Zur Titelseite Oldies.

Zur Titelseite WM O 35.

2. Weltmeisterschaft der Altersklassen

"World Seniors Championships"

      

Gespielt wird in sechs Altersklassen: O 35, O 40, O 45, O 50, O 55, O 60.

Termin: 29. November bis 5. Dezember 2004 in Kuala Lumpur, Stadium Badminton Kuala Lumpur. Ausrichter: Badminton Association of Malaysia.

   

Hier gibt es Fotos und die Ausschreibung.
Hier können die vollständigen Ergebnisse als Excel-Datei abgerufen werden.
Zum Abschlussbericht auf worldbadminton.net.
Zur Turnierseite bei der Asian Badminton Confederation mit Turnierinfos.

  

    

Die deutschen Medaillengewinner auf einen Blick
Zusammengestellt von Horst Rosenstock

Gold
O35 DD Christine Skropke & Vlada Chernjawskaja (SC Bayer Uerdingen/BLR )
O35 MX Holger Wippich & Christine Skropke (Robur Zittau/SC Bayer Uerdingen)
O40 MX Thomas Herttich & Uschi Herttrich (TSV Lauf)
O45 DE Heidi Bender (PSV Bremen)
O45 DD Heidi Bender & Christine Black (PSV Bremen/SCO)
O60 MX Hans Schumacher & Renate Gabriel (PSV Bremen)

Silber
O35 DE Christine Skropke (SC Bayer Uerdingen)
O45 MX Andreas Benz & Heidi Bender (BV Radebeul/PSV Bremen)
O60 MX Peter Gerth & Renate Knötzsch (TSV Spandau/SC Ellerau)

Bronze*
O40 DE Uschi Herttrich (TSV Lauf)
O45 DE Marion Zadworny (TSV Speyer)
O60 HE Heiner Hanrath (KTSV Preußen Krefeld)
O60 HE Peter Gerth (TSV Spandau)
O60 HD Hans Schumacher & Peter Gerth (PSV Bremen/TSV Spandau)

*Auf Anfrage von badminton.de erklärte die IBF bezüglich der Medaillenvergabe:

IBF will award medals in these Championships as follows:
- in all events a gold and a silver medal;
- if there is 1 group in an event: 1 bronze medal (nr. 3 in the group);
- if there are 2 groups in an event: 2 bronze medals (runners-up in the groups);
- if there are 3 groups in an event: 1 bronze medal (losing semi-finalist);
- if there are at least 4 groups in an event: 2 bronze medals (losing semi-finalists).
 

 

Sechsmal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze

   

Deutsches Team zweitbeste Nation in Malaysia

   

Zusammengestellt von Christine Skropke

(15.12.) Das Deutsche Altersklassenteam wurde bei den diesjährigen Weltmeisterschaften nach Dänemark zweitstärkste Nation. Die Mannschaft um Delegationsleiter Rolf Bender konnte mit sechs Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen zufrieden nach Europa zurückkehren.

Große japanische Beteiligung

Zum zweitenmal hat der Badminton Weltverband die offiziellen World Senior Championships durchgeführt. Nach Sofia als Austragungsort in 2003 wurde die asiatische Metropole Kuala Lumpur mit der Ausrichtung dieser Meisterschaften in der Zeit vom 29.11. bis 5.12.04 betraut. Insgesamt waren über 300 Athleten aus rund 25 Nationen am Start. Besonders stark angetreten waren die Spielerinnen und Spieler aus Japan sowie Indien. Insbesondere in der Klasse 55+ blieb fast kein Titel ohne japanische Beteiligung. Altersklassenturniere im Badminton haben im Land der aufgehenden Sonne eine unglaubliche Popularität, so sind reine Damenturniere mit weit über 1000 Teilnehmerinnen keine Seltenheit.

In Kuala Lumpur kamen die Athleten in den Genuss, das Turnier im neuen Badminton Stadium KL spielen zu können unter fast idealen Bedingungen wie Matten auf Parkettboden und Klimaanlage. Diese Bedingungen kamen insbesondere den europäischen Nationen sehr zum Vorteil, denn für die meisten war es der erste sportliche Auftritt im subtropischen Asien.

Gruppe 35+: Deutsche Überraschung im Mixed

In der jüngsten Altersgruppe dieses Turniers ging das deutsche Team mit den Herren Ralf Preuss und Horst Schreiber (beide PSV Bremen) sowie dem Zweitliga-Spieler Holger Wippich (Robur Zittau) und der ehemaligen Nationalspielerin Christine Skropke (SC Bayer Uerdingen) an den Start.
Für Preuss und Schreiber war dies der erste internationale Auftritt, um so bemerkenswerter sind die Leistungen der beiden zu bewerten. Ralf konnte seine Herreneinzel-Gruppe gewinnen gegen Richard Murray (Schottland) und Nyen Yow Song (Malaysia) und sich somit für das Viertelfinale qualifizieren. Horst musste den Gruppensieg und damit eine Viertelfinalteilnahme leider im ersten Spiel vergeben gegen den Japaner Shinya Aoki, denn im zweiten Spiel konnte er den Malayen Boon Peng Sim in drei Sätzen in Schach halten. Holger Wippich konnte seine Gruppe gegen Spieler aus Indien und dem Iran deutlich für sich entscheiden und sich somit ebenfalls für das Viertelfinale qualifizieren. Für Ralf war hier dann Endstation, denn George Thomas aus Indien ließ ihm nur drei und acht Punkte. Holger hatte das Pech, bereits unter den letzten Acht gegen den späteren Turniersieger und bekannten Finnen der 90er Jahre Pontus Jäntii antreten zu müssen. Konnte er doch die meisten Punkte im gesamten Turnier gegen Pontus erspielen (17:14, 15:1), tröstete dies nur gering über das Aus in dieser Runde.
Im Herrendoppel konnten die WM-Debütanten Preuss/Schreiber ihre Gruppe gegen Indien und Zambia klar gewinnen, mussten im Viertelfinale aber den Routiniers aus Malaysia den Vortritt lassen zum Einzug ins Halbfinale.
Entschädigt wurde Holger Wippich, der auch im Herrendoppel gesetzt an Platz drei mit seinem schwedischen Partner Gustafsson vorzeitig ausschied, dann aber durch die sehr konstante und souveräne Leistung im Mixed gemeinsam mit seiner Düsseldorfer Partnerin Christine Skropke. Als schwerste Gruppe konnten die beiden ihre Spiele gegen die Paarungen aus Indien, Dänemark sowie Weißrussland/England mit viel Ruhe und taktischem Vermögen für sich entscheiden. Im Finale stand ihnen dann der ehemalige Thomas-Cup-Spieler Beng Teong Ong aus Malaysia mit seiner Partnerin Chan Fong Kok gegenüber. Mit fehlerfreiem Spiel und viel Spielübersicht konnten die beiden Deutschen den Überraschungssieg mit 15:12 und 15:5 im Mixed mit der Goldmedaille krönen.
Für Christine Skropke, die bereits in früheren Jahren in Asien aktiv war, war Kuala Lumpur eine überaus erfolgreiche Revival-Tour. Im Dameneinzel ließ sie in Ihrer Gruppe keine Fragen aufkommen und siegte souverän gegen Nina Andersen aus Dänemark sowie Sangeeta Rajogopalan aus Indien. Erst im Endspiel musste sie sich dann ihrer Doppelpartnerin und Titelverteidigerin Vlada Cherniavskaya deutlich geschlagen geben.
Das Damendoppel sollte im kleinen Teilnehmerfeld der 35+ eine sehr einseitige Angelegenheit werden. Christine und Vlada ließen sich in keinem Spiel das Zepter aus der Hand nehmen. Die beiden Grand-Dames der 80er/90er Jahre spielten ihre Erfahrung und spielerischen Varianten überdeutlich aus und siegten im Endspiel gegen die dänische Paarung An-dersen/Kruse mit 15:3 und 15:5. Mit zwei Goldmedaillen und einem Vize-Weltmeistertitel konnte Christine ein starkes „Comeback“ nach acht Jahren in den Turnierzirkus präsentieren.

Gruppe 40+ - Gold für das Herttrich-Paar

Die Dameneinzelkonkurrenz dieser Altersgruppe wurde bei insgesamt nur fünf Meldungen im „Jeder-gegen-Jeden“–Modus ausgetragen. Uschi Herttrich vom TSV Lauf (LV Bayern) konnte sich in der Auftaktbegegnung gegen die Bulgarin Aneta Yaneva mühelos mit 11:2 /11:0 durchsetzen. Gegen die Inderin Manjusha Sahasrabudde zeigte die Deutsche eine kampfbetonte, von langen Ballwechseln geprägte Partie. Am Ende fehlte beim 10:13  11:2 6:11 einfach das berühmte Quäntchen Glück. Vorentscheidend sollte das nächste Spiel gegen Juthatip Apiwattanawong aus Thailand sein, denn nur die Erst- und Zweitplatzierte der Gruppe qualifizierten sich jeweils für das Finale. Nach einem wahren 3-Satz-Krimi hatte die Asiatin mit 8:11/ 11:7 / 11:7 das bessere Ende für sich. Das letzte Match gegen die Amerikanerin Ursela Gee ging kampflos an die Deutsche. Am Ende bedeutete dies für Uschi Platz drei und den Gewinn der Bronzemedaille sowie die Genugtuung, den beiden Finalistinnen jeweils einen großen Kampf geliefert zu haben.

Im Damendoppel gingen Marion Zadworny (TSV Speyer) und Uschi Herttrich an den Start. Erster Gegner in der Gruppe 3 waren die Thailänderinnen Isaree Kiatpitah und Wipawan Payungpol. Der deutschen Kombination gelang es nicht, ins Spiel zu kommen und die Dominanz der Asiatinnen zu durchbrechen. Mit 5:15  3:15 fiel die Niederlage deutlich aus.
Die zweite Gruppenbegegnung entschieden Marion und Uschi gegen Laili Hazimah Mohd Ali und Noorlin Zahry aus Malaysia mit 15:3 15:3 eindeutig für sich. Platz zwei in der Gruppe reichte jedoch nicht für ein Weiterkommen in die Schlussrunden.

Uschi und Thomas Herttrich (beide TSV Lauf) waren die einzige deutsche Mixed-Paarung in dieser Klasse in Kuala Lumpur. In der Gruppe mussten sie sich mit einer griechischen und einer indischen Kombination auseinandersetzen. Nachdem die Griechen nach der Niederlage gegen die Inder bereits vorzeitig abgereist waren, hatte die Begegnung gegen Vivek Sa-raf und Manjusha Sahasrabudde Halbfinalcharakter. Uschi und Thomas zeigten beim 15:5 15:4 eine konzentrierte Leistung und zogen verdientermaßen in das WM-Endspiel ein. Dort trafen sie am Finaltag auf die Japaner Kazuhisa Jindai und Hiroko Yuyama, die in ihrer Gruppe bereits die dänisch-englische Paarung Carlsson/Baker ausschalten konnten.
Nach anfänglicher Nervosität kam das Ehepaar Herttrich immer besser ins Spiel und setzte auch im zweiten Satz das konsequente Angriffsspiel fort. Nach 31 Spielminuten hieß es 15:7  15:6 für die Deutschen und Uschi und Thomas freuten sich riesig über das unerwartete WM-Gold.

Gruppe 45+ - Heidi Bender in 3 Finals – Einzeltitel erfolgreich verteidigt

Diese Altersklasse wurde von den schottischen und deutschen Spielern klar beherrscht. In den fünf Disziplinen siegte entweder eine deutsche Spielerin oder ein Schotte oder eben SpielerInnen aus beiden Nationen zusammen.

Im Dameneinzel gab die ehemalige Nationalspielerin Heidi Bender aus Düsseldorf (Verein PSV Bremen) in den vier Vorrundenspielen in ihrer Gruppe insgesamt nur acht Punkte ab und besiegte im Finale wie im letzten Jahr in Sofia bei den Weltmeisterschaften ihre schottische Freundin und Doppelpartnerin Christine Black mit 11:0 und 11:6. Im Damendoppel rangen Heidi und Christine Black in einem fast 70minütigen hart umkämpften Finale die sprung- und laufstarken Japanerinnen Toshiko Sato  / Mieko Miyazaki mit 11:15 15:7 15:7 nieder, nachdem die Vorrunden ohne Satzverlust überstanden wurden. Im Mixed erreichte Heidi mit ihrem Partner Andreas Benz aus Chemnitz erstmals in einem großen Turnier das Finale nach einem Dreisatzsieg im Halbfinale über die Japaner Hisao Ochiai und Toshiko Sato. Im Endspiel mussten sie sich dann allerdings den Weltmeistern von 2003, Dan Travers/Christine Black (Schottland) nach 1:10 Stunde mit 12:15 17:15 und 8:15 beugen.

Im Herrendoppel konnte Andreas Benz gemeinsam mit seinem Partner Thomas Herttrich die guten Leistungen der im September stattgefundenen Europameisterschaften nicht wiederholen. Das Aus kam bereits in der Vorrunde gegen die späteren Finalisten aus Indien Arun Poovaiah / Shyam Pardeshi mit 15:9 und 15:11.

Die nachgemeldete Marion Zadworny überraschte im Dameneinzel mit einer Bronzemedaille, wobei sie erst im Spiel gegen die spätere Vizeweltmeisterin Christine Black im dritten Satz mit 13:11 das Nachsehen hatte.

Im Herreneinzel versuchte Andreas Benz sein Bestes, doch es gelang ihm nicht, sich für die zweite Runde weiter zu qualifizieren. Der Malaye Ibrahim Abduhl Rahman war für ihn eine Nummer zu gross. Thomas Herttrich dagegen konnte sich bis ins Viertelfinale durchsetzen, wo er sich dem Dänen Per Juul Ulrich mit 15:5 und 15:2 geschlagen geben musste.


Gruppe 50+ - Alle Titel an dänisches Ehepaar Andersen & Rathsach

Die Altersgruppe 50+ fand ohne deutsche Beteiligung statt. Alle Disziplinen dieser Gruppe wurden vom dänischen Ehepaar Claus B. Andersen und Lis Rathsach souverän dominiert.


Gruppe 55+ - Die beiden Renaten mussten gegen Jüngere spielen

Renate Knötzsch (SC Ellerau) und auch Renate Gabriel spielten im Einzel eine Altersklasse tiefer und erreichte die Plätze vier und fünf.

Bei den Herren hatten 17 Teilnehmer im Einzel gemeldet. Dem starken asiatischen Block standen die Europäer aus Dänemark und Deutschland gegenüber. Die deutschen Farben vertraten Horst Klos (SC Ellerau), Dieter Eichhorn (1. BSC Bottrop) und Michael Möbius (BSpfr Neusatz). Es entwickelte sich vom ersten Spiel an interessante, spannende Begegnungen und es wurde um jeden Ball gekämpft. Dabei sah man so manches Kabinettstückchen und die „alten Herren“ zeigten, dass sie immer noch Badminton spielen können. Als jeweilige Gruppenzweite verpassten die drei nur knapp den Einzug in das Semifinale und damit den Sprung auf das Trepp-chen. Angesichts des noch hohen spielerischen Niveaus war man mit den Plätzen 5-8 sehr zufrieden. Den Titel machten die Dänen unter sich aus, John Kirkebye gewann gegen seinen Landsmann Per Dabelsteen.
Im Doppel waren zwei Paarungen am Start. Horst Klos und Dieter Eichhorn, sowie Heiner Hanrath, aus 60+, und Michael Möbius spielten zusammen. Aber wie bereits im Einzel konnte keines der deutschen Paare die Semifinals erreichen. Mit jeweils einen Sieg und einer Niederlage wurde der Einzug knapp verpasst. Auch hier stellten die Dänen den Titelträger. 

Gruppe 60+ - Mixed-Finale fest in deutscher Hand

Bei den „alten Leuten“ 60+ traten die Herren  Heiner Hanrath (KTSV Preussen Krefeld), Peter Gerth (TSV Spandau Berlin 1860) und Hans Schumacher (1. BBC Bremen) sowie die Damen Renate Gabriel (PSV Bremen) und Renate Knötzsch (SC Ellerau) an. Die deutschen Damen mussten jedoch aufgrund zu geringer Meldungen in 60+ in der unteren Gruppe der Damen 55+ antreten.
Im Herreneinzel wurde in insgesamt vier Gruppen gespielt. Der deutsche Titelverteidiger aus 2003, Hans Schumacher, musste aber bereits im ersten Spiel feststellen, dass Badminton mit einem Bein doch ein schwieriges Unterfangen wird. Die Nachwehen der Meniskus-Operation waren noch nicht ganz ausgeheilt, so dass deutlich wurde, dass eine Titelverteidigung nicht möglich ist. Peter Gerth dagegen konnte sich in seiner Gruppe gegen die Herreneinzel aus Indien, Bulgarien und Australien klar durchsetzen. Ebenso gelang dies dem deutschen WM-Debütanten Heiner Hanrath nach spannenden Gefechten gegen die Herreneinzel-Vertretungen aus Dänemark, Indien und Malaysia. Das somit erreichte Halbfinale für Gerth und Hanrath stellte sich aber dann als unlösbare Aufgabe dar. Peter Gerth musste einer noch nicht ganz auskurierten Knieverletzung nachgeben und unterlag in der Vorschlussrunde dem Japaner Akira Hirota. Heiner hatte die Ehre, gegen den ehemaligen All England Sieger Leong aus Malaysia zu spielen, der nicht aufgrund der besseren Kondition, sondern nur aufgrund seiner Cleverness Heiner in die Schranken weisen konnte. Diese Niederlage beschäftigte Heiner selbst noch beim späteren Mannschaftsessen so sehr, dass er beschloss, von nun an intensiv an seiner Technik und Taktik als schließlich Jüngster dieser Gruppe zu feilen.
Das Mixed war eine kleine Konkurrenz von drei Paarungen. Gegen das German Power der beiden deutschen Paarungen Gerth/Knötzsch und Schumacher/Gabriel hatte das Mixed aus Macao nichts gegen zu setzen. Das rein deutsche Endspiel konnte – eher als Not gegen Elend bezeichnet (aufgrund der doch recht stark verletzten Herren) – durch Hans und Renate gewonnen werden. Für Hans Schumacher somit eine kleine Entschädigung für die entgangene Titelverteidigung im Einzel.
Beim Herrendoppel konnten die deutschen Vertreter Gerth/Schumacher noch einen Sieg gegen Australien verbuchen, doch die Doppel-Spezialisten aus Malaysia waren eine Nummer zu groß und beendeten für unser Doppel nach einem umkämpften Dreisatz-Match dieses Turnier.

        

Vier Weltmeistertitel und zwei halbe...

(7.12.04) ... brachten unsere Aktiven aus Kuala Lumpur mit. Am erfolgreichsten waren dabei Christine Skropke und Heidi Bender, die jeweils zweimal ganz oben auf dem Treppchen standen und zusätzlich noch einmal Silber holten. Im Mixed O 60 gab es ein rein deutsches Finale. Das Gold und das Silber für Renate Gabriel und Renate Knötzsch war eine kleine Genugtuung für die beiden, denn mangels Konkurrentinnen mussten sie in Einzel und Doppel in der O-55-Altersklasse starten. Neben den Weltmeistertiteln wurde noch dreimal Silber erspielt. Dritte Plätze gab es viermal. (Ob es dafür Bronzemedaillen gab, ist zur Zeit noch unklar.)

   

           

Christine Skropke (38), die Deutsche Mixed-Meisterin von 1988 wurde jetzt auch Weltmeisterin. 

O 35: Christine Skropke - zweimal Weltmeisterin, einmal Silber
DE: Vlada Cherniavskaya (BLR) - Christine Skropke (GER) 11:1 11:0
DD: Vlada Cherniavskaya & Christine Skropke (BLR/GER) – Gitte Kruse & Nina Andersen (DEN) 15:4 15:5
MX: Holger Wippich & Christine Skropke - Beng Teong Ong & Chan Fong Kok (MAS) 15:12 15:5.

O 40: Zwei Medaillen für Ehepaar Herttrich
DE: Uschi Herttrich (GER) wurde Dritte in der Gruppe.
   - Manjusha Sahasrabudde (IND) 10:13 11:2 6:11 gegen Vizeweltmeisterin
   - Juthatip Apiwattanawong (THA) 11:8 7:11 7:11 gegen Weltmeisterin
MX: Thomas Herttrich & Uschi Herttrich (GER) - Kazuhisa Jindai & Hiroko Yuyama (JPN) 15:6 15:1.

O 45: Heidi Bender zweimal vorn und einmal Zweite
DE: Heidi Bender (GER) – Christine Black (SCO) 11:0 11:6
Marion Zadworny (GER) wurde Dritte in der Gruppe.
   - Heidi Bender (GER) 1:11 2:11
   - Christine Black (SCO) 11:9 4:11 11:13
DD. Heidi Bender & Christine Black (GER/SCO) - Mieko Miyazaki & Toshiko Sato (JPN) 11-15 15-7 15-7
MX: Dan Travers & Christine Black (SCO) – Andreas Benz & Heidi Bender (GER) 15:12 15:17 15:8.

O 60: Deutsches Mixed-Finale
HE. Zweimal als Gruppensieger im Halbfinale unterlegen:
Peter Gerth (GER) - Akira Hirota (JPN) 3:11 (aufgegeben)
Heiner Hanrath (GER) - Kim Swee Leong (MAS) 6:15 1:15
HD: Hans Schumacher & Peter Gerth wurden Gruppenzweite und erreichten damit Platz 3/4.
MX: Hans Schumacher & Renate Gabriel (GER) – Peter Gerth & Renate Knötzsch 15:12 15:7
 

  

Die ersten Nachrichten aus Kuala Lumpur

Thomas und Uschi Herttrich Weltmeister im Mixed O 40

(7.12..04) In einer in Bayern verbreiteten Mail melden sich Thomas und Uschi Herttrich vom TSV Lauf (bei Nürnberg): „Ihr werdet es nicht glauben, aber wir haben es tatsächlich geschafft! Ein Weltmeistertitel Mixed O40 für den TSV LAUF. Außerdem hat sich Uschi eine Bronzemedaille im DE O40 erkämpft. Suuuuper!! Unbeschreiblich, phantastisch,.. - mir gehen die Superlative aus. Alles weitere bei nächster Gelegenheit. Sind gerade erst wieder eingetroffen, haben einen 36 Stunden-Tag/Nacht hinter uns und stehen schon wieder im Stress. Ob wir morgen ins Training kommen, ist fast zu bezweifeln."

+   +  +   +    

       

28 WM-Titel werden ausgespielt - Auslosungen sind da
(23.11.) Die IBF hat die Auslosungen für ihre zweiten "World Seniors Championships" bekannt gegeben. Gespielt wird in den sechs Altersklassen meist in Dreiergruppen, wobei die Gruppensieger im einfachen K.-o.-System weiterspielen. 300 Spielerinnen und Spieler aus 25 Ländern sind am Start. Bei Durchsicht des Teilnehmerfeldes fällt auf, dass mit zunehmendem Alter die asiatische Beteiligung abnimmt. Bemerkenswertes im
Mixed O 60.  Dort stehen nur Tong Lee & Pou Heng Leong aus Macao zwischen Hans Schumacher & Renate Gabriel oder Peter Gerth &  Renate Knötzsch und dem deutschen WM-Gold. Kehrseite: Da sich nicht genügend reife Asatinnen fanden, die den Kampf gegen unsere Spitzenshuttlerinnen Renate Knötzsch und Renate Gabriel aufzunehmen wagten, müssen die beiden, obwohl in O 60 gemeldet, im O 55 starten.

 Die deutschen Teilnehmer

35+
Christine Skropke (SC Bayer Uerdingen)
Holger Wippich (Robur Zittau)
Ralf Preuss (PSV Bremen)
Horst Schreiber (PSV Bremen)

40+
Uschi Herttrich (TSV Lauf)

45+
Heidi Bender (PSV Bremen )
Marion Zadworny (TSV Speyer)
Andreas Benz (BV Radebeul)
Thomas Herttrich (TSV Lauf)

55+
Dieter Eichhorn (
1. BSC Bottrop)
Horst Klos (SC Ellerau)
Michael Möbius (BSpfr Neusatz)

60+
Renate Gabriel (PSV Bremen)
Renate Knötzsch (SC Ellerau)
Hans Schumacher (1. BBC Bremen)
Peter Gerth (TSV Spandau Berlin)
Heiner Hanrath (KTSV Preussen Krefeld)

Teammanager: Rolf Bender (Düsseldorf).


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.