Weltmeisterschaften im Badminton für Menschen mit Behinderungen
World Championships Badminton for Disable
Parabadminton World Championships

     

Klasseneinteilung bei den "Stehend Behinderten"
In den Klassen SL3 und SL4 (Beinbehinderung/"lower") körperliche Behinderung ab der Hüfte abwärts: Klasse SL3 besitzt einen stärkeren Behinderunggrad als Klasse SL4.
In der Klassen SU5 (Armbehinderung/"upper") körperliche Behinderung oberhalb der Hüfte.
Klasse SS6: (Kleinwuchs / "short stature").  

       

2005 Taiwan

2007 Bangkok

2009 Seoul

2011
Guatemala

2013
Dortmund

2015
Stoke Mandeville

10th Parabadminton World Championships 2015 in Stoke Mandeville
8. bis 13. September 2015 in Stoke Mandeville (Buckinghamshire, England), Stoke Mandeville Stadium, Guttmann Road in Aylesbury. Referee: Barbara Fryer (SUI). Chief Classifier: Dr. Silvia Albrecht (SUI). Technischer Delegierter: Günter Klützke (GER).
Bei bwfbaminton.org zur Invitation und zur Veranstaltungsseite
Zur Veranstaltungsseite mit Ticketverkauf bei badmintonengland.co.uk
Zur Übersicht der Ergebnisseiten bei tournamentsoftware.
Zeitplan: Mi Eröffnungsfeier und Auslosungen, Do 10.9. und Fr Vorrunden, Sa K.-o.-Runden, So Endspiele.

       

Para-Badminton-Weltmeisterschaften 2015
1x Gold, 1x Silber und 2x Bronze für das deutsche Team
Von Teammanager Wilhelm Seibert

(14.9.15) Erfreuliche Bilanz aus deutscher Sicht bei den Para-Badminton-Weltmeisterschaften im englischen Stoke Mandeville: Insgesamt vier Medaillen konnte das deutsche Team holen und damit die Erwartungen mehr als erfüllen.
Die erste Medaille für Deutschland gewannen Peter Schnitzler und Katrin Seibert mit Bronze im Mixedwettbewerb der Stehenden. Die beiden waren als amtierende Weltmeister in den Wettbewerb gestartet, mussten sich aber im Halbfinale einer neuen indischen Paarung geschlagen geben. Im Damendoppel konnte Katrin Seibert mit ihrer norwegischen Partnerin Helle Sagoy ihren Erfolg von den Weltmeisterschaften 2013 in Dortmund wiederholen. Im Endspiel setzten sich die beiden in zwei Sätzen gegen eine indisch-dänische Kombination durch und gewannen somit Gold.
Abschließend holte Katrin Seibert etwas überraschend auch noch Bronze im Dameneinzel. Im Viertelfinale schlug sie in einem dramatischen Match (16:21, 21:14, 26:24) die amtierende Weltmeisterin aus Indien. In dem anschließenden Halbfinale musste sie sich ihrer Doppelpartnerin aus Norwegen geschlagen geben, die am Finaltag dann auch neue Weltmeisterin wurde.
Die vierte Medaille aus deutscher Sicht errang Thomas Wandschneider im Herreneinzel der Rollstuhlklasse WH1. Mit einer erstklassigen Leistung konnte sich Thomas auf dem Weg ins Finale gegen die erstarkte Konkurrenz aus Asien durchsetzen. Im Viertelfinale besiegte er einen Japaner sicher und im Halbfinale konnte auch er den Thailänder Jakrin Homhaul nervenstark in drei engen Sätzen bezwingen (19:21, 21:11, 21:19). Im Finale am Sonntag musste Thomas dann aber die Überlegenheit des Koreaners Sam Seop Lee anerkennen und konnte sich mit Silber trösten.  
Weitere gute Ergebnisse aus deutscher Sicht erzielte Jan-Niklas Pott mit dem Erreichen des Viertelfinals im Herreneinzel SL4 und im Herrendoppel mit seinem spanischen Partner Simon Cruz. Ebenso das Viertelfinale erreichten Thomas Wandschneider mit dem Franzosen David Toupet im Rollstuhl-Herrendoppel WH1-WH2 und Valeska Knoblauch im Rollstuhl-Dameneinzel WH1. Der noch 16-jährige Nils Böning konnte bei seinen ersten internationalen Meisterschaften ebenfalls auf sich aufmerksam machen und zog mit seinem japanischen Doppelpartner immerhin in das Achtelfinale ein.
Bundestrainer Michael Mai zog bereits am Finaltag ein positives Fazit. Mit der Mischung aus erfahrenen Sportlern und jungen, talentierten Nachwuchsspielern scheint die deutsche Para-Badminton-Nationalmannschaft für die zukünftigen Turniere gut aufgestellt zu sein. Als nächstes großes Event stehen 2016 die Europameisterschaften an.

 

Blick in die Halle. Fotos: Wilhelm Seibert.
Das deutsche Team.
Das deutsche Team.

Para-Badminton-Weltmeisterschaften 2015
Peter Schnitzler/Katrin Seibert holen Bronze
Von Teammanager Wilhelm Seibert

(10.9.15) Am 9. September haben die Weltmeisterschaften im Para-Badminton für das deutsche Team endlich begonnen. Nach mehreren Leistungslehrgängen, die Bundestrainer Michael Mai mit der Nationalmannschaft im Vorfeld durchgeführt hat, war die Vorfreude im Team riesengroß.
Die Wettkämpfe im Stoke Mandeville Stadium begannen traditionell mit den Vorrundenspielen in den Mixedwettbewerben Wheelchair 1 und 2. Young-Cin Mi/Valeska Knoblauch erwischten dabei eine schwere Gruppe mit Gegnern aus Russland, Japan und aus der Türkei. Nur hauchdünn verpassten sie dabei den Sprung in die K.o.-Runde, können aber mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein. Das entscheidende Spiel gegen die türkische Paarung musste denkbar knapp mit 21:14, 24:26 und 24:26 nach mehreren vergebenen Matchbällen abgegeben werden. Elke Rongen konnte sich mit ihrem niederländischen Partner Jordy Brouwer Von Gonzenbach nach sehr guter Leistung und Siegen über Gegner aus Belgien, England und Japan als Gruppenerster für die nächste Runde qualifizieren. Thomas Wandschneider trat kurzfristig mit Nina Gorodetzky aus Israel ebenfalls im Mixed an. Als Gruppenzweiter wären die beiden für die K.o.-Runde qualifiziert, aber aufgrund einer Kopfverletzung, die sich Thomas beim Einschlagen zuzog (gebrochene Nase und tiefer Cut in der Augenbraue), verzichteten die beiden auf eine weitere Teilnahme am Mixedwettbewerb.
In dem Mixedwettbewerb der Stehenden konnten sich Peter Schnitzler/Katrin Seibert nach durchwachsener Leistung als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifizieren. Nach einem Drei-Satz-Erfolg in der Runde der besten 16 Paarungen und einem Sieg in zwei Sätzen im Viertelfinale (gegen jeweils eine französische Paarung) standen die beiden im Halbfinale und hatten damit Bronze sicher. In der Vorschlussrunde mussten sich die Deutschen dann allerdings einer neuen indischen Kombination in zwei Sätzen geschlagen geben.

Die ersten Vorrundenbegegnungen in den Einzeln brachten für die deutschen Rollstuhl-Sportler durchweg positive Ergebnisse. Nach Siegen in ihren ersten Spielen haben Valeska Knoblauch und Elke Rongen bei den Damen sowie Thomas Wandschneider und Young-Chin Mi bei den Herren noch alle Chancen.
Bei den Stehenden konnte Pascal Wolter souverän seine ersten beiden Gruppenspiele für sich entscheiden. Ebenfalls siegreich blieb Jan-Niklas Pott in seinem ersten Match gegen einen starken Gegner aus Schweden. Etwas Lehrgeld mussten Nils Böning und Tim Haller in ihren ersten Gruppenspielen zahlen. Nach einer Niederlage und einem Sieg hat Nils Böning aber noch Chancen auf das Weiterkommen. Für Tim Haller wird es nach zwei Niederlagen sehr schwer. Aufgrund ihres Alters können beide sicherlich bei zukünftigen Veranstaltungen noch von den gemachten Erfahrungen profitieren.
 
Insgesamt ist schon jetzt der Trend erkennbar, dass es auch im Para-Badminton für europäische Spieler schwerer geworden ist, sich der aufkommenden Spielstärke aus den asiatischen Ländern zu erwehren. Verdeutlich wird dies beispielhaft am Mixedwettbewerb bei den Rollis, in dem Europa nur noch mit fünf Paarungen (davon zweimal deutsche Beteiligung) unter den ersten 16 vertreten ist. Ab dem Viertelfinale ist schließlich Europa gar nicht mehr vertreten. Der erhöhte Trainingsumfang der koreanischen Spieler (Vollprofis mit mindestens sechs Stunden täglich) macht sich hier bemerkbar.
 
Dank der hervorragenden Organisation des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) im Vorfeld des Turniers stimmt für das deutsche Team in jedem Fall der äußere Rahmen. Mit Unterkunft in einem komfortablen Hotel, Fahrzeugen für den eigenständigen Transfer, Coaches, Physiotherapeutin und Teammanager sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Teilnahme geschaffen.
 

Sie sind im WM-Aufgebot: (v.l., vorne) Young-Chin Mi, Valeska Knoblauch, (hinten) Trainerin Kim Buss, Tim Haller, Katrin Seibert, Nils Böning, Peter Schnitzler, Jan-Niklas Pott und Cheftrainer Michael Mai. Foto: Mai

Die deutschen Meldungen
Die drei deutschen Weltmeister von 2013 sind wieder dabei
(5.8.15) Michael Mai, der Chef-Bundestrainer Parabadminton, hat folgende Spielerinnen und Spieler für die WM in Mandeville nominiert:
Wheelchair-WH 1: Valeska Knoblauch, Elke Rongen und Young-Chin Mi, Thomas Wandschneider;
Standing Lower-SL3: Pascal Wolter (Doppel mit Peter Schnitzler)
Standing Lower-SL4: Peter Schnitzer, Nils Böning, Tim Haller, Jan-Niklas Pott und Katrin Seibert.
Teamoffizielle: Michael Mai, Kim Buss als Trainer, Wilhelm Seibert als Teammanager und Ulrike Siemer als Physiotherapeutin. 
Offizielle Begleiter: Fred Kratz, Anja Wandschneider, Herbert Rongen.
(26.8.15) Hier können alle internationalen Meldungen in den verschiedenen Schadensklassen abgerufen werden.


9th Parabadminton World Championships 2013 in Dortmund
7. bis 10. November 2013 in Dortmund, Helmut-Körnig-Halle, Strobelallee 40. Ausrichter: Reha-und Behindertensport-Gemeinschaft (RBG) Dortmund. Referee: Barbara Fryer (SUI), Deputy Referee: Jean-Louis Kehlhoffner (FRA), Technischer Delegierter: Günter Klützke (GER), Chief Classifier: Silvia Albrecht (SUI). Zur Invitation/Ausschreibung. Zur Website des Ausrichters. Zur Übersicht der Ergebnisseiten bei tournamentsoftware. Zeitplan: Mi Eröffnungsfeier, Do und Fr Vorrunden, Sa K.-o.-Runden, So Endspiele.

       

Insgesamt gab es 12 Medaillen für das deutsche Team

  

Mit dem Weltmeistertitel schmücken dürfen sich Peter Schnitzler, Thomas Wandschneider und gleich zweimal Katrin Seibert

 

Die Endspielergebnisse in den einzelnen Schadensklassen:

Stehend SL 3
HE: Pham Duc Trung (VIE) - Kim Changman (KOR) 21:7 21:13
      HF: Kim - Pascal Wolter (GER) 21:15 21:19 und Pham - Toshiaki Suenaga (JPN) 21:10 21:7
HD: Pramod Bhagat & Manoj Sarkar (IND) - Taku Hiroi & Toshiaki Suenaga (JPN) 21:15 10:21 21:18
Stehend SL 4
HE: Tarun Tarun (IND) - Lin Cheng-Che (TPE) 21:15 21:10
HD: Chawarat Kittichokwattana & Adisak Saengarayakul (THA) - Chee Wai Chong & Bakri Omar (MAS) 25:23 19:21 21:16
      HF: Kittichokwattana & Saengarayakul - Antony Forster & Jan-Niklas Pott (ENG/GER) 21:18 21:14
Stehend SL 3/4
DE: Parul Dalsukhbhai Parmar (IND) - Helle Sofie Sagoy (NOR) 21:19 21:6
      HF: Sagoy - Katrin Seibert (GER) 10:21 22:20 23:21 u. Parmar - Chanida Srinavakul (THA) 21:12 21:18
Stehend SS 6
HE: Niall Mcveigh (IRL) - Andrew Martin (ENG) 21:18 21:14
DE:  1. Rachel Choong (ENG), 2. Rebecca Bedford (ENG, 3. Emma Farnham (IRL)
HD/DD: Oliver Clarke & Andrew Martin (ENG) - Krysten Coombs & Jack Shephard (ENG) 21:8 21:17 
MX: 1. Andrew Martin & Rachel Choong (ENG), 2. Jack Shephard & Rebecca Bedford (ENG), 3. Luke Irvine & Emma Farnham (IRL) 
Stehend SU 5
HE: Cheah Liek Hou (MAS) - Bartlomiej Mroz (POL) 21:18 21:13
DE: Mamiko Toyoda (JPN) - Akiko Sugino (JPN) 11:21 21:14 25:23 
HD: Suhaili Laiman & Cheah Liek Hou (MAS) - Bartlomiej Mroz & Ilker Tuzcu (POL/TUR) 21:18 21:17
Stehend
DD: 1. Helle Sofie Sagoy & Katrin Seibert (NOR/GER), 2. Nipida Saensupal & Chanida Srinavakul (THA), 3. Wannaphatdee Kamtam & Parul Dalsukhbhai Parmar (THA/IND), 4. Paramee Panyachaem & Julie Thrane (THA/DEN)
MX: Peter Schnitzler & Katrin Seibert (GER) - Adisak Saengarayakul & Nipida Saensupal (THA) 21:15 21:16
Rollstuhl - WH 1
HE: Lee Sam Seop (KOR) - Jakarin Homhaul (THA) 21:10 22:20
      HF:  Lee - Thomas Wandschneider (GER) 22:20 19:21 21:13
      Homhaul - Osamu Nagashima (JPN) 14:21 21:16 23:21 
DE: Karin Suter-Erath (SUI) - Son Ok Cha (KOR) 21:16 15:21 21:11
      HF: Suter-Erath - Elke Rongen (GER) 21:19 21:11 und Son - Sujirat Pookkhum (THA) 21:17 21:18
HD: David Toupe & Thomas Wandschneider (FRA/GER) - Avni Kertmen & Lee Sam Seop (TUR/KOR) 21:10 21:16
MX: Jakarin Homhaul & Sujirat Pookkhum (THA) - Lee Sam Seop & Son Ok Cha (KOR) 21:15 22:20
      HF: Lee & Son - Thomas Wandschneider & Karin Suter-Erath (GER/SUI) 21:19 23:21
      Homhaul & Pookkhum - Young-Chin Mi & Valeska Knoblauch (GER) 21:8 21:12
Rollstuhl WH 2
HE: Kim Jungjun (KOR) - Kim Kyunghoon (KOR) 21:15 21:17
DE: Lee Sun Ae (KOR) - Emine Seckin (TUR) 21:11 21:6
      HF: Lee - Gertrud Salewski (GER) 21:4 21:9 und Seckin - Yoko Egami (JPN) 21:7 21:6 
HD: Kim Jungjun & Kim Kyunghoon (KOR) - Gobi Ranganathan & Martin Rooke (ENG) 21:14 21:19
MX: Kim Kyunghoon & Lee Sun Ae (KOR) - Avni Kertmen & Emine Seckin (TUR) 21:8 21:15
Rollstuhl WH 1/2
DD: Son Ok Cha & Lee Sun Ae (KOR) - Sujirat Pookkhum & Karin Suter-Erath (THA/SUI) 21:11 19:21 21:19
      HF: Son & Lee - Valeska Knoblauch & Elke Rongen (GER) 21:13 21:12.

Sehen Sie...

...aus den Ruhr Nachrichten eine Vorab-Meldung vom 11. November und einen Bericht von Dietmar Stahlschmidt vom 12. November: Aufbruch in neue Dimensionen (pdf);
...aus dem WDR Fernsehen einen umfangreichen Bericht aus SPORT IM WESTEN vom Samstag (Dauer 14:40 Minuten). Im Mittelpunkt steht der Dortmunder Rolli Young-Chin "Joschi" Mi. Reporter ist Christian David.

Vorberichte:

 

Dritter WM-Newsletter verschickt
Nach Meldeschluss werden 251 Teilnehmer aus 38 Nationen in Dortmund erwartet
(28.10.13) Alle Kontinente sind vertreten. Für sie werden elf Spielfelder hergerichtet. Neben etwa 90 Rollstuhl-Fahrer/innen und mehr als 140 Fußgänger/innen mit Behinderung sind auch 20 Kleinwüchsige gemeldet. Die Teams werden am 3. und 4. November anreisen. Die Eröffnungsfeier am Mittwochabend wird beeinträchtigt durch das gleichzeitig im benachbarten Iduna-Park stattfindende Championsleague-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Arsenal. Daraus ergaben sich auf Hotelprobleme für die Gäste.
Hier ist alles nachzulesen (pdf).

     

Zweiter WM-Newsletter verschickt
Alles ist auf einem guten Weg
(20.9.13) Die September-Ausgabe des vom Ausrichter verschickten Newsletters berichtet über den neuesten Stand der WM-Vorbereitung. Darin ist viel Erfreuliches zu lesen. So wurde der Hallenzugang rollstuhlgerecht umgebaut und es werden zusätzliche Toiletten bereit gestellt. Plakate und Flyer sind gedruckt, die Technischen Ofizielen sind benannt und die Botschafter werden vorgestellt. 
Lesen Sie hier die Einzelheiten (pdf).

   

Linienrichter gesucht

Insgesamt müssen zehn Felder bestückt werden

(3.9.13) Der Ausrichter der Para-WM hat in einem Rundschreiben einen Aufruf gestartet, sich als Linienrichter für die Para-WM in Dortmund zur Verfügung zu stellen. Gespielt wird auf 10 Feldern. Benötigt werden Linienrichter für insgesamt fünf Tage zwischen dem 6. und 10. November.
Hier findet sich der Aufruf mit den Rahmenbedingungen (pdf). 

    

Erster WM-Newsletter wurde verschickt
Über Workshops und Hallenumbau
(4.7.13) Die Ausrichter der Para-WM im November in Dortmund haben einen Newsletter zusammengestellt, in dem sie über den Stand der Vorbereitungen berichten. Unter anderem finden sich dort Informationen über Sponsoren, geplante Workshops, die Notwendigkeit eines Hallenumbaus oder die Eröffnungsfeier. Dort ist auch zu lesen, wo sich interessierte Helfer melden können.
Hier ist er abzurufen (pdf).

Wurden sich handelseinig: (v.l.) Paul Kurzo (BWF) und Günter Klützke (FS Badminton Dortmund). Foto: Klützke

Vertrag zur Ausrichtung in Lausanne unterzeichnet
Parabadminton-WM 2013 in Dormund
Von Günter Klützke
(4.4.13) Anlässlich des Treffens der Para-Badminton Kommission des Badminton Weltverbands (BWF) Ende März in Lausanne wurden die ersten Unterschriften unter den Ausrichtervertrag zur diesjährigen Badminton-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderungen vom 5. bis 10. November in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle gesetzt. Für den Weltverband unterschrieb Vizepräsident Paul Kurzo (Schweiz) das Dokument. Die ausrichtende RBG Dortmund war durch Günter Klützke (FS Badminton Dortmund) vertreten.
Die Ausrichtung im Herbst stellt den Höhepunkt des Werbens verschiedener Sportverbände um die Aufnahme von Badminton ins paralympische Programm dar. Dazu wird BWF die Anreise außereuropäischer Teams mit einer fünfstelligen Eurosumme aus dem Entwicklungstopf des Sports fördern.

 

 


8th Parabadminton World Championships 2011 in Guatemala
22. bis 26. November 2011 in Guatemala City, Domo de la Zona 13. Ausrichter: MERPRO & Guatemala Badminton Federation. Referee: Barbara Fryer (SUI).

       

Fotos vom Turnier und vom Gastgeberland hat Thomas Ludwig online gestellt.  

 

 

Individualwettbewerbe:

Zur Ergebnisübersicht bei tournamentsoftware.

  

   

Medaille geholt: (v.l.) Jan Niklas Pott, Sebastian Müller, Heiko Vüllers, Frank Dietel, Tim Haller. Foto: Thomas Ludwig

Mannschaftswettbewerb:

  

Deutsches Team holte Bronze

   

Der deutsche Teamcaptain und Coach Thomas Ludwig berichtet
Frank Dietel holt in einem spannenden Dreisatzmatch den entscheidenden zweiten Punkt gegen die Heimmannschaft aus Guatemala. Deutschland zog mit einem 3:0 ins Halbfinale ein. Im anschließenden Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Malaysia hatte das Team keine Chance und verlor klar mit 0:3.
Dennoch kannte die Freude bei der anschließenden Siegerehrung keine Grenzen.

Viertelfinale: Deutschland- Guatemala 3:0

1.E: Jan-Niklas Pott - David Morales 21:7 21:7
2.E: Frank Dietel - Raul Anguiano Araujo 17:21 21:14 21:14
D: Sebastian Muller & Heiko Vullers - Carlos Aldana & Erick Madriz 21:3 21:6.

Halbfinale I: Deutschland - Malaysia 0:2 

1.E:Jan-Niklas Pott - Hairul Fozi Saaba 8:21 17:21 
2.E: Frank Dietel - Like Hou Cheah 8:21 14:21 
D: Tim Haller & Sebastian Müller - Michael Sydney & Suhaili Laiman nicht mehr gespielt.

Halbfinale II: Chinese Taipei - Japan 2:1
Endspiel: Malaysia - Chinese Taipei 2:0 


World-Championship Badminton for Disabled 2009 in Seoul (Südkorea)
Vom 8. bis 12. September im 2nd Gymnasium, Fencing Hall.
Hier geht es zur Ergebnisübersicht
.  Zu den Tagesergebnissen.

Nur vier deutsche Starter in Seoul

  

Am Ende hatte jeder mindestens eine Bronzemedaille im Gepäck

 

Abschlussbericht von Katrin Seibert
Das Team Germany war vertreten mit:
Heiko Vüllers - BMSTL 2a (Oberschenkelamputation),
Pascal Wolter - BMSTL 2 (mittlere Beinbehinderung),
Jan-Niklas Pott - BMSTL 3 (leichte Beinbehinderung),
Frank Dietl - BMSTU 5 (leichte Armbehinderung).
Gruppenspiele
Eigentlich sollte es so sein, dass die Teilnehmer in "ihren" Schadensklassen an den Start gehen. Doch leider ist es vorgegeben, dass mindestens vier Teilnehmer in einer Klasse starten müssen, ansonsten werden Spielklassen zusammengelegt. Dies traf WM Neuling Heiko Vüllers. Da in Klasse 2a nur drei Spieler gemeldet hatten, musste Heiko gemeinsam mit „unserem“ Weltmeister Pascal Wolter in Klasse 2 starten. Am ersten Tag ging es mit den Gruppenspielen des Individualwettkampfes los.Im Einzel konnte Heiko seine ersten zwei Gruppenspiele gegen einen Chinesen und einen Koreaner in seiner 4er-Gruppe nicht gewinnen. Pascal in der gleichen Klasse überzeugte in seinem Auftaktmatch gegen den Koreaner Chun Ui Lee. Er war als amtierender Weltmeister an eins gesetzt und spielte in einer 3er-Gruppe. Jan-Niklas, ebenfalls in einer 3er-Gruppe und an 3/4 gesetzt, verlor sein erstes Gruppenspiel im Einzel gegen den Taiwaner Cheng Lin deutlich. Der an zwei gesetzte Frank Dietl gewann in seiner 3er-Gruppe gegen den Koreaner Su Man Choi mit 21:12 21:11.In den Doppeln spielten Heiko & Pascal in einer einzigen 5er-Gruppe. Gleich am ersten Tag spielten sie zwei Doppel. Eines gewannen sie in drei Sätzen, das andere verloren sie mit 22:20 im dritten Satz. Jan-Niklas ging gemeinsam mit dem Australier Rod Rantall in einer 4er-Gruppe an den Start. Für die beiden lief es am ersten Tag sehr gut, denn die ersten zwei Gruppenspiele gegen die an drei gesetzten Israelis und gegen die Spieler aus Hongkong konnten sie gewinnen und standen damit praktisch schon im Viertelfinale. Frank Dietl und Ilker Tuzcu (Türkei) überzeugten im ersten Doppel in ihrer 3er-Gruppe deutlich gegen den Schotten Alan Oliver und den Engländer Antony Forster.
Der zweite Spieltag - die erste Medaille
Für Frank Dietl ging es in seinem letzten Gruppenspiel um den Gruppensieg, damit er im Viertelfinale den leichteren Gegner hat. Sein Spiel gegen den Inder Pandey Rakesh verlief von Anfang an sehr ausgeglichen. Satz eins ging unglücklich mit 21:19 an den Inder. Im zweiten Satz kam Frank immer besser ins Spiel, jedoch rutschte er Mitte des Satzes aus und zerrte sich den Oberschenkel. Nach kurzer Behandlungspause konnte er zwar weiterspielen, musste den Satz letztendlich enttäuscht mit 23:21 ebenfalls abgeben. Im etwas später stattfindenden Doppel konnte Frank zusammen mit Ilker aber trotz Schmerzen wieder überzeugen. Sie gewannen gegen die an eins gesetzten Israelis Levy & Bachar mit 16:21 21:12 21:14. Damit waren sie als Gruppenerster bereits ins Halbfinale eingezogen. Die erste Medaille für Deutschland war somit sicher.
Führung nicht ins Ziel gebracht
Für Jan-Niklas & Rod ging es ebenfalls um den Gruppensieg im Doppel. Sie spielten gegen Ralage & Wathuena, die Jan-Niklas gemeinsam mit Katrin Seibert bei den German International in zwei Sätzen besiegen konnte. Auch in Seoul mit Rod lief alles nach Plan und die zwei führten mit 21:15 19:16. Doch dann gaben sie Satz zwei doch noch mit 20:22 ab und kamen im dritten Satz nicht mehr ins Spiel. Verloren diesen deutlich mit 21:9. Schade, das Viertelfinale war gesichert, jedoch der gute Setzplatz war weg.Im Einzel konnte sich Jan-Niklas dann deutlich gegen Tak Ping Li aus Hongkong mit 21:4 21:8 als Gruppenzweiter für das Viertelfinale qualifizieren.
Heiko & Pascal verloren gemeinsam ihr Doppel gegen die Japaner Umeda & Takayuki 21:4 17:21 21:13. Damit sah es schlecht aus jetzt noch eine Medaille zu gewinnen. Auch konnte Heiko in seinem letzten Einzel keinen Sieg einfahren. Pascal hingegen überzeugte in seinem letzten Gruppenspiel im Einzel gegen den Japaner Suzuki deutlich mit 21:9 21:10 und stand damit als Titelverteidiger im Viertelfinale.
Viertel- und Halbfinalspiele
Jan-Niklas musste im Viertelfinale gegen den amtierenden Weltmeister Kwong Wah Yu aus Honkong antreten und machte ein Wahnsinnsspiel. Er forderte dem Weltmeister alles ab, doch es reichte leider nicht ganz. Er verlor mit 13:21 21:17 12:21. Aber unser Jüngster im Team ist ja noch Jugendlicher und in einigen Jahren sieht es vielleicht anders aus.Frank trat gegen Meng Lee den Weltmeister von 2003 im Viertelfinale an. Immer noch gehandicapt durch die Zerrung, fand er kein Rezept gegen den Taiwaner und schied mit 12:21 11:21 aus.
Pascal war nach seinem Sieg im Viertelfinale gegen den Spanier Ramirez mit 21:9 21:16 weiterhin auf Goldkurs. Auch für ihn war hiermit bereits eine Medaille sicher.
Pascal & Heiko absolvierten noch ihr letztes Gruppenspiel im Doppel, welches sie verloren. Für sie sprang somit der vierte Platz heraus.Jan-Niklas & Rod schieden gegen die Japaner Suenaga & Hiroi mit 10:21 10:21 aus. Ebenfalls zogen Frank & Ilker gegen Lin & Lee (Taiwan) mit 6:21 17:21 den Kürzeren. Somit blieb es für sie bei einer Bronzemedaille.
Titelverteidiger Pascal scheiterte im Halbfinale
Das letzte Spiel mit deutscher Beteiligung war nun Pascal Wolter vorbehalten. Gegen den Koreaner Kim lief es bei ihm im Halbfinale nicht so gut. Am Anfang war das Spiel noch ausgeglichen, doch dann überzeugte der Koreaner durch seine Schlagsicherheit. Im zweiten Satz versuchte Pascal seine Taktik zu ändern, was auch ganz gut gelang, jedoch reichte es nicht. Er verlor mit 13:21 18:21 gegen den späteren neuen Weltmeister. Seinen Titel konnte er nicht verteidigen, aber eine Bronzemedaille nahm er immerhin mit heim.
Team-Event
Vizeeuropameister Deutschland musste ungesetzt in den Wettbewerb gehen, weil die Ergebnisse der Einzelwettkämpfe für die Setzliste berücksichtigt wurden. So kam es gleich im ersten Spiel im Viertelfinale zur Neuauflage des Endspiels der Europameisterschaft Deutschland gegen Israel.
Im Teamwettbewerb werden zwei Einzel und ein Doppel gespielt. Wobei ein Einzel auf Halbfeld eigentlich bis einschl. Klasse 2 und ein Einzel auf Ganzfeld gespielt wird. Das Team zerbrach sich lange den Kopf darüber, wie man aufstellen sollte, um eine Chance gegen Israel zu haben. So entschied man sich, dass Pascal das Ganzfeldeinzel, Heiko das Halbfeldeinzel und Jan-Niklas & Frank das Doppel spielen sollten. Pascal spielte als erster, sein erstes Spiel auf Ganzfeld in diesem Turnier. Bis er sich daran gewöhnt hatte, war der erste Satz auch schon mit 14:21 gegen ihn vorbei. Dann aber kam er immer besser ins Spiel und schaffte nach 21:12 21:12 einen wichtigen Punktgewinn für Deutschland. Im Anschluss das Einzel von Heiko. Er hatte keine Chance und verlor 7:21 5:21. Es stand 1:1 und das Doppel war entscheidend, ob Deutschland ins Halbfinlale einzieht. Jan-Niklas & Frank überlegten sich eine Taktik, die auch in der Umsetzung gut klappte. So konnten sie schnell den ersten Satz mit 21:14 gewinnen.
Im zweiten Satz lief es dann nicht mehr so gut, die Israelis führten hoch, jedoch fanden Jan-Niklas & Frank noch rechtzeitig ins Spiel zurück und kämpften sich wieder ran. Sie konnten den 7:15-Rückstand in einen 17:17 Ausgleich umwandeln und verunsicherten die Israelis damit so sehr, dass diese keinen Punkt mehr machten. Game Germany!
Heiko und Pascal hielt es nicht mehr auf den Coachingstühlen, alle fielen sich in die Arme.
Gegen Hongkong reichte es nicht
Samstag, der letzte Tag der WM. Team Germany trat gegen das an eins gesetzte Team aus Hongkong an. Diesmal spielte Frank das Ganzfeldeinzel, Pascal das Halbfeldeinzel und Jan-Niklas & Heiko das Doppel.
Zuerst verlor Pascal gegen den Weltmeister in Klasse 3 YU Kwong Wah mit 13:21 16:21. Im Anschluss durfte Frank den Ausgleich versuchen zu erspielen. Spannend gestaltete sich sein Spiel, doch er verlor knapp im dritten Satz mit 18:21. Das Doppel wurde dann nicht mehr ausgetragen.
Somit hatten unsere vier Teilnehmern eine Bronzemedaille im Einzel, eine Bronzemedaille im Doppel und die Team-Bronzemedaille im Gepäck.
Zwei Stimmen zur Ausrichtung in Seoul
Bettina Pott: „Zu erwähnen wäre vielleicht die Hilfsbereitschaft der Koreaner. Stehst du mal irgendwie mit einem Fragezeichen im Gesicht rum, kommt sofort einer und fragt, ob er helfen kann. Und er zeigt dir nicht nur, wo du hin musst, er bringt dich gleich dahin. Das fand ich super! „Die Koreaner haben fast überall beheizte Toilettensitze. Die vermisse ich jetzt schon.“
Pascal Wolter: „Wir hatten einen koreanischen Betreuer, der dem deutschen Team für alle Probleme und Fragen zur Verfügung stand. Er hat uns zum Beispiel sechs riesige Essens-Platten zum Mittagessen vom Hotel in die Halle gebracht...“
Ausblick
Im nächsten Jahr finden die Europameisterschaften in der Schweiz statt. Hoffentlich ist das Team Germany dann wieder mit einem größeren Team dabei.

Mannschaftswettbewerb:  

Sieg gegen Israel - Niederlage gegen Hongkong

Sieben Mannschaften nahmen am Team-Wettbewerb teil. Team Deutschland stand nach einem 2:1 gegen Israel im Halbfinale. Gegner dort war Hongkong. Gegen den späteren Sieger gab es eine 0:2 Niederlage. Hongkong gewann im Finale gegen Chinese Taipei mit 2:0.

Zur Übersicht.

      

Individualwettbewerbe:

Keine Titelverteidigung für den zweifachen Weltmeister aus Düsseldorf
Pascal Wolter mit Bronzemedaille
Bei den beiden letzten Weltmeisterschaften in Taiwan und Thailand gewann der düsseldorfer Pascal Wolter jeweils den Weltmeisterttitel (s.u.). Diesmal langte es nicht ganz. Im Halbfinale unterlag er gegen den Koreaner KIM Chang Man.
Eine Bronzemedaille gab es auch für Frank Dietl. Mit seinem türkischen Partner Ilker Tuzcu erreichte er das Halbfinale.
Ergebnisse Hauptrunde:
Pascal Wolter (*1)  
  Vfin.: - Juan Antonio Ramirez (ESP) 21:9 21:16
  Hfin.: - KIM Chang Man (KOR) 13:21 18:21
Frank Dietl & Ilker Tuzcu (TUR)
  Hfin.: - LIN Cheng & LEE Mend (TPE) 6:21 17:21.

Einzelheiten im Internettagebuch von Pascal Wolter.

Das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier: (v.l.) Jan-Niklas Pott, Frank Dietl, Referee, Stefan Fürstenau (DBV-Schiedsrichter), Pascal Wolter.

Nach Anreise gleich Sightseeing
Nur kleine deutsche Delegation in Seoul
Von Katrin Seibert
Das deutsche Team ist bei dieser WM ein sehr kleines Team. Es besteht lediglich aus vier Sportlern, zwei Fans und einem deutschen Schiedsrichter. Die Sportler sind alle Fußgänger, kein einziger Rollstuhlfahrer vertritt Deutschland. Das ist schon sehr schade.
Wieso aber ist das so? Anders als bei den Deaflympics, bekommen die körperlich Behinderten Sportler keine finanzielle Unterstützung und werden auch nicht eingekleidet. Jeder Sportler trägt die Kosten selbst, weil zurzeit Badminton noch nicht paralympisch ist. So ergab es sich, dass die Kosten für Korea ungewöhnlich hoch lagen und dadurch kein Teammanager, Trainer und Physiotherapeut gestellt werden konnte. Was insbesondere für die Rollis mitausschlaggebend war, nicht teilzunehmen. Viele aber konnten sich die Teilnahme in Seoul finanziell nicht leisten.

Nach 22 Stunden Reisezeit ist das Team Germany im Hotel in Seoul am Sonntagabend angekommen. Gleich Montagfrüh ging es zum ersten Training in die Sporthalle. Im Anschluss fand eine viereinhalbstündige Sightseeingtour mit Besichtigung eines Tempels, Besuch des Nationalmuseums und Shopping statt.
Zitat Pascal Wolter: „Von der Tour noch platt ging es fast übergangslos weiter mit der Eröffnungsfeier. Eine einheimische Girlie-Group heizte mit traditionellen und zumindest zu Beginn ohrenbetäubenden Liedern die Stimmung an. Anschließend machten Begrüßungsreden die Runde und zu guter Letzt fielen dann noch die Worte „Das Buffet ist eröffnet…“.“
Bei den Fußgängern gibt es sehr viele verschiedene Einteilungen der Spielklassen.
Das Team Germany ist vertreten mit:
Heiko Vüllers (RBG Dortmund) - BMSTL 2a / Oberschenkelamputation
Pascal Wolter (OSC Düsseldorf) - BMSTL 2 / mittlere Beinbehinderung
Jan-Niklas Pott (TSV Altenholz) - BMSTL 3 / leichte Beinbehinderung
Frank Dietl (sächsischer Landestrainer) - BMSTU 5 / leichte Armbehinderung


   

World-Championship Badminton for Disabled 2007 in Bangkok
Vom 27. Oktober bis 3. November im Gymnasium 1 im Bangkok Youth Center.
Zu einem
ausführlichen Internettagebuch von Pascal Wolter und anderen. 

        

Insgesamt gab es acht Medaillen für unsere Sportler

Pascal Wolter holte Gold

Von Klaus Hasselmann
(4.11.07) Mit acht Medaillen kehrt das Team Germany zurück von den Weltmeisterschaften der Behinderten in Thailand.
Einmal Gold, zweimal Silber und fünfmal Bronze ist die Ausbeute der kleinen, aber schlagkräftigen Truppe, die ausgezogen war, sich in Bangkok mit den Besten der Welt zu messen.
Zu Beginn konnte direkt beim Mannschaftswettbewerb der stehend Behinderten ein dritter Platz und damit Bronze errungen werden. Pascal Wolter, Jens Behnke, Frank Dietel, Peter Schnitzler, Lutz Sauppe und Michael Bentele wurden alle eingesetzt und mussten sich lediglich beim Spiel um den Einzug ins Finale der Mannschaft aus Hongkong geschlagen geben. Ebenfalls bei den stehend Behinderten konnte Frank Dietel im Herrendoppel an der Seite von Eyal Bachar aus Israel eine weitere Bronzemedaille erringen, während Pascal Wolter für die einzige Goldmedaille und damit seinen vierten WM-Titel in Folge sorgte.
Zweimal Silber bei den Rollies
Bei den Rollstuhlfahrern erreichte Thomas Wandschneider an der Seite des für die Türkei startenden Avni Kertmen das Finale im Herrendoppel, unterlag mit 17:21 16:21 und errang somit eine Silbermedaille.
Zur erfolgreichsten Teilnehmerin aus deutscher Sicht wurde Elke Rongen. Mit Mixedpartener Manfred Steinhard errang sie eine Bronzemedaille. Eine weitere gab es im Dameneinzel. Scheiterte sie hier noch knapp am Einzug ins Finale, so gelang ihr das im Damendoppel mit Partnerin Nina Gorodezky aus Israel. Nachdem die beiden im Halbfinale beim Spiel gegen Mine Korkmaz & Carola Bonn immerhin 40 Minuten für den Sieg brauchten - was den Unterlegenen die Bronzemedaille brachte - waren die Damen aus Korea im Endspiel zu stark. So gab es Silber und Elke Rongen kehrt von ihrer ersten WM als Vizeweltmeisterin zurück in die Heimat.

     

Mannschaftswettbewerb der stehend Behinderten

Bronzemedaille für unser Team

Ausgetragen wird ein Upper-Einzel (Behinderungen oberhalb der Hüfte), ein Lower-Einzel (unterhalb) und wenn nötig ein Doppel. Die deutsche Mannschaft spielte mit Peter Schnitzler, Pascal Wolter, Mique Benthele, Lutz Sauppe, Jens Behnke und Frank Dietel.
AF: Deutschland - Japan 2:0
VF: Deutschland - Thailand 2:1
Halbfinals:
Hongkong - Deutschland 2:1
Malaysia - Korea 2:0
Finale: Malaysia - Hongkong 2:1

bv-rheinland.de hat einen Bericht von Peter Schnitzler.

     

Deutsche Starter

Stehend Behinderte: Mique Benthele, Peter Schnitzler, Pascal Wolter, Frank Dietel, Jens Behnke, Lutz Sauppe.
Rollis: NN.

  

(1.5.07) Die 6. Weltmeisterschaft für stehend Behinderte und Rollstuhlfahrer findet vom 27. Oktober bis 3. November in Bangkok statt. Die Organisation obliegt dem Paralympic Committee of Thailand. Austragungsstätte ist das Gymnasium 1 im Bangkok Youth Center. Bei der WM 2005 in Taiwan gewannen die deutsche Teilnehmer drei Gold- und drei Bronzemedaillen (siehe untere Meldung vom 1.11.05). Hier gibt es bei rolli-badminton.de die Ausschreibung.

Hier gibt es eine Internetseite über die vielleicht an Infos zu kommen ist - sieht aber nicht gut aus.

   

Zwei Weltmeister präsentieren ihr Gold: Thomas Wandschneider (li) und Avni Kertmen.

     

World-Championship Badminton for Disabled 2005 in Hsichun-City Taiwan

  

Dreimal gab es deutsche Weltmeister

  

Aus Hsinchun-City berichtet Manfred Wandt, Sportwart beim Behinderten Sportverband Niedersachsen
(1.11.05) 128 Spieler aus 18 Nationen, stehend Behinderte und Rollifahrer kämpften vom 27.10. bis 1.11.2005 um WM-Titel in den Disziplinen Einzel und Doppel. Bei den Rollis wurde auch Mixed gespielt.
Für die stehend Behinderten gab es auch einen Nationenwettbewerb neben der WM. Bei diesem Wettbewerb errang Malaysia Gold, Chinese Taipeh Silber und Deutschland Bronze.

Das deutsche Team bestand aus fünf Rollifahrern und drei stehend Behinderten und errang insgesamt drei Gold- und drei Bronzemedaillen.

Von der RSG Langenhagen (LV NIS) errangen...
...im Herreneinzel Klasse 2 Thomas Wandschneider Gold
...im Herreneinzel Klasse 2 Avni Kertmen Bronze
...im Herren-Doppel Klasse 2 Avni Kertmen & Thomas Wandschneider Gold.
...im
Mixed Klasse 2/3  Irmgard Wandt & David Toupe (France) 4. Platz.

Vom OSC Düsseldorf errang im...:
...Herreneinzel Klasse 2 Lower Pascal Wolter Gold

Vom TSV Niederwürschnitz errang im...
...Herreneinzel Klasse 3 Upper Frank Dietel Bronze.

Asiatische Nüsse
Wie schon befürchtet, erwarteten uns bei der ersten WM in Asien unerwartet starke und vor allem unbekannte Gegner. Bei den Rollifahrern waren sowohl in Klasse 1 als auch in Klasse 2 die Koreaner sehr gut, so dass es manche harte Nuß zu knacken gab. Aber auch Japan und Malaysia hatten sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern allerhand zu bieten.

Die WM ist nun fast vorbei. Heute Abend wird eine große Farewell-Partie gegeben. Mit etwas Wehmut im Herzen werden wir an schöne Spiele, viele besondere Ereignisse und unglaublich freundliche Menschen zurückdenken.

Hier zur IBAD-Seite.


 

Frühere Weltmeisterschaften:

 

2003 World Disabled Badminton Championship
in Cardiff (Wales) vom 5. bis 8. Juni im Welsh Institute of Sport.
Zu einem Bericht bei uksport.gov.uk
  

2001 World Disabled Badminton Championship
in Cordoba (Spanien) vom 6. bis 11. Juni.

 

  

  

Literatur zum internationalen Parabadminton
Marita Kaipainen: Integration of disabled and able-bodied sport activities in
badminton
. A case study of the Finnish Para-badminton. University of Jyväskylä
Department of Sport Sciences, Social Sciences of Sport, Master´s Thesis, Spring 2013.

 

 

In Kohleschwarz: Plakat für die WM in Dortmund 2013.

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.