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Individual-WM 2009

Vom 10. bis 16. August in Hyderabad (Indien), GMC Balayogi Indoor Stadium, Gachibowli. 

         

 

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Vorberichte

Aus Vorsicht vor möglichen Terroranschlägen

Englischer Verband hat seine Spieler von der WM zurückgezogen

(9.8.09) Schweinegrippe und Angst vor Terroranschlägen sind die beherrschenden Themen hier in Hyderabad.

Zunächst meldete der indische Nachrichtensender TIMES NOW, dass heute der englische Verband seine Spieler vom Turnier zurückgezogen habe. Anlass seien Terrorwarnungen gegeben, über die eine Zeitung berichtet habe. In sich andauernd wiederholenden Bildern von trainierenden Spielern, Taschenkontrollen und exzerzierenden Soldaten nahm in einer ersten Reaktionen Indiens Top-Star Saina Nehwal Stellung. Sie bedauerte die Absage und hält die Entscheidung der BAoE für eine Überreaktion.

Im Fall der Schweinegrippe hat es nach Pressemeldungen inzwischen den vierten Toten in Indien gegeben. Bei der Einreise mussten alle Passagiere einen Fragebogen ausfüllen, ob sie sich fiebrig fühlen. Auch der Sitz im Flugzeug wurde abgefragt, um spätere Nachbarschaften ermitteln zu können. Außer einer Abstempelung durch medizinische Kräfte am Fughafen, und Einsammeln dieser Erklärung gab es allerdings keine weiteren diesbezüglichen Einreiseformalitäten.

In den Einzeln waren die Engländer zwar ohne Chancen, im Herrendoppel und Mixed gehörten sie mit Nathan Robertson und Anthony Clark jedoch zum erweiterten Favoritenkreis. Von der Absage profitieren naturgemäß die Gegner der Engländer. Unter ihnen auch unsere Deutschen Kristof Hopp & Johannes Schöttler, die nun in der ersten Runde ein Freilos haben.
BWF beruhigt erneut
Am Nachmittag gab die BWF dann eine Pressekonferenz zum Rückzug der Engländer. Dort erläuterten COO Thomas Lund und andere Offizielle noch einmal die gestrige Postion, an der sich nichts geändert habe. Darum herrsche auch wenig Verständnis über die Maßnahme der Engländer, wenngleich man sie natürlich akzeptiere. Auf einem Meeting der Teammanager seien die Sicherheitsaspekte in allen Einzelheten angesprochen worden. Von einem Rückzug eines anderen Landes seí bisher nichts bekannt.

Hier zur Stellungnahme der BWF bei badmintoninternational.org.

Nach Zeitungsbericht über Terrorwarnungen

Weltverband erklärt: WM ist sicher

(9.9.08) In einer Presseerklärung hat die BWF gestern zur Sicherheitslage Stellung genommen. Ausgangspunkt der aufgekommenen Unruhe war ein Zeitungsrtikel in der Times Of India, in der ein Zusammenhang zwischen Terrordrohungen und der Badminton-WM hergestellt worden waren. Ein solcher Zusammenhang wird jedoch von den Verantwortlichen bei Polizei, Ausrichter und BWF verneint. Die  Warnungen hätten sich allgemein auf denkbare Anschläge am Unabhängigkeitstag am 15. August bezogen. Nach BWF-Einschätzung sei die Veranstaltung in Hyderabad sicher.

Hier kann die Presseinformation bei badmintoninternational.org abgerufen werden.  

Deutsche WM-Delegation macht sich morgen auf den Weg nach Hyderabad
Damendoppel musste den Start absagen
Ein Vorbericht von Claudia Pauli
(5.8.09) Nachdem Deutschlands Badmintonasse bereits zweimal in diesem Jahr bei einem internationalen Großereignis als Team um Medaillen gekämpft haben (Mixed-Team-EM in England, Mixed-Team-WM in China), geht es Mitte August nun für jeden Einzelnen darum, bestmöglich abzuschneiden: Die Individual-WM steht an. Dieser Wettbewerb wird jährlich ausgetragen – mit Ausnahme der Jahre, in denen Olympische Spiele stattfinden. 2009 spielen die weltbesten Athletinnen und Athleten vom 10.-16.08. im indischen Hyderabad um Edelmetall. Vom DBV nehmen acht Spieler/innen an der WM teil. Als einziger DBV-Vertreter startet Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim) in zwei Disziplinen: im Herrendoppel und im Mixed. Die Doppel, die für Deutschland in Hyderabad an den Start gehen, bestreiten in dieser Konstellation ihre erste Individual-WM. Sie wurden nach den Olympischen Spielen 2008 neu zusammengestellt.
Erste WM ohne Huaiwen Xu
Nicht mehr aktiv dabei sein wird die zweimalige Europameisterin und zweimalige WM-Dritte im Dameneinzel, Huaiwen Xu. Die 33-Jährige beendete vor wenigen Wochen ihre immens erfolgreiche Karriere und begann in den USA mit einem Studium. Lange Zeit hatte sich Huaiwen Xu die Entscheidung offen gelassen, ob sie bei der WM startet. Doch aufgrund anhaltender starker Kniebeschwerden war es ihr nicht möglich entsprechend zu trainieren. Schließlich entschloss sich die fünfmalige Deutsche Meisterin, schon eher in die USA zu gehen als zunächst geplant. Bei der WM in Hyderabad wird Huaiwen Xu dennoch an einigen Tagen vor Ort sein: Sie nimmt in ihrer Funktion in der Athleten-Kommission des Badminton-Weltverbandes BWF an einer Sitzung teil. Nachtrag 6.8.: Wie heute zu erfahren war, wird Xu nicht nach Hyderabad reisen.
Dameneinzel: Juliane mit Setzplatz
Als die von den Möglichkeiten her aussichtsreichste DBV-Vertreterin ist die zweimalige EM-Dritte im Dameneinzel, Juliane Schenk (EBT Berlin), einzuschätzen. „Prinzipiell war es für uns wichtig, dass sie einen Setzplatz erhält. Denn ein Setzplatz verhindert, dass man gleich zum Auftakt gegen eine Top-Spielerin bzw. einen Top-Spieler antreten muss“, sagt DBV-Sportdirektor Martin Kranitz und fügt hinzu: „Die ersten beiden Runden sind nicht einfach, aber machbar. Im Achtelfinale würde dann in Wang Yihan eine der Top-Chinesinnen auf Juliane warten. Sie ist eine ganz harte Nuss, hat in diesem Jahr schon zwei Super-Series-Turniere gewonnen und auch beim Sudirman Cup alle Partien bestritten. Juliane hat allerdings in der letzten Zeit immer wieder gezeigt, dass sie gegen Top-Spielerinnen sehr knapp spielt.“.
Die 26 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr stellte ihr Potenzial z. B. bei den Super-Series-Turnieren im Juni in Singapur und Indonesien unter Beweis, als sie jeweils im Achtelfinale knapp an der späteren Turniersiegerin scheiterte. Das WM-Viertelfinale zu erreichen, wäre für Juliane Schenk ein Riesenerfolg.
Die Weltranglisten-14. (BWF-Ranking vom 20.7.2009) ist bei den Titelkämpfen in Hyderabad an Position elf notiert. In Runde eins muss sich die Deutsche Meisterin mit Aditi Mutatkar aus dem Gastgeberland auseinandersetzen. Vor heimischem Publikum wird die Weltranglisten-30. sicherlich top-motiviert sein. Zudem entwickelten sich zahlreiche indische Spieler/innen in den vergangenen Monaten hervorragend. Dennoch geht Juliane Schenk als Favoritin in die Partie. Im zweiten Durchgang wäre vermutlich Ella Diehl, die Ehefrau des DBV-Trainers für Talententwicklung, Rainer Diehl, Gegnerin von Juliane Schenk. Die Russin belegt derzeit in der Weltrangliste Rang 26.
Herreneinzel: Höchst unterschiedlich schwere Aufgaben
Der dreimalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) steht zum Auftakt vor einer lösbaren Aufgabe. Der 25 Jahre alte Weltranglisten-31. trifft auf Kevin Cordon aus Guatemala, der im BWF-Ranking momentan auf Rang 74 geführt wird. Nächster Gegner des Bonners wäre der an Position sieben notierte Däne Joachim Persson (WRL-7.), Viertelfinalist bei den All England Open 2009, der allerdings zuletzt unter Knieproblemen litt, oder Kenichi Tago (21.) aus Japan. „Marcs Auslosung ist noch okay. Als Ungesetzter trifft er wahrscheinlich auf einen Gesetzten, bei dem durchaus eine Chance auf den Sieg vorhanden ist“, so die Einschätzung von DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Pech bei der Auslosung hatte hingegen der zweite deutsche Starter im Herreneinzel, Dieter Domke (1. BC Bischmisheim): Der Vize-Europameister der Jugend von 2005 muss gleich zum Auftakt gegen den top-notierten Malaysier Lee Chong Wei antreten. „Schlimmer hätte es eigentlich nicht kommen können“, meint Martin Kranitz. Der 22-Jährige befindet erst seit wenigen Wochen wieder im vollen Training. Aufgrund eines Ermüdungsbruchs musste Dieter Domke lange Zeit pausieren und unter anderem auf die Teilnahme am Play-off-Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft für seinen vorherigen Verein, SG EBT Berlin, verzichten.
Herrendoppel: Anspruchsvolle Aufgabe für Hopp & Schöttler
Ein schwieriges Auftaktlos erwischten auch die Deutschen Meister im Herrendoppel, Kristof Hopp & Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim): Sie müssen sich mit den erfahrenen Engländern Anthony Clark & Nathan Robertson auseinandersetzen (Nr. 9). Die Weltranglistenneunten sorgten Mitte Juni für Aufsehen, als sie im Finale des Super-Series-Turniers in Singapur die Olympiasieger von 2008 Markis Kido & Hendra Setiawan aus Indonesien in zwei Sätzen bezwangen. Die Deutschen Vizemeister Michael Fuchs & Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) bekommen es in Runde eins mit den Franzosen Baptiste Careme & Labar Ronan zu tun, die im BWF-Ranking derzeit 86. sind. Die Deutschen rangieren aktuell auf Platz 23 und sind entsprechend favorisiert.
Mixed: Machbarer Auftakt
Eine Paarung aus Neuseeland wird Auftaktgegner des deutschen Mixed Johannes Schöttler & Birgit Overzier (Bischmisheim/1. BC Beuel) sein: Henry Tam & Donna Haliday sollten von den beiden Deutschen, die wie die Herrendoppel Kristof Hopp & Johannes Schöttler und Michael Fuchs & Ingo Kindervater erst seit dem Herbst vergangenen Jahres gemeinsam Turniere bestreiten, zu schlagen sein.
Zwei WM-Debütanten
Während Juliane Schenk, Marc Zwiebler, Birgit Overzier, Ingo Kindervater, Kristof Hopp und Michael Fuchs bereits mindestens einmal bei Individual-Weltmeisterschaften dabei waren, nehmen Dieter Domke und Johannes Schöttler erstmals an Titelkämpfen dieser Art teil. Sie sammelten allerdings bereits bei Mannschaftswettbewerben WM-Erfahrung. Das Ziel sollte laut DBV-Sportdirektor Martin Kranitz für alle deutschen Spieler/innen das Erreichen des Achtelfinals sein, wenn möglich sogar der Einzug ins Viertelfinale.
Kurzfristige Absagen
Für die WM nominiert waren auch Sandra Marinello (1. BC Düren) und Annekatrin Lillie (BW Wittorf). Beide mussten jedoch aus studienbedingten Gründen kurzfristig auf die Reise nach Indien verzichten. Sandra Marinello wäre zusammen mit Birgit Overzier im Damendoppel angetreten, Annekatrin Lillie gemeinsam mit Michael Fuchs im Mixed-Wettbewerb.

Als Trainer sind Jeroen van Dijk (Bundestrainer Herreneinzel), Jakob Hoi (Bundestrainer Herrendoppel/Mixed) und Xu Yan Wang (Bundestrainer Dameneinzel) vor Ort dabei. Die Anreise der DBV-Delegation erfolgt am 6. August.

Die Weltmeister von Kuala Lumpur 2007
HE: Lin Dan (CHN)
DE: Zhu Lin (CHN)
HD: Markis Kido & Hendra Setiawan (INA)
DD: Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN)
MX: Nova Widianto & Lilyana Natsir (INA)
Die Top-Gesetzten 2009
HE: Lee Chong Wei (MAS)
DE: Zhou Mi (HKG)
HD: Markis Kido & Hendra Setiawan (INA)
DD: Wong Pei Tty & Chin Eei Hui (MAS)
MX: Lee Yong Dae & Lee Hyo Jung (KOR)

Badminton in Indien
Badminton hat sich in den vergangenen Jahren in Indien u. a. als Wettkampfsport enorm positiv entwickelt. Zahlreiche Spielerinnen und Spieler rückten in die Weltspitze vor und spiel(t)en z. B. auch in der deutschen Bundesliga. Beispiele dafür sind Arvind Bhat, der in der Saison 2008/09 für den 1. BC Bischmisheim aufschlug, und Chetan Anand in Diensten von EBT Berlin. Erwartet wird ein großes lokales Medieninteresse an der WM, vor allem wegen des indischen Nachwuchsstars Saina Nehwal. Die 19 Jahre alte Lokalmatadorin ließ beim Super Series-Turnier in Indonesien im Juni die gesamte Dameneinzel-Konkurrenz hinter sich.

Die Bundestrainer bei der Arbeit: Jeroen van Dijk (re) und Jakob Hoi mit Marc Zwiebler...
...und Birgit Overzier & Johannes Schöttler. Fotos Edwin Leung.

badminton.de warf mit Bundestrainer Jeroen van Dijk einen Blick auf die WM-Auslosung

   

„Es wär schön, wenn unsere in Hyderabad ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen könnten“

    

(22.7.09) Fangen wir mit dem Herreneinzel an. Ein schwieriges Los für Dieter Domke, aber Marc Zwiebler hat doch eine gute Auslosung erwischt...?
Jeroen van Dijk: "Ja, Marc kann nicht jammern. Die erste Runde sollte er schaffen. Wen er dann bekommt, ist aber für mich noch nicht klar. Joachim Persson ist zwar der Gesetzte, aber Tago hat in letzter Zeit eine sehr gute Entwicklung gehabt. Persson hatte Probleme mit seinem Knie, er hat erst im Sommer wieder gespielt. Wie gut er ist, müssen wir sehen. Dieter hat es natürlich schwer. Er hatte ja einen Bruch im Schienbein. Es schien, als sei er ausgeheilt, aber leider brach er erneut auf, als wieder wieder begonnen hatte zu trainieren. Das hat ihn zurückgeworfen. Er trainiert jetzt seit ungefähr einem Monat wieder hart. Einen Satz in vollem Tempo schafft er schon. Aber für Lee Chong Wei reicht das natürlich nicht."
Eines fällt auf, im Herreneinzel sind die Titelfavoriten alle in der oberen Hälfte.
„Ja, die Hälften sind völlig unterschiedlich. Die obere ist viel stärker besetzt. Unten sind doch einige ältere Spieler und auch schwächere."
Wer ist die Favoritin bei den Damen?
"Xie Xingfang. Die war sehr enttäuscht, dass sie bei der Olympiade nur Silber geholt hat. Da will sie sicher noch mal einen großen Titel, obwohl sie schon zweimal Weltmeisterin war. Was Julianes Chancen angeht, so hat sie es ganz gut erwischt. Andererseits darf man nicht glauben, dass sie die beiden ersten Runden leicht übersteht. Die Inderin wird im eigenen Land super gefährlich sein. Sie haben in Indien jetzt indonesische Trainer und viele Spielerinnen und Spieler haben eine gute Entwicklung genommen im letzten Jahr. Für Juliane ist die erste Runde also nicht leicht. Wang Yihan würde dann schwierig. Obwohl sie zuletzt nicht mehr ganz so gut war wie im Frühjahr, als sie All England und Schweiz gewonnen hat."
Im Herrendoppel war für unsere beiden Paare das Glück nicht gleich verteilt. Sie haben höchst unterschiedliche Auslosungen erwischt.
„Klar, Kristof & Johannes haben mit Clark & Robertson zwei ganz erfahrene Spieler zugelost bekommen. Die sind dazu in toller Form. Wer hätte gedacht, dass sie Super Suries in Singapore gewinnen. Aber unsere beiden trainieren richtig gut. Das Studium lässt wieder etwas mehr Zeit. Da können wir nur abwarten. Michael & Ingo sollten gegen die Franzosen in der ersten Runde gewinnen. Dann kämen Fang Chieh Min & Lee Sheng Mu, die Taiwanesen. Gegen die beiden haben sie beim Sudirman Cup gespielt. Den ersten Satz gewonnen, den dritten 11:21 verloren. Die sind also nicht unschlagbar. Da kann was gehen."
Und der Herrendoppel-Favorit insgesamt?
Wer insgesamt Favorit ist, ist schwierig zu sagen. Kido war verletzt. Hat erst wieder angefangen. Wenn er hundertprozentig fit ist, gewinnen die beiden indonesischen Olympiasieger. Aber vielleicht kommt auch eine Überraschung durch ein dänisches Doppel. Mogensen & Boe haben schon fast alle Top-Doppel geschlagen. Auch Clark & Robertson haben eine Möglichkeit. Ein Jahr nach Olympia sind die Asiaten nicht ganz so stark, weil sie auch ausprobieren. Außerdem muss man immer daran denken, ob alle gesund bleiben. Gerade in Indien kann es schnell Probleme mit dem Magen-Darm geben. Und dann ist es vorbei. Das gilt natürlich auch für unsere Spieler.“
Hinter dem deutschen Damendoppel steht noch ein Fragezeichen?
"Birgit und Sandra haben eine gut Auslosung. Aber es gibt ein Problem mit Sandras Studium. Da kann ich aber noch nichts Endgültiges sagen. Gewinnen sollten Du & Yu, sie sind eigentlich die besten Chinesinnen. Die Malaysierinnen sind zwar an eins gesetzt, aber es liegt daran, dass die Chinesen viele neue Doppelpaarungen ausprobiert haben."
Der Blick auf Mixedtableau sollte den Bundestrainer doch optimistisch stimmen.
"Das ist eine gute Auslosung. Die Neuseeländer sollten zu schlagen sein. Und die Hongkong-Chinesen als Gesetzte in der zweiten Runde sind machbar. Johannes & Birgit spielen ja erst seit letztem Herbst zusammen. Sie sind zwar gut gestartet, bei den Bitburger Open kamen sie gleich ins Halbfinale, aber dann waren sie nicht mehr ganz so erfolgreich. Es ist doch ein Gewöhnungsprozeß, in der Weltspitze mitzuspielen. Ich bin sicher, die beiden haben noch nicht ihre volle Leistung erreicht. Es wär schön, wenn sie das bei der WM schafften.
Und die Favoriten fürs Mixed?
"Meine Favoriten sind beide in der oberen Hälfte. Lee & Lee, die Olympiasieger aus Korea oder Zheng Bo & Ma Jin. Da finde ich es selbst ganz interessant zu sehen, wer im Halbfinale gewinnt."
Dann bleibt den deutschen Fans nur noch das Daumen drücken. Alles Gute für Indien.

Die ersten Gegner unserer Deutschen:

  

Herreneinzel (64 Teilnehmer im 64er-Feld)
Marc Zwiebler - Kevin Cordon (GUA)
Dieter Domke - LEE Chong Wei (MAS*1)
Dameneinzel (57 Teilnehmerinnen im 64er-Feld)
Juliane Schenk (*11) - Aditi Mutatkar (IND)
Herrendoppel (50 Paare im 64er-Feld)
Michael Fuchs & Ingo Kindervater - Baptiste Careme & Labar Ronan (FRA)
Johannes Schöttler & Kristof Hopp - Anthony Clark & Nathan Robertson (ENG)
Damendoppel (42 Paare im 64er-Feld)
Birgit Overzier & Sandra Marinello - Anna Kobceva & Elena Prus (UKR)
Mixed (47 Paare im 64er-Feld)
Johannes Schöttler & Birgit Overzier - Henry Tam & Donna Haliday (NZL)

   

Das Mixed-Paar Michael Fuchs & Annekatrin Lillie wurde zurückgezogen, weil Annekatrin aus Studiengründen unabkömmlich war.

Günter Wagner (rechts im hellen Hemd) inmitten von Schiedsrichtern, die bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft U19/15 2009 die nationale Lizenz erworben haben. Foto: Thomas Frohn.

NRW-Schiedsrichterwart Günter Wagner ist in Hyderabad als Linienrichter dabei
(20.7.09) Einen weiteren Mosaikstein fügt Günter Wagner, der Schiedsrichterwart des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen seiner internationalen Karriere als Line Judge hinzu.
Er wurde vom Weltverband als Linienrichter für die Weltmeisterschaft in Hyderabad ausgewählt. Die Reise muss er zwar selbst zahlen, Unterkunft und Verpflegung vor Ort werden jedoch immerhin vom Ausrichter bezahlt. Dies hängt damit zusammen, dass der Weltverband nach etlichen dubiosen Entscheidungen, die in der Vergangenheit immer wieder von einheimischen Linienrichtern bei asiatischen Turnieren getroffen wurden, dabei ist, ähnlich wie für die Schiedsrichter auch, einen international einsetzbaren Linienrichterpool einzurichten.
Günter Wagner: "
Wir haben über den DBV von der BWF eine Aufforderung bekommen, geeignete Linienrichter zu melden. Der DBV hat zwei Linienrichter gemeldet. Auf Grund dieser Meldung wurde ich ausgewählt."
Der Bergisch Gladbacher hat bereits bei etlichen Großereignissen als Linienrichter gearbeitet. 1999 in Kopenhagen und 2005 in Los Angeles war er bei der WM dabei. Ebenso bei den Olympischen Spielen in Athen und beim Sudirman Cup 2003 in Eindhoven. Los geht es für Günter und seine Line Judges-Kollegen bereits einen Tag vor Turnierbeginn. Sonntagmorgen ist um 11 Uhr Briefing im Balayogi Indoor Stadium angesetzt.

Setzlisten erschienen
Juliane Schenk mit Setzplatz 11
(17.7.09) Die BWF hat die Setzlisten für die diesjährige Weltmeisterschaft veröffentlicht. Juliane Schenk hat sich mit ihrem derzeitigen Weltranglistenplatz 14 Setzplatz 11 erobert. Huaiwen Xu ist nach ihrem Karriereende bekanntlich nicht mehr dabei. Für Kindervater & Fuchs (WRL vom 16.7.09 Platz 21), Schöttler & Overzier (25), Marc Zwiebler (32), Overzier & Marinello (36) reichte die Weltranglistenplatzierung nicht für einen Setzplatz. An eins wurden jeweils gesetzt:
HE - Lee Chong Wei (MAS),
DE - Zhou Mi (HKG),
HD - Markis Kido & Hendra Setiawan (INA),
DD - WONG Pei Tty & Chin Eei Hui (MAS) ,
MX - Lee Yong Dae & Lee Hye Jung (KOR).
Hier gibt es die Setzlisten (Excel-Datei).
Hier gibt es die aktuellen Weltranglisten (pdf).
Die Auslosung findet am Di 21. Juli in Delhi statt.

Die deutschen WM-Starter

(20.6.09) Folgende Spielerinnen und Spieler hat der DBV für Hyderabad gemeldet:

Herreneinzel
Marc Zwiebler
Dieter Domke
Dameneinzel
Juliane Schenk
Herrendoppel
Michael Fuchs & Ingo Kindervater
Johannes Schöttler & Kristof Hopp
Damendoppel
Birgit Overzier & Sandra Marinello
Mixed
Johannes Schöttler & Birgit Overzier
Michael Fuchs & Annekatrin Lillie
Als
Trainer sind dabei: Jeroen van Dijk, Jakob Hoi, Xuyan Wang. Teammanager ist Martin Kranitz.

Indien verlegt Austragungsort der WM 2009

Ab in den Süden - Hyderabad statt New Delhi

(25.9.08) Die Badminton Association of India hat den Austragungsort für die Weltmeisterschaft 2009 verlegt. Dies wurde nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP vom indischen Verband mitgeteilt. Ursprünglich war die Veranstaltung als Testevent für die Commonwealth Games in New Delhi gedacht, die in der indischen Hauptstadt 2010 ausgetragen werden. Nun aber stellte sich heraús, dass die Renovierung der vorgesehenen Halle nicht rechtzeitig abgeschlossen sein wird. Als neuer Austragungsort wurde Hyderabad benannt. Die Hauptstadt des Bundesstaates Andhra Pradesh liegt 1500 Kilometer weiter südlich. Mit 3,6 Millionen Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt Indiens. Sie liegt ungefähr auf der geographischen Breite von Pune, wo in diesem Herbst die Weltmeisterschaft U19 ausgetragen wird.
Zu einer Übersichtskarte bei Google.

Lesen Sie India moves 2009 badminton world championships out of Delhi bei Yahoo.

  

Die WM 2009 wurde an Indien vergeben
(11.12.05) Ausgetragen wird sie in New Delhi, voraussichtlich im September 2009. Für die Inder dient sie auch als Generalprobe für die 2010 nach New Delhi vergebenen Commonwealth Games. Zu diesem Zwecke wird ein neues Indoor Sport Stadium errichtet, das schon zur WM genutzt werden soll.
Konkurrenten um die Ausrichtung waren Dänemark und Macao, die aber ihre Bewerbungen zugunsten New Delhis vor der Council-Entscheidung zurückzogen. V.K. Verma, der Präsident der Badminton Association of India glaubt, dass die Vergabe an sein Land einen großen Schritt bedeuten würde, um Badminton dort populärer zu machen. „Wir hoffen, bis zu den Olympischen Spielen 2012 einen Medaillenkandidaten aufgebaut zu haben, dazu wird die WM sicherlich einen Schub geben“, erklärte er der indischen Presse.
2008 wird - wie in jedem Olympiajahr - wegen der Olympischen Spiele keine Individual-WM ausgetragen.
Zur ganzen Meldung.
(1.1.07) Als Termin ist im BWF-Kalender der 10. bis 16. August 2009 eingetragen.

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

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