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Studierenden-Weltmeisterschaft 2004 in Bangkok

Vom 9. bis 12. Dezember 2004 in Bangkok (Thailand),
Kasetsart University, 50 Pahol Yothin Road, Chatuchak.

       

Auf der FISU-Seite gibt es Einzelheiten - Zur Ausrichterseite der Universität - Zu den vollständigen Ergebnissen im pdf-Format.

Die Studierenden-Weltmeister von Bangkok 2004

HE: Boonsak Ponsana (THA)
DE: CHENG Shao-Chieh (TPE)
HD: Phattapol Ngensrisuk & Sudket Prapakamol (THA)
DD: ZOU Shisi & LI Shasha (CHN)
MX: Sudket Prapakamol & Koonchala Voravichitchaikul (THA)
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Auf Badminton-Exkursion in Bangkok:

(v.l.) Botschaftsvertreter Reich, Bastian Kruse (Disziplinchef Badminton adh), Olaf Tabor (Generalsekretär des adh), Aileen Rößler, Schiedsrichter Harald Schallenberg, Kristof Hopp, Katharina Bobeth, Michael Fuchs, Andreas Wölk und Conrad Hückstädt.

  

Sportliche Bilanz fiel mager aus

Deutsche Botschaft lud zum Dinner in ein Fünf-Sterne-Hotel

Von Andreas Wölk

(16.2.05) Zwei Wochen vor dem Tsunami-Unglück im indischen Ozean war die Welt in Thailand noch in Ordnung. Die Anreise am Nikolaustag verlief problemlos, ebenso die Zeitumstellung und Akklimatisierung, welche angesichts des thailändischen Winters bei Temperaturen um die 30°C und den nahezu idealen Bedingungen an der ausrichtenden Kasetsart University auch nicht sonderlich schwer fiel.
Erstmals fanden die Badminton Weltmeisterschaften für Studierende in Asien statt und dementsprechend stark war auch das Teilnehmerfeld besetzt. Erstmalig schickten auch Badminton-Nationen wie Korea und Indonesien aktuelle oder ehemalige Nationalspieler, so dass für Europa letztlich nur eine Medaille zu holen war. Das polnische Team durfte sich über eine Bronzemedaille im Mixed freuen. Die deutsche Mannschaft hatte keine Ausfälle zu beklagen, weder durch die Ernährungsumstellung noch durch die ungewohnten klimatischen Bedingungen, so dass sich zu Turnierbeginn alle Spieler in guter Verfassung präsentierten.

Mixed: Nicht weiter als zweite Runde

Die für die WM zusammengesetzten Paarungen Aileen & Kristof und Kathi & Michael verloren leider  ihre Zweitrundenspiele. Dabei zeigten gerade Aileen & Kristof nach einem Freilos in der ersten Runde ein tolles Spiel gegen eine Nationalmannschaftspaarung der Gastgeber, verloren letztlich aber knapp in drei Sätzen. Kathi & Michael siegten in ihrer ersten Runde ungefährdet gegen zwei Kanadier und boten anschließend einer japanischen Paarung lange ein ausgeglichenes Match, zum Satzende hin hatte die Japaner aber immer zuzulegen.

Damen: Kathi Bobeth erlitt Japan-Trauma

In den aus deutscher Sicht quantitativ schwächsten Disziplinen zeigten die Mädels gute Leistungen. Kathi Bobeth wehrte sich tapfer in ihrem Auftaktspiel, unterlag aber dennoch ihrer japanischen Gegnerin Bobeth – Mai Goto, 4:11, 4:11. Im Doppel machten es Aileen & Kathi besser, besiegten in der ersten Runde zwei Südafrikanerinnen um dann im Achtelfinale gegen zwei Japanerinnen zu verlieren.
Kathi hatte in den Japanerinnen wohl nicht ihre Lieblingsgegner gefunden, trat sie doch drei mal und musste sich drei mal geschlagen geben.

Herren: Conrad Hückstädt und Andreas Wölk hätten Chancen gehabt

Der Auftakt im Einzelturnier verlief für Conrad sehr unglücklich. Nach einem Freilos in der ersten Runde traf er auf den Koreaner Jong Hoon. Es entwickelte sich ein offenes Match und Conrad hatte nach verlorenem ersten Satz (8:15) im zweiten die Gelegenheit, das Spiel zu drehen. Leider ging dieser Satz mit 16:17 verloren. Der Koreaner gewann am Ende eine Bronzemedaille.
Michael und Andi hatten gute Auslosungen, erreichten das Achtelfinale. Michael musste dort die Überlegenheit seines taiwanesischen Gegners anerkennen, der später ebenfalls Bronze gewann. Andi dagegen hatte durchaus Chancen, sein Spiel gegen den Engländer Rice zu gewinnen, verlor im dritten Satz aber knapp. Ähnlich wie bei Conrad wäre auch hier mehr drin gewesen.
Im Doppel erreichten beide Paarungen das Achtelfinale. Während für Conrad & Andi gegen zwei Thais nichts zu holen war, zeigten Kristof & Michael vor allem im ersten Satz eine tolle Leistung gegen eine taiwanesische Paarung. Die größere Routine und bessere Abstimmung von Chien & Tsai gaben am Ende den Ausschlag zu deren Gunsten.

Bilanz: Keine Ausrutscher

Jeder der deutschen Spieler erreichte also in mindestens einer Disziplin das Achtelfinale. Dass es nicht zu mehr reichte, lag zum einen an zu starken Gegnern und zum anderen daran, dass einige knappe Spiele unglücklich verloren gingen. Insgesamt aber eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der es keine Ausrutscher nach unten gab, aber auch leider keine nach oben.
Die Titel teilten sich Thailand, China und Taiwan. Vor allem die Thais drückten als Gastgeber der WM ihren Stempel auf. Allen voran ihr Star, der Olympiavierte von Athen Boonsak Ponsana sowie Sudket Prapakamol, der mit zwei Titeln im Herrendoppel und Mixed erfolgreichster Spieler des Turniers wurde.

WM 2006 in Wuhan mit Teamwettbewerb

Außerhalb des Sports wurde die Zeit auch sinnvoll genutzt, neben Sightseeing stand natürlich auch Shopping auf dem Programm. Highlight war aber eindeutig die Einladung der deutschen Botschaft zu einem Empfang mit Dinner in einem Fünf-Sterne-Hotel, dass die ohnehin tolle Stimmung und Atmosphäre innerhalb der Delegation noch steigerte. 2006 werden die World University Badminton Championships in der chinesischen Industriemetropole Wuhan stattfinden. Dort wird dann auch erstmals ein Teamwettbewerb in Sudirman-Cup Format ausgetragen, der bereits in Bangkok Premiere haben sollte, aus logistischen Gründen jedoch abgesagt werden musste. Mal sehen, wie sich die Chinesen dann präsentieren werden, im eigenen Land und kurz vor den Olympischen Spielen in Peking werden sie sich mit nur einem Titel gewiss nicht zufrieden geben.

     

     

Für die deutschen Studies war spätestens im Achtelfinale Endstation

Thailand mit Nationalspielern dreimal vorn

(12.12.04) Die Thailänder waren mit absoluten Weltklassespielern in ihrem Heimatland vertreten. Ponsana steht auf Platz 20 der Weltrangliste und war Vierter bei den vergangenen Olympischen Spielen von Athen. Die Sieger im Herrendoppel stehen auf Platz 19 der aktuellen Weltrangliste. Im Mxed steht Prapakamol mit einer anderen Partnerin gar auf gar auf Platz vier. Auch die taiwanesische Weltmeisterin im Dameneinzel ist mit einer Platzierung von 23 eine Weltklassespielerin.

Die Endspielergebnisse:

Herreneinzel
Boonsak Ponsana (THA) - HU Yun (CHN) 16:17 15:1 15:4   
Dameneinzel
CHENG Shao-Chieh (TPE) - Soratja Chansrisukot (THA) 11:5 5:11 11:6
Herrendoppel
Phattapol Ngensrisuk & Sudket Prapakamol (THA) - WANG Wei & Zhang Wei (CHN) 15:12 15:10
Damendoppel
ZOU Shisi & LI Shasha (CHN) - Kunchala Voravichitchaikul & Sathinee Jankrajangwong (THA) 17:15 10:15 15:12
Mixed
Sudket Prapakamol & Koonchala Voravichitchaikul (THA) - TSAI Chia-Hsin & CHENG Wen-Hsing (TPE) 11:15 15:9 15:10.

 

    

Die Spiele der deutschen Starter

Keiner der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam bis in die Runde der besten acht. Viermal erreichte man immerhin das Achtelfinale:
HE - Andreas Wölk - Nathan Rice (ENG) 15:13 2:15 11:15 
       Michael Fuchs - LIAO Sheng-Shiun (TPE) 6:15 3:15

HD -  Kristof Hopp & Michael Fuchs (GER) - CHEN Chih-Hao & TSAI Chia-Hsin (TPE) 13:15 3:15
DD -  Aileen Rößler & Katharina Bobeth (GER) - Mai Hattori & Noriko Tai  (JPN) 8:15 9:15.   


Die deutschen Meldungen

(25.11.04) Nach Mitteilung von Bastian Kruse (Darmstadt), dem Disziplinchef Badminton im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband wurden vom adh folgende Spielerinnen und Spieler für die 8. Studierenden-WM nominiert:

Kristof Hopp
Michael Fuchs
Conrad Hückstädt
Andreas Wölk
Aileen Rößler
Katharina Bobeth

Das maximal mögliche Kontingent von sechs Männern und sechs Frauen wurde damit nicht ausgeschöpft. Vom Kader der letzten WM vor zwei Jahren in Krakau ist niemand mehr dabei. Als deutscher Schiedsrichter ist wie schon in Krakau Harald Schallenberg (Meppen) dabei. Die Delegationleitung hat Olaf Tabor (Generalsekretär des adh), die sportliche Leitung Bastian Kruse.

Nach Mitteilung von Kruse ist ein Mannschaftswettbewerb in Form des Sudirman Cups (ein Spiel pro Disziplin) als Bestandteil der Studierenden-WM von der FISU inzwischen bestätigt. In diesem Jahr fällt der Wettbewerb aber auf Antrag des Ausrichters aus logistischen Gründen aus. Er könnte also frühestens bei der nächsten WM, die 2006 in Wuhan (China) stattfinden soll, zur Austragung kommen.


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