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Individual-WM 2011

19th World Badminton Championships

    

Vom 8. bis 14. August in London (England), Wembley Arena, Arena Square. BWF-Turnierklassifikation: Level 1. Referee: Torsten Berg (DEN).

Zur Turnierwebsite bei der BWF. Zur Turnierwebsite des Ausrichters mit Ticketverkauf.

Zu den Turniertableaus im  HE  -  DE  -  HD  -  DD  -  MX. Zu den Tagesergebnissen.

Die Zeitverschiebung zu London beträgt + 1 Stunde: 12.00 Uhr Ortszeit (London) ist 13.00 Uhr in Deutschland.

 

Turnier allgemein

Zu den Vorberichten

 

Über die WM berichtet Claudia Pauli

Thomas Ludwig hat eine Bildergalerie zur WM eingerichtet

 

(10.08.2011, CP) Sie beinhaltet sowohl zahlreiche Fotos der deutschen WM-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer als auch Bilder vieler internationaler Spielerinnen und Spieler. Hier geht’s dorthin …

 

  

Fazit von Chef-Bundestrainer Jakob Høi – Teil 3:

 

Abschließend zieht der Chef-Coach ein Fazit zum Abschneiden von Juliane Schenk, die sich in London erst im Halbfinale geschlagen geben musste und damit – wie zuvor Huaiwen Xu (2005 und 2006) und Petra Overzier (heute verheiratete Petra Reichel; ebenfalls 2006) – bei den Individual-Weltmeisterschaften die Bronzemedaille gewann.

 

„Es ist fantastisch, was Juliane geleistet hat. Was sie bis zum Halbfinale gezeigt hat, war klasse. Wie sie selbst sagt, ist wirklich alles machbar, wenn sie voll fit ist. Das birgt Hoffnungen für die Zukunft. Ich habe das Vertrauen, dass sie solch ein Turnier gewinnen kann. Leider war sie im Halbfinale physisch und mental müde, es entwickelte sich zu keiner Zeit ein richtig gutes Spiel. Sie hat bedauerlicherweise verloren ohne eine Top-Leistung zu bringen. Aber sie hatte auch eine sehr, sehr gute Gegnerin, die viele Bälle zurückgespielt hat. Nun besteht die Herausforderung darin, dass Juliane ein Turnier auf dem hohen Level, das sie hat, voll durchspielt.“  

 

 

6. Veranstaltungstag: Samstag, 13. August 2011

Juliane Schenk.
Cheng Shao Chieh. Fotos: Claudia Pauli.

Juliane Schenk gewinnt WM-Bronze

 

(13.08.2011, CP) Nach mehreren herausragenden Auftritten bei den Individual-Weltmeisterschaften in der Londoner Wembley Arena (8. bis 14. August 2011) hat Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Nr. 9) die Bronzemedaille im Dameneinzel gewonnen und damit ihren größten Erfolg bei einem internationalen Großereignis als Einzelspielerin verzeichnet.

 

Bei der „Generalprobe“ für die Olympischen Sommerspiele 2012 an selbiger Austragungsstätte musste sich die 28-Jährige, die bereits bei Individual-Europameisterschaften zwei Silber- und drei Bronzemedaillen holte sowie bei Teamwettbewerben als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft etliche Medaillengewinne verzeichnete, erst im Halbfinale geschlagen geben. Einen Tag nach ihrem eindrucksvollen Zwei-Satz-Sieg (21:9, 21:11) in der Runde der besten acht Damen über die amtierende Europameisterin Tine Baun aus Dänemark unterlag Juliane Schenk der Weltranglistenneunten Cheng Shao Chieh aus Taiwan mit 18:21, 6:21. 

 

Die vorherigen Spiele waren grandios und auch heute war grundsätzlich alles wie in den letzten Tagen vorhanden. Doch leider konnte ich heute nicht alle Möglichkeiten ausspielen. Ich ziehe den Hut vor der Leistung meiner Gegnerin. Sie hat das Spiel früh an sich gerissen und ich konnte quasi nur noch mitspielen. Dann wurde ich zunehmend ungeduldiger, wollte mehr. Aber ich kann stolz sein auf das, was hier passiert ist. Bei einer WM eine Bronzemedaille zu gewinnen, ist fantastisch. Und ich habe zahlreiche positive Erfahrungen gesammelt, die mir viel Motivation im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2012 geben. Dass alles möglich ist, gilt nach wie vor“, meinte Juliane Schenk nach dem Match.

 

Dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) bescherte die zweimalige Olympiateilnehmerin (2004 und 2008) mit ihrem Einzug ins Halbfinale das insgesamt vierte Edelmetall in der Geschichte der 1977 eingeführten Individual-Weltmeisterschaften. Auch zuvor war es bei Titelkämpfen dieser Art ausschließlich im Dameneinzel Aktiven des DBV gelungen, eine Medaille zu holen – und zwar jeweils in Form von Bronze: Huaiwen Xu zog 2005 und 2006 in die Vorschlussrunde ein, Petra Overzier (heute verheiratete Reichel) erreichte 2006 als weitere deutsche Spielerin das Halbfinale. Der dritte Platz wird bei Individual-Weltmeisterschaften nicht ausgespielt.

 

Im ersten Satz lag Juliane Schenk zwischenzeitlich bereits sechs Punkte vorn (14:8), doch Cheng Shao Chieh holte sukzessive auf (15:15), um schließlich selbst die Führung zu übernehmen. Nach einer Spielzeit von 17 Minuten verwandelte die Asiatin ihren zweiten Satzball zum 21:18. Im zweiten Durchgang konnte die in London an Position sieben notierte WM-Viertelfinalistin von 2010 ihre Leistung noch einmal steigern, zeigte Weltklasse-Schläge und zwang ihre deutsche Gegnerin vermehrt zu Fehlern. Nach einer Spielzeit von 33 Minuten stand der Finaleinzug Cheng Shao Chiehs fest.

 

Heute ist es mir nicht gelungen, mit einer Leichtigkeit wie an den anderen Tagen ans Werk zu gehen. Ich habe eine gewisse Schwere gespürt. Außerdem konnte ich keinen Blickkontakt zu meiner Mentaltrainerin Gabriela Frey herstellen. Ich habe sie auf der Tribüne nicht gefunden. Sie stellt für mich eine gewichtige Verbindung dar, ist mein Anker“, erläuterte Juliane Schenk.

 

Von ihrem guten Abschneiden bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 profitiert sie auch im Hinblick auf die laufende Qualifikationsphase (2. Mai 2011 bis 29. April 2012) für die Olympischen Spiele 2012: Für den Einzug ins Halbfinale erhält die Sportsoldatin der Bundeswehr 8.400 Punkte für die Weltrangliste. Zum Vergleich: Bei einem Turnier der Kategorie Grand Prix Gold, wie es zum Beispiel die YONEX German Open eines sind, werden für den Titelgewinn 7.000 Zähler vergeben.

 

Juliane Schenk war in London als Nummer neun der Setzliste in der ersten Runde mit einem Freilos bedacht. In der zweiten Runde setzte sie sich mit 22:20, 18:21, 21:11 gegen die Indonesierin Lindaweni Fanetri durch, den Einzug ins Viertelfinale machte die 28-Jährige zwei Tage später durch einen 21:14, 7:21, 21:17-Erfolg über die Weltranglistenvierte Jiang Yanjiao (China) perfekt.

 

Ich freue mich nun auf die Siegerehrung am Sonntag, das ist sicherlich noch einmal ein schöner Moment. Und ich freue mich auf die kommenden Aufgaben. Die Leistung stimmt, die Klasse ist da, um mit den Weltbesten mitzuhalten. Niederlagen gehören zum Sportlerleben dazu, so brutal das für mich im Moment ist. Ich liebe, was ich tue, und bin dankbar zu wissen, dass ich zu den Weltbesten gehöre. Der Weg ist in jedem Fall der richtige“, so Juliane Schenk.

 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz analysierte: „Juliane ist am Anfang gut reingekommen, ihre Gegnerin hat dann jedoch zunehmend taktisch sehr clever gespielt. Juliane hat alles probiert, konnte aber keine Lösung finden.“

 

Cheng Shao Chieh trifft im Finale am Sonntag (14.08.2011) auf die Weltranglistenzweite Wang Yihan aus China, die ihre Vorschlussrundenpartie mit 21:14, 21:15 gegen ihre Nationalmannschaftskollegin und WM-Zweite des Vorjahres, Wang Xin, gewann. Beide Damen stehen erstmals bei Individual-Weltmeisterschaften im Endspiel.

 

 

Jakob Høi. Foto: Claudia Pauli.

Fazit von Chef-Bundestrainer Jakob Høi – Teil 2:

 

Gegenüber badminton.de erläutert der Chef-Coach, inwieweit er mit den gezeigten Leistungen seiner Athletinnen und Athleten und ihrem Abschneiden zufrieden ist. Nachfolgend der zweite Teil seiner Einschätzungen (Stand: vor dem Viertelfinalmatch von Juliane Schenk):

 

„Wir haben hier bei der WM in fast allen Bereichen unsere Platzierung in der Weltrangliste geschafft. Nur in einem Spiel, dem Herrendoppel von Ingo und Johannes, haben wir unseren Setzplatz nicht erfolgreich verteidigt und ein 50:50-Spiel verloren. Insgesamt haben wir unser Level gezeigt – und auch gezeigt, dass wir für die Olympia-Qualifikation gut vorbereitet sind und es mit dem DBV immer einen Schritt weiter nach vorne geht. Enttäuscht bin ich, dass Marc das Spiel gegen Pablo Abian nicht gewonnen hat und Ingo und Johannes nicht besser gespielt haben.“

 

 

MX, Johannes Schöttler/Sandra Marinello:

 

„Johannes und Sandra haben die Niederländer zuvor schon geschlagen, diesmal reichte es nicht. Direkt nach solch einem Spiel ist man schon enttäuscht, dass sie nicht gewonnen haben. Aber wir wissen auch, dass Priorität kostet. Bei Johannes hat das Herrendoppel Priorität, bei Sandra das Damendoppel. Die Vorbereitung auf die Spezialdisziplin ist daher intensiver als auf das Mixed. Zum einen richten wir in den Trainingslehrgängen den Fokus stärker auf die Spezialdisziplin. Außerdem haben wir dadurch, dass sie im Turnier in der Regel weniger Spiele im Mixed bestreiten als im Herren- bzw. Damendoppel, darin weniger Vor- und Nachbereitung. Sie haben wegen ihres Levels im Mixed somit weniger Wettkampferfahrung und wegen der unterschiedlichen Gewichtung weniger Vorbereitung. Ich finde es aber wichtig, Prioritäten zu setzen. Johannes und Sandra sind richtig gute Badmintonspieler, ihnen mangelt es zum Teil allerdings noch am richtigen Konzept. Jedes Spiel kostet auch mental Vorbereitung. Auf der kommenden Asientour werden die beiden daher kein Mixed spielen. Wie es danach weiter geht, müssen wir sehen. Wir wollen nun erst einmal schauen, was passiert, wenn wir uns zu 100 Prozent auf die Spezialdisziplin konzentrieren.“

 

 

HE, Dieter Domke:

 

„Dieter hat gegen einen sehr schnellen, guten Gegner gespielt. Er kann mithalten und hat zum Teil sehr, sehr gute Aktionen gezeigt. Nun benötigt er Konstanz in seinem Spiel sowie mehr Ruhe und Vertrauen. Er muss jetzt im Wettkampf zeigen, dass er sein bestes Spiel umsetzen kann. Bei ihm ist die Entwicklung wichtig, Dieter muss langfristig denken.  

 

 

HD, Ingo Kindervater/Johannes Schöttler:

 

„Aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Monaten ist es enttäuschend, dass sie das Spiel nicht gewonnen haben. 2010 haben sie noch alle knappen Spiele für sich entschieden. Das Timing war mitunter schlecht, sie haben eine Ruhe gefunden, andererseits aber auch viele richtig gute Aktionen gezeigt und daher ja auch einen Satz gewonnen. Ihre Gegner sind technisch sehr gut ausgebildet und haben Ingo und Johannes leider kurzfristig überfordert. Ich glaube, sie waren sehr angespannt. Ich persönlich bin sehr enttäuscht, weil ich weiß, was die Jungs bringen können. Sie waren hier richtig gut vorbereitet und hätten in der nächsten Runde ein Spiel gegen die Malaysier Koo Kien Keat und Tan Boon Heong so verdient gehabt. Dieses Aufeinandertreffen möchte ich unheimlich gerne! Ich bin enttäuscht, dass sie ihren Setzplatz nicht verteidigt haben.“

 

 

DE, Juliane Schenk:

 

„Was Juliane macht, ist der richtige Weg!“

 

„Juliane hat unheimlich viel Tempo in den Beinen, sie ist sehr schnell und verfügt über viel Ausdauer und Mut im Spiel. Sie hat das Potenzial, die WM zu gewinnen! Sie hat jetzt schon die Nummer vier der Welt geschlagen.“

 

 

Jakob Høi. Foto: Thomas Ludwig.

Fazit von Chef-Bundestrainer Jakob Høi – Teil 1:

  

  

DD, Johanna Goliszewski/Carla Nelte:

 

„Johanna und Carla hatten keinen Druck. Sie waren hier um zu lernen. Sie haben gezeigt, was sie können und ihre Möglichkeit genutzt, ein langes Spiel zu machen bzw. noch ein zweites zu spielen.“

 

 

MX, Michael Fuchs/Birgit Michels:

 

„Birgit hat im Spiel gegen die Chinesen das Netz gegen die Nummer eins der Welt gewonnen, das ist etwas Besonderes! Sie war bei der Abwehr, bei den Aufschlägen, beim Netzspiel absolut dabei. Jetzt fehlt es noch ein wenig an Tempo in bestimmten Bereichen. Birgit hat individuell sehr, sehr gute Leistungen gezeigt. Auch Michael hat gut gespielt, beide sind mit Mut in die Partie gegen die Chinesen gegangen. Sie haben viele gute Aktionen gezeigt. Wenn die Chinesen aber richtig mit Druck spielen, sind sie für Birgit und Michael noch zu schnell. Wir müssen zudem noch am Spielkonzept arbeiten, genauso wie an den taktischen Möglichkeiten. Wir kamen zu wenig in Ballwechsel, es wäre wichtig, mehr davon zu schaffen.

 

 

HD, Michael Fuchs/Oliver Roth:

 

„Gute Aktionen waren da, aber wenn man solch ein Spiel verliert, ist das schon sehr enttäuschend. Von Anfang an handelte es sich dabei um ein 50:50-Spiel. Die beiden waren gut vorbereitet, aber sie haben es nicht geschafft ihre Taktik durchzuziehen, unseren Plan umzusetzen. Die besseren Spieler haben verloren – wobei sie in dem Moment nicht wirklich die besseren Spieler waren, weil sie sonst ja gewonnen hätten. Das Spiel hätten wir gewinnen sollen!

 

 

DD, Sandra Marinello/Birgit Michels:

 

„Ich bin sehr froh, dass sie das erste Spiel gewonnen haben – und das auch noch relativ hoch. Sie haben damit eine gelungene Revanche für die Niederlage in der Schweiz verzeichnet. Gegen die Taiwanesinnen haben sie richtig durchgezogen und mit Power gespielt. Sie haben zurecht gewonnen. Gleichzeitig war der Auftritt ein Signal, dass wir uns in einem Bereich befinden, in dem wir um die Olympia-Qualifikation mitspielen können. Im Damendoppel ist diese richtig hart. Sehr viele Länder kämpfen um die Plätze. In der bereinigten Weltrangliste müssen Sandra und Birgit 13. werden. Bei der WM haben sie ihren Platz von 2010 erfolgreich verteidigt. Jetzt brauchen wir Konstanz in den Leistungen!“

 

 

Die Spiele der deutschen WM-Starterinnen und –Starter:

 

Herreneinzel (64 Starter im 64er-Feld)

Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Nr. 14)
1. Rd.: Valeriy Atrashchenkov (Ukraine); 21:19, 21:10 (34 Min.)
2. Rd.: Pablo Abian (Spanien) 17:21, 21:7, 22:24 (74 Min.)

 

Dieter Domke (1. BC Bischmisheim)
1. Rd.: P Kashyap (Indien) 13:21, 25:23, 11:21 (55 Min.)

  

Dameneinzel (48 Starterinnen im 64er-Feld)

Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Nr. 9)
1. Rd.: Freilos
2. Rd.: Lindaweni Fanetri (Indonesien) 22:20, 18:21, 21:11 (72 Min.)

Achtelfinale: Jiang Yanjiao (China/Nr. 4) 21:14, 7:21, 21:17 (59 Min.)

Viertelfinale: Tine Baun (Dänemark/Nr. 5) 21:9, 21:11 (30 Min.)

Halbfinale: Cheng Shao Chieh (Taiwan/Nr. 7) 18:21, 6:21.

Damit gewinnt Juliane Schenk die Bronzemedaille. 

 

Olga Konon (1. BC Bischmisheim)
1. Rd.: Tai Tzu Ying (Taiwan) kampflos an Olga Konon (0 Min.)
2. Rd.: Sayaka Sato (Japan/Nr. 16) 20:22, 11:21 (33 Min.)

 

Herrendoppel (48 Paare im 64er-Feld)

Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Nr. 13)
1. Rd.: Freilos
2. Rd.: Chen Hung Ling/Lin Yu Lang (Taiwan) 19:21, 21:18, 16:21 (49 Min.)

  

Michael Fuchs/Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim)
1. Rd.: Rupesh Kumar/Sanave Thomas (Indien) 21:9, 18:21, 17:21 (53 Min.)

 

Damendoppel (48 Paare im 64er-Feld)

Sandra Marinello/Birgit Michels (1. BC Düren/1. BC Beuel)
1. Rd.: Hsieh Pei Chen/Wang Pei Rong (Taiwan) 21:14, 21:17 (31 Min.)
2. Rd.: Duanganong Aroonkesorn/Kunchala Voravichitchaikul (Thailand) 12:21, 15:21 (33 Min.)

 
Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath)
1. Rd.: Marija Ulitina/Natalya Voytsekh (Ukraine) 15:21, 21:9, 21:10 (31 Min.)
2. Rd.: Vita Marissa/Nadya Melati (Indonesien/Nr. 12) 18:21, 18:21 (29 Min.)

    

Mixed (48 Paare im 64er-Feld)

Michael Fuchs/Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 13)
1. Rd.: Freilos
2. Rd.: Vitalij Durkin/Nina Vislova (Russland) 23:21, 21:18

Achtelfinale: Zhang Nan/Zhao Yunlei (China/Nr. 1) 13:21, 18:21 (40 Min.) 

 

Johannes Schöttler/Sandra Marinello (1. BC Bischmisheim/1. BC Düren)
1. Rd.: Dave Khodabux/Samantha Barning (Niederlande) 21:19, 16:21, 14:21 (46 Min.)

 

 

5. Veranstaltungstag: Freitag, 12. August 2011

Juliane Schenk hat wahrlich Grund zum Strahlen: Sie hat nun eine WM-Medaille sicher und am Samstag die Möglichkeit, Badmintongeschichte zu schreiben. Foto: Claudia Pauli.

Juliane Schenk hat eine WM-Medaille sicher

 

(12.08.2011, CP) Weltklasse-Leistung von Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Nr. 9) bei der „Generalprobe“ für die Olympischen Spiele 2012: Die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel erreichte bei den Individual-Weltmeisterschaften in der Londoner Wembley Arena (8. bis 14. August 2011) das Halbfinale und hat dadurch ihre erste Einzelmedaille bei einem internationalen Großereignis sicher.

 

Die zweimalige Olympiateilnehmerin (2004 und 2008), die bei Individual-Europameisterschaften bereits zwei Silber- und drei Bronzemedaillen holte, beschert dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) damit das vierte Edelmetall in der Geschichte der 1977 eingeführten Individual-Weltmeisterschaften: 2005 (Anaheim/USA) und 2006 (Madrid/Spanien) gewann Huaiwen Xu Bronze im Dameneinzel, 2006 belegte außerdem Petra Overzier (heute verheiratete Reichel) in dieser Disziplin Platz drei. Folglich würde Juliane Schenk im Falle eines weiteren Sieges bei den Titelkämpfen in Englands Hauptstadt Badmintongeschichte schreiben. Der Einzug in ein WM-Finale blieb deutschen Spielerinnen bzw. Spielern bislang verwehrt.

 

Die Weltranglistenzehnte aus Deutschland setzte sich am Freitag (12.08.2011) in der Runde der besten acht Damen eindrucksvoll gegen die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF fünf Plätze besser eingestufte Dänin Tine Baun (Setzplatz 5) durch: Nach einer Spielzeit von nur 30 Minuten verwandelte Juliane Schenk ihren ersten Matchball zum 21:9, 21:11-Erfolg. Damit revanchierte sich die 28 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr souverän für die Drei-Satz-Niederlage, die sie bei den Individual-Europameisterschaften 2010 im Finale gegen die Nordeuropäerin erlitten hatte. Seitdem standen sich die gebürtige Krefelderin, die am Badminton-Spitzensportzentrum in Mülheim an der Ruhr trainiert, und die letztjährige WM-Dritte Tine Baun nicht mehr gegenüber.

 

Ich bin überglücklich, das war auch heute wieder eine fantastische Vorstellung. Ich muss aber auch Tine Respekt zollen. Nachdem sie im vergangenen Jahr bei der WM die Bronzemedaille gewonnen hat, war das für sie heute vielleicht die Herausforderung ihres Lebens. Ich habe meine Chance genutzt, auch heute wieder mit vollem Herzen dabei zu sein. Solch eine Leistung, mit solch einer Energie, zu bringen, das ist schon toll“, meinte Juliane Schenk unmittelbar nach dem Einzug in die Runde der besten vier Damen strahlend.

 

Juli war cool, sie hat stets die richtige Lösung gefunden. Tine ist eine Weltklasse-Spielerin und wollte probieren, ihr etwas entgegenzusetzen. Aber sie konnte nicht durchspielen“, zog Chef-Bundestrainer Jakob Hoi ein erstes Fazit.

 

Mit präzisen Schlägen, einer starken kämpferischen Leistung und einem bemerkenswerten Augenmaß ließ Juliane Schenk ihrer 32 Jahre alten Kontrahentin von Beginn an keine Chance, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Auf diese Weise erarbeitete sich die Deutsche im ersten Satz zwischenzeitlich – ebenso wie am Ende – einen Vorsprung in Höhe von zwölf Punkten, Tine Baun wirkte regelrecht hilflos. Nach einer Spieldauer von elf Minuten verwandelte Juliane Schenk bereits ihren ersten Satzball zum Gewinn des ersten Durchgangs. Im zweiten Satz lagen die beiden Damen lediglich bis zum Stand von 2:2 gleich auf. Dann jedoch verschaffte sich die Spitzensportlerin aus Deutschland, die vor der WM auch besonders intensiv Mentaltraining machte, einen Vorsprung, den sie kontinuierlich ausbaute. Phasenweise lag sie neun Zähler vor der Dänin, zum Schluss betrug die Differenz gar zehn Punkte.

 

Im Halbfinale muss sich die Deutsche am Samstag (13.08.2011, Spielbeginn nicht vor 18.30 Uhr MESZ) mit der in London an Position sieben notierten Taiwanesin Cheng Shao Chieh auseinandersetzen. Die Weltranglistenneunte warf im Viertelfinale durch einen 21:16, 21:17-Sieg die topgesetzte Weltranglistenerste und WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2010, Wang Shixian aus China, aus dem Turnier.

 

Aus meiner Sicht ist alles möglich. Wichtig ist, dass ich den heutigen Sieg nun erst einmal ein wenig genieße und mich dann auf morgen vorbereite. Auch dann möchte ich wieder aus dem Vollen schöpfen und mein bestes Badminton zeigen. Wir spielen beide auf Top-Niveau, daher dürfen sich alle in der Halle auf ein klasse Match freuen“, blickte Juliane Schenk auf ihre erste Halbfinalpartie bei Individual-Weltmeisterschaften voraus. „Juliane ist in Top-Form, sowohl körperlich als auch mental“, sagte Xu Yan Wang, Bundestrainer Dameneinzel, und betonte: „Eine WM-Medaille zu gewinnen, ist für den DBV ganz wichtig!“.

 

Von den bislang sechs Begegnungen zwischen der Spielerin des DBV, die – als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft – auch schon zahlreiche Medaillen bei kontinentalen bzw. internationalen Teamwettbewerben holte, und Cheng Shao Chieh gewann die Asiatin vier. Im zuvor letzten Duell behielt allerdings Juliane Schenk klar die Oberhand: Bei den All England Open, im März 2011 in Birmingham, siegte sie mit 21:13, 21:14. Die Deutsche und Cheng Shao Chieh trafen interessanterweise auch bei den Individual-Weltmeisterschaften 2010 in Paris aufeinander: Damals unterlag Juliane Schenk der Taiwanesin im Achtelfinale nach einer starken kämpferischen Leistung unglücklich mit 21:19, 13:21, 19:21.

 

Alle Spielerinnen, Spieler und Paarungen, die bei den Individual-Weltmeisterschaften die Vorschlussrunde erreichen, haben eine Medaille sicher. Denn ein Spiel um Platz drei wird bei den Titelkämpfen nicht ausgetragen. Vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalisten beide Bronze.

 

Juliane Schenk war in London als Nummer neun der Setzliste in der ersten Runde mit einem Freilos bedacht. In der zweiten Runde setzte sie sich mit 22:20, 18:21, 21:11 gegen die Indonesierin Lindaweni Fanetri durch, den Einzug ins Viertelfinale machte die 28-Jährige zwei Tage später durch einen 21:14, 7:21, 21:17-Erfolg über die Weltranglistenvierte Jiang Yanjiao (China/Nr. 4) perfekt.

   

 

Juliane Schenk im Video-Interview mit einem englischen Kollegen

 

(12.08.2011, CP) Überglücklich äußert sich die Weltranglistenzehnte aus Deutschland bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 in London unmittelbar nach ihrem eindrucksvollen Sieg im Viertelfinale über die letztjährige WM-Dritte und amtierende Europameisterin Tine Baun aus Dänemark gegenüber einem Medienvertreter aus England zu der Partie und blickt auf das Halbfinalmatch am Samstag voraus. Hier geht´s zum Video … 

 

 

Juliane Schenk im Video-Interview

 

(12.08.2011, CP) Überglücklich äußert sich die Weltranglistenzehnte aus Deutschland bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 in London unmittelbar nach ihrem eindrucksvollen Sieg im Viertelfinale über die letztjährige WM-Dritte und amtierende Europameisterin Tine Baun aus Dänemark zu der Partie und blickt auf das Halbfinalmatch am Samstag voraus. Hier geht´s zum Video … 

 

 

4. Veranstaltungstag: Donnerstag, 11. August 2011

Fotos: Thomas Ludwig.

Juliane Schenk spielt um eine WM-Medaille

 

(11.08.2011, CP) Die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Nr. 9), hat bei den Individual-Weltmeisterschaften in London (8. bis 14. August 2011) das Viertelfinale erreicht und spielt damit am Freitag (12.08.2011, nicht vor 18.30 Uhr MESZ) um ihre erste Einzelmedaille bei einem internationalen Großereignis. Wer bei den Titelkämpfen ins Halbfinale einzieht, hat Edelmetall sicher. Dagegen mussten sich die nationalen Titelträger im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 13), in ihrer Achtelfinalpartie – trotz einer zeitweise hervorragenden Leistung – den chinesischen Weltranglistenersten Zhang Nan und Zhao Yunlei geschlagen geben.

 

Neuauflage des EM-Finals von 2010

 

Die Weltranglistenzehnte Juliane Schenk bezwang am Donnerstag (11.08.2011) in ihrem Achtelfinalmatch die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF sechs Plätze besser eingestufte Chinesin Jiang Yanjiao mit 21:14, 7:21, 21:17. Nach einer Spielzeit von 59 Minuten verwandelte die 28 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr, die im kommenden Jahr ihre dritte Olympiateilnahme nach 2004 (Athen) und 2008 (Peking) anstrebt, ihren dritten Matchball zum Sieg. Juliane Schenk steht zum zweiten Mal nach 2009 (Hyderabad/Indien) bei Individual-Weltmeisterschaften in der Runde der besten acht Damen.

 

Das ist fantastisch, ich bin überglücklich. Das ist ein grandioser Sieg für mich. Ich habe mir so sehr gewünscht und auch vorgestellt, dass ich es schaffen kann bei der WM gegen die Chinesinnen zu gewinnen. Das ist einfach überragend. Ich war bis in die Haarspitzen motiviert, wollte mich ganz auf mich konzentrieren und meine Möglichkeiten ausspielen. Das ist mir gelungen“, meinte Juliane Schenk unmittelbar nach der Begegnung.

 

Damit verzeichnete die amtierende Vize-Europameisterin im fünften Vergleich mit der Jugend-Weltmeisterin von 2002 den dritten Sieg. Juliane Schenk revanchierte sich zugleich für die im zuvor letzten Aufeinandertreffen mit der Asiatin, im Juni dieses Jahres anlässlich der Thailand Open (Turnier der Kategorie Grand Prix Gold), erlittene Drei-Satz-Niederlage.

 

Im Viertelfinale trifft die gebürtige Krefelderin, die am Badminton-Spitzensportzentrum in Mülheim an der Ruhr trainiert, auf Europameisterin Tine Baun (geb. Rasmussen; Nr. 5). Die amtierende WM-Dritte aus Dänemark setzte sich am Donnerstagabend mit 13:21, 21:12, 21:10 gegen Sung Ji Hyun aus Korea (Nr. 13) durch. Die Begegnung zwischen Juliane Schenk und Tine Baun in London bedeutet die Neuauflage des Finals der Individual-Europameisterschaften 2010. Damals musste sich die Spielerin des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) in drei Sätzen ihrer Gegnerin geschlagen geben. Seitdem standen sich die beiden Damen nicht mehr gegenüber. Insgesamt liegt Tine Baun im direkten Vergleich mit 5:1 vorn.

 

Beide sind Top-Badmintonspielerinnen und ich habe gegen beide schon hochklassige Matches bestritten“, sagte Juliane Schenk nach ihrem Sieg gegen Jiang Yanjiao, als ihre nächste Gegnerin noch nicht feststand. 2009 verpasste die aktuelle Vize-Europameisterin mit dem deutschen Mixed-Team knapp den Gewinn ihrer ersten Einzelmedaille bei einem internationalen Großereignis, als sie der Französin Pi Hongyan in der Runde der besten acht Damen mit 21:15, 15:21, 19:21 unterlag.

    

 

Foto: Thomas Ludwig.

Juliane Schenk im Video-Interview

 

(11.08.2011, CP) Die Weltranglistenzehnte aus Deutschland äußert sich unmittelbar nach ihrem Sieg im Achtelfinale über Jiang Yanjiao zu der Partie gegen die Chinesin und blickt auf das anstehende Viertelfinale bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 in London voraus. Hier geht´s zum Video …  

 

 

 

Michael Fuchs und Birgit Michels. Foto: Claudia Pauli.

Gutes Spiel gegen die Weltranglistenersten

 

Die Deutschen Meister im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 13), mussten sich trotz einer zeitweise hervorragenden Leistung im Achtelfinale den chinesischen Weltranglistenersten Zhang Nan und Zhao Yunlei geschlagen geben. Die in London topgesetzte Paarung verwandelte nach einer Spielzeit von 40 Minuten ihren zweiten Matchball zum 21:13, 21:18-Erfolg und verzeichnete damit im zweiten Aufeinandertreffen mit Deutschlands bestem Gemischten Doppel den zweiten Sieg.

 

Wir sind zunächst nicht gut ins Spiel gekommen. Es war relativ schwierig, weil die Chinesen mit einem unglaublich hohen Tempo spielen. Dann lief es aber eigentlich immer besser für uns und am Anfang des zweiten Satzes richtig gut. Schade, dass wir das nicht durchziehen und den zweiten Satz gewinnen konnten. Aber wir brauchen nicht unzufrieden zu sein, das war ein gutes Spiel“, meinte Birgit Michels.

 

Im zweiten Durchgang dominierten die Weltranglistenzehnten aus Deutschland die Partie über weite Strecken und erarbeiteten sich mehrmals einen Vorsprung von sieben Zählern. So führten die DBV-Asse zur Pause mit 11:4. Dann jedoch agierten die Asiaten wieder zunehmend stärker, holten kontinuierlich auf und gingen schließlich ihrerseits in Führung (18:17). „Ich denke, wenn wir den zweiten Satz geholt hätten, wäre es im dritten vielleicht noch einmal knapp geworden“, so Birgit Michels. Michael Fuchs erläuterte: „In der entscheidenden Phase haben die Chinesen ein bisschen umgestellt im Halbfeld und ein wenig härter gespielt, woraufhin wir zu viele Fehler gemacht oder zu schlechte Qualität im Übergangsbereich gespielt haben.“

 

Der Einzug ins WM-Achtelfinale bescherte Michael Fuchs und Birgit Michels eine Wertung in Höhe von 4.800 Punkten für die Weltrangliste. Zum Vergleich: Bei einem Grand Prix-Turnier, wie es zum Beispiel die Canada Open Mitte Juli eines waren, bei denen die Deutschen den Titel gewannen, erhalten die Sieger 5.000 Zähler, die unterlegenen Finalteilnehmer 4.250.

 

Hier äußert sich Birgit Michels im Video-Interview zu der Achtelfinalpartie …

 

Hier äußert sich Michael Fuchs im Video-Interview zu der Achtelfinalpartie …

 

 

3. Veranstaltungstag: Mittwoch, 10. August 2011

Es bleibt bei zwei Achtelfinalteilnahmen für den DBV

 

(10.08.2011, CP) Schwarzer Mittwoch für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bei den Individual-Weltmeisterschaften in London (8. bis 14. August 2011): Sowohl der fünfmalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Nr. 14), als auch die nationalen Titelträger im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Nr. 13), die DM-Dritten im Damendoppel, Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath), und Olga Konon (1. BC Bischmisheim) verloren – teils sehr knapp – ihre Partien der zweiten Runde und verpassten folglich bei den Titelkämpfen den Einzug ins Achtelfinale.

 

Damit ruhen die Hoffnungen des DBV bei der „Generalprobe“ für die Olympischen Spiele 2012 von nun an ausschließlich auf der dreimaligen Deutschen Meisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Nr. 9), und den nationalen Titelträgern im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 13), die bereits am Dienstag (09.08.2011) die Runde der besten 16 in der entsprechenden Disziplin erreicht hatten. Die aktuelle Weltranglistenzehnte spielt am Donnerstag (11.08.2011, 16.30 Uhr MESZ) gegen die in London an Position vier notierte Chinesin Jiang Yanjiao um den Einzug ins Viertelfinale. Deutschlands bestes Gemischtes Doppel, das im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF momentan ebenfalls auf Rang zehn geführt wird, steht am Donnerstag (11.08.2011, 13.00 Uhr MESZ) deren Landsleuten, den bei der WM topgesetzten Weltranglistenersten Zhang Nan und Zhao Yunlei, gegenüber. 

 

 

V.l.: Carla Nelte und Johanna Goliszewski. Foto: Claudia Pauli.

Damendoppel Goliszewski/Nelte überzeugt trotz Niederlage

 

Johanna Goliszewski und Carla Nelte boten bei ihrer ersten Teilnahme an Individual-Weltmeisterschaften auch in ihrem zweiten Match eine ansprechende Leistung. Die 25 und 20 Jahre alten Nachwuchshoffnungen des DBV, die bereits am kommenden Wochenende die Reise zur Universiade (12. bis 26. August 2011) in Shenzen/China antreten, konnten der indonesischen Weltklasse-Paarung Vita Marissa/Nadya Melati durchaus Paroli bieten. Letztlich setzten sich die in London an Position zwölf notierten Asiatinnen mit 21:18, 21:18 gegen die Deutschen durch.

 

Im Video-Interview ziehen die Studentinnen, die am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr trainieren, ein Fazit ihrer Premiere bei Individual-Weltmeisterschaften. Hier geht’s zum Video … 

 

 

Olga Konon nach WM-Debüt selbstkritisch

 

Auch Olga Konon gab in diesem Jahr ihr Debüt bei Individual-Weltmeisterschaften. Nachdem die 21-Jährige kampflos die zweite Runde des Dameneinzel-Wettbewerbs erreicht hatte, unterlag sie in ihrem Auftaktmatch der an Nummer 16 gesetzten Japanerin Sayaka Sato mit 20:22, 11:21. Dabei deutete die Weltranglisten-27. aus Deutschland insbesondere im ersten Satz ihr Potenzial an.

 

„Ich habe mit zu viel Risiko gespielt. In bestimmten Situationen muss ich einfach mehr Geduld haben. Es war nicht einfach, hier zu spielen. Ich dachte, ich gehe aufs Feld und spiele einfach, aber das war nicht so. Die Halle ist so groß und es war nicht einfach, denn eine WM ist doch etwas anderes als andere Turniere“, meinte Olga Konon nach ihrem ersten Auftritt bei Individual-Weltmeisterschaften enttäuscht und selbstkritisch zugleich. „Ich habe zu viel nachgedacht“, so die Jugend-Europameisterin von 2007 im Damendoppel.

 

 

Knappe Niederlage für Ingo Kindervater und Johannes Schöttler

 

(10.08.2011, CP) Auch Ingo Kindervater und Johannes Schöttler mussten sich am Mittwoch in drei Sätzen geschlagen geben. Die Weltranglisten-13., die als Nummer 13 der Setzliste in der ersten Runde mit einem Freilos bedacht waren, verloren ihr Match aus der zweiten Runde gegen Chen Hung Ling und Lin Yu Lang aus Taiwan mit 19:21, 21:18, 16:21. Die Weltranglisten-19. aus Asien verzeichneten damit im dritten Aufeinandertreffen mit den DBV-Assen den zweiten Sieg. „Es ist einfach nur enttäuschend“, meinte Ingo Kindervater nach seinem ersten Einsatz bei den diesjährigen Individual-Weltmeisterschaften. „Wir haben nicht gerade Bestform gespielt und waren sicherlich auch ein wenig nervös, weil es sich hierbei eben um eine WM handelt. Und dann haben wir den Rhythmus verloren und ihn nicht wieder gefunden. Eventuell waren wir auch vom Kopf her etwas müde – nach den vielen Turnieren in den letzten Wochen“, ergänzte der 32-Jährige, der seit 2001 bislang bei jeder Individual-WM aufschlug. Johannes Schöttler war in London – bei seiner insgesamt dritten Teilnahme an Individual-Weltmeisterschaften – auch im Mixed im Einsatz. Zusammen mit Sandra Marinello musste sich der 26-Jährige auch in dieser Disziplin früh geschlagen geben: Das Duo verlor seine Erstrundenpartie. 

   

 

Vier Matchbälle wehrte Marc Zwiebler ab, den fünften verwandelte Pablo Abian (Foto) zum Sieg. Foto: Claudia Pauli.

Marc Zwiebler verliert 74-Minuten-Duell

 

(10.08.2011, CP) Der fünfmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler ist bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 in London in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 27 Jahre alte Bonner unterlag in einer Neuauflage der Zweitrundenpartie bei den internationalen Titelkämpfen 2010 in Paris Pablo Abian mit 17:21, 21:7, 22:24. Der ein Jahr jüngere Spanier verwandelte nach einer Spielzeit von 74 Minuten seinen fünften Matchball und machte damit den Einzug ins Achtelfinale des Herreneinzel-Wettbewerbs perfekt.

 

Ich bin natürlich tierisch enttäuscht. Ich konnte einfach nicht mein Spiel aufziehen, stattdessen hat er mir seines aufgezwungen. Nachdem er den zweiten Satz am Ende gewissermaßen hergeschenkt hat, wusste ich, dass der dritte hart werden wird. Am Ende hatte er das Glück auf seiner Seite, ich hatte keines“, meinte Marc Zwiebler unmittelbar nach Spielende. Auch mit den enorm langsamen Bällen in der Wembley Arena hatte der EM-Dritte aus Deutschland Schwierigkeiten. „Gerade gegen einen Spieler, der alles zurückbringt, wird es dann ganz, ganz schwer. Hätte ich es geschafft, den ersten Satz für mich zu entscheiden, hätte ich die Partie gut in zwei Sätzen gewinnen können“, so der Canada Open-Sieger. „Vielleicht war ich auch mental nicht ganz so frisch, wie ich es hätte sein sollen. Ich wusste, dass ich nach der Asientour und den Turnieren in den USA und in Kanada nicht ganz so frisch hier ankommen würde.“ Diese zu spielen, war allerdings für Marc Zwiebler – ebenso wie für viele seiner Nationalmannschaftskolleginnen und –kollegen im Hinblick auf die laufende Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele 2012 wichtig. „Wenn ich gegen Pablo Abian gewonnen hätte, hätte ich sicherlich eine gute Chance auf das Erreichen des Viertelfinals hier gehabt. Das hätte einen meiner größten Erfolge bedeutet.“ In der kommenden Woche hat Marc Zwiebler nun erst einmal Urlaub und die Möglichkeit, sich von den anstrengenden vergangenen Wochen zu erholen – bevor Anfang September bereits die nächste Asientour ansteht.

 

„Pablo Abian hat seine Sache heute wirklich gut gemacht, er hat stark gekämpft“, lobte Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel, Marc Zwieblers Bezwinger. Pablo Abian, der auch an der Universiade in China teilnimmt, trifft im Achtelfinale auf Kevin Cordon aus Guatemala. Der 24-Jährige schaltete in der ersten Runde überraschend den chinesischen Weltranglistenfünften Chen Long aus und besiegte anschließend Henri Hurskainen aus Schweden.

 

 

2. Veranstaltungstag: Dienstag, 9. August 2011

Michael Fuchs und Birgit Michels. Fotos: Thomas Ludwig.



Dieter Domke. Fotos: Thomas Ludwig.

Juliane Schenk und Michael Fuchs/Birgit Michels im Achtelfinale

 

(09.08.2011, CP) Die dreimalige Deutsche Meisterin und aktuelle Weltranglistenzehnte im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Nr. 9), hat bei den Individual-Weltmeisterschaften in London (8. bis 14. August 2011) das Achtelfinale erreicht. Nachdem die 28 Jahre alte Vize-Europameisterin als Nummer neun der Setzliste in der ersten Runde mit einem Freilos bedacht war, bezwang sie am Dienstag (09.08.2011) in ihrem Auftaktmatch die ungesetzte Indonesierin Lindaweni Fanetri (Weltranglistenplatz 40) mit 22:20, 18:21, 21:11. In der Runde der besten 16 Damen trifft Juliane Schenk am Donnerstag (11.08.2011, Uhrzeit N.N.) wie erwartet auf die bei den Titelkämpfen an Position vier notierte Chinesin Jiang Yanjiao. Die Jugend-Weltmeisterin von 2002 zog durch einen 21:13, 21:17-Erfolg über Fu Mingtian aus Singapur ins Achtelfinale ein. In den bisherigen vier Begegnungen gelang sowohl Juliane Schenk als auch Jiang Yanjiao zweimal der Sieg.

 

Ich muss meiner Gegnerin Respekt zollen. Sie hat mir Einiges abverlangt, ich musste alles zeigen, was ich drauf habe. Gleichzeitig bin ich aber auch mit meiner Präsentation auf dem Feld zufrieden. Sicherlich kam es ihr ein wenig zugute, dass die Bälle hier sehr langsam sind. Nun freue ich mich auf ein weiteres hochklassiges Spiel – einerlei, wer die Gegnerin sein wird“, zog Juliane Schenk ein Fazit des „Marathonmatches“ mit einer Spieldauer von 72 Minuten. Gleichzeitig lobte die 28-Jährige die Stimmung in der Wembley Arena: „Die Atmosphäre in der Halle ist super!“

 

Ebenfalls im Achtelfinale stehen die nationalen Titelträger im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 13). Die Weltranglistenzehnten, die ebenso wie ihre Nationalmannschaftskollegin Juliane Schenk in der ersten Runde über ein Freilos verfügten, setzten sich in ihrer Auftaktbegegnung mit 23:21, 21:18 gegen die russische Paarung Vitalij Durkin/Nina Vislova durch. Nächste Gegner der frisch gebackenen Canada Open-Sieger sind am Donnerstag (11.08.2011, Uhrzeit N.N.) die topgesetzten Weltranglistenersten Zhang Nan und Zhao Yunlei aus China.

 

Im Damendoppel schied Birgit Michels hingegen am Dienstag an der Seite von Sandra Marinello (1. BC Düren) aus dem Turnier aus. Letztere musste sich am zweiten Veranstaltungstag zudem im Mixed, zusammen mit Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim), geschlagen geben. Eine Niederlage verzeichnete auch der DM-Dritte im Herreneinzel, Dieter Domke (1. BC Bischmisheim).

 

Während der 24-Jährige in seinem Erstrundenmatch dem Inder P Kashyap mit 13:21, 25:23, 11:21 unterlag, scheiterten Johannes Schöttler und Sandra Marinello – ebenfalls in Runde eins und gleichsam in drei Sätzen – mit 21:19, 16:21, 14:21 an Dave Khodabux und Samantha Barning. Damit revanchierte sich das niederländische Duo für die im zuvor einzigen Aufeinandertreffen mit den Assen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erlittene Niederlage.

 

Wenige Stunden später kam für Sandra Marinello, gemeinsam mit Birgit Michels, auch im Damendoppel das WM-Aus. Nach ihrem Zwei-Satz-Erfolg am Montag über Hsieh Pei Chen und Wang Pei Rong aus Taiwan waren tags darauf die Thailänderinnen Duanganong Aroonkesorn/Kunchala Voravichitchaikul (Weltranglisten- und Setzplatz 9) zu stark für Deutschlands bestes Damendoppel. Die Asiatinnen gewannen die Partie der zweiten Runde mit 21:12, 21:15.

 

Ich bin einfach nur enttäuscht, es läuft irgendwie nicht für uns. Im Damendoppel geht es vielfach darum, wer den Ball am längsten auf hohem Niveau im Spiel halten kann. Das gelingt im Moment den anderen besser. Es zermürbt auf die Dauer, wenn leider immer wir, nie jedoch die Gegner die zwei nötigen Fehler machen“, meinte Sandra Marinello. Die 28-Jährige, die nach eigener Aussage das verlorene Mixed vom Vormittag „nicht mehr im Kopf“ hatte, fügte hinzu: „Bei der WM 2010, als wir ebenfalls in der zweiten Runde gegen die Thailänderinnen gespielt haben, haben wir knapper verloren. Aber vom Spiel und vom Teamgefühl her hätten wir das Match diesmal zumindest in den dritten Satz bringen können.“ Interessanterweise waren die Bedingungen in der Halle ihrer Einschätzung nach „ganz anders als im Mixed. Ich habe viel mehr nachgedacht, wie ich den Ball spielen muss als heute Morgen.“ Sandra Marinello trat am Mittwochvormittag bereits die Rückreise nach Deutschland an.

 

Boris Reichel, Bundestrainer Damendoppel, war mit seinen Schützlingen weit weniger unzufrieden als sie selbst: „Wir hatten das Ziel, das Ergebnis von der letzten WM einzustellen, das haben wir geschafft. Wir wussten, dass es aufgrund der Auslosung hart werden würde. Das Spiel gestern, in der ersten Runde, war aus meiner Sicht das beste, das ich von den beiden jemals gesehen habe. Eine Wiederholung einer solchen Leistung am nächsten Tag ist immer schwer. Klar sind die beiden enttäuscht, aber bei ihren Gegnerinnen handelte es sich um das beste thailändische Doppel. Alle Top 10-Paarungen sind schwer zu knacken“, so der Coach.

  

Vorschau auf Mittwoch

Am Mittwoch stehen in der 12.500 Zuschauer fassenden Wembley Arena vier Spiele unter Beteiligung deutscher Spielerinnen und Spieler an. In allen Partien geht es um den Einzug ins Achtelfinale. Die Begegnungen der DBV-Asse im Überblick:

HE, 2. Rd.: Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Nr. 14) - Pablo Abian (Spanien); 14.15 Uhr MESZ
HD, 2. Rd.: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Nr. 13) - Chen Hung Ling/Lin Yu Lang (Taiwan); 15.45 Uhr MESZ
DE, 2. Rd.: Olga Konon (1. BC Bischmisheim) - Sayaka Sato (Japan/Nr. 16); 17.15 Uhr MESZ
DD, 2. Rd.: Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) - Vita Marissa/Nadya Melati (Indonesien/Nr. 12); 18.00 Uhr MESZ

 

Während die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim/Nr. 13), am Mittwoch ihren ersten Einsatz bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 verzeichnen werden, bestreitet Olga Konon (1. BC Bischmisheim) das erste Match in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art.

 

 

Dieter Domke im Video-Interview

 

(09.08.2011, CP) Interview mit dem DM-Dritten im Herreneinzel, Dieter Domke, nach seiner Erstrundenniederlage am 9. August 2011 bei den Individual-Weltmeisterschaften in London. Gegner war der Inder P Kashyap. Hier geht´s zum Video …

 

Juliane Schenk im Video-Interview – Teil 1

 

(09.08.2011, CP) Interview mit der Weltranglistenzehnten im Dameneinzel, Juliane Schenk, nach ihrem Auftaktsieg (Spiel aus der zweiten Runde) am 9. August 2011 bei den Individual-Weltmeisterschaften in London. Gegnerin war Lindaweni Fanetri aus Indonesien. Hier geht´s zum Video …

   

Juliane Schenk im Video-Interview – Teil 2

 

(09.08.2011, CP) Im zweiten Teil des Interviews blickt die Weltranglistenzehnte im Dameneinzel, Juliane Schenk, auf ihre Achtelfinalpartie voraus. Die Gegnerin stand zu dem Zeitpunkt noch nicht fest. Hier geht´s zum Video …

 

   

Johannes Schöttler und Sandra Marinello. Fotos: Thomas Ludwig.

Johannes Schöttler und Sandra Marinello ausgeschieden

 

(09.08.2011, CP) „Das war total enttäuschend“: So lautete Sandra Marinellos Kommentar nach ihrer verlorenen Auftaktpartie an der Seite von Johannes Schöttler im Mixed. Trotz knapp gewonnenen ersten Satzes mussten sich die Deutschen Vizemeister letztlich nach 46 Minuten mit 21:19, 16:21, 14:21 Dave Khodabux und Samantha Barning geschlagen geben. Damit revanchierten sich die Weltranglisten-78. aus den Niederlanden für ihre Niederlage, die sie gegen die im World Ranking 43 Plätze besser eingestuften DBV-Asse (Weltranglistenplatz 35) bei der bislang einzigen Begegnung erlitten hatten. Bei den Individual-Europameisterschaften 2010 unterlagen die Niederländer Johannes Schöttler und Sandra Marinello in der ersten Runde mit 13:21, 15:21.

 

Wir haben einfach nicht das gezeigt, was wir beide im Doppel können. Wir sind beide Weltklasse im Doppel, aber da merkt man dann doch wieder, dass Mixed eine ganz andere Disziplin ist. Man benötigt alleine eine ganz andere Geduld, das Spiel aufzubauen“, meinte Sandra Marinello.

 

Die anderen haben speziell ab dem zweiten Satz ihre Sache gut gemacht. Und wir werden dann mitunter schnell ungeduldig, wenn wir selbst Fehler machen“, fügte Johannes Schöttler hinzu. Der 26-Jährige hat gegenüber seiner Doppelpartnerin den Vorteil, dass er sein Erstrundenmatch im Herrendoppel erst für Mittwoch angesetzt ist. „Man ist es gewohnt, dass man zwischen Doppel und Mixed trennen muss. In den letzten Monaten waren wir häufiger in der Situation, dass wir in der ersten Runde des Mixed aus dem Turnier ausgeschieden sind und dann noch Doppel spielen mussten. Es hilft aber natürlich, dass ich jetzt noch ein bisschen Zeit bis zu meinem Spiel im Doppel habe.“

 

Anders Sandra Marinello. Sie musste bereits weniger als drei Stunden nach der Niederlage im Mixed zu ihrer schweren Zweitrundenpartie im Damendoppel antreten. Zusammen mit Chef-Bundestrainer Jakob Høi, der bei seinen Schützlingen viele einfache Fehler ausmachte, dem Bundestrainer Damendoppel, Boris Reichel, und dem für den DBV vor Ort befindlichen Sportpsychologen Oskar Dawo analysierte das deutsche Duo daher das Spiel gegen die Niederländer unmittelbar danach sehr intensiv.

 

   

1. Veranstaltungstag: Montag, 8. August 2011

DBV-Asse in drei Disziplinen eine Runde weiter
 

(08.08.2011, CP) Erfreulicher Beginn für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bei den Individual-Weltmeisterschaften in London (8. bis 14. August 2011): Am ersten Veranstaltungstag kamen in drei Disziplinen deutsche Spielerinnen bzw. Spieler eine Runde weiter.

Der fünfmalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Nr. 14), verzeichnete ebenso wie die Deutschen Meisterinnen im Damendoppel, Sandra Marinello und Birgit Michels (1. BC Düren/1. BC Beuel), und die DM-Dritten in dieser Disziplin, Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath), einen Auftaktsieg und steht damit in der zweiten Runde. Diese erreichte auch Olga Konon (1. BC Bischmisheim) im Dameneinzel, deren Auftaktgegnerin allerdings aus gesundheitlichen Gründen auf das Match verzichtete. Von den am Montag (08.08.2011) angetretenen DBV-Assen schieden einzig die Deutschen Vizemeister im Herrendoppel, Michael Fuchs und Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim), nach einer knappen Niederlage in der ersten Runde aus.

 

Beide deutschen Damendoppel weiter

 

(08.08.2011, CP) Die aktuellen Weltranglisten-19. Sandra Marinello und Birgit Michels kamen durch einen 21:14, 21:17-Erfolg über die Weltranglisten-30. Hsieh Pei Chen und Wang Pei Rong aus Taiwan weiter. Damit revanchierte sich Deutschlands bestes Damendoppel für die Zwei-Satz-Niederlage, die es im März dieses Jahres bei den Swiss Open (Turnier der Kategorie Grand Prix Gold) erlitten hatte. Nach 31 Minuten hatten Sandra Marinello und Birgit Michels bei der WM in London den Sieg perfekt gemacht und damit die zweite Runde erreicht.

 

Wir hatten in unserem WM-Auftaktmatch ein gutes Gefühl. Beim letzten Mal, als wir gegen sie gespielt haben, in der ersten Runde der Swiss Open, haben sie in zwei Sätzen gegen uns gewonnen. Insofern hatten wir eine Revanche offen. Diese bei der WM zu schaffen, bedeutet natürlich einen guten Start“, meinte Sandra Marinello.

 

Birgit Michels ergänzte: „Wir sind mit unserer Leistung auf jeden Fall zufrieden. Gegen solch ein gutes Paar muss man die Leistung bringen, die man drauf hat – und das haben wir heute gut geschafft. Ich bin sehr froh, dass mein Bein gehalten hat, denn ich habe mich am Donnerstagmorgen leicht verletzt. Aber ich habe im Spiel nichts davon gemerkt und bin einfach glücklich, dass es mit dem Sieg geklappt hat.“

 

Wie bei den Individual-Weltmeisterschaften 2010 in Paris, so müssen sich Sandra Marinello und Birgit Michels in der zweiten Runde mit den Thailänderinnen Duanganong Aroonkesorn/Kunchala Voravichitchaikul (Weltranglisten- und Setzplatz 9 in London) auseinandersetzen. Die Partie wird am Dienstag (09.08.2011) um 15.20 Uhr MESZ ausgetragen. Im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit den Asiaten streben die Deutschen den ersten Sieg an.

 

Ich wäre für eine nächste Revanche“, blickte Birgit Michels lachend voraus. „Das wird ein schwieriges Spiel. Die beiden sind ein Weltklasse-Paar und standen schon recht weit in der Weltrangliste vorn. Wir versuchen alles zu geben.“

 

Duanganong Aroonkesorn und Kunchala Voravichitchaikul hatten in der ersten Runde ein Freilos.

 

Die DM-Dritten im Damendoppel, Johanna Goliszewski und Carla Nelte, wurden am späten Montagabend als eine der letzten Spieler an diesem ersten Veranstaltungstag zu ihrem Spiel aufgerufen. Dieses bedeutete das erste WM-Match für die beiden in ihrer Karriere, denn sie wurden ebenso wie Olga Konon – und auch Oliver Roth – 2011 erstmals für Individual-Weltmeisterschaften nominiert. Zwar standen beide schon im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, die bei einer Team-Weltmeisterschaft antrat, sie gehörten jedoch eben noch nie bei Individual-Weltmeisterschaften der DBV-Delegation an.

 

Es ist schon etwas Besonderes, bei einer WM anzutreten. Allein wenn man den Einmarsch macht und dann das Feld betritt, fühlt es sich anders an als bei anderen Turnieren. Die Atmosphäre hier ist toll mit den vielen Zuschauern, das macht einfach Spaß“, meinte Carla Nelte.

 

Dass das WM-Debüt dann auch noch erfolgreich verlief, freute die beiden Studentinnen umso mehr. Nach Überwindung von Startschwierigkeiten setzten sie sich mit 15:21, 21:9, 21:10 gegen Marija Ulitina und Natalya Voytsekh durch. Mit ihrer Leistung zeigten sich Johanna Goliszewski und Carla Nelte entsprechend zufrieden: „Wir waren schon ein bisschen aufgeregt, das hat man im ersten Satz auch gesehen. Aber unsere Nervosität haben wir im zweiten Satz ganz gut in den Griff bekommen. Und dann findet man auch den Spaß“, meinte die 25-jährige Johanna Goliszewski. Ihre Doppelpartnerin Carla Nelte, die im September erst 21 Jahre alt wird, fügte hinzu: „Im ersten Satz haben wir den Ukrainerinnen in ihre vermeintlichen Stärken gespielt, aber dann haben wir das gut gelöst.“ Die Weltranglisten-50. aus Deutschland und die sieben Positionen besser eingestuften Ukrainerinnen trafen in London erstmals im Wettkampf aufeinander.

 

In der zweiten Runde ist Vita Marissa, die WM-Dritte von 2007 im Mixed, mit ihrer Doppelpartnerin Nadya Melati Gegnerin der Nachwuchshoffnungen des DBV. Das indonesische Duo wird in der Weltrangliste derzeit auf Platz 14 geführt und ist in London an Nummer zwölf gesetzt. Die Partie – zugleich das erste Aufeinandertreffen der beiden Paarungen – wird am Mittwoch (10.08.2011, Uhrzeit N.N.) ausgetragen.

  

 

Sandra Marinello und Birgit Michels im Video-Interview

 

(08.08.2011, CP) Video-Interview mit den Deutschen Badminton-Meisterinnen im Damendoppel, Sandra Marinello (r.) und Birgit Michels, nach ihrem Auftaktsieg am 8. August 2011 bei den Individual-Weltmeisterschaften in London. Erstrundengegnerinnen waren Hsieh Pei Chen und Wang Pei Rong aus Taiwan. Hier geht´s zum Video …

 

 

Johanna Goliszewski und Carla Nelte im Video-Interview

 

(08.08.2011, CP) Interview mit den DM-Dritten im Damendoppel, Johanna Goliszewski (l.) und Carla Nelte, nach ihrem Auftaktsieg am 8. August 2011 bei den Individual-Weltmeisterschaften in London. Erstrundengegnerinnen waren Marija Ulitina und Natalya Voytsekh aus der Ukraine. Hier geht´s zum Video …

 

 

Michael Fuchs und Oliver Roth unterliegen knapp

 

(08.08.2011, CP) Wer miterlebte, wie die Weltranglisten-29. Michael Fuchs und Oliver Roth in der Partie gegen die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF fünf Plätze hinter ihnen geführten Inder Rupesh Kumar und Sanave Thomas den ersten Satz dominierten, der freute sich eigentlich schon über das Weiterkommen der Deutschen Vizemeister. Keine Chance ließen sie ihren Gegnern zu Beginn und begeisterten mit bemerkenswerten Schlägen. Doch Rupesh Kumar und Sanave Thomas fanden zu Beginn des zweiten Durchgangs zunehmend besser zu ihrem Spiel und fügten dem derzeit zweitbesten deutschen Herrendoppel letztlich nach einer Spielzeit von 53 Minuten eine unglückliche 21:9, 18:21, 17:21-Niederlage zu.

 

„Wenn man den ersten Satz derart klar gewinnt, ist zu erwarten, dass die Gegner alles probieren und auch irgendwann noch stärker kommen werden. Im ersten Satz hat bei uns auch wirklich alles funktioniert. Im zweiten haben sie dann mehr zu ihrem Spiel gefunden und uns ein wenig aus dem Konzept gebracht. Aber die zweite Hälfte haben wir 12:10 gewonnen, insofern war das schon eng. Im dritten Satz haben wir speziell zu Anfang ein paar einfache Fehler zu viel gemacht. Und wenn man dann einem Rückstand hinterher laufen muss, wird es schwierig. Es war ein 50:50-Spiel. Rupesh Kumar und Sanave Thomas sind eine starke Paarung, da brauchen wir uns nicht zu verstecken“, zog Michael Fuchs ein Fazit.

 

Sein Doppelpartner Oliver Roth meinte nach seinem Debüt bei Individual-Weltmeisterschaften: „Ich war ein bisschen nervöser als sonst, das hat sich im Spiel aber nicht bemerkbar gemacht. Die beiden waren absolut schlagbar. Eventuell haben wir die taktischen Vorgaben nachher nicht mehr zu 100 Prozent umgesetzt.

 

Michael Fuchs machte aus seiner Verärgerung über den so knapp verpassten Einzug in die zweite Runde keinen Hehl: „Die Niederlage hätte nicht sein müssen. Wir haben ganz gut gespielt und letztlich hing es an Kleinigkeiten. Das war bei den letzten Turnieren auch schon so: Wir haben immer ordentliche Leistungen gezeigt, aber trotzdem am Schluss verloren. Das frustriert irgendwann.

 

 

Michael Fuchs und Oliver Roth in ihrer Erstrundenbegegnung. Fotos: Thomas Ludwig.

 

 

Marc Zwiebler mit Auftaktsieg

 

(08.08.2011, CP) Der fünfmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) ist erfolgreich in die 19. Individual-Weltmeisterschaften in London gestartet: Der EM-Dritte gewann am Montagnachmittag als Nummer 14 der Setzliste mit 21:19, 21:10 gegen ungesetzten Ukrainer Valeriy Atrashchenkov. Beide standen sich erstmals gegenüber.

 

„Es war wahnsinnig schwierig, da er einige unkonventionelle Bälle aus ungewöhnlichen Positionen spielt, von daher war mir klar, dass es nicht ganz so einfach werden würde. Ich bin zudem jemand, der sich an eine Halle erst einmal gewöhnen muss. Und da wir gestern sehr wenig Zeit hatten, uns im Training an die Halle zu gewöhnen, wollte ich das erste Spiel auch ein wenig nutzen, um reinzukommen. Eigentlich habe ich dann doch relativ souverän in zwei Sätzen gewonnen, so dass ich ganz zufrieden bin“, zog Marc Zwiebler ein Fazit von seiner Erstrundenbegegnung, blickte aber bereits auf die nun folgende Partie voraus: „Die nächste Runde, am Mittwoch, wird deutlich schwieriger werden. Ich werde den morgigen Tag nutzen, um mich ganz intensiv darauf vorzubereiten.“

 

In der Runde der besten 32 Herren trifft der Weltranglisten-13. aus Deutschland am Mittwoch (10.08.2011, Uhrzeit N.N.) auf Pablo Abian (Weltranglistenplatz 26), der in seinem Auftaktmatch den Belgier Yuhan Tan mit 16:21, 21:17, 21:15 bezwang. Die bislang einzige Partie gegen den Spanier – die interessanterweise im Rahmen der Individual-Weltmeisterschaften 2010 in Paris stattfand und dabei ebenfalls in der zweiten Runde – konnte Marc Zwiebler in zwei Sätzen für sich entscheiden.

 

„Ich erwarte, dass ich viel laufen muss. Pablo Abian ist einer der stärksten Läufer überhaupt. Zwar technisch nicht ganz so versiert, aber er bringt alle Bälle irgendwie zurück und ist daher ein unangenehmer Gegner – gerade auch, weil man die Technik, die er spielt, nicht so unbedingt gewöhnt ist. Insofern wird es sehr, sehr schwierig werden. Ich denke, aufgrund der Weltranglistenposition bin ich der Favorit, aber Pablo hat in den vergangenen Monaten mit einigen Turniersiegen bewiesen, dass er vorne mitspielen kann. Das wird ein hartes Stück Arbeit.“

 

  

Marc Zwiebler im Video-Interview

 

(08.08.2011, CP) Video-Interview mit dem fünfmaligen Deutschen Meister und EM-Dritten im Herreneinzel, Marc Zwiebler, nach seinem Auftaktsieg am 8. August 2011 bei den Individual-Weltmeisterschaften in London. Erstrundengegner war der Ukrainer Valeriy Atrashchenkov. Hier geht´s zum Video …

 

 

Marc Zwiebler in seinem Auftaktmatch. Fotos: Thomas Ludwig.

  

 

Olga Konon erreicht kampflos Runde zwei

 

(08.08.2011, CP) Eigentlich sollte Olga Konon (1. BC Bischmisheim) die 19. Individual-Weltmeisterschaften in der Geschichte aus DBV-Sicht „eröffnen“. Nun wird Marc Zwiebler (1. BC Beuel) diese Ehre zuteil, der am frühen Montagnachmittag sein Auftaktmatch bestreitet. Hintergrund: Die Erstrundengegnerin der 21 Jahre alten Weltranglisten-27. aus Deutschland, Tai Tzu Ying aus Taiwan, sagte die für Montagvormittag angesetzte Partie kurzfristig krankheitsbedingt ab. Damit zog Olga Konon, die in London erstmals bei Titelkämpfen dieser Art antritt, kampflos in die zweite Runde ein. Darin trifft die gebürtige Weißrussin am Mittwoch auf die an Nummer 16 gesetzte Japanerin Sayaka Sato, die in Runde eins mit einem Freilos bedacht war. „Sie spielt stark, aber aus meiner Sicht ist ein Sieg für Olga durchaus möglich“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Die beiden Damen standen sich noch nie gegenüber.

 

Es war eine große Überraschung für mich, dass ich nicht gegen Tai Tzu Ying spielen musste. Dass ich auf diese Weise die nächste Runde erreicht habe, ist ein bisschen glücklich und ein komisches Gefühl. Es ist immer besser zu spielen, zu gewinnen und so weiterzukommen. Aber ich war gut vorbereitet und habe natürlich jetzt schon wichtige Punkte geholt“, sagte Olga Konon und spielte damit auf die hohe Bedeutung der WM im Zusammenhang mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 an selber Stätte an. Bei den diesjährigen Titelkämpfen – als „BWF Tournament“ eine Veranstaltung der höchsten Kategorie im internationalen Turniersystem – gibt es für die Spielerinnen und Spieler im Rahmen der insgesamt zwölfmonatigen Qualifikationsphase (2. Mai 2011 bis 29. April 2012) die meisten Punkte zu holen. Der Einzug in die Runde der besten 32 Damen bescherte Olga Konon bereits eine Wertung für die Weltrangliste in Höhe von 3.000 Zählern. Zum Vergleich: Bei einem Grand Prix-Turnier müsste sie ins Halbfinale einziehen, um die „3.000er-Grenze“ zu „knacken“, bei einem Turnier der Kategorie „Grand Prix Gold“ immerhin ins Viertelfinale.

 

Erst 20 Minuten, bevor die Partie gegen Tai Tzu Ying beginnen sollte, erfuhr Olga Konon von der Absage ihrer Kontrahentin. „Ich bin noch nie bei einem großen Turnier kampflos weitergekommen. So etwas passiert nicht allzu häufig“, meinte die Bronzemedaillengewinnerin bei den Jugend-Europameisterschaften 2007 im Dameneinzel. Zu diesem Zeitpunkt war sie – natürlich – schon „richtig gut aufgewärmt“ und spielte sich mit Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel, ein.

 

Nun gilt die volle Konzentration der 21-Jährigen ihrer gewissermaßen zweiten Auftaktgegnerin. „Ich habe zwar noch nie gegen sie gespielt, aber schon gegen andere Japanerinnen. Sie spielen alle sehr ähnlich. Bislang konnte ich gegen keine von ihnen gewinnen …“, so Olga Konon. Um sich optimal auf das Match gegen Sayaka Sato vorzubereiten und im besten Fall am Mittwoch dieser „Serie“ ein Ende zu setzen, wird die DBV-Spielerin am Montagabend gemeinsam mit Xu Yan Wang, Bundestrainer Dameneinzel, intensiv Videoanalyse betreiben und sich so auf die Spielweise der Japanerin einstellen. Vorher steht eine Trainingseinheit auf dem Programm, der Tageablauf am Dienstag ist für Olga Konon derzeit noch nicht exakt geplant. „Ich werde aber sicherlich laufen gehen und mich versuchen zu entspannen, locker zu bleiben“, blickt die Jugend-Europameisterin von 2007 im Damendoppel voraus.   

 

   

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

Presseberichte zur WM

(MK) Süddeutsche, dpa: Schenk im Viertelfinale.
Zeit, sid: Sicherheitsmaß-nahmen verschärft.
Bild: Im brennenden London greift Juliane nach Gold.
Süddeutsche, dpa: Zwiebler ausgeschieden.
Süddeutsche: Schenk im Achtelfinale.
Badische Zeitung, sid: Zwiebler - Eine Weltreise nach London.
Bonner General-Anzeiger: Zwiebler in zweiter Runde.
Stern, sportal.de: Schenk im Interview.


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