Individual-WM 2006

Vom 18. bis 24. September in Madrid (Spanien), Palacio de Deportes, Avenida Felipe II. 

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Vorberichte

  

Die Spiele der Deutschen

Badminton-Deutschland kann jubeln

   

Petra Overzier und Huaiwen Xu gewannen beide WM-Bronze im Einzel

     

    

Samstag - 6. Tag: Mehr als Bronze war nicht mehr drin - aber es bleibt ein sensationeller Erfolg

Eine nochmalige Steigerungen wäre gegen die beiden besten Spielerinnen der letzten Jahre nötig gewesen, aber unsere beiden frauen konnten sich nicht noch einmal steigern. Petra spielte einen knappen ersten Satz beim 19:21 11:21. Aber bei 9:12 hatte Zhang drei Punkte Vorsprung und die behielt sie bis 16:19. Petra kam noch zweimal auf 18:19 und 19:20 ran, aber es reichte nicht. Der Zweite war dann klar zugunsten der Weltranglistenersten.
Auch Huaiwen musste sich beim 12:21 10:21 gegen die Titelverteidigerin Xie klar geschlagen geben. Immerhin konnte sie das erklärte Wunschziel, eine Bronzemeedaille wie in Anaheim, erfüllen. Dass noch eine zweite Bronzene durch Petra hinzukam, war völlig unerwartet, beweist aber, dass die Erfolge vor allem der Damen in den letzten Jahren  - mit Team-Europameisterschaft, WM-Dritter, EM-Bronze für Juliane Schenk, EM für Huaiwen, Silber für Grether & Schenk - auf einer kontinuierlich gewachsenen Leistungsstärke begründet sind. Auch Petra hatte in den Team-Wettbewerben ihren Anteil daran, jetzt hat sie auch eine Einzel-Medaille.

Erinnerungsstücke: Halbfinalfoto von Petra gegen Zhang Ning...
und von Xu Huaiwen im Spiel gegen Xie Xingfang. Fotos: Michael Dickhäuser

Freitag - 5. Tag: Ein Sternentag für das deutsche Badminton
Wer vor der WM zwei Halbfinalteilnahmen für unsere Deutschen vorausgesagt hätte, wäre vermutlich für unzurechnnungsfähig erklärt worden. Der 22. September hat jetzt andere Maßstäbe gesetzt. Zunächst musste Xu Huaiwen antreten. Mit Petya Nedeltcheva hatte sie eine vermeintlich leichte Gegnerin. Doch die Bulgarin hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Auf vielen EBU-Turnieren hat sie ihren Siegeswillen gestählt. Sie ist mittlerweile eine der besten Europäerinnen geworden. Das musste auch Huaiwen im zweiten Satz feststellen.
Xu Huaiwen - Nedeltcheva 21:14 17:21 21:16
Läuft da was schief, dachte sich der immer aufgeregter werdende Zuschauer nach dem 17:21? Auch der dritte verlief lange nicht beruhigend. Huaiwen konnte keinen entscheidenden Vorsprung herausarbeiten. 13 beide, 15 beide, 16 beide. Es drohte schon zur Nervenschlacht zu werden. Doch dann macht Huaiwen plötzlich fünf Punkte hintereinander. Geschafft! Die Bronzemedaille von Anaheim war für unsere Deutsche Meisterin damit schon mal wiederholt.
Petras Traumreise ging weiter
Petra Overzier - JIANG Yanjiao (CHN) 21:18 14:21 21:14
Um zehn vor fünf dann Petra. Wie schon am Tag zuvor trieb sie auch gegen Chinas Nummer drei den Zuschauern das Staunen in die Augen. Bis 17 beide im ersten Satz war das Spiel ausgeglichen. Dann zuppzupp 20:17. Der zweite ging deutlich verloren, Parallele zum Wang-Spiel. Petra sammelte Kräfte für den entscheidenden Durchgang. 
Erneut erspielte sie sich im Entscheidungssatz eine Führung und behielt sie auch. Achtmal versenkte sie den Ball mit einem Smash, ihre chinesische Gegnerin kam nicht einmal dazu. Bei 15:10 fiel dann die Entscheidung. Durchmarsch! Vier Punkte hintereinander brachten den entscheidenden 19:10-Vorsprung. Gesamtdauer 49 Minuten, Huaiwen hatte sogar 58 Minuten gebraucht. Siehe die Match-Statistik.

Ein hartes Match war es: Doch Xu Huaiwen hat es geschafft.
Die deutschen Trainer Jeroen van Dijk und Detlef Poste (v.l.) schauen hier noch skeptisch - hinterher konnte sie sich freuen.
Ein einziger Punkt fehlt Petra noch...
...da ist er. Fotos: © Michael Dickhäuser

Die Spiele unserer Deutschen:

     

Herreneinzel (60 Teilnehmer im 64er-Feld)
Björn Joppien
   1.Rd.: - LEE Yen Hui Kendrick (SIN) 21:17 18:21 22:20
   2.Rd.: - LEE Chong Wei (MAS) (*1) 18:21 14:21
Roman Spitko
   1.Rd.: - Carlos Longo (ESP) 21:13 21:17
   2.Rd.: - Dicky Palyama (NED) 19:21 11:12
Dameneinzel (60/64er-Feld)
Huaiwen Xu (*2)
   1. Rd. frei/ 2.Rd. - Yoanna Martinez (ESP) 21:19 21:18
   Afin.: - Eriko Hirose (JPN) 21:19 21:10
   Vfin.: - Petya Nedeltcheva (BUL) 21.14 17:21 21:16
   Hfin.: - Xie Xingfang (CHN) Sa
Petra Overzier (*16) 
   1.Rd.: - Lee Yun Hwa (KOR) 22:20 19:21 21:16
   2.Rd.: - Linda Zechiri (BUL) 17:21 21:15 21:14
   Afin.: -  WANG Chen (HKG*4) 22:20 4:21 22:20
   Vfin.: -  JIANG Yanjiao (CHN) 21:18 14:21 21:14
   Hfin.: - Zhang Ning Sa
Herrendoppel (52/64er-Feld)
Michael Fuchs & Roman Spitko (*12)
   1.Rd.: - Erwin Kehlhoffner & Thomas Quere (FRA) 21:16 19:21 29:27
   2.Rd.: - Jose Antonio Crespo & Nicolas Escartin Ara (ESP) 21:7 21:17
   Afin.: - Luluk Hadiyanto & Yulianto Alven (INA) 8:21 11:21
Kristof Hopp & Ingo Kindervater 
   1.Rd.: - Luka Petric & Matevz Srekl (SLO) 21:10 21:16
   2.Rd.: - Anthony Clark & Robert Blair (ENG) 14:21 13:21
Damendoppel (50/64er-Feld)
Carina Mette & Birgit Overzier - ZHANG Yawen & WEI Yili (CHN) 7:21 10:21
Mixed (53/64er-Feld)
Kristof Hopp & Birgit Overzier
    1.Rd.: - Alexej Vasiljev & Anna Efremova (RUS) 21:12 21:17
    2.Rd.: - LEE Yong Dae & HWANG Yu Mit (KOR) 18:21 21:19 21:18
    Afin.: - Anthony Clark & Donna Kellogg (ENG) 19:21 15:21  
Ingo Kindervater & Kathrin Piotrowski (*14)
   1.Rd.: - Nicholas Jinadasa & Samantha Jinadasa (USA) 21:10 21:10
   2.Rd.: - Fairuzizuan MOHD TAZARI & Sock Ai OOI (MAS) 12:21 25:23 14:21.

Auf Medaillenkurs: Huaiwen beim Sieg über Hirose. Foto: Michael Dickhäuser

Donnerstag - 4. Tag: Achtelfinals bei der WM viermal mit Deutschen - Petra Overzier schaffte gegen Weltranglistenvierte Sensationssieg

Grandioser Sieg gegen Wang Chen - Zweimal drehte Petra am Satzende auf 
Im ersten Satz machte Petra nach 18:20-Rückstand vier Punkte hintereinander. Im Dritten lag sie zunächst vorn. Bei 9:9 hatte die Chinesin sie eingeholt und ging bis 10:14 mit vier Punkten in Führung. Doch Petra gab sich nicht geschlagen. Bei 17:17 hatte sie den Ausgleich geschafft. Abermals ging die Chinesin in Führung 17:19, abermals konterte Petra und ging selbst 20:19 in Führung. Wang konnte noch einmal ausgleichen, doch Petra schaffte die fehlenden beiden Punkte gegen die Weltranglistenvierte. Sie spielt nun Donnerstag gegen Chinas Nummer drei Yanjiao Jiang, die sich gegen die Japaner Kaori Mori durchsetzte.
Xu schlägt Hirose - Jetzt liegt der Duft von Bronze in der Luft
Auch wenn der weltbekannte Parfümeur Baldini meint, Metalle würden nicht riechen, so erschnuppern doch plötzlich die gen Madrid gerichteten germanischen Nasen unüberriechbar den köstlichen Duft von legiertem Kupfer und Zinn. 
Überstützt wird diese olfaktorische Wahrnehmung durch eine visuelle - einen Blick nämlich auf Tableau des Dameneinzels, genauer ins untere Viertel. Hirose wurde von Huaiwen selbst weggeräumt und Hwang, die zweite Gesetzte dort, wurde von der Susan Hughes heimgeschickt. Die tapfere Schottin wiederum musste sich Nedeltcheva beugen. Mit ihr sollte Xu in den Viertelfinale fertig werden. Die Japanerin war von den deutschen Verantwortlichen sehr ernst genommen worden als Gegnerin. "Da muss Huaiwen schon ihr bestes Badminton zeigen", schwante es Martin Kranitz, der Xus Weg zur Medaille nach der ersten Auslosung als leichter empfand. In den beiden Begegnungen zwischen Xu und der Japanerin hatte letztere die Nase vorn. Die Matches waren allerdings im letzten Jahr. Bei den All-England 1995 siegte Hirose in zwei Sätzen. Ebenso in Peking bei der Mannschaftsweltmeisterschaft. Diesmal dreht Huaiwen den Spieß rum. Nur am Ende des ersten Satzes wurde es brenzlig, als Hirose von 20:17 auf 20:19 herankam. Aber Huaiwen behielt die Nerven.
Doppel-Abschied
Zu einer weiteren Überraschung langte es für unsere Doppel nicht mehr. Während für Spitko & Fuchs die Indonesier Hadiyanto & Alven eine Nummer zu groß waren, konnten Hopp & Overzier nicht noch einmal über sich hinauswachsen. Sie unterlagen Clark & Kellogg in zwei Sätzen.

Die Hände zum Himmel: Petra im Augenblick des Sieges über Wang Chen. Foto: ©Michael Dickhäuser

Mittwoch - 3. Tag: Kristof Hopp & Birgit Overzier lieferten das Spiel des Tages 
Bis auf unsere Damen und Fuchs & Spitko hatten heute alle Hammerspiele zu absolvieren. Entsprechend gab es auch einige Niederlagen. Erfreulich jedoch die positive Überraschung durch unser Mixed Hopp & Overzier, das mit seinem Sieg über die Koreaner Lee & Hwang die Normalität durchbrach und der WM aus deutscher Sicht schon jetzt einen positiven Touch gab. Entsprechend erfreut war auch Sportdirektor Martin Kranitz: "Viermal Achtelfinale, das ist schon ganz ordentlich, wenn ich es mit den vergangenen Weltmeisterschaften vergleiche. Ich weiß nicht, ob wir es überhaupt schon mal hatten. Ob es allerdings eine richtig gute WM wird, das zeigen natürlich erst die weiteren Spiele."
Einbruch am Beginn des zweiten Satzes bei Roman
Im ersten Satz konnte Roman Spitko ein 16:19 zwar noch ausgleichen... - doch die beiden nächsten Ballwechsel gingen an Dicky Palyama. Im zweiten Satz handelte sich unsere Nummer zwei gleich einen 0:7-Rückstand ein. Der war dann nicht mehr aufzuholen.
Kristof & Birgit werfen Thailand-Open-Sieger raus
Bis 10:11 war der erste Satz ausgeglichen, dann erarbeiteten sich die Koreaner einen steigenden Vorsprung bis zum 17:20. 10:6-Vorsprung der Deutschen im zweiten Satz, bis 15:11 hielt er. Bei 16 beide hatten die Koreaner allerdings den Ausgleich geschafft. Doch unsere hielten dagegen. Ein 18:16 wurde ins Ziel gerettet. In dritten Satz ging es dann ausgeglichen hin und her, immer mit einem winzigen Vorteil für unsere. Bei 14 beide jedoch schienen die Koreaner die Wende zu schaffen, sie gingen in Führung und hielten sie bis 16:17. Doch unsere konterten noch einmal. Und es reichte. Glückwunsch, die Gewinner der letzten Thailand Open - dort u.a. Sieg gegen die Olympiasieger Zhang Jun & Gao Ling - sind bezwungen.   
Ingo & Kathrin gewannen Nervenschlacht gegen Malaysier - verloren allerdings das Spiel
Wenigstens gelang den Deutschen ein Sieg im Nerventeil des Spiels. In der gleichen Sekunde, in der Hopp & Overzier ihr Match gewannen, hatten sie im zweiten Satz bei 20:19 ihren ersten Matchball. Sie brauchten dann allerdings noch drei weitere, im wenigstens den Satz nach Hause zu bringen und die Fans hoffen zu lassen. Aber im Dritten hielten sie nur die erste Hälfte mit. Bis 12 beide war es ausgeglichen, danach dominierten die Malaysier.
Petra musste kämpften bis Zechiri nachgab
Nach anfänglichem Rückstand von 5:7 schien Petra ihre Gegnerin in den Griff zu bekommen. Bei 8:8 war der Ausgleich geschafft. Doch plötzlich lag sie erneut 16:20 zurück. Auch im Zweiten herrschte zunächst die Bulgarin, am vergangenen Wochenende noch Siegerin bei den Bulgarian International. Bei 7:11 rückte der Zuschauer sich schon mal wegen aufkommender Unruhe auf dem Stuhl zurecht. Aber bei 13 beide hatte Petra den Satz im Griff. Und auch das Match. Der dritte Satz wurde souverän geführt.
Björn raus - Huaiwen weiter 
Ebenso wenig wie Roman Spitko gegen Palyama etwas ausrichten konnte, war unser Deutscher Meister dem Weltranglistenersten Lee Chong Wei aus Malaysia gewachsen. Damit sind unsere Herren im Einzel ausgeschieden.
Als Letzte des deutschen Aufgebotes durfte dann auch endlich Huaiwen auf einen der Courts in Palacio de Deportes. Sie überstand ihr erstes Spiel erwartungsgemäß schadlos.
Raus und weiter auch bei den Doppeln 
Erwartungsgemäße Ergebnisse auch bei den beiden Herrendoppel. Während Spitko & Fuchs gegen die Spanier Crespo & Escartin Ara einen Sieg einfuhren, mussten sich Hopp & Kindervater den Engländern Clark & Blair geschlagen geben. 

Dienstag - 2. Tag: Drei weitere Siege machen den Erfolg der  ersten Runde rund
Mit nur einer Niederlage kommt die DBV-Abordnung aus der ersten Runde, die in den fünf Disziplinen heute abgeschlossen wurde. Drei weitere Siege kamen heute hinzu. Allerdings waren sie auch erwartet worden. Sie fielen entsprechend deutlich aus. Weder Kristof Hopp & Ingo Kindervater, noch Roman Spitko oder Kindervater & Piotrowski gaben einen Satz ab. Auch Xu Huaiwen kennt jetzt ihre erste Kontrahentin. Es ist die Spanierin Martinez. Danach ist dann aber gleich Höchstform gefordert. Im Achtelfinale wartet mit Hirose ein brandgefährliche Gegnerin. Die Japanerin setzte sich heute in einem schweren Spiel gegen die Thailänderin Ponsana durch.

     

Montag - 1. Tag: Vier Siege - nur Mette & Overzier schieden gegen chinesische Mitfavoritinnen aus

Knapp war's - aber Björn bewies Nerven
(Mo) Schöner Sieg für unseren Deutschen Meister im Erstrundenspiel gegen Kendrick Lee. Singapors Nachwuchshoffnung war ein unangenehmer Auftaktgegner. Der Dritte der Jugend-WM 2002 hatte in diesem Juni bei den Taiwan Open durch einen spekakulären Sieg über Chen Hong sein internationales Potenzial unter Beweis gestellt. Im dritten Satz lag Björn nach glänzendem Auftakt 6:2 vorn. Doch dann gingen fünf Ballwechsel nach Singapur. 6:7. Glücklicherweise konnte Björn seine Konzentration wiederfinden. Die nächsten fünf Ballwechsel für ihn. 11:7. In der Schlussphase war dann seine Nervenstärke gefordert. 19:17 / 19:19 / 20:19 / 20:20 / 22:20.
In der zweiten Runde wartet nun der an eins gesetzte Lee Chong Wei. Dass Björn schon so früh gegen die Spitzenleute antreten muss, ist eine fatale Folge der Tatsache, dass er keinen Setzplatz mehr bekommt, da er in der Weltrangliste nicht ausreichend weit vorne steht.
Spitko & Fuchs gleich im ersten Spiel auf Rekordjagd
(Mo) Gut für das Erproben von Anti-Herzattacke-Geräten war das Herrendoppel von Michael Fuchs & Roman Spitko gegen die Franzosen Kehlhoffner & Quere. Ab 16 beide gelang keiner Partei ein Zweipunktevorsprung. Den ersten Matchball hatten die Franzosen bei 19:20. Zwei weitere mussten unsere noch abwehren, ehe sie selbst ihren sechsten nutzen konnten. Ein Spiel mit guten Chancen auf das knappste Ergebnis der ganzen WM. Die nächste Runde gegen die Spanier Crespo & Escartin Ara sollte auch machbar sein. 
Petra bewältigte ihren schwierigen Auftakt beeindruckend
(Mo) Lee Yun Hwa ist Koreas Nummer zwei bei den Damen und auf Platz 39 der Weltrangliste angesiedelt. Die 20-jährige Viertelfinalistin der letzten German Open war also wahrlich keine Gegnerin zum Einspielen für unsere Deutsche Vizemeisterin. Doch Petra beeindruckte. Nach 22:20 und 19:21 bewies sie, dass sie auch fit genug ist, um harte Matches zu bestehen. Im dritten Satz lag sie immer deutlich vorn und gewann über 10:2 und 15:5 am Ende 21:16. In der zweiten Runde trifft sich auf Linda Zechiri (Bulgarien). 
Sportdirektor Kranitz: Besserer Start als in Anaheim
(Mo) Erfreut war DBV-Sportdirektor Martin Kranitz mit dem Verlauf des ersten Tages: "Wenn ich an das vorige Jahr bei der WM in Anaheim denke, so lief es diesmal doch wesentlich besser. Damals hatten wir drei Niederlagen und einen Sieg, diesmal ist es umgekehrt. Drei schwere Spiele standen vor uns und unsere Spieler haben alle gewonnen. Das war schon beeindruckend. Nur Birgit mit Carina verloren, aber das Doppel war auch nicht zu gewinnen für unser Mädels. Petra Overzier hatte durch die Neuauslosung gleich einen schweren Brocken vorgesetzt bekommen. Aber sie hat sehr konsequent und erfolgreich gespielt. Und das Herrendoppel war vor allem durch die Zählweise extrem spannend. Es gibt ja jetzt kein Atemholen mehr, dauernd entwickeln sich neue Situationen."
Zufrieden ist der deutsche Teamchef auch mit den Rahmenbedingungen in Madrid: "Hotel und Halle sind nur hundert Meter auseinander. Das ist natürlich optimal. In der Abwicklung sind die Spanier einerseits langsam, andererseits super streng. Keiner darf an einen Ort, für den er nicht die passende Akkreditierung hat. Die Halle ist riesig, aber die oberen Zuschauerränge sind abgehängt. Durch die Größe herrscht natürlich ein spürbarer Wind über den Feldern. Aber darauf bereiten wir uns ja inzwischen vor. Für unser Training haben wir extra Windmaschinen angeschafft, um solche Bedingungen zu simulieren."
Mixed ohne Probleme
(Mo) Zum Abschluss des Tages dann noch ein deutlicher Sieg von Kristof Hopp & Birgit Overzier gegen die Russen Vasiljev & Efremova. Das 21:12 21:17 rundet die guten deutschen Tagesleistungen ab. Der nächste Gegner ist zwei Klassen höher angesiedelt: Lee Yong Dae & Hwang Yu Mi sind eine echte Herausforderung.


Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV
badminton.de-Fotos aus Madrid kamen vom jetzt in der Schweiz lebenden deutschen Trainer Michael Dickhäuser.

Weitere Fotos von ihm...

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