie gegen Spitzenreiter SG EBT Berlin an: „Die Mannschaft will´s noch einmal wissen und zeigen, dass sie auch mit den Top-Teams der Liga mithalten kann. Natürlich wollen wir auch den für einen Aufsteiger hervorragenden fünften Tabellenplatz verteidigen“, meint Manfred Ernst.

 

 

Alle Partien am 13. und 14. Spieltag

 

Sa., 26.03.2011       14:00           SC Union Lüdinghausen - PTSV Rosenheim

Sa., 26.03.2011       14:00           1. BC Beuel - BV Gifhorn

Sa., 26.03.2011       14:00           VfL 93 Hamburg - 1. BC Bischmisheim 1

Sa., 26.03.2011       14:00           SG EBT Berlin - TV Refrath

 

So., 27.03.2011       14:00           PTSV Rosenheim - SG EBT Berlin

So., 27.03.2011       14:00          TV Refrath – SC Union Lüdinghausen

So., 27.03.2011       14:00           BV Gifhorn - VfL 93 Hamburg

So., 27.03.2011       14:00           1. BC Bischmisheim 1 - 1. BC Beuel

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 13. und 14. Spieltag auch die ausführlichen Vorschauen der Vereine SG EBT Berlin (vom 21.03.2011), 1. BC Bischmisheim (vom 23.03.2011) und TV Refrath (vom 21.03.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind. Bitte beachten Sie auch stets die Informationen der Vereine auf ihren eigenen Webseiten.

 

"Jagdobjekt" Berlin

Vorschau auf den 12. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

(21.02.2011, CP) Für die Erstligisten steht in dieser Woche der vierte und damit letzte Dienstag-Spieltag in dieser Saison im Kalender. Bei der ersten Bundesliga-Vollversammlung 2011, die am 5. Februar im Rahmen der 59. Deutschen Einzelmeisterschaften in Bielefeld abgehalten wurde, zogen die Vereine ein zweigeteiltes Fazit dieses Pilotprojektes:

 

So berichteten einige Teammanager, dass „ihre“ Badminton-Anhänger eher an einem Dienstagabend zum Zuschauen in die Halle kämen (sozusagen für einen „angenehmen Ausklang“ eines Arbeitstages) als an einem Wochenendtag bzw. –Nachmittag. Als Grund nannten sie unter anderem familiäre „Verpflichtungen“ am Wochenende. Genauso hätten die Jugendlichen des eigenen Vereins oder auch deren Trainer und Betreuer eher am Dienstagabend die Möglichkeit, die Top-Leute in Aktion zu erleben. Denn am Samstag oder Sonntag seien die Jugendlichen häufig selbst aktiv bzw. müssten die Trainer etc. ihre eigene Mannschaft betreuen. Schwierig sei es mitunter, für einen Dienstag-Spieltag Helfer für den Hallenauf- und –abbau zu finden. Da allerdings pro Saison nur zwei Termine auf einen Wochentag fallen würden, wäre dies irgendwie machbar. Arno Schley, der Vorsitzende des Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten im DBV, meinte dazu: „In der Saison 2011/2012 kommt man an Spieltagen innerhalb der Woche gar nicht vorbei.“

 

Schließlich wird die Liga auf zehn Mannschaften aufgestockt, so dass in der Punkterunde vier Partien pro Saison hinzukommen. Zudem gestaltet sich die Terminierung der Bundesligaspieltage aufgrund der im Mai 2011 beginnenden Olympiaqualifikation und der damit verbundenen Vielzahl an Turnieren speziell an den Wochenenden schwierig. Andere Vereine berichteten, dass die Zuschauerresonanz an den Heimspiel-Dienstagen bei ihnen bislang schlechter gewesen sei als am Wochenende. Die Unterschiede liegen offenbar unter anderem darin begründet, wie groß die Konkurrenz durch andere (Sport-)Veranstaltungen in der jeweiligen Stadt oder im Umkreis am Samstag oder Sonntag ist. Nicht vergessen werden sollte, dass – unabhängig davon, auf welchen Wochentag eine Partie fällt – immer auch der Tabellenstand und der Gegner die Attraktivität des jeweiligen Spiels für die Fans bedingen.

 

Den morgigen Dienstag inbegriffen, sind für die acht Mannschaften aus der Eliteklasse nur noch drei Spieltage in der Punkterunde zu absolvieren. Da bislang nur feststeht, welche drei Vereine sich für die Play-offs qualifiziert haben, jedoch noch offen ist, welches Team direkt ins Finale einzieht und welche beiden Mannschaften in einem Halbfinale den zweiten Endspielteilnehmer ermitteln, steigt die Spannung zusehends.

 

Die besten Chancen, den „Umweg Halbfinale“ zu umgehen und sich zudem im Play-off-Finale Heimrecht zu haben, hat derzeit der letztjährige Dritte, die SG EBT Berlin. Die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg führt die Tabelle mit 18:4 Zählern an. Punktgleich dahinter – mit einem geringfügig schlechteren Spielverhältnis (45:21 verglichen mit 48:18 von Berlin) rangiert nach elf absolvierten Saisonpartien Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim auf Platz zwei, Dritter ist - mit einem Zähler weniger als EBT und BCB – der 1. BC Beuel als amtierender Deutscher Vizemeister.

 

Die Aussichten, dass die Mannschaft aus der Hauptstadt auch nach 14 Spieltagen die Spitzenposition innehat, sind nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Berlin zum jetzigen Zeitpunkt die Tabelle anführt, besonders gut. Vielmehr haben die EBT-Akteure die Partien gegen die „ganz harten Brocken“ – nämlich die Konkurrenten um den Hans-Riegel-Pokal, BCB und Beuel – bereits alle absolviert. Berlin spielt nun noch in eigener Halle gegen Tabellenschlusslicht BV Gifhorn und gegen den sechstplatzierten TV Refrath, bevor am 27. März in Rosenheim das abschließende Match gegen Aufsteiger PTSV ansteht. Auch wenn dieses sicherlich aufgrund der bisherigen guten Resultate der Bayern, die mit einer Bilanz von 8:14 Zählern aktuell Tabellenrang fünf bekleiden, keine leichte Aufgabe darstellt, so scheint die Mannschaft aus der Hauptstadt dem Abschluss der Punkterunde dennoch ein wenig entspannter entgegensehen zu können als Bischmisheim und Beuel ihrem 14. Saisonduell. Denn sie treffen Ende März in Saarbrücken direkt aufeinander. Und dass jedes der beiden Teams zumindest nach 14 Spieltagen Tabellenrang zwei bekleiden möchte, steht außer Frage. Schließlich geht damit das Heimrecht im Play-off-Halbfinale einher.

 

Vorteilhaft für Berlin ist sicherlich auch, dass die Mannschaft die direkte Qualifikation für das Finale sozusagen „in den eigenen Händen“ hat, während Bischmisheim und Beuel nicht nur selbst (möglichst doppelte) Punktgewinne verbuchen müssen, sondern zudem auf „Ausrutscher“ des Spitzenreiters angewiesen sind.

 

Problematisch gestaltet sich für EBT-Teammanager Manfred Kehrberg vor dem 12. Spieltag allerdings die personelle Situation seiner Mannschaft: Der für das Herreneinzel vorgesehene Inder Chetan Anand musste seine Teilnahme an der Partie gegen die Niedersachsen aus Gifhorn aufgrund einer Verletzung absagen, zudem ist der Einsatz des Finnen Eetu Heino aufgrund einer Erkrankung gefährdet. „Wir hoffen, dass Wong Choong Hann oder Kenneth Jonassen noch kurzfristig einspringen können, ansonsten werden die Doppelspezialisten Robert Blair und Tim Dettmann wohl auch die Einzel bestreiten müssen“, meint Manfred Kehrberg. Erfreut ist der Jurist über das Engagement der Weltranglistensiebten im Dameneinzel, Juliane Schenk: „Obwohl sie in den letzten Wochen durch viele Termine arg gefordert war, hat sie aufgrund der Kalamität im Herrenbereich ihre Teilnahme zugesichert. Sie beweist damit erneut ihren vorbildlichen Teamgeist.“ Zusammen mit der deutschen Rekordnationalspielerin Nicole Grether, die beim DBV um Freigabe gebeten hat um nun für Kanada starten zu dürfen, wird Juliane Schenk nach Aussage des EBT-Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Berliner zumindest die Punkte aus den Spielen mit Damenbeteiligung auf der Haben-Seite verbuchen können. „Trotz der Besetzungssorgen wollen wir das Spiel natürlich gewinnen und auch keinen der für die Endplatzierung so wichtigen Spielpunkte abgeben“, sagt Manfred Kehrberg, der mit seinem Verein in dieser Saison endlich erstmals den Titelgewinn bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft verzeichnen möchte.

 

Seine insgesamt dritte Meisterfeier nach 1981, 1982 und 2005 strebt unterdessen der 1. BC Beuel an. Dieser muss am Dienstag in Rosenheim antreten, bevor am 26. März der BV Gifhorn im Rheinland zu Gast sein wird und tags darauf das „Endspiel“ beim fünfmaligen Titelträger aus Bischmisheim ansteht.

 

Im Hinspiel verbuchten die Bonner vor eigenem Publikum einen 5:1-Sieg gegen den PTSV, den „Ehrenpunkt“ für die Bayern verbuchte damals der Deutsche Vizemeister 2011 im Herreneinzel, Lukas Schmidt. Ausgerechnet er steht der jungen Mannschaft von Coach Manfred Ernst am Dienstag nicht zur Verfügung – aus studienbedingten Gründen. Damit wird es auch nicht zu einer Neuauflage des DM-Finals in Bielefeld kommen können, welcher die Fans im Süden der Bundesrepublik sicherlich bereits entgegen gefiebert haben. Aber auch das Aufeinandertreffen von Marc Zwiebler und Hannes Käsbauer, der ins 1. Herreneinzel vorrückt, verspricht eine interessante Angelegenheit zu werden. Marc Zwiebler und Hannes Käsbauer, die beide am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken trainieren, standen sich bei den 59. Deutschen Einzelmeisterschaften im Achtelfinale gegenüber. Anfang Februar setzte sich der spätere Titelträger in zwei Sätzen durch. Dennoch hat Hannes Käsbauer die Partie in guter Erinnerung: „Ich habe gegen ihn bei der DM besonders im zweiten Satz ein sehr gutes Spiel abgeliefert, vielleicht klappt es mal mit einem Satzgewinn.“

 

Im 2. Herreneinzel wird auf Seiten der Rosenheimer diesmal Oliver Roth zum Einsatz kommen, eigentlich ein Spezialist für Herrendoppel und in dieser Disziplin zusammen mit Michael Fuchs Deutscher Vizemeister. In der Bundesliga tritt Oliver Roth traditionell an der Seite von Peter Käsbauer an, mit dem er über viele Jahre auch im internationalen Turniergeschehen eine erfolgreiche Paarung bildete. So gewannen die bayrischen Asse beispielsweise im Jahr 2009 die Europäischen Hochschulmeisterschaften. „Wir haben uns trotz des Fehlens von Lukas Schmidt Einiges vorgenommen, wir wollen dieses Spitzenteam richtig fordern und den Fans tolle Spiele bieten“, meint Rosenheims Coach Manfred Ernst enthusiastisch.

 

Während in den anderen beiden Partien des 12. Spieltags der 1. BC Bischmisheim in seinem Auswärtsspiel gegenüber dem TV Refrath klar favorisiert ist, könnte sich zwischen dem VfL 93 Hamburg und dem SC Union Lüdinghausen erneut eine enge Begegnung entwickeln. Im Hinspiel, Ende November 2010, spielten die Mannschaften in der Hansestadt 3:3. Dabei entschieden die Gäste alle Einzel für sich, die Doppel gingen entsprechend an den VfL. Jeweils zweimal punkteten dabei Gitte Köhler und Till Zander. Auch auswärts werden die Hamburger alles daran setzen, um zumindest einen Zähler zu verbuchen. Schließlich trennt den aktuellen Tabellensiebten (6:16) nur ein Punkt vom derzeit letztplatzierten BV Gifhorn (5:17). Und selbst wenn es in dieser Saison keinen Absteiger geben wird, so möchten doch alle Vereine verhindern, dass sie nach 14 Spieltagen die „Rote Laterne“ innehaben.

 

 

Alle Partien am 12. Spieltag

 

Di.,22.02.2011         19:00   TV Refrath - 1. BC Bischmisheim

Di.,22.02.2011         19:00   PTSV Rosenheim - 1. BC Beuel

Di.,22.02.2011         19:00   SG EBT Berlin - BV Gifhorn

Di.,22.02.2011         19:30   SC Union Lüdinghausen - VfL 93 Hamburg

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 12. Spieltag auch die ausführlichen Vorschauen der Vereine SG EBT Berlin (vom 18.02.2011), 1. BC Bischmisheim (vom 21.02.2011) und TV Refrath (vom 20.02.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind. Bitte beachten Sie auch stets die Informationen der Vereine auf ihren eigenen Webseiten.

 

  

Duell um die Spitzenposition

Vorschau auf den 11. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

(11.02.2011, CP) Die Spannung steigt: Zwar steht nach den absolvierten zehn Spieltagen bereits fest, welche drei Teams sich für die Play-offs und damit für den Kampf um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters qualifiziert haben. Jedoch ist noch nicht entschieden, welcher Verein direkt ins Endspiel einziehen darf (Tabellenplatz 1) und welche beiden Vereine (Tabellenplatz 2 und 3) in einem Halbfinalspiel den zweiten Finalisten ermitteln.

 

Derzeit führt die SG EBT Berlin die Tabelle der 1. Bundesliga an – punktgleich vor Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim. Beide Teams weisen 17:3 Zähler auf, die Berliner verfügen allerdings über das bessere Spielverhältnis (45:15 vs. 42:18). Nur einen Punkt (16:4) dahinter folgt der amtierende Vizemeister 1. BC Beuel auf Rang drei und damit als dritter Kandidat auf den Gewinn des Hans-Riegel-Pokals.

 

Das Besondere am 11. Spieltag: In der Hautstadt stehen sich die beiden Spitzenteams gegenüber. Im Hinspiel, am 3. Oktober 2010, trennten sich beide Mannschaften in Saarbrücken unentschieden, wobei die Gäste aus Berlin das Herrendoppel und die beiden Herreneinzel für sich entschieden. So möchte sich unter anderem BCB-Akteur Dieter Domke für seine damals gegen den Malaysier Wong Choong Hann erlittene Zwei-Satz-Niederlage revanchieren. Der Deutsche Vizemeister von 2010 und amtierende DM-Dritte war im Herbst gesundheitlich angeschlagen und musste sich kurz nach der Begegnung einer Knie-Operation unterziehen. „In Bielefeld habe ich gemerkt, dass ich schon fast wieder das Niveau von vor meiner Verletzung erreicht habe und dass ich das Vertrauen in die Stabilität meines Knies wiedergewonnen habe“, meinte der frühere Vize-Europameister der Jugend nach den 59. Deutschen Einzelmeisterschaften in Bielefeld optimistisch. Bevor der jetzt 24-Jährige an die Saar wechselte, spielte Dieter Domke übrigens für EBT. Genauso wie sein Nationalmannschaftskollege Johannes Schöttler, der dreimalige Deutsche Meister im Herrendoppel, der ebenfalls 2009 – auf den Verein bezogen – von der Spree ins Saarland kam. Schöttler gewann im Hinspiel gemeinsam mit der Schwedin Emma Wengberg das Mixed gegen Tim Dettmann und Nicole Grether. Die Zuschauer dürfen sich zudem auf sicherlich spannende Damenspiele freuen: Im Oktober holte die gebürtige Weißrussin Olga Konon, die einen deutschen Pass beantragt hat, sowohl im Damendoppel als auch im Dameneinzel einen Punkt. Im Doppel bezwang sie gemeinsam mit Emma Wengberg die viermaligen Deutschen Meisterinnen in dieser Disziplin, Nicole Grether und Juliane Schenk, im Einzel war sie – ebenfalls in zwei Sätzen – gegen Vize-Europameisterin Juliane Schenk erfolgreich.   

 

EBT kann seit Wochen erstmals wieder seine Bestbesetzung aufbieten. Neben der Weltranglistensiebten Juliane Schenk, der deutschen Rekordnationalspielerin Nicole Grether und Wong Choong Hann sind unter anderem der Engländer Robert Blair und Kenneth Jonassen aus Dänemark im Einsatz. „Für mich ist kein Favorit auszumachen. Für Bischmisheim sprechen die Erfolge der letzten Jahre und die aktuelle gute Form aller Spieler. Wir hoffen natürlich, an die starke Teamleistung gegen Bonn anzuknüpfen. Die Mannschaft freut sich auf ein Super-Spiel und die tolle Unterstützung durch das Berlin-Brandenburger Publikum“, meint EBT-Teammanager Manfred Kehrberg. Berlin hatte kurz vor Weihnachten im damaligen Spitzenspiel die Mannschaft des 1. BC Beuel mit 5:1 besiegt. Für die aktuelle Top-Partie hat sich nach Mitteilung der EBT-Verantwortlichen prominenter Besuch angekündigt: Manfred Freiherr von Richthofen, der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und bekennende Badmintonfan, hat sein Kommen avisiert.

 

Verfolger 1. BC Beuel muss unterdessen beim SC Union Lüdinghausen antreten, der nach drei Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen aktuell Tabellenplatz vier belegt (8:12 Punkte) – vor der umfassenden Bundesliga-Reform vom Frühjahr/Sommer 2010 der „letzte“ Play-off-Platz. Wie Beuels Pressewartin Maike Masurat mitteilte, müssen die Bonner in ihrer NRW-internen Auswärtspartie auf ihre englischen Spielerinnen und Spieler verzichten. Grund sind die Vorbereitungen auf die in der kommenden Woche anstehende Mixed-Team-Europameisterschaft (15. bis 20. Februar 2011 in Amsterdam). Im Hinspiel, am „Tag der Deutschen Einheit“ 2010, stand Beuels Trainer Marc Hannes vor dem gleichen Problem: Die Leistungsträger aus England standen nicht zur Verfügung. Nur knapp (4:2, wobei drei Spiele über drei Sätze gingen) konnten die damaligen Gastgeber die Partie – damals in eigener Halle – für sich entscheiden. Für Lüdinghausen punkteten vor wenigen Monaten die Deutsche Vizemeisterin Karin Schnaase und Routinier Endra Kurniawan (Indonesien) in ihren Einzeln. Extrem eng gestaltete sich im Oktober das Damendoppel: Die SCU-Spielerinnen Carina Grewe und Karin Schnaase unterlagen mit 19:21, 21:18, 28:26 – das Remis war zum Greifen nahe. Vor eigenem Publikum soll nun die Revanche gelingen. In den abschließenden drei Partien der sich dem Ende entgegen neigenden Saison trägt der SC Union Lüdinghausen, der am morgigen Samstag voraussichtlich in Bestbesetzung antreten wird, zwei weitere Heimspiele aus: Am 22. Februar, dem vierten und damit letzten Dienstag-Spieltag 2010/2011, empfängt die Mannschaft von Teammanager Michael Schnaase den derzeit siebtplatzierten VfL 93 Hamburg, Ende März kommt Aufsteiger PTSV Rosenheim in den Kreis Coesfeld. Beendet wird die Saison aus Sicht der SCU am 27. März mit dem Gastspiel beim – auch nicht allzu weit entfernt ansässigen – TV Refrath.

 

3:3 trennten sich die Bayern aus Rosenheim und das Team des VfL 93 Hamburg am 2. Spieltag der Saison 2010/2011 in der Hansestadt. Nun treffen der Aufsteiger, der bislang sechs Unentschieden verzeichnete und als derzeitiger Tabellenfünfter mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden sein darf, und die Hanseaten im Süden Deutschlands aufeinander – rund 850 km beträgt die Distanz zwischen den Trainingsstätten der beiden Vereine. Beide Teams weisen aktuell eine Bilanz von 6:14 Zählern auf – genauso wie der zwischen ihnen platzierte TV Refrath als Tabellensechster. Während im Hinspiel der amtierende DM-Dritte im Herrendoppel und im Mixed, Peter Käsbauer, auch in diesen beiden Disziplinen erfolgreich war und der PTSV zudem durch den jetzt frisch gebackenen Deutschen Vizemeister Lukas Schmidt das 2. Herreneinzel gewinnen konnte, gingen das 1. Herreneinzel sowie die Damenspiele an Hamburg. Nun möchte der Liga-Neuling aus Bayern endlich seinen ersten doppelten Punktgewinn verbuchen. Nicht dabei ist für die Innstädter diesmal Barbara Bellenberg, da sie parallel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Duisburg um Medaillen spielt. Für sie kommt Stefanie Bachmayr zum Einsatz. Allerdings fehlen auch beim VfL Leistungsträger: So schlagen die Jugendnationalspielerinnen Isabel Herttrich und Inken Wienefeld ebenfalls bei den Titelkämpfen des Nachwuchses auf. Letztere darf darauf hoffen, noch den „Schwung“ des vergangenen Wochenendes mitzunehmen, als sie bei den Deutschen Meisterschaften O19 gemeinsam mit Astrid Hoffmann vom BV Gifhorn Dritte im Damendoppel wurde. PTSV-Coach Manfred Ernst sieht der Begegnung zuversichtlich entgegen: „Die Spieler nehmen aufgrund ihres äußerst erfolgreichen Abschneidens bei den Deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende viel Selbstvertrauen in die restlichen Spiele dieser Saison mit. Damit sollten sie in der Lage sein, gegen Hamburg zumindest wie in der Hinrunde erneut ein Remis zu erreichen. Ein Sieg wäre aber das Sahnehäubchen auf einem alles in allem bisher für einen Aufsteiger doch sehr erfreulichen Saisonverlauf.“

 

Die vierte Partie des 11. Spieltages bestreiten der TV Refrath und Schlusslicht BV Gifhorn, das bislang in dieser Saison zwei Unentschieden und einen Sieg verzeichnen konnte – gegen den morgigen Gegner. Am 3. Oktober setzten sich die Niedersachsen vor heimischem Publikum mit 4:2 gegen das Team aus dem Bergischen Land durch. Dabei gingen das 1. Herreneinzel, das Dameneinzel, das Damendoppel und das Mixed an die Gastgeber. Die beiden DM-Dritten von 2011, Carola Bott (Dameneinzel) und Astrid Hoffmann (Damendoppel), waren damals jeweils in zwei Disziplinen für ihre Mannschaft siegreich. Für Refrath punkteten der Chinese Lu Qicheng (zusammen mit Denis Nyenhuis im Herrendoppel) und Kai Waldenberger im 2. Herreneinzel. Lu Qicheng steht dem TVR allerdings nun nicht mehr zur Verfügung, er ist bereits in seine Heimat zurückgekehrt.

 

Für TVR-Chef Heinz Kelzenberg ist die Partie am Samstag die „letzte machbare Aufgabe in der Bundesliga“, schließlich muss das Team von Teammanager Danny Schwarz anschließend noch gegen Bischmisheim, in Berlin und gegen Lüdinghausen spielen. Sowohl Refrath als auch Gifhorn wollen vermeiden, am 27. März 2011 die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten innezuhaben. Aktuell liegt Refrath – ebenso wie Rosenheim und Hamburg – zwei Punkte vor den Niedersachsen. „Ein Unentschieden sollte mindestens drin sein. Eigentlich gibt es nur ein Spiel, bei dem Gifhorn klarer Favorit ist“, sagt Danny Schwarz und spielt damit auf das 1. Herreneinzel an, in dem er gegen den Esten Raul Must antreten wird. Dieser hatte im Hinspiel Lu Qicheng in zwei Sätzen bezwungen. Verzichten muss der Teammanager auf die hoffnungsvollen Nachwuchstalente Max Schwenger und Raphael Beck, die bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Duisburg im Einsatz sind. Dafür ist Johannes Szilagyi nach seiner langen Verletzungspause wieder „mit an Bord“.

 

 

Die Partien am 11. Spieltag im Überblick

 

Sa.,12.02.2011        14:00   SC Union Lüdinghausen - 1. BC Beuel

Sa.,12.02.2011        15:00   TV Refrath - BV Gifhorn

Sa.,12.02.2011        14:00   PTSV Rosenheim - VfL 93 Hamburg

Sa.,12.02.2011        14:00   SG EBT Berlin - 1. BC Bischmisheim

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 11. Spieltag auch die ausführlichen Vorschauen der Vereine SG EBT Berlin (vom 07.02.2011), 1. BC Beuel (vom 11.02.2011), 1. BC Bischmisheim (vom 10.02.2011) und TV Refrath (vom 07.02.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind.

 

 

 

Gegen den Partner

Vorschau auf den 2. Teil des 10. Spieltages in der 1. Bundesliga

 

(10.01.2011, CP) Am Dienstag, den 11. Januar, wird der 10. Spieltag in der Eliteklasse mit den Partien 1. BC Bischmisheim gegen PTSV Rosenheim und VfL 93 Hamburg gegen SG EBT Berlin abgeschlossen.

 

Der 1. BC Beuel, der BV Gifhorn, der SC Union Lüdinghausen und der TV Refrath absolvierten bereits eine Woche zuvor ihre Punktspiele, nachdem der ursprünglich für die Austragung der vier Begegnungen vom 10. Spieltag vorgesehene Termin (25. Januar 2011) aufgrund der Verlegung des Premier Super Series-Turniers Korea Open (jetzt 25.-30.01.2011) durch den Badminton-Weltverband BWF verschoben wurde und sich die Erstligaklubs auf den 4. oder den 11. Januar als neuen Termin einigen mussten.

 

Nach seinem 6:0-Kantersieg im Heimspiel gegen den TV Refrath führt der 1. BC Beuel die Tabelle wieder an. Die Mannschaft aus dem Rheinland, Vizemeister in der vorangegangenen Spielzeit, liegt derzeit mit 16:4 Punkten vor dem letztjährigen Play-off-Halbfinalisten aus der Hauptstadt und Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim. Sowohl Berlin als auch die Saarländer weisen aktuell 15:3 Zähler auf (wobei Berlin mit 40:14 vs. 37:17 über das bessere Spielverhältnis verfügt und daher auf Tabellenrang zwei geführt wird) und haben daher die Möglichkeit, am Dienstagabend erneut an den Bonnern vorbeizuziehen.

 

„In dieser Phase dürfen wir uns keine Ausrutscher leisten. Punkte, die wir jetzt liegen lassen würden, könnten uns am Ende sehr schmerzhaft fehlen“, meint BCB-Teammanager Thomas Tesche im Hinblick auf neue Play-off-Regelung: Wer die Punkterunde als Spitzenreiter abschließt, steht automatisch im Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, während die Vereine auf den Rängen zwei und drei in einer Halbfinalpartie den zweiten Endspielteilnehmer ausspielen. Anders als in den Vorjahren, zieht der Viertplatzierte nicht mehr in die Play-offs ein.

 

Das Hinspiel, am 1. Spieltag der Saison 2010/2011 und ebenfalls an einem Dienstag, gewann die Mannschaft des 1. BC Bischmisheim auswärts mit 5:1, wobei zwei der fünf Matches, die an den BCB gingen, erst im dritten Durchgang entschieden wurden. Den Ehrenpunkt für das Team des Aufsteigers erzielte damals Lukas Schmidt durch einen Zwei-Satz-Erfolg über Marcel Reuter. Das Rosenheimer Aufgebot von Coach Manfred Ernst darf mit dem bisherigen Saisonverlauf insgesamt aber zweifelsohne zufrieden sein: Sechs Unentschieden erzielte der Liga-Neuling bislang, einzig gegen die „großen Drei“, Berlin, Beuel und Bischmisheim, mussten Niederlagen hingenommen werden. Mit einer Bilanz von 6:12 Punkten belegt der PTSV aktuell Rang fünf in der Tabelle – zwei Zähler hinter dem viertplatzierten SC Union Lüdinghausen, der allerdings bereits eine Partie mehr absolviert hat.

 

Die Konstellation Rosenheim gegen Bischmisheim bzw. umgekehrt ist stets besonders interessant: Schließlich trainiert ein Großteil der Mitglieder beider Mannschaften gemeinsam am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland in Saarbrücken. PTSV-Akteur Oliver Roth bildet sogar bei internationalen Turnieren zusammen mit BCB-Kapitän Michael Fuchs ein Duo. So werden die Nationalspieler auch die im Mai 2011 beginnende Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London als Paarung in Angriff nehmen. „Spiele gegen Doppel- oder Trainingspartner und Freunde sind natürlich etwas Besonderes. Auf der anderen Seite sind wir so professionell, dass die Emotionen auf dem Platz bleiben“, sagt Michael Fuchs.

 

Da zahlreiche PTSV-Spieler in Saarbrücken wohnen, entfällt für sie die mehr als 500 km lange Anreise, die ihre Mannschaftsmitglieder auf sich nehmen müssen. Immerhin ist die Wetterlage und sind damit auch die Straßenverhältnisse derzeit weit weniger prekär als sie es beispielsweise am Doppelspieltag vor Weihnachten war/en.

 

Knapp 300 km hat am Dienstag die Mannschaft der SG EBT Berlin vor sich, wo sie am Abend beim VfL 93 Hamburg zu Gast ist. Im Hinspiel musste das Team um die Weltranglistensiebte im Dameneinzel, <st1:PersonName>Juliane Schenk</st1:PersonName>, eher unerwartet einen Punkt abgeben: Hamburg erkämpfte sich in der Auftaktpartie der Saison 2010/2011 ein 3:3. Sowohl Jugendnationalspielerin Isabel Herttrich im Dameneinzel als auch Sebastian Rduch im 2. Herreneinzel und Till Zander/Karen Neumann im Mixed setzten sich gegen ihre jeweiligen Kontrahenten durch. Deutschlands Nummer eins, Juliane Schenk, stand damals allerdings nicht zur Verfügung.

 

Karen Neumann war Ende September gleich an zwei überaus spannenden Matches beteiligt: Zusammen mit Till Zander bezwang sie Berlins Neuzugang Robert Blair und Nicole Grether im dritten Satz mit 26:24, nachdem sie sich an der Seite von Isabel Herttrich zuvor Nicole Grether und Lisa Deichgräber mit 22:24 im entscheidenden Durchgang hatte geschlagen geben müssen. Die Statistik (255:270 Spielpunkte aus Sicht des VfL) belegt, wie eng sich die Begegnung im Herbst 2010 gestaltete.

 

Während Berlin bereits für die Play-offs planen kann und nur noch nicht weiß, ob am zweiten Aprilwochenende eine Halbfinalpartie ansteht oder ob nach dem Abschluss der Punkterunde erst Ende April/Anfang Mai (Play-off-Finale) der nächste Auftritt in der Bundesliga folgt, geht es für den VfL 93 Hamburg „nur“ noch um die bestmögliche Platzierung. Aktuell belegen die Hanseaten mit 6:12 Zählern, punktgleich mit Rosenheim, aber mit dem geringfügig schlechteren Spielverhältnis, Rang sechs.   

 

 

Die Partien und Ergebnisse am/vom 10. Spieltag im Überblick

 

Di.,11.01.2011         19:00           1. BC Bischmisheim - PTSV Rosenheim; verlegt vom 25.01.2011 

Di.,11.01.2011         19:00           VfL 93 Hamburg - SG EBT Berlin; verlegt vom 25.01.2011  

Di.,04.01.2011         19:00           1. BC Beuel - TV Refrath 6:0; verlegt vom 25.01.2011 

Di.,04.01.2011         19:30           BV Gifhorn SC Union Lüdinghausen 1:5; verlegt vom 25.01.2011

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 10. Spieltag auch die ausführliche Vorschau des 1. BC Bischmisheim (vom 06.01.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt ist.

 

 

Gifhorn will die Revanche

Vorschau auf den 1. Teil des 10. Spieltages in der 1. Bundesliga

 

(03.01.2011, CP) Am 4. Januar kommt es zum dritten Mal in der Erstligasaison 2010/2011 zu Punktspielen an einem Dienstag. Diesmal wird allerdings nur die Hälfte der acht Vereine im Einsatz sein: Der aktuelle Tabellendritte 1. BC Beuel empfängt den fünftplatzierten TV Refrath und hat die Chance, sich mit einem Sieg erneut an die Spitze der Tabelle zu setzen, während Schlusslicht BV Gifhorn den Tabellensechsten SC Union Lüdinghausen zu Gast hat.

 

Ursprünglich waren alle vier Erstliga-Begegnungen des 10. Spieltages auf den 25. Januar 2011 terminiert worden. Die entstandenen Veränderungen im Bundesliga-Spielplan haben ihre Ursache in der Verlegung des Premier Super Series-Turniers Korea Open (jetzt 25.-30.01.2011) durch den Badminton-Weltverband BWF. Während sich der VfL 93 Hamburg und der derzeitige Tabellenführer SG EBT Berlin ebenso wie Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim und Aufsteiger PTSV Rosenheim auf den 11. Januar als neuen Termin einigten, tragen die anderen vier Vereine bereits am vierten Tag des neuen Jahres „ihre“ Partie des 10. Spieltages aus.

 

„Ich kenne die terminlichen Zwänge, dennoch freut sich niemand so richtig auf die Begegnung. Dabei sollte es doch etwas Besonderes sein, gerade in Beuel zu spielen“, blickt Heinz Kelzenberg, Vereinschef des TV Refrath, auf das „Nachbarschaftsduell“. „Viele Akteure sind noch gar nicht aus ihrer kurzen, aber verdienten Winterpause zurück im Training“, beurteilt der Coach den Termin kritisch. Im Hinspiel, der ersten Partie in der Saison 2010/2011, trotzte der TVR als damaliger Gastgeber den ohne ausländische Spieler angetretenen Bonnern einen Punkt ab – und verbuchte damit seinen ersten Punktgewinn in der Eliteklasse in der Vereinsgeschichte. Dem Rückspiel sieht Teammanager Danny Schwarz allerdings eher pessimistisch entgegen: „Wir wollen uns gut verkaufen, aber alles andere als eine Niederlage wäre schon eine Sensation.“ Refrath muss nun wieder ohne den Chinesen Lu Qicheng auskommen, der von Anfang Oktober bis Mitte Dezember für den letztjährigen Liga-Neuling aufgeschlagen hatte. Er ist in seine Heimat zurückgekehrt und wird auch in dieser Spielzeit nicht mehr nach Deutschland zurückkommen. Auf weitere Leistungsträger kann der TVR am morgigen Dienstag nicht zurückgreifen: „Leider steht Max Schwenger nicht zur Verfügung und auch Johannes Szilagyi wird einen Tag nach seiner Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub noch nicht eingesetzt“, erläutert Heinz Kelzenberg. Daher wird der 18 Jahre alte Jugendnationalspieler Raphael Beck aus der 2. Mannschaft der Refrather im Erstligaaufgebot stehen. „Raphi hat uns mehrfach überzeugt und vor allem beim letzten Regionalligaspiel im Dezember super gespielt. In unserer Situation ist es logisch, dass wir genau ihn aufstellen“, lobt Heinz Kelzenberg den Nachwuchsspieler.

 

In Niedersachsen ist Teammanager Hans Werner Niesner zuversichtlich, dass der BV Gifhorn in Bestbesetzung antreten kann. „Das Hinspiel war zugleich das Saisoneröffnungsspiel, auch an einem Dienstag. In Lüdinghausen haben wir sehr unglücklich mit 2:4 verloren, nun möchten wir natürlich die Revanche. Ein 3:3 müssen wir schon holen“, meint der frühere Bundestrainer und fügt hinzu: „Im Hinspiel waren die Spiele sehr ausgeglichen und knapp. Ich gehe davon aus, dass dies auch morgen so sein wird. Insofern ist Hochspannung garantiert!“ Am 21. September hatten die Gäste aus Gifhorn das Dameneinzel und das Damendoppel für sich entscheiden können. Dabei war Neuzugang Carola Bott für beide Punktgewinne verantwortlich, im Doppel gemeinsam mit Astrid Hoffmann.

 

Die Partien am 10. Spieltag im Überblick

 

Di.,04.01.2011         19:00           1. BC Beuel - TV Refrath; verlegt vom 25.01.2011 

Di.,04.01.2011         19:30           BV Gifhorn – SC Union Lüdinghausen; verlegt vom 25.01.2011

Di.,11.01.2011        19:00           1. BC Bischmisheim - PTSV Rosenheim; verlegt vom 25.01.2011 

Di.,11.01.2011         19:00           VfL 93 Hamburg - SG EBT Berlin; verlegt vom 25.01.2011  

   

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 10. Spieltag auch die ausführliche Vorschau des TV Refrath (vom 02.01.2011), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt ist.

 

 

Top-Begegnung in der Hauptstadt

Vorschau auf den 8. und 9. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

(17.12.2010, CP) Den Erst- und Zweitligisten steht ein anstrengendes Wochenende bevor – und dies nicht allein aufgrund der Tatsache, dass alle 24 Mannschaften zwei Spiele bestreiten müssen. Vielmehr versprechen auch die Fahrten zu den einzelnen Austragungsorten, zum Teil mehrere hundert Kilometer weit, beschwerlich zu werden. Bei den aktuell vorherrschenden Bedingungen, mit Schnee, glatten Fahrbahnen und Minustemperaturen deutschlandweit, ist allen Vereinen in erster Linie zu wünschen, dass sie ihre Ziele unbeschadet erreichen.

 

Die Erstliga-Klubs bestreiten an diesem Wochenende jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel. So muss beispielsweise Aufsteiger PTSV Rosenheim (Tabellenplatz 6) zunächst ins Bergische Land zum TV Refrath (Platz 7) reisen, ehe die Bayern tags darauf den VfL 93 Hamburg (Platz 5) empfangen. So kommen für die Mannschaft von Coach Manfred Ernst gleich über 1.200 Kilometer zusammen. Der BV Gifhorn (Platz 8), der am Samstag den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim (Platz 3) zu Gast hat, muss am Sonntag gar fast 700 Kilometer zurücklegen, bis er die Luitpoldhalle in Rosenheim erreicht hat.

 

Und auch Tabellenführer 1. BC Beuel hat am 4. Advent wahrlich keinen „Kurztrip“ vor sich: Knapp 600 Kilometer sind es bis nach Berlin, wo das Spitzenspiel zwischen dem Herbstmeister aus dem Rheinland und dem aktuellen Tabellenzweiten ausgetragen wird. Bislang musste in der Saison 2010/2011 noch keines der beiden Teams eine Niederlage hinnehmen. Im direkten Vergleich trennten sich die Mannschaften aus der ehemaligen Bundeshauptstadt und der aus aktuellen am 4. Spieltag in Bonn Unentschieden. Kann sich Marc Zwiebler für seine Zweisatz-Niederlage, die er damals gegen EBT-Akteur Wong Choong Hann (Malaysia) erlitten hat, revanchieren? Wird Nationalspieler Ingo Kindervater wie im Oktober im Herrendoppel und im Mixed für Bonn punkten? Und wer sichert sich die beste Ausgangsposition für die Play-offs? Diese und weitere Fragen stehen in der Top-Begegnung des 8./9. Spieltags 2010/2011 im Mittelpunkt.

 

Zur Erinnerung: Ab dieser Saison zieht der Tabellenerste nach der 14 Spieltage umfassenden Punkterunde direkt ins Play-off-Finale ein, während der Tabellenzweite und der Tabellendritte in einem Match den zweiten Endspielteilnehmer ermitteln. Die Teams auf den Rängen vier bis acht haben in diesem Jahr weder Abstiegssorgen, noch können sie um den Hans-Riegel-Pokal für den Deutschen Mannschaftsmeister spielen.

 

„Wir freuen uns auf erstklassiges Badminton vor Weihnachten in Berlin. Allerdings sind die Bonner leicht favorisiert. Aber unser Team hat zuletzt vor allem als Mannschaft überzeugt und der Teamgeist kann auch im Badminton Berge versetzen“, sagt EBT-Teammanager Manfred Kehrberg, dessen Mannschaft am Samstag zunächst beim Tabellenvierten SC Union Lüdinghausen antritt. Im Hinspiel verzeichneten die EBT-ler gegen die Mannschaft von Teammanager Michael Schnaase einen ungefährdeten 6:0-Sieg. Alle Matches waren im Oktober nach zwei Sätzen zugunsten der Gastgeber entschieden.  

 

Der 1. BC Beuel hat sich für sein Heimspiel an diesem Samstag etwas Besonderes ausgedacht: Da es sich bei der Begegnung mit dem VfL 93 Hamburg um die letzte Partie vor eigenem Publikum in diesem Jahr handelt und diese zudem in der Vorweihnachtszeit liegt, beteiligt sich der dreimalige Deutsche Mannschaftsmeister (1981, 1982, 2005) an der „Lichtblicke“-Aktion des Lokalradio Radio Bonn/Rhein-Sieg. Bei der 1998 gegründeten Aktion handelt es sich um eine Spendenaktion, die Kinder, Jugendliche und deren Familien aus Nordrhein-Westfalen unterstützt, die in materielle, finanzielle oder seelische Notlage geraten sind. Getragen wird die Aktion gemeinsam von den 45 NRW-Lokalradios, dem Rahmenprogramm radio NRW, den Caritasverbänden der fünf Bistümer im Land und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Der 1. BC Beuel wird ein Viertel der Einnahmen aus dem Kartenverkauf dem guten Zweck zuführen.

 

Für US-Open-Gewinnerin Birgit Overzier ist die Partie gegen den VfL 93 Hamburg, die im Oktober mit einem 6:0-Kantersieg für die Gäste aus Bonn endete, die erste unter ihrem neuen Nachnamen: Die 26-Jährige heiratete am 10. Dezember 2010 ihren langjährigen Lebensgefährten Torben Michels und nahm dessen Nachnamen an.

 

Der TV Refrath hofft darauf, am letzten Doppelspieltag in diesem Jahr drei Punkte einzufahren. Denn dies gelang ihm zwei Monate zuvor, als die Gegner ebenfalls Rosenheim und Hamburg hießen. Bei den Bayern erkämpfte sich die Mannschaft von Teammanager Danny Schwarz ein Remis, tags darauf verbuchte der TVR in heimischer Halle seinen ersten doppelten Punktgewinn überhaupt in der Eliteklasse. Danach verzeichnete Refrath keinen Punktgewinn mehr. „Nach drei Niederlagen in Folge ist mein Team heiß auf Erfolgserlebnisse“, meint Danny Schwarz, der am Sonntag Neuzugang Lu Qicheng verabschieden muss. Der Chinese kehrt in seine Heimat zurück und wird für die dann noch ausstehenden fünf Spieltage auch nicht wiederkommen. In vier der fünf Partien sind die derzeit vier besten Mannschaften Gegner des TVR, daher rechnet sich Vereinschef Heinz Kelzenberg keine großen Chancen aus, zum Ende der Hauptrunde noch (viele) Punkte einzufahren. „Wir verzichten auf unseren Chinesen, denn wir möchten für die kommende Saison sparen, da es dann wieder gegen den Abstieg geht“, so der 1. Vorsitzende.

 

Der VfL 93 Hamburg möchte sich hingegen für die Niederlage in Refrath revanchieren, als er mit einem aufgrund von Verletzungen und Krankheiten geschwächten Team im Bergischen angetreten war. Doch auch diesmal kann VfL-Coach Jacek Hankiewicz nicht aus dem Vollen schöpfen: Einige Spieler/innen sind krank, andere anderweitig im Einsatz. Und auch der Trainer selbst, der im November zweimal ausgeholfen hatte, ist nicht voll fit, hat Knieprobleme.

 

Der 1. BC Bischmisheim dagegen kann erstmals seit dem 2. Spieltag wieder mit allen Stammspielern planen. „Es geht ein tolles Jahr für uns zu Ende und am Wochenende haben wir die Möglichkeit, uns eine gute Ausgangslage für das nächste Jahr zu verschaffen. Dazu sollten wir beide Spiele gewinnen, doch beide Gegner werden uns nichts schenken“, erläutert Teammanager Thomas Tesche.

 

 

Die Partien am 8. und 9. Spieltag im Überblick

 

Sa.,18.12.2010        19:00           1. BC Beuel - VfL 93 Hamburg

Sa.,18.12.2010        13:00           BV Gifhorn - 1. BC Bischmisheim

Sa.,18.12.2010        14:00           SC Union Lüdinghausen - SG EBT Berlin

Sa.,18.12.2010        15:00           TV Refrath - PTSV Rosenheim

 

So.,19.12.2010        14:00           VfL 93 Hamburg - TV Refrath

So.,19.12.2010        14:00           PTSV Rosenheim - BV Gifhorn

So.,19.12.2010        14:00           1. BC Bischmisheim  – SC Union Lüdinghausen

So.,19.12.2010        14:00           SG EBT Berlin - 1. BC Beuel

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 8. und 9. Spieltag auch die ausführlichen Vorschauen der Vereine SG EBT Berlin (vom 14.12.2010), 1. BC Bischmisheim (vom 16.12.2010), TV Refrath (vom 13.12.2010) und PTSV Rosenheim (16.12.2010), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind.

 

 

Hinrunden-Abschluss erstmals an einem Dienstag

Vorschau auf den 7. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

(29.11.2010, CP) Die Premiere wurde bereits am 1. Spieltag begangen, doch es ist für Beteiligte wie Fans sicherlich noch immer ungewohnt, dass die derzeit besten acht Mannschaften Deutschlands in dieser Saison mehrmals an einem Wochentag um Bundesligapunkte spielen. Am morgigen 30. November treffen die Erstligisten zum zweiten Mal an einem Dienstag aufeinander, nachdem im Frühjahr 2010 in einem Pilotprojekt für die Saison 2010/2011 in der 1. Bundesliga insgesamt vier Spieltage auf diesen Wochentag festgelegt worden waren. Neben dem 21. September 2010 (1. Spieltag) und dem 30. November 2010 (7. Spieltag) handelt es sich dabei um den 4. bzw. 11. Januar 2011 (10. Spieltag; ursprünglich terminiert auf den 25. Januar 2011) und den 22. Februar 2011.

 

„Beim ersten Mal waren die Anreise und die Rückreise etwas strapaziös und wir sind natürlich erst zu später Stunde wieder zuhause angekommen, andererseits trainieren unserer Spielerinnen und Spieler in der Regel auch abends, so dass ihnen der Abendtermin gelegen kommt“, zog Hans Werner Niesner, Teammanager des BV Gifhorn, nach dem ersten Dienstag-Spieltag ein Fazit. Damals mussten die Niedersachsen beim SC Union Lüdinghausen in Nordrhein-Westfalen antreten (4:2 für die Gastgeber). „Außerdem ist die Sicht in vielen Hallen besser, wenn es dunkel ist. Tagsüber ist der Lichteinfall gelegentlich ungünstig“, nennt der frühere Bundestrainer weitere Vorteile. Da der Großteil seiner Mannschaft aus Studenten oder Profi-Spielern bestünde, hätten die Aktiven auch zeitlich keine Schwierigkeiten bei der Anreise gehabt, so Hans Werner Niesner. „Und Daniel Porath zum Beispiel durfte an jenem Spieltag ein wenig früher den Dienst beenden“, erläutert der Coach. Er betonte ferner, dass jeder Verein ja nur zweimal pro Saison in der Woche auswärts antreten müsse. Dies ist aus seiner Sicht gut machbar.    

 

Am morgigen Dienstag muss der BV Gifhorn, der nach einem Sieg, einem Unentschieden und vier Niederlagen im bisherigen Saisonverlauf vor der letzten Partie der Hinrunde die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten innehat, keine weite Fahrt auf sich nehmen: Er ist diesmal selbst Gastgeber und empfängt den aktuellen Tabellenzweiten SG EBT Berlin. Die Mannschaft von Teammanager Manfred Kehrberg weist derzeit einen Pluspunkt weniger auf als der aktuelle Spitzenreiter, der 1. BC Beuel (9:3 vs. 10:2). „Wir werden Badminton der Weltklasse in der Flutmulde erleben“, ist sich Hans Werner Niesner sicher. Das Team aus der Hauptstadt ist in der Begegnung des 7. Spieltags zweifelsohne klar favorisiert, auch wenn zum Beispiel in Juliane Schenk und Nicole Grether Berlins leistungsstärkste Damen fehlen werden. Beide sind bei den China Open, einem Super Series-Turnier, im Einsatz. „Es wird wieder sehr schwer für unser Nachwuchsteam, das sich aber auf die große Herausforderung freut und alles geben wird, um spannendes und hochklassiges Spitzen-Badminton zu zeigen“, meint Gifhorns Teammanager. Für das NBV-Team Gifhorn werden Carola Bott, Astrid Hoffmann, Raul Must, Maurice Niesner, Robert Franke (der wieder von einer Knieverletzung genesen ist), Daniel Porath und eventuell Robert Hinsche zum Einsatz kommen.

 

Beste Chancen, die „Herbstmeisterschaft“ für sich zu entscheiden, hat als derzeitiger Tabellenführer der 1. BC Beuel. Der amtierende Vizemeister, der vier Siege und zwei Unentschieden auf dem Konto hat und zuletzt mit einem 5:1-Erfolg über den fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim überzeugte, trifft vor eigenem Publikum auf Aufsteiger PTSV Rosenheim. Die Bayern rangieren nach sechs Spieltagen auf dem sechsten Tabellenrang und hinterließen bislang einen guten Eindruck: Viermal kamen sie zu einem Remis, nur gegen Bischmisheim und Berlin erlitt das Team von Coach Manfred Ernst bislang Niederlagen. Auch die Partie in Nordrhein-Westfalen nimmt der PTSV selbstverständlich hoch motiviert in Angriff und beabsichtigt, erneut starke Vorstellungen zu zeigen. Die Gastgeber aus Bonn müssen am 30. November auf den EM-Dritten und derzeitigen Weltranglisten-13. im Herreneinzel, Marc Zwiebler, verzichten, der zeitgleich bei den China Open antritt. Trotzdem kann der dreimalige Deutsche Mannschaftsmeister (1981, 1982, 2005) wohl optimistisch auf den morgigen Spieltag blicken: Unter anderem mit dem French Open-Finalisten Ingo Kindervater, Top 10-Spielerin Birgit Overzier und Scottish International-Finalistin Elizabeth Cann haben die Bonner zahlreiche Weltklasse-Akteure in ihrem aktuellen Aufgebot stehen.

 

Beim 1. BCB freut man sich unterdessen über die Rückkehr der Nummer eins im Herreneinzel, Dieter Domke. Der 23-Jährige hat seine Knieverletzung auskuriert. „Ich bin froh, dass Dieter sich nach seiner Operation durch seine disziplinierte Trainingsarbeit so schnell wieder herangekämpft hat. Er ist eine sehr wichtige Stütze für uns, um unsere Ziele in dieser Saison zu erreichen“, meint Teammanager Thomas Tesche. Die Saarländer müssen derzeit – punktgleich mit Berlin, aber mit einem geringfügig schlechteren Spielverhältnis als die Mannschaft aus der Hauptstadt – mit Tabellenplatz drei Vorlieb nehmen. Gegen den aktuellen Siebten, den TV Refrath, soll daher unbedingt ein Sieg her. Dieter Domke steht zwar nun wieder zur Verfügung, dafür müssen die Gastgeber auf Nachwuchsspieler Philip Welker und die Schwedin Emma Wengberg verzichten. Während Letztere ebenfalls bei den China Open aufschlägt, erlitt der 21 Jahre alte Philip Welker einen Meniskus-Abriss und fällt voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres aus.

 

Der deutsche Nationalspieler Michael Fuchs begrüßt die Einführung der Dienstags-Spieltage sehr: „Ein Spieltag wie der morgige ist für uns optimal: Wir gehen gegen 19.00 Uhr in die Halle, sind etwa gegen 21.30 Uhr fertig – das ist super. Ich bin schon sehr gespannt auf den Zuschauerzuspruch. In Rosenheim war er sehr gut. Für viele ist es sicherlich günstiger, direkt nach der Arbeit in die Halle zu kommen oder statt selbst zu trainieren ein Bundesligaspiel anzusehen als zum Beispiel an einem Sonntag vier Stunden in der Halle zu sitzen“, meint der Mannschaftskapitän der „Mannschaft des Jahres 2010“ im Saarland. „Es wäre schön, wenn sich die Dienstags-Spieltage bewähren würden. Denn gerade im nächsten Jahr, wenn die Olympiaquali ansteht, sind sehr viele Wochenenden durch Turniere belegt. Und ab und zu braucht man auch mal ein Wochenende zum Entspannen“, so der 28-Jährige weiter. Der 1. Spieltag in Rosenheim war aus Sicht des Weltranglistenneunten im Mixed (zusammen mit der Beuelerin Birgit Overzier) für den Großteil der Mannschaft „schon hart“. Er selbst habe zu dem Zeitpunkt Urlaub in München gemacht, so dass er nur von dort aus nach Rosenheim habe fahren müssen. Seine Teamkolleginnen und –kollegen jedoch seien am späten Vormittag in Saarbrücken abgereist, dann stand abends die Auftaktpartie der Saison 2010/2011 auf dem Programm, und zurück im Saarland war man gegen 3.30 Uhr in der Nacht. Aber wie Hans Werner Niesner, so betont auch Michael Fuchs: „Das kommt an zwei Spieltagen in der Saison vor, insofern …“

 

 

Die Partien am 7. Spieltag im Überblick

 

Di., 30.11.2010        19:00           VfL 93 Hamburg 1 – SC Union Lüdinghausen 1

Di., 30.11.2010        19:30           BV Gifhorn 1 - SG EBT Berlin 1

Di., 30.11.2010        19:00           1. BC Bischmisheim 1 - TV Refrath 1

Di., 30.11.2010        19:00           1. BC Beuel 1 - PTSV Rosenheim 1

 

 

Weitere Informationen

 

Lesen Sie zum 7. Spieltag auch die ausführlichen Vorschauen der Vereine 1. BC Bischmisheim (vom 25.11.2010), BV Gifhorn (vom 25.11.2010) und TV Refrath (vom 29.11.2010), die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind.

 

  

Der nächste Doppelspieltag steht an

Vorschau auf den 5. und 6. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

Lesen Sie zum 5.und 6. Spieltag die ausführlichen Vorschauen mehrerer Vereine, die in der Rubrik „Mitteilungen der BL-Vereine“ eingestellt sind.

 

 

Vier Punkte als Optimum

Vorschau auf den 3. und 4. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

(15.10.2010, CP) Für die Erstligisten steht am kommenden Wochenende der erste von insgesamt vier Doppelspieltagen in der Saison 2010/2011 an. Das Top-Spiel steigt dabei in Bonn, wenn am Sonntag die Mannschaft der SG EBT Berlin, Play-off-Halbfinalist in der vergangenen Spielzeit, beim amtierenden Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel antritt. Das Team aus der Hauptstadt startete mit zwei Unentschieden in die noch junge Saison 2010/2011 und belegt derzeit Rang sechs in der Tabelle – allerdings punkt- und spielgleich mit dem BV Gifhorn (3.), dem VfL 93 Hamburg (4.) und dem SC Union Lüdinghausen (5.). Die Beueler ließen einem Remis am 1. Spieltag einen Sieg gegen Lüdinghausen folgen und rangieren damit – punktgleich wiederum mit Titelverteidiger und Tabellenführer 1. BC Bischmisheim – auf Tabellenplatz zwei.

 

Erstmals in dieser Saison kann Marc Hannes, Teammanager und hauptverantwortlicher Trainer in Bonn, nun auch auf englische Asse zurückgreifen. Nachdem diese an den ersten beiden Spieltagen keine Freigabe von ihrem Verband erhalten hatten, werden am Wochenende Carl Baxter, Heather Olver und Elizabeth Cann zum Einsatz kommen. „Entsprechend erwarte ich einen klaren Sieg gegen Hamburg. Im Top-Spiel am Sonntag gegen Berlin wollen wir so gut wie möglich gegenhalten. Aber wenn Berlin, wie angekündigt, mit allen Spitzenspielern kommt, wird es für uns schwer gegen sie zu gewinnen. Wir wären mit einem Unentschieden schon zufrieden, werden aber natürlich zuhause alles versuchen um zu gewinnen“, meint Marc Hannes.

 

Mit dem bisherigen „Verlauf“ der Saison – sofern man davon nach zwei absolvierten Partien überhaupt sprechen kann – ist der 35-Jährige „eigentlich sehr zufrieden. Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, nachdem wir in den ersten beiden Spielen auf derart viele Stammspieler verzichten mussten. Wir hatten ein wenig Pech, als sich Birgit Overzier in Refrath verletzt hat und wir dort einen Punkt lassen mussten. Andererseits hat zum Beispiel Mareike Busch super Damendoppel gespielt. Dass wir in Lüdinghausen das Damendoppel gewinnen würden, damit konnte man nicht rechnen“, lobte Marc Hannes seinen Schützling.

 

Bei der SG EBT Berlin gibt an diesem Wochenende der dänische Neuzugang Kenneth Jonassen, Europameister von 2008 im Herreneinzel, seinen Einstand. Der Verein aus der Hauptstadt hat am Tag vor seinem Auswärtsspiel im Rheinland den SC Union Lüdinghausen zu Gast. „Wir freuen uns auf das Debüt von Kenneth Jonassen und wollen auf jeden Fall beide Punkte in Berlin behalten. Aber Lüdinghausen darf man auf keinen Fall unterschätzen. Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen und immer für eine Überraschung gut“, so Manfred Kehrberg, Abteilungsleiter Badminton bei EBT und Teammanager der Erstligamannschaft. Eine schwere Aufgabe erwartet er in Bonn: „Alle Spiele versprechen Badminton der internationalen Spitzenklasse, der Ausgang erscheint in fast allen Partien absolut offen, wobei der Heimvorteil möglicherweise für die Bonner spricht.“ Für Spannung wird in der Erwin-Kranz-Halle also in jedem Fall gesorgt sein.

 

Aber auch eine Vielzahl anderer Begegnungen verspricht enge Matches. Eine interessante Partie ist sicherlich unter anderem die zwischen Aufsteiger PTSV Rosenheim und dem letztjährigen Liga-Neuling TV Refrath, die am Samstag in Bayern stattfindet. TVR-Vereinschef ist insbesondere von der Nachwuchsarbeit beim PTSV angetan: „Hier wurde konstant eine tolle Spielergeneration aufgebaut, die ich schon seit der Altersklasse 13 kenne. Es wird sehr, sehr schwer, gegen dieses Team einen Punkt zu holen.“ Einen Tag später empfängt der Verein aus dem Bergischen den VfL 93 Hamburg, der in den ersten beiden Partien der aktuellen Saison – in Berlin und gegen Rosenheim – mit einem Remis überzeugte. „Wir spielen gegen zwei sehr starke Teams ohne ausländische Stars. Eigentlich sind es genau die Teams, mit denen wir uns mittelfristig messen möchten. Wir freuen uns alle auf diese Aufgaben und ich wünsche mir zwei Punkte“, meinte Danny Schwarz, seit dieser Saison Bundesligamanager beim TV Refrath, im Vorfeld.

 

Der SC Union Lüdinghausen, der mit einem 4:2-Sieg gegen den BV Gifhorn in die Saison 2010/2011 startete und anschließend mit dem gleichen Ergebnis beim 1. BC Beuel unterlag, muss sich unterdessen gleich mit zwei Favoriten auf den Titelgewinn auseinandersetzen: Am Tag nach dem Auswärtsspiel in Berlin – wenn SCU-Rückkehrer Josche Zurwonne auf seine Teamkolleginnen und –kollegen aus der Saison 2009/2010 trifft – hat die Mannschaft von Teammanager Michael Schnaase in eigener Halle den 1. BC Bischmisheim zu Gast. „In den nächsten beiden Spielen haben wir mit Berlin und Bischmisheim zwei sehr schwere Gegner, hier werden wir wohl zwei Niederlagen hinnehmen müssen“, ist der ehemalige Nationalspieler wenig optimistisch, dass seiner Mannschaft ein Punktgewinn gelingt. Doch dafür hat der SCU dann auch bereits gegen alle „ganz harten Brocken“ einmal in dieser Saison gespielt. In den Partien danach, in Rosenheim, gegen Refrath und in Hamburg, strebt der Verein aus dem Kreis Coesfeld weitere Siege – oder zumindest keine Niederlagen – an. „In den ersten beiden Partien haben wir zum Beispiel Vladislav Druzhchenko noch gar nicht eingesetzt. Hier haben wir also noch Optionen“, sagt Michael Schnaase, der aufgrund des neuen Austragungsmodus` in der 1. Bundesliga einen wiederholten Einzug seines Teams in die Play-offs eher für unwahrscheinlich hält. Denn ab dieser Spielzeit qualifizieren sich nur noch die Vereine für die Endrunde um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters, die nach der Punkterunde die Plätze eins bis drei belegen. Zuvor durfte auch der Viertplatzierte um den Hans-Riegel-Pokal mitspielen. Und da nach Einschätzung des mehrmaligen Deutschen Meisters Bischmisheim, Berlin und Beuel die ersten Drei unter sich ausmachen werden, sieht er den SCU derzeit nicht als Play-off-Kandidaten.

 

„Noch nie waren die einzelnen Bundesligapartien so wichtig wie in dieser Saison. Die Zeit des Taktierens ist vorbei, jeder verlorene Punkt kann am Ende richtig wehtun“, meint Thomas Tesche, Teammanager beim fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim. Die Mannschaft aus dem Saarland möchte ihren Spitzenplatz ohne Frage an diesem Wochenende erfolgreich verteidigen. Allerdings muss der 1. BCB auf seine Nummer eins bei den Herren, Dieter Domke, verzichten. Der 23-Jährige, der bereits in den vergangenen Wochen Probleme mit einer Hand hatte und daher nicht 100%ig fit war, fällt nun aufgrund einer Meniskus-Operation aus. Zu einem Wiedersehen mit ihren früheren Teamkolleginnen und –kollegen kommt es am Samstag für Carola Bott: Die 26-Jährige schlägt seit dieser Saison für den BV Gifhorn auf und hat eine makellose Bilanz von vier Einsätzen (Einzel und Doppel) und vier Siegen vorzuweisen. Ihr Aufeinandertreffen mit BCB-Akteurin Olga Konon, die am 2. Spieltag die in Diensten der SG EBT Berlin stehende Vize-Europameisterin Juliane Schenk in beiden Disziplinen bezwingen konnte, verspricht ein ganz besonders interessantes Match zu werden.

 

 

Die Partien am 3. und 4. Spieltag im Überblick

 

Sa.,16.10.2010        14:00           PTSV Rosenheim - TV Refrath

Sa.,16.10.2010        14:00           VfL 93 Hamburg - 1. BC Beuel

Sa.,16.10.2010        14:00           1. BC Bischmisheim - BV Gifhorn

Sa.,16.10.2010        14:00           SG EBT Berlin – SC Union Lüdinghausen

 

So.,17.10.2010        14:00           BV Gifhorn - PTSV Rosenheim

So.,17.10.2010        14:00           SC Union Lüdinghausen - 1. BC Bischmisheim

So.,17.10.2010        14:00           TV Refrath - VfL 93 Hamburg

So.,17.10.2010        14:00           1. BC Beuel - SG EBT Berlin

   

Unter anderen Vorzeichen

Vorschau auf den 2. Spieltag in der 1. Bundesliga

 

(01.10.2010, CP) Nachdem der Bundesliga-Auftakt in dieser Saison mitten in der Woche durchgeführt wurde, geht es jetzt erst einmal „normal“ weiter: Am kommenden Sonntag stehen ab 14.00 Uhr vier Partien des 2. Spieltags im Plan. Als Top-Spiel am „Tag der Deutschen Einheit“ gilt die Begegnung zwischen dem fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim und dem letztjährigen Play-off-Halbfinalisten SG EBT Berlin. Beide Vereine lieferten sich in der Vergangenheit nicht selten immens spannende Duelle – als vorläufiger Höhepunkt ist sicherlich das Play-off-Finale in der Saison 2008/2009 zu nennen, als das Team aus der Hauptstadt bereits wie der neue Titelträger aussah, Bischmisheim dann aber dank eines furiosen Endspurtes doch noch das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Nachdem der BCB das Hinspiel in Berlin mit 5:3 gewonnen hatte, mussten die Saarländer im Rückspiel in eigener Halle einen 0:4-Zwischenstand hinnehmen. Doch die Gäste aus Berlin konnte ihre Chance nicht nutzen und verpassten im Mai 2009 den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte hauchdünn.

 

Hatte vor knapp anderthalb Jahren das Berliner Team mit Verletzungssorgen zu kämpfen, so sind diesmal beim BCB gleich mehrere Herren angeschlagen: Der deutsche Rekordnationalspieler Kristof Hopp, der bei der WM in Paris seine letzten Matches auf der internationalen Badmintonbühne bestritt, erlitt am vergangenen Wochenende bei seinem Einsatz in der Zweitligamannschaft des BCB einen Riss des Außenbandes im linken Knie und fällt für wenigstens acht Wochen aus. Der Einsatz des 32-Jährigen war allerdings ohnehin nicht für kommenden Sonntag geplant. Anders gestaltet sich die Situation bei Nachwuchshoffnung Dieter Domke. Die Nummer 1 im Herreneinzel bei den Saarländern laboriert bereits seit zwei Wochen an einem Kapselriss in der rechten Schlaghand. Der Deutsche Vizemeister konnte daher auch nicht am Mittwochabend in Dessau beim Länderspiel der DBV-Auswahl gegen Europameister Dänemark antreten. „Die Hand tut immer noch sehr weh und ist angeschwollen. Ich hoffe, dass ich am Sonntag gegen Berlin spielen kann und werde auf die Zähne beißen, aber versprechen kann ich nichts“, sagte Dieter Domke wenige Tage vor dem 2. Spieltag 2010/2011.

 

Bei den Gästen aus der Hauptstadt sind – so der aktuelle Stand – keine gesundheitlichen Probleme zu verzeichnen. Gute Voraussetzungen also für die Berliner bei ihrer ersten Auswärtsbegegnung in der noch jungen Spielzeit. „Das ist eine bedeutende Partie, die auf jeden Fall spannende Spiele mit sich bringen wird. Aus meiner Sicht ist der Ausgang offen, die Tagesform entscheidet“, blickt Manfred Kehrberg, Teammanager bei der SG EBT Berlin, voraus. Ihren ersten Einsatz in dieser Saison wird am Sonntag die Deutsche Meisterin Juliane Schenk haben. Beim 3:3 des Deutschen Vizemeisters von 2009 gegen den VfL 93 Hamburg zum Auftakt in eigener Halle stand die 27-Jährige nicht im Aufgebot. BCB-Teammanager Thomas Tesche teilt im Übrigen die Einschätzung seines Berliner Kollegen: Auch er erwartet am Sonntag eine ausgeglichene und spannende Begegnung zwischen den Play-off-Halbfinalgegnern der vergangenen Saison. Damals hatte sich Bischmisheim in beiden Partien mit 5:3 durchgesetzt.

 

Beim BV Gifhorn sind – mit Ausnahme von Maurice Niesner, der bei den Slovak Open leichte Probleme mit einer Leiste hatte – ebenfalls alle Mannschaftsmitglieder fit. Die Niedersachsen, nach der 2:4-Auftaktniederlage beim SC Union Lüdinghausen derzeit auf Tabellenrang sieben, empfangen am kommenden Sonntag den TV Refrath. Der Verein aus dem Bergischen Land holte gleich am 1. Spieltag einen Punkt, als er gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel vor eigenem Publikum zu einem Remis kam. Mitte September trat der TV Refrath, ebenso wie der Konkurrent aus Bonn, nicht in Bestbesetzung an. Bei beiden Vereinen standen keine ausländischen Spielerinnen und Spieler zur Verfügung. Während der 1. BC Beuel auch am Sonntag, im Heimspiel gegen den SC Union Lüdinghausen, auf seine englischen Asse verzichten muss, ist das TVR-Team nun komplett: Am 24. September traf der chinesische Neuzugang Lu Qicheng ein. Wie Vereinschef Heinz Kelzenberg mitteilte, zeigte der Asiate, der sich in Deutschland „Lukas“ nennt, bereits in der ersten Trainingseinheit, wie schnell und athletisch er ist. Auch TVR-Akteur Kai Waldenberger, einer von Lu Qichengs Trainingspartnern, zeigte sich angetan von dessen Spielweise: „Heute war es schon klasse, doch wenn er sich in ein paar Tagen eingelebt hat, werde ich wohl im Training mein blaues Wunder erleben“.

 

Auch Gifhorns Teammanager Hans Werner Niesner ist bereits gespannt auf den ersten Auftritt des Chinesen im TVR-Dress: „Man muss abwarten, wie stark er ist. In jedem Fall wird es ein ganz spannendes Match. Die Partie am Sonntag ist keinesfalls vergleichbar mit der vor etwa einem Jahr, als Refrath bei uns eine richtige Packung gekriegt hat. Wenn ich sehe, wie das Team beim Saisonauftakt gespielt hat, wäre ein 3:3 ein gutes Ergebnis.“

 

Heinz Kelzenberg, der am Sonntag Bundesligamanager Danny Schwarz vertritt, weil dieser sich auf Hochzeitsreise befindet, meint: „Ich freue mich auf das Spiel, jede der sechs Begegnungen wird interessant und kann so oder so ausgehen, keine wird ein Selbstläufer“. Nachdem Hanna Kölling am 1. Spieltag ausgesetzt hatte, steht sie gegen Gifhorn im Aufgebot des TVR. Der Verein bestreitet aktuell seine zweite Erstligaspielzeit in der Vereinsgeschichte. Im Vorjahr unterlagen die Refrather in Gifhorn mit 2:6, die zweite Begegnung endete 4:4 und brachte den Gastgebern den einzigen Punkt im Verlauf der Saison ein. Unter anderem treffen am Sonntag die beiden Nationalspielerinnen Carola Bott, Neuzugang bei den Niedersachsen, und TVR-„Eigengewächs“ Kim Buss aufeinander, die am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr gemeinsam trainieren.

 

Die Partien am 2. Spieltag im Überblick

 

VfL 93 Hamburg 1 - PTSV Rosenheim 1

1. BC Beuel 1 – SC Union Lüdinghausen 1

BV Gifhorn 1 - TV Refrath 1

1. BC Bischmisheim 1 - SG EBT Berlin 1

 

(alle Sonntag, 03.10.2010, jeweils ab 14.00 Uhr)

 

 

 

Viel Ungewohntes in der Jubiläums-Spielzeit

Vorschau auf die 40. Saison in der 1. Badminton-Bundesliga und den 1. Spieltag 2010/2011

 

(20.09.2010, CP) Morgen geht es endlich wieder los. Die Bundesliga startet in die neue Saison – und in eine in vielerlei Hinsicht besondere noch dazu: Denn die Spielzeit 2010/2011 ist zum einen die 40. in der Geschichte der 1971/1972 eingeführten 1. Bundesliga und damit eine Jubiläums-Saison, gleichzeitig hat die Eliteklasse in Bezug auf ihren Austragungsmodus zahlreiche Veränderungen im Vergleich zu den vorangegangenen erfahren.

 

So umfasst eine Mannschaftsbegegnung ab sofort nur noch sechs statt der bisherigen acht Spiele: zwei Herreneinzel, ein Dameneinzel, ein Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed. Da die Liga zur Saison 2011/2012 auf zehn Teams aufgestockt wird, steigt nach der Spielzeit 2010/2011 kein Verein aus dem Oberhaus ab. Gleichzeitig werden die aktuell in der 1. Bundesliga vertretenen Mannschaften um die zukünftigen Meister der beiden 2. Bundesligen ergänzt. Ab der Saison 2011/2012 müssen in der dann neuen 10er-Liga jeweils jene Teams den Gang in die zweithöchste deutsche Spielklasse antreten, die nach der Punkterunde (wie üblich nach dem Austragungsmodus „Jeder gegen Jeden“) die Plätze neun und zehn belegen. Die Play-down-Runde, an der bis dato stets jene Erstligateams beteiligt waren, die nach Beendigung der Punkterunde die Plätze fünf bis acht belegten, wurde komplett abgeschafft.

 

Tabellenführer direkt für´s Play-off-Finale qualifiziert

 

Auch die Play-offs gibt es nicht mehr in der bisherigen Form. Bislang qualifizierten sich für diese Endrunde um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters ja bekanntlich die vier erfolgreichsten Vereine nach der Punkterunde. Der Erst- und der Viertplatzierte sowie der Tabellendritte und der -zweite ermittelten – jeweils in einem Hin- und einem Rückspiel – die beiden Play-off-Finalisten. Auch diese trugen zwei Partien aus, der Gesamtsieger beider Begegnungen wurde Meister.

 

Künftig zieht der Erstplatzierte nach der Punkterunde direkt ins Play-off-Finale ein, während die Teams auf den Rängen zwei und drei der Tabelle in lediglich einer Halbfinalpartie (gewissermaßen nur „Hinspiel“) den zweiten Endspielteilnehmer ermitteln. Dabei hat der Zweitplatzierte Heimrecht. Auch das Play-off-Finale wurde auf ein Spiel reduziert. Das Heimrecht liegt in dem Fall beim Tabellenführer nach der Punkterunde. Das Play-off-Halbfinale der Saison 2010/2011 wird am 09.04.2011 oder am 10.04.2011 ausgetragen, das Endspiel findet am 29.04.2011, am 30.04.2011 oder am 01.05.2011 statt.

 

Vier Spieltage an einem Dienstag

 

In einem Pilotprojekt wurden ferner für die Erstligasaison 2010/2011 vier Spieltage auf einen Dienstag terminiert. Dazu zählt unter anderem der 1. Spieltag am morgigen 21. September 2010. Die Zweitligisten starten am kommenden Wochenende (25./26.09.2010) in die neue Spielzeit – die insgesamt 23. in der Historie des DBV. Die erste Saison wurde 1988/1989 ausgetragen.

 

Die „üblichen Verdächtigen“

 

Die größten Chancen, sich zum Deutschen Mannschaftsmeister 2010/2011 zu krönen, werden wie im Vorjahr dem 1. BC Bischmisheim, der sich in den letzten fünf Spielzeiten in Folge (2006 bis 2010) den Titel sicherte, dem amtierenden Deutschen Vize-Meister 1. BC Beuel und dem letztjährigen Play-off-Halbfinalisten SG EBT Berlin eingeräumt.

 

Viele der besten deutschen Badmintonspielerinnen und -spieler schlagen für einen der drei Top-Favoriten auf den Gewinn der Meisterschaft auf. So steht z. B. die Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk, bei der SG EBT Berlin unter Vertrag, während der EM-Dritte im Herreneinzel, Marc Zwiebler, ebenso wie der EM-Dritte im Herrendoppel, Ingo Kindervater, und die mehrmalige Deutsche Meisterin Birgit Overzier für den 1. BC Beuel im Einsatz ist. Michael Fuchs, der im Frühjahr 2010 gemeinsam mit Ingo Kindervater bei der EM die Bronzemedaille gewann, der zweimalige Deutsche Meister im Herrendoppel, Johannes Schöttler, und der Deutsche Vizemeister im Herreneinzel, Dieter Domke, treten für Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim an.

 

Während der 1. BC Bischmisheim zum Auftakt bei Aufsteiger PTSV Rosenheim um Punkte spielt, bestreitet der 1. BC Beuel ein NRW-internes Duell beim TV Refrath, und die SG EBT Berlin empfängt den VfL 93 Hamburg. In der vierten Partie des morgigen Dienstags hat der SC Union Lüdinghausen, der in der Saison 2009/2010 erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Play-offs erreicht hatte, den BV Gifhorn aus Niedersachsen zu Gast.

 

Seriensieger zum Auftakt gegen Liga-Neuling

 

„Von den meisten gegnerischen Spielern kennen wir die Spielweise und mit vielen verbindet uns eine Freundschaft. Aber am Dienstag kann es nur darum gehen, einen erfolgreichen Saisonauftakt hinzulegen. Wir werden ganz sicher keine einzige Partie unterschätzen“, sagt Thomas Tesche, Teammanager bei Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim, im Hinblick auf die Auftaktpartie bei den Bayern. So trainieren zahlreiche BCB-Akteure am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken gemeinsam mit Athleten, die für den Liga-Neuling aufschlagen. Der Bischmisheimer Michael Fuchs und Oliver Roth vom PTSV kämpfen sogar international zusammen um Weltranglistenpunkte – mit dem Ziel, sich für die olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 zu qualifizieren.

 

„Unser Team ist hochmotiviert, und das Ziel kann nur sein, sich gegen diese Spitzenmannschaft mit ihren herausragenden Akteuren möglichst teuer zu verkaufen“, meint PTSV-Coach Manfred Ernst. Die Innstädter stehen vor der zweiten Erstligaspielzeit der Vereinsgeschichte. Zuvor war Rosenheim nur in der „Premieren-Saison“ der Eliteklasse, im Jahr 1971/1972, darin vertreten. Nach einem 4:4 im Hinspiel der Relegation gegen den Nord-Meister der Saison 2009/2010, den 1. BV Mülheim, gelang dem PTSV als Meister des Südens tags darauf ein 5:3-Erfolg – der Aufstieg war perfekt!

 

„Unser Saisonziel ist der 6. Platz, und ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft das auch erreichen kann. Da es wegen der Aufstockung der Liga diesmal keinen Absteiger gibt, können wir auch ohne Druck in unsere Premierensaison gehen“, so Manfred Ernst. Um ihr Ziel zu erreichen, haben sich die Rosenheimer unter anderem mit der Weltklassespielerin Paulien van Dooremalen verstärkt. Die Niederländerin präsentierte sich erst Anfang September, bei den Bitburger Badminton Open in Saarbrücken, in herausragender Verfassung, als sie gemeinsam mit ihrer „internationalen Doppelpartnerin“ Lotte Jonathans (ebenfalls Niederlande) das Finale erreichte.

 

Vize-Weltmeister schlägt für Berlin auf

 

Auch die SG EBT Berlin, im Vorjahr Play-off-Halbfinalist, hat prominente Neuzugänge aus dem Ausland zu verzeichnen: So werden für das Team aus der Hauptstadt in der Saison 2010/2011 der Däne Kenneth Jonassen, seines Zeichens Europameister im Herreneinzel im Jahr 2008, und Robert Blair aufschlagen. Letzterer gewann 2006 in Madrid gemeinsam mit seinem Landsmann Anthony Clark bei den Weltmeisterschaften die Silbermedaille. Die beiden Engländer begegnen sich voraussichtlich am 17. Oktober, wenn EBT in Bonn zu Gast ist. Denn Anthony Clark steht – nun bereits in der zweiten Saison in Folge – beim 1. BC Beuel unter Vertrag. „Die Bedeutung jedes einzelnen Spiels ist groß, denn Punkteverluste gegen vermeintlich schwächere Teams können kaum kompensiert werden“, ist Manfred Kehrberg, Teammanager der Berliner, überzeugt.

 

Zum Auftakt tritt die Mannschaft um Vize-Europameisterin Juliane Schenk gegen den VfL 93 Hamburg ein. Zahlreiche Akteure, die in dieser Saison bei den Hanseaten zum Einsatz kommen werden, sind schon viele Jahre für den VfL aktiv. „Es wird kein leichter Gang für uns gegen das eingespielte Team aus Hamburg. Wir müssen unsere Neuzugänge integrieren“, meint daher Rekordnationalspielerin Nicole Grether, die ihrem Klub ebenfalls bereits seit langer Zeit die Treue hält und dort zusammen mit Juliane Schenk ein nur schwer zu schlagendes Damendoppel bildet. Neu im Team der Hamburger ist Nachwuchshoffnung Isabel Herttrich. Die 18-Jährige trainiert und lebt nunmehr seit etwas mehr als einem Jahr in Hamburg, um dort an ihrer sportlichen Karriere zu feilen, schlug zuvor aber für den TSV Lauf in ihrer Heimat Bayern auf.

 

Die Partien am 1. Spieltag im Überblick

 

19:00 Uhr: SG EBT Berlin 1 - VfL 93 Hamburg 1

19:00 Uhr: TV Refrath 1 - 1. BC Beuel 1

19:30 Uhr: SC Union Lüdinghausen 1 - BV Gifhorn 1

19:00 Uhr: PTSV Rosenheim 1 - 1. BC Bischmisheim 1

 

 

 

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