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Individual-WM 2014

Von Mo 25. bis So 31. August in Kopenhagen (Dänemark), Ballerup Super Arena, Ballerup Idrætsby 4. 
BWF-Turnierklassifikation: Level 1. Referee: Juniarto Suhandinata (INA).

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Vorberichte

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Turnier allgemein

Aus Kopenhagen berichtet Claudia Pauli

 

 

Nachbetrachtung aus Sicht von Schiedsrichter Christof Osebold

 

Technische Offizielle aus Deutschland beteiligt

Zu den zahlreichen Technischen Offiziellen, die für einen reibungslosen Ablauf der Spiele verantwortlich zeichneten, zählten auch Vertreter des DBV: Christof Osebold aus Trier, seines Zeichens BWF Accredited Umpire, fungierte in Kopenhagen als Schiedsrichter und Aufschlagrichter, während Norbert Langenfeld, Kathrin Paszek und Norbert Tekath als Linienrichter tätig waren.

 

„Die WM als Ganzes war schon eine phantastische Veranstaltung, die Einsätze an den letzten beiden Tagen jedoch waren meine absoluten Highlights, denn damit habe ich nicht zu rechnen gewagt. Zunächst durfte ich eines der Halbfinals im Gemischten Doppel leiten. Auch am Finaltag durfte ich nochmal ran: als Aufschlagrichter im Finale des Gemischten Doppels zwischen Zhang Nan/Zhao Yunlei und Xu Chen/Ma Jin“, blickt Christof Osebold zurück, der schmunzelnd ergänzt: „Eine nette Anekdote in diesem Zusammenhang: Statt mir einfach nur die Hand zu geben hat Zhao Yunlei mich nach dem gewonnenen Endspiel vor Freude förmlich umarmt – nassgeschwitzt wie sie war …“

 

Der Technische Offizielle hatte zudem die Ehre, ein Match der Spanierin Carolina Marin zu leiten, die sich wenige Tage später erstmals – und durchaus überraschend – zur Titelträgerin im Dameneinzel kürte: „Ich durfte das Achtelfinale leiten, in dem die spätere Weltmeisterin Carolina Marin die an Nummer drei gesetzte Chinesin Wang Yihan – immerhin Olympiazweite von 2012 – in nur 37 Minuten mit 21:9, 21:12 förmlich deklassierte.“ Nach Aussage von Christof Osebold gab es darüber hinaus „einige spektakuläre Spiele, die ich in der Halle beobachten konnte. Neben den Finalspielen ist hier ganz sicherlich das Viertelfinale im Gemischten Doppel zwischen Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen und Praveen Jordan/Debby Susanto zu nennen. Die 6.000 Zuschauer in der Halle pushten die Spieler unglaublich und erzeugten eine Stimmung, die beim Badminton in Europa ihresgleichen sucht – inklusive stehender Ovationen beim Matchball. Letztlich stand die Halle Kopf, als die beiden Dänen das Spiel nach 74 spannenden Minuten zu ihren Gunsten entschieden.“

 

Derzeit dürfen sich in Deutschland lediglich zwei Schiedsrichter als „BWF Accredited Umpire“ bezeichnen, d. h. sie verfügen über die höchste Lizenzstufe als Schiedsrichter: Neben Christof Osebold hat Cornelia Schröder (Wesseling) diese Zertifizierung.

 

  

7. Veranstaltungstag: Sonntag, 31. August 2014 (= WM-Abschluss)

 

 

Die Ergebnisse der Finalspiele

Herreneinzel: Chen Long (CHN/Nr. 2) – Lee Chong Wei (MAS/Nr. 1)* 21:19, 21:19 (69 Min.)

Dameneinzel: Carolina Marin (ESP/Nr. 9) – Li Xuerui (CHN/Nr. 1) 17:21, 21:17, 21:18 (78 Min.)

Herrendoppel: Ko Sung Hyun/Shin Baek Choel (KOR/Nr. 12) – Lee Yong Dae/Yoo Yeon Seong (KOR/Nr. 2) 22:20, 21:23, 21:18 (81 Min.)

Damendoppel: Tian Qing/Zhao Yunlei (CHN/Nr. 5) – Wang Xiaoli/Yu Yang (CHN/Nr. 4) 21:19, 21:15 (53 Min.)

Mixed: Zhang Nan/Zhao Yunlei (CHN/Nr. 1) – Xu Chen/Ma Jin (CHN/Nr. 2) 21:12, 21:23, 21:13 (72 Min.).

* Der Titel des Vizeweltmeisters wurde Lee Chong Wei wegen Dopings am 27.4.2015 aberkannt. Lesen Sie Lee Chong Wei erhielt acht Monate Sperre.

Erstes WM-Gold für Spanien

Carolina Marin bescherte ihrem Heimatland Spanien mit dem Titelgewinn im Dameneinzel die erste Goldmedaille bei einer Veranstaltung dieser Art. Aus Europa konnten sich in der Geschichte der im Jahr 1977 eingeführten Individual-Weltmeisterschaften damit bislang vier Nationen über WM-Gold freuen: Dänemark (Flemming Delfs 1977 im Herreneinzel, Peter Rasmussen 1997 im Herreneinzel, Lene Koppen 1977 im Dameneinzel, Camilla Martin 1999 im Dameneinzel, Stehen Fladberg/Jesper Helledie 1983 im Herrendoppel, Lars Paaske/Jonas Rasmussen 2003 im Herrendoppel, Steen Skovgaard/Lene Koppen 1977 im Mixed, Thomas Lund zusammen mit der Schwedin Catrine Bengtsson 1993 im Mixed, Thomas Lund/Marlene Thomsen 1995 im Mixed und Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl 2009 im Mixed), England (Nora Perry/Jane Webster 1980 im Damendoppel, Nora Perry zusammen mit dem Schweden Thomas Kihlstrom 1983 im Mixed und Nathan Robertson/Gail Emms 2006 im Mixed), Schweden (Thomas Kihlstrom zusammen mit der Engländerin Nora Perry 1983 im Mixed und Catrine Bengtsson zusammen mit dem Dänen Thomas Lund 1993 im Mixed) und eben nun Spanien.

 

Die Goldmedaille stellt für das südeuropäische Land zugleich die erste WM-Medaille in der Geschichte dar: Auch Silber und Bronze hatte es zuvor noch nie für Badmintonasse aus Spanien gegeben.

 

Carolina Marin ist Weltmeisterin

Eine der größten Überraschungen bei den Individual-Weltmeisterschaften 2014 in Kopenhagen gelang Carolina Marin: Die 21 Jahre alte Spanierin, die im April 2014 erstmals EM-Gold im Dameneinzel gewonnen hatte, krönte sich durch einen Drei-Satz-Sieg über die Olympiasiegerin von 2012, amtierende Vize-Weltmeisterin und Weltranglistenerste Li Xuerui (China) zur Weltmeisterin. Schon der Einzug ins Halbfinale war für die derzeitige Weltranglistenzehnte ein Riesen-Erfolg – schließlich schaffte sie damit erstmals bei einer WM im Erwachsenenbereich den Sprung in die Medaillenränge. In der Geschichte der im Jahr 1977 eingeführten Titelkämpfe ist Carolina Marin – nach Lene Koppen (1977) und Camilla Martin (beide Dänemark; 1999) – erst die dritte Spielerin aus Europa, die in dieser Disziplin den WM-Titel holte.

 

Lee Chong Wei belegt erneut Platz zwei
Im Herreneinzel war es Lee Chong Wei einmal mehr nicht vergönnt, bei der Siegerehrung auf dem obersten Podest stehen zu dürfen: Der Weltranglistenerste, Olympiazweite von 2012 und Vize-Weltmeister von 2013 musste sich auch diesmal im Endspiel geschlagen geben. In Kopenhagen war es – anders als bei den vorangegangenen Großereignissen – nicht der zweimalige Olympiasieger Lin Dan (China), der dem Malaysier den Turniersieg verwehrte, sondern dessen Landsmann Chen Long. In Abwesenheit des fünfmaligen Titelträgers Lin Dan krönte sich der 25 Jahre alte Weltranglistenzweite und Olympia-Dritte von London erstmals zum Weltmeister. Er bezwang Lee Chong Wei in zwei engen Sätzen.

 

Der Weltranglistenzweite Chen Long (China) während seines Spiels gegen Marc Zwiebler. Fotos: Claudia Pauli.

Weltranglistenerste bezwungen

81 Minuten lieferten sich die Koreaner Ko Sung Hyun/Shin Baek Choel mit ihren Landsleuten Lee Yong Dae/Yoo Yeon Seong spektakuläre Ballwechsel, ehe sich die Weltranglistenzehnten im Herrendoppel mit 22:20, 21:23, 21:18 gegen die Weltranglistenersten durchsetzten und damit erstmals bei einer WM die Goldmedaille gewannen. Die neuen Weltmeister mussten tags zuvor kein Halbfinalspiel bestreiten, da ihre Gegner – ebenfalls ein koreanisches Duo – verletzungsbedingt nicht zur Vorschlussrundenpartie antraten.

 

Serie gerissen

Im Damendoppel gewannen erstmals Tian Qing und Zhao Yunlei den WM-Titel. Die Olympiasiegerinnen von 2012 aus China verwehrten durch einen Sieg in zwei Sätzen ihren Nationalmannschaftskolleginnen Wang Xiaoli und Yu Yang den dritten gemeinsamen Triumph in Folge. Für Yu Yang hätte der erneute Turniersieg sogar die vierte Goldmedaille in Serie bedeutet. Tian Qing und Zhao Yunlei waren bei der WM 2013 im Halbfinale ausgeschieden.

 

Die Chinesinnen Wang Xiaoli (im ersten Bild hinten) und Yu Yang während ihres Achtelfinalmatches. Fotos: Claudia Pauli.

6. Veranstaltungstag: Samstag, 30. August 2014

 

 

Die Ergebnisse der Halbfinalspiele

Herreneinzel:

Lee Chong Wei (MAS/Nr. 1) – Viktor Axelsen (DEN/Nr. 14) 21:9, 21:7

Chen Long (CHN/Nr. 2) – Tommy Sugiarto (INA/Nr. 5) 21:16, 22:20

Dameneinzel:

Li Xuerui (CHN/Nr. 1) – Minatsu Mitani (JPN/Nr. 16) 21:8, 21:14

Carolina Marin (ESP/Nr. 9) – P.V. Sindhu (IND/Nr. 11) 21:17, 21:15

Herrendoppel:

Ko Sung Hyun/Shin Baek Choel (KOR/Nr. 12) – Kim Ki Jung/Kim Sa Rang (KOR/Nr. 5) ohne Spiel

Lee Yong Dae/Yoo Yeon Seong (KOR/Nr. 2) – Mathias Boe/Carsten Mogensen (DEN/Nr. 3) 21:12, 21:18

Damendoppel:

Tian Qing/Zhao Yunlei (CHN/Nr. 5) – Lee So Hee/Shin Seung Chan (KOR/Nr. 16) 21:13, 21:10

Wang Xiaoli/Yu Yang (CHN/Nr. 4) – Reika Kakiiwa/Miyuki Maeda (JPN/Nr. 7) 21:8, 21:13

Mixed:

Zhang Nan/Zhao Yunlei (CHN/Nr. 1) – Liu Cheng/Bao Yixin (CHN/Nr. 14) 21:15, 21:13

Xu Chen/Ma Jin (CHN/Nr. 2) – Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen (DEN/Nr. 3) 21:15, 21:9.

 

Sieg im Finale wäre für zahlreiche Athleten eine Premiere

Während Zhang Nan/Zhao Yunlei bereits 2011 den WM-Titel gewannen, Yu Yang der Triumph in den Jahren 2010, 2011 und 2013 – einmal mit Du Jing, zweimal mit ihrer aktuellen Doppelpartnerin Wang Xiaoli – gelang und Ma Jin – damals gemeinsam mit Zheng Bo – 2010 in Paris WM-Gold holte, haben die anderen Finalteilnehmer die Chance, sich erstmals in ihrer Karriere zum Weltmeister zu krönen.

 

Erfolgreiche Titelverteidigung lediglich im Damendoppel möglich

Bei der letztjährigen WM holte von denjenigen, die noch im laufenden WM-Turnier vertreten sind, Lee Chong Wei (Malaysia) Silber im Herreneinzel, Li Xuerui (China) Silber im Dameneinzel, Wang Xiaoli und Yu Yang (China) siegten im Damendoppel, während  Tian Qing/Zhao Yunlei (China) in dieser Disziplin auf Rang drei kamen, und im Mixed wurden Xu Chen/Ma Jin (China) Vize-Weltmeister und Zhang Nan/Zhao Yunlei (China) holten Bronze. Shin Baek Choel (Korea), der 2014 im Finale des Herrendoppelwettbewerbs steht, belegte im Vorjahr im Mixed Platz drei.

 

5. Veranstaltungstag: Freitag, 29. August 2014

 

 

Edelmetall für Spieler aus acht Nationen

Insgesamt werden bei den Individual-Weltmeisterschaften 2014 Spieler aus acht Nationen Edelmetall holen: Die Halbfinalbegegnungen finden unter Beteiligung von Aktiven aus China (7 Halbfinalteilnahmen), Korea (4), Dänemark (3), Japan (2), Malaysia (1), Indonesien (1), Spanien (1) und Indien (1) statt.

 

Dominanz einiger Nationen in bestimmten Disziplinen

Die Verteilung der acht am Halbfinale beteiligten Nationen auf die fünf Disziplinen gestaltet sich wie folgt:

Herreneinzel: China, Dänemark, Indonesien, Malaysia

Dameneinzel: China, Indien, Japan, Spanien

Herrendoppel: Dänemark, Korea (3)

Damendoppel: China (2), Korea, Japan

Mixed: China (3), Dänemark

 

Tian Qing (im ersten Bild links) und Zhao Yunlei aus China - auf den Bildern in ihrem Achtelfinalmatch - wurden 2013 WM-Dritte. Fotos: Claudia Pauli.

Duelle von Nationalmannschaftskollegen

Lediglich in zwei Vorschlussrundenpartien treffen Landsleute aufeinander: Im Halbfinale des Herrendoppelwettbewerbs stehen sich in der einen Partie die Koeraner Kim Ki Jung/Kim Sa Rang (Setzplatz 5) und Ko Sung Hyun/Shin Baek Choel (Setzplatz 12) gegenüber, im Mixed müssen sich in der oberen Tableauhälfte die Olympiasieger von 2012, Zhang Nan/Zhao Yunlei (Setzplatz 1), mit ihren chinesischen Nationalmannschaftskollegen Liu Cheng/Bao Yixin (Setzplatz 14) auseinandersetzen.

   

Spieler mit hohen Setzplätzen im Halbfinale

Bei den diesjährigen Titelkämpfen erreichten relativ viele Spieler bzw. Paarungen mit hohen Setzplätzen das Halbfinale und werden somit eine Medaille gewinnen. Die Verteilung der Setzplätze gestaltet sich wie folgt:

Setzplatz 1: Herreneinzel, Dameneinzel, Mixed

Setzplatz 2: Herreneinzel, Herrendoppel, Mixed

Setzplatz 3: Herrendoppel, Mixed

Setzplatz 4: Damendoppel

Setzplatz 5: Herreneinzel, Herrendoppel, Damendoppel

Setzplatz 7: Damendoppel

Setzplatz 9: Dameneinzel

Setzplatz 11: Dameneinzel

Setzplatz 12: Herrendoppel

Setzplatz 14: Herreneinzel, Mixed

Setzplatz 16: Dameneinzel, Damendoppel

 

P.V. Sindhu gewann bei der WM 2013 bereits Bronze

Wer von den letztjährigen Medaillengewinnern holt 2014 ebenfalls Edelmetall? Im Herreneinzel holte von denjenigen, die aktuell noch im WM-Turnier vertreten sind, Lee Chong Wei (Malaysia) Silber, im Dameneinzel gewann Li Xuerui (China) Silber, während sich P.V. Sindhu (Indien) über Bronze freute, im Herrendoppel belegten Mathias Boe/Carsten Mogensen (Dänemark) Rang zwei, Kim Ki Jung/Kim Sa Rang (Korea) wurden Dritte, im Damendoppel krönten sich Wang Xiaoli/Yu Yang (China) wie 2011 zu Weltmeistern (Yu Yang gelang dies auch schon 2010, damals mit Du Jing), während Tian Qing/Zhao Yunlei (China) auf Rang drei kamen, und im Mixed wurden Xu Chen/Ma Jin (China) Vize-Weltmeister und Zhang Nan/Zhao Yunlei (China), die Titelträger von 2011, holten Bronze.

 

P.V. Sindhu aus Indien spielte bislang in Kopenhagen herausragend und trifft nun auf Europameisterin Carolina Marin aus Spanien. Foto: Claudia Pauli.

Medaillengewinne für europäische Spieler in vier Disziplinen

Sehr zur Freude der WM-Gastgeber gewannen am Freitag (29. August 2014) alle dänischen Spieler ihre Viertelfinalmatches, sodass sie eine Medaille sicher haben: Bei den Titelkämpfen wird der dritte Platz nicht ausgespielt, die unterlegenen Halbfinalisten erhalten beide Bronze. Im Halbfinale stehen neben den amtierenden Vize-Weltmeistern Mathias Boe/Carsten Mogensen (Setzplatz 3), die im Achtelfinale des Herrendoppel-Wettbewerbs die Deutschen Meister Michael Fuchs/Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) in zwei Sätzen besiegt hatten, zudem Viktor Axelsen (Setzplatz 14), der U19-Weltmeister im Herreneinzel von 2010, und die Olympia-Dritten von 2012 im Mixed, Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen (Setzplatz 3).

 

Die ungesetzten Akteure sind unterdessen am Freitag allesamt ausgeschieden: Im Herreneinzel hatten der Niederländer Eric Pang und Chou Tien Chen aus Taiwan den Einzug in die Runde der besten Acht geschafft, im Damendoppel war dies den Indonesierinnen Anggia Shitta Awanda/Della Destiara Haris gelungen und im Mixed hatten Praveen Jordan/Deby Susanto – und damit ebenfalls Athleten aus Indonesien – das Viertelfinale erreicht.

 

Von den topgesetzten WM-Teilnehmern ist die Nummer eins der Setzliste noch im Herreneinzel, im Dameneinzel und im Mixed vertreten: Nach der verletzungsbedingten Absage der Titelverteidiger im Herrendoppel, Mohammad Ahsan/Hendra Setiawan (Indonesien), musste sich das an Position eins notierte Damendoppel Bao Yixin/Tang Jinhua (China) bereits in Runde zwei geschlagen geben. Es unterlag Anggia Shitta Awanda/Della Destiara Haris. Im Herreneinzel erreichte der topgesetzte Vize-Weltmeister von 2013, Lee Chong Wei (Malaysia), ebenso souverän das Halbfinale wie Olympiasiegerin Li Xuerui (China) im Dameneinzel. Auch die Olympiasieger im Mixed, Zhang Nan/Zhao Yunlei (China), benötigten lediglich zwei Sätze, um sich Edelmetall zu sichern.

 

Als Nummer zwei der Setzliste im Dameneinzel unterlag die Chinesin Wang Shixian nach einer Spielzeit von 86 Minuten P. V. Sindhu (Setzplatz 12) mit 21:19, 19:21, 15:21. Die erst 19 Jahre alte Inderin zeigt in Kopenhagen herausragende Leistungen. Im Achtelfinale hatte sie bereits die an Nummer sechs gesetzte Koreanerin Bae Yeon Ju, die in Runde zwei die EM-Dritte Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) aus dem Turnier geworfen hatte, in einem „Marathonmatch“ bezwungen: Nach einer Spielzeit von 75 Minuten durfte sich P. V. Sindhu über einen 19:21, 22:20, 25:23-Erfolg freuen. Ausgeschieden ist hingegen deren Nationalmannschaftskollegin Saina Nehwal (Setzplatz 7), die im Viertelfinale gegen Li Xuerui recht chancenlos war (15:21, 15:21).

 

Erfreulich aus europäischer Sicht ist zweifelsohne auch der Halbfinaleinzug von Europameisterin Carolina Marin (Setzplatz 9). Die 21 Jahre alte Spanierin setzte sich in der Runde der besten acht Damen in drei Sätzen gegen Tai Tzu Ying aus Taiwan (Setzplatz 8) durch und trifft nun auf P. V. Sindhu. Damit werden in vier Disziplinen Spieler vom hiesigen Kontinent eine Medaille gewinnen. Einzig im Damendoppel waren die Athleten aus Asien bereits ab dem Viertelfinale unter sich.  

 

Mathias Boe (vgl. erstes Bild) und Carsten Mogensen - auf den Bildern in ihrem Achtelfinalmatch gegen Michael Fuchs und Johannes Schöttler - gehen in Kopenhagen als amtierende Vize-Weltmeister im Herrendoppel an den Start. Fotos: Claudia Pauli.

Die Ergebnisse der Viertelfinalspiele

Herreneinzel:

Lee Chong Wei (MAS/Nr. 1) – Wang Zhengming (CHN/Nr. 6) 21:8, 21:11

Viktor Axelsen (DEN/Nr. 14) – Chou Tien Chen (TPE) 21:14, 21:14

Tommy Sugiarto (INA/Nr. 5) – Eric Pang (NED) 22:20, 21:19

Chen Long (CHN/Nr. 2) – Son Wan Ho (KOR/Nr. 7) 21:14, 12:21, 21:17

Dameneinzel:

Li Xuerui (CHN/Nr. 1) – Saina Nehwal (IND/Nr. 7) 21:15, 21:15

Minatsu Mitani (JPN/Nr. 16) – Sung Ji Hyun (KOR/Nr. 5) 9:21, 21:18, 22:20

Carolina Marin (ESP/Nr. 9) – Tai Tzu Ying (TPE/Nr. 8) 19:21, 21:19, 21:11

P.V. Sindhu (IND/Nr. 11) – Wang Shixian (CHN/Nr. 2) 19:21, 21:19, 21:15

Herrendoppel:

Kim Ki Jung/Kim Sa Rang (KOR/Nr. 5) – Angga Pratama/Ryan Agung Saputra (INA/Nr. 11) 21:14, 21:13

Ko Sung Hyun/Shin Baek Choel (KOR/Nr. 12) – Hoon Thien How/Kiong Tan Wee (MAS/Nr. 7) 21:18, 21:13

Mathias Boe/Carsten Mogensen (DEN/Nr. 3) – Liu Xiaolong/Qiu Zihan (CHN/Nr. 8) 21:8, 21:17

Lee Yong Dae/Yoo Yeon Seong (KOR/Nr. 2) – Lee Sheng Mu/Tsai Chia Hsin (TPE/Nr. 6) 21:16, 21:13

Damendoppel:

Tian Qing/Zhao Yunlei (CHN/Nr. 5) – Anggia Shitta Awanda/Della Destiara Haris (INA) 21:12, 21:15

Lee So Hee/Shin Seung Chan (KOR/Nr. 16) – Jang Ye Na/Kim So Young (KOR/Nr. 6) 21:11, 16:21, 21:10

Wang Xiaoli/Yu Yang (CHN/Nr. 4) – Luo Ying/Luo Yu (CHN/Nr. 8) 21:11, 21:11

Reika Kakiiwa/Miyuki Maeda (JPN/Nr. 7) – Nitya Krishinda Maheswari/Greysia Polii (INA/Nr. 10) 21:19, 21:13

Mixed:

Zhang Nan/Zhao Yunlei (CHN/Nr. 1) – Sudket Prapakamol/Saralee Thoungthongkam (THA/Nr. 7) 21:13, 21:9

Liu Cheng/Bao Yixin (CHN/Nr. 14) – Kai Lu/Yaqiong Huang (CHN/Nr. 10) 21:14, 21:17

Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen (DEN/Nr. 3) – Praveen Jordan/Debby Susanto (INA) 21:12, 20:22, 21:18

Xu Chen/Ma Jin (CHN/Nr. 2) – Lee Chun Hei/Chau Hoi Wah (HKG/Nr. 11) 21:18, 21:11.

 

  

4. Veranstaltungstag: Donnerstag, 28. August 2014

 

 

Vorschau auf die Viertelfinalspiele

Fünf Viertelfinalspiele finden unter Beteiligung europäischer Spieler statt, wobei sicherlich der Zwei-Satz-Sieg im Achtelfinale von Europameisterin Carolina Marin (Spanien) über die Olympia-Zweite von 2012, Wang Yihan (China), eine der bislang größten Überraschungen im Rahmen des noch bis Sonntag (31. August 2014) laufenden Turniers darstellt. In der Runde der letzten Acht befinden sich insgesamt nur vier ungesetzte Spieler bzw. Paarungen – im Herreneinzel (2), im Damendoppel (1) und im Mixed (1). In mehreren Partien treffen Landsleute aufeinander.

 

Titelverteidigerin und Europameisterinnen ausgeschieden

Neben den Weltranglistensiebten im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 6) aus Deutschland, war für mehrere weitere Spieler bzw. Paarungen, die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF vordere Plätze belegen, die Individual-WM am 4. Veranstaltungstag (Donnerstag, 28. August 2014) beendet – nicht zuletzt, weil vielfach bereits im Achtelfinale extrem leistungsstarke Akteure aufeinander trafen.

 

So unterlagen z. B. im Mixed Chris und Gabrielle Adcock (England/Nr. 4) Liu Cheng/Bao Yixin (China/Nr. 14), Misaki Matsutomo/Ayaka Takahashi (Japan/Nr. 3) mussten sich im Damendoppel Lee So Hee/Shin Seung Chan (Korea/Nr. 16) geschlagen geben, die amtierenden Europameisterinnen in dieser Disziplin, Christinna Pedersen/Kamilla Rytter Juhl (Dänemark/Nr. 2), verloren gegen Nitya Krishinda Maheswari/Greysia Polii (Indonesien/Nr. 10), die tags zuvor die Deutschen Vizemeisterinnen Isabewl Herttrich/Carla Nelte (PTSV Rosenheim/TV Refrath) aus dem Turnier geworfen hatten, und im Dameneinzel schied die dreimalige U19-Weltmeisterin Ratchanok Intanon (Thailand/Nr. 4) aus, die im Vorjahr – im Alter von gerade einmal 18 Jahren – erstmals im Erwachsenbereich den WM-Titel geholt hatte. Obwohl im ersten Satz deutlich überlegen, musste sie sich letztlich mit 21:8, 12:21, 18:21 Minatsu Mitani (Japan/Nr. 16) geschlagen geben.    

  

Intanon Ratchanok in ihrem Achtelfinalmatch. Fotos: Claudia Pauli.

Der Niederländer Eric Pang erreichte im Herreneinzel als ungesetzer Spieler das Viertelfinale. Fotos: Claudia Pauli.

 

 

 

3. Veranstaltungstag: Mittwoch, 27. August 2014

 

 

Gesetzte ausgeschieden

Für mehrere gesetzte Spieler bzw. Paarungen ist das diesjährige WM-Turnier seit Mittwoch (27. August 2014) beendet. Die wohl größte Überraschung stellt das Ausscheiden des an Position eins notierten Damendoppels Bao Yixin/Tang Jinhua dar. Die derzeitigen Weltranglistenersten aus China unterlagen in ihrem Spiel aus der zweiten Runde – zugleich ihr Auftaktmatch in Kopenhagen – den ungesetzten Indonesierinnen Anggia Shitta Awanda/Della Destiara Haris mit 14:21, 18:21.  

 

Niederlagen erlitten von den Aktiven mit Setzplatz zudem Sho Sasaki (Japan/Nr. 15) und Tian Houwei (China/Nr. 11) im Herreneinzel, Porntip Buranaprasertsuk (Thailand/Nr. 10) im Dameneinzel sowie Maneepong Jongjit/Nipitphon Puangpuapech (Thailand/Nr. 16, gegen die Deutschen Meister Michael Fuchs und Johannes Schöttler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), Chris Adcock/Andrew Ellis (England/Nr. 14) und Hirokatsu Hashimoto/Noriyasu Hirata (Japan/Nr. 15) im Herrendoppel.

 

 

2. Veranstaltungstag: Dienstag, 26. August 2014

 

 

Impressionen von der Ballerup Super Arena in Kopenhagen. Fotos: Claudia Pauli.

Herreneinzel

Im Herreneinzel stehen bis auf wenige Ausnahmen alle Spieler, die über einen Setzplatz verfügen, in Runde zwei. Ihr Auftaktmatch verloren lediglich der an Position 13 notierte Japaner Kento Momota (Drei-Satz-Niederlage gegen Wei Nan aus Hongkong) und der an Nummer 16 gesetzte Malaysier Chong Wei Feng (Drei-Satz-Niederlage gegen den Engländer Rajiv Ouseph). Gleich drei Gesetzte traten gar nicht erst in der Ballerup Super Arena an: Kenichi Tago (Japan/Nr. 4), Simon Santoso (Indonesien/Nr. 8) und Boonsak Ponsana (Thailand/Nr. 12).

 

Dameneinzel

Im Dameneinzel schied von den Spielerinnen, die einen Setzplatz innehaben, in Runde zwei die an Position 14 notierte Thailänderin Nichaon Jindapon aus (Drei-Satz-Niederlage gegen die Indonesierin Lindaweni Fanetri), außerdem zog die Japanerin Eriko Hirose (Nr. 15) vor Turnierbeginn zurück. Alle anderen Gesetzten befinden sich nach wie vor im Turnier, wobei die Damen, die in die untere Hälfte des Tableaus gelost wurden, erst am Mittwoch (27. August 2014) ihr Zweitrundenmatch bestreiten. Im Achtelfinale stehen aus der oberen Tableau-Hälfte unter anderem bereits Titelverteidigerin Ratchanok Intanon (Thailand/Nr. 4) sowie die topgesetzte Olympiasiegerin von 2012 und aktuelle Weltranglistenerste, Li Xuerui aus China.

 

Herrendoppel

Im Herrendoppel mussten die an Position eins notierten Indonesier Mohammad Ahsan/Hendra Setiawan, ihres Zeichens die Titelverteidiger, kurz vor WM-Beginn aus Verletzungsgründen ihren Startverzicht erklären. Grundsätzlich hatten in dieser Disziplin die gesetzten Paarungen in Runde eins ein Freilos, sodass sie erst am Mittwoch (27. August 2014) ihre Auftaktpartie bestreiten. Wer diese gewinnt, steht bereits im Achtelfinale.

 

Damendoppel

Auch im Damendoppel verfügten die gesetzten Duos in Runde eins über ein Freilos, sodass es für sie am Mittwoch (27. August 2014) bereits um den Einzug ins Achtelfinale geht.

  

Mixed

Zwei Gemischte Doppel, die bei der diesjährigen Individual-WM zu den Top-Favoriten auf den Gewinn einer Medaille zählen, mussten bereits in ihrem Auftaktmatch – zumindest zwischenzeitlich – hart arbeiten, um sich den Einzug ins Achtelfinale zu sichern: Die an Nummer eins gesetzten Olympiasieger von London 2012, Zhang Nan/Zhao Yunlei aus China, bezwangen in ihrem Match aus der zweiten Runde Cheng Hung Ling/Cheng Wen Hsing aus Taiwan erst nach einer Spieldauer von 65 Minuten mit 21:16, 20:22, 21:12. In Runde eins verfügten die Weltranglistenersten über ein Freilos, wohingegen Cheng Hung Ling und Cheng Wen die für den TV Refrath in der 1. Bundesliga aufschlagende Irin Cloe Magee und deren Bruder Sam in zwei Sätzen besiegten.

Das an Nummer vier gesetzte Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock lag in seiner ersten WM-Partie 2014 im ersten Durchgang zunächst deutlich hinten, es setzte sich letztlich aber doch souverän (21:16, 21:9) gegen die Malaysier Tan Aik Quan/Lai Pei Jing durch. Chris und Gabrielle Adcock werden in der Weltrangliste derzeit auf Platz fünf geführt. Sie gewannen Anfang August bei den Commonwealth Games den Titel im Mixed – als erstes Ehepaar in der Geschichte des Großereignisses. Auch die Engländer verfügten in Kopenhagen in Runde eins über ein Freilos.

Von den übrigen Gesetzten mussten sich die an Nummer acht gesetzten Indonesier Markis Kido/Pia Zebadiah Bernadeth (klare Zwei-Satz-Niederlage gegen ihre Landsleute Praveen Jordan/Debby Susanto), die an Position 13 notierten Japaner Kenichi Hayakawa/Misaki Matsutomo (Drei-Satz-Niederlage gegen die Dänen Anders Kristiansen/Julie Houmann, sehr zur Freude des dänischen Publikums) sowie die an Nummer zwölf gesetzten Schotten Robert Blair/Imogen Bankier (Zwei-Satz-Niederlage gegen die Russen Anatoliy Yartsev/Evgeniya Kosetskaya) in Runde zwei geschlagen geben. Die anderen gesetzten Duos – darunter die Deutschen Meister Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) – stehen im Achtelfinale.

 

Impressionen vom 2. Veranstaltungstag (Zhang Nan/Zhao Yunlei, Vitalij Durkin/Nina Vislova, Han Li, Jorrit de Ruiter/Samantha Braning, Chris Adcock/Gabrielle Adcock). Fotos: Claudia Pauli.

1. Veranstaltungstag: Montag, 25. August 2014

 

 

Impressionen von der Ballerup Super Arena in Kopenhagen. Fotos: Claudia Pauli.


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