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Individual-WM 2011

19th World Badminton Championships

    

Vom 8. bis 14. August in London (England), Wembley Arena, Arena Square. BWF-Turnierklassifikation: Level 1. Referee: Torsten Berg (DEN).

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Zu den Turniertableaus im  HE  -  DE  -  HD  -  DD  -  MX. Zu den Tagesergebnissen. Zum Livescore.

Turnier allgemein

Zu den deutschen Spielen

 

Über die WM berichtet Claudia Pauli

Foto: Claudia Pauli.

„Die Auslosung ist für alle schwierig!“

(05.08.2011, CP) Bei den Individual-Weltmeisterschaften in der Londoner Wembley Arena – der Sportstätte, in der in knapp einem Jahr die olympischen Badmintonwettbewerbe ausgetragen werden – ist der DBV mit sechs Athletinnen und sechs Athleten vertreten. In jeder Disziplin gehen zwei Spielerinnen, Spieler oder Paarungen an den Start. Dabei verfügt der DBV in vier der fünf Disziplinen über einen Setzplatz. Den besten verzeichnet die dreimalige Deutsche Meisterin und amtierende Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin) als Nummer neun im Dameneinzel. Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim), sind ebenso wie die nationalen Titelträger im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel), an Position 13 notiert, während der fünfmalige Deutsche Meister und aktuelle EM-Dritte Marc Zwiebler (1. BC Beuel) im Herreneinzel an Nummer 14 geführt wird.

 

Chef-Bundestrainer Jakob Høi hat gegenüber badminton.de die Auslosung aller deutschen Spielerinnen, Spieler bzw. Paarungen, die in der kommenden Woche bei den 19. Individual-Weltmeisterschaften antreten werden, beurteilt. Zudem äußerte sich Boris Reichel, Bundestrainer Damendoppel, zu den Chancen der von ihm speziell betreuten Spielerinnen.

 

Zu folgendem Gesamtfazit kommt Chef-Bundestrainer Jakob Høi hinsichtlich der Auslosung:

 

„Die Auslosung ist für alle schwierig, aber das ist auch klar. Schließlich handelt es sich bei dem Turnier um eine Weltmeisterschaft. Wenn man dabei das Achtelfinale erreicht, gehört man zu den besten 16 Spielern der Welt, das ist zweifelsohne gut. Und es spiegelt auch in etwa unsere Position, unser Level wider. Es passt zu unseren Weltranglistenpositionen.“

 

 

 

Marc Zwiebler. Foto: Claudia Pauli.
Dieter Domke. Foto: Claudia Pauli.

Herreneinzel

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten des Deutschen Meisters und EM-Dritten Marc Zwiebler (1. BC Beuel) im Herreneinzel:

 

„Marc hat zuletzt zwei richtig gute Turniere gespielt. Er hat bei der WM Setzplatz 14, aber es ist auch immer schwierig, einen Setzplatz zu haben. Dann verlangt gewissermaßen jeder Siege. Sein Erstrundengegner, ein Ukrainer, spielt technisch sehr gut und clever, ihm fehlt es allerdings an Mut und Ausdauer, wenn es hart wird. Marc muss aber in jedem Fall aufpassen. In der zweiten Runde erwarten wir den Spanier Pablo Abian, der seit einiger Zeit gewaltige Schritte nach vorne macht. Er ist immer ein harter Gegner für alle. Die Frage ist hier: Hat Marc Geduld? Denn die benötigt er in dieser Partie. Marc ist für mich aber auch hier der Favorit.

Im potenziellen Achtelfinale trifft Marc wohl auf Chen Long, der 2007 Jugend-Weltmeister war. Marc hat ihn bei den Denmark Open 2009 in zwei Sätzen geschlagen, beim letzten Aufeinandertreffen – im Rahmen der Malaysia Open im Januar 2011 – allerdings relativ hoch gegen ihn verloren: zu 12 und zu 4. Auch wenn es aktuell 2:1 für den Chinesen steht, so ist ein Sieg für Marc aber durchaus möglich. Ich denke, dass China ein sehr großes Interesse an Chen Long hat und er eine Medaille holen soll. Er hat in letzter Zeit weniger Turniere gespielt, ich gehe daher davon aus, dass er aggressiv in die WM geht. Er kann ein langes, hartes Spiel bestreiten und ist ein Weltklassespieler. Schließlich hat er schon Lin Dan geschlagen.“

 

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten des DM-Dritten Dieter Domke (1. BC Bischmisheim) im Herreneinzel:

 

„Dieter hat eine lange Zeit der Vorbereitung hinter sich, er hat in letzter Zeit viel Aufbau gemacht. Er hat speziell physisch hart gearbeitet und ist dadurch jetzt viel fitter als noch vor einigen Monaten. Dieter hat zuletzt gute Leistungen gezeigt, nun ist Stabilität gefragt. Bei den Canada Open beispielsweise hat er richtige gute Leistungen gebracht, aber auch signalisiert, dass er diese noch nicht stabil zeigen kann. Seine Vorteile liegen unter anderem in seinem aggressiven Spiel, er kann zudem gut Punkte mit dem Smash holen. Bei der WM geht es für ihn gleich in der ersten Runde richtig los. Er muss gegen einen sehr schnellen Inder antreten.“

  

Juliane Schenk. Foto: Claudia Pauli.
Olga Konon. Foto: Claudia Pauli.

Dameneinzel

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten der Deutschen Meisterin und Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin) im Dameneinzel:

 

„Juliane hat von allen deutschen WM-Startern mit die größten Medaillenchancen. Sie hat schon alle Top-Leute geschlagen. Beim Sudirman Cup zum Beispiel hat sie die Weltranglistenerste Wang Yihan besiegt. Bei Juliane geht es oft um die Frage, ob sie sich in der Halle wohl fühlt, speziell was die Windverhältnisse betrifft. Wenn sie ein gutes Gefühl hat, sehe ich bei ihr keine Begrenzung. Als Nummer neun der Setzliste muss sie bereits im Achtelfinale gegen eine Top 4-Spielerin antreten, aber sie hat absolute Chancen gegen Yanjiao Jiang. Schließlich hat Juliane zwei der vier Begegnungen mit ihr gewonnen. Wir erwarten in der Wembley Arena viel Wind. Darauf konnte sich Juliane bereits auf der Asientour einstellen. Sie hat sich zuletzt einige Tage gemeinsam mit einigen der besten deutschen Herren vorbereitet und zudem extra viel Mentaltraining gemacht. Sie ist insgesamt gut vorbereitet. Die Hoffnung, dass sie eine Medaille gewinnt, ist klar da. Aber ab dem Achtelfinale geht es für sie schon richtig los. Und auch die Indonesierin Lindaweni Fanetri, die ich als Gegnerin in Julianes Auftaktspiel erwarte, kann die Bälle zurückspielen.“

 

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten von WM-Debütantin Olga Konon (1. BC Bischmisheim) im Dameneinzel:

 

„Sie hat für die WM eine harte Auslosung erwischt. Ihre Erstrundengegnerin hat Mitte Juli die US Open gewonnen und bei den anschließenden Canada Open das Halbfinale erreicht. Die erste und auch die zweite Runde werden hart, aber dennoch hat Olga hier eine Möglichkeit. Sie ist mit ihren 21 Jahren bereits die Nummer 28 der Weltrangliste, ich bin auf ihren Auftritt gespannt. Die Asientour hat sie nicht mitgemacht, sondern eine längere Trainingsphase eingelegt und in Russland die White Nights bestritten, bei denen sie das Halbfinale erreicht hat.“

 

Ingo Kindervater (l.) und Johannes Schöttler. Foto: Claudia Pauli.
Michael Fuchs (r.) und Oliver Roth. Foto: Holger Bräutigam.

Herrendoppel

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten der Deutschen Meister Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim) im Herrendoppel:

 

„Ingo und Johannes sind unser Top-Herrendoppel. Sie haben ihre Sache zuletzt richtig gut gemacht, nur leider bei den Canada Open im Halbfinale verloren, nachdem sie zuvor bei den US Open aufgrund einer Verletzung von Ingo im Viertelfinale aufgeben mussten. Ihr Leistungslevel passt in die Top 16, manchmal auch in die Top 8. Sie haben bereits gegen Spitzenleute gewonnen. Ich gehe davon aus, dass sie in ihrem ersten Spiel gegen die Taiwanesen Chen Hung Ling und Lin Yu Lang antreten müssen, die sie bereits geschlagen haben. Das anschließende Match, wohl gegen die Weltranglistenvierten Koo Kien Keat/Tan Boon Heong aus Malaysia, wäre für mich ein Wunschspiel. Wir haben uns sehr lange auf sie vorbereitet, da wir ihr Spiel als Konzept in unser Training eingebracht haben. Wir wissen also sehr gut, was sie machen. Die Malaysier haben den Nachteil, dass sie manchmal nervös werden, wenn es eng wird. Das käme Ingo und Johannes zugute. Aber nun müssen sie erst einmal die erste Runde gewinnen.“

 

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten der Deutschen Vizemeister Michael Fuchs und Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim) im Herrendoppel:

 

„Sie haben in den vergangenen Monaten richtig gute Leistungen gezeigt. In Europa sind sie absolut dabei. Und bei den German Open haben sie in diesem Jahr die Top-Japaner geschlagen. Sie sind sehr leistungsfähig, haben allerdings noch nicht so viele verschiedene taktische Möglichkeiten. Gegen ihre Erstrundengegner, Rupesh Kumar und Sanave Thomas aus Indien, haben Michael und Oliver einmal verloren. Das war ein enges Spiel. Ziel ist hier zweifelsohne der Einzug in die zweite Runde. Dann müssten sie gegen absolute Top-Leute spielen: gegen die an Nummer acht gesetzten Indonesier Alvent Yulianto Chandra und Hendra Aprida Gunawan.“

 

Sandra Marinello (r.) und Birgit Michels. Foto: Holger Bräutigam.
Johanna Goliszewski (r.) und Carla Nelte. Foto: Holger Bräutigam.

Damendoppel

 

Das sagt Boris Reichel, Bundestrainer Damendoppel, zu den Aussichten der Deutschen Meisterinnen Sandra Marinello und Birgit Michels (1. BC Düren/1. BC Beuel) im Damendoppel:

 

„Wir kennen die Erst- und Zweitrundengegnerinnen sehr gut. Unser primäres Ziel ist es, wie 2010 in Paris die zweite Runde zu erreichen. Sandra und Birgit haben ein schwieriges Erstrundenlos erwischt. Unglücklicherweise sind sie zum Zeitpunkt der Erstellung der Setzliste aus den Setzplätzen rausgerutscht. Gegen ihre Erstrundengegnerinnen Hsieh Pei Chen und Wang Pei Rong aus Taiwan haben sie bei den diesjährigen Swiss Open gespielt. Wir haben daher gutes Videomaterial für die Analyse vorliegen. In der Schweiz haben Sandra und Birgit in zwei Sätzen gegen sie verloren. Das erste Match wird bereits sehr, sehr hart, so dass wir von Runde zu Runde denken und auf gute Leistungen hoffen.“

 

 

Das sagen Boris Reichel und Jakob Høi zu den Aussichten der DM-Dritten Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) im Damendoppel:

 

„Ihre Entwicklung ist sehr erfreulich. Sie trainieren seit anderthalb Jahren am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr und haben sich für die Individual-Weltmeisterschaften direkt qualifiziert, sie sind keine Nachrücker", meinte Boris Reichel. Der Chef-Coach ergänzte: "Johanna und Carla haben eine schöne Auslosung. In der ersten Runde müssen sie gegen zwei Ukrainerinnen antreten, ich denke, sie haben gute Chancen. Das freut mich für die beiden.“

 

Michael Fuchs und Birgit Michels. Foto: Claudia Pauli.
Johannes Schöttler und Sandra Marinello. Foto: Claudia Pauli.

Mixed

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten der Deutschen Meister Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) im Mixed:

 

„Sie mussten in den vergangenen Monaten oft früh im Turnierverlauf gegen gute Leute antreten und unterlagen ihnen. Nun haben sie bei den Canada Open endlich einen Turniersieg verzeichnet. Ihre Auslosung für die WM ist hart. In der ersten Runde haben sie ein Freilos, das ist gar nicht so einfach. Im ersten Spiel geht es dann schon gleich richtig zur Sache. Ich nehme an, dass sie gegen die Russen Vitalij Durkin und Nina Vislova spielen müssen. Nina Vislova gehört zu den Top 5 im Damendoppel, überhaupt waren die Spiele gegen russische Paarungen zuletzt immer eng. Derzeit stehen die Chancen meines Erachtens nach 50 zu 50. Danach träfen Michael und Birgit – im Achtelfinale – auf die Weltranglistenersten aus China. Bei den Bitburger Open 2010 haben sie in zwei Sätzen gegen die Asiaten verloren, waren aber im ersten Satz bis 20 zu 20 dabei. Zhang Nan/Zhao Yunlei gehen ein hohes Tempo und machen viel Druck, aber wenn Michael und Birgit ebenfalls hohes Tempo spielen, dann haben sie eine Chance.“

 

 

Das sagt Jakob Høi zu den Aussichten der Deutschen Vizemeister Johannes Schöttler und Sandra Marinello (1. BC Bischmisheim/1. BC Düren) im Mixed:

 

„Sie sind in Europa gut und auch ihre Auslosung ist ok. In der ersten Runde müssen sie gegen eine niederländische Paarung antreten, gegen die sie bereits gewonnen haben. Danach wären Top-Chinesen die Gegner von Johannes und Sandra. Ziel ist es, die erste Runde zu gewinnen und in der zweiten eine gute Leistung zu bringen.“

 

  

  

 

Ingo Kindervater (l.) und Johannes Schöttler (im Bild bei den Deutschen Meisterschaften 2011 nach ihrem Titelgewinn im Herrendoppel) sind bei den Individual-Weltmeisterschaften in London an Nummer 13 gesetzt. Foto: Claudia Pauli.

DBV bei der WM in vier Disziplinen mit Setzplatz

Dennoch schwere Auslosung
(26.07.2011, CP) Bei den Individual-Weltmeisterschaften in London (8. bis 14. August 2011) verfügt der Deutsche Badminton-Verband (DBV) in vier der fünf Disziplinen über einen Setzplatz. Den besten verzeichnet die dreimalige Deutsche Meisterin und amtierende Vize-Europameisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin) als Nummer neun im Dameneinzel. Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim), sind ebenso wie die nationalen Titelträger im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel), an Position 13 notiert, während der fünfmalige Deutsche Meister und aktuelle EM-Dritte Marc Zwiebler (1. BC Beuel) im Herreneinzel an Nummer 14 geführt wird. Die Auslosung für die 19. Individual-Weltmeisterschaften in der Historie gestaltet sich für die DBV-Asse dennoch vergleichsweise ungünstig. Selbst diejenigen mit Setzplatz müssen sich schon früh im Turnierverlauf mit enorm leistungsstarken Gegnern auseinandersetzen.

Dameneinzel:
So könnte Juliane Schenk bereits im Achtelfinale (= 3. Runde) auf die chinesische Weltranglistenvierte Jiang Yanjiao, zugleich Nummer vier der Setzliste, treffen. In den bisherigen vier Begegnungen gelang beiden Spielerinnen zweimal ein Sieg. Im ersten Durchgang hat die 28 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr ein Freilos. In ihrer Auftaktpartie, einem Spiel der zweiten Runde, ist die Weltranglistenzehnte gegenüber ihrer Gegnerin – entweder die Indonesierin Lindaweni Fanetri (Weltranglistenplatz 39) oder Tatjana Bibik aus Russland (Weltranglistenplatz 55) – klar favorisiert. Die zweite deutsche WM-Teilnehmerin im Dameneinzel, Olga Konon (1. BC Bischmisheim, Weltranglistenplatz 28), muss sich bei ihrem ersten Auftritt bei Individual-Weltmeisterschaften in ihrer Karriere mit Tai Tzu Ying aus Taiwan (Weltranglistenplatz 20) auseinandersetzen. Die 21 Jahre alte gebürtige Weißrussin, die im Juni den deutschen Pass erhielt, und die Asiatin stehen sich erstmals gegenüber. In ihrem zweiten Match würde Olga Konon auf die Japanerin Sayaka Sato (Weltranglistenplatz 18, Setzplatz 16) treffen. Auch diese Konstellation gab es bislang nicht.

Herreneinzel:
Marc Zwiebler spielt in seinem Auftaktmatch gegen den Ukrainer Valeriy Atrashchenkov (Weltranglistenplatz 95), gegen den der frisch gebackene Canada Open-Sieger nie zuvor antreten musste. Nächster Kontrahent des 27-Jährigen wäre vermutlich der Spanier Pablo Abian (Weltranglistenplatz 26). Hier lautet die Bilanz „1:0“ für den Deutschen. Im Achtelfinale könnte Marc Zwiebler auf den Weltranglistenfünften Chen Long aus China (Setzplatz 5) treffen. Der 24 Jahre alte DM-Dritte Dieter Domke (1. BC Bischmisheim, Weltranglistenplatz 90) bekommt es in London in der ersten Runde mit dem Inder P Kashyap (Weltranglistenplatz 28) zu tun, der alle drei vorherigen Aufeinandertreffen gewann. Danach stünde der frühere Vize-Europameister der Jugend aller Voraussicht nach erstmals in seiner Laufbahn dem Vietnamesen Tien Minh Nguyen (Weltranglisten- und Setzplatz 7) gegenüber, der Mitte Juli bei den US Open im Halbfinale Marc Zwiebler in drei Sätzen bezwang.

Herrendoppel:
Ingo Kindervater und Johannes Schöttler haben in der ersten Runde spielfrei. In seinem Auftaktmatch trifft das an Nummer 13 gesetzte Duo voraussichtlich auf die Weltranglisten-20. Chen Hung Ling/Lin Yu Lang aus Taiwan, die sich zunächst mit einer indischen Paarung auseinandersetzen müssen. In den bisherigen zwei Begegnungen der Deutschen Meister mit den Asiaten gelang beiden Paarungen ein Sieg. Im Achtelfinale müssten sich die Weltranglisten-13. aus Deutschland vermutlich mit den an Position vier notierten Weltranglistenvierten Koo Kien Keat/Tan Boon Heong aus Malaysia messen. Die Deutschen Vizemeister Michael Fuchs und Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim) schlagen als derzeitige Weltranglisten-30. in ihrem Auftaktmatch gegen Rupesh Kumar und Sanave Thomas auf. Die zuvor einzige Begegnung gewannen die aktuellen Weltranglisten-35. aus Indien. Anschließend träfen die DBV-Asse erstmals in ihrer Karriere auf die an Nummer acht gesetzten Indonesier Alvent Yulianto Chandra und Hendra Aprida Gunawan (Weltranglistenplatz 8).

Damendoppel:
Die Deutschen Meisterinnen im Damendoppel, Sandra Marinello und Birgit Michels (1. BC Düren/1. BC Beuel), spielen als Weltranglisten-19. in ihrer Erstrundenpartie gegen die Weltranglisten-30. Hsieh Pei Chen/Wang Pei Rong aus Taiwan. Mit 1:0 liegen die Asiaten im direkten Vergleich vorn. Danach käme es zu einer Neuauflage ihrer Zweitrundenbegegnung bei den Individual-Weltmeisterschaften 2010 in Paris mit den Thailänderinnen Duanganong Aroonkesorn/Kunchala Voravichitchaikul (Weltranglisten- und Setzplatz 9 in London). Im Vorjahr mussten sich Sandra Marinello und Birgit Michels den Asiatinnen in zwei Sätzen geschlagen geben. In der Runde der besten 16 Paarungen träfen die Deutschen auf Titelverteidigerin Yu Yang, die diesmal zusammen mit Wang Xiaoli – WM-Zweite von 2010 – um eine WM-Medaille spielt. Die Chinesinnen führen die Weltrangliste und entsprechend auch die Setzliste an. Die DM-Dritten Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath, Weltranglistenplatz 51), die 2011 ebenso wie Olga Konon und Oliver Roth erstmals für Individual-Weltmeisterschaften nominiert wurden, bestreiten ihr Auftaktmatch gegen Marija Ulitina und Natalya Voytsekh aus der Ukraine (Weltranglistenplatz 42). Die Paarungen treffen erstmals aufeinander. In der zweiten Runde wäre Vita Marissa, die WM-Dritte von 2007 im Mixed, mit ihrer Doppelpartnerin Nadya Melati Gegnerin der Deutschen. Das indonesische Duo ist in London an Nummer zwölf gesetzt.

Mixed:
Im Mixed haben Michael Fuchs und Birgit Michels, die am vergangenen Wochenende ebenso wie Marc Zwiebler bei den Canada Open den Titel gewannen, eine äußerst unglückliche Auslosung erwischt. Im Achtelfinale träfen die Weltranglisten-13. vermutlich auf die topgesetzten Weltranglistenersten Zhang Nan und Zhao Yunlei aus China. Nach einem Freilos zum Auftakt stellen aber schon die Zweitrunden-Gegner der an Nummer 13 gesetzten Deutschen einen „harten Brocken“ dar. Dabei handelt es sich aller Voraussicht nach um die Paarung Vitalij Durkin/Nina Vislova. Mit den russischen Duos – sei es im Doppel oder im Mixed und in unterschiedlichen Kombinationen – lieferten sich die deutschen Spielerinnen und Spieler in der Vergangenheit traditionell enge Partien. Die Deutschen Vizemeister Johannes Schöttler und Sandra Marinello (1. BC Bischmisheim/1. BC Düren, Weltranglistenplatz 36) gewannen die bisher einzige Partie gegen ihre Erstrundengegner bei der WM, Dave Khodabux und Samantha Barning aus den Niederlanden (Weltranglistenplatz 81), in zwei Sätzen. Im Falle eines erneuten Erfolgs müsste sich das zweitbeste deutsche Mixed anschließend mit den Weltranglistenvierten Jiaming Tao/Tian Qing (Setzplatz 4) auseinandersetzen. Es wäre das erste Aufeinandertreffen mit den Chinesen.

Anreise:

Die deutsche Delegation reist am Samstag, den 6. August 2011 nach London. Als Trainer werden Jakob Høi (Chef-Bundestrainer), Jeroen van Dijk (Bundestrainer Herreneinzel), Xu Yan Wang (Bundestrainer Dameneinzel) und Boris Reichel (Bundestrainer Damendoppel) die Spielerinnen und Spieler betreuen.

 

Ist jetzt Deutsche: Olga Konon. Foto: MK

Keine Überraschungen im deutschen WM-Aufgebot
(6.7.11, MK) DBV-Sportdirektor Martin Kranitz gab das Aufgebot bekannt, das den Deutschen Badminton-Verband bei der Weltmeisterschaft 2011 in London vertritt. Erstmals dabei ist die ehemalige Weißrussin Olga Konon, die seit Juni die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.
Herreneinzel: Marc Zwiebler, Dieter Domke;
Dameneinzel: Juliane Schenk, Olga Konon;
Herrendoppel: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler, Michael Fuchs & Oliver Roth;
Damendoppel: Birgit Michels & Sandra Marinello, Carla Nelte & Johanna Goliszewski;
Mixed: Michael Fuchs & Birgit Michels, Johannes Schöttler & Sandra Marinello.
Als Trainer fahren mit: Jakob Hoi (Cheftrainer und Diszplintrainer HD und MX), Jeroen van Dijk (HE), Xu Yan Wang (DE), Boris Reichel (DD). Physiotherapeut ist Andreas Richter, Teammanager DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Die Anreise des deutschen Teams nach London findet am Samstag, den 6. August 2011 statt.
Die Auslosung hat die BWF für den 25. Juli angekündigt, die Setzlisten werden aufgrund der Weltranglisten vom 21. Juli erstellt.  

     

Nominierungen und Zeitplan
Startberechtigung ergibt sich aus Weltranglistenplatzierung
(1.2.11) Das Teilnehmerfeld für die Individual-WM setzt sich nicht - wie bei früheren Weltmeisterschaften - dadurch zusammen, dass jedes Land feste Quoten hat und entsprechend Spieler nominieren kann. Zum Zusammenstellen der Starterfelder in den fünf Disziplinen dienen vielmehr die Weltranglisten, in diesem Jahr jene vom Stichtag 28. April 2011.
Starterfelder
HE 64 / DE 48 / HD 48 Paare / DD 48 Paare / MX 48 Paare.
Die zentralen Zulassungskriterien 
1. Einen Starter hat jeder Verband mit einer Weltranglistenplatzierung, die im Teilnehmerfeld untergebracht werden kann (nachdem die Startberechtigten gemäß 2. bis 4. berücksichtigt worden sind).
2. Für 2 Starter müssen beide mindestens Platz 150 in der unbereinigten Weltrangliste haben.
3. Für 3 Starter müssen alle drei zwischen 1 und 24 platziert sein.
4. Für 4 Starter müssen alle vier zwischen 1 und 8 platziert sein.
Zeitplan
12. Mai - Nationalverbände müssen bestätigen, ob die laut Weltranglisten startberechtigten Spieler starten.
26. Mai - Nationalverbände müssen eventuelle Nachrücker bestätigen.
21. Juli - Erstellen der Setzlisten.
25. Juli - Auslosung.
Die Details zum Nominierungsverfahren gibt es bei bwfbadminton.org.


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